Erfahrungen mit Service-Hotline

Das mit den Hotlines entwickelt sich bei mir gerade zu einem ständigen Ärgernis…denn auch beruflich ist es mir in den letzten Tagen zwei mal passiert, das, wenn ich dann endlich die Warteschleifen überstanden habe….das durchaus mehr als 30 Minuten gedauert hat und ich dann endlich einen Menschen am Telefon hatte, diese nicht in der Lage waren, kompetent zu antworten.

Fazit – bereits bei 2 Telefonaten wurde einfach aufgelegt…und das obwohl ich ruhig und sachlich einfach nur eine Sachfrage klären wollte. So etwas empört mich ungemein.

Für eine dänische Kollegen versuche ich seit Wochen einen deutschen Billig-Telefonanbieter dazu zu bringen, eine Umschreibung des Vertrags vorzunehmen. Eine unserer dänischen Firmen hat eine Deutsche Firma übernommen und fusioniert….Der Deutsche Billiganbieter, dem schon im Internet ein extrem schlechter Service attestiert wurde, sah sich nicht in der Lage eine in Englisch verfasste Mail zu beantworten. Mahnen können Sie dafür umso schneller…allderings an eine nicht mehr existierende Adresse.

Ich hab also die Kommunikation in Deutsch übernommen, aber dieser Telefonanbieter sieht sich nicht in der Lage:

  • einen Vertag auf eine europäische Gesellschaft umzuschreiben (okay – dann nicht )
  • eine Lastschrift von einem europäischen Bankkonto zuzulassen (sie wollen nicht)
  • die Rechnung an eine europäische E-Mail-Adresse zu schicken (das ist doch jetzt echt lächerlich)

Auf meine Frage, was sie mir als Lösung anbieten: Kündigen!! und als ich dann notgedrungen meine eigene Firmenadresse als c/o Adresse angeben wollte, damit die Rechnung wenigstens bei uns ankommt und wir diese bezahlen können, wusste der Mitarbeiter bei dieser Telefon-Gesellschaft nicht, was eine c/o-Adresse ist…und als ich nachfragte ob er das nicht einfach als Anschrift eintragen könne, hat er aufgelegt.

Im Endeffekt hab ich ein paar Wochen per E-Mail versucht jetzt endlich eine Rechnung zu erhalten, wenn auch auf die falsche (alte) Firma ausgestellt…aber immerhin eine Rechnung….Nach meiner letzten scharf formulierten E-Mail, kam jetzt endlich eine Kopie der Rechnung per Briefpost. Meiner Kollegin hab ich geraten schnellstmöglich den Vertrag zu kündigen..

2. Im zweiten Fall ging es um die Hotline einer dänischen Bank, die gerade ihr Anmeldeverfahren auf das neue Mit-ID-Verfahren umstellt.

Nach langem hin-und her mit meinen Kollegen aus der Zentrale, bekam ich jetzt endlich, aber viel zu spät, die Möglichkeit mich für das neue Verfahren anzumelden….leider hab ich aufgrund einer automatischen Ausfüllfunktion nicht rechtzeitig gemerkt, das im Formular meine Festnetz-Nummer steht, anstatt die Mobilnummer….erst nachdem ich das Online-Formular abgeschickt hatte, fiel es mir auf….grrrrrrr – man das hätte ich früher merken können. Meine sofortige E-Mail an die Hotline der Bank blieb unbeantwortet…dafür bekam ich ein paar Tage später die notwendige SMS auf mein Festnetz….was aber nicht funktionierte….hahaha…die Vorlesefunktion scheiterte scheinbar am Dänischen Text.

Also hab ich 3 Tage lang versucht jemanden bei der Hotline ans Telefon zu bekommen…als es dann endlich, nach einer Warteschleifevon mehr als 30 Minututen klappte und ich vorsichtig und langsam in Englisch mein Problem beschrieb, antwortete die Dame sie spricht nur wenig Englisch und als ich noch etwas sagte, legte sie einfach auf….wie vom Donner gerührt und mit einem bösartigen Spruch auf den Lippen stand ich perplex da. Das gibt es doch nicht….sie hätte mich ja weiterleiten können und immerhin war das eine Telefonnummer, extra für englisch-sprachige Kunden.

