Suche nach mir Selbst : Rückblick

Suche nach mir Selbst : Rückblick

Ich hab mich so richtig auf Kassel gefreut…das Wetter zeigte sich von der schönsten Seite und so hab ich nach der Parkplatzsuche erst einmal für den nötigen Sonnenschutz gesorgt…Am Rande der Fußgängerzone  waren dutzende Einsatzfahrzeuge der Polizei und eine ältere Dame sagte mir, es wird eine Demonstration stattfinden…gegen „Rechts“  – Anlass war die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) Anfang Juni in Wolfhagen

Irgendwie fühlt sich das hier so nah an und macht mich gleich doppelt betroffen….Ich hab vor 17 Jahren in einem der Neben-Orte von Wolfhagen gewohnt….Aber vor Demonstrationen nehme ich grundsätzlich  reiss-aus…das sind mir eindeutig  zu viele Menschen…

Ich habe mich also mit meinem Fahrrad in den Volkspark verzogen…erst einmal direkt zur Orangerie. Dort gibt es das Planetarium und ein Restaurant mit großem Außenbereich…direkt im Park. Eine malerische Kulisse. Dort habe ich mich mit Räucherlachs und Rösti  gestärkt (das hab ich in Kassel zum 1.Mal in meinem Leben gegessen…allerdings während eines Besuchs im Staats-Theater und nicht im Park).

Das Besondere an dem Volkspark in Kassel: Er liegt direkt in der Stadt und ist riesig groß….und sobald man dort ist, hört man nichts mehr von der Stadt….Der Park liegt etwas unterhalb der Fußgängerzone und auf der anderen Seite ist die Fulda….dahinter beginnt das ehemalige BUGA-Gelände….und mit dem Fahrrad sind es nur 30 km bis HannMünden…. Den Weg bin ich früher oft gefahren.

Ich war insgesamt nur 1,5 Jahre in Kassel….aber der Volkspark war mein Lieblingsort, er war eine Art geschützter Raum für mich, eine Art Wohnzimmer…den Park hab ich bei eisigen Minus-Temperaturen im Winter stetig durchwandert und mein unbändiges  Gefühl der Verlorenheit hinausgebrüllt (wenn denn Niemand in der Nähe war)….hab den Bäumen und Seen  meine Verzweiflung erzählt nicht zu wissen, WER ich denn eigentlich bin,…ich war mit Anfang 30 zum ersten Mal in meinem Leben allein (war von NRW nach Hessen gezogen, hatte eine Karriere und hatte mich gerade von meinem Ehemann getrennt mit dem ich seit meinem 16.Lebensjahr zusammen war) …und wusste nicht, was ich eigentlich vom Leben wollte…ich hab auf den Wanderungen in dem Park in endlos erscheinenden Diskussionen mit mir selbst, nach MIR gesucht…und mich dann  auch gefunden.

Ab dem Frühling bin ich mit dem Fahrrad durch den Park gefahren…kreuz und quer…und immer wieder … rüber in die Fulda-Aue…und um den BUGA-See herum….durch die Felder bis nach HannMünden…und noch weiter…und wieder zurück. Das war in dem heißen Sommer 2003. Da wusste ich schon was ich wollte…hatte auch Freunde gefunden…und wusste das ich doch nicht mehr lange bleiben werde, die Karriere war nicht das, was ich wollte. Da saßen wir bis Ende Oktober bei immer noch warmen Wetter bis spät abends  mitten auf dem Rasen vor der Orangerie.

Im Volkspark in Kassel hab ich MICH damals als Mensch neu gefunden und  die Weichen für meine Zukunft gestellt, habe dort meine Entscheidungen vorbereitet und dann auch getroffen….

Irgendwie erscheint es mir nur logisch an diesen Ort zurück zu kehren, um die nächsten gravierenden Entscheidungen in meinem Leben durch den Park zu tragen….und es tat gut…

Unaufgeregtes Wochenende

Endlich mal wieder ein Wochenende ab dem ich nichts machen MUSS…

aber eben kann….wenn ich denn will.

