Blick zurück

Wie jedes Jahr kommt an oder um Silvester die Zeit des Rückblicks auf das ablaufende Jahr….wie war es nun, mein Jahr 2021…so schlecht wie gefühlt bei den meisten Menschen, die außer Pandemie nichts anderes in Erinnerung haben?

Nein, ganz und gar nicht. Es war zugegebenermaßen kein einfaches Jahr, aber für mich doch ein in weiten Teilen sehr Schönes. Ich bin inzwischen 3x gegen das SarsCov2-Virus geimpft, hatte im April den ersten Tandemsprung aus 4.000 Metern Höhe, der Sommer war nicht so heiß und nahezu unbeschwert, im Verhältnis zum ersten Corona-Jahr. Ich war oft mit Schwester und Schwager unterwegs…z.B. einen Tag auf Helgoland, einen Tag in Friedrichstadt – der holländisch geprägten Stadt in Schleswig-Holstein, wir waren im Kletterpark und und …..und ich hab das Kajak-Fahren für mich entdeckt. Ich war oft und viel unterwegs…..war das erste Mal seit meinem Weggang wieder zu Besuch in Hessen.

Jaaa danach dann der Kleinkrieg mit dem Drachen, die Wohnungssuche und jetzt wohne ich schon seit 3 Monaten in meinem neuen Zuhause….hier ist es schön und friedlich….ich bin froh, das ich die Reißleine gezogen und mir eine neue Wohnung gesucht habe. Der Wechsel hat sich gelohnt…und das nicht nur, weil ich dabei so nebenbei 1,5 Kleidergrößen abgenommen habe.

Beruflich war es tatsächlich seit Ende des Sommers anstrengender, als die Zeit zuvor….aber so kurz vor dem Jahreswechsel kommt alles wieder in normales Fahrwasser. Der Systemwechsel und die Bankenwechsel haben wir überstanden…und ich kann ohne Rückstand in das neue Jahr starten. Entgegen der Versprechungen bieten diese Wechsel keine wirkliche zeitliche Ersparnis, wir sind nicht effektiver geworden – stattdessen ist vieles umständlicher, aber langsam gewöhne ich mich daran und es wird zur Routine.

Durch die Impfungen incl. Booster-Impfung hab ich trotz der 2G- und 3G-Regelungen im öffentlichen Leben kaum Einschränkungen…ich kann mich ziemlich ungehindert bewegen, kann ins Kino gehen, Einkaufen, ins Restaurant, zum Friseur…ja klar, überall muss man jetzt den Nachweis vorzeigen….aber meistens geht das sehr zügig. Ich war ja sogar auf dem Weihnachtsmarkt in Hamburg und sogar schon einmal wieder in der Sauna.

Na klar meide ich trotzdem einige Orte, wie Massage-Praxen und Diskotheken….und überhaupt Menschenmassen….aber das hab ich ja auch vorher schon getan (Es ist eine reine ICH-Betrachtung, natürlich weiß ich auch, das nicht alles gut ist, das viele Geschäfte durch die Einschränkungen Verluste erleiden, das manche immer noch nicht wieder vollständig frei arbeiten können).

Emotional hat das Jahr 2021 schon einiges mit mir gemacht…und ich war nicht immer so ausgeglichen, wie ich es gerne gewesen wäre….aber ich hab es trotzdem immer wieder geschafft, meine innere Zufriedenheit wieder zu finden und mich an den kleinen Dingen des Lebens zu erfreuen.

Das Fazit für 2021 ist also gar kein Schlechtes für mich…hoffe aber trotzdem, das 2022 das sich das Virus so entwickelt, das aus der pandemischem, eine endemische Lage wird….die Virologen machen uns da langsam Hoffnungen…und ich hoffe das mein persönliches Jahr 2022 auch richtig gut wird.

Hauptsache meine Gesundheit bleibt mir erhalten und der Spaß am Leben.

