Zuversicht

Zuversicht

Nach einer ruhigen und erholsamen Nacht, bin ich recht früh wach geworden…zum Glück hat die Feuerzangenbowle keine Kopfschmerzen verursacht…ich blieb also im Gästezimmer und hab etwas gelesen und hing noch meinen Gedanken nach…

Um 7.30 Uhr bin ich dann aber doch aufgestanden, während meine Familie noch schlief…hab mich fertig gemacht und mich um die Portionierung der Brötchen-Teige auf die mitgebrachten Backformen gekümmert. War aber erst einmal irritiert, das ich den Weizenmehl-Teig, optisch nicht vom Dinkelmehl-Teig unterscheiden konnte…nur am Geruch konnte ich die Unterschiede „erschnüffeln“…aber nur, weil ich beim Dinkelteig noch einen Hauch Gewürz beigefügt hatte. Beide Teige waren perfekt aufgegangen und die gebackenen Ergebnisse waren toll.

Normalerweise biegt sich der Frühstückstisch fast, bei all dem war wir üblicherweise zuhause auffahren, wenn wir zusammen frühstücken…dies Mal hatten wir jedoch verabredet auf all die übermässigen Auswahlmöglichkeiten zu verzichten…also gab es neben den Brötchen mit Butter, Lachs, Mett und frisch gekochten Eiern nur je eine Sorte Käse und Wurst….und trotzdem war es viel zu viel…aber mein Schwager war schon etwas überrascht….meinte ständig es würde doch noch etwas fehlen, weil es so übersichtlich aussah…aber letztlich war ALLES auf dem Tisch, was wir gerne Essen. Keiner wollte Marmelade oder Honig oder Quark, oder mehr Käse..und da macht es ja keinen Sinn den Tisch zu überladen, nur um dann doch nicht gegessen zu werden.

Bis wir mit dem Frühstück fertig waren war es schon fast 11 Uhr…ich hab mich dann auf den Heimweg gemacht. Die Reste vom Abendessen, Mitternachts-Snack und Frühstück haben wird dann geschwisterlich unter uns Dreien aufgeteilt…auch eine effiziente Form der Reste-Verwertung…ich hab Zuhause gleich einiges eingefroren, damit nichts verschwendet wir.

Ich bin jedoch nicht auf direkten Weg nach Hause gefahren. Bei der Autobahnabfahrt: Bordesholm hab ich die A7 verlassen und bin zur Klosterinsel gefahren. Und um den Bordesholmer See gibt es einen schönen Spazierweg…eine Runde ist knappe 5km lang.

Schon seit längerem wollte ich hier mal wieder laufen, aber wie schon geschrieben, fahre ich nicht mehr einfach so unbedarft drauflos…überlege mehr, immerhin ist Bordesholm auch ca. 50km von meinem Zuhause entfernt…aber nun kam ich auf der Rückfahrt ja quasi daran vorbei.

Sonntagmittag am Neujahrstag…und das Wetter spielte einigermaßen mit…meine Regenjacke war immer noch vom Vortag nass, aber darunter hatte ich ja trockene und warme Kleidung an…

Das Wolkenspiel am Himmel war schon grandios…und der Weg um den See war ruhig und angenehm…manchmal etwas zu windig, aber mit Mütze und Kapuze der Jacke war es top…ich fühlte mich einfach herrlich entspannt (nicht ausgelaugt, wie sonst öfter mal, wenn ich auf der Rückfahrt von Schwester+Schwager bin) und diese freudige Entspanntheit muss ich wohl auch nach Aussen gezeigt haben. Als ich einer entgegenkommenden Dame ein frohes Neues Jahr wünschte meinte sie, ich würde so freudig und strahlend ausschauen…das sähe man in der letzten Zeit nicht sooft. Oh – danke schön.

Ja der Rundgang um den See hat mir genau das gebracht: freudige Entspanntheit und das starke Gefühl von ich bin fit und munter und alles andere wird sich schon finden und richten. Mit einem Wort: Zuversicht.

Ich starte das neue Jahr voller Zuversicht und dem Vertrauen, das ich mein Leben wieder und weiter gestalten kann. Ich bin gesund, mir geht es gut, ich habe einen tollen Job der gut bezahlt ist, eine Wohnung in der ich gerne lebe, Ich habe meine kleine Kernfamilie in der Nähe, lebe relativ frei und selbstbestimmt und lasse mich von den Sorgen um die Gesundheit meiner Schwester, Jobproblem meines Schwagers, Krieg durch Russland in der Ukraine, allgemein steigende Preise und der Energiekrise, nicht die Freude am Leben nehmen…Mir geht es so gut, wie schon länger nicht mehr…und mit der körperlichen Gesundheit, kann ich allem Anderen, das mich besorgt, entgegentreten.

