Kleiner Ausflug – ums Eck

Ein phantastischer Samstag war das…weil….weil…es so ein perfekt ruhiger Tag war…Ich hab den Vormittag in aller Stille (ohne Musik, ohne Hörbuch, ohne Fernseh-Doku) dem seit langem fälligen Sortieren und Sichern von Mails und Dateien gewidmet. Da kommen ja im Laufe der Zeit eine Menge Daten zusammen.

Danach hab ich, mit frischem Elan, den Staub aus meiner Wohnung gejagt und die seit längerem geplanten Sichtschutzfolien an den Velux-Fenstern erneuert bzw. erweitert. Die sehen richtig gemütlich aus. Für das Küchenfenster hab ich eine Sonnenschutz-Folie angebracht, weil hier die Sonne bereits Morgens direkt auf Kühlschrank und Herd fällt und sich der kleine Raum sehr schnell aufheizt…das möchte ich in diesem Sommer gerne vermeiden. Sinnvoller wäre hier eine Außenjalousie oder ein von innen angebrachtes Sonnenschutz-Rollo, wie im Raum nebenan…aber das wäre eine größere Aktion, zu der ich in dieser Mietwohnung im Moment noch keine Lust habe.

Den Nachmittag hab ich dann mal wieder einmal im Tävsmoor mit einer Walking-Runde verbracht….Also nur einen Katzensprung von mir entfernt…das, was ich immer gerne als : „ums Eck“ bezeichne…

Für die Runde im Moor, wo ich Ruhe und Stille erwarte, waren aber einfach zu viele Menschen auf die gleiche Idee gekommen…und an meinen Lieblingsecken waren auch die Bänke belegt….Schade, es war also nichts mit einer kleinen KaffeePause….dafür bin ich dann die große Runde gelaufen….

Das waren dann gute 7,5 km und eigentlich hätte ich auch gerne noch einen weiteren Schlenker gemacht, allerdings hab ich in dieser Woche gleich an 2 Tagen verschiedene neue Schuhe ausprobiert und mir dabei sehr große Blasen an den Fersen gelaufen…und das trotz der vorsorglich angebrachten Gel-Pflaster….ja das eine Paar war ein echter Fehlkauf…aber das lässt sich bei mir nicht verhindern. Ich hatte zwar jetzt wieder meine alten Wanderschuhe an, die passen ja perfekt…aber so aufgescheuerte Fersen tun auch in den tollsten Schuhen weh…

sturer Esel und der Stier in Mir

…nach der blöden Tour vom Sonntag, hab ich gleich am Montag nach Feierabend eine Entspannungstour gemacht:  Jetzt nichts Großartiges, dafür aber direkt vor der Haustür gestartet. Und DAS war genau so, wie ich es mir am Sonntag gewünscht hätte:

ruhig, entspannt und locker rund um Klövensteen, Buttermoor, Tävsmoor, Appen und  Moorrege zurück nach Hause…das waren   rund 32km.

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Es waren optimale Bedingungen: fast gar keine Menschen, leicht kühler Wind und ich hatte vorher  gegessen…hahahha ein nicht zu unterschätzender Faktor, der sich sehr stark auf mein inneres Wohlbefinden auswirkt. Nach der Tour fühlte ich mich erfrischt…nicht erschlagen.

Eigentlich hätte die Tour am Sonntag auch gut werden können, wenn ich es geschafft hätte, ein paar Parameter leicht zu verändern.

Normalerweise gelingt mir das auch…aber manchmal bin ich halt stur wie ein Esel und schaue weder nach rechts noch links…

und als Stier will ich dann auch unbedingt mit dem Kopf durch die Wand. Manchmal gewinnt eben doch die Wand…was ich aber nicht wahrhaben möchte…

Also getreu den Lehren des Konjunktiv II: hätte, wäre, würde

  • Hätte ich irgendwo an der Strecke eine Kleinigkeit gegessen, dann wäre ich innerlich entspannter gewesen
  • Hätte ich einfach meine Route geändert, dann wäre ich nicht so durch den Straßenverkehr gestresst gewesen
  • wäre ich nicht so stur gewesen, hätte der Tag schön werden können

Egal, manchmal tut so ein Brummeln ja auch gut…

Im Laufe der Jahre haben die Viecher: Esel und Stier schon für so manchen Zoff in meinem Leben gesorgt, aber mit zunehmendem Alter richtet sich diese Sturheit meistens nur noch gegen mich selbst…so nach dem Motto: Das hast Du Dir selber eingebrockt…dann Löffel es jetzt auch aus….

