Etwas ganz Besonderes

Letzten Sonntag waren wir abends in der „Lodge – Beeef`s finest“ genau neben dem Opelzoo im Taunus.

Schon seit einigen Jahren hatten wir vor mal zu einem besonderen Anlass in dieses Restaurant zu gehen. Wir kennen es Beide  durch unterschiedliche Anlässe – waren aber noch nie gemeinsam dort.

Nun hatte mein Schatz unsere an Geburtstagen übliche Steak-Routine durcheinander gebracht und mich dorthin eingeladen….allerdings hat er es mir vorher  nichts davon gesagt.

Geahnt hatte ich es aber….WEIL er meinte wir haben eine Reservierung für 21 Uhr. Normalerweise reservieren wir in unserem Stamm-Steak-Restaurant keinen Platz…sondern gehen einfach hin.

Der Zusatz im Namen des Restaurants „Beef`s finest“ sagt es schon…es geht um Steaks…Hier ist es nicht günstig…sondern wirklich teuer….aber das Fleisch ist einfach klasse. Wir haben uns für das  Prime Cut Filet Mignon 300g medium-rare entschieden, dazu ganz klassisch eine Backkartoffel mit Sauerrahm, einen gemischten Salat für mich und noch gebratene Champignons dazu. Also das was für uns ein gutes Steak-Menü ausmacht.

Zur Feier des Tages gab es vorab  einen Crémant  zum Anstoßen.

Also ich bin ja komplett weg geschmolzen….eine Einladung in dieses Restaurant mit seinem gehobenen Ambiente, tollem Fleisch. Wir hatten einen prima Tisch und es war nicht so voll…..und dann erst das Fleisch. Medium-rare hatten wir bestellt und das war es wirklich….und dazu suuuuper zart….auf den Salat und die Beilagen hätte ich auch gut verzichten können, die waren gut – aber jetzt nichts Besonderes…aber das Fleisch…..hmmmmmmm

Durch den Crémant der sehr lecker war und eine Flasche Wasser waren wir etwas zu langsam im Trinken…so, das sich die Frage nach einem Wein  zum Fleisch dann erübrigt hat….das kommt davon  wenn man mit genießen beschäftigt ist….

Auch wir geben normalereweise nicht so viel Geld für einen Restaurant-Besuch aus….und waren mit 120EUR sogar noch gut dabei….so ohne Wein…. Aber mal im Ernst, für so ein gutes Stück Fleisch kann man schon mal etwas mehr Geld hinblättern….Wir sind uns einig hier gehen wir auf jeden Fall wieder mal hin ….allerdings soll es weiterhin etwas Besonderes bleiben…damit man es auch zu schätzen weiß.

 

Vergänglichkeit der Schönheit

Liebes Alter…schön, dass du so langsam bei mir ankommst….denn das heißt das ich lebe. Manchmal vergesse ich das, das Leben und beschwere mich über die Unwägbarkeiten, Wehwehchen , Müdigkeit, Stress und andere Menschen die sich blöd verhalten.

Viel zu selten freue ich mich darüber gesund zu sein, arbeiten zu dürfen und einen Schatz zu haben der mich liebt. Wie schön ist es zu leben…das WIE man lebt, hat man ja doch selber in der Hand und sollte es nicht immer als gegebenes Schicksal begreifen. Jeder ist seines Glückes Schmied.

Natürlich gibt es Dinge die einem das Leben vorgibt….aber wie man damit umgeht kann man selber bestimmen…es ist eine Sache der inneren Einstellung und deshalb begrüße ich heute das Alter als einen Neuen Bekannten, der nun ein Teil meines Lebens ist.

Na klar ist es nicht schön an Gewicht zuzunehmen und aufgrund seines Alters von vielen Männern einfach übersehen zu werden….früher war es für mich normal ständig viele positive Blicke zu erhalten….von Männern und Frauen, heute bin ich zwar noch attraktiv und auch gut gekleidet, habe eine gute Haltung….aber trotzdem werde ich von den meisten Menschen nicht mehr wahr genommen.

