Protokoll einer fast schlaflosen Nacht

Passend zu meiner Stimmung ist es herbstlich kühl und regnerisch….seit Wochen  war es zu trocken…und jetzt  schüttet der Himmel seine Wolken aus…und ich  mache mit…mir ist zum Weinen.

Der Streit mit meinem Freund wurde mal wieder sehr heftig…und immer geht es um das gleiche Thema: Jobsuche.

Mit geht das an die Nieren…ich verliere die Fassung, habe Magenschmerzen und Zukunftsangst…und das Schlimmste ist die Hilflosigkeit zu sehen wie er mehr und mehr die Tatsachen verdreht.

Protokoll einer fast schlaflosen Nacht ca.:

23.30 Uhr alleine auf der Couch in meiner Wohnung eingeschlafen

1.00 Uhr  nach Oben in die Wohnung meines Freundes und ins Bett gegangen (er saß vor dem Fernsehe)

1.30 Uhr immer noch wach und wütend  und kann den Kopf nicht abschalten

2.00 Uhr immer noch wach / stehe auf und sag ihm er sollte doch auch mal ins Bett kommen

2.30 Uhr mein Freund kommt ins Bett…ich bin immer noch wach,  kuschel mich etwas an…der Kopf läuft auf Hochtouren

3.00 Uhr ich bin immer noch wach …mein Freund schläft

4.00 Uhr er wacht auf weil er Husten und auf die Toilette muss…ich werde wach…ha…endlich hab ich etwas geschlafen

7.00 Uhr ich werde wach …stehe auf, ziehe mich an, gehe nach Unten und stelle die Futterschalen für die Vögel auf, gehe nach oben, ziehe mich wieder um und lege mich zurück ins Bett, schlafe sofort ein und träume nur Blödsinn.

10.30 Uhr ich werde erneuet wach, stehe auf, koche Kaffee leg mich zurück und wecke meinen Freund.

 

Blöder Streit ….

Seit der Wohnungsübergabe gestern hab ich nun wieder etwas mehr Zeit für mich….wenn auch unfreiwillig…

Unmittelbar danach, noch vor dem Haus kam es zu einem unschönen Streit mit meinen Freund. Ich hab schon bei der Fahrt dahin eine Vorahnung gehabt, es ist keine gute Idee ist ihn mit zu nehmen.

Bereits seit ein paar Tagen merke ich etwas stimmt nicht mit ihm. Zuerst diese extreme Anhänglichkeit…und sein ständiges Wiederholen das wir ein gutes Team sind und er so unglaublich zufrieden mit den Fortschritten in der alten Wohnung und wie gut wir in seiner Wohnung (ausmisten) vorankommen…. Dann sein ständiges mach das so, lass das stehen, das mach ich…das ist zu schwer…lass mich mal, dann mach ich etwas und es kommt: DAS hätte ich doch machen können….das wollte ich doch machen….und auf der anderen Seite das ständige Motzen wieviel doch noch zu tun ist und das er seinen ganzen Urlaub nicht nur mit Renovieren verbringen will.

Da hab ich ihn schon mehrfach gedrängt sich mal wieder mit anderen zu treffen, damit er auch etwas anderes sieht und seinen Urlaub auch etwas genießen kann. Dann hat er sich Montagabend mit seinem Stiefsohn getroffen, der hatte Geburtstag gehabt….und kam erst nachts nach Hause… Als er den nun 20jährigen Zuhause ablieferte kam es zu einem Whatsapp-Kommentar mit seiner Exe…die auch nach mehr als 5 Jahren keine Ruhe gibt.

Und gestern nach der Übergabe war ich noch mit mir und der Situation mit dem Vermieter beschäftigt, da kommt es bei Ihm zu einem Ausraster und er will mitten während ich anfahre aus dem (fahrenden) Auto steigen…ich halt also an und er stürmt raus.