Insgesamt jedoch bin ich wesentlich nachsichtiger und milder mit meiner Umwelt…da  sehe ich interessanteweise bei mir einen Zusammenhang mit den Wechseljahren.. Im gleichen Maße wie mich die Auswirkungen mit Hitzewallungen und Veränderung des Körpers im Griff haben,  bin ich entspannter geworden.

Altersmilde?  hahaha  kampfesmüde trifft es eher. Ich war früher eher bereit für meine Sichtweisen einzustehen und  Wissen durchzuboxen…gerade im Job merke ich, das ich heute nicht mehr den Ehrgeiz habe, jeden kleinen Fehler, der mir begegnet, auch  unmittelbar auszubügeln….meine Eigenen schon, nicht aber mehr die von Anderen. Früher hätte mir das keine Ruhe gelassen….

Wenn mir heute Wissenslücken auffallen, also Fehler die öfter auftauchen, dann lenke ich das Gespräch irgendwann mal auf das Thema und erwähne die Regeln, so als Nebenbei-Information, als Allgemeingut…

Ob das wirkt? Keine Ahnung – zumindest mir hilft es gelassener durch die Welt zu gehen..

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erholung – aber wie?

Mein erster Reflex heute: ich verkrieche mich auf der Couch unter eine Decke und bewege mich nicht mehr fort. Immerhin wäre das ja  auch eine Form der Erholung.

Der Regen hat noch nicht einmal aufgehört heute, es ist alles grau in grau und mir ist kalt.

Aber nein..ich spüre bereits jetzt, wenn ich DAS heute so machen würde, wäre ich am Ende des Tages unzufrieden… und unzufrieden in eine neue Woche zu starten macht auch die kommende Woche nicht zufriedener…

Ich habe lange und sehr gut geschlafen…so gut, wie die ganze Woche nicht. Durch den Schlaf hab ich schon ein Gefühl von Erholung, aber das reicht noch nicht.

Das Rezept lautet: RAUS gehen….ab in die Natur…egal was das Wetter gerade sagt.

Ich hab also mal wieder die Karte von Schleswig-Holstein und Hamburg vor mir ausgebreitet und meinen Blick ruhte lange auf der Holsteinischen Schweiz (nein – zu weit weg für heute) – ich hab keine Lust jetzt noch so lange im Auto zu sitzen).

Also einer gedachten Linie: Holsteinische Schweiz in Richtung Hamburg  einfach mal mit dem Finger entlang gehen:  Plön / Bad Segeberg / Bad Oldeslohe / Ahrensburg / Hamburg.

Ahrensburg: das ist nahe dran und hat so einiges an Natur zu bieten z.B. das „Stellmoorer Tunneltal“ … das klingt doch super – oder nicht?

Also das Ziel für heute ist gefunden.

Nun werde ich also die Trägheit  abstreifen, mich in ein Regenoutfit werfen, meinen Rucksack packen und nach Ahrensburg fahren…

Vom Reden und Schweigen

Nach diesem Wochenende musste ich erst einmal wieder „Stille tanken“…ich hatte nicht mal mehr Lust etwas zu schreiben. Ich hatte mich derart kommunikationstechnisch ausgepowert…

Es war ein tolles Wochenende, es hat super viel Spaß gemacht und ich bin sogar länger geblieben, als ich geplant hatte…aber danach brauchte ich erst mal wieder Schweigen.

Wir haben nahezu ununterbrochen geredet…lach…bis kurz vor 2 Uhr nachts. Es hat mich gewundert das meine Schwester überhaupt so lange aufgeblieben ist…normalerweise geht sie so um 21 Uhr schlafen, da sie ja sehr oft bereits um 4.30 Uhr zur Arbeit fährt. Da hat sie sich im Laufe der Jahre angewöhnt immer früh schlafen zu gehen.

Aber auch sie hat es genossen mal ungestört reden zu können. Mein Schwager war ja nicht da und so haben wir geredet und geredet….Einzig während der Saunagänge war es dann mal still.

In der Sauna herrscht das Gebot der Ruhe…was ich auch richtig finde. Wenn ich alleine in der Sauna bin, mag ich es ja auch nicht, wenn die Anderen sich unterhalten. Aus diesem Grund haben wir uns für die Ruhephasen zwischen den Saunagängen zwar ein schönes Plätzchen gesucht…aber die Ruheräume gemieden….hahaha. In früheren Zeiten sind wir schon mal aus so einem Ruheraum geflogen, weil wir ständig gekichert und gebabbelt haben.