Aber das ist meine eigene Eitelkeit die das bemerkt…ich mache meine Zufriedenheit nicht davon abhängig wie viele bestätigende Blicke ich bekomme….ABER ich bemerke es eben, das die jüngere Frau vor mir (nicht mal besonders adrett gekleidet)  die Blicke auf sich zieht und ich eben nicht mehr…. Es kränkt mich nicht….aber mit einem Schmunzeln nehme ich es wahr und ein wenig Wehmut spiegelt sich in meinem Gesicht wider.

Ich bin unzufrieden mit meiner optischen Körpermitte und meinen nicht mehr so straffen Beinen, aber ich schaue in den Spiegel und begrüße das Alter, das sich mir im Spiegel zeigt und ich versuche es anzunehmen – nicht ergeben, nicht passiv, sondern freudig und versuche die Veränderungen positiv zu bewerten.

Mit nun 49 Jahren kann ich ruhig zulassen, dass ich eben nicht mit 30-40jährigen konkurriere, auch nicht mehr unbewusst, sondern wir alle unseren Platz im Leben haben. Ich muss nicht die Schönste sein, Hauptsache ich finde mich gut so, wie ich bin…auch wenn das heißt, das ich mehr Schlaf und größere Kleidung benötige.

Ausstrahlung ist das, was ein gewisses Alter schön macht und die hat nur mit eigener Zufriedenheit zu tun, die nach außen strahlt…und nicht mit dem straffen Busen oder der Kleidergröße.

Kompliziert? – Spareribs

Ich wollte schon immer mal Spare-Ribs  selber machen…fand aber den Aufwand doch etwas zu umständlich und vor allem – ich kann das nur im Backofen machen, da mir das Grillen auf dem Balkon verboten wurde.

Jetzt hab ich einfach mal Spare-Ribs gekauft und DANN erst das Internet nach einem Rezept durchsucht….da gibt es HUNDERTE ORIGINAL-Rezepte, SPEZIAL-Rezepte und 100%-GELING-Rezepte….

Nun wie immer hab ich mich quer durch einige gelesen und mich dann für ein erstaunlich unkompliziertes Rezept entschieden, das auch für den Backofen geeignet ist.

  1. Herstellen der Würzmischung (auch Rub genannt)
  2. Herstellen der Marinade
  3. Fleisch mit der Würzmischung einreiben und 30 Minuten stehen lassen
  4. 4 Stunden bei 120Grad in Alufolie gewickelt im Umluft-Ofen backen
  5. ½ Stunde mit der Marinade bepinseln und offen im Backofen grillen

Jaaaaa, das ist relativ unkompliziert – und bis auf den Alkohol in der Marinade hatte ich auch alles vorrätig….und das Ergebnis: TOP.

Die Spare-Ribs sahen dunkel und gut lasiert aus…fielen fast von selbst vom Knochen und waren trotzdem noch saftig….der Geschmack der Marinade ist leicht scharf und rauchig…etwas süß.

Wenn man einmal diese Marinade hergestellt hat, kann man beim nächsten Mal ja selber variieren….aber für uns hat es gut gepasst. Das 4,5 Stunden insgesamt zu lange dauerten hab ich noch Schweineschnitzel damit gewürzt und mariniert…..die dauerten nur 30-40 Minuten – schmeckten auch lecker…waren durch den geringen Fettanteil jedoch seehr trocken….

Egal… das mache ich bestimmt mal wieder wenn draußen Grillzeit ist….dann bereite ich eben alles im Backofen zu ….und genießen können wir auf dem Balkon…..

(Wer das genaue Rezept möchte – einfach melden)

depressive Verstimmung

In den letzten zwei Wochen hab ich mich bewusst gegen das Bloggen entschieden.