Leben ist das was passiert, während wir Pläne machen, um Entscheidungen ringen oder Vergangenen nachtrauern…..Leben – einfach machen !

Kälte-Wärme und das Herz

Die Arbeitstage nach Weihnachten waren ruhig…schön ruhig, nur der Mittwoch den ich wieder im Büro war, hat mich umgehauen….nicht das Büro, aber der Wetterwechsel von eisigen klaren -7 Grad auf nass-kalte +6 Grad. Prompt hatte ich schon in der Nacht starke Kopfschmerzen und ich hab zwischen den einzelnen Hitzewallungen immer wieder heftig und langanhaltend gefroren, meine Temperatur war etwas höher als normal….und auch im Büro wurde es nicht besser….dann hat der Controller mal wieder eine Eigenheit an den Tag gelegt, die mich fassungslos gemacht hat…und so hab ich dann um 12 Uhr beschlossen: ich gehe nach Hause – OHNE Computer….. soooo. Den Rest des Tages hab ich mich erholt, am Abend noch mit dem Rentner aus Hessen telefoniert.

Donnerstag ging es dann mit dem Arbeiten im Büro richtig gut…es war nämlich NIEMAND da. Hab für das Büro nach den letzten Einkauf übernommen. Jedes Büro funktioniert nur mit Kaffee, Kopierpapier und Klopapier jaaa – hahaha – wie ich gerne sage: ich kümmere mich im Büro um die wichtigsten Papiere. Hoffe aber, das ich diese Arbeit bald auf eine neue Kollegin übertragen kann.

Ich werde mich im neuen Jahr jetzt doch zügig um einen Termin beim Kardiologen bemühen…..heute Nacht war es nicht lustig. Hat mein Herz in den letzten Monaten oft so stark und laut geschlagen, war mein Herzschlag heute ehr flach, unregelmässig und holperig, bin davon sogar wach geworden…und es macht mir ein wenig Angst, das es jetzt soweit ist, mit den Herzrhythmus-Störungen durch die Anomalie.

Bisher war es nur ein „es könnte irgendwann einmal dazu kommen“…jetzt fühlt es sich auf einmal beängstigend real an. Die Überweisung zum Kardiologen, für den alle 3 Jahre erforderlichen Checkup, hatte ich mir schon vom Hausarzt geholt….nur hatte ich es noch nicht geschafft, mich hier nach einer kardiologischen Praxis umzusehen. Beim letzten Checkup wohnte ich ja noch im Rhein-Main-Gebiet….Jetzt hab ich mir in Schleswig-Holstein eine Praxis in der Nähe heraus gesucht….Montag Morgen werde mich telefonisch um einen Termin kümmern, das geht bei denen noch nicht online.

Ich habe ja eigentlich keine Risiko-Faktoren: bin nicht übergewichtig, koche gerne selber und esse neben Fleisch vor allem viel Gemüse und Obst….bewege mich täglich mindestens 10.000 Schritte, bei der Kälte der letzten Wochen waren es immer mindestens 6-8 km pro Tag und damit meist weit über den 10.000 Schritten….aktuell liege ich mit 66,9 KG / 28,9% Körperfett bei knappen 1,69m im guten Rahmen für meine 53 Jahre. Ich rauche nicht, trinke dafür aber gerne Wein….i.d.R. bleibt es bei einem Glas….nicht täglich, aber mehrmals in der Woche, gerade jetzt wo es so kalt war gerne auch Glühwein oder eine Feuerzangenbowle….das wärmt ja auch so schön von Innen. Nun gut, für die nächste Zeit werde ich das mal lieber reduzieren….also Morgen, immerhin ist heute Silvester.

Weihnachten – wunderbar !

Die Tage vor Weihnachten hatte ich das Gefühl, ich rutsche mal wieder in die Stille hinein….so war ich dankbar, das ich bis Heiligabend einschließlich, nicht mehr ganz so viel reden musste…und auch mit meiner Familie gab es dann nur ein paar Whatsapp-Nachrichten…immerhin wollten wir uns ja am 25.Dezember sowieso treffen.

