wiederkehrende Abläufe der beruflichen Jahreszeiten

Wie sollte es auch anders sein…nach der Weihnachtsfeier, ist vor dem grippalen Infekt.

So wachte ich am Morgen nach der Firmen-Weihnachtsfeier, gleich mal mit Halsschmerzen auf…und seitdem versucht mein Immunsystem gegen alles zu kämpfen, was da gerade so in mir ist…nein kein Corona, die Tests sind alle negativ…aber über eine triefende Nase, etwas erhöhte Temperatur ging es weiter zu leichten Schwindelanfällen und schmerzenden Gelenken, immer noch begleitet von einem penetranten Schnupfen .

Alles nicht schlimm…nur lästig und etwas einschränkend…meine 3 Urlaubstage in dieser Woche hab ich trotzdem genommen….aber sie fühlten sich mehr wie „Genesung“ denn wie „Urlaub“ an….hätte aber auch keinen Sinn gemacht, mir die Urlaubstage über eine Krankschreibung wieder zu holen, ich nehme schon so zu Viele mit ins neue Jahr. Das ist also okay, so wie es ist.

Laut der Webseite meines Arztes bekomme ich aktuell keine weitere Corona-Schutzimpfung, wenn die letzte Corona-Infektion noch keine 12 Monate her ist…jede Corona-Infektion hat den gleichen Effekt, wie eine Impfung und ein „mehr-an-Impfungen“ bringt kein „mehr-an-Schutz“. Das klingt für mich plausibel und nachvollziehbar…so komprimiert, hat mir das vorher noch keiner erzählt.

Mein Chef hat mich am Montag in einem Meeting gefragt, ob ich meine zeitlichen Vorgaben für die Jahresabschlüsse, werde einhalten können…oder ob etwas dagegen spricht….da hab ich ihn gleich noch einmal um Unterstützung bei der Klärung der Vorgehensweise für die Übertragung der Genehmigungen gebeten…er hat mein Problem und auch das zeitliche Dilemma so kurz vor Weihnachten verstanden und sich des Themas angenommen. Wenn das geklärt ist, ist der Rest eher Masse, als Klasse…also das sollte ich hinbekommen…immerhin konnten wir diese Vorgehensweisen bei den letzten Quartalsabschlüssen schon testen…und bei mir hat es klappt….ganz knapp zwar…aber immerhin.

Eine meiner ungeklärten Fragen zum Thema „Nachbuchungen“, hat sich in dem Meeting dann zum Glück in Wohlgefallen aufgelöst und damit auch das nächtliche Grübeln, wie ich das Problem bloß gelöst bekomme, als der Chef meinte, solange wir noch diese uralte Software benutzen, kann er ja nicht verlangen, das wir so arbeiten, wie die Kollegen, die bereits die neue Software zur Verfügung haben….es bleibt für mich also genau so, wie im letzten Jahr…ach ja und das neue ERP-System kommt bei uns wohl erst Mitte des nächsten Jahres…das soll mir Recht sein.

Somit habe ich nun 11 Werktage für alle Vorab-Abschlüsse, die in den dänischen 4.Quartals– Konzernabschluss gehören, um dann anschließend ALLE 27 Abschlüsse mit den finalen Daten bis Ende Januar fertig zu bekommen…denn früher erhalten wir gar nicht die Abrechnungen der Direktvermarkter.

Also buche ich eilig ab 2.Januar erst einmal alles mit geschätzten Netto-Produktionsdaten und geschätzten Marktpreisen, schätze damit auch die produktionsabhängigen Aufwendungen…nur um das im Laufe des Monats alles wieder zu stornieren und mit den tatsächlichen Daten und Preisen zu buchen, um damit dann erst, einen prüffähigen deutschen Handelsrechtlichen Jahresabschluss zu bekommen.

Es ist idiotisch…aber so funktioniert die Globalisierung im Rechnungswesen…schnell, schneller und damit ungenauer, für die internationale Ebene, aber für rein Deutsche Zwecke kommt bei der Bilanzierung und Erstellung der Gewinn-und Verlustrechnung, der vielzitierte „vorsichtige Kaufmann“ zum Tragen.