Samstag hab ich dann auch tatsächlich mal ausgeschlafen. Im eigenen Bett ist es immer noch am Schönsten…kein Hotelbett hat MEINE Matratze … Ich hab lange mit dem Kaffee auf dem Balkon gesessen und einfach das Grün der Bäume und Büsche genossen…und Pläne für den Tag gemacht…. Okay – also Aufräumen kann ich auch Morgen noch – ich wollte das schöne Wetter draußen genießen.

Okay – also bis mittags hab ich dann  „rum-gepröddelt“….und mir seit Monaten mal wieder Pfannkuchen gebacken…Der Plan stand  da schon fest…ich fahre mit dem Fahrrad nach Frankfurt in die Innenstadt, zur  Kleinmarkthalle. Von hier aus sind das ca. 15km bei direktem Weg bis in die Innenstadt…bei strahlendem Sonnenschein ….

Durch Waldstücke und durch Felder, mit einigen verschlungenen Wegen waren es dann ziemlich genau 20km….herrlich zu fahren. Etwas geschockt war ich von den Menschenmassen in Frankfurt….Gerade rund um die Kleinmarkthalle gab es ein Weinfest…da war es nicht möglich mit dem Fahrrad durch zu kommen…viel zu viele Menschen. Ich hab mein Fahrrad also auf der anderen Seite abgestellt und bin von dort aus durch die Markthalle geschlendert…..ohhhhhh – GUT das ich mit dem Fahrrad dort war (oder auch schade) sooo viel frische Kräuter in Töpfen… und Blumen und  Gemüse, frische Pasta….. ich konnte aber  nur so viel kaufen, wie ich im Rucksack angenehm tragen kann…lach… also blieb es bei 1,5kg Kartoffeln und ein paar Zwiebeln….in den letzten Wochen hab ich im Supermarkt immer nur Kartoffeln aus Ägypten usw. gefunden – die kaufe ich aus Prinzip nicht.

Von meiner Idee ein Glas Wein in der Markthalle zu trinken, hab ich kurzerhand abgesehen…bei den  Massen an Menschen macht mir das keinen Spaß. Stattdessen bin ich lieber in die Fußgängerzone in ein Cafe gegangen. Aber auch hier waren Horden von Menschen….und die Chistlichen  Missionierer waren überall lautstark am Werk, mit Musik und mikrofon-verstärkten Predigten das jeder zu Gott finden kann.

Sorry, aber das ist für mich Zwangs-Missionierung…man konnte diesen Predigten nur auf eine Art entgehen – die Fußgängerzone meiden. Ich blieb trotzdem und versuchte es zu ignorieren…keine Chance. Die Bedienung meinte das wäre letztes Wochenende auch schon so gewesen, sie würde das langsam mürbe machen. Kann ich gut verstehen. Jeder kann glauben was er will….und darf auch gerne versuchen andere davon zu überzeugen, aber dann bitte in einer Lautstärke die es anderen ermöglicht in einiger Entfernung normal zu sitzen ohne  das einem die Worte in den Kopf gehämmert werden.  …

Ich blieb aber trotzdem, immerhin war ich extra in die Stadt gefahren. Bis auf die „Lärmbelästigung“  war es ja auch schön…ich bin dann noch etwas herum geschlendert und hab mich nach ein paar Stunden wieder auf den Heimweg gemacht….in Richtung Taunus – bergauf… So richtig Lust den GANZEN Weg jetzt wieder bergauf zu fahren hatte ich nicht mehr. Also hab ich ca. auf halber Strecke die S-Bahnstation angesteuert und bin den Rest des Weges mit der  Bahn gefahren…GRINS ….jaaa – etwas faul war das schon….aber schön.

