Zwischenstopp: Schloss Ludwigslust

Am Freitag (letzte Woche) bin ich dann am Vormittag mit dem Auto gen Osten gefahren…nach Neuruppin in Brandenburg.

Meine ehemalige Kollegin (ich nenne sie: Die Brandenburgerin) und ich hatten schon vor einer ganzen Weile verabredet, das ich sie wieder einmal besuchen komme. Bei ihr ist es mit einer Fahrt nach Hamburg eher schwierig, wegen ihrer Familie.

Verabredet waren wir erst für den Abend…also hatte ich auf der Fahrt genügend Zeit für einen Zwischenstopp….und das bei über 30 Grad und strahlend blauem Himmel…ich war eher skeptisch, ob das für mich ein guter Tag werden würde, aber was soll ich sagen…

…es war ein toller Tag. Vor allem weil überall ein leichter Wind wehrte..so das mir die knappen 32 Grad nicht so viel ausmachten. Und entgegen meiner sonstigen Art, habe ich auch im Auto die Klimaanlage eingeschaltet.

Die Fahrt verlief ruhig, um Hamburg bin ich gut herum gekommen, die Autobahn war voll, aber der Verkehr floss einwandfrei.

Meinen Zwischenstopp machte ich noch in Mecklenburg-Vorpommern: in „Ludwigslust“. Dort gibt es ein barockes Schloss, das manchmal auch „das Versailles des Nordens“ genannt wird…aber diesen inoffiziellen Titel teilen sich wohl gleich mehrere Schlösser.

Die kleine Stadt Ludwigslust hat viele schöne alte Gebäude und kleine niedliche Cafes und Geschäfte…ich bin durch die Hauptstraße direkt auf das Schloss zu geschlendert und daran vorbei, auch an diesen Kaskaden gegenüber dem Schloss:

habe mich im Außenbereich eines kleines Cafés niedergelassen und mir eine Eisschokolade gegönnt…schön unter einem großen Sonnenschirm mit Blick auf Schloss und Kaskaden sitzend, war das ein gemütlicher Mittag.

Anschließend bin ich hinter dem Schloss durch die große Parkanlage gelaufen…der Park ist wirklich sehr weitläufig und abwechslungsreich. Alles war sehr entspannt und gemütlich….ach ja so einen Park hätte ich gerne auch bei mir in der Nähe.

Obwohl anders aufgebaut, erinnert mich das alles hier an Kassel mit der Orangerie und dem Staatspark Karlsaue. Einem meiner damaligen Lieblingsorte, als ich noch dort wohnte.

Nach guten 3 Stunden Auftenthalt in Ludwigslust bin ich dann die letzten knappen 100km bis nach Neuruppin gefahren. Für die Nacht hatte ich mir im Motel am Stadtrand, ein Zimmer gemietet und wurde nicht enttäuscht.

Das Zimmer war groß und sauber, das Gebäude modern und vor allem lag es ruhig am Rande einer Wiese/Weide….mein Zimmer war (ohne Klimaanlage) sogar gut gekühlt….aaaach super.

Es ist eines dieser modernen Motels, wo man kontaktlos einchecken kann…das hatte ich vor vielen Jahren an einem ganz anderen Ort sehr schätzen gelernt. Alles ist funktional und gut gepflegt und auch die Ausstattung war erstaunlich umfangreich.

Ich habe mich kurz ausgeruht, um mich dann für meine Verabredung am Abend zurecht gemacht. Die Brandenburgerin und ihre Familie, hatte ich zuletzt vor 2 Jahren besucht…

zäher Start in den Kurzurlaub

Der Weg bis zum tatsächlichen Urlaubsstart am Donnerstag, war dann noch zäh.

Kaum hatte ich das Gefühl, das es mal wieder im Job besser läuft, gab es Rückschläge…keine Großen, dafür viele Kleine.

Donnerstagmorgen wollte ich dann noch ein paar Dinge erledigen – so für ein besseres Gefühl von „ich kann jetzt getrost mal ein paar Tage aufhören mit Arbeiten“….

…doch es kamen jede Menge neue Dinge rein, die alle „mal eben“ hätten erledigt werden sollen

Und mit jedem neuen Ding wurde ich unruhiger und kam gar nicht so richtig in einen Arbeitsflow…

In dem Moment hab ich den Computer runtergefahren…das muss jetzt einfach mal warten. Immerhin ist heute bereits mein 1.Urlaubstag.