Und mit diesem Gefühl und dem schönen Ausblick auf den See, ging es dann auch endlich wieder nach Hause

Silvester mit Regen und Blick in die Vergangenheit

Silvester war wirklich schön…also unser „Weihnester“, unser nachträgliches Weihnachtsessen und Silvester.

Ja ich verbringe Silvester sonst lieber alleine, mag die stille Rückbesinnung und meine eigene Abendgestaltung ohne „lustige“ Shows mit nervigen Moderatoren im Fernsehn oder die obligatorischen Brettspiele…und ich mag eben auch meine Abend-Walkringrunden.

Aber dieses Silvester bei Schwester+Schwager (und dem engsten Freund der Beiden, der quasi zur Familie gehört) war einfach schön…was nicht unbedingt am Wetter lag, denn das war nicht nur extrem nass, sondern vor allem auch sehr windig.

Die Weihnachtsgans duftete mit dem Rotkohl um die Wette und war jeden EURO wert, auch wenn ich nie eine Gans gekauft hätte die 80 EUR kostet…aber wir hatten uns die Kosten ja geteilt und meine Schwester hat beharrlich auf die Dithmarscher Gans bestanden und es war in der Tat ein Festessen.

Anschließend gab es die nachträgliche Bescherung, Eis zum Nachtisch und munteres Geplauder, bis mein Schwager meinte, wir sollten lieber jetzt schon unsere Runde drehen, bevor noch mehr draußen geknallt wird….gegangen sind dann aber nur wir beiden „Mädels“….meinem Schwager war es zu nass und der Vierte im Bunde ist nicht gut zu Fuß.

Also haben wir uns versucht wasserfest anzuziehen, uns untergehakt und sind durch die Wohnsiedlungen bis zum Strand gelaufen, etwas daran entlang und durch ein kleines Waldstück wieder zurück. Es war auch gut, das wir alleine unterwegs waren…so konnten wir uns ganz ungestört unterhalten…immerhin sind Schwester+Schwager im Moment quasi jede Minute des Tages zusammen (sie ist ja immer noch krankgeschrieben, und er ist schon seit mehr als 1 Monat freigestellt) und da stürmen ja viele Nöte gleichzeitig zusammen, über die man mal ungestört Reden muss…denn wenn wir telefonieren ist mein Schwager immer mit dabei.

Nach einer Stunde waren wir komplett durchnässt, fühlten uns aber gut damit…wir haben viel geredet und hatten eine ruhige und innige Nähe, ähnlich wie früher als Kinder/Teenager, als unser Leben damals gehörig durcheinandergewirbelt wurde und wir dann jahreslang Halt beim Anderen fanden.

Das war die Zeit als unsere Mutter weg ging, dabei einen riesigen Scherbenhaufen zurück lies, unser Vater den Halt verlor und die beiden Familienzweige sich wegen ihr endgültig gegenseitig und zum Teil auch untereinander heftigst zerstritten. Das war 1981 ein Familienbeben und wir beiden Mädchen erfuhren erst nach und nach von all dem Drama, das sie vorher in den Familien angerichtet hatte, während wir mit dem Aktuellen zuhause klarkommen mussten.

Nachdem wir uns nach dem Spaziergang in trockene Klamotten geworfen hatten, wurde es Zeit für die Silvesterfeier…die Feuerzangenbowle kam auf den Tisch und ich hab die „Mitternachts-Snacks“ ausgepackt….wir haben uns ruhig und trotzdem angeregt und lustig weiter unterhalten

Zum Jahreswechsel gab es dann Sekt zum Anstoßen und ein langanhaltendes Feuerwerk vom Fenster aus…die haben hier wirklich einen tollen Blick aus dem Wohnzimmerfenster…nach Draußen hat uns allerdings nichts mehr gezogen…der Wind nahm immer weiter zu und auch der Regen machte keine Pause.. Aber die Menschen konnte das scheinbar nicht abhalten, haufenweise Raketen in die Luft zu schießen….Wir haben nur zugeschaut. Das war schon ein tolles Schauspiel.

Gegen halb Zwei war die Feuerzangenbowle leer, die Snacks vertilgt, alle waren satt und müde, der Freund hat seinen Heimweg zu Fuß angetreten und wir Drei sind dann auch zügig ins Bett gegangen. Es war ein schöner Jahreswechsel und nun kann das neue Jahr beginnen…hoffentlich wendet sich für die Beiden alles schnell zum Guten.