Es werden also wieder vollgepackte Tage bis zum Jahresende, um soviel Vorzubereiten, wie nur möglich, dann kommen die stressigen Tage in den ersten 2 Januar-Wochen, bis die Quartalsabschlüsse für den Konzernabschluss fertig sind. Anschließend folgen noch einmal 2 intensive Wochen, um aus den Quartalsabschlüssen, die endgültigen Jahresabschlüsse zu erstellen und die Daten für die Wirtschaftsprüfer zusammenzustellen…Dann starten im Februar so langsam die Rückmeldungen der Wirtschaftsprüfer mit den Nachbuchungen und den vorläufigen Berichten.

Buchhaltungen haben daher ihre ganz eigenen Jahreszeiten…mit immer wiederkehrenden Abfolgen des immer Gleichen…und doch ist es jedes mal aufregend, denn es ist auch immer irgendwie anders….es gleicht sich zwar, ist aber nicht deckungsgleich.

Ach was war das schön, als unser Unternehmen noch nicht als Konzern galt….das ist gerade mal so ca. 1,5 Jahre her….

hoho ohhhhhh – Firmenweihnachtsfeier

Schon die ganze Woche stieg mein Stresslevel, mit jedem Tag fühlte ich mich unwohler und Puls und Blutdruck stiegen (trotz der Tabletten) immer weiter an….ohhh man…warum hatte ich bloß zugesagt.

Ab Freitagmittag sollte unsere Firmen-Weihnachtsfeier stattfinden. Alle Kollegen aus den deutschen Standorten kommen zu uns nach Hamburg…inzwischen haben wir eine Größenordnung von fast 70 Mitarbeitern…zugesagt hatten knappe 60, einige Absagen aufgrund von Krankheiten und ich Idiot hatte mich in einem Anflug von emotionaler Entspanntheit, auch angemeldet.

Insgeheim suchte ich schon nach Ausreden und Möglichkeiten mich dem Fest zu entziehen…aber nein…das ging diesesmal einfach nicht…ich hatte zugesagt und krank war ich nun wirklich nicht…also okay…da muss ich jetzt durch.

Mit mehr als 50 Menschen am Freitag zu 3 verschiedenen „Stationen“ des Festes mit öffentlichen Verkehrsmitteln…und dann auch noch bei dem Streik der Lokführer, sorgte bei mir für einiges an zusätzlichem Stress.

Für Hamburg war angekündigt, das keine S-Bahnen fahren würden, dafür aber U-Bahnen und Busse – die Privatbahn AKN von und nach Quickborn fuhr auch nicht.

Treffpunkt war das Hamburger Büro, ich war morgens normal ins Büro gefahren und hab gearbeitet. Nach und nach trudelten alle Kollegen ein…und ich kenne immer noch nicht alle Gesichter + Namen. Mit den Meisten hab ich nur wenig zu tun (außer meiner ca. 1stündigen Online-Schulung, die alle neuen Kollegen von mir bekommen…das sind dann Gruppenschulungen in denen ich etwas präsentiere und erzähle – aber da lerne ich die Kollegen ja nicht wirklich kennen) …aber langsam werde ich besser …später dann die Ansprache vom Chef (gut gelungen) und dann der Aufbruch zur Bushaltestelle.

Ich hab es mir NICHT vorstellen können, das wir tatsächlich ALLE an den Landungsbrücken am Museumsschiff „Cap San Diego“ ankommen….aber tatsächlich hat es gut geklappt.

Es war etwas windig und diesig und damit auch kalt…der Schnee taute langsam und machte es oft rutschig. Auf dem Schiff teilten wir uns in 2 Gruppen, diejenigen die sich fürs Klettern entschieden hatten….wir anderen, die an einer Schnitzeljagd durch das Schiff teilnehmen wollten. Ich wollte eigentlich keines von Beiden und hoffte mich immer noch davor drücken zu können.

Kurz bevor ich mit der Schatzsucher-Gruppe startete, musste ich noch einmal auf die Toilette, dafür ging es zurück an Deck und traf dort auf die Nachzügler aus Brandenburg, die direkt zum Schiff gekommen waren… und die Dame am Eingang meinte dann, da geht`s zum Klettern und da geht`s zum Escape room.