Den restlichen Vormittag hab ich also meine Reisetasche gepackt, die Wohnung etwas aufgeräumt und noch die Reste aus dem Kühlschrank in ein Mittagessen verwandet.

Immer noch total aufgedreht von der Arbeit, bin ich dann losgefahren: 1. Ziel das Pietzmoor bei Schneverdingen für eine schöne Wanderung durch das Moor.

Auf der Suche nach Ruhe und Erholung.

Büroverbot und Essen Zuhause

Das vorsorgliche Büroverbot, das der GF für diese Woche für mich ausgesprochen hatte, kam mir ganz gelegen, so konnte ich die gesamte Woche im Homeoffice nutzen, um in Ruhe meinen Arbeitsrückstand aufzuholen und mich gleichzeitig weiter zu erholen.

Ich bin beruflich inzwischen so autark, das ich 95% meiner Arbeit von Zuhause erledigen kann und im Büro ist wenigstens eine Person, die mir die restlichen per Briefpost eingehenden Daten einscannen kann. Die Verbannung, obwohl ich ja offiziell kein Corona, sondern einen Grippalen-Infekt hatte, war daher eher ein Segen für mich.

Hab immer lange geschlafen und saß dann erst ab 7.30 Uhr am Schreibtisch. Hab meine Mittagspause auf 1 Stunde verlängert…Augen zu – relaxen und durchatmen. Die Nachmittage nach Feierabend saß ich dann auf dem Balkon in der Sonne und bei Regen ebenfalls, dann aber mit Decke und heißem Tee. Abends gab es die kleinen Spaziergänge.

Einzig zum Einkaufen bin ich unter Menschen gegangen und ein paar leckere Dinge hab ich gekocht, z.B Spaghetti mit Knoblauch, Tomaten und Parmesan und dazu ein gebratenes Lammloin – das gab es dann auch gleich 2 Tage:

Gestern dann gab es gebratenen grünen Spargel und Pellkartoffeln mit Schweinefilet….Der Spargel war insgsamt jedoch sehr holzig..so da ich letztlich nur wenig mehr als die Spargelspitzen essen konnte…hmmm das war kein guter Kauf.

Anfang der Woche gab es dann noch eine besondere Pizza…. zum erstenmal hab ich mit Emmer gearbeitet.

Erholung – aber wie?

Mein erster Reflex heute: ich verkrieche mich auf der Couch unter eine Decke und bewege mich nicht mehr fort. Immerhin wäre das ja  auch eine Form der Erholung.

Der Regen hat noch nicht einmal aufgehört heute, es ist alles grau in grau und mir ist kalt.

Aber nein..ich spüre bereits jetzt, wenn ich DAS heute so machen würde, wäre ich am Ende des Tages unzufrieden… und unzufrieden in eine neue Woche zu starten macht auch die kommende Woche nicht zufriedener…

Ich habe lange und sehr gut geschlafen…so gut, wie die ganze Woche nicht. Durch den Schlaf hab ich schon ein Gefühl von Erholung, aber das reicht noch nicht.

Das Rezept lautet: RAUS gehen….ab in die Natur…egal was das Wetter gerade sagt.

Ich hab also mal wieder die Karte von Schleswig-Holstein und Hamburg vor mir ausgebreitet und meinen Blick ruhte lange auf der Holsteinischen Schweiz (nein – zu weit weg für heute) – ich hab keine Lust jetzt noch so lange im Auto zu sitzen).

Also einer gedachten Linie: Holsteinische Schweiz in Richtung Hamburg  einfach mal mit dem Finger entlang gehen:  Plön / Bad Segeberg / Bad Oldeslohe / Ahrensburg / Hamburg.

Ahrensburg: das ist nahe dran und hat so einiges an Natur zu bieten z.B. das „Stellmoorer Tunneltal“ … das klingt doch super – oder nicht?

Also das Ziel für heute ist gefunden.

Nun werde ich also die Trägheit  abstreifen, mich in ein Regenoutfit werfen, meinen Rucksack packen und nach Ahrensburg fahren…

Erholung notwendig

Diese Woche hat aber auch nervlich an mir gezerrt…das Ergebnis:

Blutdruck und Ruhepuls liegen weit über meinen normalen Werten und auch .meine Haut rebelliert wieder. Die ganze Woche hab ich schlecht geschlafen und wenig noch dazu.

