Ich hab heute beim Einkauf für die Firma im Großhandel, mal einen Blick durch die Weinabteilung schweifen lassen…meinen aktuellen Lieblingswein haben die auch vorrätig…prima, dann brauche ich den nicht über das Weingut zu bestellen, sondern kann den gleich hier mit nehmen, der Brutto-Preis ist derselbe und ich spare mir die Versandkosten und den Verpackungsmüll.
Dann fiel mir noch eine Flasche ins Auge – ein Eiswein mit dem Namen Nachtgold
In den frühen Morgenstunden, werden die Trauben bei -7°C gelesen und gekeltert.
aus der Prouktbeschreibung des Herstellers: Weinkellerrei Peter Mertes KG,54470 Bernkastel-Kues
Eigentlich bin ich kein Fan von süßen Weinen, aber ein Eiswein kann ein besonderes Erlebnis sein….und dieser hier, ist ein Erlebnis…süß und intensiv aromatisch und gleichzeitig leicht herb.
Jeder Winzer geht ein Risiko ein, wenn er einen Eiswein produzieren möchte, denn die Trauben bleiben lange hängen…sehr lange:
Die Trauben dürfen nicht zu früh reif sein, denn sie bleiben extra lange hängen und werden meist erst im Januar und bis in den Februar hinein geerntet. Zum Zeitpunkt der Lese muss es für mehrere Tage deutliche Minusgrade geben. Mindestens -7 C, besser noch -10 bis -12 C sind nötig, damit die Trauben durchgefroren sind.
aus Wikipedia
Klappt das mit dem durchfrieren der Trauben nicht, weil das Wetter nicht kalt genug dafür wird, dann verfaulen die Trauben….und das war es dann.
Also das Risiko hier hat sich gelohnt…sehr lecker 🍷…jetzt fehlt eigentlich nur noch ein leckeres Ciabatta-Brot mit Butter und ein paar Oliven dazu …
Feierabend – Wochenende…schnell nach Hause und ab auf den Balkon.
Es ist der 25.03. und zum ersten Mal kommt so ein leichtes Sommer-Gefühl auf….Es ist, mit 17 Grad und nur leichtem Wind, angenehm auf dem Balkon…Hab den Sonnenschirm aufgestellt…hmmm mein Schattenbalkon ist scheinbar doch nicht so schattig…bekommt durch die nun fehlenden Bäume und dem langsam höheren Sonnenstand, tatsächlich am Nachmittag mehr Sonne ab, als ich beim Einzug im Herbst vermutet hatte.
Also sitze ich jetzt auf dem Balkon, vor dem Wetter geschützt durch den darüber liegenden Balkon (ich kann gar nicht oft genug betonen, wie toll ich das finde, das mein Balkon überdacht ist) zusätzlich durch den Sonnenschirm vor der Sonne geschützt und kann damit sogar auf dem Laptop etwas erkennen.
Jetzt wird es langsam Zeit, sich um die Balkonbepflanzung zu kümmern….ich hätte gerne ein paar Bäumchen und natürlich Frühlingsblumen für die Balkonkästen….und ich möchte wieder einmal das Projekt „Kartoffeln im Eimer züchten“ starten.
Mit der ersten Mücke gestern im Wohnzimmer ist auch klar, ich muss mich um den Insektenschutz kümmern und zwar zügig.
Meinen Kurzurlaub hab ich mir jetzt auch verdient, denn mit Blick auf die kommenden 2 freien Arbeitstage habe ich in dieser Woche intensiv auf- und vorgearbeitet….und meine Jahresabschluss-Liste zeigt inzwischen mehr grüne (erledigt) als rote (noch zu erledigen) Deadlines an…..Hab konsequent alles unmittelbar erledigt, was an Rückmeldungen kam und fühle mich nun gut damit. Die noch ausstehenden Termin-Arbeiten liegen auch gerade nicht in meiner Hand…da warte ich noch auf die entsprechenden Rückmeldungen.
SOOOO – und jetzt kann alles auch bis Mittwoch warten…dann geht es weiter.