ESCAPE-ROOM?!???????? ich dachte Schnitzeljagd….nein Escape-Room, meinte die Dame. NEIN -also das mache ich nicht…und hab mich spontan entschlossen an Deck zu bleiben und den Kletterern zuzuschauen. Hatte mich aber nicht mehr bei unserer „Reiseleiter“-Kollegin gemeldet…ich dachte, die sind schon rein und würden mich nicht vermissen. Bis ich dann irgendwann einen Anruf erhielt, wo ich den Bleiben würde… sie würden doch auf mich warten. MIST – das hatte ich nicht erwartet…sie klärte dann auch das Missverständnis…nein wir starten zwar in der Nähe des Escape-Rooms, aber es ist eine Schnitzeljagd….ich hab mich mehrfach aufrichtig für mein Fernbleiben entschuldigt…aber sie war zu Recht angesäuert, ich hätte sie auf jeden Fall informieren sollen – das war mein Fehler.

Ich hab dafür von den Kletterern einige Bilder gemacht und in unsere Chat-Gruppe gepostet….und hatte dadurch auch die Gelegenheit mich mit einigen Kollegen aus Leipzig und Marburg zu unterhalten, mit denen ich mich noch nie unterhalten habe….als wir uns im Bistro des Schiffes zu einem Punsch / Glühwein trafen. Nach knappen 3 Stunden waren alle Kletterer fertig und auch die Schatzsucher hatten sich ausgetobt…waren wir alle im Bistro und dann ging es weiter zum nächsten Programmpunkt….auf den Weihnachtsmarkt „Santa Pauli“…ist schon speziell hahaha:

Unsere gesamte Belegschaft wanderte zu Fuß zur Reeperbahn…es gab heiße Getränke und dann hatten wir ein paar Stunden Zeit in kleine Gruppen über den Weihnachtsmarkt zu bummeln…es war immer noch diesig, nass und kalt und den meisten Kollegen war es dann auch einfach zu lang bei dem Wetter draußen rumzustehen oder zu laufen…ich hab mich lange Zeit mit einigen anderen Kollegen in eine Ecke verzogen und wir haben uns gut unterhalten….irgendwann hatten alle kalte und nasse Füße und so liefen wir in unterschiedlichen Grüppchen entlang, über und um den Weihnachtsmarkt herum.

Bevor wir dann ENDLICH am Treffpunkt zusammenkamen, um gemeinsam ins portugiesische Viertel in ein echt tolles Restaurant, zu laufen…Und NEIN die hatten keinen Extra-Raum für uns, sondern wir saßen mitten im Restaurant und auch der Rest der Tische war mit anderen Gästen voll belegt…es war eng und vor allem war es mega laut….aber es gab tolles Essen und es war richtig klasse…wieder saßen wir bunt durcheinander und das hat mir sogar viel Spaß gemacht….ich hab mich später zu den Brandenburgern gesetzt und mich auch mit denen noch gut unterhalten….aber irgendwann klingelten meine Ohren und ich wurde auch müde.

Unser Biologe wollte kurz nach 22 Uhr aufbrechen und ich hab mich angeschlossen. Zusammen mit dem jungen Kollegen, der vor einem Monat zum ersten Mal Vater geworden ist, haben wir uns zu Dritt auf den Weg gemacht. Ich musste zurück zum Büro, mein Auto holen, der junge Kollege wohnt gleich um die Ecke…also brauchte keiner von uns alleine gehen….es war fast Mitternacht als ich zuhause ankam…

Es war dann doch ein besseres Fest, als vorher gedacht…und ich hab auch gut durchgehalten…war sogar richtig stolz auf mich, auch im engen, lauten Restaurant 3 Stunden ausgehalten zu haben…hab mich mit Vielen unterhalten, so das ich jetzt eine ganze Menge mehr Namen und Gesichter besser zusammen bringe…hab schöne kleine Erlebnisse gehabt, die mich auch stolz machen, weil es doch auch Kollegen gibt, die die Unterhaltung mit mir gesucht haben…da sind neue ungezwungene Kontakte gewachsen.