Kleine Rückschau

Für Silvester ist alles vorbereitet…es gibt ein „Weihnester“… ein kombiniertes Fest aus Weihnachten und Silvester.

Ich hab die Info, das die Gans bereits im Ofen ist. Ich kümmere mich dafür um das Mitternachts-Essen …also kleine gekaufte mediterane Snacks und dazu selbstgemachte Partyfrikadellchen und Schnitzelchen..und für das morgige Frühstück gibt es zwei Brötchen-Teige.

Dazu hab ich die kleinen Geschenkschachteln fertig (jaja, wir wollten uns ja nichts schenken…) und meine Übernachtstasche ist auch gepackt.

Nun ist alles fertig vorbereitet und ich hab noch 1 Stunde Zeit bevor ich mich auf den Weg mache.

Zeit genug für eine kleine Rückschau auf das ausklingende Jahr:

Das Jahr war insgesamt gar kein so Schlechtes…aber an einigen Stellen schon sehr herausfordernd.

Gesundheitlich war ich noch nie so oft angeschlagen: 3x mit grippalem Infekt, dann der verstauchte Knöchel im Sommerurlaub, die insgesamt schleppende Genesung über Wochen…ständig überhöhter Puls und viiiel zu hoher Blutdruck trotz der Tabletten.

Doch letztlich bin ich jetzt wieder hergestellt und es war nichts Dramatisches.

Ich war mental öfter mal wieder gestresst, schaffe es aber zum Glück mich einigermassen zügig wieder zu fangen….

Ich habe schöne Ausflüge gemacht, wenn ich auch wesentlich weniger neue Ziele ins Visier genommen habe. Ich bin viel seltener mit dem Auto unterwegs gewesen, war dafür öfter auch im Homeoffice und liebe inzwischen meine kleinen Ausflugsziele in der Nähe.

Ich war 3x in diesem Jahr in Urlaub, das ist viel für mich: Einmal in Ostfriesland im Frühjahr, Sommerurlaub in Cuxhaven und ein Wellness-Urlaub in Boltenhagen.

jaaa – das ist schon mal eine ganz gute kurze Bilanz..

Noch mal eben so schnell….

….vor dem Jahres-Wechsel, hab ich tatsächlich ein neues Laptop gekauft…bei dem kleinen Händler mit Reparatur-Service Vorort. Nun hab ich zur Abwechslung mal wieder einen von DELL. Der hat knappe 420 EUR gekostet und hat einen 17″ Monitor. Bei der Größe gibt es immerhin auch den Nummernblock neben der Tastatur. Durch meine Arbeit bin ich es gewohnt, Zahlen immer über den Nummernblock einzugeben, das war mir also wichtig.

Der Händler hat mir auch einen Wechselservice angeboten, d.h. den neuen Laptop startklar zu machen und meine Daten zu übernehmen. Ich habe das Laptop also Donnerstagnachmittag abgeholt und danach doch noch eine Weile gebraucht, bis Drucker, Scanner, WLAN und die Online-Zugänge alle wieder eingerichtet waren. Bin dabei auch gleich mal wieder zum Browser von Firefox gewechselt. Den hatte ich früher schon mal und war sehr zufrieden, aber dann klappte etwas mit meinem E-Mail-Account nicht und ich war doch wieder beim Internet Explorer und dann bei Chrome gelandet.

Ich weiß nicht warum, aber jeder Umzug meiner Telekom-Mail-Adresse auf einen neuen PC, führt IMMER zu Problemen. Auch dieses Mal – und ich hab das Problem bisher nicht gelöst…Na zum Glück kann ich meine Mails über den Telekom-Login abrufen usw. und natürlich über das Mobiltelefon…um den Rest kümmere ich mich später.

….und dann ist da tatsächlich gestern noch mein Steuerbescheid für 2021 angekommen…das Finanzamt hat tatsächlich alles genau so akzeptiert…super – da freue ich mich auf das Geld.

…. und sogar meine Nebenkosten-Abrechnung für 2021 für die neue Wohnung ist angekommen…das waren ja nur ein paar Monate und mit dem kleinen Guthaben bin ich ja einverstanden. Nur das Schreiben enthält weder eine Aufschlüsselung der Positionen, noch Anlagen…da werde ich noch einmal nachhaken.