Noch auf der Fahrt dorthin, fühlte ich mich zwar munter und auch freudig…aber ich hatte eigentlich keine Lust zu reden….doch das ging ziemlich genau in dem Moment weg, als ich bei Schwester+Schwager ankam.

Die Fahrt war ereignislos, weil nur relativ wenig Autos mit mir in den hohen Norden wollten…es war eisig kalt, seit 2 Tagen wurde immer wieder vor Blitzeis gewarnt (hier waren es so ca. -7 Grad)….und es war der 25. Dezember…da sind die meisten Menschen schon angekommen..im Urlaub oder bei der Familie.

Meine Beiden waren erstaunlich entspannt und es gab auch nicht dieses sofortige überschüttet werden …alles war friedlich, geradezu sanft und leise in der Kommunikation….haaach wie wunderbar.

Nach einem tollen Gans-Rotkohl-Kartoffelkloß-Essen (muss ich mir merken: Dithmarscher Gans mit Zertifikat) sind wir dann noch zu einem langen Spaziergang aufgebrochen….aber aus der geplanten 2-Stunden-Route ist dann nicht geworden….der anvisierte Wanderweg war eine einzige spiegelglatte Eisfläche….wohl dem der Schlittschuhe mit hatte….hahaha…wir nicht…und mein Schwager und der „Freund des Hauses“ der seit vielen Jahren als weiteres Familienmitglied fungiert, wollten dann gar nicht mehr laufen.

Also ging es nach einer knappen Stunde bereits wieder mit dem Auto zurück….wir Beiden Schwestern haben uns in Glückburg absetzen lassen….und sind von dort noch eine weitere knappe Stunde gelaufen…bei beginnendem Sonnenuntergang direkt an der Förde entlang – wunderbar:

Als wir am Abend dann mit vereinten Kräften die Feuerzangenbowle vorbereiteten, waren wir nur noch zu Dritt.

Es war ein wunderbar gemütlicher Abend und auch mein Schwager hatte sich, entgegen seinen sonstigen Gewohnheiten, auch rege an den Unterhaltungen beteiligt, blieb auch die gesamte Zeit aufmerksam und ruhig…..sonst lässt er sich gerne mal von seinem Handy ablenken und überlässt uns das Gespräch….so war es richtig schön….die echten Kerzen brannten am Tannenbaum, die Feuerzangenbowle war genau richtig: nicht zu süß, nicht zu Gewürz-lastig….sehr lecker !!

und am Ende des Tages sind wir tatsächlich noch einmal für knappe 20 Minuten zu einer Abend-Walkingrunde aufgebrochen…also meine Schwester und ich.

Weihnachten in diesem Jahr: wunderbar !!

Lammfleisch – ganz schnell zubereitet

Ich hab heute schon mal für Morgen Mittag vorgekocht, muss ja Morgen wieder nach Hamburg ins Büro…und deshalb gab es heute Abend auch nur ein kleines Stück vom Lamm zum Abendessen….das ist soooo perfekt gegart und so zart.

Gebratenen Weißkohl mit scharfem Thai-Curry gewürzt, dazu das Endstück eines Lamm-Lachs mit Pfeffer und mein frisches Roggenbrot von heute Morgen mit Butter.

Vielleicht nicht die perfekte Kombination…seufz – aber lecker !

und dazu auch noch schnell zubereitet….

Bewegungs-Drang

Bei kühlem, windigem Sprühregen hab ich mich kurz nach Sonnenaufgang bei Bad Oldeslohe ins Brenner Moor begeben…obwohl es wirklich nur leichter Sprühregen war, fühlte es sich durch den Wind viel kälter an und so zog ich die Wollmütze immer tiefer über die Ohren….brrrrrr.

