Mit Blick in meinem Vorratsschrank und angeregt durch das „Waffel-Haus“ hatte ich nun endlich eine Idee, was ich eigentlich mit dem Buchweizenmehl machen könnte: Waffeln.
Das Mehl hatte ich beim Auffüllen meiner Mehlvorräte vor ein paar Wochen gekauft…abgepackt mit 250g in Bio-Qualität. Warum ich es mitgenommen habe, weiß ich eigentlich nicht genau – aber ich könnte ja mal etwas daraus machen.
Nachdem ich verschiedene Rezepte im Internet gelesen hatte, hab ich mich für ein einfaches und unkompliziertes Rezept entschieden: Als bekennender Teig-Nascher musste ich feststellen, das die Teigmasse mit dem Buchweizenmehl eine leichte andere Konsistenz hatte, als normaler Waffelteig aus Weizenmehl……vielleicht lag es auch an der Farbe des Teiges, der dunkel wirkte…aber auch der Geschmack des Teiges hat mich nicht so überzeugt.
Der Teig liess sich aber im Waffeleisen super verarbeiten und da sind sie dann:
Die Waffeln schmecken, vor allem mit etwas Puderzucker und Apfelmus dazu.
Aber insgesamt schmecken sie tatsächlich anders….da ist ein ganz eigentümlicher Geschmack durch das Buchweizenmehl. Hmmm nicht schlecht, aber auch nicht richtig gut…also für mich….aber ich freue mich trotzdem über den Versuch.
Wer glutenfreie Produkte essen muss, der wird sich mit Buchweizen bestimmt anfreunden können.
Buchweizen ist Pseudo-Getreide…und die Angaben wie gesund es ist, sind tatsächlich sehr unterschiedlich….mal wird geschrieben es hat viele Ballaststoffe, der nächste schreibt es hat weniger Ballaststoffe als Weizenmehl….auf jeden Fall stecken viele hochwertige Eiweiße und Mineralstoffe drin, dafür kein Gluten…und es soll sogar entzündungshemmend wirken.
In Deutschland sind Anglizismen so normal, das man kaum mehr darüber nachdenkt…und seitdem ich beruflich quasi täglich die englische Sprache nutze, fallen mir diese oft wie von selbst in den Mund….manchmal nervt mich das selber.
Aber wenn auf einem englischen Nachrichten-Kanal auf einmal Deutsche Worte auftauchen, ist das für meine Ohren nicht immer schmeichelhaft.
Ich habe ja immer noch Urlaub und wenn ich nach draußen schaue, scheint es schon Herbst zu sein: 15 Grad und Dauerregen….so bin ich dabei Wäsche zu waschen und bastele nun endlich auch den 2. Küchen-Beistellwagen zusammen, der schon etwas länger auf dem Zusammenbau wartet,…
…..mit Kopfhörern auf den Ohren und lausche quasi nebenbei den englischen Nachrichten über die aktuelle politische Situation in Afghanistan.
Und auf einmal fällt dieses EINE so typische Deutsche Wort: Blitzkrieg. Während der Moderator weiter unablässig in Englisch über die Ereignisse redet, nehme ich die Kopfhörer ab…es schaudert mich ein wenig….ist dieses Wort doch durch den 2. Weltkrieg für uns Deutsche ziemlich verbrannt….also negativ belastet.
Für die Briten ist das jedoch tatsächlich eines der vielen Worte, die es aus dem deutschen in den englischen Sprachgebrauch geschafft haben, neben so gängigen und harmlosen Worten wie „Kindergarten“, „Kaffeeklatsch“ und „Bratwurst“.
Bei den meisten Worte würde ich einfach locker darüber hinweg gehen, mich sogar leicht belustigt darüber freuen….aber es gibt Worte, die möchte ich eigentlich nicht auch noch so ganz selbstverständlich genutzt aus dem Ausland hören….es hinterlässt bei mir ein leicht unangenehmes Gefühl….
Kleine Anekdote am Rande: Im Job gibt es tatsächlich ein Wort, da fällt mir manchmal tatsächlich nicht mehr das Deutsche Wort ein...ich nutze es ständig in Englisch und in Dänisch....und wenn ich es mal auf Deutsch benötige, hab ich es sogar schon öfter mal aus den beiden Sprachen durch den Online-Übersetzer geschickt, weil mir partout nicht das doch sehr gängige deutsche Worte dazu einfiel...ich weiß nicht, warum es mir so schwer fällt 🤣
English : draft / Dänisch: udkast = Deutsch: Entwurf
Das jetzt viele in Deutschland keinen Bock mehr auf die Pandemie haben, konnte ich in Celle erleben.
