Nichts bedauern – nichts bereuen

Nichts bedauern – nichts bereuen

Ich wünsche Euch allen einen schönen ersten Advents-Sonntag! Auch wenn ich weiß, das es für Einige ein Einstieg in eine eher schwierige und traurige Zeit ist🌺😥.

Mit dem heutigen Tag ist bei mir endlich die innere Ruhe zurück gekehrt (nach der ganzen Unruhe der letzten 3 Moante) und das Gefühl von Freiheit, gepaart mit einem tiefempfundenen Gefühl von Zuhause sein….ich fühle mich geborgen.

Und ich bin sehr dankbar für mein Leben….für meine Zufriedenheit und das Glück, das ich habe, gerade wieder so unbeschwert leben zu können, größtenteils gesund zu sein…mich freuen zu können und nicht auf der Suche nach dem Sinn des Lebens zu sein….nichts zu bedauern und nichts zu bereuen (also aktuell zumindest).

Und das Schönste ist, in der kommenden Woche hab ich Urlaub. Meine geplante Fahrt nach Hessen hab ich wieder einmal corona-bedingt auf das kommende Frühjahr verschoben…langweilig wird es mir trotzdem nicht werden….

In Balance

Viele Tagen bei mir enden mit tief empfundener Ruhe und Zufriedenheit…..innerer Frieden ist damit keine Illusion.

Was ich aber immer wieder feststellen muss, es fällt mir wahnsinnig schwer, diesen inneren Frieden über einen längeren Zeitraum konstant zu halten…zu schnell kann das innere Gleichgewicht aus der Balance geraten, auch ohne das etwas Gravierendes passiert.

Die Zeit-Verschiebung im Frühjahr war so ein Thema, dann die 2. Impfung, nach der ich einen Teil meiner Kraft irgendwie verloren hatte, die sehr warmen Sommertage und meine Hitzewallungen. …Alles nichts Großartiges und doch war ich fast den ganzen Juli nicht wirklich in Balance…immer irgendwie latent unzufrieden…auch wenn ich aktiv gegen dieses Gefühl angekämpft habe.

Immer wieder dachte ich: sooo – jetzt geht es wieder…aber es fehlte jedes Mal das letzte Stück an innerer Ruhe und das letzte Quäntchen an Gelassenheit, um mich wirklich ausbalanciert zu fühlen.

Mittwoch Abend war ich den einzigen Tag in dieser Woche abends zu einer kleinen langsamen Walkingrunde unterwegs (so langsam geht es wieder mit dem Knöchel)….und erst da hab ich es wieder gefunden:

Diese innere Ruhe und ausgeglichene Freude, dieses Gefühl wieder bei mir zu sein… Ich bin wieder im Gleichgewicht….und das Gefühl ist auch heute immer noch da…..das fühlt sich sehr gut an und ich hoffe es bleibt noch eine Weile bei mir.

Emotionale Achterbahn durch mein Leben

Emotionale Achterbahn durch mein Leben

Bei einem Glas Wein (Goldmuskatella 2018 Weingut Weitzel) plaudere ich mal aus meinem persönlichen Nähkästchen…das mein Chef und die Kollegen gerne mit mir kommunizieren ,ist so etwas wie ein Ritterschlag für mich.

Warum das?

Zeigt es doch, das seit meinem Weggang aus Hessen (mit dem Stressjob) mein oftmals als introvertiertes und als kommunikations- eingeschränkt wahrgenommenes Verhalten mittlerweile der Vergangenheit angehört.

Mein ganzes Erwachsenen-Leben kämpfe ich schon gegen diese eingeschränkte Kommunikations-Fähigkeit…scheine aber jetzt endlich, mit 53 Jahren, in meinem eigenen Leben angekommen zu sein, in dem Kommunizieren doch ein Teil meiner Persönlichkeit geworden zu sein scheint….zumindest sind mir Menschen wichtig genug, um auch mit Ihnen in Kontakt zu bleiben….ich bin an vielen Stellen sogar die treibende Kraft.