Aber ich wollte Laufen, ich wollte mich mich bewegen…also hab ich mich überwunden….und bin gelaufen. Das eigentliche Moor auf den Holzplanken zu durchqueren, ist relativ schnell gemacht (auch wenn die nassen Planken rutschig waren)…..

aber ich bin, wie schon bei meinem früheren Besuchen hier, einige Schleifen gelaufen ….und das Laufen ging richtig gut…hatte ich doch meine Dehnübungen für den Arm auch endlich mal wieder auf meinen Fuß ausgeweitet…..und prompt lief es wie am Schnürchen.

Das Wetter blieb trüb und so blieben auch die landschaftlichen Aussichten eher trübe, aber ich mag ja den morbiden Charme des Moores.

Ich bin fast stoisch ohne Pause gewandert….blieb innerlich ohne große Emotion….es ging heute bei mir nicht um das Genießen der Natur oder in der Natur, es ging ums Genießen der Bewegung…ich hatte das Bedürfnis mich einfach zügig fortzubewegen….und so waren es dann auch ziemlich genau 9,8 km als ich zwei Stunden später wieder am Auto an kam.

Erst später am Abend, bei einer weiteren Walking-Runde nach 22 Uhr, hab ich gemerkt, es ist Vollmond. Insgesamt hab ich also inclusive aller Putz-, Koch- und Aufräumaktionen fast 24.000 Schritte gemacht und dabei 17,3 km zurück gelegt.

Kampf dem Schmerz

Hab ich mich meinem Tennis-Arm bisher passiv ausgeliefert gefühlt und mittels Orthese quasi ruhig gestellt…hab ich jetzt endlich den ersten Schritt zur aktiven Wiederherstellung der vollständigen schmerzfreien Beweglichkeit meines linken Ellenbogens begonnen.

Immerhin hab ich die Schmerzen jetzt schon seit mehreren Wochen und ich habe keine Lust das daraus ein chronischer Schmerz wird.

Wie geht das also?

Mit verschiedenen Dehn-und Streckübungen der Unterarm-Muskulatur u.a. auch mit Hilfe der Mini-Faszienrolle, Muskelaufbau-Übungen mit Kurzhantel und Thera-Band und mit Akupressur. Alles Übungen die man Zuhause und alleine durchführen kann….die in den Schmerz hineingehen. Das ist unangenehm, na klar…aber nach jeder Übung merke ich, wie es tatsächlich etwas besser wird.

Leider geht es nicht von 1-2x Mal Übungen machen vorbei…das wird evtl. ein paar Tage oder auch Wochen dauern, in denen man die Übungen immer wieder wiederholen sollte….2x am Tag, 4x am Tag.

Das ist lästig und ja, ich hab dazu auch keine Lust….aber auf Dauerschmerzen hab ich erst Recht keine Lust….also rein in den Schmerz…..seufz….

Im Internet gibt es einige Videos mit Anleitungen und ich bin ein Befürworter der Liebscher-Bracht Methodik…deren Grundprinzip zusammen gefasst bedeutet: Eine Ruhigstellung von Muskeln und Sehnen führt langfristig nicht zum Erfolg, sondern dazu, das diese ihre Funktion immer weiter einstellen. Sie sollten entsprechend der jeweiligen Problemstellung aktiv eingesetzt werden, um eine Veränderung/Verbesserung herbeizuführen.

Auch wenn ich nicht bei allen Themen einer Meinung bin, mir haben viele der Übungen geholfen. Für das Thema „Tennis-Arm“ hab ich mich allerdings für andere Videos mit unterschiedlichen Übungen und Techniken entschieden….aber alle haben das gleiche Prinzip: Dehnen, Strecken, Stärken…..ergänzt um Wärme oder auch Kälte, je nachdem was einem Gut tut.

Sonntags- Braten und Ausflug

Irgendwann am Nachmittag hab ich dann doch die Kurve bekommen….und bin bei einsetzendem leichten Schneefall losgefahren…erst einmal in Richtung Norderstedt…und dann….dann… bin ich einfach dort geblieben und nur bis zum Stadtpark gefahren.

