Unentspannt auf dem Beifahrersitz

Mein Putzeinsatz hat sich gelohnt und so haben wir dann tatsächlich Freitagabend (nach dem Ausflug in die Stadt) den Heimweg angetreten…das war eigentlich eine schöne Fahrt zurück….allerdings nur  bis es mal wieder Stress gab…

Ich bin es gewohnt zu fahren, fahre zügig und bin auch manchmal unbeherrscht in meinen Äußerungen, aber ich fahre dabei sicher ….und seitdem ich selber einen Führerschein habe (seit 30 Jahren) bin ich ein sau-schlechter Beifahrer….und das steigert sich noch, wenn ich dabei auf dem Beifahrersitz meines eigenen Autos sitze.

Diesemal hatte ich aber alles gut im Griff….also mich…und ich konnte meinem Süssen ruhig und detailliert erklären WANN und in WELCHEN Situationen ich  leicht panisch werde….er hat es sich angehört, ruhig gesagt er wird versuchen daran zu denken und es prompt nicht getan…also bin ich ein paar Mal echt nervös geworden und hab es ihm auch in relativer Ruhe auch gesagt, dass er doch besser diese „Spökskes“  lassen soll, auch als er ziemlich unkontrolliert versucht hat einen Autofahrer auf einer 3spurigen Autobahn zu disziplinieren….doch ca. 60km vor unserer Ankunft zuhause hat er voll den Koller bekommen und da bin ich dann laut geworden….na  super…

Also wenn ich mit eingeschaltetem Tempomat auf der rechten Spur fahre, vor mir taucht ein langsameres Auto auf und im Rückspiegel kommt ein Auto auf der linken Spur, dann kann ich doch entweder

  • noch mehr Gas geben und vor dem Auto auf die linke Spur ziehen, was aber meistens nicht zu empfehlen ist oder
  • das Gas reduzieren in dem ich den Tempomat ausschalte und mit Motorbremse versuche dem Vordermann nicht zu dicht aufzufahren oder
  • ich bremse leicht ab und schalte damit den Tempomat aus

Aber immer wieder mit eingeschaltetem Tempomaten  bis zur letzten Sekunde extrem dicht auf den Vordermann aufzufahren, nur um es evtl. doch noch mit dem Tempomaten zu schaffen,  das macht mir extrem Angst.

Da muss der Vordermann nur etwas  langsamer werden und dann ….PENG…..

Mein Schatz meint ich habe kein Vertrauen in seine Fahrkünste…doch hab ich, aber nicht in seine Idiotie und die der anderen Verkehrsteilnehmer. Als ich den Führerschein fürs Motorrad  gemacht habe, hat mein Fahrlehrer damals einen schlauen Satz gesagt, der mich bis heute begleitet: Du musst immer mit den Fehlern der Anderen rechnen…genau das tue ich….und wenn ich mal zu dicht auffahre weil mich jemand ärgert…was auch vorkommt, dann mache ich das einmal und dann dann schaltet sich mein Verstand auch schnell wieder ein und ich lass es dann sein.

Ich fühle mich verletzt

Mir geht es schlecht…. also meine Seele ist verletzt…enttäuscht über das was mir mal wieder so zugetraut wird… wie wenig von dem was ich sage, tatsächlich genauso ankommt und wie achtlos meine Bemühungen in den letzten Jahren als nicht relevant beiseite geschoben wurden.

Es macht mich wütend und damit auch laut…jawohl ich mache meinem Ärger Luft, aber das führt ja zu nichts…außer das noch weniger vom Inhalt meiner Worte ankommen…das macht mich fassungslos: je mehr ich sage umso weniger dringt es durch…na gut zu Wissen…

Aber es ist schon krass wieviel Inhalt zwischen Sender und Empfänger verloren geht, auch wenn es kein Hindernis gibt…direkte Kommunikation und trotzdem wird mutwillig jede meine Äußerungen anders gesehen, als ich sie abgeschickt habe.

Worum es geht? Es geht um die Kommunikation zwischen meinem Freund und mir, die gestern mal wieder einen traurigen Höhepunkt erreicht hat…um nicht zu sagen, das ist jetzt echt die Spitze an der Spitze …

Mein Kopf ist ständig damit beschäftigt Lösungen zu suchen, kurzfristige Auswege aufzuzeigen und langfristige Möglichkeiten für ein weiteres gemeinsames Leben zu finden….

Gestern musste ich mir dann sagen lassen, das ich zwar nach meiner Meinung und Vorgehensweise gefragt werde, aber das meine Lösungen und Antworten dann nicht das sind, was er gerne hören möchte und damit auch nicht übernommen wird. Und wenn ich dann frage ob er das gemacht hat, wird er wütend…und jetzt wirft er mir vor das ich nachfrage.

Also warum FRAGT er mich dann?