Jetzt ist Erholung angesagt. Jetzt öffne ich gleich eine Flasche meines aktuellen Lieblingswein und überlege ich Ruhe, wie ich meine insgesamt 4 freien Tage verbringen werde…..DAS hier, auf dem Balkon, ist jedenfalls schon mal ein schöner Einstieg.
Ich hab Sonntag Vormittag, bei schönsten Sonnenschein, aber mit immer noch viel Wind und Kälte, meinen Ausflug gestartet…Ab auf die Autobahn in Richtung Lübeck….Aber das war nicht mein Ziel…sondern ein Naturschutzgebiet zwischen Lübeck und Bad Schwartau: Das NSG Schellbruch….es liegt direkt an der Trave.
Und da es März ist, sind viele Wege in die Naturschutzgebiete gesperrt…es ist Brut-Zeit…es war daher erst einmal schwer einen Weg hinein zu finden. Es ging vorerst nur außenherum, entlang der Trave.
Der Wind brachte das Wasser in Bewegung und plätscherte munter vor sich hin…ein schönes Geräusch und es war eine friedliche Atmosphäre….
Erst nach ein paar Kilometern am Wasser entlang, fand ich einen Zugang zum Wald…auch hier waren einige kleinere Wege gesperrt…aber die Hauptwege waren offen zugänglich…es war ruhig und wunderschön zu Laufen.
Auch wenn es der kalendarische Frühlingsanfang war…und man überall die Knospen an den Bäumen sieht und die Frühblüher am Boden schöne Farbtupfer auf den Boden zaubern, war ich froh über die Mütze auf dem Kopf und den Schal um den Hals.
Ich hab die Stunden im Wald und am Wasser sehr genossen, bin später auf dem Rückweg durch ruhige Wohngebiete gelaufen (wegen der gesperrten Wege)….und froh den Ausflug gemacht zu haben.
Mal wieder raus zu fahren und sich nicht nur im heimischen Umfeld zu bewegen…das war schon schön.
Nun gut…etwas hat mich auf dem Hinweg gestört…ich bin durch den „Herrentunnel“ gefahren und am Ende des Tunnels musste ich 2,10 EUR bezahlen. Es ist ein kostenpflichtiger Tunnel. Jedes Fahrzeug muss bezahlen. Ich glaube sogar das mein Navi das angezeigt hat, aber so richtig wahrgenommen habe ich das nicht. Und ob es einen Hinweis vor dem Tunnel gab, kann ich gar nicht mal sagen….wahrscheinlich schon – nur ich war zu sehr damit beschäftigt mein Ziel anzusteuern….
Und da das Bezahlen erst am ENDE erfolgt, kann man auch nicht einfach umdrehen….durch den Tunnel ist eben durch den Tunnel….und eine Durchfahrt muss bezahlt werden.
Ich hab mal im Internet nachgeschaut, es ist tatsächlich erst das 2. Projekt in Deutschland das nach dem Fernstraßenbauprivatfinanzierungsgesetzes (FstrPrivG) allgemein Mautpflichtig ist.
Ich hab zwar schon öfter von diesen Public-Private-Partnership Finanzierungsmodellen gehört, aber bisher noch keines in Natura erlebt. Bei diesen PPP werden notwendige Investitionen die sich eine Stadt oder ein Land nicht leisten kann, von Unternehmen der Privatwirtschaft übernommen, die dafür das Recht erhalten eine Nutzungsgebühr zu fordern.
Nun gut….ich halte ja nicht so viel von diesen PPP-Projekten…ich finde der Staat darf sich nicht aus seinen hoheitlichen Aufgaben (u.a. Wasser-/ Strom-/ÖPNV-/Straßen-Infrastruktur) herausmogeln….denn ein Unternehmen muss ja Gewinne machen, während der Staat sich um das Allgemeinwohl zu Gunsten aller Bürger kümmern muss…das widerspricht sich meines Erachtens.
Natürlich hab ich für die Rückfahrt mein Navi neu eingestellt und dabei Maut-Straßen für den PKW ausgeschlossen. Also einmal 2,10 EUR reichten für den Tag.