…Freitag den 30.12. war ich dann noch mit dem Controller zusammen im Büro….und wir haben tatsächlich noch viel geschafft und uns wieder entspannt unterhalten (alles wieder normal)…und waren für alle adhoc-Aktionen, die da evtl. noch kommen können, gewappnet…irgendwann dachten wir: okay – das war es dann …da kommt nichts mehr…aber dann kam kurz vor Feierabend doch noch etwas….und ein leichtes Drama begann, weil doch noch Geld überwiesen werden sollte, das unbedingt noch in 2022 ankommen muss, aber der Vertreter des Projektverantwortlichen wusste von nichts, kein Chef da, keine Freigaben für die Rechnung und als DAS dann endlich geklärt war und der Controller die Zahlung fertig hatte, kam die Erkenntnis…das reicht nicht. Wir brauchen eine Eilzahlung, also noch einmal eine neue Zahlung generieren.. Ich jedoch kam auf einmal nicht mehr in das Bankprogramm, um die Zahlung freizugeben.

Nichts zu machen, die App war immer noch der Meinung ich sei bereits eingeloggt…und zeigte nichts Neues an…Computer runterfahren, neu starten – Mobiltelefon auch neu starten…und das mehrmals …. nichts – der Computer schickt die Daten aufs Handy, das Handy lasst mich nicht rein, weil es immer noch glaubt ich bin bereits da.

Es gibt zum Glück noch eine „alte“ Plattform über die wir diese Zahlung generieren können…also macht der Controller die Zahlung neu, nachdem ich ihn durch das Programm gelotst hatte (normalerweise nutzt er den Zugang nur noch selten)…und hier läuft es mit der Freigabe dann auch reiblungslos….Puh erledigt.

Der Controller machte Feierabend und ich musste dann für das andere Programm doch noch die Hotline bemühen….und nach einiger Zeit wurde die App aufgrund mehrerer Fehlversuche gesperrt, die nette Dame an der Hotline konnte mich wieder entsperren und auf einmal ging alles wieder….jetzt noch schnell die nun überflüssigen 2 Zahlungen löschen. FERTIG – jetzt hab ich auch endlich ein paar Tage Urlaub und nächsten Mittwoch geht es dann weiter .

….und heute kam dann tatsächlich noch die Tastatur für das Handy an….hey klasse…also der Tipp war richtig gut: die Tatstatur funktioniert über Bluetooth und läuft einwandfrei…

Laptop wiederbeleben?

Mein Laptop streikt…die Tastatur will einfach nicht mehr…ausser der „Enter“-Taste und dem „backspace“ will gar nichts mehr gehen.

Das Problem hatte ich schon einmal vor einem Jahr …aber der Reparatur-Service konnte keinen Fehler feststellen, hat alles wieder zusammengebaut und seitdem hat die Tastatur wieder fast reibungslos funktioniert. Nun mag sie aber nicht mehr.

Ich hab mein schon etwas altes Schätzchen gerade zu einem örtlichen IT-Repartur-Service gebracht und warte auf sein Urteil.

Irgendwie erwarte ich das er sagst: nichts zu machen..das Ding ist zu alt…aber mal sehen. So zwischen den Jahren adhoc ein neues Laptop zu kaufen und neu einzurichten, war jetzt nicht eingeplant.

Andererseits gibt es dafür selten die richtigen Momente.

Jetzt bin ich doch froh, dass die modernen Smartphones fast vollständige PCs sind. So kann ich weiter dänisch lernen, bloggen und meine Bankgeschäfte machen..auch wenn das mit der kleinen Tastatur und dem kleinem Bildschirm etwas anstrengend ist…ansonsten wäre ich aner jetzt ziemlich nervös.

Hab schon mal im Internet nach einem neuen Laptop geschaut..was ich so brauchen würde und welche Preise die dafür aufrufen….

…noch hoffe ich das mein Altes noch einmal wiederbelebt werden kann und dann noch 1/2 Jahr oder so hält…dann hätte ich genügend Ruhe und Zeit mich ordentlich umzuschauen.

jaja… immer diese Technik..man merkt erst, wie sehr man sie braucht, wenn sie nicht mehr funktioniert 😊

Die Ruhe vor dem Kahlschlag und die Wärme nach dem Regen

Sie kommen näher – ich hab sie schon gesehen – also nicht die Baumfäller selber – aber das Ergebnis ihrer Arbeit – noch ca. 1.5 km und sie sind auch hier bei mir.

Seit dem 1. Dezember warte ich ja quasi täglich darauf, das die Bäume hinter dem Haus und damit vor meinem Balkon, gefällt werden. Die Privatbahn hatte es angekündigt…und papiergläubig wie ich nun einmal bin, war ich der Meinung die stehen am 01.12. im Garten mit ihren lauten Kettensägen und nach 2 Tagen ist der Spuk vorbei und ich habe freie Sicht auf Alles, was ich gar nicht sehen will. Aber so war es nicht.