Am Abend hab ich dann noch meinen großen Balkon sauber gemacht, die Holzdielen geschrubbt…die Spuren des Winters beseitigt…und später hab ich dann noch in der gesamten Wohnung, Staub gewischt, das Bett bezogen, die Böden gesaugt und nebelfeucht „gefeudelt“…lach….mit dieser blöden Hausstaub-Milben-Allergie muss ich das jetzt ständig machen…

Sooo und als Belohnung hab es dann die frischen Kartoffeln, in Schale gekocht – nur mit Salz und Butter – ein Gedicht ….

noch etwas Sport

Die ganze Woche hab ich es irgendwie nicht hin bekommen, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren…jeden Tag  war irgendetwas anderes: vom Wetter bis zu Terminen nach Feierabend….

Nun gut, also gestern Abend nach dem Abendessen bin ich dann tatsächlich nach 20 Uhr aufs Rad gestiegen und bin 35 Minuten durch Wald und Felder gefahren…wie immer hier im Taunus ging es erst den Berg weiter rauf, dann wieder etwas runter, dann wieder rauf, lach…eigentlich ist das anstrengend, aber es  macht auch Spaß. …..aber dann wurde es Dunkel…und das macht im Wald dann sehr schnell keinen Spaß mehr…also mir zumindest.

Aber immerhin weitere 30 Minuten Cardiotraining in dieser Woche und heute ging es dann wieder ins Fitnessstudio…und  ich hab gemerkt  das Ausdauertraining funktioniert nicht so gut….nach 20 Minuten Crosstrainer und 10 Minuten Rudern wurde ich lustlos…hab dann aber doch mit dem Krafttraining begonnen und dann fluppte es so richtig, meine Muskeln fühlten sich gebraucht und gaben ihr Bestes….Am Ende des Trainings war ich wieder zufrieden….damit hab ich in dieser Woche bereits 3x Sport gemacht und Sonntag geht es weiter.

Morgen steht erst einmal wieder eine kleine Weltreise an…wir besuchen meinen Vater….und um 9.30 Uhr soll es bereits los gehen, immerhin fahren wir 3 Stunden für eine Strecke und Abends geht es dann wieder zurück…

Tour de Heimat – oder wie ich lerne bergauf zu fahren

Ich bin dann am Mittwochmorgen um 6.45 Uhr mit dem Fahrrad zur Arbeit gestartet….von Schnöselhausen aus knappe 8km bis zur Arbeit. Das ist ja eigentlich nicht viel….und die Großrichtung geht auch eher  bergab…ABER…es ist nicht wirklich permanent bergab…sondern es geht ständig auf und ab….d.h.  je nachdem welchen Weg ich wähle muss ich auch so einige Steigungen meistern. Ich hab jetzt meinen Ideal Weg gefunden…d.h. ich umfahre ein paar der sehr steilen Streckenabschnitte, fahre dafür ca. 2km mehr…aber die Steigungen sind sanfter. Und so hab ich knappe 25Minuten gebraucht…und dann noch 10 Minuten um mich im Büro frisch zu machen und umzuziehen. Ja – ich bin zufrieden.

Auf dem Rückweg – bei mehr als 31Grad war klar, ich muss jetzt mehrfach und fast permanent bergauf fahren….aber auch hierfür hab ich schon fast einen Ideal Weg gefunden. Der ist zwar noch etwas länger, d.h. ich fahre nicht direkt auf Schnöselhausen zu, sondern nach dem ersten steilen Anstieg bin ich etwas unterhalb auf der Querlinie schräg weiter gefahren und  hab quasi meinen Heimatort umfahren und den letzten steilen Anstieg auf der anderen Seite erklommen.  Dieser Anstieg ist nicht so steil, wie auf der anderen Seite. Gebraucht hab ich 45Minuten mit einer Pause (Berge haben den Vorteil das die Landschaft von oben einfach toll aussieht – da kann man ruhig mal anhalten und die Aussicht geniessen…..jaaaa und etwas trinken und erholen).

