Wer , was, wann, wie …und wie geht’s weiter

Obwohl ich damit gerechnet habe mit Kopfschmerzen aufzuwachen, blieb ich davon verschont…ich hab sogar erstaunlich gut geschlafen…die Flasche Wein von gestern ist nicht ganz leer geworden, doch es ist auch nicht mehr viel da.

Und auch im gut angeheiterten Zustand hab ich gestern meine abendliche Runde gedreht…und war walken. Jawohl…grins…

Der heutige Tag hatte so gar nichts mehr mit meinem Frusttag von gestern zu tun…der Tag hatte sogar sehr viele positive Seiten gehabt.

Ich habe eine junge Kollegin, die ich innerhalb eines Sonderprojekt unterstützen soll und wir treffen  uns nun regelmäßig für diese Zusammenarbeit in einem gesonderten Arbeitsraum. Da sie nicht aus dem Buchhaltungsbereich kommt, aber sehr an den Grundlagen interessiert ist, nutzen wir diese Zeit um ihr Wissen zu erweitern…das hilft uns auch bei dem Projekt: ich kann ihr Fachwissen vermitteln und sie vermittelt mir wie die tatsächlichen Gegebenheiten hier bei uns  sind. Somit haben wir die Basis für die Aufnahme eines  Soll-/Ist-Vergleich.

Auch bei anderen Themen bin ich heute ein gutes Stück voran gekommen…und da niemand freiwillig mit allumfassenden Erklärungen raus rückt, muss ich ständig fragen….und fragen…überall bekomme ich dann eine Teil-Antwort und versuche mir für jede Aufgabe einen Rundum-Blick zu verschaffen: Was, bekomme ich wann, von wem, was macht der vorherige Kollege damit, was mache ich damit, wie und wo gehen die Daten dann hin, was wird dann dort gemacht und wie bekommt der Letzte dann die Info, wie kommt es dann in das andere System, wer prüft, wer gibt wie frei, wie kommen die Daten dann zu uns, was muss ich dann wie dokumentieren….es ist die reinste Sisyphus-Arbeit. Weil jeder immer nur seinen kleinen Teil – und Niemand den gesamten Prozess kennt. Wenn ich solle Informationen zusammen habe,  dann trage ich alles in eine dicke Kladde…per Hand. Das ist mein Nachschlagewerk für Arbeitsabläufe – das ist nicht für die Allgemeinheit gedacht…zumal ja viele Prozesse im Moment im Umbruch sind…und keiner so recht weiß was sich noch alles ändern wird.

Aber meine Aufzeichnungen kann ich später als Basis für die Prozessablaufpläne nutzen und für die noch  ausstehenden Verfahrensanweisungen nach GOBD… die es eigentlich seit 2013 spätestens in jeder Gesellschaft gehen müsste…meine Chefin hatte mir schon zu Anfang gesagt, das das noch ein Thema für mich werden wird….

Auch heute habe ich, trotz personellem Engpass wieder sehr pünktlich Feierabend gemacht…und mich nach Feierabend mit Einkauf und Haushalt beschäftigt….und jetzt überlege ich: laufe ich heute noch eine kleine Runde…oder bleibe ich lieber hier…

 

 

 

 

 

1. Tag nach dem Urlaub

Der Tag heute war arbeitsreich…aber gut…und ich bin innerlich entspannter als ich es für möglich gehalten hätte…Dabei ist eine Kollegin in Urlaub, eine andere immer noch krank und auch die Chefin ist die ganze Woche krank. Aktuell sind wir nur mit 2 Leuten in der Teilabteilung…und ich konnte heute in einem anderen Teil SAP-Hilfestellung geben…weil ich das Thema in meiner alten Firma auch bearbeitet habe…

Zum Glück sind bisher alle Krankheitserreger an mir vorbei gegangen, dabei schnieft und hustet es bei uns in jeder Ecke. Meine Abwehrkräfte sind weiterhin auf Zack…lach…ich hoffe das bleibt so.

Nach meiner „langen“ Wanderung gestern …also für mich war es schon lang, und dem arbeitsreichen Tag heute bin ich nach Feierabend  erst einmal für 1/2 Stunde auf die Couch gefallen und hatte ein  Power-Napping ….mich dann aber  wieder aufgerafft und mich  noch  für eine kleine Runde walken umgezogen.