Also genau das, was so eine Firmenfeier auch soll: Kollegen in geselliger Runde miteinander zu verbinden, um das weitere Zusammenarbeiten zu vereinfachen.

Ich war aber auch richtig froh, als ich wieder in meinem Auto saß und nach Hause fahren konnte. Die Einladung meiner Schwester am Samstag doch auch nach Kiel zu kommen, habe ich dankend abgelehnt…neeee sorry, ich brauche Ruhe – muss mich jetzt erst einmal von der Weihnachtsfeier erholen.

Vorbereitungen

Nach dem tollen Spaziergang gestern Abend, hab ich super gut geschlafen…vor allem weil ich innerlich wieder eine ruhige und entspannte Haltung habe. Diese war mir in den letzten Tagen immer mal wieder abhanden gekommen (werde evtl. doch noch mal gesondert darüber berichten).

Heute bin ich bestens gelaunt schon früh aufgestanden und habe einen Kuchen gebacken: einen „Abgestürzten Quark-Mandarinen-Kuchen“…lach…bisher war der einzige abgestürzte Kuchen ein Käsekuchen der mir beim Transport aus dem Arm gerutscht und auf dem Asphalt gelandet ist….

Also der Kuchen ist jetzt fertig und muss jetzt noch gestürzt werden…weil hier die Reihenfolge der Zutaten umgedreht in die Backform kam…also der Boden ist obenauf und ich hoffe die Quark-Masse bleibt jetzt gleich beim Stürzen nicht kleben…das wäre ärgerlich…

Eigentlich wollte ich den Kuchen schon gestern backen…aber ich war soooo müde und bin dann ja lieber Sternegucken gegangen…

Jetzt werde ich noch die Geschenke zusammen packen, mich in ein schönes Outfit werfen und dann  zu Schwester und Schwager fahren…ca. 2 Stunden Fahrt liegen vor mir. Ich werde es nicht wagen bei meiner Schwester zum nachträglichen Weihnachtsfeiern aufzutauchen ohne mich leicht festlich zu kleiden…wir hatten da mit unserem Vater so im Laufe der Jahre einige Modeausrutscher…einmal war er sogar im Jogging-Anzug…obwohl er sich damals immer gut gekleidet hat und es auch von uns immer einforderte.

Nachtrag: Also zumindest sieht man das es ein selbstgebackener Kuchen ist…und ja er lies sich umdrehen….ist noch zu warm um ihn zu verzieren:

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Ich wünsche Euch einen schönen sonnigen Samstag….

…und dann die Feier

Wenn man nichts erwartet und das Beste hofft, kann es manchmal sogar gut gehen…

Also die Weihnachtsfeier war dann doch ganz okay… was aber nicht an meinen direkten Kolleginnen lag…sondern an meiner Chefin, einem jungen Kollegen und einigen Kollegen aus dem Controlling…lach.

Der direkte Kollege aus meiner Abteilung ist Anfang 30 und gerade zum 2. Mal Vater geworden. Von anderen wusste ich schon, das er solche Veranstaltungen gerne nutzt um heftig einen über den Durst zu trinken…

Also wir hatten ausgemacht, das wir versuchen bereits mit dem 1. Bus um 23 Uhr zurück zu fahren, ich ihn also rechtzeitig zur Rückfahrt einsammle…das hat aber dann nicht funktioniert. Der junge Kollege war super aufgekratzt, wir haben uns anfangs viel unterhalten…er hat ein wenig aus dem Nähkästchen der Firma geplaudert und hat sich später dann unter die 400 Kollegen gemischt…lach als ich auf den 1. Bus aufmerksam machte, wollte er jedoch nicht….den nächsten Bus um 0:30 Uhr wollte er auch nicht…aber ich. immerhin war ich am Morgen um 4:55 aufgestanden und hab bis 14 Uhr gearbeietet.  So war ich dann ca. um 1.30 Uhr wieder zuhause. Ob der Kollege heile nach Hause gekommen ist? Keine Ahnung – aber da ihn alle in der Firma kennen, wird ihn wohl jemand mit genommen haben…immerhin wohnt er quasi neben der Firma, in einem Neubaugebiet in dem viele aus der Firma wohnen….Grusliger Gedanke.