Wie Ihr seht es ist eine gute logistische Vorbereitung notwendig, um bei dieser Tour de Heimat – Bergetappe Schnöselhausen,nicht auf der Strecke zu verrecken..

NEIN – ich habe nicht die S-Bahn für das letzte Stück genutzt. Um ehrlich zu sein – es war sogar viel leichter als gedacht, also von der Kraft und Dauer her. Was vielleicht daran liegt, das ich im Moment gut im Training bin…

Das Einzige was mir etwas Probleme bereitet hat, war das Wetter….mein Körper hat auch im Nachhinein so viel Schweiß produziert….lach…das kenne ich sonst nicht. Selbst nach dem Duschen hab ich mich nur mit einem Handtuch auf die Couch getraut…

Aber in der nächsten Woche werde ich das auf jeden Fall wiederholen. Das Wetter soll da wieder bei 20-23 Grad liegen…und ich habe in der Woche keine Präsenz-Termine. Das muss ich einfach öfter machen…vielleicht macht es ja bald genau viel Spaß wie Streckentouren….

Sport und der Schweinehund…der innere

Heute habe ich endlich mal wieder meinen inneren Schweinehund so richtig besiegt…na klar gehe ich aktuell 2x in der Woche ins Fitnessstudio. Aber bei der Wärme lass ich es dann doch meistens etwas ruhiger angehen…Ausdauertraining so 30 bis maximal 40 Minuten, leichtes Krafttraining….aber immerhin gehe ich.

Aber heute…HA….ja heute hab ich 1 Stunde Ausdauertraining  am Stück gemacht und mich nicht dabei geschont. Dabei sind es immer noch fast 30 Grad hier. Und dabei hatte ich bereits nach 3 Minuten keine Lust mehr. Es war stickig  und mir war unangenehm warm…aber das gehört ja dazu…also hab ich mich nach bewährter Methode immer ein paar Minuten weiter getastet…und dann ging es auf einmal wie von selbst.

Okay nach der Hälfte der Zeit hab ich den Widerstand etwas reduziert….aber so hab  ich 50 Minuten auf dem Crosstrainer verbracht (536kcal) und dann noch einmal 10 Minuten auf dem Rudergerät (102kcal).

JETZT bin ich zufrieden und entspannt und kann den Rest des Abends gemütlich auf dem Balkon verbringen ohne ein schlechtes Gewissen zu  haben.

Und schon hab ich in Planung, dass ich morgen früh mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren werde. Es soll ja sehr warm werden und  bereits für 7 Uhr wird eine Temperatur von 20 Grad vorausgesagt. Das nächste Meeting ist auch erst einen Tag später, ich kann also leger gekleidet ins Büro kommen und nach Feierabend hab ich auch nichts weiter vor.

Also ideale Rahmen-Bedingungen….

12. Urlaubstag Mo 26.06. – Zuhause

Ich hab mich dann entschieden: erst einmal Frühstück zuhause (Joghurt-Milch-Shake mit Früchten)…danach ab aufs Rad und rund um Schnöselhausen gefahren…jaja das war schon anstrengend durch die Steigungen und schon nach 6km hatte ich eigentlich keine Lust mehr.  Bin dann aber doch noch weiter gefahren. Nach knapp einer Stunde war ich wieder zurück.

Mein Rad hab ich dann mal auf dem Balkon sauber gemacht (Vorteil: ich wohne im Erdgeschoss)…wozu hab ich einen Wasserschlauch mit Spritze…lach so ging es unkompliziert. Dann noch mit einem Mikrofasertuch schön trocken putzen und nun strahlt es wieder.

Prima…und nun hab ich zwar noch eine gewisse Unruhe im Petz, bin aber zu faul meine Trutzburg zu verlassen…also werde ich mich mal wieder am Herd auslassen, bzw. auf meinen Balkonen…ist ja auch eine Art von Meditation.