Ich bin auch etwas langsamer gelaufen…aber es lief besser als gedacht…und so war ich dann doch wieder 1,5 Stunden unterwegs und am Ende standen 6,1km auf der Trainingsuhr….und es fühlte sich gar nicht danach an und das obwohl ich heute über Asphalt-Boden gelaufen bin (gestern die 11,6km waren auf unbefestigten Wegen).. Hurra – ich freue mich total.

Auch mit dem Wetter hatte ich Glück…als ich los ging tröpfelte es noch ein wenig…den Rest des Weges war es dann aber trocken.

Mein Körper scheint sich wirklich langsam an längere Strecken zu gewöhnen…und auch mein Fuß macht das mit…sehr gut…

Zufrieden werde ich jetzt noch ein wenig im Haushalt erledigen und dann geht es bald ins Bett….Gute Nacht an Alle

Ab in die Vergangenheit

Kennt Ihr ein Kleidungsstück das Euch sofort in die Vergangenheit katapultieren kann? Ich hab eines, das es kann: einen Frottee-Bademantel

Mein Schwester hat mir einen älteren Frottee-Bademantel geschenkt, der ihr viel zu groß ist…so ein Teil das fast bis zu den Knöcheln reicht, eine Kaputze hat und aus dickem Frottee besteht.. in Gelb/orange und weiß…und frisch gewaschen ist es rau und hart.

Meinen alten Bademantel aus Frottee hab ich vor ca. 8 Jahren in den Alt-Kleidersack gegeben, weil ich keine Verwendung mehr dafür hatte…mein heutiger Ex-Freund hatte ein gespaltenes Verhältnis dazu…und ich damit keine Gelegenheit mehr ihn zu tragen.

Seit ein paar Monaten bin ich wieder auf der Suche nach so einem etwas zu großen Bademantel…aber die meisten sind heute aus leichtem Fleece und die Frottee-Teile sind echt teuer…als ich das erwähnte hab ich das orange-gelbe Monsterteil bekommen.

Und heute hat es mich in  schöne alte Erinnerungen  katapultiert…Nach der ausgiebigen Wanderung war mir vorhin nach einem heißen Bad…und obwohl es erst 20 Uhr war hab ich im Anschluss direkt einen Schlafanzug angezogen, dazu dicke Wollsocken, Zähne geputzt und mich dann in den Bademantel gehüllt…

Nun liege ich bei gedämpften Licht durch mehrere Kerzen und einer Stehlampe auf der Couch, trinke einen Winterpunsch-Tee und schaue Fernsehen….lach…und was soll ich sagen…ich fühle mich

  1. wie damals als Kind, nach dem obligatorischen Bad am Wochenende in Schlafanzug und Bademantel …wir durften dann noch etwas fernsehen.
  2.  wie noch vor knapp 9 Jahren wenn ich von einem Turnier oder vom intensiven Training nach Hause gekommen bin…ab in die Wanne zur Entspannung  und danach in Schlafanzug und Bademantel auf die Couch …etwas Fernsehen,  ein Glas Wein dazu… (okay – heute war mir eher nach Tee – ansonsten aber gerne ein Glas Chardonnay)

Kaum ein anderes Kleidungsstück schafft diese Verbindung in längt vergangene Zeiten wie so ein dicker Frottee-Bademantel…

 

Frühaufstehen am Sonntag

Frühaufstehen am Sonntag

Für meinen letzten Tag im Urlaub hab ich den Wecker früh klingeln lassen…Ein letzter Ausflug bevor es morgen wieder ins Büro geht. Mein Ausflugsziel für heute lautet:  Brennermoor / Bad Oldesloe.