Ich hatte das Glück, das der Controller mit dem ich aktuell am Meisten zu tun habe, direkt mit an meinem Tisch saß…ein gebürtiger Kölner der seit 20 Jahren mit Frau und Kindern in Hamburg lebt….das war so richtig lustig und auch die Chefin war gut drauf.

Na ja ansonsten war es eben eine irgendwie normale Weihnachtsfeier Der/die CEOs halten eine kurze launige Rede….das Essen war, genau wie der Wein und Champagner von guter Qualität und die Portionsgrößen  überschaubar…dann gab es noch ein „Spiel“ der Neuen Mitarbeiter (NEIN – ich hab nicht mit gemacht….das sollen ruhig die Azubis machen….) dann gab es eine Band mit Sängerin die gute Tanzmusik gespielt haben…einige haben auch zu Zweit getanzt (so ein wenig Discofox und so etwas Undefinierbares) oder eben alleine wie in der Disco.

Entgegen meiner festen Einstellung,  niemals im Beisein von Kollegen zu tanzen, hab ich beim Allein-Tanzen mit gemacht…und später als ich gerade meinen Schal schnappen wollte,  hörte ich eine Stimme hinter mir….“Sie wollen doch wohl jetzt nicht gehen“, nein ich wollte nur etwas frische Luft schnappen…die Stimme gehörte zu einem älteren Kollegen,  den ich nicht kannte und dann meinte: „ich wollte Dich gerade zum Tanz bitten“… ich hab meinem Impuls sofort nein zu sagen unterdrückt, als ich diesen netten Herren so Mitte 60 ansah,  hab aber tatsächlich einige Sekunden überlegt und dann ja gesagt….

…und so hab ich tatsächlich eine Art Discofox getanzt…und mich dabei unterhalten…im wahrsten Sinne also Gesellschaftstanz.  Hmmm – die ersten Schritte waren komisch…immerhin hab ich das seit mehreren Jahren nicht mehr getanzt … und die lasche Handhaltung war mir am Anfang etwas unangenehm, den körperlichen Abstand dagegen fand ich angemessen…bin ja sonst als Standard-Tänzer eine andere, straffere  Haltung gewöhnt…

ich glaube wir haben so 3-4 Lieder zusammen getanzt…immer den gleichen Schritt…mal mit etwas Schwung  in eine Drehung…und der Kollege hat ein wenig erzählt…immerhin hat er sein ganzen Berufsleben in diesem Betrieb gearbeitet und geht jetzt bald in Rente… Am Ende hat er mir den Arm geboten und mich zu meinem Platz zurück geleitet…sehr galant.

In der Zwischenzeit haben sich die weiblichen Mitglieder meiner Abteilung aus dem Staub gemacht…2 hab ich noch in der Lobby angetroffen…die wären tatsächlich auch ohne einen Abschiedsgruß einfach so aufgebrochen.

Als ich gehen wollte, hab ich mich von all den noch anwesenden Kollegen, mit denen ich am Tisch gesessen hatte,  verabschiedet…und nach dem erfolglosen Versuch den doch stark angetrunkenen jungen Familienvater zum Aufbruch zu bewegen (er war zwar betrunken, dabei aber liebenswert tollpatschig, also nicht laut – sondern eher charmant zu allen) hab ich dann allein den Rückweg im Bus angetreten  bis zum Firmengelände…und von dort mit dem Auto nach Hause…

(Dieses Mal hat mein Fitness-Tracker übrigens mein Tanzen nicht als Aerobic identifiziert….lach….ich hab mich also dezenter bewegt)

NACHTRAG: Der Kollege, mit dem ich auf dem Weihnachtsmarkt war und der nicht mit zur Weihnachtsfeier kommen konnte, hat mir gerade  mitgeteilt, das der Junge Kollege erst um 8 Uhr MORGENS zuhause angekommen ist….ohhhha  – das gab bestimmt Mecker mit seiner Frau. Na immerhin hat er es überhaupt bis nach Hause geschafft….Auf die Story bin ich mal gespannt.

festliches Gewand zur Weihnachtsfeier

Weihnachtsfeiern unterliegen ja immer gewissen Regeln… und diese Regeln können von Familie zu Familie, von Region zu Region usw. unterschiedlich sein. Firmen-Weihnachtsfeiern sind dabei eine besondere Spezies, denn hier gelten noch einmal ganz andere Regeln.

