Urlaub – harte Arbeit

Also dieses Jahr muss ich mir meinen Urlaub echt hart verdienen…

Schon seit Wochen bereite ich im Job meinen Urlaub vor…bei jedem Arbeitsschritt denke ich schon an den Monats/Quartalsabschluss, arbeite parallel  in den verschiedenen Buchungsmonaten (wo es schon möglich ist) ….Bereite meine Mädels auf alles vor, versuche sie bestmöglich zu stärken, das sie sich NICHT stressen lassen und auf alles vorbereitet sind. Versuche die unausweichlichen Fragen meiner Chefin  für die Jahresplanung im Juli vorauszuahnen und auch schon die Antworten zu geben.

Und seit dem 1. Juli arbeite ich wieder seeehr lange zwischen 10 und 12 Stunden am Tag. Heute war Monatsabschluss…und da ich nur noch Morgen da sein werde, muss dann der Quartalsabschluss auch fertig sein.

Das hindert meine Kollegen und Chefs allerdings nicht daran, mich mit allem Möglichen zu behelligen…und so wird die Zeit immer knapper…aber so langsam kommt alles in die richtigen Bahnen. Ich sehe  Land…also das Wochenende ….

Und wenn der Tag Morgen vorbei ist, dann ist es endlich geschafft…DANN hab ich 3 ganze Wochen Urlaub.

DREI ganze Wochen…seufz….mein Süßer kommt auch Morgen nach Hause …und am Sonntag geht es schon los…mit meinem neuen Auto…nach Sylt.

Ohhhh ich freue mich so darauf.

Job und Leben

Am 1. April 2016 hab ich 10jähriges gefeiert. 10 Jahre  arbeite ich nun schon für diesen Konzern. Dabei wollte ich bereits nach 3 Tagen unbedingt wieder weg. Ich fand es fürchterlich.

Aus einer Position mit viel Verantwortung und 130%igem Einsatz, war ich auf einmal auf einem Posten der nur ca. 4 Tage im Monat etwas Arbeit bot. Den Rest der Zeit wollte mir aber niemand etwas Arbeit abgeben und schon gar nichts erklären.

Ich war definitiv fehl an diesem Platz, da weder mein Engagement, noch mein Fachwissen benötigt wurde. Da meine Fragen auch etwas unfreundlich abgewehrt wurden, habe ich auch das Reden eingestellt….und habe mich zu Tode gelangweilt.

Eine schreckliche Situation…blöde Umgebung, blöder Job…. Erst ein paar Monate später bekam ich die Anfrage aus einer anderen Abteilung ob ich nicht helfen könnte…das hat es dann leichter gemacht.

Und nach ca. 1 Jahr bekam ich das Angebot in eine Schwestergesellschaft zu wechseln, die gerade im Aufbau war….und genau hier war ich richtig. Genau mein Ding….Aufbau-Arbeit, Strukturen schaffen…herrlich. Viel Arbeit….viiiiiiiieeeel  Arbeit und eine große Herausforderung.

Jaaa und nun sind insgesamt 10 Jahre vergangen und aus der anfänglichen Aufbauarbeit, die insgesamt fast  7 Jahre dauerte…. Ist inzwischen ein großes Unternehmen, mit 3 Gesellschaften geworden, welches sich vorbildlich in den Konzern integriert hat.

Inzwischen sind wir so gut organisiert und strukturiert, das wir sogar zertifiziert sind…und  wir sind in ein starres Korsett der Muttergesellschaft gezwängt in dem die Anwälte mehr zu sagen haben, als andere Abteilungen und  aus unserer anfängliche Stärke der schnellen Entscheidungen in flachen Hierarchien und der abteilungsübergreifenden Arbeit ist  inzwischen ein so großer Apparat geworden, das es mir manchmal wie eine Behörde vorkommt. Alles muss dokumentiert sein, alles muss beweisbar sein….vorbei die Zeiten wo man pragmatische Lösungen gefunden hat, für Dinge die einem auf Zuruf aufgetragen wurden. Unsere Flexibilität und Schnelligkeit war ein enormer Vorteil.

Trotzdem liebe ich den Job. Nach all der Aufbauarbeit in vielen Jobs, habe ich hier endlich den Aufbau überstanden….habe mein eigenes Büro und Mitarbeiter die einen Teil der Arbeit machen. Endlich hab ich mal Zeit und bin nicht nur gehetzt und gestresst. Meine Chefs, Kollegen und Mitarbeiter vertrauen mir….

Und mit Erschrecken erkenne ich das ich inzwischen schon 30 Jahre arbeite….ununterbrochen….mit Ausnahme des einzigen Monats in meinem Leben, in dem ich Unterstützung vom Arbeitsamt benötigte…und das ist auch schon wieder 13 Jahre her….

Wer will schon arbeiten?

Mein Arbeitstag heute war der 1. Seit 1,5 Wochen und noch beim Aufstehen war ich davon überzeugt, das wird ein ätzender Tag. Ich hatte überhaupt keine Lust, weder auf´s Arbeiten, noch auf die Kollegen…keinen Bock auch nur etwas vom Umzug usw. zu erzählen.

Ich wollte einfach nur meine RUHE…nichts tun, nicht reden, entspannen….einfach nur still in der Ecke sitzen.

Auf der anderen Seite wusste ich genau, ich brauche geregelte Abläufe und es wurde langsam Zeit wieder Normalität in meine Tage zu bekommen.

Und genau das war das Schlüsselwort. Meine leicht missmutige Stummheit musste ich recht schnell runter schlucken, denn meine Mitarbeiter und Kollegen wollten natürlich wissen, wie war mein Urlaub, wie war der Umzug …und ich musste ja auch wissen: wie ist alles gelaufen? Wo gab es Probleme?

Und so kam es das ich recht schnell wieder zu meiner „normalen“ Tagesform zurück gefunden habe. War locker und es hat mir auch alles wieder Spaß gemacht: die Arbeit, die Kollegen und überhaupt.

Nach 9,5 Stunden war dann für heute Schluss und mit dem Gefühl eines befriedigenden Tages bin ich nach Hause gefahren….

Na also, nichts ist so wohltuend, wie ein geregelter Tagesablauf.

 

Aufgetaucht

Aufgetaucht aus den Tiefen meiner Arbeit, hole ich gerade mal wieder Luft….und wundere mich, das sich auch in diesem Jahr die Welt weiter gedreht hat.

Die gesamt Weihnachtszeit, Neujahr und dann bis zum 10. Februar war ich fast ununterbrochen mit meinem Job beschäftigt. Jedes Jahr ist das die Zeit, in der ich unzählige Überstunden anhäufe und mich körperlich verausgabe….fehlende Pausen sind dabei das größte Problem.

Aber auch in diesem Jahr war klar, ich schaffe das. Und in diesem Jahr war alles wesentlich leichter, als in den Vorjahren. Immerhin hab ich ½ Arbeitskraft mehr und es gab KEINE unvorhergesehenen Schwierigkeiten. Alles war schon einmal da und damit waren die Abläufe auch bekannt…. Das Schlimmste war eigentlich das meine Chefin immer noch im Mutterschutz war….

Soooooo, das ist also geschafft und ich bin zufrieden so wie es gelaufen ist.