Nachdem ich mein Auto frei gekratzt hatte, ging es über die Landstraßen bei 2 Grad mit Kaffee-Thermobecher, und geschmierten Butterbroten in Richtung Bad Oldesloe…den genauen Startpunkt für eine Wanderung durch das Moor hatte ich nicht…aber noch war ich guter Hoffnung das der anvisierte Parkplatz auch ausgeschildert ist…

Das Wetter war trübe…und meine Laune trübte sich auch so langsam ein, als ich nach knapp 1 Stunde kurz vor dem Ziel durch gesperrte Straßen nicht weiter kam…und mit den Umwegen war das auch so eine Sache…weder das Naturschutzgebiet noch der Parkplatz waren ausgeschildert…

Nun gut…also mittels Google Maps hab ich mich dann so langsam an meinen Zielpunkt ran gepirscht…und schließlich hab ich mein Auto einfach abgestellt…der vor mir liegende Weg schaute nicht so aus, als ob er tatsächlich noch viel weiter gehen würde..

Also warm eingepackt und im Rucksack alles Nötige dabei, ging es zu Fuß weiter… und tatsächlich kam nach ca. 1km der Parkplatz…grrrr….und schon nach ein paar weiteren Metern war ich im Moor….es war herrlich ruhig, langsam kam die Sonne raus und der Bodennebel verzog sich ganz allmählich.

Leider war das gesamte Gebiet sehr spärlich mit Wegweisern ausgestattet und so bin ich, meiner liebsten Regel folgend: Immer der Nase nach – den schönsten Weg entlang….und bin gelaufen und gelaufen….manchem entgegen kommenden Wanderer/Spaziergänger  bin ich im Laufe der fast 3 Stunden auch mehrfach begegnet…was ich als gutes Zeichen nahm, mich nicht gänzlich verlaufen zu haben…und nach den ersten 6km hab ich eine Pause eingelegt:

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Mitten im Nirgendwo des Moores auf einer nassen Bank (ich hatte dieses mal mein Thermositzkissen dabei)  und mit heißem Kaffee konnte ich  eine Weile dort sitzen und den schmerzenden Fuß entlasten…Danach ging es wieder. Kurze Zeit später war ich wieder am Ausgangspunkt…

…und nun? Nach Hause? ….noch wollte ich nicht,… also  hab noch eine weitere Runde begonnen…dieses Mal wollte ich aber den Umweg über den Stadtrand von Bad Oldesloe vermeiden…und rechtzeitig eine Abzweigung nehmen, dadurch sollte der Weg kürzer werden…und als ich tatsächlich zum 2. Mal an der gleichen Bank Pause machte, hatte ich nur eine Runde von 4km hinter mir…mit dem Rückweg zum Auto waren es damit 11,6km die ich  insgesamt zurück gelegt habe. Also ich bin sehr zufrieden damit.

Während der letzten Stunde hatte sich die Sonne zwar wieder verzogen…aber mir war ja eh warm und ich fühlte mich positiv erschöpft…Also das war ein schöner  entspannter Ausflug…

 

 

Schritt für Schritt unter Eigen-Kontrolle

Schon seit letztem Jahr besitze ich einen Schrittzähler…und nach mehreren Monaten und dem Willen mindestens 10.000 Schritte am Tag bewältigen zu wollen, war mir dieser Schrittzähler nicht mehr zuverlässig genug…was daran liegt, das ich den Halte-Clip dafür relativ schnell verlegt habe…da ich aber nicht immer Hosen trage war es etwas problematisch das Teil mit mir zu führen.

Also habe ich vor ein paar Woche eine Fitness-Uhr mit Tracking App angeschafft…und liege damit ausnahmsweise einmal voll im Trend…lach.

Ich bin fasziniert, das ich damit nicht nur die Schritte pro Tag erfassen kann, sondern auch die km und ich kann mir die Strecken anzeigen lassen, die ich gelaufen bin…

Es ist schon erstaunlich wieviel Schritte ich pro Tag so zurück lege…auch ohne das Haus zu verlassen…heute z.B. bin ich knapp 8.000 Schritte gegangen…nur in meiner Wohnung. Im Durchschnitt wären das mehr als 5km…allerdings sind die Schritte zuhause kürzer, als wenn ich draußen herum laufe…
Und als nächstes bin ich noch an meinem Ruhepuls interessiert. Bei gesunden erwachsenen Frauen liegt der Ruhepuls zwischen 60-75 Schläge proMinute..und ich sehe mein Ruhepuls pendelt sich so bei 70-71 ein.

Bei Stress steigt er allerdings kontinuierlich an und dann dauert es wieder viele Tage bis er wieder runter geht…Also ein für mich wichtiges Signal – den sich langsam anschleichenden Stress erkenne ich so viel früher.

