Willkommen in der modernen Arbeitswelt

Kommunikation und Organisation ist nicht die Stärke unserer Muttergesellschaft im Hohen Norden Dänemarks…so kam die Einladung für die Controller zu einem Präsenzmeeting in der Zentrale auch eher kurzfristig und die Tagesordnung enthielt gleich 3-4 zeitliche Fehler, wie mein Chef dann auch in seiner Einführung zugeben musste.

Aber von Vorne….vor wenigen Wochen wurden die Einladungen zu dem Meeting versendet und wir deutschen Controller haben gleich beschlossen: die Anfahrt findet schon am Mittwoch statt, Donnerstag den ganzen Tag dann das Meeting und die Rückfahrt Freitag direkt nach dem Frühstück…also 2 Übernachtungen im Hotel. So wollten wir den Mittwoch noch nutzen, um mit den Kollegen Vorort einige Themen zu klären, wenn wir dann schon mal da sind…und das war auch eine sehr gute Entscheidung.

Immerhin sind es 400km Anfahrt, da muss man einfach die Zeit effektiv nutzen. Die Controller aus den anderen Ländern hatten zum Teil wesentlich weitere Strecken zurückzulegen…die polnischen Kollegen z.B. waren mehr als 13 Stunden unterwegs und sind tatsächlich noch Donnerstag, direkt nach dem Meeting wieder zurückgefahren. So konnten sie dann auch nicht an dem gemeinsamen Abendessen teilnehmen, welches auch Teil des Meeting-Tages sein sollte. Wir Deutschen, wollten uns so einen Stress nicht antun.

Noch nie waren alle Controller auf einem gemeinsamen Meeting….aber es ging darum, wie wir unsere Abschlüsse organisieren, damit wir zukünftig öfter und sogenannte „Fast close“-Abschlüsse erstellen können.

DA ist das wichtigste Konzern-Attribut in der Verwaltung: Fast Close. Und jetzt – in diesem Moment – weiß wirklich jeder, wir sind in der Welt der Konzerne und Groß-Unternehmen angekommen. Die Abkehr vom mittelständischen Unternehmen, mit entspannter „hygge“-Mentalität, hin zu dem Druck und Stress eines Konzerns, dass „gelistet“ wird und seine Reporting-Pflichten zeitlich nah erfüllen muss. Das Ganze natürlich nicht, mit den bisherigen Bestandsunternehmen allein, sondern in einem extrem schnell wachsenden Segment…also immer mehr Firmen, die in immer kürzerer Zeit fertig gestellt sein müssen und das auch öfter als bisher. Willkommen im Finanzbereich des 21.Jahrhunderts.

Das Meeting war für uns alle ein mittelschwerer Schock und was nützt es da, das eine der Big-Four Wirtschaftsprüfungs-gesellschaften das Meeting und die Arbeitsgruppen moderierte und begleitete… Die sprechen eine ganz andere Sprache und damit meine ich nicht das Englisch – das sprechen wir ja alle mehr oder weniger – ich meine die Inhalte.

Das klang alles so hochtrabend, glatt und sauber. In dieser Welt gibt es keine externen Verzögerungen, keine unzuverlässigen Lieferanten, kein Warten auf Daten…da läuft alles so reibungslos, wie ein scharfes Messer, durch weiche Butter. Für diese Berater ist die „Datenbasis“, eine Fußnote, auf die sie ihr ganzes Reporting aufbauen können. Auswertung ist wichtig – die Datenbasis, na ja die muss halt da sein. WIR aber sind die, die die Daten überhaupt erst einmal beschaffen müssen, und da fangen die Probleme an…denn diese kommen oft erst erst wesentlich später. Egal – dann macht doch mal eben eine Schätzung…fertig und weiter gehts…Easy, clean and fast – dont stay behind – get ready to start – get work done!

War ich nicht genau aus diesem Grund in meinem alten Stress-Job ausgestiegen, weil mir dieses schnell, schnell und noch schneller, einfach zu viel wurde? Ich bin echt gespannt, was davon jetzt wie umgesetzt werden wird…das Ziel soll sein: ALLE Gesellschaften sollen innerhalb von 10 Tagen fertig sein. Ich habe aktuell 26 Abschlüsse zu machen.

Witzigerweise hatte ich ein paar Tage vor dem Meeting in DK, die ARTE-Dokumentation „Arbeit ohne Sinn“ gesehen….die kann ich jedem Büromenschen nur empfehlen….60% aller Umstrukturierungsmaßnahmen führen nicht zu höherer Produktivität, ist z.B. eine Aussage und die Sprache der Unternehmensberater sind oft nur Worthülsen, die kaum jemand versteht, aber es klingt wichtig und alle Führungsebenen übernehmen diese Art zu reden. Zurück bleiben frustrierte Mitarbeiter.

Was mich an diesem Tag aber wirklich ärgerte, war der Unternehmensberater, der da vor uns stand, in einem großen Raum, mit 30-40 Menschen gefüllt, ohne Mikrofon und er sprach schnell, sehr schnell und nuschelte, verschluckte Silben und Wörter und raste durch seinen Vortrag, drehte sich beim Reden auch immer wieder zur Präsentation, also weg von den Zuhörenden…die Power-Point-Präsentation, die uns gleichzeitig vorne angezeigt wurde, war so klein, das keiner etwas lesen konnte…das war also auch keine Hilfe.

