tolles Treffen

Nach einer weiteren guten Nacht in dem Hotel, hab ich alle meine Sachen gepackt und wieder im Auto verstaut….Heute ging es zum Frühstück zum Rentner+seiner Frau….die wohnen ca. 40km außerhalb von Frankfurt in einem kleinen Ort.

Die Beiden waren ja erst vor 2 Monaten bei mir, auf dem Rückweg vom Urlaub an der Küste…und jetzt sehen wir uns schon wieder. Das sind im Laufe der letzten Jahre richtig gute Freunde geworden und ich freute mich auf das Treffen. Wir telefonieren ja sehr regelmäßig miteinander und trotzdem gibt es immer etwas zu erzählen.

Mit den Beiden ist es so herrlich unaufgeregt, so entspannt und lustig…wir haben viel gelacht. Der Vormittag verging wie im Fluge. Gegen 14 Uhr hab ich mich dann auf den Heimweg gemacht…und dieses Mal lief die Fahrt unkompliziert und ohne Umwege, so das ich nach 5,5 Stunden wieder in meiner norddeutschen Kleinstadt ankam. Endlich wieder zuhause.

Damit hätte mein 3 Tage-Auswärts-Urlaub eigentlich enden können…den Rest der Zeit wäre ich gerne allein zuhause geblieben…das wäre definitiv besser für mich gewesen.

Leider hatte ich mich dazu hinreißen lassen, mich mit meiner Schwester zu verabreden…immerhin hat sie 3 Wochen Urlaub, einen Mann der z.Z. in der Reha ist und sie hat auch keine Mittel und auch keine innere Ruhe, jetzt alleine irgendwohin in den Urlaub zu fahren. Sie ist auch noch nie alleine in den Urlaub gefahren. Also hatte ich angeboten, ich komme sie für 1-2 Tage besuchen, und würden dann zusammen mal wieder Radfahren und auch mal wieder nach Rømø zum Schwimmen fahren.

Kommunikation von Höcksken auf Stöcksken

Meine Arbeitswoche war schön…schön ruhig an den Homeofficetagen, schön kommunikativ und wenig produktiv am Mittwoch im Büro und schön produktiv an den folgenden Tagen im Büro.

Mittwoch saßen der Controller und ich wieder einmal zusammen im Büro. Es ist mehrere Wochen her, dass wir uns gesehen haben und so blieb auch nur wenig Gelegenheit miteinander zu plaudern…erst war er im Stress, dann krank, dann wieder im Stress, dann war ich krank, dann er im Urlaub….so und jetzt sitzen wir letztmalig als 2er-Team zusammen im Büro. Ab der nächsten Woche sind wir dann zu Dritt.

Wir hatten also viel zu besprechen und haben uns ausgiebig unterhalten: über den Job, die Zukunft mit dem neuen Kollegen, unsere Sitzplatz-Situation, über seinen Urlaub, seine Frau und die Kinder, über Sinn- und Jobsuche der Jugendlichen, über die Lage in der Welt, die Pandemie, über Aktienanlagen, über Atomstrom und -bomben, über (essbare) Pilze, über Inflation und Klimawandel und Wanderurlaub in den Bergen, über italienisches Essen und den Gardasee…also eigentlich über Gott-und-die Welt.

Im Ruhrpott sagt man dazu: Wir kamen von Höcksken auf Stöcksken.

Das hat vor allem Spaß gemacht, weil wir Beide in Redelaune waren und wir auch die Zeit dazu hatten….Effektiv habe ich zwar nur sehr wenig gearbeitet…aber das musste auch mal sein. Im Homeoffice bin ich dafür ja meistens extrem produktiv, weil ich so gar keine Ablenkung habe.

Aber auch die restlichen Tage im Büro waren super. Was vor allem an den anwesenden Kollegen lag, mit denen ich mich sowieso gerne unterhalte… alles lief entspannt und es gab auch einiges zu Feiern.

Ich hab es aber geschafft alle meine Quartalsabschlüsse bis Freitagmittag fertig an die Zentrale zu melden und bin dann auch zügig ins lange Wochenende gegangen.

Donnerstagabend hatte ich ein Telefonat mit einem Ex-Kollegen aus Hessen….wir schreiben in großen unregelmäßigen Abständen mal eine Whatsapp-Nachricht und seine Letzte beinhaltete viel Frust. Kernaussage: Es wird alles nicht besser – sondern immer chaotischer. Damit meinte er seine Arbeit…und er leitet eine inzwischen auf 8 Personen angewachsene technische Abteilung. Er war sich unsicher, ob ich den Arbeitskram überhaupt noch hören möchte, also schlug ich vor doch mal wieder zu telefonieren, das letzte Mal ist bestimmt schon ein Jahr her.