Der Park ist riesig groß und trotz des schlechten Wetters waren einige auf der Wasserski-Anlage unterwegs….krass – während ich in der dunklen Winterjacke schon nach ein paar Minuten mit einer leichten Schneeschicht überzogen war….standen einige Wasserski-Freunde in Neoprenanzügen auf den Brettern und ließen sich über die Anlage ziehen….

Wie schon beim letzten Besuch hier, hab ich später den Park in Richtung Tangstedter Forst verlassen und bin dort durch den Wald gelaufen…..hier hat man vom Wind nur wenig gespürt und auch der Schnee kam nur an wenigen Stellen bis zum Boden:

Nach fast 2 Stunden hab ich meine Runde beendet und war froh, wieder zuhause zu sein…ich hatte soo einen Hunger das mir eine Tafel Schokolade zum Opfer fiel….mein Sonntagsbraten brauchte noch gut 1,5 Stunden im Backofen:

Gänsekeule mit Rotkohl und Kartoffelklößen – einfach nur lecker:

2.Advent – gemütlich Zuhause

Bei der Kälte und Nässe der letzten Tage, hab ich mich zwar ausreichend bewegt, bin mindestens 1x am Tag draußen gewesen…und wenn ich dann draußen war, gab es in der gesamten Urlaubswoche auch jeden Tag die Walking-Runden zwischen 4-7km…..

…aber mein natürliches Verlangen nach Bewegung hat sich doch öfter mal etwas versteckt. Immerhin hab ich dann gekocht, gebügelt, Dänisch gelernt oder mich sonst wie beschäftigt…hab mich also nicht gelangweilt.

Aber es kommt irgendwann am Tag dieser Punkt, wo merke – wenn ich jetzt nicht nach draußen gehe, bekomme ich schlechte Laune.

So waren meine Walking-Runden in diser Woche manchmal sehr spät am Abend, oft erst nach 22 Uhr. Gestern hab ich mich bereits um 19.30 Uhr entschieden….aber ich wollte nach Bad Bramstedt, das sind nur etwas mehr als 20km von hier.

Überall war es festlich geschmückt und gemütlich illuminiert und auch die ruhigen Wege an der Hudau entlang ,waren ausreichend beleuchtet….fast eine Stunde bin ich durch den leichten Nieselregen gelaufen….und irgendwann war mir auch gar nicht mehr kalt…..hahaha

Meine Wochenbilanz liegt jetzt schon bei 54km….und noch liegt der gesamte Sonntag vor mir….aber jetzt verkrieche ich mich erst einmal mit Kaffee und einer Scheibe Ciabatta mit Butter auf die Couch. Gerade mag ich nicht raus gehen…noch nicht.

Es ist der 2. Advent und die Kerzen werfen ein schönes gedämpftes Licht in mein Wohnzimmer…während draußen ein paar wenige Schneeflocken tanzen.

Ich wünsche Euch allen einen schönen 2.Advent

Ciabatta und Rote-Beete-Suppe

Meine Ungeduld und auch der Hunger am Morgen, brachte mich dazu, die Hälfte meines Ciabatta-Teig zu schnell zu verarbeiten. Also habe ich nicht mit der nötigen Ruhe die Falttechnik für das Brot angewendet, sondern es wie ein normales Brot zu einer flachgedrückten Kugel geformt in den Ofen geschoben.

Gar keine Frage es ist außen knusprig und innen weich….wenn auch nicht so fluffig, wie ich es sonst gerne mag…und es schmeckt sehr gut nach den Kräutern der Provence, die ich mit verarbeitet habe….aber einen weiteren Fehler hab ich trotzdem noch gemacht: zu wenig Salz – durch die Kräuter und das Olivenöl geht das Salz unter…etwas mehr wäre besser gewesen.

