Wettkampf an den Wäscheleinen und eine kleine Feier

Ach was geht es mir doch (wieder) gut….es ist Wochenende, ich hab keine Pläne, das Wetter ist angenehm (während es in anderen Teilen Deutschlands schon eindeutig heiß wurde, hat der Norden, oberhalb von Hamburg, es mit 21-22 Grad und Wind immer noch richtig gut).

Das Frühstück gab es gestern auf dem Balkon und dort blieb ich mit dem Laptop auch noch ein paar Stunden sitzen, bis es mir eindeutig zu frisch wurde und die erste Waschmaschine war inzwischen auch schon fertig.

Ich fing also an meine Wohnung mal wieder aus der Sicht eines Hausstaub-Allergikers zu putzen…also intensiv….in den letzten Wochen, gab es nur das „normale“ Hausfrauenprogramm, jetzt ging das sportliche Putzen wieder los….in jeder Ecke, unter jedem zugänglichen Möbelstück, auf jedem Schrank, hab ich Jagd auf den Staub gemacht…Hab das Bett frisch bezogen und Berge von Wäsche gewaschen…hab die Wohnung einmal von oben nach unten „shampooniert“,

Alles Putzen blieb aber in einer entspannt lockeren Atmosphäre…also nicht verbissen weil ich musste, sondern weil es mir ein Bedürfnis war und es hat mir gut gefallen zu sehen, wie sich nach und nach auf die gesamte Wohnung ein imaginärer Glanz von Sauberkeit legte.

Im Waschkeller kam es zu einem Wettstreit um die freien Wäscheleinen mit Nachbar Mirko aus dem Nebenhaus, der gerade aus dem Urlaub mit seiner Tochter zurück gekehrt war….immer, wenn ich wieder in den Keller kam, um die nächste Wäsche aufzuhängen, waren wieder ein paar Leinen mehr von ihm belegt…aber ich hab es trotzdem geschafft, alles aufzuhängen.

Ich bin so zufrieden mit dem Samstag, hab meine innere Ruhe und Freude wieder gefunden…ach das ist sooo schön…mein Balkon ist inzwischen eine kleine Grüne Oase geworden….was aber hauptsächlich an den (noch) vorhandenen Bäumen drumherum liegt….wenn die Bäume bald weg sind, werde ich noch mehr größere Balkonkasten anbringen…aber noch ist nicht bekannt, wann die Bäume gefällt werden.

Am Abend hab ich beschlossen nicht selber zu kochen…sondern hab mir Sushi lieferen lassen….und ich war gerade dabei mich durch die köstlichen Leckereien zu futtern, als ich eine Nachricht vom Nachbarn Mirko bekam….der mich zu einer kleinen ungezwungenen Feier mit dem anderen Nachbarn Klausi und einigen Freunden einlud….Das die Beiden feiern, konnte ich unschwer wahrnehmen…es lief schon laute Schlager-Musik, was nicht so meine bevorzugte Musikrichtung ist.

Das war schlechtes Timing, aber ich bin dann später doch noch runter gegangen, hab die gegrillten Würstchen dankend mit Hinweis auf mein eigenes Abendessen, abgelehnt….es waren zwischen 7-9 Personen verteilt auf die 2 Wohnungen der Nachbarn….es war lustig und laut und als ich dazu kam, war der Alkoholpegel bei allen schon ziemlich hoch.

Das war irgendwie eine komische Situation, ich kannte nur 3 Personen dort und die anderen musterten mich ganz ungeniert intensiv …ich hab versucht es zu irgnorieren, war aber irritiert. Aufgrund einiger kurzer Bemerkungen dämmerte es mir dann im Laufe des Abends: Nachbar Klausi und wohl auch Mirko selber, haben wohl allen erzählt, das Nachbar Mirko angefangen hat von mir zu schwärmen und das, obwohl ich mindestens 10 Jahre alter bin, als er selber und da war ich jetzt, wie das Tier im Zoo. Ich mag solche Situationen ja überhaupt nicht.

