Los geht`s

…mit der Suche nach einem anderen Job.

Obwohl ich noch vor knapp 2 Wochen davon überzeugt war, es noch eine Weile in der Firma auszuhalten, gab es eine weitere blöde Situation…eine Zuviel  (noch vor dem „Probezeit-Endgespräch“ mit meinen Chefinnen) und so hab ich den Personalvermittler gebeten mein Profil in seiner Firma zu reaktivieren.

  • ich hab meinen Lebenslauf aktualisiert
  • mein Xing-Profil für Recruiter freigegeben
  • mein Stepstone-Profil aktualisiert

Letzten Samstag hab ich dann vier Bewerbungen geschrieben und über die Online-Portale verschickt…und bereits am Montag hatte ich

  • eine Absage
  • eine Einladung zum Vorstellungsgespräch
  • zwei Einladungen von Recruitern zum Telefongespräch (die haben mein Profil gesehen)

Und immer wenn etwas schneller passiert, als ich es erwarte, war ich im ersten Moment geschockt…lach….die Woche im Job war schon anstrengend (Monatsabschluss) und dann noch die Telefongespräche. Solche Erstgespräche dauern ja auch schon mal 1 Stunde…und die Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch in Hamburg musste ich ja auch noch durchziehen.

Ich hab mich also wieder mal auf ein Bewerbungsgespräch komplett in Englisch vorbereitet: meinen Lebenslauf, Berufliche Sachgebiete usw….Nicht das das nötig ist, aber so bin ich bestens auf Fachfragen vorbereitet und gleichzeitig kommt immer ein Gespräch auch auf Englisch und da ich ja nicht weiß für welches Themengebiet hab ich so zumindest alle notwendigen Vokabeln und Phrases schneller parat.

Das Gespräch war lange, fast 1,5 Stunden und es war eine lockere Atmosphäre…ich kann es mir gut vorstellen dort zu arbeiten, mit dem Auto wären es ca.25 Minuten nach Hamburg rein….Parkplätze kann man morgens dort auch noch finden, das Bürogebäude ist neu…es wäre mit der neuen Stelle ein 2er Team in einem Büro…es ist eine moderne Firma, mit einem nachhaltigen Geschäftsfeld,  die zu einem skandinavischen Konzern gehört. Die Eckdaten passen auf beiden Seiten….aber ich bin natürlich nicht die einzige Bewerberin. Aber ich habe gute Chancen in die 2. Runde zu kommen.

Und wenn nichts daraus wird, hab ich immerhin schon mal wieder die erste Hürde genommen…ich habe mich aus der Starre des „man müsste sich mal umschauen“ gelöst und bin aktiv dabei….das ist doch auch schon mal etwas.

Allein diese Perspektive macht mir das weiter arbeiten in der jetzigen Firma leichter…

..to be continued….

 

 

 

 

Suche nach einem Nachfolger II

Zusätzliche Panik bekomme ich bei  den Aussagen meiner Chefin, das die keinen Nachfolger für mich finden….

Ich bin in dieser Woche auch noch dazu aufgefordert worden bei einem der Bewerbungsgespräche die Fachfragen zu stellen…Da der Group-Kollege  (der sonst die Fachfragen stellt) nicht dabei sein konnte… Beide Chefs standen in meinem Büro und haben mich gefragt…vorsichtig gefragt… sie wollten mich ja nicht zwingen, wenn ich nein sage…Aber…….

Nun gut, also hab ich mich auch noch auf das Gespräch vorbereitet….die Dame war gar nicht schlecht und hätte auch gut zu meinem Team gepasst. Warum  die voraussichtlich nicht in die engere Wahl kommt:  „missing seniority“ …ich weiß nicht mal richtig wie ich das übersetzen soll: sie wirkt ihm zu jung für diesen Posten (mit 37 Jahren).

Meine Chefin hat mir zumindest am Freitag zu verstehen gegeben das es gut sein kann, das sie niemanden rechtzeitig finden werden…das ich also niemanden einarbeiten kann und das es sogar sein kann das mein Posten 1-2 Monate unbesetzt bleiben könnte.

DAS macht mir ja mal richtig Angst…ich weiß ja auf welchem Rücken das dann ausgetragen wird: auf dem Rücken meines Teams….genau das wollte ich nicht…aber lieber soll gar niemand eingestellt werden – als  der/die/das Falsche. Es wird also nicht mal eine Zwischenlösung geben – das finde ich persönlich sehr bedenklich.