Es war schön…es war lustig…und es tat unglaublich gut. Wir waren im Campus-Bad in Flensburg. Zuerst schwimmen im 50m Becken…wow…die wenigsten Bäder haben so große Becken…dann ab in den Saunabereich.  Später hab es Frucht-Cocktails (ohne Alkohol) und nach ein paar Stunden haben wir dort auch gegessen. Getränke und Essen waren erstaunlich gut und preislich angemessen. Wir hatten Burger bestellt und das waren keine pappigen Industrie-Burger, die schmeckten sogar richtig gut…auch die Pommes waren knackig und lecker….

Die verschiedenen Saunen waren ordentlich, sauber und nicht überfüllt…(na gut – während der Aufgüsse war es schon voll…aber nicht zuuu voll).

Ich glaube wir waren erst gegen 21 Uhr wieder zuhause…und mit einer Flasche Wein und 2 Gläsern ging es dann weiter mit dem Reden. Eigentlich kann man sagen, wir haben die letzten 9 Jahre nachgeholt…und wie üblich ging es dabei hauptsächlich um ihr Leben…die privaten Probleme, die beruflichen Probleme…aber ich hab es ja gelernt auch einfach mal in ein Thema reinzugrätschen ..und eine meiner größten Schwächen wird hier zur Stärke, ich rede einfach dazwischen und so bin ich beim Reden nicht zu kurz gekommen.

Sie hatte im Gästezimmer das Bett für mich vorbereitet und ich bin dann auch fast sofort eingeschlafen…Sonntag Morgen ging es dann schon früh wieder raus…ich wollte ja direkt nach dem Frühstück schon wieder fahren. Gefrühstückt haben wir in einem kleinen Cafe in der Nähe  und das war dort nett und lecker …und danach sind wir dann doch noch durch das in den letzten 20-30 Jahren entstandene Naturschutzgebiet, dem ehemaligen Truppenübungsplatz, gelaufen.

Meine Schwester wohnt in der GLEICHEN Straße, wie wir damals als Kinder mit unseren Eltern, als unser Vater noch bei der Marine war…und der Truppenübungsplatz war gleich hinter den Häusern…wir Kinder durften dort zwar nicht spielen….taten es aber trotzdem…lach…das gab dann auch schon mal Ärger mit den Soldaten und auch mit unseren Eltern.

Heute ahnt man nicht mal mehr, das es einmal ein Übungsgelände der Bundeswehr war, inzwischen ist es ein beliebtes Naherholungsgebiet und ich bin immer wieder überrascht wie dicht bewaldet das Gebiet inzwischen ist.

Es war schon fast Mittag als ich mich wieder ins Auto gesetzt habe und nach Hause fuhr…den Rest des Sonntags hab ich schweigend verbracht…. kein Handy / keine WhatsApp-Nachrichten / kein Blog / keine Musik….Stille.

Und zusammen mit meiner Walking Runde am Abend waren es fast 12km….

Neujahrs-Spaziergang (Wanderung)

Neujahrs-Spaziergang (Wanderung)

Der Morgen des neuen Jahres empfing mich mit diesigem Wetter, ich hatte Kopfschmerzen und hab gefroren, obwohl es warm in der Wohnung war.

Mit diesen Voraussetzungen fiel es mir schwer mich für irgendwelche Aktivitäten aufzuraffen.. Hab es aber trotzdem geschafft – in der Hoffnung, das mir durch die Bewegung endlich warm wird.

Lust auf eine lange Autofahrt hatte ich nicht, deshalb hab ich meinen Wanderausflug direkt vor der Haustür gestartet. Kurz hinter der Stadtgrenze beginnt ja bereits der Regionalpark  „Wedeler Aue“…und da gibt es so einiges zu entdecken.

Bereits nach knappen 2,5 km hatte ich den Stadtforst „Klövensteen“ erreicht und der erstreckt sich über eine große Fläche, mit einen Wildgehege und  dem Schnaakenmoor. Viel zu groß um es an einem Nachmittag zu fuß zu erkunden… aber es war klasse…der Wald ist dicht und groß  und es gibt viele kleine Wege, Abzweigungen …das diesige Wetter machte es im Wald noch einmal gemütlicher.

Jede Menge Menschen waren unterwegs…aber je weiter ich die kleinen Wege gegangen bin, um so weniger Menschen sind mir begegnet…

Ach ja: Warm ist mir dabei sehr schnell geworden…und mit knappen 10km war es  ein schöner Neujahrs-Spaziergang…hier gibt es noch vieles zu entdecken und das Schöne ist, es ist quasi ums Eck… ich bin also sehr schnell und unkompliziert in einem großen Naherholungsgebiet, das hab ich so noch gar nicht wahrgenommen….