Ist aber nicht schlimm…wie gesagt, es schmeckt ja trotzdem und passt prima als Butterbrot oder auch als Beilage zu meiner Suppe.

…..

Das Lustige beim Einkaufen am Selbstbedienungs- Bauernhof-Wagen mit dem Gemüse ist, das ich eben manchmal für das Geld in der Hand, noch etwas Weiteres nehmen kann (es gibt keine Wechselgeld-Möglichkiet)..und genau in der Situation blieb noch 1 EUR übrig…und mein Blick fiel auf die Tüte mit 5 Rote Beete-Knollen für genau 1EUR….okay….dann kommt mal mit.

Nach einiger Überlegung, was ich denn nun mit den Knollen machen werde, hab ich mich für eine einfache Rote-Beete-Suppe entschieden.

Die Knollen hab ich zuerst einmal gewaschen und gebürstet und anschließend eine gute Stunde in Salzwasser gekocht. Danach die abgekühlten Knollen geschält (es ist ratsam immer Einmalhandschuhe zu verwenden….die Farbe ist sehr hartnäckig) und in kleine Stücke geschnitten.

Nun Knoblauch, Zwiebeln glasig dünsten, mit etwas Zucker karamellisieren und mit etwas Sherry-Essig ablöschen….frische geschälte und gestückelte Kartoffeln und die Rote-Beete-Stückchen nacheinander dazu geben, mit Salz, Pfeffer und Lorbeerblatt würzen und mit Gemüsebrühe auffüllen….Noch einmal ca. 40 Minuten kochen lassen.

Noch einmal Nachwürzen, falls erforderlich und anschließend pürieren…Ich hab es nicht fein püriert..so das noch Stücke drin sind…

Der letzte Schritt ist dann noch etwas Sahne unter die Suppe zu geben…das hab ich hier noch nicht gemacht, da ich einen Teil der Suppe einfrieren möchte und das mache ich ohne Sahne:

Die Farbe ist grandios….die Suppe ist jetzt nicht schnell gemacht (zumindest nicht, wenn es mit frischenRote-Beete-Knollen gemacht wird)….dafür ist es einfach und für mich auch mal eine neue Variante für die tolle Knolle.

Die Rüben sind reich an Mineralstoffen wie Kalzium, Phosphor, Kalium, Magnesium und Eisen sowie den Vitaminen der B-Gruppe, Vitamin C und Folsäure (Auszug aus Wikipedia)

Aufziehender Sturm – Flensburg

Aufziehender Sturm – Flensburg

Pläne müssen immer wieder angepasst werden….den Besuch in Hessen hab ich aufs Frühjahr 2022 verschoben, den kurzfristig aufblitzenden Gedanken an einen 2-Tage Urlaub in Emden hab ich wieder fallen lassen…dafür hatte ich mich für Donnerstag (HEUTE) mit meiner Schwester verabredet, was bei ihr kurzfristig beruflich dann doch nicht klappte und so haben wir uns gestern getroffen.

Um 9 Uhr morgens war es bereits nass und kalt und ziemlich trübe…ja und windig war es auch. Im Auto war es schön warm und gemütlich und ich bin die, inzwischen nur noch 140km lange Strecke, locker durch gefahren. In Flensburg war es, wie zu erwarten ebenfalls: nass, kalt und ziemlich trübe….hahaha und ziemlich windig.

Nach einem gemütlichen Frühstück zuhause bei meiner Schwester, haben wir den Plan in den Wald zu gehen, gleich wieder verworfen und uns für die Stadt entschieden…vorher gab noch einen kleinen Schlenker zum „Scandinavian Park“, da kann man herrlich stöbern, aber außer ein paar Süßigkeiten haben wir quasi nichts weiter gekauft. Das besondere an diesem Einkaufspark ist, es gibt extrem viele Süßigkeiten in großen Verpackungseinheiten und Spirituosen zu günstigen Preisen…anderes ist oft teuer. Dänemark ist nicht weit und so kommen die dänischen Nachbarn gerne zum Einkaufen hierhin…der Markt bietet viele dänische und Deutsche Produkte an…und Alkohol findet in großen Mengen seinen Weg in die Autos mit DK-Kennzeichen.