Ich benötige jetzt dringend Erholung und Stille und bin froh das ich für den Rest dieses Wochenendes mit NIEMANDEM mehr sprechen muss…

Den Kaffeekonsum sollte ich auch mal etwas reduzieren.. Und vom Alkohol hab ich in dieser Woche auch zu viel gehabt…das reicht glattweg für die nächsten 1-2 Wochen…lach.. Also mehr Tee, Saft und Wasser in den nächsten Tagen.

und jetzt mache ich noch ein paar Entspannungsübungen, bevor ich dann noch zu einem kleiner kleinen Walkingrunde aufbreche.

Eine große Runde hab ich heute Mittag noch mit meiner Schwester gemacht, nach dem Brunchen…

 

 

 

 

Aufraffen zum Sport….sehr mühsam

Aufraffen zum Sport….sehr mühsam

Letzten Donnerstag bin ich direkt nach Feierabend wieder an die Elbe gefahren. um zu laufen…zuerst direkt am Strand entlang und auf dem Rückweg…es wurde langsam dunkel,…über den Elb-Höhenweg…

Es war ein interessantes Zwielicht…und ehrlicherweise war der Himmel nicht ganz so blau, wie das Bild vermuten lässt….aber es war ein unglaublich surreale Atmosphäre…

Das Laufen hat mir gut getan und wie immer ,in den letzten 2 Wochen, bin ich später wie ein Stein ins Bett gefallen und hab geschlafen. Ich schlafe aktuell sehr viel. Aber ich schlafe vor allem sehr gut…und bin danach richtig erholt. Sogar an meine Träume kann ich mich wieder erinnern…..nur hält diese Erholung nicht lange an und nach Feierabend fühle ich mich kraftlos, antriebslos.

Ich hab jetzt endlich wieder angefangen mehr Sport im Fitness-Studio zu machen: Krafttraining, Rück-und Bauchtraining, Dehnübungen. Mal im Studio…mal Zuhause (gut das ich seit Jahren schon Hanteln zuhause habe…lach…jetzt kann ich sie mal wieder einsetzen).

Das walken hilft zwar meiner Seele und ist auch für die Beine gut…aber es fehlen die anderen Muskelgruppen  und bei DEM Wetter der letzten Tage kann ich auf meine Walking-Runde am Abend auch gerne verzichten.

Dafür hab ich heute um 21 Uhr das Fitness-Studio besucht….ich hoffe ich schaffe es endlich wieder so einen normalen Rythmus für das Fitness-Training in mein Leben zu implementieren….häufig nehme ich mir vor: Also HEUTE geht’s in Fitnessstudio…und wenn es dann soweit ist, hab ich tausend andere Dinge, die ich lieber erledigen könnte…aber kaum bin ich zuhause falle ich dann erst einmal auf die Couch und später mache ich dann doch nur meine Walking-Runden….

Es ist sehr frustrierend wie stark ich gegen den inneren Schweinehund ankämpfen muss…

 

 

So weit weg

…alles ist so weit weg…damit meine ich nicht einmal die Entfernung….sondern den Stress:

Arbeitsstress, Umzugsstress, Trennungstress

Obwohl ich bis zum letzten Tag voll gearbeitet habe und mir viel Gedanken wegen meines Teams gemacht habe, ist das inzwischen sooo weit weg. Es fühlt sich an wie 1 Monat, nicht wie eine Woche…Ich denke zwar an die Kollegen, Nicht jedoch an die Arbeit…Ich bin ja noch in Urlaub, das wird sich wahrscheinlich ändern wenn ich wieder arbeiten gehe.

Die Nachwehen vom Umzug lassen langsam nach…ganz langsam findet alles seinen Platz und ich fühle mich schon wohl hier.. jetzt wo alles sauber ist und die Termine für die Nacharbeiten fest stehen…

Und ich fühle mich endlich befreit und vor Allem unbeobachtet…und geniesse die Ruhe hier…..

Ja das Wetter ist hier unbeständiger, es regnet mehr und es geht auch mehr Wind….aber auch jetzt sitze ich bei 13 Grad in Jacke, Schal und Decke gehüllt auf dem Balkon und geniesse die Morgenluft mit einer Tasse Kaffee, während ich das hier schreibe…immer noch per Handy, weil ich ja noch kein Internet habe …aber es könnte schlimmer sein….