Nachdem ich nun endlich auch vor mir selber eingestehen konnte, das mein extremes Bedürfnis nach Ruhe und Alleinsein, zusammen mit meinem immer schlechter werdenden Sozialverhalten und auch der Rückzug meinem Freund gegenüber, mehr waren als nur die Auswüchse meiner Wechseljahre, hab ich bewusst eine Kehrtwende eingelegt.

Ich leide schon seit Jahren im Winter unter dem Lichtmangel, aber in diesem Jahr  hab ich zum ersten Mal realisiert, das hier ist eine länger anhaltende depressive Verstimmung…und ganz ehrlich,  mit dieser Erkenntnis war ich einerseits erschrocken und andererseits erleichtert, das nun zu erkennen.

Nur was ich realisiere, kann ich auch ändern…..und seit der Erkenntnis geht es wieder aufwärts….mein Sozialverhalten ist wesentlich besser geworden, mit meinem Schatz ist auch endlich mal wieder so etwas wie Friede eingekehrt…die Sonne scheint, ich kann wieder raus und bin endlich wieder in der Lage Dinge anzugehen.

Ich kann endlich wieder lachen, auch mal albern und ausgelassen sein….ich bin wieder emphatisch und kann mich an den Dingen erfreuen. Erst jetzt wo das wieder da ist, bemerke ich das diese Dinge vorher nicht mehr dagewesen sind… das ist gruselig – weil ich es nicht bemerkt habe.

Also ich habe schon bemerkt das ich immer wieder „schlecht drauf“ war ….aber ich habe das Ausmaß nicht realisiert….

Jetzt bin ich erleichtert und in den letzten 14 Tagen  habe ich viel getan um aus meinem Schneckenhaus heraus zu kommen….verbringe wieder mehr Zeit mit meinem Schatz, wir waren letzte Woche mehr als 2 Stunden im Wald….und so langsam macht die Arbeit auch wieder Spaß.

Puhhh….Glück gehabt   – ich hoffe das „Gespenst Winterdepression“ kommt so schnell nicht wieder….

Anstrengender Frühlingstag

Gestern war so ein richtig toller Frühlingstag….aber anstrengend….

Ich hab ja jetzt Urlaub, meine Erkältung ist auch so ziemlich überwunden, aber ich bin noch sehr schnell schlapp….und gestern konnte ich mein Fahrrad aus der Rundum-Erneuerung abholen…Der Wetterbericht prophezeite einen schönen Frühlingstag…perfekt.

Also bin ich bereits um 8.30 Uhr !! mit meinem Schatz mit in die Stadt gefahren. Er arbeitet zwar nicht direkt in Frankfurt….aber sehr nahe dran….den restlichen Weg hab ich dann mit Bus, U-Bahn und Laufen zurück gelegt.

  • Frage an den Busfahrer : Mit welcher Linie komme ich Richtung Nordwestzentrum?
  • Antwort eines Busfahrers: keine Ahnung

Ich hab mich natürlich auf den Wetterbericht verlassen und mich für 15 Grad-Außentemperatur- Radfahren angezogen…und ziemlich gefroren.

Der Busfahrer war extrem müde und der hatte auch kein Lust auf weitere Fragen…also blieb ich stumm. Immerhin kenne ich den Weg….wenn auch nicht die Buslinie. Schwierig fand ich im vollbesetzen Bus das auf dem Armaturenbrett die Motorkontrollleuchte beständig aufleuchtete…DAS ist nicht gerade vertrauenserweckend…werden die Buse nicht mehr regelmäßig gewartet?

Auch der zweite Bus (ich hab die Linie sehr schnell herausgefunden) war voll und die U-Bahn auch…RushHour…sehr schön…kurz vor dem Fahrradladen ist eine großer Supermarkt. Ganz neu  – nach ökologischen Gesichtspunkten gebaut…und mit einem gemütlichen Bäckerladen…dort hab ich dann erst einmal lecker gefrühstückt und mein E-Book gelesen.