Okay – um den Tunnel zu umgehen musste ich einen Umweg durch die Stadt Lübeck fahren…dort hab ich dann noch einen gerade stattfindenden Flohmarkt besucht – das war ganz lustig.
Auf dem Wochenmarkt gestern hab ich mich mit frischen Schnittblumen eingedeckt…jede Menge gelbe Tulpen und Narzissen. Hab gleich 2 Vasen opulent damit bestückt…immerhin ist dieses Wochenende Frühlingsanfang und so herrlich gelbe Farbtupfer in der Wohnung, sind klasse.
Nachmittags ging es dann in den Keller zum Regale aufbauen. Ja – was soll ich sagen….die gesamte Aktion mit dem Aufbau der Regale, platzieren derselben, sauber machen, Regale einräumen und Kisten und Karton Umschichten hat fast 3 Stunden gedauert.
Klasse, wie groß mein Keller wieder ist…jetzt wo vieles bereits in den Regalen untergebracht ist.
Noch ist die Kelleraktion nicht fertig. Bevor es jedoch weiter geht, muss ich ein paar Dinge zum Wertstoffhof bringen und ein paar Sachen verschenken. Das sind Überbleibsel von Dingen, die ich nicht mehr brauche oder nicht mehr haben möchte….und dann kann ich auch eine weitere Wand optimieren.
Dafür wird es noch ein weiteres Regal geben…eines das noch etwas mehr Tiefe hat…das soll dann für die großen Blumentöpfe sein und alles was mit dem Balkon zu tun hat.
Außerdem hätte ich noch gerne ein Weinregal….aktuell lagere ich die Weine vom Winzer in den Versand-Kartons übereinander…aber da es unterschiedliche Sorten von unterschiedlichen Winzern sind, ist das eher unpraktisch.
Für den Moment bin ich aber schon sehr zufrieden mit dem Ergebnis….und sehe innerlich schon das Endergebnis.
und weil der Freitag so positiv lief, hab ich dann auch pünktlich Feierabend gemacht und bin zum IKEA gefahren.
In dieser Woche hab ich es nämlich auch endlich geschafft den 2. Bildschirm an meine Dockingstation im Homeoffice anzuschließen. Was erst einmal an den Verbindungs-Kabeln scheiterte
Mit Hilfe eine Tutorials im Internet, hab ich nun endlich begriffen, wofür die verschiedenen Anschlüsse an der Dockingstation und den Displays zu gebrauchen sind…hatte im Büro noch einmal geschaut, wie es da angeschlossen ist und festgestellt: ich brauche noch ein Displayport-Kabel. Eines gekauft – nur um festzustellen, das was das Falsche, meines hatte einen USB-Anschluss an dem einen Ende….ich brauche ein Displayport-Kabel mit 2x denselben Anschlüssen. Also noch eines gekauft und jetzt passte alles. HURRA – es funktioniert.
Als bekennender Technik-DAU hab ich mich schon mal riesig gefreut, als die insgesamt jetzt 3 Bildschirme (Laptop + 2 Displays) etwas anzeigten.
Dann ging es ans Einstellen der Reihenfolge und physische Verschieben, bis alles so war, wie ich es wollte und wie ich es im Büro habe…. damit ich nicht jedes Mal, wenn ich zwischen Homeoffice und Büro wechsele, erst alles Umstellen muss.
Im Büro hab ich das Laptop rechts außen stehen…das geht bei mir Zuhause aber nicht so ohne Weiteres, da steht der Drucker auf so einem Ikea-Würfel…da kann ich schlecht das Laptop mit der Dockingstation plazieren…..also brauche ich entweder einen Aufsatz für den Regalwürfel, was nicht funktionieren würde, denn der Drucker passt nur AUF das Regal..nicht hinein oder ich brauche ein anderes Regal.
Ich wollte beim IKEA also nach einem etwas breiteren und höherem Regal suchen, wo ich den Drucker unten reinstelle und oben darauf das Laptop stellen kann…aber es hat mir nichts gefallen.