Schon nach seiner ersten kurzen Einleitung, bin ich in der entstehenden Pause, nach vorne gegangen und habe ihn gebeten doch etwas langsamer zu reden, wir kommen alle von überall her und müssen ja erst einmal die Worte richtig hören, bevor wir sie verstehen konnten….aber schon beim nächsten Block war ab dem 2.Satz wieder alles rasend schnell genuschelt….und auch jede weitere Bitte von anderen Kollegen doch etwas langsamer oder deutlicher zu sprechen, blieb nur von kurzer Dauer – maximal einen Satz lang.

Aber trotzdem verstanden wir alle genug, um zu wissen, die „lustigen“ Zeiten sind vorbei…wir sollten unsere „Pain-Points“ benennen, die uns beim Arbeiten am Meisten hindern, effektiv zu sein….und in allen 5 Arbeitsgruppen, in denen wir das Ausarbeiten sollten, kam ähnliches heraus: fehlende oder mangelhafte Kommunikation und als Zweites: zu viele Firmen die gleichzeitig fertig sein müssen….also zu wenig Personal für all das was da noch kommen soll.

Was mich am Meisten gefreut hat in diesem Tagen, das ich einige Dinge mit Kollegen durch direkte Gespräche klären konnte. Es ergaben sich zufällige kleine Begegnungen und prompt kommt eine Erklärung und eine Lösung von ganz unerwarteter Seite.

Allein für diese unkomplizierten Gespräche, Erklärungen und Gedankenaustausche mit den dänischen Kollegen hat sich die Reise schon gelohnt und all das, was da Neu kommen soll, versuche ich erst einmal zur Seite zu schieben. Jetzt löse ich das eine Problem, helfe bei anderen mit, dann folgen die Jahresabschlüsse und dann schauen wir mal, wie es weiter geht.

Nur nicht hetzten lassen…eines nach dem Anderen. Kein Job der Welt ist es wert, sich kaputt zu machen…ich hab die Kommunikation mit vielen bisherigen und auch neuen Kollegen in diesen Tagen sehr genossen…wir haben viel geredet und gelacht und es kam trotz der Ankündigungen, eine Art neues „Wir“-Gefühl auf.

innere Unruhe und Kampf im Büro

Was leider im Moment gar nicht bei mir funktioniert, ist Gelassenheit….ich bin innerlich nervös und unruhig. Blutdruck und Ruhepuls sind immer noch viel zu hoch und ich bin dazu noch schnell gereizt.

Das Warten auf einen OP-Termin für meine Schwester, macht mich dünnhäutig und dafür hab ich jetzt auch die Quittung bekommen…habe seit ein paar Tagen einen leichten Tinnitus auf dem Ohr, wo ich vor ein paar Monaten den leichten Hörsturz hatte.

Dabei hab ich noch ziemliches Glück. Der Ton ist nicht zu hoch und auch nicht zu dolle…damit kann ich gut umgehen.

Nach telefonischer Beratung mit meinem HNO, soll ich es die nächsten Tage mit einem pflanzlichen Präparat auf Basis von Ginkgo probieren, das soll die Durchblutung im Ohr erhöhen, sollte das keine Wirkung zeigen, kommt Kortison zum Einsatz. Die Gereiztheit kann übrigens auch ein Symptom des Tinnitus sein.

Nun ist es also höchste Zeit für mich dem inneren Stress entgegen zu stellen, um wieder ruhiger, gelassener und vor allem auch belastbarer, zu werden.

Jetzt macht es sich auch bemerkbar, dass wir im Büro zu Dritt sind. Ich bin genervt von der engen räumlichen Situation…es wird an einer Lösung gearbeitet, aber das dauert eben noch……der Controller hat jetzt mehr Zeit und versucht ständig, natürlich in allerbester Absicht, sich in meine Angelegenheiten einzumischen. Ich musste ihm jetzt auch mal freundlich, aber ganz klar in die Schranken verweisen, dass ich mich schon selber darum kümmere, welche Art von Arbeit oder Firmen ich übernehmen möchte, sobald meine Hauptfirma zusammengeschrumpft wurde. Er braucht seine „lustigen Ideen“ jetzt nicht an die Chefs zu geben, ICH spreche mit unserem Chef und kläre mit ihm MEIN Aufgabengebiet.

Sooo und genau das hab ich in dieser Woche auch getan, habe meinen Chef über mein zukünftiges freies Zeitfenster informiert und er sieht es genauso. Von seiner Seite aus kam dann auch sofort: Wir warten jetzt erst einmal ab, bis diese Übergangszeit erledigt ist und dann hat er genügend Firmen, von denen ich welche übernehmen kann…ich hab ihm meine Vorstellungen mitgeteilt, welche Art ich am liebsten nehmen würde und er meinte, das sollte wohl kein Problem sein. So – Thema erledigt.