Und so hab ich mal wieder ein paar Neuigkeiten aus der alten Firma erfahren und wie es sich für ihn anfühlt. Wir hatten uns schon vor meinem Weggang über die Konzernstrukturen und die Ignoranz mancher Abteilungen aufgeregt. Für ihn hat sich zwar einiges verbessert und er ist glücklich mit seinem Team…aber die Kommunikation mit den anderen Abteilungen und den anderen Firmen innerhalb des Konzerns ist genauso schlecht, wie früher…hinzu kommen jetzt akute Personalprobleme in den Handwerksbetrieben, mit denen er schon seit Jahren gut zusammenarbeitet. Jetzt rächt es sich, dass der Konzern immer auf externe Handwerker gesetzt hat, anstatt intern eine eigene Abteilung für diesen Bereich aufzubauen. Denn wenn diese spezialisierten Handwerksbetriebe keinen Nachfolger finden, dann wird so ein Betrieb eben geschlossen, sobald der Inhaber in Rente geht…da kann die Auftragslage noch so gut und gesichert sein…es muss auch Menschen geben, die das ausführen können.

Vor allem kritisiert er die extrem schlechte Kommunikation mit „meiner“ Abteilung….und er vermisst meine strukturierte Arbeitsweise und die enge Abstimmung zwischen uns, die es unseren beiden Abteilungen ermöglichte, reibungslos zu funktionieren. Wie ich es schon befürchtet hatte, ist im Anlagevermögen inzwischen das reinste Chaos ausgebrochen und die neue Chefin kümmert sich nicht. Das tut mir zwar leid für ihn und für all die Zeit, die ich da reingesteckt habe, als ich diese Aufgabe einem Teammitglied übergeben habe…aber es tritt mich nicht mehr…dazu bin ich inzwischen zu weit entfernt.

Wir haben fast 1,5 Stunden telefoniert und auch über andere Themen gesprochen…und wieder einmal freue ich mich über meinen gelungenen Absprung aus diesem Stressjob. Ich bin mehr als zufrieden mit meinem jetzigen Leben und vermisse das alles gar nicht…bis auf 2-3 Kollegen, wie den, mit dem ich gerade telefoniert habe.

Normalität und Veränderungen

Mein Arbeits-und Lebensrhythmus pendelt sich langsam wieder ein….es ist eine neue Normalität aus den letzten 2 Pandemie-Jahren heraus entstanden und auch aus den insgesamt fast 3 Jahren, die ich hier lebe. Und ich finde es auch deshalb erwähnenswert, weil ich erst jetzt, wo ich mich wieder kraftvoll und gesund fühle, merke wie gerne ich auf diese Art und Weise lebe.

2 Tage Homeoffice, 1 Tag zusammen mit dem Controller gemeinsam im Büro, 2 Tage alleine im Büro. An den Homeoffice-Tagen gehe ich Morgens wieder walken…an den Bürotagen eben Abends…oder auch mal gar nicht.

An den Wochenenden sitze ich morgens früh auf dem Balkon (auch jetzt bei 10 Grad ) und schaue den Meisen, Dompfaff und einem Rotkehlchen an den Futterstellen zu, während ich mit Jacke und Decke und meinem obligatorischen dampfenden Kaffeebecher die Morgenstille genieße.

Diese Arbeitswoche war richtig gut….viel zu tun, viel zu klären und zu erklären…ich hab telefoniert, gemailt, gechattet, war in Teams-Meeting und hab im Büro unglaublich viel gequatscht, gelacht und mich ausgetauscht und das nicht nur beruflich. Es war mal wieder die richtige Zeit dafür, weil ich aktuell eine sehr kommunikative Phase habe….das muss ich nutzen….das ist ja nicht immer so bei mir.

Unsere GF-Assistentin meinte dann auch zu mir, dem Controller würde es gut tun, das wir jetzt wieder einen Tag in der Woche zusammen im Büro sitzen und ja, es war spürbar…überhaupt sind wieder mehr Kollegen im Büro und eine positive Stimmung zieht durch die Räume…es geht wieder voran.

Mitte der Woche hat mich dann eine Nachricht aus der Firmenzentrale angeschossen…mitten in der recht schwierigen Phase der Terminfindungen für alle Halbjahres-Abschlüsse im FastClose (allein das ist schon nervenaufreibend genug) hab ich erfahren, das meine liebste DK-Kollegin gekündigt hat und bereits Ende des Monats geht. Neeeiiiiiiiiiiiin – heul….nicht auch noch sie.