Hab mich also etwas aus der Schusslinie genommen…es war mir eh etwas zu laut und die meiste Zeit hab ich mich dann tatsächlich auch nett mit dem Nachbarn unterhalten….ich mag ihn, aber mehr ist nicht drin….und ich dachte auch, ich hätte es deutlich klar gemacht, das ich überhaupt nicht an irgendeiner Form von Beziehung interessiert bin,…aber ich bin mir nicht sicher, ob das auch bis zu ihm durchgedrungen ist….zumindest seine Art mich anzuschauen und was er sagte, zeigen etwas Anderes.

Ich hab mich dann gegen Mitternacht verabschiedet und weiß jetzt,das ich entschieden gegensteuern muss, nicht das er sich in etwas verrennt.

Trotzdem war dieser Abend schön…ich hab durch die ungezwungene Kommuniktion auch keine Kraft eingebüßt, wie sonst immer…sondern es war einfach nett. Wobei ich hier „nett“ als audrücklich positive Beschreibung meine..

Nachbar-Plausch

Nachbar-Plausch

Nach den schönen erholsamen Ostertagen hatte ich zuerst einmal ein Motivationsproblem…und durch das Homeoffice bekam ich auch zuerst mal keinen Anschub….ein Glück waren die Meisten eh noch im Osterurlaub und ich konnte mich gaaaaanzzzz laaaaaangsam einigen leicht monotonen Arbeiten widmen: etwas, das keine geistigen Höhenflüge erwartet, still ausgeführt werden kann und bei jeder Gesellschaft auf die gleiche Art und Weise wiederholt werden muss.

Vorteil: das erfordert nichts weiter als die Konzentration auf die Sache – ohne mich geistig wachzurütteln.

Nachteil: So finde ich meinen Arbeitsschwung bestimmt nicht wieder

….und so blieb es auch am Mittwoch. Jaaa ich hab viel geschafft und damit auch schon gut vorgearbeitet…aber es fehlte mir weiterhin der Elan, den auch die Walkingrunden nicht brachten.

Aber dann klingelte es an meiner Tür….

Vor ein paar Tagen hab ich meinen Parkplatz-Nachbarn an den Mülltonnen getroffen….und der ist gut befreundet mit dem Nachbarn aus dem Nebenhaus, mit dem ich vor einiger Zeit mal einen netten Plausch im Waschkeller hatte.

Bei dem Plausch im Waschkeller hatte mich der Nachbar gefragt, ob ich nicht Lust hätte, bei den regelmäßigen Feierabend-Treffen der Beiden mal dazukommen zu wollen. Er hatte mir gleich das Du angeboten und es war lustig mit ihm zu plaudern, also sagte ich ja – sag einfach mal Bescheid wann…dann komme ich gerne.

Dieses Einladung hat nun mein Parkplatz-Nachbarn wiederholt…sie würden sich Oster-Sonntag Treffen und ob ich nicht dazu kommen wolle…da vom Abend die Rede war, sagte ich erst einmal zu…..Einen Tag später fand ich dann einen Zettel in meinem Briefkasten: es sollte bereits Mittags losgehen weil der Grill angeworfen wird ( Momentmal – Grillen ist doch in der gesamten Anlage verboten….ist vielleicht nicht schlecht, mal ein paar Insider-Informationen zu gekommen hihi), dazu noch einmal die schriftliche Bestätigung, das sie sich freuen würden und die Handy-Nummer vom Waschkeller-Plausch-Nachbarn…

Ostersonntag Mittag ging bei mir ja gar nicht, also hab ich nun per Whatsapp absagen müssen…weil terminlich verhindert…..immerhin ist der Sommer ja noch lang…da wird sich schon mal eine Gelegenheit ergeben.

Am Mittwoch klingelte nun mein Parkplatz-Nachbar (ich nenne ihn jetzt: Klausi)..sie würden jetzt gerade auf der Terrasse zusammen sitzen, ob ich nicht spontan Lust hätte dazuzukommen….Spontan habe ich ja gesagt, auch wenn dieser Nachbar schon nicht mehr ganz nüchtern war….bin also ein paar Minuten später mit einer Flasche Wein und einem Schokoladen-Osterhasen (der Waschkellerplausch – ich nenne ihn jetzt Mirko – hatte bei unserem Plausch eine Tochter erwähnt) ums Haus herum und habe mich dazugesellt.

