Persönlicher Zwischenstand

Ich hab mich heute für`s Büro etwas schicker angezogen, so mit Rock und Blazer….anstatt der obligatorischen Jeans…und ich hab mich richtig wohl damit gefühlt.

Also flugs in der Frühe ein Foto von mir gemacht und per WhatsApp an ein paar liebe Menschen verschickt.

Als Rückmeldung kam: Du siehst aber erholt und zufrieden aus.

Also hab ich mal wieder in mich hineingelauscht: JA das stimmt. Ich fühle mich erholt und ich bin sehr zufrieden mit mir und meinem Leben.

Natürlich bin ich nicht jeden Tag gut drauf und fühle mich auch nicht jeden Tag so gesund und munter…Aber:

Körper und Seele haben sich nach dem jahrelangen Stress wieder vollständig erholt…ich summe bereits Morgens vor mich hin….lache wieder öfter impulsiv aus vollem Herzen, tänzele oft spontan durch die Wohnung, und sobald ich in der Natur bin, fang ich an zu lächeln….und ich merke wie die Kreativität und auch die Fantasie wieder zurück kommen.

Etwas mehr als 1 Jahr nach meinem Umzug von Hessen nach Schleswig-Holstein und alles was mit dem beruflichen Mega-Stress zu tun hatte, ist überwunden. Mehr als 1 3/4 Jahr nach der Trennung und ich bin wieder zufrieden in meinem eigenen Leben angekommen.

Der Mensch ist irgendwie nicht dafür gemacht, dauerhaft glücklich zu sein…aber die Chance auf eine dauerhaftere Zufriedenheit, die ist da. Eine Chance die man aber auch nutzen muss.

So eine persönliche Zufriedenheit ist nämlich kein Garant dafür, das es auch so bleibt und in den Schoß fällt sie einem auch nur selten…Zufriedenheit zu erreichen und zu halten, das kostet etwas Mühe….es bedeutet auch, sich mit sich selber auseinander zu setzen.

In meinem Falle bedeutet es vor allem auch körperlich und geistig aktiv zu sein, Spaß daran zu haben, sich nicht hängen zu lassen…aber auch mal dunklere Stunden auszuhalten, durchzustehen…und dann wieder das Positive im Leben zu bemerken und sich daran zu erfreuen….

Ich wünsche Euch allen viel Gesundheit und Zufriedenheit und ein schönes Wochenende 🌼

Ein Leben Verpacken – vom Suchen und Finden

Gerade erst jagten sich 3 Eichhörnchen die Bäume rauf und runter….und nun sind sie bei mir auf dem Balkon…jeder  lauert auf den Anderen und auf das Futter….und auf einmal ist es wieder sehr still…man hört nur noch leise Fressgeräusche…jeder in einer anderen Ecke des Balkon.

So gegen Ende des Monats werde ich das Füttern  der Vögel und Eichhörnchen langsam reduzieren…damit sie sich daran gewöhnen, noch mehr andere Futterquellen anzusteuern.

Von den insgesamt 4 Eichhörnchen werden sowieso nur 1-2 hier blieben….ich hab gelesen das dieses spiralförmige um die Bäume jagen territoriale Kämpfe sind….und die Nicht-Gewinner werden sich bald ein anderes Revier suchen. Ach diese kleinen frechen Racker werde ich vermissen.

Das mit den Umzugskartons gestern hat geklappt…Nun hab ich 30 Kartons die so langsam gefüllt werden wollen…und obwohl ich es anders geplant hatte, hab ich auf einmal ganz langsam angefangen, die ersten Kisten aufzubauen und zu packen…. Bücher, CDs, Deko-Kram….alles was ich nicht zum täglichen Leben brauche…und gleichzeitig  reduziere ich immer mehr.

Ich bin ja in meinem Leben schon sehr oft umgezogen. Allein in Hessen ist das hier in Schnöselhausen die 8. Wohnung  in 17 Jahren…davon habe ich fast 10 Jahre in einer kleinen Wohnung ohne Balkon in Frankfurt-Rödelheim gelebt…und als Kind  „wurde ich oft umgezogen“…mein Vater war damals bei der Marine und da hieß es öfter: Kisten packen und los und auch als Jung-Erwachsene bin ich nach dem Auszug zuhause 5 Mal umgezogen…so insgesamt bin ich in meinem Leben 16-18 Mal umgzogen….so ganz bekomme ich die Umzüge aus meiner Kleinkinderzeit nicht mehr zusammen.