Inzwischen muss ich über meine Naivität lachen. Die Privatbahn hat diese Zettel an Alle Anwohner entlang der Strecke verteilt…und die fangen natürlich an einem Ende an und arbeiten sich dann langsam entlang der Strecke voran. Ich habe auf freiem Feld gesehen wo Bäume und Büsche bereits fort sind und auch die tiefen Furchen drumherum, wo Trecker mit Anhänger oder LKW mit Ladefläche die Bäume aufgenommen und abtransportiert haben.

Und da es auf dieser Seite nahe am Rande der Stadt wo ich wohne, keine direkte Zuwegung zu den Bahngleisen gibt, um die Bäume abtransportieren zu können…werden die wahrscheinlich erst gefällt, wenn die Bahnstrecke ab dem 16.01.23 stillgelegt wird….dann können die Bäume über die Bahnschienen hinweg, auf der anderen Seite, zu der dort parallel verlaufenden kleinen Straße gebracht und abtransportiert werden.

Wenn man darüber nachdenkt, ist es eigentlich auch logisch. Richtig erschlossen hat es sich mir aber erst gestern, als ich im strömenden Regen ,noch vor Sonnenuntergang, meine große Walkingrunde lief und auf den Kahlschlag traf.

Im Moment bedeutet jede Walkingrunde einmal komplett durchnässt zu sein oder sagen wir mal lieber so: ich teste gerade die Wind- und Regentauglichkeit meiner Winter- und Regenjacken. Die Windstille zu Heiligabend, wo der Regen ausschließlich von oben kam, ist inzwischen zu einer Art November-Schmuddelwetter geworden…es gibt heftige Windböen und jede Menge Regen ich werde also von allen Seiten naß….was ich vor allem daran merke, das meine Jeans schwer und nass an mir zerren. Warum hab ich eigentlich nicht die Thermohosen angezogen? Ach jetzt weiß ich es wieder: ich fand es zu warm dafür. Na meine eiskalten nassen Beine waren da hinterher ganz anderer Meinung.

Aber was gibt es Schöneres als nach so einer Tour unter die heiße Dusche zu gehen und anschließend in Kuschelklamotten und mit einem heißen Glühpunsch auf der Couch zu sitzen und dazu die Reste von Ente, Rotkohl und Klößen zu verputzen. Als Nachtisch gab es noch selbstgemachtes Popcorn und einen kleinen Schoko-Weihnachtsmann, den ich geschenkt bekommen habe.

Und ich sitze da und mache mir Gedanken über all die Veränderungen die noch kommen werden….hinterm Haus ohne Bäume, meine Schwester mit Bypass-Operation voraus und anschließender REHA danach, meinem Schwager ohne Job und mit der laufenden Kündigungsschutzklage, meiner liebsten Kollegin deren Mann erneut einen sehr schweren Bandscheiben-Vorfall kurz vor Weihnachten hatte und mit der ich zukünftig nur noch wenig gemeinsam Zusammenarbeiten kann, meine eigene Arbeit die sich auch gerade gravierend verändern soll. Ich denke über ein paar Menschen aus meiner Vergangenheit nach und über deren Zukunft. Ich denke nach über die Welt die mehr und mehr aus den Fugen gerät und ich es nicht fassen kann, dass es Menschen gibt, die einfach nicht friedlich nebeneinander leben wollen…über die steigenden Preise, über die fragile Energie-Versorgung, über die Pandemie und deren Folgen…in meinem Kopf ist selten Ruhe…

…aber trotz all der schweren, beunruhigenden und mitfühlenden Gedanken, fühle ich mich damit gerade nicht überfordert, wie so oft in letzter Zeit, sondern ich merke, das ich mich dem Leben körperlich und mental wieder richtig stellen kann.

Bisher konnte ich mich immer auf meine eigene Leistungsfähigkeit verlassen, aber das Jahr 2022 hat mir ein paar Mal ganz ordentlich Grenzen aufgezeigt …und nun endlich, fühle ich mich wieder leistungsstark. Das ist eine gute Basis dem kommenden Ende dieses Jahres zu begegnen.

Wie schön öfter am Ende eines Beitrags bin ich überrascht darüber, was für eine gedankliche Schleife ich da gedreht habe…manchmal ist es mir gar nicht so bewusst, was mich eigentlich sonst noch so bewegt….aber dann fließen meine Gedanken locker in meine Fingen und finden ihren Weg auf den Bildschirm.

Weihnachts-Magie selber erschaffen

Weihnachts-Magie selber erschaffen

Jeder hat ja seine eigenen Vorstellungen von einem gelungenen Weihnachtsfest. Jeder hat eigene Rituale, die sich nach Familientraditionen, regionaler oder religiöser Zugehörigkeit und ja nach Land unterscheiden.