Nachbar Mirko war überrascht, als ich um die Ecke kam und hat sich tatsächlich gefreut…auch über den Schoko-Osterhasen für seine 9jährige Tochter, die aber gerade bei der Mutter ist (geteiltes Sorge-und Aufenthaltsrecht, wenn ich es richtig verstanden habe).

Soooo – da saß ich also bei meinen beiden Nachbarn, Beide so Anfang bis Mitte 40Jahre und hatte einen feucht-fröhlichen Abend und lustigen Abend, der auch sehr lang war..so wenig hab ich schon lange nicht mehr geschlafen…immerhin musste ich am nächsten Morgen früh raus und ins Büro.

unterhaltsamer Nachmittag

Dienstagnachmittag hatte ich Besuch von meiner „neuen“ Vermieterin, also eigentlich ist es die Mutter meiner Vermieterin, denn diese kümmert sich um Wohnung und Mieter. Die Wohnung hier in der Wohnanlage hat das Vermieter-Ehepaar bereits auf die Tochter übertragen und ich hatte alle 3 zum Kaffee eingeladen.

Aus diversen Gründen ist dann also nur die Mutter der Einladung gefolgt, aber genau das war dann auch gut so…so hab ich doch einiges über sie und ihre Familie erfahren und auch über das nicht ganz unbelastete Verhältnis zur Tochter…wir hatten einen schönen entspannten Nachmittag.

Also mein Besuch (ich nenne sie weiterhin „Vermieterin“) hat sich so sehr über die Einladung gefreut und ist in ihrer ganzen Art so herzlich, aber dabei fast schüchtern zurückhaltend.. doch manchmal blitzte ein leichter Schalk und ein verschämter Stolz in ihren Aussagen mit. Zusammen mit den Aussagen über Mann und Kind wirkte es so, als ob sie Zuhause nicht den Ton angibt….Sie ist Anfang 60 arbeitet bei ihrem Mann Halbtags im Büro mit und freut sich über jede Möglichkeit mal „raus zu kommen“.

Ich hab mich gefreut ihr zu zeigen, was ich aus der Wohnung gemacht habe und sie findet es richtig toll….sie war ganz begeistert von meinem Gardingen-Arrangement im Wohnzimmer und wie die Möbel arrangiert sind…und die neuen Fußleisten ..und …und so weiter.

Ich hab gleich auch einmal gefragt, ob sie etwas dagegen hätte, wenn ich im nächsten Jahr ein neues Waschbecken im Badezimmer anbringe….das BRAUNE ist nun einmal schon 35 Jahre alt…und genau so wirkt es auch: alt und verbraucht …ohne zu zögern hat sie auch gleich zugestimmt…kein Problem, das kann ich gerne machen.

Wir haben uns auch gleich mal für das kommende Frühjahr verabredet….für ein weiteres Treffen.

Essen lecker – Unterhaltung locker

Zum Glück hab ich dann irgendwann noch rechtzeitig angefangen das Essen vorzubereiten, zu Duschen, Tisch zu decken…Gänsekeulen dauern ja auch 2 Stunden und benötigen etwas Aufmerksamkeit.

Und als ich erst einmal so im Kochmodus war, hab ich die Halsschmerzen usw. auch glattweg verdrängt und  hab auch gleich noch einen schnellen Nachtisch gemacht (Mascapone-Creme mit Erdbeerpüree ….hmmmm…lecker).

Das Essen war also pünktlich fertig…und mein Gast war es auch.

Das Essen war lecker, die Unterhaltung locker …später haben wir noch eine kleine Walking-Runde eingelegt, dann noch etwas gemütlich zusammen gesessen. Als er dann gegangen war,  hab ich die Küche zwar noch aufgeräumt, aber ich war  echt müde…und auf einmal hab ich meine schweren Knochen wieder gespürt.

Ich bin dann schon sehr früh schlafen gegangen (heute musste ich ja wieder früh raus)..aber ich hab schlecht geschlafen…und dieses Mal war es der Kopf der schmerzte (boaaa – nerv – hatte ich nicht erst geschrieben das es mir körperlich gut geht).