Ich finde es faszinierend wenn jemand in meinem Alter noch nie seine Stadt verlassen hat um woanders zu wohnen…und beneidenswert wenn von Freundschaften aus Kindertagen geredet wird…während ich quer durch die Republik von Norddeutschland, nach NRW, nach Hessen und jetzt zurück nach Norddeutschland meinen Hausstand verlagere.

Obwohl ich kein Freund von Veränderungen bin, habe ich diese doch immer wieder gesucht…und es gibt in all meinen Umzügen eigentlich nur 2, die ich im Rückblick als unnötig und belastend  empfinde (Gambach und Sachsenhausen).

Ich sag zwar ich bin kein Freund von Veränderungen, aber irgendwie stimmt das ja auch nicht…ich bin nicht nur oft umgezogen, ich habe meinem Leben schön öfter komplett neu-geordnet.

        Erst gab es die Zeit da musste ich mich beruflich finden und festigen: einmal Karriere hin und zurück

        Dann war ich auf der Suche nach Mir selbst: Was und Wer bin ich eigentlich außerhalb meines Jobs

        Dann gab es die Zeit da war ich auf der Suche nach Halt und Geborgenheit:  auf der Suche nach Liebe, Freundschaften und dem Gefühl irgendwo hin zu gehören

        Und jetzt bin ich auf der Suche nach der Balance zwischen Job, Gesundheit und Freizeit

Die Erkenntnisse aus dem Rückblick auf mein Leben:  Ich brauche nicht mehr viel zu suchen, denn ich hab fast alles gefunden…es fehlt jetzt nur noch die Balance und die hole ich mir mit dem nächsten Umzug.

Interessant ist, so einiges was ich gesucht und gefunden habe, brauche ich heute nicht mehr…lach aber das ist eine Erkenntnis des zunehmenden Alters.

17.-18.Urlaubstag So 02.07.2017 – Resümee

Damit sind heute meine 18 Tage Urlaub beendet…zum Abschluss fahren wir nachher noch zum Bowling…das haben wir schon mehrere Monate nicht mehr gemacht…und ich freu mich darauf. Nein, so richtig gut kann ich das nicht…aber immerhin bin ich kein Opfer mehr…sondern werde zum Gegner…lach…

Mit dem Ende des Monats Juni, legt nicht nur das Wetter eine Pause vom Sommer ein…sondern auch ich muss mich wieder an geregelte, durchstrukturierte Tagesabläufe gewöhnen. Und doch bleiben zum Glück noch 2  Monate „Sommer“ übrig…also Zeit genug nach Feierabend auch die schönen Seiten zu genießen.

Wie war nun mein „Aktiv“-Urlaub zuhause?

Schön! Aber nach 1,5 Wochen Urlaub hätte ich mich wirklich gefreut ein paar Tage mit meinem Schatz zusammen Urlaub zu machen….2,5 Wochen sind ein wenig lang für Allein-Urlaube. Aber gut das ich Zuhause geblieben bin. Ich hab es sehr genossen mit dem Fahrrad ein paar Touren zu machen, mich intensiv mit den Balkonen und ihrer Bepflanzung zu kümmern…ich hab fast alles gemacht, was ich gerne mache. Außer Sauna und Massagen (dafür war es zuerst viel zu warm und dann wollte ich nicht). Ich hab nicht so viel Touren mit dem Auto unternommen, wie ich vor gehabt habe (das macht mir allein nicht mehr so viel Spaß wie früher), aber dafür habe ich mich 2x mit Freunden/Bekannten getroffen…mehr als erwartet.

Ich kann also absolut zufrieden sein und muss es noch einmal wiederholen: Der Mensch ist nicht dafür gedacht permanent glücklich zu sein…auch eine durchgehende Zufriedenheit ist auch schon hart zu erarbeiten…und so fällt mein Resümee für die Gesamtzeit sehr positiv aus….auch wenn es bei einzelnen Tagen nicht ganz so dolle war.

Meine Figur hat sich in den Urlaubswochen positiv entwickelt…ich fühle mich wieder wohler in meiner Haut…und sogar die Waage ist gnädig mit mir und zeigt endlich mal wieder  nach unten. Das liegt vor allem am Sport und durch das sehr warme Wetter hatte ich auch wesentlich weniger Hunger und gar keinen Heißhunger auf Süßes. Super.