Anschließend ging es mit dem Auto in die Flensburger Innenstadt…ohne Umwege in eines der Parkhäuser…hatte keine Lust auf langes Suchen nach einem kostenfreien Parkplatz, das wird dort auch immer schwieriger.

Das Wetter war inzwischen im Dauerregen angekommen und es stürmte schon ganz heftig..Der niedliche Weihnachtsmarkt am Südermarkt war um die Mittagszeit etwas verwaist….dafür gab es aber eine Feuerzangenbowle…

….und etwas später in einem gerade erst wieder eröffnetem Mini-Cafe „Beste Stuuv“ selbstgebackenen Apfelkuchen mit mehr Äpfeln als Teig…..die Stücke waren riesig und mega-lecker, mit Sahne….dazu in einer großen Porzellan-Kanne !! Kaffee für mich und für meine Schwester eine Porzellan-Kanne Ostfriesentee…beides auf einem Stövchen zum warmhalten. Klein, gemütlich und absolut wert besucht zu werden…die gute Stube eben.

Aber irgendwann mussten wir uns wieder dem Wetter stellen…also raus in den Regen…nach dem durchschlendern der Geschäfte innerhalb der Fußgängerzone und durc h die Norderstraße:

Eines der Flensburger Geheimnisse: woher kommen die Schuhe auf der Leine…..hihihi

…sind wir letztlich am Hafen entlang gelaufen. Wind und Regen nahmen weiter zu und trübe blieb es auch die ganze Zeit über….es war einfach ungemütlich und unsere Klamotten waren durch die lange Zeit draußen auch schon mehr als klamm….mir wurde richtig kalt in den nassen Sachen.

Später wieder Zuhause bei meiner Schwester, war auch mein Schwager da….und es gab leckere selbstgemachte Tomatensuppe mit viel Chili (also die fand ich mega und werde sie schon bald nach kochen)…und überbackene Spaghetti-Nester (gekochte Spaghetti ,in einer Soße aus Sahne, Eiern und Gewürzen geschwenkt, dann Portionsweise zu kleinen Türmchen gedreht, darauf eine Scheibe Tomate und Mozarella…im Backofen für 15-20 Minuten backen lassen)…auch super lecker und eine schöne Idee…das kannte ich auch noch nicht.

Die Sturmwarnung für Flensburg und auch für Hamburg lies mich dann relativ zügig am frühen Abend wieder losfahren…und die Fahrt zurück war anstrengend…..Der Regen nahm immer weiter zu, genau wie der Wind….die A7 war nicht so voll…doch auf der Autobahn stand das Wasser und spritzte in der Dunkelheit des Abends immer wieder so stark hoch, das die Sicht noch weiter eingeschränkt war. Dazu der Wind und die Windböen und ich hab so manchen LkW und Transporter beobachtet, die Schwierigkeiten hatten die Spur zu halten…und vor mir war irgendwann einer der auf einmal ins Schlingern geriet.

Meine Geschwindigkeit hab ich immer weiter reduziert…die Rader-Hochbrücke (bei Rendsburg über den Nord-Ostsee-Kanal) war für leere LWKS gesperrt und für alle anderen Fahrzeuge auf 60kmh reduziert.

Ich hatte gedacht, das es nach der Brücke etwas weniger windig wird….aber das war ein Trugschluss je weiter ich in Richtung Hamburg kam, umso stärker wurde der Wind….ein „Starker Sturm“ zog über Hamburg….und ich war froh, als ich wieder heile Zuhause ankam. Auch hier pfiff der Wind um die Häuser und machte es drinnen gleich doppelt gemütlich.