Und als es Zeit wurde hab ich mein Fahrrad abgeholt…das Geld hat sich gelohnt. Die Teile waren alle wie besprochen getauscht und das Fahrrad fährt mit den neuen „MarathonPlus der neuen Generation“ genau so gut wie mit den vorherigen Reifen. Das waren zwar auch diese „Unkaputtbaren“ …aber eben bereits schon 8 Jahre alt. Das Profil ist jetzt etwas gröber und ich dachte der Rollwiderstand ist dadurch bestimmt höher…ist er aber nicht.

Nun da ich wieder mobiler bin, hab ich mich zu einem Besuch des Nordwestzentrums entschlossen….na so ein paar Frühlingsklamotten benötige ich ja auf jeden Fall…und durch den Rucksack war ich zumindest mit der Menge limitiert…hihi…also bin ich hin gefahren…und zack nach einer Stunde war mein Rucksack gut gefüllt. eine Bluse, ein Sport-Shirt, Socken, zwei Jeanshemden und eine ärmellose Bluse für den Sommer.

Zufrieden hab ich dann den Rückweg angetreten…mit dem Rad von Frankfurt in Richtung Taunus…zuerst in Richtung Niederursel – Oberursel…eine sehr schöne Strecke. Es war bereits Mittagszeit und es wurde tatsächlich wärmer.  Zuerst ging es richtig flott…aber je weiter ich in Richtung Taunus kam, um so steiler und anstrengender wurde die Fahrt….ich hab zwischendurch ein paar Pausen eingelegt…mir steckt die Erkältung doch noch ziemlich in den Knochen…hmmm war wohl doch etwas viel….zum Schluss wollte ich nur noch zügig nach Hause…

Dumm nur das ich mich für den Abend mit meinem Schatz zum Sport verabredet hatte…wir sind dann zwar erst weit nach 20 Uhr ins Fitnessstudio gefahren – aber danach fühlten sich meine Beine an wie Wackelpudding….boa…wie weichgespült.

Aber immerhin: ich hab den schönen Frühlingstag genossen, hab mein Fahrrad wieder zurück und ein paar neue Klamotten, hab gestern noch Wäsche gewaschen, Wohnung aufgeräumt und Essen gemacht….und heute? heute  faulenze ich ….

 

 

Pizza – homemade

Heute gibt es bei uns wieder selbstgemachte Pizza…nach italienischer Art, also dünn und knusprig.

Nach vielen Jahren nur halberfolgreicher Versuche WIE man eine Pizza dünn und knusprig im heimischen Herd bekommt, hab ich seit ca. 1,5 Jahren das für mich richtige Rezept gefunden.

Es ist erstaunlich wieviel unterschiedliche „original-italienische“ Rezepte es gibt….mal mit Olivenöl, mal ohne, mal nur Mehl mit besonders hoher Grad-Nummer, mal ein Gemisch aus Mehl und Gries…. Ja,ja….da hilft nur selber ausprobieren.

Ich bin inzwischen bei einem Extra-Pizza-Mehl angekommen…egal von welcher Marke.

Was das Ergebnis der Pizza ebenso beeinflusst wie das Mehl, ist die Temperatur des Ofens. Jetzt hab ich einen mehr als 20 Jahre alten Marken-Backofen der jedoch wesentlich heißer wird, als der Moderne in meiner vorherigen Wohnung…hahahaha und die Pizza da drin wird echt schön knusprig.

So lecker wie in unserer Lieblings-Pizzeria wird es nicht, das ist nämlich eine Pizzeria mit Holzkohleofen. ABER  es ist die für mich Beste Selbstgemachte die ich so in meinem Leben gegessen habe…und  200x besser als eine Tiefkühlpizza.

Die Tomatensoße ist unkompliziert und schnell gemacht und alle anderen Zutaten kommen nach Gusto frisch hinzu. Ich liebe die Pizza ganz reduziert nur mit Tomatensoße und Mozzarella, mein Schatz liebt es mit Schinken und Champignons, Salami und Zwiebeln und ganz viel Käse.