Der deutsche GF hat sich jetzt auf seine ruhige Art und Weise durchgesetzt und ich verliere damit die Zusammenarbeit mit meiner liebsten Kollegin aus Brandenburg…sie soll jetzt komplett raus aus der Abteilung und wird zukünftig ein anderes Aufgabengebiet erhalten. Ich hab mich während eines Teams-Meeting beim GF etwas unbeliebt gemacht, weil ich mich für ihren Verbleib stark gemacht habe und hatte auch versucht meinen dänischen Chef davon zu überzeugen, der Kollegin nicht auch noch den letzten Rest ihrer bisherigen Aufgaben zu nehmen…..aber den „Kampf“ hab ich verloren. Sie selbst war wegen Krankheit bei dem Meeting nicht anwesend. Der GF hat nächste Woche ein Gespräch mit ihr.

Im Wintermodus

Endlich hat auch mein Körper in den Wintermodus gewechselt. Nach dem Sommer gibt es immer eine Phase bei mir, in der ich den Herbst tatsächlich als kalt und unangenehm empfinde…vor allem als ich im Herbst ja 2x mit so einem Schnupfen-Virus kämpfte.

Und mit jedem Tag den es mir seitdem gut geht und gleichzeitig die Temperaturen draußen sinken, fühle ich mich wieder in meinem Element. Schon die ganze Woche hat es immer mal wieder leicht geschneit…Straßen und Gehwege sind frei, aber die Felder und Wiesen haben noch eine Frostschicht und Schnee.

Mit dicker Jacke, Schal, Mütze und Handschuhen bin ich auf jeden Fall mindestens 1x am Tag für meine Walkingrunden draußen, meist im Dunklen…klare kalte Luft, gedämpfte Geräusche, Schnee auf den Feldern….oft ist es diesig und der Himmel wolkenverhangen…und doch finde ich es herrlich. Ich atme tief und bewusst die kalte Luft ein und fühle mich großartig (noch großartiger würde ich mich fühlen, wenn mein Fuß dabei nicht ständig schmerzen würde)…draußen in der Natur, außerhalb des Ortes hat sich eine 5,2 km lange Strecke als meine Wohnfühlstrecke etabliert…abseits der größeren Straßen.

Manchmal gehe ich auch durch etwas abgelegenere Wohnstraßen, inzwischen leuchtet es an vielen Stellen in Fenstern und Gärten, mehr als ich gedacht hätte…Aber die meisten Beleuchtungen sind dezent. Natürlich gibt es immer auch die Anderen, bei denen es gar nicht grell, blinkend und bunt genug sein kann…naja – lassen wir Ihnen den Spaß.

Ich jedenfalls mag lieber die dezenten warmen Lichterketten in einem Baum im Vorgarten, einen beleuchteten Stern oder Schwibbogen in einem Fenster….überall ein bisschen eben…so das die Dunkelheit hier heimelig und gemütlich wirkt.

Ich laufe durch die kalte Luft und genieße diese Ruhe, versuche dabei meine innere Unruhe und Nervosität zu besänftigen, was mir leider gar nicht gelingen will.

Dann komme ich nach Hause und empfinde, nach der Kälte draußen, meine Wohnung als warm und kuschelig und gemütlich..mit einer kleinen Lichterkette im Fenster und dezenter Beleuchtung durch echte Kerzen im Wohnzimmer….Und obwohl es inzwischen nur noch um die +2 bis -2 Grad draußen sind, hat das Wohnzimmer, auch ohne das die Heizung läuft, immer noch angenehme 17 Grad. Jetzt schalte ich sie doch schon manchmal abends an….

Inzwischen habe ich an allen Fenstern Thermovorhänge und 2x am Tag lüfte ich quer durch die ganze Wohnung, bei weit geöffneter Balkontür. An meinen Homeofficetagen läuft die Heizung auch leicht im Arbeitszimmer. Durch das stille sitzen vor dem PC, fühlt es sich sonst schnell kühl an.

Meine Kuschelsocken kommen regelmässig zum Einsatz und ich mag meine Wolljacken und im Wohnzimmer auf der Couch hab ich Wolldecken liegen…ich finde es überhaupt nicht kalt oder ungemütlich…eher das Gegenteil….ich liebe diesen Wintermodus und auchauch schon vor der Energiekrise habe ich meine Wohnung nicht über 20-21 Grad temperiert…ich bin der Wintertyp….mag es lieber etwas kühler, als zu warm.

Und genau in diesem Wintermodus, finde ich den Gedanken an Temperaturen im Sommer über 27 Grad als gruselig…im Winter bin ich draußen…im heißen Sommer bin ich antriebslos und verkrieche ich mich lieber.

Das Leben und die Risiken

Montag im Homeoffice wartete ich also auf Nachricht, wie meine Schwester die Herzkatheter-Untersuchung überstanden hat, ob die tatsächlich Stents gesetzt haben oder was dabei herausgekommen ist.

Aber es kam keine Nachricht. Dabei hatte sie am frühen Morgen den Termin…ich wurde unruhig…Erst nach dem Mittag kam von meinem Schwager die Nachricht: Ihr geht es gut – aber es wurden keine Stents gesetzt…sie kann gleich nach Hause – alles andere später.

Nun – ich kann nicht behaupten, dass mich diese Aussage beruhigt hat…und bereits 2 Stunden später sollte sich das auch bestätigen…denn es kommt noch schlimmer.