Als ich hier eingezogen bin, hab ich doch tatsächlich von der Telekom ein Geschenk bekommen…nicht das der Umzug von Festnetz nicht schon teuer genug gewesen ist, haben die immerhin ein Teil  davon in ein  Geschenk investiert. Eine Brotbackmischung als Analogie zu dem obligatorischen „Brot und Salz“.

Irgendwie stand die Flasche jetzt ein Jahr herum, und nun hab ich mich erbarmt und die Backmischung zu einem Teig verarbeitet…allerdings hab ich noch einmal Hefe dazu gegeben, da ich nicht weiß, ob die enthaltene Hefe überhaupt noch triebfähig ist. Mal sehen was daraus wird.

Anstrengender Frühlingstag

Gestern war so ein richtig toller Frühlingstag….aber anstrengend….

Ich hab ja jetzt Urlaub, meine Erkältung ist auch so ziemlich überwunden, aber ich bin noch sehr schnell schlapp….und gestern konnte ich mein Fahrrad aus der Rundum-Erneuerung abholen…Der Wetterbericht prophezeite einen schönen Frühlingstag…perfekt.

Also bin ich bereits um 8.30 Uhr !! mit meinem Schatz mit in die Stadt gefahren. Er arbeitet zwar nicht direkt in Frankfurt….aber sehr nahe dran….den restlichen Weg hab ich dann mit Bus, U-Bahn und Laufen zurück gelegt.

  • Frage an den Busfahrer : Mit welcher Linie komme ich Richtung Nordwestzentrum?
  • Antwort eines Busfahrers: keine Ahnung

Ich hab mich natürlich auf den Wetterbericht verlassen und mich für 15 Grad-Außentemperatur- Radfahren angezogen…und ziemlich gefroren.

Der Busfahrer war extrem müde und der hatte auch kein Lust auf weitere Fragen…also blieb ich stumm. Immerhin kenne ich den Weg….wenn auch nicht die Buslinie. Schwierig fand ich im vollbesetzen Bus das auf dem Armaturenbrett die Motorkontrollleuchte beständig aufleuchtete…DAS ist nicht gerade vertrauenserweckend…werden die Buse nicht mehr regelmäßig gewartet?

Auch der zweite Bus (ich hab die Linie sehr schnell herausgefunden) war voll und die U-Bahn auch…RushHour…sehr schön…kurz vor dem Fahrradladen ist eine großer Supermarkt. Ganz neu  – nach ökologischen Gesichtspunkten gebaut…und mit einem gemütlichen Bäckerladen…dort hab ich dann erst einmal lecker gefrühstückt und mein E-Book gelesen.

Und als es Zeit wurde hab ich mein Fahrrad abgeholt…das Geld hat sich gelohnt. Die Teile waren alle wie besprochen getauscht und das Fahrrad fährt mit den neuen „MarathonPlus der neuen Generation“ genau so gut wie mit den vorherigen Reifen. Das waren zwar auch diese „Unkaputtbaren“ …aber eben bereits schon 8 Jahre alt. Das Profil ist jetzt etwas gröber und ich dachte der Rollwiderstand ist dadurch bestimmt höher…ist er aber nicht.

Nun da ich wieder mobiler bin, hab ich mich zu einem Besuch des Nordwestzentrums entschlossen….na so ein paar Frühlingsklamotten benötige ich ja auf jeden Fall…und durch den Rucksack war ich zumindest mit der Menge limitiert…hihi…also bin ich hin gefahren…und zack nach einer Stunde war mein Rucksack gut gefüllt. eine Bluse, ein Sport-Shirt, Socken, zwei Jeanshemden und eine ärmellose Bluse für den Sommer.