Ach ja die tollste Pizza in Frankfurt gibt es für uns bei: DaAngelo in Preungesheim…Das ist zwar kein Laden in dem man gemütlich sitzen kann, es ist ein uralter Mini-Laden – aber die Pizza ist einfach genial.

Frankfurt – und nun?

So nun war ich also in Frankfurt, das Fahrrad  war bereits abgegeben und nun? Ohne Auto? Also erst einmal laufen….bei dem schönen Wetter kein Problem….bis nur nächsten U-Bahn-Haltestelle und dann auf nach Bockenheim, in mein Lieblings-Cafe dem Extrablatt.

Das Wort „Lieblings-Cafe“ muss ich jedoch bald streichen….sooo dolle ist es nicht mehr….aber es ist meine liebgewonne und gewohnte Routine wenn es um einen Kaffee und eine Kleinigkeit zu Essen geht….dazu eine Zeitung oder Zeitschrift…und ich fühle mich (eigentlich) pudelwohl.

Aber diese Routine verliert ein wenig an Charme, weil auch hier der Egoismus Einzelner an meinem Wohlfühlen kratzen…Eine junge Bedienung die in den höchsten Quietschtönen halblaut mit gesunden hat, was die Musikanlage laut zum Besten gab…eine Mutter mit Kleinkind und zwei Freundinnen….Das Kind und die beiden Freundinnen hat man kaum reden gehört, aber die Mutter hat sooo laut gesprochen das es durch den ganzen Raum schallte. Schwerhörig kann sie aber nicht gewesen sein, weil sie auf alle  (leisen) Fragen unmittelbar geantwortet hat….

Aber das ist mir schon ein paar Mal  bei anderen Gelegenheiten aufgefallen…das machen oft junge Mütter die sich profilieren wollen, wie toll sich ihr Kind doch entwickelt und wie toll und organisiert sie ihr Leben und das Kind meistern….nach dem Motto seht her wie gut ich das mache…jeder Hinweis der Freunde, jedes Beispiel wurde lauthals beiseite gewischt und ihre Methoden und Ansichten dafür eindrucksvoll dargelegt…erst nach einer ganzen Weile (als das Essen der Mutter kam) konnte ich dieser Stimme etwas entgehen und mich auf meine Zeitung konzentrieren….

Und dann hatte ich auch schon genug und wollte nach Hause…also rein in die U-Bahn, dann S-Bahn und zum Schluss noch ein kleiner Spaziergang und jetzt bin ich auf der Couch….hier kostet mich der Kaffee viel weniger und ich hab meine Ruhe.

Rundum-Erneuerung

Heute Morgen hab ich mich warm angezogen, so im Zwiebellook und hab mein Fahrrad aus dem Winterschlaf geholt….das mit dem Luft-aufpumpen gestaltet sich oft schwierig, etwas stimmt mit diesen französischen Ventilen nicht….

Na letztlich hab ich es hin bekommen und mich mit dem Rad auf den Weg nach Frankfurt gemacht. Die Sonne schien  und durch die Kleidung war mir auch warm. Frankfurt liegt unterhalb meines Heimatortes….so war es auch nicht zu anstrengend zu fahren, es waren auch nur ca. 9km.

Ich hab mein Fahrrad vor mehr als 10 Jahren in Frankfurt beim „Thöt“ an der Kleinmarkthalle gekauft…aber der Traditionsladen hat tatsächlich letzten Herbst aufgegeben….mehr durch Zufall hab ich jetzt in der Nähe der Nordweststadt einen freien Fahrradhändler gefunden, der vor allem GIANT Fahrräder verkauft und wartet…Prima – ich hab ein Giant Trekking-cross  und meines benötigt dringend einen Rundum-Checkup:

Die Reifen (inflatables) sind abgefahren, die Ventile an den Schläuchen sind verbogen, die Kette ist ausgeschlagen, die Ritzel ebenfalls, die Bremsen sind runter, die Bremszüge nahe am Reißen….der Getränkehalter ist kaputt und klappert….sogar meine Luftpumpe ist etwas undicht….seufz….ja in so vielen Jahren OHNE nennenswerte Erhaltungskosten kann man schon sagen, es gibt einen Wartungsrückstand…und dazu stand das Fahrrad fast viele Jahre auch bei Wind und Wetter draußen….