Zugegebenermaßen war das nicht immer so….und jaaa ich hab viele Jahre meinen Job über meine Sozialkontakte gestellt…..eigentlich hab ich den Großteil meines Berufslebens als für mich Wichtiger angesehen…hab mich zum großen Teil über den Job definiert und mein Selbstbewusstsein aus meinem Wissen gezogen…bis auf die Zeit mit meiner Tanzclique…Die Zeit mit der Clique endete dann ja ziemlich schnell, als ich meinen heutigen Ex kennenlernte, der von denen nicht so viel hielt.

Nun aber…in meinem jetzigen Leben, hier im Norden…weitab von Stress, Ex-Freund und dem Rest meines Tanzlebens…..hier nun mitten in der Pandemie, die dem Rest der Welt eigentlich zeigt, wie ich größenteils lebe (nur das die Welt mich eben nicht kennt 🤣) bin ich mehr ich selbst, als ich jemals zuvor war.

Ich hab mich, trotz all meiner Stärke und all meinem nach außen gezeigten Selbstbewusstsein, immer „falsch“ gefühlt…weil mir mein ganzes Leben dieses Bedürfnis nach Zurückgezogenheit und mein großes Bedürfnis nach Stille und Nicht-Kommunikation als unnatürlich angekreidet wurde….meine Familie hat das nie akzeptiert. Der Mensch hat eben ein geselliges Wesen zu sein….und meine Chefin hat es mir früher als Negativ-Eintrag in die Bewertung gegeben. Erst in den letzten Jahren, vor meinem Weggang, hat sie erkannt, das es keine negative Eigenschaft ist…sondern sogar viele Vorteile für den Job hat….und mich eben nicht daran gehindert hat, trotzdem ein guter Chef zu sein….der sich um seine Mitarbeiter kümmert….mit denen ich ja jahrelang ein lockeres und trotzdem gutes Verhältnis hatte.

Es schmerzt mich aber heute noch, das ich immer beweisen musste, das meine manchmal eingeschränkte Kommunikations-Fähigkeit keine Charakterschwäche ist. Es ist eine angeborene Eigenschaft…die durch meine oftmals nicht ganz einfache Kindheit, die vielen Umzüge in jungen Jahren und eine unglückliche Familienkonstellation auch wenig Chance hatte, durch das Urvertrauen eines Kindes zu den Eltern, schnell „über-lernt“ zu werden. Es war und ist ein ständiger Kampf zwischen „ich will und brauche meine Ruhe“ und „ich möchte mit den Menschen, die mir wichtig sind, kommunizieren“.

Jeder ist seines Glückes Schmied. Ja klar, aber manchmal muss man sich auch die Möglichkeit erkämpfen, sein eigenes Leben wirklich selber in die Hand zu nehmen…..das bedeutet auch unbequem zu sein und so manchem lieb gemeinenten Eingriff Anderer, sein eigenes Leben wieder zu entreißen…das ist nicht immer schmerzfrei und bedeutet auch Menschen weh zu tun, die eigentlich immer glauben nur „das Beste“ für einen zu wollen.

Das Beste ist aber, man nimmt sein Leben WIRKLICH in die eigene Hand, lässt sich nicht beirren oder reinreden. Damit hab ich nach so vielen Jahren tatsächlich zu meinem Leben gefunden. So wie ich nun einmal bin….

Ein sturer Stier, selbstbewusst und trotzdem total verletzlich. Ich bin übrigens nie lange den einfachen Weg gegangen….letztlich immer mit dem Kopf durch die Wand…aber mit den Blessuren bin ich heute stolz auf mich….denn ich hab das geschafft, was viele nicht können….ich bin zufrieden mit mir und meinem Leben.

Aus der Vergangenheit – Erkenntnisse für Heute

Vor 2 Tagen hab ich endlich mal wieder ein komplettes Backup meines Computers durchgeführt…dazu habe ich 2 externe Festplatten…..und nach der 1. Sicherung bin ich durch Zufall, auf die Sicherung meines uralten-Laptop gestoßen mit den privaten Tagebüchern bis 2009.