Aber natürlich bin ich auch heute früh zur Arbeit gegangen und hab den ganzen Tag fleissig zu tun gehabt….Immerhin ist Morgen die 2. Deadline und in der nächsten Woche dann die nächste….Es ist wie bei einer Rakete…die nächste  Zündstufe wird gestartet…

Durch den angenehmen Tag  und die netten Gespräche über Gott und die Welt, kann ich den Trubel aktuell  ganz gut weg stecken. Es tut mir gut einfach mal wieder locker drauflos zu quatschen..

 

Schleppender Start am Sonntag

Eines haben diese langen Arbeitstage aber immer noch …es sind hochkonzentrierte Tage, an denen viele unterschiedliche Aufgaben, fast zeitgleich erledigt werden müssen…und am Ende eines solches Tage bin ich froh, wenn ich dann zuhause bin.

Sobald ich mich dann hingesetzt habe, falle ich fast schlagartig in einen Ruhemodus und so bin ich auch noch während der 20 Uhr Nachrichten erst einmal eingeschlafen….irgendwann hab ich mich dann ins Bett verkrochen und…

….heute bin ich mit Halsschmerzen und bleiernden Knochen aufgewacht. Na das hat mir noch gefehlt. Allerdings kann ich mich überhaupt nicht beschweren….seit sich die Schmerzen in Rücken und Knie lautlos wieder davon geschlichen haben geht es mir körperlich super.

Und das, obwohl ich seit 3 Monaten in einem Hotspot an Vieren und Bakterien arbeite…dort wird immer geschnieft und geschneutzt, gehustet und geröchelt. Immer wird jemand krank oder kommt halb-gesund zurück…gut das meine Abwehrkräfte bisher alles klaglos mit gemacht haben.

Und schlappmachen gilt heute nicht…ich habe den Briten zum Essen zu mir eingeladen. Er war etwas enttäuscht, weil es Weihnachten  bei seiner Schwester keine Gans zum Essen gab.

Ich hatte Glück, bei meiner Schwester gab es eine…und die war lecker. Aber selber hab ich in diesem Winter noch keine Gans gebraten….also ist die Einladung ein guter Anlass mich mal wieder ordentlich an den Herd zu stellen. Allerdings mache ich keine ganze Gans…sondern nur Gänsekeulen…lach… das dauert nur halb so lange und reicht für 2 Personen. Rotkohl habe ich noch im Gefrierschrank und Klöße gibt es im Beutel. Also der Arbeitsaufwand hält sich in Grenzen.

Aber noch kann ich mich nicht aufraffen mit irgendetwas Sinnvollem anzufangen…ich trinke also  im Schlafanzug meinen Kaffee und warte darauf, das mein Motor endlich anspringt…

 

 

 

 

 

 

In der Stadt

In der Stadt

Gestern war ich in Hamburg mit meinem Personalvermittler verabredet….nachdem er mich ja erfolgreich vermittelt hat, ohne mich je getroffen zu haben, wollte er das jetzt nach holen..und hat mich zum Mittagessen eingeladen.

Also hab ich mich diesesmal zufuss auf den Weg zum Bahnhof gemacht…ohne Mühe das richtige Ticket gezogen, auf dem richtigen Bahnsteig die richtige Bahn genommen… na also….geht doch….vom Hamburger Hauptbahnhof aus bin ich dann den Rest des Weges gelaufen.

Als ich im Internet über die App der Deutschen Bahn eine Verbindung vom Hbf zu der Adresse gesucht habe, bekam ich vom Programm so in etwa die Meldung: Start- und Zielort liegen so nah beieinander, bitte gehen Sie zufuss…Lol…. ich war etwas pikiert und schuldbewusst und hatte das Bedürfnis mich zu rechtfertigen, das ich doch nur nach dem Weg suchen wollte….hahaha

Also dann hab ich den Vermittler kennen gelernt, den ich bisher nur vom Telefon kannte. Am Telefon wirkte er wesentlich älter.. wir waren dann in einem gemütlichen Bistro, er hat mir ein paar Tipps für Hamburg gegeben, wir haben uns über seinen und meinen Werdegang unterhalten…und auch wie er aus Stuttgart nach Hamburg gekommen ist…dann über meinen neuen Arbeitgeber….