Da sich am Samstag auf der A7 von Kassel bis Hamburg Stau an Stau reihte, hielt ich es für eine tolle Idee einen Stopp in Celle einzulegen.
Celle, das Tor zur Lüneburger Heide, eine Art lebendiges Museum mit mehr als 400 Fachwerkhäusern in der malerischen Altstadt und einem Schloss mit Schlosspark, direkt an der „Aller“ gelegen.
Ich liebe Fachwerkstädte und wäre gerne in Ruhe und mit Muße durch Celle gelaufen…war aber komplett überfordert mit den vielen Besuchern…..hier war es tatsächlich wesentlich voller als die letzten Tage in Kassel oder Frankfurt….
Dicht an dicht drängten die Menschen durch die Altstadt….jedes Restaurant und Cafè schien alle Tische, wie vor der Pandemie, eng zusammen gestellt zu haben und diese Tische waren auch voll besetzt….und nur wenige der Restaurant hatten Plexiglas-Abtrennungen….Abstand halten war weder beim Gehen, noch beim Sitzen möglich….und Masken trugen nur vereinzelte Menschen in den Straßen….nur beim Gang in einen Laden wurden die Dinger angelegt.
Wir sind gerade in der 4. Welle und sollten, auch mit vollständiger Impfung, doch ein wenig Vorsicht walten lassen….
Ich muss es leider noch einmal erwähnen: hatte ich doch gehofft, das die Pandemie einen nachhaltigen Effekt auf das Verhalten der Menschen haben wird, muss ich immer wieder feststellen, das es nur eine kurzzeitige Einsicht war, das wir unser Verhalten verändern sollten. Es ist halt schwer lebenslang erlerntes Verhalten zu verändern.
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und macht genau da weiter, wo die Pandemie uns gestoppt hat….Das Gewohnheitstier heißt: Lemming und wenn einer das so macht, dann machen es alle anderen nach, ohne weiter darüber nachzudenken….und sei es auch, sich dabei einfach von der Klippe zu stürzen.
„Wie die Lemminge“ steht in unserem Sprachgebrauch für „kollektiven, fatalen Unsinn“ (Zitat aus „Der Tagesspiegel“) und zeigt die weitverbreitete Entschuldigung in der Bevölkerung: wenn so Viele es machen, dann kann es nicht falsch sein….und außerdem haben wir es uns verdient…. Na hoffentlich weiß das Virus das auch.
Jeder muss natürlich für sich selber entscheiden, ob er mit machen möchte oder nicht.
Ich wollte nicht…und hab mich ziemlich schnell wieder verzogen….selbst ohne Pandemie wäre es für ein entspanntes durch die Stadt schlendern viel zu voll gewesen….ich komme garantiert wieder….also lieber innerhalb der Woche und nicht an einem Samstag und dann eher am Abend…..
(Das ist wie immer nur meine ganz persönliche Meinung, jeder darf seine eigene Meinung zu dem Thema haben 😃)
Durch die Pandemie sind es jetzt tatsächlich fast genau 2 Jahre, die ich nicht mehr in Frankfurt und Umgebung war.
Ich hatte anfangs Bedenken, wegen meiner Verabredungen mit ehemaligen Kollegen, Freunden und meinem Ex-Team. Wie wird es sein, ist da schon eine innere Barriere zu spüren?
Ich hatte ganz tolle Verabredungen….emotional, lustig, ungezwungen, vor allem jedes Treffen sehr lange, informativ, locker plaudernd, Seele-streichelnd nah und Herz-berührend, überhaupt nicht komisch oder anstrengend….innerhalb von Minuten hatte ich das Gefühl, nie weg gewesen zu sein…..Menschen die mich einfach in den Arm nehmen und sich wirklich freuen, mich zu sehen.
In diesen Treffen habe ich den Unterschied gemerkt, zwischen echter Freundschaft und allem Anderen….Wenn ich mich mit Menschen 4-6 Stunden treffe und danach denke…ach schade, der Abend ist schon vorbei….und es war kein einseitiges Erzählen, sondern eine Unterhaltung auf Gegenseitigkeit, dann ist das einfach toll.