Ich schrieb also eine Kollegin in der Zentrale an und bat um sprachliche Unterstützung….die kam dann in Form eine E-Mail von der Bank, ich solle noch einmal anrufen, dann würden sie meine Tel.Nummer ändern.

hmmm….na hoffentlich klappt das ….und ja dieses Mal hatte ich einen jungen Mann in der Leitung der mich nicht nur verstand, sondern auch mein Problem noch während des Telefonats erledigte…am Ende war mein neuer Zugang für DIESE Bank einsatzfähig.

Meine in den letzten Jahren wieder abgenommene Abneigung zu Telefonieren, bekommt durch solche Aktionen wieder Auftrieb….zum Glück gibt es immer wieder auch freundliche und nette Telefonate mit Service-Mitarbeitern…das rückt meine Welt dann wieder Gerade.

Hallo Emmer

Nachdem ich schon so viel von dem Ur-Getreide Emmer gehörte hatte, hab ich vor einiger Zeit mal eine Packung Emmer-Mehl mit genommen und im Schrank stehen lassen. Jetzt wurde es mal Zeit daraus auch etwas zu backen.

Emmer ist ein Ur-Weizen, soll aber bekömmlicher sein, als unsere modernen Weizen-Mehle. Ich hab weißes 1300er Emmer-Mehl genommen und es sieht nur unwesentlich dunkler aus, als 405er oder 550er Weizenmehl.

Ich hab einen normalen Hefeteig für Brötchen angesetzt, allerdings mit einem Schuss Olivenöl.

Beim Kneten des Teiges und auch später bei der Verarbeitung ist mir aufgefallen, wie gefällig sich der Teig verhält…die Klebeeigenschaften sind super….was mich allerdings irritiert, steht doch auf der Webseite von Öko-Test, das Emmer nur wenig Gluten enthält und sich deshalb in Reinform nicht so gut verarbeiten lässt. Vielleicht bezieht sich das aber nur auf das reine Vollkornmehl.

Mein Teig jedenfalls ließ sich super kneten, war nicht klebrig, dafür schön elastisch…also hab ich mich entschieden aus einem Teil eine Pizza zu backen:

Und aus dem Rest hab ich am nächsten Tag noch kleine Brötchen gebacken:

Die Pizza und Brötchen waren super lecker….der Unterschied zum normalen Mehl ist nur fein, der Geschmack ist etwas kräftiger, allerdings ohne dabei negativ mit einem Eigengeschmack hervorzustechen, wie z.B. bei Buchweizenmehl. Bekömmlicher war es auf alle Fälle…ich zumindest hatte keinerlei Probleme mit Magen und Darm.

Emmer ist ein sehr gesundes Getreide mit vielen Mineralstoffen und einem hohen Eiweißgehalt. Durch den hohen Proteinanteil ist das Urgetreide deutlich gesünder als helles Weizenmehl. Außerdem enthält Emmer viel ZinkEisen, Magnesium und Vitamin E. Die Carotinoide im Emmer stärken die Sehkraft.

Ökotest / Essen-Trinken

Ich hab für 1KG Emmer-Mehl vor ca. 1,5 Monaten 2,49 EUR bezahlt…das ist, im Gegensatz zum normalen 405er Weizenmehl mit durchschnittlich 0,50-0,70 EUR im Supermarkt, natürlich wesentlich teurer….und wie die Preise jetzt liegen weiß ich nicht…aber für bekömmliche selbstgebackene Brötchen und Pizza gebe ich zumindest, gerne mal mehr aus.