Für 8 EUR hab ich dann ein Metallgestell gekauft, das ich auf dem Drucker plaziere (gut das mein kleiner Drucker quardratisch und eben gebaut ist), um darauf das Laptop zu stellen. Das ist keine Dauerlösung…aber erst einmal eine praktikable Zwischenlösung.
Also inzwischen ist mein Homeoffice-Büro richtig gut ausgestattet und ich finde es behaglich und trotzdem funktional.
Die letzten beiden Arbeitstage dieser Woche waren so riiiiichttig gut….oder wie ich es zu meiner Kollegin gesagt habe…ich konnte endlich ein paar der Arbeits-Leichen begraben, die da irgendwo halbvergammelt herum lagen.
Das sind die Arbeiten, die nicht wirklich wichtig sind und dringend eigentlich auch nicht…aber sie müssen eben irgendwann einmal gemacht werden. Bei manchen hatte ich schon mal angefangen, andere einfach wieder beiseite geschoben….es gibt immer Dringenderes als so einen Kram.
Ich hab also die Arbeits-Stapel abgearbeitet – in der Reihenfolge:
Dringendes hat eine zeitliche Komponente: es gibt Deadlines einzuhalten…also auch eigentlich Unwichtiges kann dringend sein, wenn die Deadline HEUTE ist.
Wichtiges hat eine inhaltliche Bisanz, die auf keinen Fall untergehen darf…aber wenn man diese Aufgabe erst in ein paar Wochen fertig haben muss, ist sie zwar wichtig, aber noch nicht dringend.
Und erst lange nach dem Stapel „Tagesarbeit“ kommen irgendwann einmal diese unliebsamen kleinen Aufgaben, die kein besonderes Prädikat haben, außer vielleicht: „Lästig“
Ein paar dieser, schon seit längerem herumliegenden, lästigen Rest-Aufgaben hab ich tatsächlich erledigt bekommen…was vor allem daran lag, das ich Zeit hatte…keine Störungen von Außen…ruhiges konsequentes Abarbeiten…Das räumt und machte am Ende sogar Spaß, weil die Stapel tatsächlich kleiner wurden. Immerhin arbeite ich gerade für den Controller und meine Kollegin aus Brandenburg mit.
Und die endlich nach und nach eintrudelnden Rückmeldungen der Wirtschaftsprüfer, gaben mir auch noch die positive Gewissheit: Bisher lief es gut mit meinen Jahresabschlüssen…und es sind jetzt nicht mehr Viele.
Also ein rundherum positives Ende der Arbeitswoche. Ich hab zusätzlich das Gefühl, das ich wieder fitter bin und mehr Energien habe…das liegt bestimmt auch am sonnigen Wetter…
Jeder Sonnenstrahl der es an einem Nachmittag schafft, meinen Schatten-Balkon zu erreichen, wird von mir freudig aufgesogen….auch wenn es insgesamt noch kalt ist (nachts sind die Temperaturen noch unter 0 oder nur knapp darüber), genieße ich es schon wieder für kurze Zeit draußen auf dem Balkon zu sitzen….mit heißem Tee, wärmender Jacke und Schal…und manchmal stelle ich mich auch einfach nur für ein paar Minuten in die geöffnete Balkontür und halte mein Gesicht in die Sonne.
Nur am späten Nachmittag wird die Ecke mit meinem Liegestuhl auf dem überdachten Balkon überhaupt von der Sonne erreicht, der größte Teil bleibt im Schatten….das bedeutet aber auch, das ich im heißen Sommer vor der direkten Sonneneinstrahlung geschützt bin….da freue ich mich jetzt schon drauf.
Am Sonntag beginnt auch der kalendarische Frühling…und ich hab das Gefühl, das meine Lebensgeister und auch meine Unternehmungslust wieder steigen…und mit den aktuell gerade fallenden Spritpreisen, werde ich mich am Wochenende auch mal wieder für einen Tagesausflug ins Auto setzen…wohin ich fahren werde? Mal sehen…ein paar Ideen hab ich schon…auf jeden Fall möchte ich mal wieder raus….