Nun fühle ich mich erholt und habe auch das Gefühl seit Monaten nicht mehr im Büro gewesen zu sein…hihihi. Ich hoffe ich kann dieses Gefühl ein paar Tage aufrechterhalten. Freitagabend war ich ja bereits kurz im Büro, so für ca. 30-40 Minuten um eine Transaktion laufen zu lassen, die für den Monatswechsel absolut notwendig ist…und da auch Externe am Wochenende auf unser System zugreifen musste ich das an diesem Tag direkt machen.  Ich war extra erst am Abend dort….und hab dann noch schnell ein paar andere Dinge erledigt. Dabei bin ich sehr gezielt auf spezielle Freigaben gegangen…und habe auch nur die Mails geöffnet, die mir unkritisch erschienen….also nur ein paar der leichteren Dinge.

Morgen früh, kann ich mich dann gleich mit den schwierigeren Themen beschäftigen….immerhin hab ich keine Zeit für einen sanften Start….in 5 Tagen ist bereits Quartalsabschluss….lach….also gleich wieder ab  „in die Vollen“… Gut das ich vor meinem Urlaub vorgearbeitet habe….ich hoffe also es wird mich nicht gleich wieder umhauen.

….ich versuche Optimist zu sein und wünsche das mir meine Kraft und mein Elan helfen in Schwung zu bleiben…

Resümee einer Woche

So langsam schaffen wir es wieder eine gewisse Struktur in unseren Alltag zu bekommen…nach 2 Jahren Fernbeziehung ist es schon etwas anderes wenn man jetzt wieder jeden Tag zusammen ist. Und da er jetzt auch noch den ganzen Tag zuhause ist, ist auch das erst einmal ungewohnt für uns Beide.

Ich gehe wie jeden Tag ganz normal zur Arbeit, kann also nicht später als 24.00 Uhr ins Bett gehen, wenn mein Wecker um 5.40 Uhr klingelt…. Während mein Schatz als Nachteule wieder nicht ins Bett findet. Auch hier ist es gut das wir in getrennten Wohnungen wohnen, so kann er auch noch wenn ich bereits schlafe noch in seiner Wohnung weiter ausmisten und aufräumen…das ist gerade seine Haupttätigkeit…und ich bin froh das so manches (in meinen Augen) Überflüssige nun doch noch den Weg in die Mülltonne findet.

Hmmm – das er vieles davon schon vor Jahren hätte entsorgen können brauche ich eigentlich nicht mehr zu erwähnen oder?…auf mich wollte er ja nicht hören, gesagt hab ich es oft genug…lach…aber umso mehr freut es mich jetzt , das er von alleine darauf kommt und die Zeit auch wirklich dafür nutzt.

Meine Arbeitstage werden jetzt wieder länger….aber alles läuft gerade zufriedenstellend…ich habe genügend Zeit mich durch viele Kontrollaufgaben und Vorbereitungen ausreichende auf den Jahreswechsel vorzubereiten. Meine Chefin ist jetzt für einen Monat noch einmal in Elternzeit…das bedeutet evtl. auch mehr ungewohnte Aufgaben…aber noch ist alles Bestens. Noch hab ich alles voll im Griff und freue mich schon auf die nächste Woche  im Büro (das hab ich auch nicht mehr so oft, das ich mich wirklich auf die Arbeit freue).

Resümee einer Fernbeziehung

Also jetzt mal ehrlich…es sind jetzt genau 1,5 Jahre in der wir aus unserer Beziehung eine Fernbeziehung machen mussten…Mein Süßer kommt jeden Freitagabend nach Hause und fährt Sonntagabend wieder zurück. 400km eine Strecke….also nicht mal quasi „um-die-Ecke“…

Das Handy ist unsere Nabelschnur…unsere Verbindung…was wäre es nur ohne Whatsapp, Telefon und Mail? Ich hatte von Anfang an gesagt, maximal 1 Jahr…und jetzt werden es insgesamt 2 Jahre…und ich bin es auch langsam leid.

ABER….und jetzt kommt die ehrliche Antwort aus den Tiefen meiner Seele….sie hat uns auch gut getan, diese Fernbeziehung…auch wenn ich es nur zähneknirschend eingestehen kann…sie kam zum richtigen Zeitpunkt.