Der freundliche Fahrradservice den ich nun gefunden habe hat mich gut beraten, aber nichts aufgeschwatzt…und einschließlich einer neuen Luftpumpe und eines modernen Getränkehalters der verstellbar ist komme ich so auf einen Wert von 300 EUR ….

Das ist schon fast die Hälfte der Investition ….allerdings vor 10 Jahren und   JA – es lohnt sich für dieses Fahrrad: Rahmen, Räder und Gangschaltung sind einwandfrei….und ich hänge an meinem Rad…

Bereits am Donnerstag kann ich mein Fahrrad wieder abholen….und wenn ich bis dahin wieder ganz fit bin, dann kann ich sogar bis nach Hause (Vordertaunus) zurück fahren…so mit ständig Bergauf …wenn nicht gibt es noch die S-Bahn …lach

So eine Rundum-Erneuerung würde mir auch mal gut tun…allerdings OHNE Teile-Tausch…sondern eher: Schwimmen, Sauna, Massage usw…..

 

 

frische Suppe hilft bestimmt

Noch auf dem Weg zur Arbeit heute war ich der Meinung, ich könnte arbeiten…doch während der Fahrt ging es mir nicht besser – sondern schlechter…also hab ich die Ausfahrt rechts liegen lassen und bin direkt nach Frankfurt gefahren….zu meiner Hausärztin.

In Rödelheim – dem Stadtteil in dem ich fast 10 Jahre gewohnt habe, hab ich sofort einen Parkplatz bekommen, war um 7.45 Uhr bei der Ärztin, die um 8.00 Uhr anfängt….aber bereits um 7.50 saß ich bei ihr im Sprechzimmer…ein kurzer Blick auf mich , drei Fragen und ein paar Kontrolluntersuchungen und ich war um 8 Uhr bereits fertig – mit einer Krankmeldung für heute und morgen….das ging irgendwie rasend schnell und ich war etwas irritiert….sie war schlecht drauf – die Ärztin – aber ich nehme es nicht persönlich.

Es ist bereits 1-2 Jahre her das ich das letzte Mal einen Krankenschein brauchte um mit einem grippalen Infekt zuhause zu bleiben….so war ich erst einmal überfordert warum ich DREI Belege bekommen habe…lach….

Medikament gab es keine – sie murmelte nur etwas von …soll ich mir aus der Apotheke holen….achja…ja aber ich will ja eh wegen  Schnupfen und Halsschmerzen keine Medikamente nehmen… nach einer alten Binsenweisheit dauert eine Erkältung

  • mit Medikamenten 8 Tage und
  • Ohne Medikamente eine Woche

Ich bin also für die Methode: warm halten, Ruhe halten,  Erkältungsbad nehmen, Tee trinken und vor allem eine schöne heiße selbstgekochte Suppe mit frischem Gemüse und Nudeln…DIE hilft bestimmt genauso gut, wie jedes Erkältungsmittel.

Normalerweise sagt man, es sollte eine Hühnersuppe sein, mir steht der Sinn aber eher nach einer frischen Rindersuppe…. also hab ich auf dem Rückweg noch schnell angehalten und Rinderbeinscheibe, Porree, Möhren und Sellerie gekauft…die Medizin aus dem Gemüsegarten.

Dann noch ein kurzen Abstecher in die Firma:

  • die Krankmeldung abgeben
  • in meinem Mail-Account eine Abwesenheitsnotiz hinterlegen
  • ein paar Anweisungen für meine Mädels
  • ein kurzes Gespräch mit meiner Chefin, das ich am Montag wieder arbeiten komme und erst ab Dienstag dann in den Urlaub gehen werde

und jetzt freue ich mich darauf auf der Couch noch etwas zu schlafen…Ruhe halten und gesund werden.