Die letzten Wochen war ich immer nur in direkter Umgebung unterwegs…immer im Kreis Pinneberg…war sogar mal wieder im Klövensteen letztes Wochenende. Bis vor 1/2 Jahr war ich regelmässig alle paar Tage hier…mag die dichten Wälder, die kleinen Wege, die Ruhe und die Sonnenuntergänge.
Aber jetzt hat sich etwas verändert….ich war geschockt vom Kahlschlag der Kiefern….Himmel haben die dicke Schneisen in den Wald geschlagen…okay, einige Bäume waren vom Sturm entwurzelt…aber so flächendeckend ausgedünnt, sieht es nicht mehr nach Wald aus…..
Ich habe gelesen das tausende Fichten abgestorben sind, durch die Dürren in den letzten beiden Sommern und die Bäume deshalb gefällt werden mussten. Wie ich im Internet lesen konnte, sind durch die Baumfällarbeiten fast 5 Hektar Freiflächen entstanden…aufgeforstet wird jetzt mit Laubbäumen.
Unglaublich das auch hier im hohen Norden, wo es ja echt viel geregnet hat, die Fichten trotzdem wegen des zu niedrigen Grundwasserspiegels abgestorben sind.
Und mit nachlassendem Stress hatte ich auch wieder Lust etwas zu kochen.
Wie wäre es also mit einer Rindfleischsuppe, frisch gekocht aus Beinscheibe und Suppenfleisch, mit viel frischem Gemüse (Möhren, Porree, Sellerie), gewürzt mit Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer und Bohnenkraut.
Ein Klassiker, das dauert zwar gute 2 Stunden, aber das Ergebnis ist richtig lecker….Kein Schnick-Schnack…einfach und lecker…Hausmannskost eben. Dazu kann man dann noch gekochten Reis oder gekochte Nudeln geben…bei mir gab es die Suppe pur….ein kleines Kraftpaket.
Und vor zwei Tagen gab es gebutterten Reis mit Rosenkohl mit gegrilltem Hähnchenfleisch….
Und für Morgen hab ich Kartoffeln, Möhren und dem restlichen Rosenkohl zusammen gekocht und dazu gebratenes Schweinefilet mit einer Käse-Pfeffersoße (ich hatte noch einen Mozzarella im Kühlschrank, der musste aufgebraucht werden, also hab ich anstatt einer Sahnesoße, eben eine Käsesoße gemacht)….und da ich das Ganze Morgen mit ins Büro nehme, hab ich es gleich schon mal „to-go“ verpackt.
Es ist mal wieder Zeit kurz anzuhalten und einen Blick zurück zu werfen….nachdem ich bis Ende Januar 2022 gut durch Herbst und Winter gekommen bin, kam mein Wohlbefinden ab Februar in einige Turbulenzen.
Dabei ist mein Tennis-Arm inzwischen ausgeheilt (falls es das überhaupt gibt) oder zumindest merke ich nichts mehr davon. Auch macht mein Herz hat inzwischen keine Anstalten mehr zu stolpern oder zu rasen…das finde ich sehr beruhigend.
Auch der berufliche Stress, der mich ab Februar ziemlich kalt erwischt hat, ist inzwischen fast überwunden. Damit sind auch die Dauer-Kopfschmerzen wieder weg und die Verspannungen haben sich mit Hilfe so einiger Massage-Stunden wieder in Wohlgefallen aufgelöst. Ich schlafe gut und tief, Puls und Blutdruck sind in einem für Mich „normalen“ Bereich und ich komme Morgens wieder besser aus dem Bett. Also alles gut.
Ich muss mich aber tatsächlich damit abfinden, das ich auch weiterhin nicht wieder mit unerwartetem Stress, souverän umgehen kann (wie ich es früher konnte). Das scheint noch ein Überbleibsel aus meinem Stressjob zu sein.
Ich arbeite viel und gerne, bin dabei gut strukturiert und organisiert, so das ich auch parallel mehrere Aufgaben gleichzeitig jongliere und alles im Blick behalte….aber es darf ein gewisses Maß an Unvorhergesehenem nicht übersteigen, sonst fühle ich mich schnell zu stark gefordert.