Wir hatten bereits vor Tagen ausgemacht, ich komme auf jeden Fall an diesem Tag nach Flensburg, egal ob sie Zuhause oder im Krankenhaus ist….und so hab ich später nur kurz mit ihr telefoniert und mich bereits am frühen Nachmittag ins Auto gesetzt und mit knappen 1,5 Stunden war ich dann auch Vorort.

Auf den Bildern vom Herzen, kann man eindeutig erkennen, bei ihr ist eine der Herzvenen komplett verkümmert und an den beiden Anderen gibt es Engstellen…wahrscheinlich alles schon seit ihrer Geburt….da können Stents nicht mehr helfen. Es geht wohl nur über eine 3fach Bypass-Operation. Die Wahrscheinlichkeit das es am offenen Herzen und nicht minimal-invasiv gemacht wird, ist relativ hoch – aber noch ist es nicht ganz entschieden….jetzt wartet sie auf einen freien Termin im Krankenhaus.

Einer der Ärzte meinte dann auch zu ihr, sie kann froh sein, eine so gute körperliche Fitness zu haben und einen so guten Lebensstil zu führen, ansonsten wäre sie wohl schon längst tot. Na das ist ja eine tolle Aussage.

Wir waren alle Drei geschockt und jetzt mit ein paar Tagen, die bereits ins Land gegangen sind, gewöhnen wir uns an den Gedanken. Ja klar, auch das ist inzwischen eine Routine-Operation, aber trotzdem ist es eine Operation, die gefährlich werden kann. Ca. 1% stirbt bei der OP (das heißt aber auch 99% überleben), und ca. 5% bekommen während der OP einen Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Auch wenn die Chancen also sehr gut aussehen, dass sie anschließend die nächsten 20 Jahre gut und fast ohne Einschränkungen damit leben kann, muss man sich bewusst sein, das es auch anders kommen könnte.

Jetzt heißt es also abwarten und Ruhe bewahren, bis die Klinik sich meldet wann es einen OP-Termin gibt.

Wir hatten uns am Abend Essen kommen lassen und gemütlich im Wohnzimmer zusammen gesessen und einfach nur geredet…das tat uns Dreien gut….meine Schwester versucht sich ihrer Angst zu stellen, indem sie wieder und wieder darüber redet, meinem Schwager tut es gut, sich überhaupt einmal darüber zu unterhalten, auch über seine Kündigung und auch mir tat das Reden gut.

Reste-Verwertung – schnelle Küche

Die letzten Tage waren für mich viel zu unruhig, also hab ich nur kleine Dinge gekocht, bzw. aus den Resten dann noch etwas zusammen gebastelt

Wie zum Beispiel aus den Resten der Spaghetti mit Tomatensoße vom Vortag. Da hab ich einfach kleine Spaghetti-Nester auf das Backblech gehäuft (mit einer Gabel die Spaghetti aus dem Topf zu kleinen Türmchen gedreht) oben ein kleines Loch hineingebohrt und die Tomatensoße hineingeträufelt und etwas überlaufen lassen und mit frischem Mozzarellascheiben abgedeckt…nach 15 Minuten im Backofen war der Käse geschmolzen und die Nudeln leicht knusprig:

Das ursprüngliche Rezept stammt von meiner Schwester, die zur Stabilisierung der Nudeltürmchen mit Ei und Sahnesoße gearbeitet hatte...das war megalecker - aber ich wollte nur zügig meine restlichen Zutaten vom Vortag verarbeiten.

Was auch immer geht ist Pizza oder Pide...der Hefeteig geht schnell und braucht nur eine gute Stunde  Gehzeit - das Belegen und Backen dauert dann nur noch wenige Minuten. Ein perfektes Mittagessen im Homeoffice:
Aus dem restlichen Spinat m Gefrierschrank, hab ich dann eine Spinatpide mit Fetakäse gemacht . Und aus dem restlichem frischen Gemüse + Mais aus der Pfanne, wurde kuzerhand noch eine Tex-Mex Pide: von dem Klecks Gemüse alleine wäre ich eh nicht mehr satt geworden.

Nach einem traurigen Blick in meine Kartoffelkiste, in der sich noch genau 3 kleine Kartoffeln fanden, hab ich diese dann mit noch ein paar Möhren, Sellerie, Zwiebeln und einer Porreestange zu einer Gemüsesuppe gekocht und eine einsame Kohlwurst, die auch übrig geblieben war, hineingeschnitten.

Etwas ungeschickt war diese spontane Eingebung mit der Wurst. Denn sie kam erst NACH dem Abschmecken der fast fertigen Suppe hinzu und am Ende war das Ergebnis etwas zu würzig…also für meinen Geschmack zu salzig….aber nicht versalzen.

Das Gute ist, alle Reste der letzten Tage sind verbraucht, die Kartoffelkiste ist ganz und der Kühlschrank ziemlich leer…ich kann also wieder einkaufen gehen…

Es steckt der Wurm drin…

…in diesem Fall ist es der Familien-Wurm.

Diese Woche hatte es in sich…meine Schwester soll sich ja in Ruhe auf die Herzkatheter-Untersuchung kommenden Montag vorbereiten…Ruhe halten, nicht aufregen…was aber gar nicht so einfach ist.