Es war eine angenehme Stunde mit gutem Essen..aber dann hab ich mich auch gefreut den Rest des nachmittags einfach nur durch die Stadt laufen zu können…hatte später in einen Cafe noch einen leckeren Eisbecher …und dann ging es wieder zurück nach Hause.

Ich bin so viel gelaufen, das ich den Rest des Tages ziemlich platt war…

Einladung

Nachdem zwischen meinen Vermietern, meiner Nachmieterin und mir alles geklärt war, hab ich überraschenderweise  eine Einladung zum Essen erhalten.

Meine Vermieter wollten sich von mir mit einem Essen bedanken und da die Termine etwas knapp sind haben wir das jetzt diesen Donnerstag gemacht.  Ich wurde abgeholt, da mein Vermieter im Bad noch etwas nachschauen wollte…ich weiß nicht wieso, meine Vermieterin wirkte etwas verstimmt…das muss aber nichts mit mir zu tun haben – lach.

Auf jeden Fall hatte ich einen  großen schönen Blumenstrauß binden lassen….und als ich ihr den Blumenstrauß als Dankeschön überreicht habe, war sie so erstaunt und fast überwältigt, das diese etwas zurückhaltende Frau mich spontan umarmt hat um sich zu bedanken.

Wow – jetzt war ich erstaunt und überwältigt bei dieser Reaktion.

Wir sind dann in ein nettes Restaurant gefahren und hatten einen kurzweiligen und  interessanten Abend bei einem gut gebratenen  Steak und einem Glas Wein…und  ich habe den Abend als wirklich angenehm empfunden  (Bei der 1. Einladung zu Beginn meiner Mietzeit war ich über die Einladung nicht so erfreut – mit Vermietern hatte ich bis dato nicht so gute Erfahrungen gemacht).

Kleine Anekdote am Rande: meine Vermieter haben auch mal für ein paar Jahre im Kreis Pinneberg gelebt…und das sehr gerne….Sie haben mir von Pinneberg und Hamburg vorgeschwärmt.

Gelungener Abend

Ich hatte am Donnerstag mein inzwischen 4köpfiges Team zu mir nach Hause eingeladen…Das wollten wir  schon im letzten Jahr gemacht haben, aber das Jahr 2018 war nja….nicht so optimal verlaufen.

Was die Vermischung von Beruflichem und Privaten angeht bin ich aus alten Zeiten ein eher gebranntes Kind…aber meine Leute sind mir echt ans Herz gewachsen…und als wir bei einem unser wöchentlichen Team-Meeting mal wieder auf darauf kamen hab ich  spontan auf meinen Balkon eingeladen…und alle waren sofort begeistert…JA das machen wir JETZT endlich mal….und ja Liebste Kollegin, es gibt auch „Schirmchen-Drinks“ also Cocktails und ja lieber Kollege ich nehme Rücksicht darauf, dass IHR alle noch mit dem Auto nach Hause fahren müsst….

(Ich weiß inzwischen, dass mein Team vor hat mich mit einer 2tägigen Weinprobe auf einem Weingut  zu verabschieden…ohhhh was für eine schöne Idee  –  eines meiner Mädels hat mich mal direkt darauf angesprochen ob mir das gefallen  würde, weil wir Beide für ein bestimmtes Weingut schwärmen… ja klar …ich bin dabei)

Also hab ich für einen mediteranen Abend auf dem Balkon bereits Mittwoch angefangen die entsprechenden Lebensmittel und Getränke einzukaufen…Ich weiß nicht wann ich das letzte Mal eine Erdbeerbowle gemacht habe…die war auf jeden Fall super-lecker mit Wein und Sekt. Und dann hab ich noch 2 alkoholfreie Cocktails vorbereitet: Coconut-Kiss  und einen Brasilian Lover (bei dem Namen hab ich mich fast schlapp gelacht)…

Coconut-Kiss: Kokosmilch, Sahne, Kirsch-Saft und Ananas-Saft und frischen Ananas-Stückchen mit Eiswürfeln

Brasilian-Lover: O-Saft, Limettensaft, Pfirsichnektar, Mineralwasser mit Limttenspalten und Minze mit Eiswürfeln

Dabei habe ich festgestellt, es ist schwierig Ananas-Saft und Kirschsaft zu bekommen. Nachdem ich die Jagd auf den Ananas-Saft gewonnen habe, musste ich auf Cranberry-Saft zurückgreifen, Kirschsaft hab ich einfach nicht bekommen…schmeckte aber auch damit.