Das ist nun mein 4. Weihnachtsfest in Schleswig-Holstein und damit die Freiheit meine eigenen Rituale zu festigen…weitab von Familienzwängen und Erwartungshaltungen in einer Beziehung. Okay – da ich nicht auf einer einsamen Insel lebe, fahre ich normalerweise am 1. Weihnachtsfeiertag zu Schwester+Schwager und wir hatten die letzten Jahre auch echt schöne Weihnachten. Dieser Besuch fällt nun durch deren aktuelle Corona-Infektion aus.

Aber der Rest von Weihnachten gehört mir und auch Silvester. Das hab ich von Anfang an klar kommuniziert, ich brauche und will meine eigene stille Zeit haben und ich nehme sie mir auch.

Und das führt mich zu meinen eigenen neuen Ritualen zu Weihnachten.

Am Vormittag des 24.12. hab ich tatsächlich meinen Balkon sauber gemacht…durch das Füttern der Vögel entsteht schon einiges an Dreck und das war tatsächlich der einzige Bereich, den ich am Vortag nicht sauber gemacht hatte…So – auch erledigt.

Gegen Mittag hatte ich, für den Abend, eine Ente in den Backofen geschoben und Rotkohl aufgetaut. Gleichzeitig mit viel frischem Gemüse und einer Rinderbeinscheibe eine Suppe gekocht. Für das Mittagessen noch frische Schnitzel geklopft, paniert und gebraten…und anschließend die Küche wieder sauber gemacht.

Mit regenfester Kleidung und einem Thermobecher voll Kaffee hab ich mich am Nachmittag ins Auto gesetzt…Mein erklärtes Lieblings-Ziel an Heiligabend ist die Stadt Lüneburg. Sie ist nur etwas mehr als 80km entfernt und hat eine für fast mich magische Weihnachtsstimmung.

Die Autobahn war voll, aber der Verkehr staute sich nicht..aber ich war überrascht wie viele Menschen unterwegs waren, auch in Lüneburg selber war viel Verkehr auf den Straßen, obwohl es schon anfing dunkel zu werden. Ihr solltet doch jetzt mal langsam hinter all den beleuteten Fenstern zur Ruhe kommen…Es wird Zeit anzukommen.

Wie die Jahre zuvor, hab ich an derselben Stelle einen Parkplatz gefunden, bin bei untergehender (aber verdeckt-diesiger) Sonne über den Wall und durch die Gräfte gelaufen…

….um dann nur minutenspäter in der Dunkelheit des beginnenden Abends gemütlich durch die erleuchtete Stadt zu schlendern….langsam, ruhig atmend und bedächtig auf die immer wieder faszinierende Beleuchtung zuschauen.

Und pünktlich mit der Dunkelheit, setzte dann auch der Regen ein…wie auch schon die Jahre zuvor…da es aber nicht kalt und auch überhaupt nicht windig war, hat mich die Nässe nicht abgeschreckt.

Ich laufe quer durch die Stadt, in diesem Jahr sind es tatsächlich weniger Lichter…aber das macht nichts…wie im Vorjahr hab ich am Marktplatz einen heißen Glüh-Punsch (ohne Alkohol) getrunken, bin kreuz und quer durch Gassen und Straßen gelaufen

Die Stadt, die Lichter und ja auch der Regen strahlen zusammen ein so gemütliche und auf merkwürdige Weiese magische Weihnachtsstimmung aus, das ich unmittelbar ruhig werde und diese mich auf eine sehr stille Art gefangen nimmt. Meine besondere Form des Weihnachtsfriedens direkt in mir.

Nach knappen 2 Stunden fühlt sich mein Herz leicht und die durchnässte Winterjacke sehr schwer an…ich mache mich auf den Rückweg und freue mich auf mein Abendessen, einem gut gekühlten Glas Cremant (mit Alkohol) und einen entspannten Heiligen Abend.

Vorbereitungen

Aufgrund der unglücklichen Konstellation der Weihnachtsfeiertage und meinem immer noch beträchtlichen Restbestand an Urlaubstagen, hatte ich bereits am 23. Dezember frei und brauche auch nur noch die beiden letzten Tage in diesem Jahr zu arbeiten. Insgesamt sind es mit Wochenende und Feiertage ganze 6 freie Tage. und die ersten beiden Arbeitstage im Januar hab ich auch noch frei.

Immer noch kommen mir diese freien Tage über Weihnachten und Neujahr ungehörig vor. Wie geht das denn? Einfach frei machen? – aber ja, es geht tatsächlich und so langsam, nach 4 Weihnachten ohne, erkenne ich die Absurdität meiner früheren Arbeitsweise im Stressjob.