Ich hab auch nach den Treffen schöne kleine Nachrichten bekommen und selber versendet…in denen wir uns gegenseitig für die schöne Zeit des Zusammentreffens bedankt haben.
…..und dann war noch das Treffen mit 3/4 meines Ex-Teams….Da hab ich es auch endlich begriffen….das hier ist anders…das hat es leider nicht geschafft Freundschaft zu werden….und ich kann unser Verhältnis zueinander jetzt nach dem Treffen endlich richtig einordnen.
Dabei war auch das ein schönes Treffen…es war lustig und fröhlich….aber anders….auch ungezwungen, aber nicht so ganz. Da sind alle Drei (die Vierte hatte schon vorher gesagt, sie will sich lieber zurück ziehen, wegen Corona) viel zu sehr mit sich selber und auch untereinander beschäftigt, um mehr als nur oberflächliches Interesse zu haben. Jeder will sich profilieren und sich gut darstellen….da merkt man auch die unterschwelligen Konflikte untereinander…es fühlte sich alles weit weg an….Es war schön auch diese Drei zu treffen…als ehemaliges Team, als ehemalige Kollegen….mehr nicht.
Ich musste tatsächlich erst mal wieder lernen, Freundschaften zu erkennen und diese auch zuzulassen…und das ist aber kein Ergebnis der Pandemie, sondern ein Produkt meiner langjährigen Beziehung, in der mein heutiger Ex-Freund sehr auf mich fixiert war, ich deshalb (freiwillig) viele Freundschaften/Bekanntschaften habe einschlafen lassen und meines damaligen Stress-Jobs, durch den ich eh kaum Zeit hatte….
Emotional noch weiter gestärkt bin ich wieder nach Hause gefahren…
Nach dem Blick in die Abend-Idylle vom Balkon des Motels zum Autobahn-Rastplatz, war auch der Blick in die aufgehende Sonne am nächsten Morgen richtig schön….und der war auch nötig, um nicht gleich missmutig in den Tag zu starten..ö
Die Nacht begann eigentlich richtig gut: erfrischt von der Dusche und einem längeren Aufenthalt auf dem Balkon, bin ich mit der nötigen Bettschwere in Selbiges gefallen…Das Bett hatte eine ausgezeichnete Matratze und ich bin auch sofort eingeschlafen….bis dann so um 00.30 Uhr eine Etage über mir noch Übernachtungsgäste einzogen….und auf meinem Kopf rumtrampelten…und dem ständig wiederkehrenden lauten Kläffen nach, gehörte dazu auch ein großer Hund, den sie dann auch noch auf dem Balkon geparkt hatten….damit war es vorbei mit meiner Nachtruhe…
Ich hab dann über den Balkon nach oben um etwas mehr Ruhe gebeten, es wurde reagiert, der Hund kam mit ins Zimmer….das Getrampel blieb aber noch eine Weile und auch das Gebell des Hundes….wenn auch jetzt etwas gedämpfter…Laut meiner Uhr war es erst nach 2 Uhr als von oben endlich keine nervenden Geräusche mehr kamen.
Dafür juchzten bereits kurz vor 6 Uhr Morgens aufgeregte Kinder vor dem Eingang des Motels, ob die gerade angekommen waren oder gerade abfuhren, kann ich nicht sagen….aber die Kinder freuten sich ausgelassen…es sei ihnen gegönnt…immerhin ist Samstag.
Aber für ein paar Stunden hab ich wirklich gut geschlafen…und so hab ich immerhin den Sonnenaufgang mitbekommen:
Lange schlafen wollte ich ja eh nicht….immerhin wollte ich diesen Zwischenstopp in Kassel nutzen, um auch hier eine kleine Reise in die Vergangenheit zu unternehmen…..Ich war Ende 2002 von NWR nach Kassel gezogen…der „Karriere“ wegen und bin bis Mitte 2004 geblieben. Und 2003 war der Rekord-Hitze-Sommer. Ich habe viele sehr schöne Erinnerungen an diese insgesamt schwierige und aufwühlende Phase meines Leben. Von dort bin ich dann ins Rhein-Main-Gebiet umgesiedelt.
Witzig ist, das es mir in Frankfurt und Umgebung und sogar auch etwas eingeschränkter in Kassel ,gelingt, mich auch jetzt noch zielsicher ohne Navi durch die Stadt und Umgebung zu manövrieren, um an die Orte zu kommen, die ich kenne. Ich bin ja, wie auch jetzt in Schleswig-Holstein und Hamburg, immer viel zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs gewesen, um die Umgebung zu erkunden…..es ist wirklich die beste Methode sich an neue Orte und Umgebungen zu gewöhnen um sich zurecht zu finden….