Wir haben turbulente Jahre zusammen gehabt, die „Umstände“ waren teilweise grotesk und ich hatte ein Vertrauensproblem…ausgelöst durch Unwahrheiten, komischen Begebenheiten, merkwürdigen Situationen und daraus resultierendem Misstrauen…eine Abwärts-Spirale die zu durchbrechen echt schwer ist…aber ich hab an mir hart gearbeitet und mein Süßer ebenfalls …also an sich.

Diese Fernbeziehung konnte also nur soweit gutgehen, wie ich wieder vertrauen konnte…und durch die Entfernung sind wir Beide innerhalb der Woche  endlich mal zur Ruhe gekommen….und haben uns an den Wochenenden auf uns konzentriert…und je besser das klappte, umso mehr konnte ich vertrauen und umso entspannter wurde mein Schatz…und das ist jetzt die Spirale nach oben…

Unser Kommunikationsverhalten zueinander ist um Lichtjahre besser geworden und sogar Absprachen funktionieren, …jaja…

Also: Eine Weile in einer Fernbeziehung zu leben kann gut und sogar hilfreich sein, aber irgendwann muss es auch wieder vorbei sein mit der Ferne…. Bei mir dauert es noch ½ Jahr

Job und Leben

Am 1. April 2016 hab ich 10jähriges gefeiert. 10 Jahre  arbeite ich nun schon für diesen Konzern. Dabei wollte ich bereits nach 3 Tagen unbedingt wieder weg. Ich fand es fürchterlich.

Aus einer Position mit viel Verantwortung und 130%igem Einsatz, war ich auf einmal auf einem Posten der nur ca. 4 Tage im Monat etwas Arbeit bot. Den Rest der Zeit wollte mir aber niemand etwas Arbeit abgeben und schon gar nichts erklären.

Ich war definitiv fehl an diesem Platz, da weder mein Engagement, noch mein Fachwissen benötigt wurde. Da meine Fragen auch etwas unfreundlich abgewehrt wurden, habe ich auch das Reden eingestellt….und habe mich zu Tode gelangweilt.

Eine schreckliche Situation…blöde Umgebung, blöder Job…. Erst ein paar Monate später bekam ich die Anfrage aus einer anderen Abteilung ob ich nicht helfen könnte…das hat es dann leichter gemacht.

Und nach ca. 1 Jahr bekam ich das Angebot in eine Schwestergesellschaft zu wechseln, die gerade im Aufbau war….und genau hier war ich richtig. Genau mein Ding….Aufbau-Arbeit, Strukturen schaffen…herrlich. Viel Arbeit….viiiiiiiieeeel  Arbeit und eine große Herausforderung.

Jaaa und nun sind insgesamt 10 Jahre vergangen und aus der anfänglichen Aufbauarbeit, die insgesamt fast  7 Jahre dauerte…. Ist inzwischen ein großes Unternehmen, mit 3 Gesellschaften geworden, welches sich vorbildlich in den Konzern integriert hat.

Inzwischen sind wir so gut organisiert und strukturiert, das wir sogar zertifiziert sind…und  wir sind in ein starres Korsett der Muttergesellschaft gezwängt in dem die Anwälte mehr zu sagen haben, als andere Abteilungen und  aus unserer anfängliche Stärke der schnellen Entscheidungen in flachen Hierarchien und der abteilungsübergreifenden Arbeit ist  inzwischen ein so großer Apparat geworden, das es mir manchmal wie eine Behörde vorkommt. Alles muss dokumentiert sein, alles muss beweisbar sein….vorbei die Zeiten wo man pragmatische Lösungen gefunden hat, für Dinge die einem auf Zuruf aufgetragen wurden. Unsere Flexibilität und Schnelligkeit war ein enormer Vorteil.

Trotzdem liebe ich den Job. Nach all der Aufbauarbeit in vielen Jobs, habe ich hier endlich den Aufbau überstanden….habe mein eigenes Büro und Mitarbeiter die einen Teil der Arbeit machen. Endlich hab ich mal Zeit und bin nicht nur gehetzt und gestresst. Meine Chefs, Kollegen und Mitarbeiter vertrauen mir….

Und mit Erschrecken erkenne ich das ich inzwischen schon 30 Jahre arbeite….ununterbrochen….mit Ausnahme des einzigen Monats in meinem Leben, in dem ich Unterstützung vom Arbeitsamt benötigte…und das ist auch schon wieder 13 Jahre her….