Das ist genau das, was ich jetzt brauche…Einfach freie Zeit. Und da die familiäre Weihnachtsfeier krankheitsbedingt ausgefallen ist, habe ich diese Tage ganz für MICH. Keine Verpflichtungen, keine Termine….einfach Zeit.

Den 23. Dezember habe ich genutzt zum Putzen, Wäschewaschen, Leergut wegbringen. Ich habe das Bett frisch bezogen und dem Staub in jeder Ecke der Wohnung den Garaus gemacht.

Dabei hatte ich die drahtlosen Kopfhörer in den Ohren, um das Hörbuch „Die Cum-Ex-Files: Der Raubzug der Banker, Anwälte und Superreichen…“ weiterzuhören. Das ist spannend wie ein Krimi, naja – also spannend für Menschen, die Bücher von Investigativ-Journalisten überhaupt gerne hören. Ich bin ein Fan dieser Art von Büchern.

Während ich also meinen Geist auf das Buch lenkte, erstrahlte meine Wohnung so langsam wieder in einem leichten Glanz von Sauberkeit und Ordnung. Meine innere Unruhe verflog dabei recht zügig, als ich mal wieder alles, was nicht unbedingt herumstehen oder liegen muss, forträumte. Meine in diesem Jahr sehr reduzierte Weihnachtsdekoration kommt somit noch besser zur Geltung. Wie schon öfter beschrieben, brauche ich diese Art der Ordnung, um mich innerlich wieder ausgleichen zu können.

Am Abend zuvor hatte ich ein langes Telefonat mit meinem ehemaligen Tanzpartner…sein Schwiegervater war vor kurzem Verstorben und die Geschwister seines Mannes sind seit dem Tod der Mutter komplett zerstritten und der Tod des Vaters macht es jetzt auch nicht einfacher….puhhh. Und dazu noch die Info, das unsere ehemalige Trainerin mit einer defekten Herzklappe über Weihnachten ins Krankenhaus muss…irgendwas funktioniert wohl mit der OP nicht….auch das bringt mich etwas aus der Bahn.

Nach diesen Nachrichten drängte sich mein Tinnitus noch einmal unangenehm in den Vordergrund….seitdem hat er sich verzogen….na hoffentlich bleibt das jetzt eine Weile so…ich hab aber verstanden: das Ohr bleibt meine Schwachstelle. Zeitgleich mit meinem unaufgeregtem Putz-Fitness-Tag, sinken endlich auch wieder Blutdruck und Ruhepuls in meinen normalen Bereich ..ich hab schon letzte Woche angefangen die Dosis der Blutdrucktablette langsam auf Normalmaß zu reduzieren. Jetzt passt alles wieder zusammen. Ich fühle mich körperlich fit und gesund und das Gefühl von emotionalem Stress ist auch größtenteils verschwunden…aber noch nicht gefestigt.

Die letzten Einkäufe habe ich noch erledigt, hab den Inhalt meiner Vorratskammer neu sortiert und am Abend kam noch das Bügeleisen zum Einsatz, um den Berg Wäsche schrankfein zu machen. Alles ganz locker und ohne Zeitdruck. Am Ende des Tages war ich sehr zufrieden mit mir und dem Tag, auch wenn ich an dem Tag dann keine Walkingrunde mehr gedreht habe. Bewegt hatte ich mich aber echt genug.

Weihnachtsmärkte und Glühwein

Ich war in den letzten Wochen doch auch mehrmals auf Weihnachtsmärkten…einmal hab ich mich mit der ehemaligen Kollegin Kim in Hamburg getroffen…wir waren auf den Weihnachtsmärkten am Jungfernstieg und Rathaus unterwegs bei leckerem Grünkohl und Glühwein.

Dann hab ich auch den Weihnachtsmarkt bei mir im Ort besucht, den gab es nur 2 Tage lang…war für mich jetzt auch nicht so der Hit…bei dem Versuch einen Apfelpunsch zu bekommen wurde mir gesagt: Geht gerade nicht – es gibt keine Becher mehr…okay – dafür hab ich mir eine frische Waffel an einem anderem Stand gegönnt…die Schüler dort waren lustig und nett…sie sammeln schon mal für den Abi-Ball im kommenden Jahr.