Jaaaa es gibt noch so einiges mehr, was ich mit dem Fitness-Tracker erfassen kann… aber eigentlich reicht das schon aus. Es geht nicht um übertriebene Selbstoptimierung, sondern darum rechtzeitig zu erkennen ob es mir schlechter geht, als ich mich fühle und ob ich mich ausreichend bewege.

Postkarten-Feeling: Flensburg

Flensburger Strand – Solitüde

Wir haben nicht allzuweit davon gewohnt, als wir klein waren…und meine Schwester und mein heutiger Schwager, damals Beide 7-8 Jahre alt, mussten mich auf Geheiß unserer Mutter mit nehmen…sie hatte dann ihre Ruhe und die Aufsicht für mich lag ei meiner Schwester.

Mein Schwager erzählt wie sich die Solitüde im Laufe der Jahre verändert hat….die Stadt kümmert sich nicht genügend darum…es gibt immer weniger schönen Sand, die Dünen und das Gestrüpp nehmen zu, vieles wird nicht mehr ordentlich gepflegt.

Das sieht der Tourist nicht, das sieht man nur wenn man über Jahre immer wieder regelmässig dort hin geht….Und auch ich sehe nur kleine Unterschiede zu früher… und finde den Strand phantastisch….so einen hätte ich auch gerne vor der Haustüre (okay – also auch die Beiden müssen ca. 1,2 km bis zum Strand laufen…aber immerhin sind es schöne Wege).

Ich jedenfalls fühle mich bei dem herrlichen Wetter pudelwohl…und wir sind gelaufen, und gelaufen und gelaufen…. Dann gab es einen kurzen Zwischenstopp bei denen Zuhause und dann sind wir in die Stadt gefahren…und sind weiter gelaufen, am Hafen entlang,

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Ohhh  – hier gibt es jetzt auch einen Gosch….na die breiten sich ja auch immer mehr aus. Aber das Matjesbrötchen war leeecker…. Gelaufen sind wir den Hafen rauf und runter …dann rüber in die Fußgängerzone mit verkaufsoffenem Sonntag. Aber es war nicht so voll….und wir sind weiter gelaufen, Fußgängerzone rauf…..und wieder runter…und wieder rauf….weil wir in ein bestimmtes  Restaurant wollten…

Zur Begrüßung hatte meine Schwester Scones gebacken die waren super lecker mit Dinkelmehl , saftig und fluffig…also DAS Rezept lass ich mir noch mal geben…so leckere hab ich selbst von meiner lieben Kollegin, die aus ihrer Zeit in England ein Original-Rezept mitgebracht hat, nicht zu essen bekommen….

Und zum Abendessen wollten wir jetzt in ein gutes Streak-Restaurant…und das hier hat sich wirklich gelohnt…nachdem wir es dann endlich auch gefunden hatten….

 

Eisblumen – das Gefühl von Winter

Eisblumen – das Gefühl von Winter

Wie angekündigt ist es heute Nacht eisig gewesen…unter 0 Grad…ich schlafe bei geöffnetem Fenster und habe deshalb vorsorglich die Bettdecke auf Winter umgestellt.

Vor einiger Zeit habe ich mir eine Naturfaser-4Jahreszeiten-Bettdecke zugelegt. Seit dem ich diese Decke besitze, sind die nächtlichen Hitzewallungen deutlich zurück gegangen – das steigert den Erholungswert meines Schlafes ganz enorm. Eigentlich sind es sogar 2 Decken, die bei Bedarf zu einer Einzigen zusammen-geknöpft werden.

Ich habe lange gezaudert eine so teure Bettdecke zu kaufen…immerhin hab ich genügend andere…solche, die man für normal-kleines Geld in jedem Kaufhaus oder Möbelladen kaufen kann. Aber was nützen alle Decken wenn der Schlaf darunter leidet.

Gut erholt gehe ich nach dem Aufstehen  durch die  Wohnung und an jedem Velux-Fenster haben sich Eisblumen gebildet…richtig schöne Eisblumen…und es fühlt sich heimelig an. Drinnen ist es noch normal warm ohne Heizung  (das Haus ist nach einem hohen energetischem Standard gebaut worden und wirklich gut isoliert) und draußen sind es noch  0 Grad. Den Kaffee werde ich heute dann doch lieber drinnen trinken.

