Ein Leben Verpacken – vom Suchen und Finden

Gerade erst jagten sich 3 Eichhörnchen die Bäume rauf und runter….und nun sind sie bei mir auf dem Balkon…jeder  lauert auf den Anderen und auf das Futter….und auf einmal ist es wieder sehr still…man hört nur noch leise Fressgeräusche…jeder in einer anderen Ecke des Balkon.

So gegen Ende des Monats werde ich das Füttern  der Vögel und Eichhörnchen langsam reduzieren…damit sie sich daran gewöhnen, noch mehr andere Futterquellen anzusteuern.

Von den insgesamt 4 Eichhörnchen werden sowieso nur 1-2 hier blieben….ich hab gelesen das dieses spiralförmige um die Bäume jagen territoriale Kämpfe sind….und die Nicht-Gewinner werden sich bald ein anderes Revier suchen. Ach diese kleinen frechen Racker werde ich vermissen.

Das mit den Umzugskartons gestern hat geklappt…Nun hab ich 30 Kartons die so langsam gefüllt werden wollen…und obwohl ich es anders geplant hatte, hab ich auf einmal ganz langsam angefangen, die ersten Kisten aufzubauen und zu packen…. Bücher, CDs, Deko-Kram….alles was ich nicht zum täglichen Leben brauche…und gleichzeitig  reduziere ich immer mehr.

Ich bin ja in meinem Leben schon sehr oft umgezogen. Allein in Hessen ist das hier in Schnöselhausen die 8. Wohnung  in 17 Jahren…davon habe ich fast 10 Jahre in einer kleinen Wohnung ohne Balkon in Frankfurt-Rödelheim gelebt…und als Kind  „wurde ich oft umgezogen“…mein Vater war damals bei der Marine und da hieß es öfter: Kisten packen und los und auch als Jung-Erwachsene bin ich nach dem Auszug zuhause 5 Mal umgezogen…so insgesamt bin ich in meinem Leben 16-18 Mal umgzogen….so ganz bekomme ich die Umzüge aus meiner Kleinkinderzeit nicht mehr zusammen.

Ich finde es faszinierend wenn jemand in meinem Alter noch nie seine Stadt verlassen hat um woanders zu wohnen…und beneidenswert wenn von Freundschaften aus Kindertagen geredet wird…während ich quer durch die Republik von Norddeutschland, nach NRW, nach Hessen und jetzt zurück nach Norddeutschland meinen Hausstand verlagere.

Obwohl ich kein Freund von Veränderungen bin, habe ich diese doch immer wieder gesucht…und es gibt in all meinen Umzügen eigentlich nur 2, die ich im Rückblick als unnötig und belastend  empfinde (Gambach und Sachsenhausen).

Ich sag zwar ich bin kein Freund von Veränderungen, aber irgendwie stimmt das ja auch nicht…ich bin nicht nur oft umgezogen, ich habe meinem Leben schön öfter komplett neu-geordnet.

        Erst gab es die Zeit da musste ich mich beruflich finden und festigen: einmal Karriere hin und zurück

        Dann war ich auf der Suche nach Mir selbst: Was und Wer bin ich eigentlich außerhalb meines Jobs

        Dann gab es die Zeit da war ich auf der Suche nach Halt und Geborgenheit:  auf der Suche nach Liebe, Freundschaften und dem Gefühl irgendwo hin zu gehören

        Und jetzt bin ich auf der Suche nach der Balance zwischen Job, Gesundheit und Freizeit

Die Erkenntnisse aus dem Rückblick auf mein Leben:  Ich brauche nicht mehr viel zu suchen, denn ich hab fast alles gefunden…es fehlt jetzt nur noch die Balance und die hole ich mir mit dem nächsten Umzug.

Interessant ist, so einiges was ich gesucht und gefunden habe, brauche ich heute nicht mehr…lach aber das ist eine Erkenntnis des zunehmenden Alters.

3 Gedanken zu “Ein Leben Verpacken – vom Suchen und Finden

  1. Gerade ziehen wir ja wieder um. Nächste Woche wird verpackt, derzeit ausgemistet. Und wie easy das Ausmisten ist, nachdem der letzte Umzug erst drei Jahre her ist! Davor wohnten wir 12 Jahre am gleichen Platz. Ich habe schon verkündet, wir sollten alle drei Jahre einen Umzug simulieren, damit sich gar nicht so viel ansammelt 😉.
    Je mehr Erfahrung man mit Umzügen hat, umso leichter fällt es, weil man seine Strategien hat. Mir sind Menschen, die krank werden, weil sie den vertrauten Kirchturm nicht mehr sehen können, immer ein bisschen suspekt. Ich denke dann immer: „Es ist doch nur ein Ort?!“

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    1. ja man wird routinierter bei regelmässigen Umzügen. Jahreslang hatte ich NIE Zuviel in den Ecken…bis ich sesshaft wurde…lach
      VIEL Erfolg beim Umzug…

      Genau eine Wohnung hat nicht unbedingt etwas mit dem Gefühl von „Heimat“ zu tun….Okay bei Dir mit Polen war es bestimmt intensiver…schon allein durch die Sprache.
      Ich finde es z.B. spannend in der neuen Wohngegend alles zu Fuß zu erkunden…so lernt man einen Ort richtig gut kennen…

      Gefällt 1 Person

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