Den Weihnachtsmarkt in Bad Bramstedt hab ich auch besucht…der war schon größer und bot auch einiges an Budenzauber…leider gab es eine Live-Band und der Sänger war übermotiviert und nur mäßig talentiert…dafür laut, was meinen Ohren nicht so gut tat….der Winzer-Glühwein war jedoch lecker, wenn auch das Pfand mit 5 EUR für den hässlichen Becher etwas überdimensioniert…hahahah in Hamburg nahmen die nur 3 EUR und das hätte sich die Mitnahme echt gelohnt, die schönen schmalen hohen satinierten dicken Gläser waren echt top.

Mein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt in Ottensen war eher eine traurige Angelegenheit: der Grünkohl war etwas zu salzig, der Glühwein zu süß….und dazu regnete es auch noch…da hab ich mich dann doch lieber ins Mercado verzogen…war aber überhaupt nicht in Kauflaune für Weihnachten.

Ich entziehe mich mehr und mehr dem Weihnachts-Konsum. Ich hab alles, was ich brauche: Weihnachtsdeko hab ich so viel, das ich jedes Jahr anders schmücken kann…nur einen Weihnachtswichtel hab ich neu dazu gekauft….

Einen Tag später war ich schon wieder dort…dieses Mal aber zum Blutspende-Termin…und da gab es weder vorher noch nachher Glühwein…überhaupt probiere ich inzwischen, wo möglich, auch alkoholfreie Varianten…meinem Blutdruck zu liebe.

Beim Familia gab es einen Bio „Glühapfel-Punsch“ alkoholfrei …also der ist sogar schmackhafter, als der Winzerglühwein, den ich sonst gerne trinke.

Und auch bei der Verabschiedung des Kollegen gab es alkoholfreien Sekt…etwas, was ich bisher als nicht trinkbar weit von mir gewiesen habe….vor ein paar Jahren, hab ich mal so einen Sekt probiert und war entsetzt über den Geschmack…aber weil es den nun mal gab, hab ich ihn wenigstens probiert…und war erstaunt…der schmeckte sogar sehr gut.

Ich bin ein Genussmensch…ich esse und trinke nichts, nur weil es gesund, fair oder ökologisch sinnvoll ist…ich richte mich nur danach, ob mir etwas schmeckt oder eben nicht.

Die Weihnachtsgans bleibt im Gefrierschrank

Nach fast 3 Jahren mit Corona, hat dieses Virus jetzt meine Weihnachtspläne durchkreuzt . Da sind Schwester und Schwager gut durch die Pandemie-Jahre gekommen, um jetzt doch noch vom Virus erwischt zu werden.Die Beiden sind seit fast 2 Wochen Corona-Positiv. Sie hat starke Symptome einer Virus-Grippe mit hohem Fieber, Husten und Schlappheit. Ihm geht es etwas besser – allerdings hat er seinen Geruchs- und Geschmackssinn verloren.

Wir waren uns einig: Die übliche Familien-Weihnachtsfeier in Flensburg fällt in diesem Jahr aus. Beide fühlen sich zu schlecht und ich möchte nicht noch einmal krank werden…fühle mich gerade mal wieder gesund und fit. Die Weihnachtsgans bleibt daher im Gefrierschrank..solange bis sich Beide wieder wohler fühlen…in der Regel kommen Geschmacks- und Geruchssinn nach 3 Wochen wieder, nur selten dauert es Monate.

Nun bekommt mein Schwager ständig etwas zu Essen und zu Trinken, was den Geschmackssinn reizen soll…Dinge die er sonst nicht freiwillig zu sich nehmen würde, Ingwer-Tee, Ätherische Öle, Zimt und Nelken…Bin mal gespannt ob es hilft.

Meine Schwester muss sich jetzt zügig erholen, denn sie hat nun endlich auch den Termin für die Bypass-Operation für Mitte Januar bekommen…jetzt heißt es Daumen drücken, das sie sich körperlich schnell erholt.

Für Heiligabend hatte ich eine Ente aus dem Gefrierschrank geholt…das lohnt sich jetzt, da die Weihnachtsgans jetzt zu einer Neujahrsgans werden wird…und ich alle Tage zuhause bleibe.

So hab ich die Weihnachtsfeiertage jetzt für mich und freue mich auf ruhige und entspannte Tage mit viel Ruhe und Zeit

Die Ente ist im Backofen super geworden…Sie stammt von einem Entenhof aus der Nähe und war nicht fett oder fettig…so hatte ich schon befürchtet das sie etwas trocken werden könnte…aber nein, das Fleisch ist sehr lecker:

und aus dem Bratenfond hab ich nur wenig Fett abschöpfen müssen, um eine leckere Soße zu erhalten. Zusammen mit meinem selbstgemachten Rotkohl und Kartoffelnklößen war es ein wahres Festessen:

Für die nächsten Tage brauche ich also nicht mehr kochen…es ist noch genügend Essen da.