Büroverbot und Essen Zuhause

Das vorsorgliche Büroverbot, das der GF für diese Woche für mich ausgesprochen hatte, kam mir ganz gelegen, so konnte ich die gesamte Woche im Homeoffice nutzen, um in Ruhe meinen Arbeitsrückstand aufzuholen und mich gleichzeitig weiter zu erholen.

Ich bin beruflich inzwischen so autark, das ich 95% meiner Arbeit von Zuhause erledigen kann und im Büro ist wenigstens eine Person, die mir die restlichen per Briefpost eingehenden Daten einscannen kann. Die Verbannung, obwohl ich ja offiziell kein Corona, sondern einen Grippalen-Infekt hatte, war daher eher ein Segen für mich.

Hab immer lange geschlafen und saß dann erst ab 7.30 Uhr am Schreibtisch. Hab meine Mittagspause auf 1 Stunde verlängert…Augen zu – relaxen und durchatmen. Die Nachmittage nach Feierabend saß ich dann auf dem Balkon in der Sonne und bei Regen ebenfalls, dann aber mit Decke und heißem Tee. Abends gab es die kleinen Spaziergänge.

Einzig zum Einkaufen bin ich unter Menschen gegangen und ein paar leckere Dinge hab ich gekocht, z.B Spaghetti mit Knoblauch, Tomaten und Parmesan und dazu ein gebratenes Lammloin – das gab es dann auch gleich 2 Tage:

Gestern dann gab es gebratenen grünen Spargel und Pellkartoffeln mit Schweinefilet….Der Spargel war insgsamt jedoch sehr holzig..so da ich letztlich nur wenig mehr als die Spargelspitzen essen konnte…hmmm das war kein guter Kauf.

Anfang der Woche gab es dann noch eine besondere Pizza…. zum erstenmal hab ich mit Emmer gearbeitet.

Kundendienst-Bürokratie

Hatte ich bisher immer geglaubt, das Bürokratie ein vorherrschendes System des Staates ist, Bürgern das Leben oft schwieriger zu machen, als nötig, weil sie aufgrund von Gesetzen und Verordnungen dazu gezwungen sind, sich langsam und kompliziert zu verhalten..

Nun erlebe ich aber zum wiederholten Male, das große Firmen, die NICHT-staatlich sind, das mit der Bürokratie oft noch doller treiben.

Als Beispiel bietet sich bei mir, aus gegebenem Anlass, wieder einmal der Bauknecht-Kundendienst an, bei dem auch die Marken Indesit und Whirlpool vertreten sind…und bei meinem Indesit-Herd hatte ich in der alten Wohnung genau den gleichen komplizierten Service.

Ich habe nach langem Hin-und her vor 2 Monaten, endlich einen Reparatur-Termin meines Induktions-Kochfeldes für den Bauknecht-Herd für kommenden Montag bekommen und auch brav in meinen privaten Kalender eingetragen, nur um in dieser Woche festzustellen, das ich kommenden Montag und Dienstag auf Dienstreise sein werde.

Hab also zum Telefonhörer gegriffen….bei guter Planung sollte eine Firma 1-2 Tage im Voraus einen Arbeitsplan vorliegen haben, der aussagen sollte wann der Besuch des Monteurs nun stattfindet: also MORGENS oder Nachmittags.

Bis ich jedoch meine Frage stellen konnte, hat es gedauert…nein es war kein Automat, ich hatte sogar ziemlich schnell einen Menschen am Hörer, der sich jedoch wie ein Automat verhielt.

Hotleine: Nennen Die die ersten 3Buchstaben Ihres Nachnamens

Ich: Ich kann Ihnen auch die Auftragsnummer nennen

Hotline: NEIN – nennen Sie die ersten 3 Buchstaben Ihres Nachnamens

Ich antworte und danach fragt die Damen ALLE Einzelheiten nacheinander ab….ALLES – bis auf die Auftragsnummer, denn sie hat den Auftrag bereits vor sich am Bildschirm:

Vornamen, Nachnamen, Adresse, Telefon-Nummer (hören Sie ich will doch nur eine Auskunft zum Reparatur-Termin), E-Mail-Adresse, Welches Gerät, wie das Ersatzteil heißt und welche Nummer das Ersatzteil hat, ob ich eine Zusatzversicherung habe (BITTE, ich hab doch bloß eine Frage)….