Sie hat zwar mit ihrem Arbeitgeber eine Anpassung ausgehandelt, aber der Vertrag kommt nicht, dafür dann der Paukenschlag vor ein paar Tagen, das der Pflegedienst mit einem anderen Pflegedienst verschmolzen wird….der alte Chef wäre damit raus und die Belegschaft soll übernommen werden.

Die vertragliche Anpassung für ihr Gehalt (noch mit dem jetzigen Arbeitgeber) kommt dann doch, aber auf einmal mit einem Kündigungsdatum per 30.11.2022…obwohl es ja zu einer Übernahme der Mitarbeiter Anfang des neuen Jahres kommen soll. Natürlich unterschreibt sie diese Version nicht und bittet erneut um eine Anpassung. Ich weiß nicht, woher die immer ihre Vorlagen haben, aber scheinbar ist da ein Dilettant am Werk. Das Gefühl verarscht zu werden, nimmt auf jeden Fall weiter zu und führt nicht gerade zur Beruhigung.

Und am Freitag ruft mein Schwager mich an….aber ich hab das Privathandy auf lautlos gestellt, weil ich ja im Homeoffice arbeite und höre es nicht…er ruft 7x an, 8x….irgendwann sehe ich die Anrufe und bekomme Panik…

…ich rufe an, erreiche ihn nicht, erreiche auch meine Schwester nicht und dann hab ich endlich meinen Schwager am Rohr…WAS ist passiert?

Wir sind Beide aufgeregt und so verstehe ich es erst gar nicht…er hat versucht meine Schwester zu erreichen, aber die arbeitet, ihm wurde gerade gekündigt und er soll etwas unterschreiben, was er in seiner Aufregung nicht versteht und er weiß jetzt nicht, was er tun soll.

Nach dem ersten Schock, werde ich sofort ruhig und sage in klaren kurzen Sätzen: Er braucht sich zu nichts drängen zu lassen….er soll mir das Kündigungsschreiben per Whatsapp schicken…die Kündigung ist lang, enthält wiele Worte, aber keine Erklärung warum ihm auf einmal gekündigt wird (er arbeitete bis vor kurzem als LKW-Fahrer im Nahverkehr und seit kurzer Zeit ist er ins Lager gewechselt, incl. neuem Vertrag dessen Einzelheiten ich aber nicht kenne).

Was er in der Aufregung des Moments nicht verstanden hat, er soll nur den Erhalt der Kündigung unterschreiben…und genau dazu hab ich ihm auch geraten. Es ist nur die Bestätigung die Kündigung erhalten zu haben…es ist kein Aufhebungsvertrag oder keine Bestätigung das er dem Inhalt der Kündigung zustimmt.

Das beruhigt ihn soweit, dass er die Bestätigung unterschreibt und damit dann endlich das Werksgelände verlassen kann, um nach Hause zu fahren.. Er wird ab sofort freigestellt.

Später haben wird dann noch zu Dritt telefoniert…meine Schwager ist deprimiert und meine Schwester fassungslos…soviel zu „in Ruhe auf die Untersuchung/OP vorbereiten“.

Ich mache Handlungsvorgaben: 1. Montag gleich arbeitssuchend melden / 2. den Rechtsanwalt für Arbeitsrecht anrufen, den meine Schwester ja auch schon bemüht hat.

Mein Schwager ist sehr mundfaul was die Begründungen seines Arbeitsgebers angeht, aber da die Fahrer suchen, ein extrem gutes Wirtschaftsjahr hatten, sogar zusätzliche Boni ausgezahlt haben, kann es m.E. nicht sein, das ihm einfach so gekündigt wird….aber da kenne ich mich einfach zu wenig aus…das hat evtl. aber auch mit seinem Wechsel ins Lager zu tun.

Ich fahre Montagnachmittag ja eh nach Flensburg, um zu sehen wie es meiner Schwester nach der OP geht und da kann ich auch mal einen Blick auf seinen Vertrag werfen. Aber klar ist – da muss ein Anwalt her für eine Beurteilung zur Einreichung einer Kündigungsschutzklage.

Bei der Gelegenheit erfahre ich: meine Schwester hat immer noch keine Patienten-Verfügung geschrieben und ich nötige sie dazu, das auf jeden Fall vor der OP am Montag noch machen – biete ihr eine Art Diktat per Telefon an.

Das Thema drängte sich wieder einmal auf, da ich am Freitag noch erfahren hatte, das eine junge Kollegin (mit Mann und 2 kleinen Kindern) so schnell nicht wieder arbeiten kommt, weil der Mann nach einer unspektakulären OP jetzt wohl zu einem Pflegefall geworden ist…das hat mich entsetzt und zeigt mal wieder, das bei JEDER Operation etwas passieren kann.

So hab ich mich am Samstag selbst noch einmal an meine eigene vorhandene Patientenverfügung gesetzt und mit Hilfe einer Datei vom Bundeministerium für Justiz zur „Formulierungshilfe Patientenverfügung“ noch einmal genauer formuliert….und heute Mittag hab ich dann das Ganze mit meiner Schwester gemacht: ich hab ihr vorgelesen was man wie wählen kann und dann haben wir zusammen mittels der Formulierungshilfe-Datei für sie die Patientenverfügung formuliert…sie hat es per Hand niedergeschrieben…ja das hat gut 1 Stunde gedauert, aber jetzt ist es fertig.

