Ich gestehe

..ich hab am Sonntag meine Mikrowelle ruiniert….NEIN, es war keine Absicht…es war bloße Gedankenlosigkeit…und da ich das Teil schon bestimmt 15 Jahre habe, tut es mir auch leid….

Die Erkenntnisse des Tages:

– Brötchen in der Mikrowelle aufbacken bedeutet nicht mehr als 3o Sekunden, NICHT 20 Minuten

– Die Rauchmelder in meiner Wohnung funktionieren nicht….das muss ich mit meiner Vermieterin mal klären…

– Die Zimmertüren halten den Geruch von verkohlten Brötchen sehr gut auf…aber wehe man öffnet sie…

– Raumspray im Haus zu haben hätte Vorteile (hab ich nie, da ich dieses künstliche Zeug nicht mag)

– Den Frühjahrsputz in der Küche hätte ich mir sparen können, jetzt muss ich alles Schränke mit Essig-/Orangenreiniger noch einmal abwischen …und dazu noch die im Flur….

– Die Mikrowelle war mal weiß…jetzt ist, nach dem Versuch diese zu reinigen, alles in einem schäbigen Ocker-braun-gelb und der Geruch geht trotzdem nicht weg…

Nun gut….ich hab verstanden, diese Mikrowelle ist nicht mehr zu retten…also es muss doch eine Neue her.

Wie das passieren konnte? Ehrlich – ich weiß es nicht genau…Ich hatte Sonntag Nachmittag einen tollen Spaziergang im Wald…danach kam der Brite und brachte mir ein paar frisch geangelte Heringe….das war echt nett und wir haben uns eine Weile unterhalten….natürlich mit Abstand…

….aber irgendwie hat er wieder so ein paar Dinge angebracht, die mich gefrustet haben…NEIN ich WILL keine Beziehung zu ihm….na klar stehen wir in einer Beziehung zueinander…aber wir haben keine Beziehung miteinander…..

…auf jeden Fall hab ich mich geärgert und hatte Hunger und so hab ich nicht wirklich darauf geachtet was ich da eigentlich mit der Mikrowelle mache….

Letzte Erkenntnis des Tages: ich muss das noch einmal klarstellen…so geht das nicht…allerdings bringt das meiner Mikrowelle nichts mehr ….lach

Diese Woche schafft mich..

…in meinem Job herrschen  leicht chaotische Zustände kurz vor dem Halbjahres-Abschluss… ich weiß nicht wieso, aber Teile meines Teams sind im Moment nicht so richtig bei der Sache…die geänderten Aufgaben, die geänderte Aufgabenverteilung und die immer noch andauernde Einarbeitung des neuen Kollegen führen zu kollektiven Konzentrationsproblemen…

Das wiederum hat massive Auswirkungen auf das Arbeitsergebnis und ich rede nicht von einem Fehler hier oder da, sondern von ganzen Fehler-Serien wo man denkt: Sagt mal wie kommt ihr denn darauf…das  ist seit Jahren immer so gelaufen, das hat sich nicht geändert und urplötzlich erinnert ihr euch nicht mehr an die normalsten Dinge?

Es hilft ja nichts…ich muss also ständig erklären, korrigieren, ermahnen und auf Dinge hinweisen, beschwichtigen usw.  Ich hoffe diese Negativ-Serie ist bald überwunden.

So wie es jetzt läuft, mache ich mir echte Sorgen um die nahe Zukunft, wenn ich dann ab Mitte September nicht mehr da sein werde…ob mein Team es tatsächlich schafft  mit den geänderten Anforderungen UND bald mit einem neuen Teamleiter ihre Aufgaben korrekt durchzuführen und sich dabei selbst zu kontrollieren.

Der neue Teamleiter wird das am Anfang erst mal überhaupt nicht überblicken können wo die Fehlerschwerpunkte der Einzelnen Aufgaben liegen, der wird genug damit zu  tun haben meine Aufgaben zu bewältigen, nach so kurzer Einarbeitung.

Ich bin in dieser Woche innerlich sehr unruhig, ständig pocht mein Herz bis zum Hals – mein Blutdruck rast und ich muss immer wieder bewusste Auszeiten nehmen, um nicht durch zu drehen…Zusätzlich reagiert meine Haut wieder mehr auf…???  Ja auf was? Also Hausstaub kann es nicht sein, wenn ich NOCH MEHR putze werde ich zum Putz-Neurotiker…lach…. Aber irgendetwas lässt meine Augenlider jucken und anschwellen wenn ich draussen bin, im Park oder in der Stadt…weniger im Wald….seufz…

Und eines muss ich auch mal loswerden: was mich auch sehr unter Stress setzt, sind die Momente in denen mein Ex-Freund sich bei mir meldet…immer wenn ich aufatme und denke super, es sind ein paar Wochen ganz ruhig vergangen….jetzt ist es endlich überstanden, kommt wieder eine Nachricht L Es setzt mich unter Stress das er mir immer noch zu verstehen gibt, wie wenig er mit der Situation umgehen kann…er schafft es nicht nach vorne zu blicken und selber für sein Leben eine  eigene Art von Zufriedenheit zu erlagen, ja das ist auch Arbeit für sein eigenes Glück selber verantwortlich zu sein ….aber das ist sein Problem, nicht meines –

…und im Gegensatz  zu ihm fand ich meinen ersten Single-Urlaub einfach toll und entspannend…ich hab nichts vermisst und habe mich die 14 Tage wunderbar erholt (okay – die Erholung hat nur kurze Zeit angehalten) , mich frei und unbekümmert gefühlt, viele Dinge unternommen, hab spontane Ausflüge gemacht oder eben auch spontan umdisponiert… genau so hab ich mir meinen Urlaub vorgestellt…ich liebe meine wieder gewonnene Unabhängigkeit und genieße mein privates Leben…

…und das mit diesem  nervenaufreibenden Job ist ja auch bald überwunden…

Abend bin ich platt und schlafe schnell ein…aber gestern hab ich mich dann doch noch zum Pilates aufgerafft…das tat gut.