Was ich daraus lerne ist: ich ziehe mich jetzt erst einmal zurück und warte ab und vor allem ich bleibe erst einmal stumm…ich bin nicht seine Mutter….auch wenn er mir immer mehr Verantwortung für sein Leben gibt… ich bin nicht für ihn verantwortlich….

Aber ich bin  so…bin ein Kümmerer…aber wenn ich dann mal sage: weck Dich doch mal selber….und bürde mir doch nicht immer die Verantwortung  auf…dann bekomme ich eine patzige Antwort: ja dann muss ich ja schon jetzt ins Bett, sonst klappt das nicht.

Okay, dann ist das so…

Ich weiß für ihn ist es nicht leicht und vor allem sein Stolz fängt an zu leiden und das macht ihn auch nicht zufriedener. Es ist schon bitter zu erkennen, das es nicht mehr so leicht ist…und wenn man den Kapitalismus mit seinen Möglichkeiten  liebt, dann eben nur von der sonnigen Seite aus….von der anderen Seite macht das nicht so viel Spaß.

Es ist zwar nicht leicht…aber doch nicht unmöglich….es kostet eben nur einen Menge Zeit und Kraft und Durchhaltevermögen und eben auch ein gutes Timing…und nicht erst 2 Wochen später….

Ich hatte für uns sogar eine Lösung gefunden, falls das gar nichts mehr wird mit dem Job ….aber die Lösung werde ich ihm NIEMALS präsentieren… naja….warum sollte ich das auch tun, wo er mir ja vorwirft das ich nicht zu ihm stehe, ihn alleine lasse,  ihn für blöd halte usw….seufz….der Typ hat tatsächlich auch nach 6 Jahren immer noch keinen blassen Schimmer wie ich ticke und was ich fühle…das ist bitter

Protokoll einer fast schlaflosen Nacht

Passend zu meiner Stimmung ist es herbstlich kühl und regnerisch….seit Wochen  war es zu trocken…und jetzt  schüttet der Himmel seine Wolken aus…und ich  mache mit…mir ist zum Weinen.

Der Streit mit meinem Freund wurde mal wieder sehr heftig…und immer geht es um das gleiche Thema: Jobsuche.

Mit geht das an die Nieren…ich verliere die Fassung, habe Magenschmerzen und Zukunftsangst…und das Schlimmste ist die Hilflosigkeit zu sehen wie er mehr und mehr die Tatsachen verdreht.

Protokoll einer fast schlaflosen Nacht ca.:

23.30 Uhr alleine auf der Couch in meiner Wohnung eingeschlafen

1.00 Uhr  nach Oben in die Wohnung meines Freundes und ins Bett gegangen (er saß vor dem Fernsehe)

1.30 Uhr immer noch wach und wütend  und kann den Kopf nicht abschalten

2.00 Uhr immer noch wach / stehe auf und sag ihm er sollte doch auch mal ins Bett kommen

2.30 Uhr mein Freund kommt ins Bett…ich bin immer noch wach,  kuschel mich etwas an…der Kopf läuft auf Hochtouren

3.00 Uhr ich bin immer noch wach …mein Freund schläft

4.00 Uhr er wacht auf weil er Husten und auf die Toilette muss…ich werde wach…ha…endlich hab ich etwas geschlafen

7.00 Uhr ich werde wach …stehe auf, ziehe mich an, gehe nach Unten und stelle die Futterschalen für die Vögel auf, gehe nach oben, ziehe mich wieder um und lege mich zurück ins Bett, schlafe sofort ein und träume nur Blödsinn.

10.30 Uhr ich werde erneuet wach, stehe auf, koche Kaffee leg mich zurück und wecke meinen Freund.

 

Blöder Streit ….

Seit der Wohnungsübergabe gestern hab ich nun wieder etwas mehr Zeit für mich….wenn auch unfreiwillig…

Unmittelbar danach, noch vor dem Haus kam es zu einem unschönen Streit mit meinen Freund. Ich hab schon bei der Fahrt dahin eine Vorahnung gehabt, es ist keine gute Idee ist ihn mit zu nehmen.

Bereits seit ein paar Tagen merke ich etwas stimmt nicht mit ihm. Zuerst diese extreme Anhänglichkeit…und sein ständiges Wiederholen das wir ein gutes Team sind und er so unglaublich zufrieden mit den Fortschritten in der alten Wohnung und wie gut wir in seiner Wohnung (ausmisten) vorankommen…. Dann sein ständiges mach das so, lass das stehen, das mach ich…das ist zu schwer…lass mich mal, dann mach ich etwas und es kommt: DAS hätte ich doch machen können….das wollte ich doch machen….und auf der anderen Seite das ständige Motzen wieviel doch noch zu tun ist und das er seinen ganzen Urlaub nicht nur mit Renovieren verbringen will.