Zufrieden hab ich dann den Rückweg angetreten…mit dem Rad von Frankfurt in Richtung Taunus…zuerst in Richtung Niederursel – Oberursel…eine sehr schöne Strecke. Es war bereits Mittagszeit und es wurde tatsächlich wärmer.  Zuerst ging es richtig flott…aber je weiter ich in Richtung Taunus kam, um so steiler und anstrengender wurde die Fahrt….ich hab zwischendurch ein paar Pausen eingelegt…mir steckt die Erkältung doch noch ziemlich in den Knochen…hmmm war wohl doch etwas viel….zum Schluss wollte ich nur noch zügig nach Hause…

Dumm nur das ich mich für den Abend mit meinem Schatz zum Sport verabredet hatte…wir sind dann zwar erst weit nach 20 Uhr ins Fitnessstudio gefahren – aber danach fühlten sich meine Beine an wie Wackelpudding….boa…wie weichgespült.

Aber immerhin: ich hab den schönen Frühlingstag genossen, hab mein Fahrrad wieder zurück und ein paar neue Klamotten, hab gestern noch Wäsche gewaschen, Wohnung aufgeräumt und Essen gemacht….und heute? heute  faulenze ich ….

 

 

Rundum-Erneuerung

Heute Morgen hab ich mich warm angezogen, so im Zwiebellook und hab mein Fahrrad aus dem Winterschlaf geholt….das mit dem Luft-aufpumpen gestaltet sich oft schwierig, etwas stimmt mit diesen französischen Ventilen nicht….

Na letztlich hab ich es hin bekommen und mich mit dem Rad auf den Weg nach Frankfurt gemacht. Die Sonne schien  und durch die Kleidung war mir auch warm. Frankfurt liegt unterhalb meines Heimatortes….so war es auch nicht zu anstrengend zu fahren, es waren auch nur ca. 9km.

Ich hab mein Fahrrad vor mehr als 10 Jahren in Frankfurt beim „Thöt“ an der Kleinmarkthalle gekauft…aber der Traditionsladen hat tatsächlich letzten Herbst aufgegeben….mehr durch Zufall hab ich jetzt in der Nähe der Nordweststadt einen freien Fahrradhändler gefunden, der vor allem GIANT Fahrräder verkauft und wartet…Prima – ich hab ein Giant Trekking-cross  und meines benötigt dringend einen Rundum-Checkup:

Die Reifen (inflatables) sind abgefahren, die Ventile an den Schläuchen sind verbogen, die Kette ist ausgeschlagen, die Ritzel ebenfalls, die Bremsen sind runter, die Bremszüge nahe am Reißen….der Getränkehalter ist kaputt und klappert….sogar meine Luftpumpe ist etwas undicht….seufz….ja in so vielen Jahren OHNE nennenswerte Erhaltungskosten kann man schon sagen, es gibt einen Wartungsrückstand…und dazu stand das Fahrrad fast viele Jahre auch bei Wind und Wetter draußen….

Der freundliche Fahrradservice den ich nun gefunden habe hat mich gut beraten, aber nichts aufgeschwatzt…und einschließlich einer neuen Luftpumpe und eines modernen Getränkehalters der verstellbar ist komme ich so auf einen Wert von 300 EUR ….

Das ist schon fast die Hälfte der Investition ….allerdings vor 10 Jahren und   JA – es lohnt sich für dieses Fahrrad: Rahmen, Räder und Gangschaltung sind einwandfrei….und ich hänge an meinem Rad…

Bereits am Donnerstag kann ich mein Fahrrad wieder abholen….und wenn ich bis dahin wieder ganz fit bin, dann kann ich sogar bis nach Hause (Vordertaunus) zurück fahren…so mit ständig Bergauf …wenn nicht gibt es noch die S-Bahn …lach

So eine Rundum-Erneuerung würde mir auch mal gut tun…allerdings OHNE Teile-Tausch…sondern eher: Schwimmen, Sauna, Massage usw…..