Aussage der Dame von der Hotline: Sie ist verpflichtet vorher alle Daten abzufragen.

Nach gefühlten Minuten dann endlich die Frage: um was geht es jetzt….ich möchte nur wissen ob der Monteur Vormittags oder Nachmittags kommen wird.

Antwort der Hotline: Der Termin geht von 8-17 Uhr – eine Eingrenzung ist nicht möglich.

Nach einer kurzen Äußerung meinerseits, das so eine Art doch echt veraltet ist und das man dabei auch nicht wirklich von Service reden kann, gebe ich frustriert auf und möchte den Termin verlegen.

Und dann der Knaller. Also wenn es Montag nicht bei mir geht, dann wäre Dienstag noch ein Termin frei. Tut mir leid Montag und Dienstag bin ich auf Dienstreise…ab Mittwoch ging es wieder.

Nächster dann freier Termin wäre der 20. JUNI….also noch einmal einen weiteren Monat warten. ich sage entnervt zu…ist jetzt ja auch schon egal.

Den Termin hab ich jetzt in Firmen- und Privatkalander vermerkt und ich wäre schon längst losgezogen und hätte das gesamte Induktionskochfeld komplett neu gekauft, wenn es das denn noch geben würde.

Meine Schwester hat ihres in der letzten Woche ebenfalls zerstört, die haben sich innerhalb von 2 Tagen ein neues gekauft, das am 3. Tag eingebaut wurde. Erledigt. Bei ihr war es jedoch so schlimm, das sie es gar nicht mehr benutzen konnte, während ich noch mit 2 Herdplatten arbeiten kann.

Abend-Spaziergänge

Abend-Spaziergänge

Meine Spaziergänge in dieser Woche waren jedes Mal nicht länger als 30-40 Minuten, bin immer noch kurzatmig, habe Husten und mache schnell schlapp. Also noch keine Walking-Runden – kein Sport.

Aber die Sonnenuntergänge der letzten 2 Tage versöhnen mich dann wieder mit der für mich ungewohnten Situation, auch nach 2 Wochen immer noch nicht wieder richtig fit zu sein.

Vor 2 Tagen war ich im Himmelmoor fast vor meiner „Haustür“…die Anfahrt dauerte ja nur ca. 4 Minuten….es war bereits nach 20 Uhr….die Luft war klar und es ging nur ein leichter Wind…es war geradezu himmlisch hier ganz ruhig und langsam entlang zu gehen:

Gestern Abend bin ich direkt vor meiner Haustür gestartet, da war es schon kurz nach 21 Uhr…und der Blick über die Felder und dem direkten Sonnenuntergang war super schön:

Nach so schönen Spaziergängen konnte ich danach prima Schlafen und die Arbeitstage im Homeoffice tragen auch dazu bei, das es mir besser geht…..trotz Husten usw.

Das ist ein guter Start in das Wochenende.

Lila im Regen

Lila im Regen

Man sieht ihn nicht…aber man hört ihn…den Regen, der sanft auf die Blätter fällt.

Ich sitze jetzt, am Abend, auf dem Balkon und lausche den Vögeln und dem Regen…ein so friedliches Geräusch….vor allem weil es die restlichen Bäume vor meinem Balkon jetzt tatsächlich geschafft haben ein dichtes Blätterkleid zu bilden, so das der Balkon doch jetzt zum Teil gemütlich abgeschirmt von der S-Bahn und den dahinterliegenden Häusern ist.

Der NDR meinte heute, es hätte in Hamburg seit 1 Monat nicht geregnet, das passt auch auf meinen kleinen Wohnort hier.