Bereits bei unserem Besuch im letzten Jahr und seitdem immer wieder, haben wir darüber gesprochen, wie sehr sie sich überlastet fühlt, das sie immer mehr Firmen bekommt und an jede Firma immer mehr Anforderungen gestellt werden. Das merke ich ja auch selbst….und durch den Weggang anderer Kollegen aus dem Controlling-Department und Neue die angelernt werden müssen, ist es auch immer unruhig. Und die Sitzplatz-Situation in der Zentrale ist auch schlechter geworden, was wohl auch Spuren im Miteinander hinterlassen hat.

Bei meinem Besuch vor ein paar Wochen hab ich sie gefragt, ob sie denn jetzt endlich ein paar Firmen an die Neuen Controller abgeben konnte…da hat sie mit dem Kopf geschüttelt und weil alle anderen drumherum saßen, wollte sie auch nicht weiter darauf eingehen….sie schaute nur sehr traurig.

Nun hat sie einen Job gefunden, mit weniger Stress und mehr Gehalt….und sie ist mit Anfang 30 noch jung und ich gönne ihr einen tollen Job in toller Atmosphäre mit einem schönen Leben. Ich weiß ja nur zu gut, das ein Wechsel immer auch die Möglichkeit ist, sein Leben zu verbessern…und sei es das man eingefahrene Strukturen und eigene Verhaltensweisen anpassen kann…das geht eher, wenn man woanders neu startet.

Sie meinte auch, sie wird mich vermissen…noch bevor ich es aussprechen konnte….seufz ich hab so viel von ihr gelernt und ich mag ihre ruhige und konzentrierte klare Arbeitsweise und unsere kleinen Unterhaltungen über Gott und die Welt..aaach menno.

An der steigenden Fluktuation und den vielen Neu-Einstellungen, den vielen neuen Standorten in Europa und einer großen Beteiligung an einem weiteren Konzern, merkt man, das sich das Wesen der Firma verändert.

Ich hab gerade noch die Ausläufer der Mittelständischen Unternehmer-geführten Firmengruppe mitbekommen, wo eine ganz besondere familiäre Arbeitsatmosphäre herrschte, jeder jeden kannte, egal an welchem Standort. Aber dieser „Spirit“ des Aufbruchs und Wachstums, weicht mehr und mehr einer bemüht funktionalen Konzernstruktur, die zu schnell wächst und ihre Mitarbeiter auf diesem Weg nicht adäquat mit nimmt. Ich schreibe „bemüht“ weil die Strukturen zwar das sein sollen…aber es hakt noch überall an den Schnittstellen.

Zum Glück ist das bei uns im Hamburger Büro noch nicht ganz so stark spürbar…und wir scheinen überhaupt wieder etwas mehr zusammen zu rücken.

Was mir zusätzlich viel Spielraum und das Gefühl von Unabhängigkeit gibt, ist, das ich fachlich von den anderen abgekoppelt bin…d.h. die Firmen die ich buchhalterisch betreue, haben mit dem Hamburger Büro nichts zu tun und organisatorisch bin ich ja zu 100% an die DK-Firmenzentrale angeschlossen….aber gleichzeitig weit genug davon entfernt. Ich befinde mich also in einer komfortablen Situation, aber auf gute und nette Kollegen in der Zentrale bin ich schon angewiesen, weil wir ja zusammen arbeiten müsssen…

….und hier ist es extrem schade, das ausgerechnet diese Kollegin geht….aber das Leben ist kein Ponyhof….außer man kümmert sich selber darum und macht das Beste daraus….und genau das macht sie jetzt….und ich? – Ich finde mich mit der Gegebenheit ab (kann es ja nicht ändern) und mache meinen Job weil er mir Spaß macht und hoffe das Vorort schnell eine neue nette Kollegin oder Kollege gefunden wird….

erst schlechter – dann besser

So, heute gibt es mal keine Tirade über das, was bei uns im Büro gerade abgeht….nicht das heute alles gut gelaufen wäre, ganz im Gegenteil…es lief mal so richtig schlecht ….hahaha.

Gemäß dem Motto: es muss erst schlechter werden, bevor es besser wird fand ich: nach dem Meeting konnte es gar nicht mehr schlechter gehen und so war jeder kleiner Fortschritt wieder eine positive Entwicklung mit anhaltendem Trend nach oben.

