Essen – Gehen

Der eigentliche Plan für das Abendessen besteht seit 1 Woche: ich möchte mal wieder Essen gehen…aber immer wieder verschiebe ich es.

Gestern nun war ich extra bei meinem abendlichen Walk-Rundgang so gelaufen das ich an dem kroatischen Restaurant vorbei kam, das so urgemütlich aussieht….es war Montag  und geschlossen. Montags Ruhetag.  Okay – also hab ich zuhause meinen Obststeller geplündert und 1/2 Tüte Chips…

Heute nun wollte ich eigentlich nach Hamburg zum Sushi…hab mich aber doch entschlossen hier in der kleinen Provinzstadt zu bleiben…da gibt es auch ein nettes Japanisches Restaurant an dem ich schon ein paar Mal vorbei gefahren bin. Weil es regnet bin ich mit dem Auto gefahren…und der Laden war geschlossen…warum weiß ich nicht.

Also bin ich weiter gefahren und an einem Indischen Restaurant vorbei gekommen. Das scheint noch ganz neu zu sein, nett und gepflegt sieht es aus, also hab ich heute Abend indisch gegessen.

Es war lecker und reichlich…danach war mir endlich wieder warm und ich hab noch eine kleine Walking-Runde gedreht…knappe 4km durch den permanenten Regen…die alte Quasi-Winterjacke hat das nicht ausgehalten…sie ist vollkommen durchnässt. Prima – die wollte ich ohnehin schon aussortieren, jetzt weiß ich wenigstens warum.

Für die gute Wellensteyn Winterjacke ist es noch zu warm und die reinen Regenjacken der gleichen Marke sind schon zu dünn, da brauche ich dann immer gleich eine Fleece oder Softshell-Jacke dazu…also hab ich heute aus Bequemlichkeit diese alte Mittelding gegriffen…

Das war auch ganz leicht….mein Not-Kleiderschrank aus Stoff mit  Kunststoff-Steck-Rahmen ist heute Nacht nämlich teilweise zusammen gebrochen. Eine der Kunststoff-Kleiderstangen konnte dem Gewicht der Kleidung auf den Bügeln nicht länger stand halten…so lag diese Jacke auf einmal in meinem unmittelbaren  Sichtbereich….Okay – also langsam wird es Zeit, das sich da was tut mit dem Kleiderschrank.

 

 

Wie im Sanatorium

das waren die Worte meiner Vermieterin als ich mir die Wohnung hier angeschaut habe.

…und Heute Vormittag hab ich GENAU dieses Gefühl hier.

Kennt Ihr diese Bilder aus dem Fernsehen, wenn im Winter  in den Bergen Menschen gezeigt werden, die bei Schnee draußen vor einer Berghütte in der Sonne auf einem Liegestuhl sitzen, Sonnenbrille auf, mit einer Decke zugedeckt und einem Sekt oder Heißgetränk in der Hand….GENAU so fühle ich mich gerade.

Nur, das ich NICHT in den Bergen bin sondern in der Norddeutschen Provinz auf dem Balkon meiner Wohnung. Die Sonne scheint bei fast wolkenlosen Himmel und obwohl es heute Morgen -2 Grad waren, sind es in der Sonne fast 18 Grad …es ist komplett windstill…und es ist komplett STILL

Also willkommen in meinem  Sanatorium Domicilum. Gefrühstückt hab ich schon…und zum Mittagessen werde ich heute meine Erholungsstätte verlassen…zum Kochen habe ich nämlich keine Lust…

Es ist ja ein Feiertag heute: Reformationstag. Dieser Feiertag wurde in 8 Bundesländern im Norden und Osten der Republik als jetzt fest geschrieben, um das Ungleichgewicht der Feiertage in Deutschland etwas anzugleichen.

Eigentlich hatte ich im Vorfeld geplant heute nach Lübeck zu fahren…das mache ich aber erst etwas später. Der 2. Plan war meine Schwester zu besuchen…aber Schwester und Schwager sind Beide mit einem grippalen Infekt beschäftigt…und da möchte ich mich lieber nicht anstecken….bin ja noch in der Probezeit.

Es ist richtig klasse Feiertage auch tatsächlich als Feiertage zu begehen…also zu feiern…innerlich zumindest. Ich feiere die Tage, indem ich mir bewusst werde: ich brauche tatsächlich NICHT zu arbeiten…weder offiziell, noch inoffiziell. Die christliche Bedeutung dieses Feiertags ist mir natürlich bewusst…spielt in meinen Überlegungen aber keine Rolle….ich bin trotzdem dankbar für den freien Tag.

Bisher habe ich die offiziellen Feiertage sehr oft dazu genutzt liegen gebliebenes im Job doch noch zu erledigen um die Zeitpläne einzuhalten…das brauche ich jetzt nicht mehr.

Heute ist der 1. Monat im neuen Job vorbei…und durch die  Arbeitszeiterfassung habe ich auch tatsächlich ein paar Stunden mehr gearbeitet, als ich eigentlich müsste. Durch die Einarbeitung muss ich ja vieles aufschreiben und bin in vielen Dingen noch etwas langsam in den Ausführungen. Aber das sind so wenige Stunden die ich in einem Monat gemacht habe, wie sonst in 3-4 Tagen…. und ich darf ja pro Monat 1 Gleittag nehmen…klasse damit kann ich im November bereits einen Tag frei nehmen.

So langsam wird mir bewusst, das ich in diesem Jahr tatsächlich zum ersten Mal seit ca. 20 Jahren auch tatsächlich freie Feiertage über Weihnachten haben werde…nicht das ich in Urlaub fahren könnte oder so …das nicht…und weniger arbeiten ist auch nicht möglich, aber immerhin gehören die Weihnachtsfeiertage MIR ….hahahaha sehr schön.

Soooo jetzt werde ich mich mal aus meinem Liegestuhl bewegen…und los laufen. Die letzten Abende war ich jeweils zwischen 4-7km walken/wandern/spazieren..aber heute merke ich die Belastung der letzten Tage in den Füßen und den Knien…was evtl. aber auch daran liegen könnte, das es gestern insgesamt mehr als 12km Strecke am gesamten Tag gewesen sind. 4km davon waren tagsüber auf dem Gelände meiner Firma…ich hatte mit ein paar anderen Kollegen eine ausgedehnte Betriebsbesichtigung und ausgerechnet an dem Tag hab ich Schuhe mit Absätzen angehabt…es waren nur ca. 4cm Absätze…da ich aber eigentlich  nur noch flache Schuhe trage,  taten mir nach den 2,5 Stunden Besichtigung nicht nur die Füße weh…sondern auch meine Kniee…trotzdem bin ich dann gestern Abend noch walken gewesen.