Jetzt ENDLICH: Regen! Eine Erholung für die Atemwege und das nicht nur wegen der Allergene, die mal für einen kurzen Moment nicht mehr durch die Luft schweben, sondern auch für Rachen und Nase, die schon stark unter dem trockenen Wetter gelitten haben. Hatte sogar schon Angefangen in den Räumen ein wenig Wasser zu Zerstäuben, um die Luftfeuchtigkeit etwas zu puschen.

Als der Regen vorhin anfing, hab ich mir meine Regenjacke geschnappt und bin zu einem kleinen Spaziergang aufgebrochen….und auf einmal leuchtete es mir entgegen – ein so intensives Lila….das sieht einfach toll aus (also wenn sich die App jetzt nicht vertan hat nennt sich diese Pflanze: „Einjähriges Silberblatt“)

Ich mache seit Anfang der Woche schon wieder Spaziergänge…aber ganz langsam und in Ruhe…nicht im Sportmodus…aber immerhin so, das ich auf diese Weise ca. 30 Minuten unterwegs bin. Ich arbeite auch wieder…bin aber noch nicht wieder komplett hergestellt…aber das „Schlimmste dieser Grippe hab ich jetzt wohl hinter mir.

Sommeridylle

Perfektes Muttertags-Wetter….strahlend blauer Himmel und kein Wind.

Meinen Spaziergang zum Wahllokal hab ich vom frühen Morgen auf den Mittag verlegt….jetzt geht es wieder besser – OHNE Kopfschmerzen.

Sich in so einer kleinen Stadt, in der Nähe von Hamburg, niederzulassen war goldrichtig, das zeigt so ein herrlicher Mittag…friedliche Sommeridylle !!

Auf dem Weg zum Wahllokal hielt neben mir ein kleines Auto, der Fahrer fragte mich nach dem Weg zum Wahllokal – als ich fragte zu welchem er denn müsse, meinte er, er hätte seine Wahlbenachrichtigung verloren aber mit dem Personalausweis sollte es auch ohne möglich sein oder. Ja klar – der Personalausweis sollte reichen und wenn er in der Nähe wohnt, dann wäre das hier wahrscheinlich das richtige Wahllokal.

Dann kam die Frage: da erst erst vor kurzem hierhin gezogen sei frage er sich nun was man denn so wählen „solle“. Er war höflich und nett und hatte einen leichten Akzent.

Ich war etwas belustigt, DAS hat mich nun noch nie jemand gefragt…na das hängt ganz von Ihren Vorlieben ab, von Ihrer politischen Haltung, Ihrer persönlichen wirtschaftlichen Lage….er hätte sich zuvor nicht damit beschäftigt, auf jeden Fall etwas mit sozialer Gerechtigkeit…aber wählen solle man gehen oder ? JA klar – wer nicht wählt – wählt auf jeden Fall das Falsche. Weil man als Wahlverweigerer eben auch eine Wahl trifft, nämlich den extremen Rechten oder Linken die Möglichkeit verschafft, einen größeren %ualen Anteil am Wahlergebnis zu erhalten und damit auch mehr Einfluss auf die Politik im Land…und wenn man das nicht möchte, sollte man doch lieber wählen gehen… Aber das muss jeder für sich entscheiden.

Er hat sich für meine Antworten bedankt, wir haben uns gegenseitig einen schönen Sonntag gewünscht und dann hat er sein Auto Richtung Parkplatz gesteuert. Interessante Begegnung.

Mit dem Eis in der Hand bin ich später langsam durch den kleinen Park geschlendert und mich auf einer Bank niedergelassen.

Gerne hätte ich heute endlich mal mein Fahrrad für eine kleine Tour genutzt. Aber noch ist es zu früh: ich bin schlapp, kurzatmig und meine Muskeln zittern schon bei den Treppenstufen.

Also blieb es bei dem kleinen Spaziergang und jetzt auf dem Balkon ist es gemütlich und zu meiner Freude kommt seit ein paar Tagen ein Rotkehlchen zu meiner Futterstation….ohhhh wie schön .