Es hat uns bis zum Mittag zwar viel Zeit gekostet…dafür lief es danach aber wieder ruhig und naja, einigermaßen normal….und ich hab beschlossen, mich wieder meinen eigenen Themen zu widmen und natürlich stehe ich für die Anfragen der übrigen Kollegen weiterhin zu Verfügung…aber von der schlechten Laune des Controllers halte ich mich fern. Da helfen auch die besten Absichten nicht weiter….wenn er nicht zuhört, muss er das eben selber ausfechten.

Ich war am Ende des Tages also zufrieden mit mir und meiner Arbeit und dem was ich heute dazu gelernt habe….dafür wurde heute auf einer anderen Ebene so viel Stress bei mir erzeugt….die seit über einem Jahr vor unserem Bürofenster befindliche Dauer-Baustelle geht langsam in die letzte Phase: Das Bürogebäude steht fertig, aktuell wird drumherum gepflastert.

Den GANZEN Tag war eine Stein-Schneidemaschine im Einsatz…den ganzen Tag das Gejaule …. das war wirklich nerv-tötend. Aber auch so ein Bauarbeiter-Arbeitstag hat irgendwann einmal ein Ende….ab 16 Uhr war es tatsächlich wieder still….und kurz danach hab auch ich Feierabend gemacht.

Ich hoffe jetzt auf noch ein paar Tage trockenes frostfreies Wetter, damit die Pflaster-Arbeiten beendet werden können und dann….. DANN sollte endlich vor dem Bürofenster wieder Ruhe einkehren.

Hurra: Büro-Tag

Misstrauisch bin ich in den Mittwoch gestartet…puhhh zum Glück sind die Kopfschmerzen wieder weg.

Und – Yuchuuuu …. heute ist Officetag….und es waren doch eine Menge Kollegen anwesend (in JEDEM Büro und den Besprechungsräumen) saß eine Person…mehr hätten also gar nicht kommen dürfen und die meisten waren froh, wieder im Büro sein zu können, wenn auch mit Maske….nur von Zuhause aus arbeiten ist eben auch blöd.

Schon interessant ,wie sich die Sichtweise auf den Arbeitsort ändert. Erst waren alle froh, auch „mal“ ins Homeoffice gehen zu können…aber so nach einer Weile kommt bei allen die Erkenntnis: MAL ist wirklich gut und effektiv….aber „größtenteils“ oder „nur“ Homeoffice hat doch auch viele Nachteile.

Jeder macht seine Arbeit, egal wo und wann…aber sich alleine zu motivieren fällt dem Einen oder Anderen schon schwer…vor allem, wenn sie sowieso keinen Zeitdruck bei Ihrer Arbeit kennen oder nur einen sehr vagen Zeitrahmen dafür haben…da fehlen dann die Kollegen um sich gegenseitig zu pushen.

Da geht es uns in der Buchhaltung natürlich ganz anders…wir haben zwar hier auch keinen extremen Zeitdruck (das kenne ich ja gaaanz anders), aber wir haben einen ziemlich klaren Zeitrahmen durch die verschiedenen Abgabetermine für UST, Z4-Meldung, ZM-Meldung, Zahlungsfristen von Eingangs-Rechnungen, Fristen für die Erstellung von Ausgangs-Rechnungen, Cash-Planung zum Monatsende, interne Abgabetermine für alles Mögliche.

Bei uns kommt es nicht so sehr auf kreativen Austausch mit anderen an, sondern um klare Strukturen, um immer für alle Gesellschaften alles zu den jeweiligen Terminen rechtzeitig fertig zu haben. Mit diesem Rahmen fällt es leichter sich zu motivieren, als den Kollegen aus der Projekt-Entwicklung.

Einen Teil des Tages war ich also erst einmal mit ausführlichen Gesprächen beschäftigt, das hat Spaß gemacht ..und trotzdem konnte ich meinen Teil-Ausfall von gestern wieder aufholen. Der November ist bisher sowieso ein eher ruhiger Arbeitsmonat.

Nach Feierabend war ich noch im Altonaer Volkspark, um noch vor und während des Sonnenuntertags meine Walking-Runde durch zu ziehen….Zuhause hab ich nach noch 40 Minuten Kraftsport gemacht….sooo reicht für heute.

Es gibt sie überall

Überall, in jeder Firma, gibt es ganz spezielle Kollegen und überall gibt es das gleiche Tratschen, lästern, sich über den Chef ärgern… Kollegen die einen links liegen lassen oder neugierig versuchen einen  auszufragen.

Die gesamte Bandbreite der menschenlichen Egos  findet man auch in diesem Micro-Kosmos „Job“…..lach…und auch wenn der Personalvermittler meinte: jeder ist in dieser Firma glücklich und zufrieden-..so kann ich nach 3 Wochen sagen: nein- ganz und gar nicht.