….bewahrt aber nicht immer vor der Erkenntnis, dann doch in die falsche Richtung gefahren zu sein….so zumindest ging es mir jetzt mit dem Rad an der Fulda.
An einem Fluss entlang zu fahren bedeutet: entweder links herum oder eben rechts herum: hopp oder top…ist also gar nicht so schwer, man muss sich eben nur entscheiden.
Gestartet war ich in der Nähe der Orangerie am Volkspark….da gibt es erstaunlicherweise immer noch Parkplätze für die man nicht bezahlen muss, klasse…..und dann wollte ich eigentlich in Richtung Hann.Münden fahren….eine Strecke die ich früher gerne gefahren bin…
….aber hier hat mich mein Orientierungssinn verlassen und ich bin stattdessen in Richtung Baunatal gefahren….nun gut…erst einmal bin ich weiter gefahren, aber nach ein paar Kilometern bin ich umgekehrt ….dann sah ich das Hinweis-Schild… 31km bis Hann.Münden. Huuuch, ja ich glaub ,das wird mir zusammen mit dem Weg zurück für heute doch etwas zu viel werden, weil ich ja heute 300km mit Auto zurück nach Hause wollte.
Dann doch lieber wieder die sehr vertrauten Wege durch den Volkspark:
und das angrenzende BUGA-Gelände und gegen Mittag war ich dann noch in der Innenstadt.
Auf dem kreisrunden Königsplatz, der durch die Straßenbahnschienen durchschnitten wird, gibt es einige kleine Cafés, unter anderem auch ein „Waffel-Haus“…dort gibt es nicht nur süße, sondern auch herzhafte Waffeln:
Der Service war grottig, weil die Betreiber lieber selber am Tisch saßen und sich unterhielten, als sich ordentlich um ihre Gäste zu kümmern…aber die Wiener Melange und die herzhafte Waffel mit Rührei waren wirklich lecker….und der Blick auf den Platz ist toll…..
…auf eine 2. Tasse Kaffee hab ich dann aber verzichtet…der Service-Mitarbeiter schaute mich zwar an, als ich ihm zuwinkte, blieb aber noch fast 5 Minuten lieber sitzen, bevor er dann ankam und fragte, ob ich denn eben etwas gewollt hätte….. Ja wollte ich, aber jetzt nicht mehr.
Kassel war eine Art Wendepunkt für mein Leben….Zum ersten Mal hatte ich hier die Sicherheit eines soliden Ehelebens und die Unterstützung eines beruflich vorgezeichneten Aufstiegs beiseite geschoben….es war ein notwendiger Bruch….und die Entscheidung dazu war schwierig und langwierig….
….und weil es eben der Ort für innere Einsichten und tiefgreifende Entscheidungen war, komme ich immer gerne hierhin zurück….dieses Mal allerdings nur zum Erinnern….nicht um etwas Neu zu entscheiden.
Wer sagt eigentlich, das man Abend-Idylle immer nur in einer romantischen und harmonischen Umgebung finden kann.
Nach einem schönen, langen und sehr heissen Tag, über mehrere örtliche Etappen und einem sehr lustigen und anregenden Treffen mit Besuch von Gelnhausen zusammen mit meinem Rentner-Kollegen und seiner Frau, bin ich nach dem Abendessen und einem heftigen Regenschauer dann noch weiter gefahren.
Bis nach Kassel…das sind von Frankfurt dann nur noch 160km..hatte dort kurzfristig ein Motelzimmer gebucht.
Und jetzt komme ich auf die Sache mit der Idylle zurück:
Ich sitze jetzt um 22.45 Uhr frisch geduscht auf dem Balkon meines Motel-Zimmers, es ist eine angenehme Kühle hier draußen und schaue auf den ziemlich grossen Rastplatz an der A7…und empfinde die gesamte Situation als ziemlich idyllisch.. hahahahaha….trotz der Geräusch-Kulisse..
Ich bin unglaublich entspannt und zufrieden mit meinem bisherigen Urlaub und den Treffen hier in Hessen… und werde jetzt gleich mal schlafen gehen…
Um das gleich mal zu beantworten…JA, es ist Urlaub.