Jetzt hab ich wieder Magenschmerzen, schlafe schlecht und überlege wie ich mein Team jetzt aufstelle, das es auch ohne mich geht…nur zur Erinnerung ich habe KEINEN regulären 40 Stunden Job und mit vielen Dingen hat mein Team auch nichts zu tun….wie soll ich das denn umverteilen….was ist dringend zu erledigen, was ist wichtig, was kann warten….BOA – so sollte das eigentlich nicht laufen.

JETZT geht es mir richtig schlecht …die Verantwortung liegt bei den Chefs ja….aber ausbaden muss es mein Team. Und  ich? ……ich fühle mich jetzt schuldig meinem Team gegenüber. Na danke auch…

Nun ist mein Ego echt nicht mehr wichtig (hatte ja geschrieben das es meinem Ego gut tut, das ich nicht so leicht zu ersetzen bin, wie alle geglaubt haben)…nun wünschte ich, die würden sich jetzt für einen Kandidaten entscheiden, damit ich noch jemanden einarbeiten kann. Ich möchte nicht das mein Team sich aufreiben muss und die dann auch noch die Lust an dieser Firma verlieren….

 

Das Jahr 2018 ist echter Mist

Was ist das eigentlich für ein Jahr? Nach fast 7 Monaten im Jahr 2018 bin ich dafür, mich auszuklinken und erst im Jahr 2019 wieder hervorzukriechen.

Es ist nicht zu fassen….aber ich bin am Anschlag angekommen..

Anfang des Jahres das übliche Übel des  frühen Jahresabschlusses…kaum war das überstanden ist mein Vater gestorben und gleichzeitig auch noch mein Quasischwiegervater….Gleichzeitig sind im Job aus dem geplanten einem  Großprojekt, 3 Großprojekte geworden und  gleichzeitig musste dafür auch noch sehr schnell und kurzfristig eine neue Gesellschaft aus dem Boden gestampft werden…und das wo ich durch den Nachlass meines Vaters nur wenig Überstunden machen konnte…Die ganze Zeit schwang noch ein paar Monate eine Arbeitsplatzverlagerung  über uns…und als ich  Juni 2 Wochen Urlaub hatte, hat es gerade mal gereicht mich körperlich wieder etwas zu erholen.

Nur seelisch war ich überhaupt nicht erholt und kurz vor Ende unseres Urlaubs hab ich Zuhause gesessen und mich um meine Bewerbungsunterlagen gekümmert…ich hatte beschlossen: so geht es nicht weiter.

Am 1. Tag nach meinem Urlaub hat meine Chefin mich gefragt wie es mir geht und es brach alles aus mir heraus….wenn sich nichts ändert, dann bin ich bald weg….und auf einmal geht es …ich hab die Genehmigung eine weitere Vollzeitstelle zu schaffen und zu besetzen…bereits einen Tag später fingen wir an zu suchen. Dazu immer wieder neue  komplizierte  Verträge, Sachen die wir noch nie hatten,  Arbeitsabläufe werden zwischen den Gesellschaften verschoben….ganze Abteilungen müssen jetzt anders arbeiten, dann der fast zur Normalität gewordene Wahnsinn bei Reihen-und Dreiecksgeschäften mit dem Ausland  die richtigen steuerlichen Konsequenzen aufzuzeigen.

Dann kam die Nachricht – HURRA die Arbeitsplatzverlagerung ist Geschichte….aber noch sind wir nicht ganz raus….und  in letzten Woche ist klar geworden, der Konzern wird umstrukturiert….wir bleiben erhalten – ABER wir werden in einen neuen Konzernteil verschoben…mit jede Menger Konsequenzen…wir müssen  vieles in den Strukturen ändern…und dazu auch noch einen vorgezogen Jahresabschluss per 31.08. machen…die Nachricht bekam ich von meiner Chefin persönlich…so zwischen 2 Bewerbungsgesprächen die ich gerade mit potentiellen neuen Kollegen führe.

Ach ja und im August muss ich 3 Wochen Urlaubsvertretung für eine Kollegin machen, immerhin ist Sommer …da bleibt schon keine Zeit um überhaupt meine normale Arbeit zu bewältigen…

Ich drehe bald durch….Es ist Sommer – und das Leben geht fast an mir vorbei