 

 

Fahrradfahrer und Jogger

Heute ist Pfingstmontag und ich habe beschlossen für 2-3 Stunden ins Büro zu fahren.  Ich musste eh früh aufstehen um meinen Schatz per Telefon zu wecken…

Bei  6 Grad und leicht bedecktem Himmel bin ich auf die tolle Idee gekommen nun endlich mal mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Theoretisch sind das nur 5-6 km Strecke…Da mein Wohnort jedoch im Taunus liegt und mein Arbeitsplatz an den „Südhängen des Taunus“  liegen so einige Höhenmeter dazwischen. Und das nicht linear, sondern es geht ständig rauf und runter….und nur selten  gerade.

Die Fahrt hin hat echt Spaß gemacht…zuerst raus aus dem Ort, dann durch ein paar Waldstücke, durch Felder und dann wieder Waldstücke und zum Schluss durch den Kurpark…ab ins Büro. Ich bin extra ein paar Schleifen gefahren, so wurden aus 5 ganz schnell 10km.

Kalt war mir nun wirklich nicht….Thermohose, Handschuhe, Schal und Softshelljacke….UND  die BEWEGUNG….ich verabschiede mich langsam von der Vorstellung jemals wieder Geschwindigkeiten von 17-24KmH zu erreichen, bei  teilweisen Steigungen bei denen auch mein Auto in die Knie gehen würde.

Ich liebe es im Wald zu sein, enge Wege, ein Bachlauf hier, ein kleiner Teich da, dazu die unzähligen Geräusche der Vögel und das Rauschen des Waldes und …. …. …… JOGGER?

Nein, die liebe ich nicht ganz so. Nicht um 8.30 Uhr morgens im Wald, nicht wenn sie in solchen Scharen auftauchen, das ich mich schon umschaue ob die Wettkampf-Nummern tragen… Nein…mal allein, mal zu zweit oder dritt, dann eine Gruppe von 8 Läufern,  dann wieder 3, mal mit Hund, mal ohne…..und niemand sieht die Notwendigkeit aus der 2-3er Reihe nebeneinander evtl. mal hintereinander zu laufen, damit ich auch noch vorbei passe…dabei halte ich mich auf den schmalen Wegen schon ganz rechts, nehme auch in Kauf von Ästen gestreift zu werden und trotzdem weichen die nicht mal etwas aus. Arrogante Bande J Fahrradfahren ist hier ebenso gestattet, wie laufen… Grummel.

Auto – versus Fahrrad fahren bergauf?

…heute Morgen, noch lange bevor es hell wurde, habe ich mein Auto in die Werkstatt gebracht (Ihr wisst schon ….der „Blech-Schaden“ ohne Blech, dafür mit Kunststoff)

Und dann folgte der lange Weg: erst zu fuß, dann per Straßenbahn bis zum Hauptbahnhof, dann per S-Bahn bis raus aus Frankfurt – ab in den Taunus…bis zur Arbeit.

Nach Feierabend der gleiche Weg zurück: S-Bahn, Straßenbahn, laufen…und mein Auto bezahlt und wieder mit genommen. Nun das hat pro Strecke  1,15 Std. gedauert….

Wieder zuhause habe ich mein Auto abgestellt, mich schnell umgezogen und ab aufs Fahrrad. Bei dem schönen Wetter musste ich unbedingt heute damit starten.

Hahaha….ja und nun hab ich den Salat….Das HIER ist schon eine andere Hausnummer, als in Frankfurt mal eben locker an der Nidda  ebenerdig eine Runde zu drehen. Das HIER nennt man Taunus …und am oberen Ende des Taunus ist der FeldBERG.

Mit anderen Worten  entweder ich fühle mich wie ein Downhiller oder wie ein Bergprofi…nur ohne die entsprechende Kondition.  Wenn ich mich mit 9kmh nach oben bewege fühle ich mich, als ob ich auf der Stelle trete und bei noch mehr Steigung sinkt das noch auf 7kmh …da überholt mich ja jedes Kind zu Fuß…lol….

Na prima…jetzt ist es amtlich…hier MUSS ich einfach meine Beine wieder trainieren und Ausdauer gleich dazu…lach…na eigentlich war es genau das, was ich wollte…nur nicht so anstrengend…seufz