Zuerst bin ich nicht einmal an die Daten gekommen…..weil ich mich nicht mehr an das Password erinnern konnte….oder DOCH …eigentlich schon….nur sind seitdem die Password-Kombinationen (erweitert um Zahlen und Sonderzeichen) inzwischen ja viel komplexer und erst nach einiger Zeit fiel mir wieder ein, das es zwar das richtige Wort ist….aber eben ohne Groß-und Kleinschreibung und Sonderzeichen…..hahahaha

Und mit dem Lesen der Ereignisse aus den alten Tagen, kam dann eine neue Erkenntnis für mein jetziges Leben:

2009 war ein emotional schwieriges Jahr für mich….weil ich damals auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit war und nur auf Männer gestoßen bin, die „etwas Lockeres“ wollten oder sich nicht offen zu mir bekennen wollten….und ich gleichzeitig im Job auf meine 1.Burnout-Krise zusteuerte.

Jetzt, 12 Jahre später, bin ich leicht entsetzt wie sehr ich damals unglücklich verliebt war und gelitten habe….ich wurde gleich mehrfach hintereinander enttäuscht.

Zusammen mit der von Anfang an schwierigen 8,5jährigen Geschichte ab 2010 mit dem Banker-Schnösel, verstehe ich nun wesentlich besser, warum ich jetzt und hier überhaupt keine Lust auf eine neue Beziehung habe und warum ich so gar nicht auf der Suche bin.

Und dieses nicht mehr auf der Suche sein, führt zu meiner inneren Zufriedenheit und dem mich Wohlfühlen in meinem Leben – OHNE Beziehung.

Gleichzeitig bot mir meine Clique damals auch viel Halt und Freude….wir hatten lustige Chats, schöne Themenabende und immer wieder tolle Tanz-Aktionen….es war immer etwas los und das tat mir sehr gut.

Also hab ich gestern den 1. Schritt für Plan B getan…. es ist nur ein kleiner Schritt…aber ich fange ja gerade erst an.

Weite und Klarheit in der Wohnung

Mir ist das Wetter in dieser Woche ein wenig aus Gemüt geschlagen…Regen macht mir ja nicht so viel aus und hält mich auf auch nur selten auf….aber die Kombination Regen mit Sturm/starkem Wind…..neee ,das ist dann jetzt doch nichts für mich…..und so war ich nicht ganz so aktiv.

Sogar meine Homeoffice-Routine, direkt am Morgen nach dem Aufstehen eine Walkingtour zu machen, stand auf der Kippe…aber nichts da, das kommt ja gar nicht in Frage, gelaufen bin ich also trotzdem an allen 3 Tagen…..dafür waren es am Freitag nur 4 km, an den anderen beiden Tagen jeweils 5km.

Gestern nach Feierabend hab ich mich erst einmal auf meine Couch verzogen und gar nichts gemacht…irgendwann hab ich mir dann Kopfhörer aufgesetzt und in der Wohnung aufgeräumt und geputzt….und auch wieder einmal fast alles an Deko weggeräumt.

Durch den neuen Gefrierschrank in der Küche, dem Trampolin im Kleiderzimmer und die erweiterte Homeoffice-Ausstattung im Wohnzimmer, ist Unruhe in meine Wohnung gekommen und ich mag es, wenn alles einen dauerhaften Platz hat ….deshalb musste alles nicht Notwendige jetzt für eine kleine Weile weg gepackt werden..

Denn jetzt sehe ich nur die große freie Fläche des satinierten Glases vom Esstisch (JETZT wo ich alles fürs Homeoffice elegant und schnell zur Seite räumen kann, ohne das es stört oder auffällt). Ich sehe wieder Platz auf den Fußböden, weil der große 5-Arm-Kerzenständer mal wieder auf den Dachboden wandert, genauso wie so ein paar Boden-„Wedel“, die den Raum gemütlicher machen sollen und meine kleine Sammlung an Stehleuchten hab ich auch um die Hälfte reduziert…hahaha, jetzt kommt die hellere Jahreszeit, da brauche ich nicht so viele Lampen, die Tage und Abende in ein gemütliches Licht tauchen…und diese paar kleinen niedlichen Frühlings-Figuren, die noch von Ostern stehen geblieben sind….alles zusammen gepackt und ab damit auf den Dachboden.

Allein daran erkenne ich bei mir schon, das ich innerlich nicht entspannt war und folge meinem ständigen Muster das durch das Schaffen einer äußeren Ordnung, unweigerlich meine innere Ordnung wiederhergestellt wird.