  • da sind mindestens 3 Kolleginnen die so absolut unzufrieden sind…womit? Natürlich mit allem: Arbeit ist heute blöde / früher war alles besser / zuviel Arbeit / zuwenig Verantwortung / zu eintönig /ständig Veränderungen. Jede Aktion die nicht rund läuft, wird gleich auf sie persönlich bezogen…na klar: die Chefin hat eine Transaktion entzogen und das führte zu Problemen…jetzt wurde es zurück gedreht…und prompt war jemand der Meinung so eine blöde Chefin, das hätte sie doch wissen müssen…
  •  Dann sind da 2-3 Kolleginnen die ständig  über andere lästern…nicht nur über andere Kollegen, sondern überhaupt. Jede noch so alltägliche Situation wird seziert und über alles wird gehässig hergezogen.
  •  Dann sind da insgesamt 3-4  Kollegen die immer und ständig labern…und bei dem einen frage ich mich, wann schafft er es eigentlich noch dazwischen zu arbeiten…Er hat zu allem und jedem Thema etwas zu sagen und er wechselt die Themen so schnell, da schlackern mir die Ohren…also geistig fit scheint er zu sein…
  •  Dann sind da mehrere Kolleginnen die ständig mit einander flüstern, was bei einem 15köpfigen Team in vier ineinander-übergehenden (also halb-offenen) Räumen auch sehr unauffällig ist
  • Dann sind da die 2-4 Kollegen die nie Lust auf die Arbeit haben, immer müde sind und schon Morgens um 9 Uhr lautstark die Stunden bis zur Pause und bis zum  Feierabend zählen…
  •  Dann ist da die Kollegin die sich unterlegen fühlt und versucht es mit einer leicht überheblichen Art zu überspielen …und dann kommt wieder so ein merkwürdiger Seitenblick: hoffentlich merkt keiner das ich es nicht weiß
  • Dann sind da auch die Spaßmacher…die sich gegenseitig mit dem Blödsinn anstacheln und das auf Kosten der Anderen.

Und dann gibt es in dem ganzen Gewusel tatsächlich noch ein paar wenige Kollegen  die gerne ihre Arbeit machen, die Verantwortung übernehmen, die sich kümmern und die einfach nett und normal sind…mit denen man sich auch ganz normal unterhalten kann.

Wer genau mit gezählt hat wird feststellen das manche Kollegen mehrere der oben genannten Attribute auf sich vereinen…

Die meisten Kollegen gehen auch zusammen zum Frühstück und auch zum Mittagessen…und viele sitzen dann nur stumm vor ihren Handys…und die anderen unterhalten sich…ich kann den meisten Unterhaltungen nicht folgen, denn es sind oft keine ganzen Sätze, sondern oft nur Bruchstücke die sich auf vorherige Unterhaltungen beziehen, die ich nicht mit bekommen habe…lach…das ist nicht schlimm…allerdings ist es für mich nicht so der Hit den Unterhaltungen zu folgen. Aber ich beteilige mich an normalen Unterhaltungen, höre zu…mache Scherze, …erzähle auch von mir,  wenn mich  jemand fragt…frage auch die Kollegen…mit anderen Worten ich unterhalte mich ungezwungen.

Diese gemeinsamen Frühstück- und Mittagessen sind eigentlich nicht mein Fall…aber natürlich ist es gerade in der Anfangsphase nicht gut, sich gleich abzukapseln…also werde ich auf jeden Fall noch ein paar Wochen bei diesen gemeinsamen Essen mit machen… Allerdings würde ich auch gerne wieder mittags spazieren gehen….aber das muss eben bis zum Feierabend warten.

Wenn ich mich selber frage, wie ich mich fühle, muss ich sagen…ich fühle mich gut – denn ich hab echt Glück gehabt mit meinen beiden Schreibtisch-Kolleginnen…

Wenn ich tief in mich hinein lausche fühle ich mich wohl in der Firma, aber eben nicht freundschaftlich verbunden…dafür ist es definitiv viel zu früh… gerade bei mir dauert das sowieso sehr lange. Es überwiegt also eine Art  wohliges Gefühl des Alleine-Seins…aber eben NICHT im negativen Sinne…sondern positiv. Ich hab auch beim Arbeiten eine gewisse Ruhe …man lässt mir meine Ruhe…

Und wenn der Feierabend da ist, dann gehe ich ruhig und entspannt und freue mich auf meine freie Zeit…ich bin auch immer irgendwie beschäftigt….Langeweile hab ich noch keine gespürt.