ß

Vom Leben und Wählen

Nach einer weiteren nicht ganz so dollen Nacht (zuerst kamen die Kopfschmerzen, dann hat mein Magen die Tabletten nicht vertragen)…hab ich den Vormittag in aller Ruhe verbracht.

Jetzt mache ich mich gleich fertig für einen Spaziergang zum Wahllokal…in Schleswig-Holstein wird heute ein neuer Landtag gewählt. Nach nunmehr schon wieder 2,5 Jahren die ich hier lebe (als Kind hab ich die ersten Lebensjahre hier verbracht, bevor wir nach NRW gezogen sind) fühle ich mich dem Bundesland sehr verbunden, bin hier zuhause – vor allem seit dem 2.Umzug.

Aber ich denke auch an die fast 20 Jahre in Hessen, während ich die anderen fast 26 Jahre mit Groß-werden und Ehe in NRW inzwischen komplett abgehakt habe. Wenn ich etwas aus der Zeit in Hessen vermisse hat es meistens etwas mit dem Tanzsportverein, meiner Tanz-Clique und vor allem immer noch etwas mit dem typischen Essen im Rhein-Main-Gebiet zu tun.

Bei mir gehörten gutes Essen und gute Getränke untrennbar als Wohlfühlfaktor dazu…die netten kleinen Apfelwein-Lokalitäten, meistens mit gemütlichem Außenbereich im Grünen unter alten Bäumen, diese kleinen Oasen in der Stadt oder in den Dörfern rundherum.

Die grün-ummantelten Stätten der Gemütlichkeit, mit einfachen kleinen Gerichten und deftigen Speisen bei Appelwoi und Mispelchen….gerne in netter Gesellschaft nach dem oft anstrengenden Training..an langen Holztischen, auf einfachen Holzbänken sitzend – gesellig, gemütlich…und doch ungezwungen….lustige Zeiten waren das.

Aber selbst wenn ich dort geblieben wäre, wäre es nicht so wie früher….denn, den Verein gibt es nicht mehr, die Clique hat sich auch schon am Anfang meiner fast 8ährigen Beziehung langsam aufgelöst…aber die Erinnerung an diese Zeit bleibt.

In Schleswig-Holstein und Hamburg liebe ich auch die so typischen Norddeutschen Gerichte: Vom Matjes-Brötchen, Labskaus und Grünkohl, über gebratene Scholle, Nordseekrabben, Birnen-Bohn-Speck-Eintopf und Hamburger Pannfisch. Ich liebe die ungezwungene Art der Kommunikation, liebe das Wasser von Elbe, Este und Alster und vor allem diese kleinen Naturschutzgebiete und Moore…hier kann ich durchatmen (also – bald wieder …wenn diese Grippe endlich vorbei ist) . Ich lebe entspannt und liebe mein unabhängiges und selbst-bestimmtes Leben.

Also gehe ich jetzt zur Wahl, um meinen Bürger-Pflichten nach zukommen. Denn das Recht auf Wahl, das Generationen zuvor für uns Bürger erkämpft haben, empfinde ich auch als Pflicht, dieses Recht auch wahrzunehmen.

Denn wir lernen alle schon seit ein paar Jahren wieder, das die Demokratie in unserem Land kein Selbstläufer (mehr) ist und schnell in Gefahr geraten kann, wenn man nicht aktiv etwas dafür tut.

In unserer mittelbaren Demokratie können wir nur bei Wahlen Einfluss auf die Zusammensetzung der Parlamente und damit auch auf die Politik nehmen….also sollte jeder zur Wahl-berechtigte Bürger zur Wahl gehen….ja ich weiß, das viele glauben es ging nie um sie selbst in der Politik….kann es auch nicht – bei 84 Millionen Menschen kann der Einzelne nicht der Maßstab der Politik sein.