Sie wird das Ganze noch einmal ins Reine schreiben und noch einmal überdenken…aber die 1.Version ist jetzt schon mal unterschrieben und ich fühle mich besser…Mein Schwager und ich müssen doch, im Falle eines Falles, wissen und auch durchsetzen können, was sie möchte und was nicht.

Wer sich dafür interessiert, hier der Link:

Bundesministerium für Justiz

Ich muss zugeben, ist hatte mir diese Woche auch etwas entspannter und ruhiger vorgestellt.

Einfaches Essen und besonderes Nachtgewand

Die kleinen Dinge im Leben bedeuten oft mehr, als die Großen…das merke ich, je älter ich werde.

Letzte Woche gab es bei mir seit langer Zeit mal wieder ein ganz typisches Essen: Fischstäbchen mit Kartoffelpüree und Apfelmus und als moderne Variante dazu: leicht angebratene Möhrchen …Wichtig an dieser Kombination ist jedoch das frische Kartoffelpüree mit dem Apfelmus..

Die Fischstäbchen mache ich schon seit vielen Jahren nicht mehr in der Bratpfanne, sondern im Backofen, bzw. mittlerweile in der Heißluft-Fritteuse. Warum ich sie aber schon so lange gar nicht mehr gemacht habe, weiß ich gar nicht genau.

Jetzt war es mal wieder soweit und wie das geschmeckt hat…Vor allem auf den neuen Tellern angerichtet, sah es auch toll aus….und wie früher, hab ich natürlich gleich die gesamten 15 Fischstäbchen zubereitet und die restlichen noch am nächsten Tag kalt gegessen.

….

Und noch ein Thema begleitet mich seit mehreren Wochen in Bezug auf ein besonderes Kleidungsstück, das normalerweise keine große Beachtung erhält: Meine alten Schlafanzughosen lösen sich auf….der Baumwollstoff zerfällt so langsam in seine Einzelteile…und auch die kleinen, händischen Ausbesserungsarbeiten können nicht verhindern, dass der Stoff dünner und dünner wird und sich auflöst. Das liegt nicht an der Qualität des Stoffes, sondern daran das, ich sie schon sehr alt sind.

Neuere Modelle hab ich als nicht bequem und einengend schon längt wieder aussortiert…nur die beiden Alten nicht…die sind immer noch da…verschiedene Versuche sie gegen Neue auszutauschen, scheiterten bisher:

  • entweder es passt der Schnitt, aber der Stoff ist ein Mischgewebe oder Baumwoll-Jersey, was ich gar nicht leiden kann.
  • oder es handelt sich um 100% Baumwolle und der Schnitt passt so einigermaßen, aber dann hat es einen Gummizug der fest mit dem Bündchen verbunden ist und sich nicht entfernen lässt, ohne das gesamte Kleidungsstück zu zerstören..Gummizug an Bauch und Hüften sind nichts für mich….
  • hab ich dann endlich einen Hose ohne Gummizug gefunden und ist auch wirklich ohne Elastan und sonstige Beimischungen, dann ist garantiert die Beinweite schmal zulaufend oder gar eng anliegend….
  • Eine Alternative hab ich sogar jetzt im Schrank…allerdings gibt es hier ein engzulaufendes Bündchen an den Knöcheln, das ich wenig elegant einfach aufgerissen habe…wer das im Keller auf der Leine sieht, muss auch denken, ich bin eine arme Frau

Aber meine Lieblingshosen sehen durch den dünnen, mittlerweile teilweise abgeschabten und löcherigen Stoff auch nicht besser aus. Ich hätte nicht gedacht, wie schwer es mir fällt, diese einfachen Kleidungsstücke zu ersetzen. So bin ich auf die Idee gekommen im Internet nach Herren-Schlafanzughosen zu suchen und bin fündig geworden…aha – interessant…warum gibt es die zwar noch für Männer, nicht aber mehr für Frauen?

Na egal – 2 Stück sind jetzt bestellt – mal sehen ob das tatsächlich eine Alternative ist…es wird Zeit…eine der Hosen hab ich heute schon mal vorm Mülleimer deponiert…noch liegt sie nicht drin…sollte sie aber.

Ich wollte aber warten bis die Neuen angekommen sind..obwohl das für diese Eine keine Bedeutung mehr hat…die kann ich gar nicht mehr tragen…denn spätestens beim nächsten Waschen bleibt nicht mehr viel von ihr übrig.

…

Diese Zeilen hab ich gestern Nachmittag geschrieben und heute Morgen kam die Lieferung und …und….die neuen Schlafanzughosen sind super…, perfekter Stoff, perfekte Beinform, jaaa etwas länger und auch etwas weiterm als bei der Größe gedacht (ich kenne mich eben nicht so gut mit Herren-Größen aus,das nächste Mal würde ich die nächst kleinere wählen) – aber eigentlich sind die genau so, wie ich es mag – lieber übergroß…daher ziemlich Perfekt!!