Das Bild der Eisblumen ist so schön. Was die Natur doch für tolle Möglichkeiten hat…leider kommt die Pracht auf dem Bild nicht so gut  zur Geltung.

Ich bin heute schon früh auf den Beinen, nachher fahre ich noch weiter in den Norden – nach Flensburg – zu Schwester und Schwager…Ich war seit Jahren nicht mehr  dort, an der Solitüde…am Strand von Flensburg  oder in Glücksburg am Wasserschloß. Das letzte Mal war kurz nachdem ich meinen heutigen Ex-Freund kennen gelernt habe…also so ca. 8,5 Jahre.

Ich war damals 6 Jahre alt, gerade 1/2 Jahr in der Schule, als wir von Flensburg nach Nordrhein-Westfalen zogen. Für ein schüchternes Kind wie mich, war das eine weitere Katastrophe. Gerade erst war ich dabei,  mich an die vielen Kinder zu gewöhnen…noch viel zu früh um Freundschaften zu schließen. Ich war vorher in keinem Kindergarten oder Vorschule war extrem schüchtern und hatte auch in der Nachbarschaft nur wenig Kontakt zu Gleichaltrigen. Der Start in der Schule war ein Schock für mich…so viele Kinder und alle lebendig, laut und lustig. Ich wusste überhaupt nicht damit umzugehen  und nach einem knappen 1/2 Jahr wurde ich aus dem schon wieder gerissen und wurde mehr als 500km weit verpflanzt (insgesamt habe ich dann 3 verschiede Grundschulen an 4 Standorten besucht).

Meine Schwester ist bereits vor knapp 20 Jahren zurück nach Flensburg gezogen und hat ihren Kinder-Freund aus der Vorschule geheiratet, nachdem ihre 1. Ehe in NRW gescheitert war. Sie hat den Kontakt zu ihrem Freund aus Kindertagen  aufrecht gehalten…und dann kam Liebe dazu…eine tolle Geschichte finde ich.

Nun also fahre ich die Beiden heute besuchen. Es ist schön wieder im Norden zu wohnen und trotzdem kann ich noch weiter in den Norden fahren….hahaha freue mich auf einen schönen kalten und klaren Wintertag.

 

 

 

 

Einfach Zuhause sein

Das Haus hab ich heute einfach mal nicht verlassen…ich bin zufrieden mit meinem Tag Zuhause.

Und jawohl ich habe mich trotzdem bewegt ( mehr als 5.500 Schritte)   UND  frische Luft gab es auch – auf dem Balkon hab ich ca 1,5 Stunden heute Mittag gesessen.

Aber zuerst einmal hab ich heute laaange geschlafen, bis fast 10 Uhr…danach bin ich einfach im Bett liegen geblieben und habe gelesen und erst als mein Kaffeedurst so groß wurde ging es ab unter die Dusche und danach mit dem Kaffee und dem Laptop auf meinen Balkon (bei 9 Grad mit Jacke und Decke)…und es war herrlicher Sonnenschein.

Es wird ja im Gedenken an den Mauerfall viel von Freiheit gesprochen… DAS ist meine Freiheit…

Danach hab ich die Wohnung geputzt, Wäsche gewaschen, aufgeräumt….

und ich habe Ewigkeiten gebraucht und endlich mal die Fotos vom Handy auf den PC zu ziehen…normalerweise geht das unkompliziert – aber heute wollte es erst nicht klappen…grrrr meine Handy wollte die Fotos einfach NICHT übertragen….ca. 2 Stunden später hat es dann auf einmal funktioniert…seufz….ich liebe Technik die ich nicht verstehe. Egal…Hauptsache die Fotos sind jetzt endlich auf dem Laptop…es gibt ein paar wunderschöne Fotos die ich auf Leinwand ziehen lassen möchte.

und ich habe Dias sortiert. Die Bilder meiner Kindheit.