Und heute scheint tatsächlich die Sonne und die Wohnung ist lichtdurchflutet und fühlt sich ordentlich, klar und weit an….das fühlt sich richtig an und ich – ich fühle mich wieder wohl.

zufriedene Unaufgeregtheit

Ich weiß nicht warum, aber es fühlt sich alles gerade so richtig: Richtig an….und gegenüber dem letzten Wochenende ist das eine Kehrtwende um 180 Grad.

Also die Übungen am Vormittag können es nicht allein gewesen sein und auch nicht der Sonnenschein allein….nein, es fühlt sich Innen drinnen einfach richtig an…ich bin ziemlich entspannt, sagt auch mein Blutdruck und mein Ruhepuls ist seit Tagen perfekt für mich…..ich fühle mich einfach gut…nur die Hitzewallungen stören gelegentlich etwas…..aber auch das ist aktuell kein wirklicher Störfaktor.

Wenn ich es etwas phrasenhaft ausdrücken wollte, würde ich jetzt sagen: ich ruhe in mir selbst….aber das klingt irgendwie so platt….Ich lausche in mich hinein und staune über die innere Ruhe die mir entgegen hallt…diese zufriedene Unaufgeregtheit (ein Wort, das es so nicht als Substantiv im Duden gibt, sondern nur als Adjektiv)….das kleine stille Glück einfach da zu sein.

Heilig-Abend – innere Zufriedenheit

Wisst Ihr, was ich an meinem Leben so wirklich mag? Die Freiheit auch einen Tag wie den 24. Dezember so zu verbringen, das ICH Spaß daran habe…ohne Stress…ohne Hektik.

Aufgestanden bin ich wie immer in der Woche…kurz nach 5 Uhr. Ins Büro wollte ich ja so für ca. 2 Stunden…letztendlich waren es dann doch fast 4 Stunden…aber dafür hatte ich ein wohliges Gefühl von: GESCHAFFT !!! in mir.

Und wenn ich dann sowieso schon in Hamburg bin, kann ich auch direkt weiter fahren, zu meinem Weihnachts-Zielpunkt in diesem Jahr, genau wie im letzten: Lüneburg.

Damit war schon am Morgen klar, ich werde nicht vor 16-17 Uhr wieder Zuhause sein…also hab ich direkt nach dem Aufstehen, gleich mal meine Gänsekeulen im Backofen gebacken…eine Portion meines selbst gekochten Rotkohl aufgetaut und festgestellt das ich gar keine Klösse oder Semmelknödel mehr habe….okay, also gibt es kleine Pellkartoffeln dazu….dann hab ich schnell die Wohnung aufgeräumt, das Bett gemacht und alles in einen präsentablen Zustand versetzt.

Nein – ich erwarte keine Gäste…aber ich mag es, wenn ich dann nach Hause komme und ich quasi als mein eigener Gast fungiere…also mich in einem ordentlichen Haushalt an einen gedeckten Tisch setzen kann….hahaha

Zuvor hab ich noch ein kleines Weizenbrot gebacken (mit dem Teig, den ich gestern schon angesetzt hatte) und mit einer Portion Butter im Gepäck sollte das heute mein Mittagessen werden….dazu Kaffee und Obst….Thermohose und Wanderstiefel hab ich auch noch eingepackt … und los ging es dann….

Von Hamburg aus hab ich am Mittag nur knapp 3/4 Stunde gebraucht und hab Lüneburg in diesem Jahr noch im Hellen besucht….das Ambiente und die Stimmung in dieser Stadt in der Weihnachtszeit imponiert mir auch in diesem Jahr….auch wenn es anders war, als im Vorjahr.

Die Stadt hat eine beeindruckende Architektur, bietet viel Natur mit dem Wall, den Gräften und dem Kalkberg:

und dann auch noch das Flair mit der Ilmenau…was für eine Idylle:

Das Wetter war zwar trüb…aber die Atmosphäre der Stadt konnte ich aufsaugen und mit jedem Schritt wurde ich noch ruhiger und noch gelassener….innere Zufriedenheit !

(PS: Das war mein 1.000 Beitrag – sagt mir WordPress gerade…)