Der Frust mit den Kollegen

Gestern hab ich ja noch gearbeitet….nach 1 Woche (und nur  2 Tagen zuhause) mit einem grippalen Infekt fühle ich mich immer noch nicht wieder bärenstark, aber die akuten Symptome sind überwunden…dafür hab ich „nur noch“  einen ständigen Hustenreiz, die Nasennebenhöhlen sind zu, der Kopf ist noch leicht mit Watte gefüllt und schlapp fühle ich mich sehr schnell…deshalb hab ich erst einmal eine Stunde geschlafen.

Gut das ich jetzt eine ganze Woche frei habe…

Im Büro hab ich gestern die beiden Fehltage auf- und meinen Urlaub vor-bereitet…JETZT kann ich ruhigen Gewissens Urlaub machen, OHNE das ich bei meiner Rückkehr in Schwierigkeiten gerade.

Kurz bevor ich mich am frühen Nachmittag doch noch einmal zum Arzt begeben wollte, hatte ich noch ein Gespräch mit meiner Chefin.

Wir haben seit ein paar Jahren eine Junior-Controllerin…leider hat sie sich nicht ganz so entwickelt, wie unsere Chefin es gerne gesehen hätte und wie es für eine gute Controllerin notwendig gewesen wäre….ich  komme menschlich mit ihr auch  nicht so gut aus, sie ist oft extrem unhöflich und überheblich zu Menschen die sie nicht mag (also zu mir  und vielen Anderen)…aber ich habe mich arrangiert und eine emotional-neutrale Haltung erlaubt mir einen professionellen Umgang mit ihr in beruflichen Fragen.

Leider zeigt es sich wieder einmal, das sie durch ihre fehlende Fähigkeit sich selber zu kontrollieren oder auch nur zu reflektieren, es in einigen Bereichen ständig zu Fehlern kommt und jedes Mal fragt mich meine Chefin ob das Ergebnis stimmen kann.

Meine Aussage: das weiß ich nicht, ich habe diese Daten ja nicht ausgewertet. Einen Teil der Daten bereite ich ihr eh vor, weil sie es angeblich nicht schafft, es auszuwerten.

Ich habe ihr von Anfang an mein Schema zur Auswertung gegeben und auch zwischendrin immer wieder versucht Lösungswege zu zeigen …bei mir hat es immer funktioniert…nun – im Laufe der Jahre hat sie das Schema und die Methode so verändert, das  ich weder ihre Daten noch die Methode logisch nachvollziehen kann. Aber sie ist nicht meine Mitarbeiterin  und sie nimmt von mir auch keine Ratschläge an = Also ist das Ergebnis nicht mein Problem – ich brauche die Daten ja nicht.

Das sieht meine Chefin anders….Wenn die Junior-Controllerin offensichtlich falsche Daten liefert, fragt sie nicht bei ihr nach, die Daten zu checken – sondern ich als „Senior“-Hauptbuchhalter  muss die Daten verifizieren , d.h. erneut auswerten – ja dann kann ich es ja gleich von Anfang an selber machen…

JA genau – ab jetzt darf ich diese monatlich anfallende Aufgabe also wieder ganz übernehmen….meine Daten sind zuverlässiger – sagt meine Chefin.

Diese Aussage ist zwar nett – aber was ist das Bitte für ein Signal: Stell Dich dumm – dann machen andere Deine Arbeit? Anstatt sich mit ihr zusammen zu setzen ist es natürlich einfacher die Auswertung mir zu geben. Das ist zwar eine pragmatische und schnelle Lösung – aber keine Gute.

Auch eine andere Kollegin (ebenfalls  nicht meine Mitarbeiterin) findet sie macht  NIE etwas falsch („ich schwöre – das war ich nicht“)  und ist sauer als ich ihr nachweisen konnte das etwas wirklich Wichtiges falsch gelaufen ist….na wenn man auch lieber stundenlang Englisch-Vokabeln während der Arbeitszeit pauken muss, bleibt einfach weniger Konzentration für andere Dinge…grrrrrr.

Also hat diese Kollegin gesagt: Dann mache ich das eben gar nicht mehr…darauf bin ich gar nicht eingegangen….auch wenn ich am liebsten sagen würde: SUPER  – dann mache ich es eben selbst….leider hab ich nicht so viel Zeit all diese Kleinigkeiten auch noch zu machen….

Wenn doch jeder tatsächlich mal das arbeiten würde, was er soll…das wäre phantastisch…und ganz ehrlich: wer keinen Bock auf diese Arbeit hat , sollte lieber etwas anderes tun…