Nach dem Tod unseres Vaters hat meine Schwester eigenmächtig ALLE Dias willkürlich aus den Aufbewahrungskästen gerissen und alles was ihr nicht zusagte, einfach weg geschmissen…in den Müll. Ich war entsetzt und so wütend…es hat Monate gedauert bis sich meine Wut und Empörung über soviel Ignoranz und Eigenmächtigkeit wieder gelegt hat und selbst jetzt noch, mehr als 1,5 Jahre später fühle ich beim Schreiben dieser Zeilen wieder diese Empörung…wie konnte sie nur.

Die metallenen Kästen mit den Beschriftungen von Orten und Zeiten jeder Dia-Serie  hatte sie so entsorgt, die waren einfach weg. Die aussortierten Dias lagen in der Hausmüll-Tonne…die konnten wir noch wieder rausholen…leider waren sie nun vollkommen verdreckt und hoffnungslos unsortiert. Mein heutiger Ex-Freund hatte sich viel Zeit genommen um mir bei den Dias zu helfen – sie zu säubern und zu sortieren.

und später habe ich dann erneut aussortiert, und dabei habe ich tatsächlich viele Dias gefunden, die ICH gerne behalten wollte…ich habe angefangen jedes einzelne Dia-Bild mittels eines Hand-Guckys  anzuschauen, habe versucht es zeitlich und räumlich einzuordnen um so wieder zusammen gehörende Dias zu gruppieren…vieles konnte ich anhand von Kleidungstücken oder Alter der Personen auch zusammen bringen…an vieles konnte ich mich auch erinnern. Aber gerade die ganz alten Fotos wo ich oft die Personen nicht kenne oder nicht mehr erkenne, da wurde es fast unmöglich zu sagen wann die Fotos entstanden sind, oder zu welcher Gelegenheit oder wo das Ganze war…

Heute nun habe ich 845 einzelne Dias  sorgfältig in Magazinen und Dia-Kästen sortiert und transportsicher in einen Karton verpackt…und in der kommenden Woche werde ich das Paket zum Digitalisieren verschicken… Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen aus den so selten gesehenen Dias, Fotos zu machen, die man sich auch mal anschauen kann.

Also lasse ich die Fotos digitalisieren und davon kann ich dann Abzüge machen, wenn ich es möchte. So zumindest haben meine Schwester und ich die Möglichkeit die einmaligen Dias die wir Beide haben wollen, zu Teilen…

Wenn das Ergebnis gut geworden sein sollte, werde ich zu einem späteren Zeitpunkt die Original-Dias entsorgen…aber erst wenn ich mich vom qualitativen Ergebnis habe überzeugen lassen. Ich habe bewusst nicht eines dieser Billig-Angebote aus Internet angenommen, sondern mir einen seriösen Anbieter gesucht…da kostet die Digitalisierung eines Dias zwar 20Cent pro Stück… (es gibt welche die bieten das schon für  7Cent  – aber solchen Angeboten traue ich nicht), aber die Wahrscheinlichkeit das ich es nicht bereuen werde ist wesentlich größer.

Wenn diese Bilder verloren gingen oder zerstört würden, hätte ich so gut wie NICHTS aus meiner Kindheit auf Fotos.

Und zu guter Letzt hab ich heute noch mit einem alten Kollegen telefoniert…der lebt mittlerweile Alleine in seinem großen Haus, nachdem alle Töchter das Haus verlassen haben…und keine Woche nachdem die letzte Tochter ausgezogen ist, wurde bei ihm eingebrochen…Ohhha

 

 

Essen – Gehen

Der eigentliche Plan für das Abendessen besteht seit 1 Woche: ich möchte mal wieder Essen gehen…aber immer wieder verschiebe ich es.

Gestern nun war ich extra bei meinem abendlichen Walk-Rundgang so gelaufen das ich an dem kroatischen Restaurant vorbei kam, das so urgemütlich aussieht….es war Montag  und geschlossen. Montags Ruhetag.  Okay – also hab ich zuhause meinen Obststeller geplündert und 1/2 Tüte Chips…

Heute nun wollte ich eigentlich nach Hamburg zum Sushi…hab mich aber doch entschlossen hier in der kleinen Provinzstadt zu bleiben…da gibt es auch ein nettes Japanisches Restaurant an dem ich schon ein paar Mal vorbei gefahren bin. Weil es regnet bin ich mit dem Auto gefahren…und der Laden war geschlossen…warum weiß ich nicht.