Da hab ich ihn schon mehrfach gedrängt sich mal wieder mit anderen zu treffen, damit er auch etwas anderes sieht und seinen Urlaub auch etwas genießen kann. Dann hat er sich Montagabend mit seinem Stiefsohn getroffen, der hatte Geburtstag gehabt….und kam erst nachts nach Hause… Als er den nun 20jährigen Zuhause ablieferte kam es zu einem Whatsapp-Kommentar mit seiner Exe…die auch nach mehr als 5 Jahren keine Ruhe gibt.

Und gestern nach der Übergabe war ich noch mit mir und der Situation mit dem Vermieter beschäftigt, da kommt es bei Ihm zu einem Ausraster und er will mitten während ich anfahre aus dem (fahrenden) Auto steigen…ich halt also an und er stürmt raus.

Ich bin dann nach Hause gefahren….da kam eine Whatsapp von ihm: „ der Tag wird immer besser, kein Essen (das hatte er ins Auto geworfen), kein Schlüssel (den hatte er im Auto liegen lassen), kein Auto (na logisch – er ist ja mit der Bahn nach FFM gekommen und ist aus meinem Auto quasi raus gesprungen) und jetzt ist auch noch die Bahn weg.

Also: er hat Geld dabei und auf dem Weg zur Bahn gibt es ungefähr 10 Möglichkeiten sich etwas zu Essen zu kaufen…hab ihm geschrieben das er die nächste Bahn nehmen soll, ich bin zuhause – den Schlüssel kann er sich bei mir ja abholen. Irgendwann klingelte es und ich hab ihm den Schlüssel gegeben. Er stürmte mit dem Schlüssel dann an mir vorbei und das war´s dann.

Gerne hätte ich die 1. Nacht mit ihm zusammen in der neuen Wohnung verbracht, aber mir schien es sinnvoller dass er erst mal in seiner Wohnung alleine bleibt. Dafür haben wir ja zwei….und ich komme so auch etwas zur Ruhe….wenn er sich wieder einkriegt, kann er ja gerne die eine Etage runter kommen…er hat einen Schlüssel und weiß wo ich wohne.

Ja was soll ich sagen, ich hab in den letzten Tagen neben der Renovierung auch noch die neue Wohnung eingerichtet… Schränke ausgewaschen, Bad und Toilette geputzt, fast alle Kartons ausgepackt und eingeräumt….Dinge ausprobiert und verändert….alles alleine, während mein Schatz sich ausruhte, bzw. schlief…denn ich muss funktionieren…alles muss ja auch mal fertig werden….

….soooo und jetzt ruhe ich mal auch etwas aus…..mit Essen kochen und bloggen…..

Stellvertreter-Streit

Der Freizeit-Psychologe in mir kam gestern wieder mal zum Vorschein. Nachmittags hatte ich mich aus dem Staub gemacht, weil mein Süßer seine Mutter zum Besuch erwartete. Da mein Verhältnis zu ihr nicht ganz entspannt ist, hab ich lieber – gaaanz uneigennützlich natürlich – schon mal bei mir Zuhause Wäsche gebügelt und gewaschen.

Und wie immer wenn meine Quasi-Schwiegermutter zu Besuch ist, passt das zeitlich nie in den Rahmen, den mein Freund mir vorher vorgegeben hat…es dauert immer länger und alle nachfolgenden Pläne für den Abend lösen sich in Luft auf…weil es sowieso zu spät dafür ist.

Zusätzlich kommt es i.d.R. nach diesen Besuchen immer zu einem Streit zwischen uns und angeblich bin ich diejenige, die den Streit verursacht.

Okay…ich bin also mit sehr viel guter Laune und Schwung und bereit in die Stadt zu fahren wieder zu meinem Freund gefahren (SIE war schon gegangen) und es hat ca. 15 Minuten gedauert und mein Freund fing voll an mit mir zu streiten…

Und je mehr er in Rage kam umso absurder wurden die Anschuldigungen und umso wahlloser die Themen zusammen gemixt und verschoben. Es war so grotesk…weil ich dieses Mal genau aus seine und meine Reaktionen geachtet habe…das ich das Gespräch abgebrochen habe.

Irgendwo in dem Verhältnis zu seiner Mutter kommt er immer zu kurz und das trifft ihn auch heute noch – so erwachsen er auch ist. Ich wünsche ihm fast, seine Mutter wäre eine von der Sorte, die ihren Sohn über den Klee lobt und ihm immer vermittelt was für ein toller Sohn er ist…leider ist sie das nicht…und sie erzählt lieber aus ihrem Leben, als ihm zuzuhören. DAS kenne ich aus meiner eigenen Familie nur zu gut. Das ist verletzend.

Der Streit mit mir, ist dann nur der „Stellvertreter-Streit“ um den Ärger und die Verletzung durch den Besuch zu verdauen…nur das ich das auch verletzend finde.

Ich werde mir ab jetzt eine andere Strategie für die Abende nach „Mutter-Besuchen“ zurecht legen…dann geht es hoffentlich bald ohne Streit.