Dann hab ich kleine panierte Schnitzel gemacht  und Partyfrikadellen, dazu Tomate-Mozzarella, Pumpernickel mit Lachs, Melone mit Schinken, selbstgebackenes Fladenbrot mit französischen Kräutern und dazu einige leckere  Frischkäse-Cremes vom türkischen Händlers und frische Oliven…alles leckere Kleinigkeiten und dazu einen Himbeer-Mascapone-Nachtisch.

Es war ein entspannter, lustiger Abend und wir haben es tatsächlich geschafft nicht über Aktuelles aus der Firma zu sprechen… Nur ab und an ein paar Anekdoten aus vergangenen Jahren (die Kolleginnen  arbeiten ja schon unterschiedlich lange mit mir zusammen (8 Jahre, 5 Jahre, 4 Jahre, 5 Monate)….so hab ich mit einigen natürlich ganz unterschiedliche Erfahrungen die mit „Weisst du noch…“ anfangen. Vor allem hat es mich gefreut, das unser männlicher Neuzugang mit dabei war und er uns jetzt stolz die Bilder seiner schwangeren Frau gezeigt hat, die bekommen gerade ihr 2. Kind. Wir Frauen sind alle schon ein Stück älter als er und trotzdem passt er sehr gut zu uns….Besonders gut versteht er sich mit einer Kollegin, die auch 2 noch jüngere Kinder hat…während der Team-Meetings sind Beiden oft wie übermütige Teenager und tuscheln über Nebensächlichkeiten, wenn es nicht um ihre Themen geht, …das ich schon mal scherzhaft gemeint habe ich würde die Beiden beim nächsten Mal auseinander setzen, da ich gerne die Aufmerksamkeit ALLER Kollegen in den Meetings habe. Lach.

Da alle ausser mir am nächsten Tag wieder arbeiten mussten, sind die Letzten um kurz nach 22 Uhr gegangen…ich hatte nicht mal damit gerechnet das es so lange gehen würde. Nun finde ich es schade das ich erst jetzt die Einladung ausgesprochen habe und nicht schon früher… Eine Kollegin besitzt eine Parzelle in einem Kleingarten-Verein….das wird der nächste Ort sein, wo wir uns treffen…das ist schon fest verabredet J

Lieblingsplatz – freigegeben

Bevor jetzt gleich weiter die Straße aufgerissen wird, hab ich mich auf meinen Lieblingsplatz begeben, dem Balkon.

Mit Strickjacke und Decke und einer dampfenden Tasse Kaffee. Es sind ca. 15 Grad…Auf der einen Seite höre  ich bereits die Autos die sich zügig auf dem Weg ins tägliche Einerlei durch den Ort kämpfen. Auf der anderen Seite höre ich wie sich die Arbeiter in Stellung bringen um die andere Straße weiter auf zu reißen. Beides ist zwar außerhalb meines Sichtbereiches, aber dafür unüberhörbar….Ebenso wenig die Flugzeuge, die hier rüber fliegen.

Ohhh es ist 7:17  und die Maschinen legen los…schade – ich dachte ich hätte noch ½ Stunde Ruhe… die hören jetzt den ganzen Tag nicht mehr auf.

Viel Zeit hätte ich heute ohnehin nicht um Stille und Ruhe (wenn sie denn da wären) zu genießen. Ich muss noch einiges vorbereiten… Ich hab heute mein Team zu einem kleinen Umtrunk mit Abendessen eingeladen.