Also bin ich weiter gefahren und an einem Indischen Restaurant vorbei gekommen. Das scheint noch ganz neu zu sein, nett und gepflegt sieht es aus, also hab ich heute Abend indisch gegessen.

Es war lecker und reichlich…danach war mir endlich wieder warm und ich hab noch eine kleine Walking-Runde gedreht…knappe 4km durch den permanenten Regen…die alte Quasi-Winterjacke hat das nicht ausgehalten…sie ist vollkommen durchnässt. Prima – die wollte ich ohnehin schon aussortieren, jetzt weiß ich wenigstens warum.

Für die gute Wellensteyn Winterjacke ist es noch zu warm und die reinen Regenjacken der gleichen Marke sind schon zu dünn, da brauche ich dann immer gleich eine Fleece oder Softshell-Jacke dazu…also hab ich heute aus Bequemlichkeit diese alte Mittelding gegriffen…

Das war auch ganz leicht….mein Not-Kleiderschrank aus Stoff mit  Kunststoff-Steck-Rahmen ist heute Nacht nämlich teilweise zusammen gebrochen. Eine der Kunststoff-Kleiderstangen konnte dem Gewicht der Kleidung auf den Bügeln nicht länger stand halten…so lag diese Jacke auf einmal in meinem unmittelbaren  Sichtbereich….Okay – also langsam wird es Zeit, das sich da was tut mit dem Kleiderschrank.

 

 

Wieviel ICH steckt in meinem Leben

…jeder muss sich einen eigenen Weg für sein Leben suchen. Du kannst dich zwar umschauen wie es die Menschen links und rechts von Dir machen…aber niemand sagt Dir, das es für dich der richtige Weg ist.

Schlimmer als nicht zu wissen wo der eigene Weg entlang geht, ist, wenn man anderen einfach in ihrem Leben folgt…ohne ein eigenes Ziel zu haben….

…und dann wundere ich mich  tatsächlich nach Jahren, wie wenig von MIR  in meinem eigenen Leben steckt…

Es ist jetzt bereits das 3. Mal in meinem Leben, das ich so einen Lebensbruch vollzogen habe…und so erstaunlich das auch klingen mag…es war immer das gleiche Muster.

Und obwohl ich in meiner letzten langjährigen Beziehung schon viel mehr ich selbst war, als in den Beziehungen davor, hat es nicht ausgereicht dauerhaft dabei zu bleiben…denn es war sehr anstrengend mein ICH durchzusetzen….und leichter dem WIR zu folgen…zumindest für eine Weile.

Mit 51 Jahren und nach mehreren Beziehungen, eine davon hat fast 18 Jahre gehalten, meine letzte fast 9 Jahre, bin ich nun endlich in der Lage die wiederkehrenden Muster zu erkennen und kann meinen eigenen Weg  erkennen und gehe diesen jetzt…allein.

Für mein Leben gibt es keine Blaupause…und für mich keine Bedienungsanleitung – ich bin eigenwillig, öfter mal stur,  weiß was ich kann, ich weiß das ich vieles nicht kann, ich will vieles nicht mehr, was ich mal wollte und möchte einfach nur ich sein.

JA – das ist egoistisch….aber mal so richtig egoistisch…aber wem soll ich etwas vormachen? Na klar stelle ich mein Lebensglück in den Vordergrund…ich habe keine Kinder…und meine eigene Mutter hat ihr Lebensglück in den Vordergrund gestellt obwohl es uns Kinder gab….und mein Vater hat mal gesagt, sein ganzes Leben  lang hat er nie das gemacht, was er wollte….ein verpfuschtes Leben. Das sind meine Eltern…tolle Vorbilder oder?

Das Leben ist keine Generalprobe,, keinen Reset-Knopf…wir haben nur das Eine…und so schlimm es sich anhört…es könnte morgen schon vorbei sein…also lebe ich jetzt mein Leben und wenn es für andere unangepasst, egoistisch und merkwürdig ist dann soll mir das egal sein….es ist Meines…und das halte ich fest…solange es eben geht.

Damit wünsche Ich Euch allen einen schönen Sonntag…