Obwohl ich Urlaub normalerweise als eine Zeit ohne Termine, also mit freier Zeiteinteilung definiere.
Ich habe jedoch in den letzten Tagen und auch heute, Verabredungen…die mir in den Zeiten dazwischen nicht soviel Spielraum lassen… will ja nicht verschwitzt oder abgehetzt mit Freunden oder ehem. Kollegen zusammen treffen…
Meine bisherigen Treffen waren einfach toll….und haben mir sehr gut getan…mein liebster Freund und ehemaliger Tanzpartner hat mir eines der schönsten Komplimente gemacht: ich würde ihm gut tun, weil ich so (innerlich) ruhig bin…während wir uns über Stunden angeregt unterhalten haben …er würde jetzt mal zur Ruhe kommen ….haaaach wie schön…
Die letzten 2 Arbeitstage bis zum Urlaub waren schon nervig….aber ab heute hab ich Urlaub – Endlich.
Aufgestanden bin ich um 4.30 Uhr…..Abfahrbereit war ich um 6 Uhr…..Das Fahrrad hatte ich schon gestern (während des großen Regens) ins Auto verfrachtet, ebenso die Reisetasche gepackt.
An meinem 1. Urlaubstag ging es dann tatsächlich um 6 Uhr Morgens los….zurück in die Vergangenheit.
Es sind ziemlich genau 2 Jahre die ich jetzt bereits fort bin aus Frankfurt / Bad Soden und Schnöselhausen….Freitag den 13. September 2019 hatte ich meinen letzten Arbeitstag in Bad Soden und bin direkt nach dem letzten Arbeitstag ins Auto gestiegen und nach Schleswig-Holstein gefahren…meine Möbel waren ja schon fast zwei Monate vorher umgezogen.
Soooo und nach 2 Jahren mache ich nun den 1. Besuch in dieser alten Heimat, in der ich immerhin fast 16 Jahre gelebt habe.
Ich hab in der Nähe von Frankfurt ein Hotelzimmer reserviert….es hat zum Glück eine Klimaanlage auf dem Zimmer und Außenjalousien…..den ausgerechnet ab heute soll es hier wieder richtig warm werden…also gegen ein paar Grad weniger, hätte ich auch nichts einzuwenden gehabt.
Die Fahrt mit mehr als 500km war entspannt….und das, obwohl die ersten 260km fast durchgängig von Baustellen und Geschwindigkeitsbegrenzungen begleitet wurden….also auch mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 130kmH wäre ich schneller hier gewesen…..hahahah….dann wäre ich nämlich richtig schnell unterwegs gewesen….aber ich hatte ja eh Zeit genug…..und war auch so nach 5,5 Stunden am Ziel angekommen…..nur mit 2 kurzen Pinkelpausen.
Ich bin aber nicht bis nach Frankfurt gefahren, sondern schon kurz vorher bei Bad Homburg v.d.H. von der A5 abgefahren…..bin nach Schnöselhausen gefahren (meinem letzten Wohnort in Hessen) ….wollte dort aber nur sehen, ob das komische Bauprojekt am Bahnhof inzwischen fertig ist…war es aber nicht…..Halt machen wollte ich hier nicht….
Von dort bin ich dann nach Bad Soden a.T. gefahren…quasi meinen alten Weg zur Arbeit …..einmal durch den Ort und an meinem alten Arbeitgeber vorbei….
…dann im nächsten angrenzenden Ort ab ins riesige Einkaufszentrum, in dem ich früher oft war….einmal eine Runde schlendern. Interessant: trotz Corona, sind fast alle Geschäfte noch genau so da, wie früher…egal ob groß oder klein (außer dem Karstadt…aber das war ja schon vorher klar)….
…dann ging die Sightseeing-Tour weiter, kurz über die Autobahn in die nächste Ortschaft…..hier war früher der riesige REAL-Markt, in dem ich immer die Lebensmittel eingekauft habe…..der inzwischen aber abgerissen wurde…..alles andere sieht noch so aus, wie früher….
…und dann ging es nach Frankfurt-Rödelheim…dort hab ich 10 Jahre gewohnt…und hab sogar einen Parkplatz an der Hauptstraße bekommen…..bin durch das Viertel gelaufen, hab ein Eis an der Eisdiele geholt (die haben umgebaut….hmmm…gefällt mir so zwar nicht – aber das Eis ist immer noch lecker)….bin meinen alten Schleichweg an der Nidda entlang spaziert….an dem Biergarten vorbei (hmmm…..schade, jetzt ist es ein China-Restaurant)…..und an dem Haus vorbei wo ich gewohnt habe (hmmm – alle Namen ungekannt)….