Wie kann ich aus einer ordinären Schlafanzughose nur einen so langen Beitrag schreiben?…ja die Frage stelle ich mir tatsächlich selber. Antwort: weil mir alles, was mit meinem Wohlbefinden um gut Schlafen zu können, zu tun hat, sehr wichtig ist…und dazu gehört nicht nur die richtige Matratze, das richtige Bettzeug und die richtige Temperatur im Raum, sondern auch das, das ich in der Nacht am Leib trage…Alles gehört hier zusammen, um meinen perfekten Schlaf zu bekommen.

Nun liegt die eine Alte tatsächlich im Mülleimer…die Andere…also…. die liegt noch im Schrank…also ähm, die kann ich doch noch ein paar Mal tragen…die Neuen müssen ja eh erst mal gewaschen werden…und so ein paar Wochen geht es doch noch bis sich auch diese vor meinen Augen auflösen…

Jetzt ist es soweit…

…die AKN informiert über den Ausbau der Privatbahn, die hinter meinem Balkon entlangfährt.

Schon seit dem Frühjahr weiß ich, das es noch in 2022 losgehen wird…nur wann, war mir nicht klar. Baustart hinter dem Haus beginnt jetzt am 01.12.mit dem Fällen aller Bäume, die zwischen den Grundstücken der Wohnanlage und der vorhandenen Bahnstrecke stehen…denn die Strecke wird nicht nur von 1 auf 2 Spuren erweitert, sondern vor allem auch „elektrifiziert“ und dafür müssen Oberleitungsmasten gebaut werden…ohne Bäume, die im Weg stehen.

Mit anderen Worten, die gesamten Baum- und Buschreihen, die mich bisher von der tiefergelegenen Bahntrasse und den Häusern auf der gegenüberliegenden Seite, schützen, fallen weg…kein Lärmschutz mehr und vor allem auch kein Sichtschutz…die gemütliche Abgeschiedenheit meines Balkons (und auch die meiner Nachbarn natürlich) fällt weg.

Das hat mich am Freitag dann noch vor dem grippalen Infekt umgehauen.

Ja klar soll da stattdessen irgendwie ein halbhoher Erdwall hin kommen…allerdings kein Lärmschutzwall, wie auf anderen Teilabschnitten….und ob es jemals wieder so gemütlich wird, wie vorher, weiß ich nicht. Ab dem 16.01.23 wird die Strecke voll gesperrt und soll bis August 2023 gesperrt bleiben. Während der achtmonatigen Sperre, werden also die Bäume gefällt, die Bahn-Stationen verlängert und erhöht, die Gleise 2spurig ausgebaut, Brücken erweitert und die Oberleitungsmasten errichtet.

Laut AKN-Zettel: „Leider müssen Sie mit einer erhöhten, jedoch unvermeidlichen Lärmbelastung durch das Baugeschehen rechnen…“ Ja das ist klar – mich interessiert aber eher, wie hoch die Lärmbelästigung NACH dem Umbau sein wird…denn das wird ja dauerhaft bleiben….Aber auch die Nachbarn die sich den Umbau im Rathaus damals angeschaut haben, konnten mir nicht sagen, wie das mit dem Erdwall werden wird.

Klar ist aber, durch den 2spurigen Ausbau der AKN, die dann später als Verlängerung der Hamburger S-Bahnlinie S21 weitergeführt werden soll, kommt es durch eine kürzere Taktung der Züge, zu mehr Bahnverkehr in beiden Richtungen.

Na ja – ich kann es ja eh nicht ändern und muss abwarten, was geschieht.

Von Geräuschen und Sorgen

Donnerstag ging es dann wieder mal ins Büro….so langsam gewöhne ich mich an den neuen Kollegen…und der Controller hat ihn auch schon auf meine Besonderheit in Bezug auf Geräusche hingewiesen.

Der Neue hatte zwar sein Headset auf, trotzdem konnte ich (selber mit Headset auf den Ohren) jedes Wort hören, dass sein Gegenüber zu ihm sprach. Mit dem Hinweis, das ich jedes Wort aus seinem Headset hören konnte, bat ich um eine leichte Reduzierung der Lautstärke im Kopfhörer, und da kam dann die Info von ihm, das ihn der Controller bereits über mein ausgeprägtes Hörvermögen informiert hatte und auch darüber, dass ich auf Lautstärke nicht so gut reagiere.

Ich hab ihm versucht das zu erklären und er war auch sofort bereit, die Lautstärke in seinem Hörer anzupassen…ich versuche also seine ständigen Schlürfgeräusche beim Kaffeetrinken zu akzeptieren, solange ich seine Gespräche aus dem Headset nicht mithören muss ….es ist ja nicht so, als ob ich jedem jedes Geräusch verbieten wollen würde…okay würde ich zwar gerne – kann ich aber nicht…jeder Mensch macht nun einmal normale Geräusche, die ich eben überlaut wahrnehme..aber dafür hab ich ja mein eigenes Headset, welches ich auch oft nutze um ruhige Musik zu hören, damit ich meine Aufmerksamkeit auf andere Dinge fokussieren kann.

Normalerweise lasse ich mein privates Handy während der Arbeitszeit unangetastet…aber meine Schwester hat momentan Redebedarf…wir haben also öfter gechatted und telefoniert (dazu verlasse ich immer unser Büro uns suche mir ein leeres Büro).