Aufforderung zur Kündigung

Sooooo nun ist es also soweit….Nicht das es offiziell gemacht wird, aber  die 1. Vorsitzende unseres Vereins hat auf meine Frage  wie es mit dem Verein nun weiter geht, geantwortet:

Wir Mitglieder (egal ob Aktive oder Passive) sollen jetzt regulär  bis Ende des Jahres kündigen….wer dann möchte, kann ganz offiziell in den Kooperations-Verein eintreten…Der Vorstand wird dann mit Hilfe eines Beraters aus dem Tanzsportverein einen Förderverein machen. Ein Förderverein kann sein Vermögen an den Kooperations-Verein verschenken und dann ist der Verein aufgelöst.

Na das klingt so locker und leicht….und ich mache mir Gedanken ob ich jetzt tatsächlich bereits meine Kündigung zum 30.06. einreiche, während unsere 1. Vorsitzende mir sagt, sie wäre froh und dankbar wenn ich das täte…umso weniger Arbeit hat sie mit den Mitgliedern die ja ALLE kündigen müssen. Naja, soweit ich es weiß sind das nicht mehr ganz so viele, wie zu meiner Zeit als Kassenwart.

Okay…wenn das so ist…dann schreibe ich meine Kündigung nun direkt und damit hat sich dieser Verein damit erledigt.

Es gibt ihn seit 1986 …also mehr als 30 Jahre…ich bin seit fast 11 Jahren Mitglied und  war davon 4  Jahre als Kassenwart im Vorstand aktiv tätig…..und jetzt der Verein bald Geschichte…

Das Lateintraining wurde schon im letzten Jahr aufgelöst, die Breitensportgruppen schrumpften auch immer mehr und letzten Dienstag wurde nun auch unsere Trainerin im Standard-Training verabschiedet….mein Ex-Tanzpartner und ich waren mit unseren Männern bei der Verabschiedung dabei.

Und jetzt muss ich meinem Ärger echt mal Luft machen….Das was sich der Vorstand da getraut hat als Blumenstrauß zu präsentieren, war reinstes Gestrüpp. Also wenn diese hässliche Auswahl  an Banalitäten ohne als Strauß gebunden worden zu sein, mehr als 5 EUR gekostet hat, versteh ich die Welt nicht mehr.

Ich hab für 20 EUR  – im Namen von uns Vieren  – einen tollen Blumenstrauß ganz in Weiß zusammenstellen lassen… Unsere Trainerin liebt Blumen in Weiß….der Strauß war liebevoll, schick und modern zusammengestellt und sah klasse aus….und sie hat sich unglaublich gefreut das WIR gekommen sind….so als Ehemalige.

Das Highlight war dann der Entschluss das wir noch ins Schreiber-Heyne gehen…so wie früher sehr oft nach dem Training…ich hab schnell angerufen und einen Platz für 10 Personen reserviert und das hat sogar noch geklappt.

Also Mein Schatz, mein Ex-Tanzpartner mit Mann, unsere Trainerin, das einzig noch verbliebene Standard-Paar in der A-Klasse und ein Paar aus der D-Klasse ….und es war ein herrlicher lustiger ausgelassener Abend…soo wie wir es früher oft hatten….DAS war die eigentliche Verabschiedung. Und wir haben uns vorgenommen uns 3x im Jahr genau so zu treffen…..um auf die alten Zeiten anzustoßen. Sie hat sich so unglaublich gefreut, das hat man wirklich gemerkt…

Ach ja – vom Vorstand war KEINER mit dabei… das war schon erbärmlich und das für eine Trainerin die so lange Jahre für den Verein aktiv war, die nie die teuren Preise anderer Trainer aufgerufen hat und immer für den Verein da war, der die Tänzer immer am Herzen lagen….auch wenn wir uns zum Schluss bei ihr  trainingstechnisch nicht mehr wohl gefühlt haben – menschlich ist sie schon echt toll.

DANKE dafür liebe Trainerin