Demokratie funktioniert nur über das Mehrheitsprinzip: Wo sich also Einzelne durch die Wahl für eine Partei entscheiden, können eben Mehrheiten entstehen. Die Stimme eines Jeden Einzelnen ist – zumindest in unserem Wahlrecht – daher wichtig um politische Mehrheiten zu finden.

Die politischen Kompromisse sind immer nur ein kleiner gemeinsamer Nenner vom Willen vieler Einzelner, die sich zusammengeschlossen haben. Es kann also nie gelingen alle Meinungen und Forderungen jedes Bürgers zu berücksichtigen….und trotzdem ist der Einzelne wichtig für diesen Entscheidungs-Prozess.

Mit rostiger Stimme – aber es geht aufwärts

Langsam wird es wieder besser….was ich nach der letzten Nacht kaum noch erwartet hatte. Geschlafen habe ich wenig …denn kaum lag ich im frisch bezogenen Bett, schon wurde der Husten immer heftiger, die Nase war zu, genau wie die Nasennebenhöhlen und auf der Brust lag gefühlt immer noch der Sandsack….was für eine bescheuerte Situation. An Schlaf war so nicht zu denken.

Also bin ich mit Bettdecke und Kopfkissen auf die Couch ins Wohnzimmer…mit jeder Menge Kissen hab ich mich fast aufrecht-sitzend in eine Ecke der Couch verzogen….so zumindest lies der Husten etwas nach, zumindest wenn ich nicht versuchte zu tief einzuatmen. Meine Nase fühlte sich vom Schnäuzen schon ganz wund an….aber langsam schien sich der festsitzende Schleim etwas zu lösen.

Die Nacht war auf diese Weise unruhig und sehr kurz….als ich gegen Morgen wieder einmal hochschreckte, bin ich zurück ins Bett gegangen….Der Schnupfen hatte genauso nachgelassen, wie der Husten.

Nach einem erneuten privaten Corona-Test, der noch immer negativ war, bin ich am Morgen zur Apotheke gelaufen…ganz langsam….und hab mir ein pflanzliches Mittel zum Schleimlösen besorgt…es wird Zeit, das der Sandsack auf meiner Brust verschwindet.

Ich bin noch schlapp, vor meiner rostigen Stimme erschrecken sogar die Nachbarn (und auch die Kollegen mit denen ich am Freitag noch telefoniert habe)…aber teilweise kann ich sogar schon wieder durch die Nase atmen…das wiederum schont meine Schleimhäute im Rachen…die jetzt nicht mehr ständig durch die Mundatmung austrocknen.

Und zum ersten Mal seit 6 Tagen fühlt es sich besser an. Noch nicht gut – aber immerhin besser.

Also meine „Grippe“ ist fast überstanden….6 Tage lang hintereinander bin ich nun negativ getestet…also kein Corona…zumindest nicht nachweisbar.

Sauerteigbrot – gelungen

Während meine letzten Brote zwar gut aussahen, aber eben nicht die richtige Konsistenz hatten…ist dieses von heute wieder klasse geworden. Obwohl ich auch dieses ohne Rezept einfach aus dem Handgelenk zusammen gemixt habe.

Außen sieht es richtig gut aus, beim Anschneiden fällt es NICHT auseinander und geschmacklich ist es top.

Es ist ein Mehlgemisch aus Vollkorn-Weizenmehl/-Roggenmehl…gewürzt mit Salz, einem Hauch Kümmel und Thymian…. Die Kruste ist knusprig, die Krume genau so, wie ein Brot sein soll….locker und leicht elastisch. Es passt perfekt zum Frühstück – noch warm mit etwas Butter, dazu einen frischen Kaffee.

Was ich dieses Mal anders gemacht habe: ich habe zum Sauerteig einen höheren Anteil Hefe dazu genommen. Mir gelingen Sauerteige leider noch nicht ohne Hefe….das ist die ganz große Kunst, die ich nicht beherrsche…aber für den Hausgebrauch reicht es allemal.