Sie hat nach dem Schreiben ihres Anwalts an den Arbeitgeber nun ein erneutes Gespräch mit ihrem Chef gehabt. Sie bekommt zwar immer noch nicht das, was der Tarifvertrag für ihre Betriebszugehörigkeit eigentlich vorschreiben würde, aber dafür 2 Sonderzahlungen und die Zusicherung im nächsten Jahr bei der nächsten Anpassung entsprechend berücksichtigt zu werden. Sie hat das akzeptiert und ich kann sie verstehen. Zusammen mit der bisherigen Gehaltserhöhung und den Sonderzahlungen steht sie schon mal ganz gut da, ohne den Arbeitgeber verklagen zu müssen..das möchte sie auf keinen Fall, immerhin möchte sie auch noch die letzten Jahre bis zur Rente dort arbeiten.

Das Gespräch hatte noch einen weiteren Teilnehmer, so das es einen Zeugen für die Vereinbarung gibt…was ich für nicht unwichtig halte. Andere Kolleginnen haben die neuen Verträge wohl inzwischen klaglos unterschrieben, so ist meine Schwester eine der Wenigen, die sich zur Wehr gesetzt hat.

Die erneute Anpassung kam wohl auch zustande, weil sie bei der Pflegedienstleistung schon mal erwähnt hat, also falls das Gehalt so bleibt, würde sie eben weniger oft freiwillig in Notsituationen aushelfen…weil das ja überhaupt nicht im Gehalt berücksichtigt wird, wie oft sie ihre Freizeit und Erholung opfert, um bei der angespannten Personaldecke auszuhelfen.

Prima – also eine Sorge weniger – nur um einen Tag später gleich die nächste Hiobs-Botschaft aus Flensburg zu bekommen….meine Schwester war beim Kardiologen und Ende des Monats bekommt sie eine Herzkatheter-Untersuchung bei der gleichzeitig einen oder mehrere Stents gesetzt werden sollen um wohl natürlich verengte Blutgefäße zu erweitern bzw. offen zu halten. Diese Operationen gelten als Routine-Eingriff.

Was ich nicht wusste, bei Frauen wird das meistens über die Handvenen und nicht über die Leisten-Venen gemacht. Klingt Beides nicht so prickelig…und natürlich mach uns das allen Dreien Angst…in unserer Familie sind Herzprobleme leider sehr ausgeprägt…egal welche Familienseite man sich anschaut. Aber sie ist ja sonst körperlich fit, bewegt sich viel und ernährt sich ziemlich ausgewogen um auch den Diabetes in Schach zu halten ohne Insulin spritzen zu müssen.

Hmmm meine eigene Untersuchung beim Kardiologen ist ja erst in 3 Monaten…wohl ist mir bei den Aussichten mit meiner Schwester in Bezug auf meine eigene Untersuchung ja gar nicht…aber immerhin hatte ich bei der letzten Untersuchung (noch in Frakfurt vor 3 Jahren) die info, das ich keine angeborenen Verengungen habe und auch sonst alles gut aussah, eben bis auf die angeborene „Anomalie“, die zu Herzrhythmus-Störungen führen kann. Aber jetzt geht es erst einmal um sie – nicht um mich….ich bin also immer noch im Sorgen-Modus

Winteressen – Gulasch

Mit dem Absinken der Temperaturen in Richtung 0 und darunter, kommt bei mir wieder der Wunsch nach klassischen Winter-Gerichten hervor. Und was bietet sich da als Erstes an? Ein klassisches Gulasch. Schon seit einigen Wochen weiß ich, dass ich davon nichts mehr im Gefrierschrank habe – nun wird es also Zeit für einen großen Topf voll Gulasch – ähmm oder einen vollen Bräter..denn ich mache es schon seit Jahren im Backofen.

Nach Feierabend im Homeoffice bin ich Mittwoch also losgezogen und habe je 1,5 kg Rind- und Schweinefleisch eingekauft, dazu noch knappe 2kg Gemüse: frische Paprika, Zwiebeln, Pilze frisch und aus der Dose.

Immer noch hab ich keine Bräter für den Induktionsherd, musste also alles etappenweise in einem großen Topf anbraten und anschließend in den Bräter umschütten…um dann das Ganze im Ofen für 1,5 Stunden kochen zu lassen, Danach alles noch einmal abgeschmeckt und die Pilze dazu gegeben:

Der Bräter blieb nun die ganze Nacht im heißen, aber jetzt ausgeschalteten Backofen und am nächsten Morgen war es immer noch warm und alles war zu einem wunderbaren Eintopf zusammengegart. Das Fleisch war wunderbar mürbe und durch den geschlossenen Deckel blieb aller Geschmack im Bräter…jetzt musste nur noch die Soße angedickt werden.

Wer sich Sorgen um die verkochten Vitamine im Gemüse macht: das stimmt zwar – aber lecker ist es auf jeden Fall…das ist ein Winter-Wohlfühl-Essen.

Aus dem vollen Bräter hab ich dann sehr viele 1-2er Portionen abgefüllt und eingefroren. Und die erste Portion gab es gleich mittags mit gekochten Nudeln…