Aber wie gesagt, das ist jetzt erst einmal wieder vorbei…Ab jetzt sollte alles wieder in normaleren Bahnen laufen…na schauen wir mal.
Montag kommt der Controller aus dem Urlaub zurück, meine liebe Kollegin aus Brandenburg muss sich noch ein paar Tage um ihrer kranke Familie kümmern, der andere Kollege dort fällt für 8-10 Wochen im Büro aus…aber immerhin Video-Meetings funktionieren, die Dänischen Kollegen haben einen Vorschlag an uns herangetragen, den ich aus Zeitmangel abgelehnt habe…das Thema liegt jetzt bei den Chefs.
Und das leidige Thema Jahresabschlüsse nähert sich zwar seinem Ende….aber es gibt Verzögerungen auf Seiten der Wirtschaftsprüfer (die kämpfen auch mit Corona-Ausfällen und Personalmangel im Allgemeinen)…so das der gesamte Zeitplan für die nachlaufenden Arbeiten unter Druck gerät und jede Abteilung drängelt. Nutzt aber nichts, wenn ich die Rückmeldungen nicht bekomme, kann ich sie auch nicht bearbeiten.
Also hoffe ich auf wieder ruhigere Zeiten im Büro, glaube aber noch nicht ganz, das es auch klappt. Ich glaube die entspannten Zeiten in dieser Firma sind erst einmal vorbei…
Ich betrachte ein Zuhause, also MEIN Zuhause als Ort des Rückzugs, der Abgeschiedenheit, der maximalen Gemütlichkeit für Mich….ein Ort der mich umschließt und abschottet…der mich liebevoll behütet und beschützt.
Klingt ein wenig pathetisch…aber genau so ist es.
In meinem Zuhause hier lebe ich jetzt seit 1/2 Jahr und ich habe doch einiges an Geld investiert, um es mir so gemütlich wie möglich zu gestalten….und gerade während der letzten Monate ist mir dieses Zuhause sehr ans Herz gewachsen und ich fühle mich hier maximal geborgen.
Es gibt nichts Konkretes, vor dem ich mich schützen müsste….es ist eher ein Gefühl mich gegen die Welt „da Draußen“ zu schützen, vor zu viel Neugierde, zu vielen Menschen, vielleicht auch ein wenig vor dem Leben. In Schnöselhausen (in Hessen) hab ich mich von den neugierigen Nachbarn beobachtet und auch gegängelt gefühlt (eine Nachbarin fühlte sich durch meine Wäsche auf dem Balkon gestört und durch das Vögel füttern usw.) und nach der Trennung von meinem Ex, fühlte ich mich verfolgt, egal wo ich war…und auch in der ersten Wohnung hier in Schleswig-Holstein bei dem Haus- „Drachen“ hatte ich immer das Gefühl beäugt zu werden.
Hier in meinem neuen Zuhause bin ich fast unsichtbar und das meine ich positiv…ob ich das Haus verlasse oder komme, ich fühle mich wohl und unbeobachtet, die Nachbarn stehen nicht am Fenster…das Haus in dem ich wohne, liegt abseits der Straßen und mein Auto steht in einer Tiefgarage….und so wie ich die Wohnung jetzt mit Gardinen und Sichtschutz ausstaffiert habe, ist sie nur wenig einsehbar…obwohl zum Balkon hin einige der Bäume, die noch vor ein paar Wochen hier standen, jetzt fehlen….den Rest werde ich im Laufe der nächsten Wochen auf dem Balkon mit Pflanzen in eine kleine Oase verwandeln.
Falls das jetzt ein wenig paranoid klingen sollte…so ist es nicht…ich möchte nur einfach meine Ruhe haben…und sagen wir mal so…ich kenne meine Nachbarn, auch mit Namen und ich plaudere auch mit Ihnen, wenn es sich ergibt – mehr muss nicht sein …Leben und Leben lassen.
Ich fühle mich manchmal wie ein Känguru das viel zu früh aus dem Beutel gefallen ist und nun nach wohnlicher Behaglichkeit sucht um das Verlustgefühl der Kindheit zu kompensieren…..