Erst jetzt wird mir bewusst, wie lange ich niemanden mehr zu mir nach Hause eingeladen habe. Ohhha – ich hab mich ja echt ganz schön verkrochen in den letzten Jahren. Nicht das ich mich unwohl damit gefühlt hätte. Ich lebe ja nach dem Prinzip „my home is my castle“ …es ist mein Rückzugsort, meine Trutzburg – mein geschützter Raum. Ein Platz der mir gehört…mein Schneckenhaus.  Und diesen Platz teile ich nur mit den Vögeln und Eichhörnchen.

Aber so zurück gezogen wie  ich in den letzten Jahren hier gelebt habe  spiegelt nur einen Teil meiner Persönlichkeit wider.  Ich hab eigentlich immer gerne Freunde eingeladen und bekocht…ich war gerne Gastgeber, war in meiner Clique auch immer ein Teil  der Feste mit organisiert hat, der sich kümmert….in den letzten Jahren hab ich mich allerdings nur noch um meinen heutigen Ex-Freund gekümmert und er mochte nie zuhause Besuch bekommen.

Das hat es mir leicht gemacht, mich ebenfalls wieder weiter von anderen zurück zu ziehen. Bitte nicht falsch verstehen…er hat mich nicht „gezwungen“ – aber es war einfach diesen Weg weiter zu gehen.

Sich auf andere Menschen einzulassen hat bei mir auch immer etwas mit dem Überwinden  von Scheu und tiefliegender Schüchternheit zu tun. Und dieses Überwinden tut mir zwar gut, aber kostet jedes Mal Kraft. Der Weg des geringsten Widerstandes bedeutet eben es sich leicht zu machen – auch wenn der Verstand sagt: das ist nicht gut.

 

 

Etwas ganz Besonderes

Letzten Sonntag waren wir abends in der „Lodge – Beeef`s finest“ genau neben dem Opelzoo im Taunus.

Schon seit einigen Jahren hatten wir vor mal zu einem besonderen Anlass in dieses Restaurant zu gehen. Wir kennen es Beide  durch unterschiedliche Anlässe – waren aber noch nie gemeinsam dort.

Nun hatte mein Schatz unsere an Geburtstagen übliche Steak-Routine durcheinander gebracht und mich dorthin eingeladen….allerdings hat er es mir vorher  nichts davon gesagt.

Geahnt hatte ich es aber….WEIL er meinte wir haben eine Reservierung für 21 Uhr. Normalerweise reservieren wir in unserem Stamm-Steak-Restaurant keinen Platz…sondern gehen einfach hin.

Der Zusatz im Namen des Restaurants „Beef`s finest“ sagt es schon…es geht um Steaks…Hier ist es nicht günstig…sondern wirklich teuer….aber das Fleisch ist einfach klasse. Wir haben uns für das  Prime Cut Filet Mignon 300g medium-rare entschieden, dazu ganz klassisch eine Backkartoffel mit Sauerrahm, einen gemischten Salat für mich und noch gebratene Champignons dazu. Also das was für uns ein gutes Steak-Menü ausmacht.

Zur Feier des Tages gab es vorab  einen Crémant  zum Anstoßen.

Also ich bin ja komplett weg geschmolzen….eine Einladung in dieses Restaurant mit seinem gehobenen Ambiente, tollem Fleisch. Wir hatten einen prima Tisch und es war nicht so voll…..und dann erst das Fleisch. Medium-rare hatten wir bestellt und das war es wirklich….und dazu suuuuper zart….auf den Salat und die Beilagen hätte ich auch gut verzichten können, die waren gut – aber jetzt nichts Besonderes…aber das Fleisch…..hmmmmmmm

Durch den Crémant der sehr lecker war und eine Flasche Wasser waren wir etwas zu langsam im Trinken…so, das sich die Frage nach einem Wein  zum Fleisch dann erübrigt hat….das kommt davon  wenn man mit genießen beschäftigt ist….

Auch wir geben normalereweise nicht so viel Geld für einen Restaurant-Besuch aus….und waren mit 120EUR sogar noch gut dabei….so ohne Wein…. Aber mal im Ernst, für so ein gutes Stück Fleisch kann man schon mal etwas mehr Geld hinblättern….Wir sind uns einig hier gehen wir auf jeden Fall wieder mal hin ….allerdings soll es weiterhin etwas Besonderes bleiben…damit man es auch zu schätzen weiß.