Ich bin dann nach Hause gefahren….da kam eine Whatsapp von ihm: „ der Tag wird immer besser, kein Essen (das hatte er ins Auto geworfen), kein Schlüssel (den hatte er im Auto liegen lassen), kein Auto (na logisch – er ist ja mit der Bahn nach FFM gekommen und ist aus meinem Auto quasi raus gesprungen) und jetzt ist auch noch die Bahn weg.

Also: er hat Geld dabei und auf dem Weg zur Bahn gibt es ungefähr 10 Möglichkeiten sich etwas zu Essen zu kaufen…hab ihm geschrieben das er die nächste Bahn nehmen soll, ich bin zuhause – den Schlüssel kann er sich bei mir ja abholen. Irgendwann klingelte es und ich hab ihm den Schlüssel gegeben. Er stürmte mit dem Schlüssel dann an mir vorbei und das war´s dann.

Gerne hätte ich die 1. Nacht mit ihm zusammen in der neuen Wohnung verbracht, aber mir schien es sinnvoller dass er erst mal in seiner Wohnung alleine bleibt. Dafür haben wir ja zwei….und ich komme so auch etwas zur Ruhe….wenn er sich wieder einkriegt, kann er ja gerne die eine Etage runter kommen…er hat einen Schlüssel und weiß wo ich wohne.

Ja was soll ich sagen, ich hab in den letzten Tagen neben der Renovierung auch noch die neue Wohnung eingerichtet… Schränke ausgewaschen, Bad und Toilette geputzt, fast alle Kartons ausgepackt und eingeräumt….Dinge ausprobiert und verändert….alles alleine, während mein Schatz sich ausruhte, bzw. schlief…denn ich muss funktionieren…alles muss ja auch mal fertig werden….

….soooo und jetzt ruhe ich mal auch etwas aus…..mit Essen kochen und bloggen…..

Stellvertreter-Streit

Der Freizeit-Psychologe in mir kam gestern wieder mal zum Vorschein. Nachmittags hatte ich mich aus dem Staub gemacht, weil mein Süßer seine Mutter zum Besuch erwartete. Da mein Verhältnis zu ihr nicht ganz entspannt ist, hab ich lieber – gaaanz uneigennützlich natürlich – schon mal bei mir Zuhause Wäsche gebügelt und gewaschen.

Und wie immer wenn meine Quasi-Schwiegermutter zu Besuch ist, passt das zeitlich nie in den Rahmen, den mein Freund mir vorher vorgegeben hat…es dauert immer länger und alle nachfolgenden Pläne für den Abend lösen sich in Luft auf…weil es sowieso zu spät dafür ist.

Zusätzlich kommt es i.d.R. nach diesen Besuchen immer zu einem Streit zwischen uns und angeblich bin ich diejenige, die den Streit verursacht.

Okay…ich bin also mit sehr viel guter Laune und Schwung und bereit in die Stadt zu fahren wieder zu meinem Freund gefahren (SIE war schon gegangen) und es hat ca. 15 Minuten gedauert und mein Freund fing voll an mit mir zu streiten…

Und je mehr er in Rage kam umso absurder wurden die Anschuldigungen und umso wahlloser die Themen zusammen gemixt und verschoben. Es war so grotesk…weil ich dieses Mal genau aus seine und meine Reaktionen geachtet habe…das ich das Gespräch abgebrochen habe.

Irgendwo in dem Verhältnis zu seiner Mutter kommt er immer zu kurz und das trifft ihn auch heute noch – so erwachsen er auch ist. Ich wünsche ihm fast, seine Mutter wäre eine von der Sorte, die ihren Sohn über den Klee lobt und ihm immer vermittelt was für ein toller Sohn er ist…leider ist sie das nicht…und sie erzählt lieber aus ihrem Leben, als ihm zuzuhören. DAS kenne ich aus meiner eigenen Familie nur zu gut. Das ist verletzend.

Der Streit mit mir, ist dann nur der „Stellvertreter-Streit“ um den Ärger und die Verletzung durch den Besuch zu verdauen…nur das ich das auch verletzend finde.

Ich werde mir ab jetzt eine andere Strategie für die Abende nach „Mutter-Besuchen“ zurecht legen…dann geht es hoffentlich bald ohne Streit.