….Dann ging es weiter …..aber jetzt wieder raus auf Frankfurt, zumindest für heute….ab zum Hotel.
Inzwischen war es schon Nachmittag und ich wollte mich jetzt erst einmal etwas von der Fahrt ausruhen und frisch machen….Für den Abend hatte ich dann ja schon die 1. Verabredung….
Heute spüre ich ziemlich deutlich viele Stellen an meinem Körper….Beine und Arme fühlen sich matt an, Schultern und Unterarme schmerzen, auch die Rippen spüre ich und die Brustmuskulatur…..und besonders die Sehnen an den Unterarmen machen sich bemerkbar.
Daran merkte ich, das ich wohl sehr viel falsch gemacht habe im Hochseilgarten, also null Technik um es mir leichter zu machen….anstatt hauptsächlich mit der Rumpfmuskulatur das Gleichgewicht zu halten, habe ich viel zu viel Kraft über die Arme eingesetzt, das ist natürlich anstrengend. Dabei kenne ich durch meinen früheren Turniersport eigentlich ziemlich gut die Technik mittels Körperspannung im Gleichgewicht zu bleiben und dazu die leicht gebeugten Knie für zusätzliche Stabilität.
Aber während der Tour durch den Baum-Parcours hab ich überhaupt nicht daran gedacht…sondern wollte einfach irgendwie die einzelnen wackelnden und schaukelnden Elemente überwinden, ohne dabei in die Sicherungsseile zu fallen. Alles auf Kosten der Kraft in Arme und Schultern, die dadurch die Hauptlast tragen mussten.
Ich glaube, ich müsste das noch einmal machen, um ganz langsam die Technik mittels der Rumpfmuskulatur zu testen…..aber aktuell ist meine Neugierde auf einen Hochseil-Parcours erst einmal befriedigt.
Aber eines hab ich hierbei schon gelernt….also Bouldern (Frei-Klettern auf Absprunghöhe) das wird nichts für mich sein….das streiche ich mal von meiner Wunschliste was ich an Sport ausprobieren möchte hahahaha.
Ich bin froh ,das ich meiner Schwester zusammen den Hochseilgarten ausprobiert habe….und ich werde es bestimmt auch noch einmal machen….weil es Spaß macht….aber ich werde mir beim nächsten Mal die Parcours vorher genau anschauen und dann entscheiden wie hoch hinaus ich gehen werde…Seine Grenzen bei so etwas kennenzulernen, ist gar nicht mal so schlecht.
Nach der Kletteraktion haben wir unsere Sachen ins Auto verfrachtet, ich hab meinen Rucksack umgepackt und sind dann in unmittelbarer Nähe zum Hochseilgarten an den Strand von Eckernförde gegangen….Schuhe aus, Füße ins Wasser…..ahhhhh herrlich…schade das es dort sehr viele Steine und Steinchen im Wasser gibt…trotzdem war es schön und die Sonne schien bei c.a. 22 Grad.
Immer am Strand entlang ging es zu Fuß nach Eckernförde….hier gab es erst einmal eine Apfelschorle und Spaghetti-Eis, die Belohnung für unsere sportliche Leistung….später sind wir noch durch die Stadt geschlendert, waren etwas shoppen und am Abend saßen wir noch im Außenbereich eines Burger-Restaurants an der Strandpromenade bei einem frischem Burger, Pommes und einer extrem leckeren Holunder-Minz-Limonade.
Am Abend wurde es frisch, die Jacken lagen im Auto…aber im Rucksack hatte ich 2 Fleece-Decken dabei, die wir wie Dreieckstücher als Cape umlegten und im Abendrot an der Promenade entlang, wieder zu unseren Autos liefen.
Sportlich betrachtet waren es mehr als 14,5km an diesem Tag (laut meinem Fitness-Tracker) und mehr als 21.000 Schritte. Auch wenn der Tracker unsere Kletteraktion im Wald vielleicht nicht richtig identifiziert hat…zeigt es doch, es war ein sportlicher Tag.
Kurz vor 22 Uhr war ich dann wieder zuhause und nach einer ausgiebigen langen Dusche bin ich dann ziemlich schnell ins Bett gefallen und hab lange geschlafen.