Erholung mit Marmorkuchen

So langsam komme ich endlich zur Ruhe….kein Wunder – ich schlafe so viel wie seit Jahren nicht. Mal im Ernst – ich kann mich nicht erinnern  wann in den letzten Jahren ich tatsächlich mal 9 Stunden geschlafen habe…um dann noch eine Stunde im Bett zu lesen.

Ich leiste mir den unglaublichen Luxus einfach mal NICHTS zu tun, um mich wirklich zu erholen…soll heißen ich mache wirklich nicht viel – und schlafe dazu sogar noch tagsüber auf der Couch immer wieder ein.

Kein Handschlag für die Wohnung, nur keine Bewegung zu viel…meine Muskeln  fühlen sich immer noch schwer an und meine Rippen tun immer noch weh…alles ist wie Blei und auch mein Kopf ist noch nicht wieder fit.

Aber der Peak ist nun erreicht…ab jetzt geht es wieder aufwärts.

Als erste Maßnahme hab ich heute am späten Nachmittag einen langen Spaziergang gemacht…danach war ich zwar wieder müde, aber als zweite Maßnahme hab ich dann sofort einen Kuchen gebacken…einen Marmorkuchen.

Als Geheimtipp für einen „extra-saftigen Marmorkuchen“ hab ich im Internet gelesen, das man jedes Eigelb einzeln in die Butter-Zuckermasse geben und mindestens eine Minute unterschlagen soll…das soll den Kuchen so saftig machen….bei 6 Eiern ist das eine Menge Zeit….dazu dann  das Eiweiß steifgeschlagen unterheben….Der Kuchen ist extrem „fluffig“ geworden und auch nicht trocken…als saftig möchte ich es aber nicht bezeichnen…..aber trotzdem seeeehr lecker….

Fahrradfahrer und Jogger

Heute ist Pfingstmontag und ich habe beschlossen für 2-3 Stunden ins Büro zu fahren.  Ich musste eh früh aufstehen um meinen Schatz per Telefon zu wecken…

Bei  6 Grad und leicht bedecktem Himmel bin ich auf die tolle Idee gekommen nun endlich mal mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Theoretisch sind das nur 5-6 km Strecke…Da mein Wohnort jedoch im Taunus liegt und mein Arbeitsplatz an den „Südhängen des Taunus“  liegen so einige Höhenmeter dazwischen. Und das nicht linear, sondern es geht ständig rauf und runter….und nur selten  gerade.

Die Fahrt hin hat echt Spaß gemacht…zuerst raus aus dem Ort, dann durch ein paar Waldstücke, durch Felder und dann wieder Waldstücke und zum Schluss durch den Kurpark…ab ins Büro. Ich bin extra ein paar Schleifen gefahren, so wurden aus 5 ganz schnell 10km.

Kalt war mir nun wirklich nicht….Thermohose, Handschuhe, Schal und Softshelljacke….UND  die BEWEGUNG….ich verabschiede mich langsam von der Vorstellung jemals wieder Geschwindigkeiten von 17-24KmH zu erreichen, bei  teilweisen Steigungen bei denen auch mein Auto in die Knie gehen würde.

Ich liebe es im Wald zu sein, enge Wege, ein Bachlauf hier, ein kleiner Teich da, dazu die unzähligen Geräusche der Vögel und das Rauschen des Waldes und …. …. …… JOGGER?

Nein, die liebe ich nicht ganz so. Nicht um 8.30 Uhr morgens im Wald, nicht wenn sie in solchen Scharen auftauchen, das ich mich schon umschaue ob die Wettkampf-Nummern tragen… Nein…mal allein, mal zu zweit oder dritt, dann eine Gruppe von 8 Läufern,  dann wieder 3, mal mit Hund, mal ohne…..und niemand sieht die Notwendigkeit aus der 2-3er Reihe nebeneinander evtl. mal hintereinander zu laufen, damit ich auch noch vorbei passe…dabei halte ich mich auf den schmalen Wegen schon ganz rechts, nehme auch in Kauf von Ästen gestreift zu werden und trotzdem weichen die nicht mal etwas aus. Arrogante Bande J Fahrradfahren ist hier ebenso gestattet, wie laufen… Grummel.