Wie immer wieder erwähnt, bin ich KEIN Fan solcher Veranstaltungen….aber okay, ich bin neu in der Firma, hab ja auch an unserem Abteilungs-Event nicht teil genommen und konnte mich so nicht vor diesem Klassiker der Fettnäpfchen-Aufspür-Veranstaltung drücken.

Im Vorfeld hatten mich meine Kollegen zum Glück darauf hingewiesen, das es sich dabei traditionell um eine festliche Feier handelt, in der es üblich ist sich auch festlich zu kleiden.

Das kann natürlich ALLES heißen….also: Was also genau meint Ihr mit festlich…na die Frauen kommen entweder im Cocktail-Kleid oder auch in langer Abendrobe, manche auch im Hosenanzug …die Männer kommen alle in dunklen Anzügen mit Krawatte oder Fliege.

AHA….hmmm…in Gedanken bin ich dann schnell mal meine Garderobe Zuhause durch gegangen….hmmm also die Abendkleider hab ich alle entsorgt: in Größe 36 passe ich ja schon länger nicht mehr rein.

Die festlichen Kleider, die man mit etwas Phantasie auch als Cocktail-Kleider erkennen könnte, passen zwar geraaaade noch so…aber bequem und chick ist doch anders.

Aber dann fielen mir 2 Kleider ein, die genau die Kriterien erfüllen…ich hab z.B. in dunkelblau ein langärmeliges, hochgeschlossenes kurzes Hängerkleid aus Chiffon…kombiniert mit dunkelblauen Stiefeln und mit entsprechenden Ketten kann man da ein tolles Abend-Outfit zaubern….hahaha und wirklich das sah klasse aus..

Wer wollte, konnte mit den Transferbussen vom Firmengelände nach Hamburg zum 5-Sterne-Hotel fahren…der riesige Festsaal sah auch richtig imposant aus…immerhin waren mehr als 400 Leute angemeldet….

Nur wenige aus meiner Abteilung haben überhaupt teilgenommen, und die haben sich dann auch lieber mit dem eigenen Privat-Taxi haben bringen lassen, denn immerhin mussten die Mädels vorher noch zum Friseur und überhaupt so mit Anziehen, hohen Schuhen und Schminken usw….das dauert eben alles sehr lange.

Als es so langsam voll wurde und bevor der Saal geöffnet wurde konnte man denken es ist der Abschlußball einer Abiturklasse, allerdings mit vielen Eltern…. ..viele der ganz jungen Kolleginnen sahen genau so aus..

Minenfeld: Weihnachtsfeier

Weihnachtsfeiern in Firmen sind ja nicht immer ganz unkompliziert….und bei uns bedeutet dieser Tag viel Unruhe, weil eben alle Kollegen aus dem Außendienst und aus den anderen Standorten zu uns kommen…es gibt neben der Weihnachtsfeier noch weitere beruflich veranlasste Zusammenkünfte an denen ich nicht teilnehmen muss. Erst dann wird es gaanz ruhig und ich kann endlich arbeiten.

…und ich arbeite bis 15 Minuten vor der Abendveranstaltung konzentriert…also so konzentriert wie möglich.

Wie bereits geschrieben fühlte ich mich nicht fit. Wäre nicht gleichzeitig mit der Weihnachtsfeier die Verabschiedung eines unser Geschäftsführer verknüpft ,hätte ich mich auch direkt nach Hause begeben…direkt ins Bett.

So fing um 18 Uhr die Feier an…und es war auch wirklich schön gemacht….Zuerst gab es eine Ansprache  des GF Nr.2 zur Verabschiedung des GF Nr.1…dann gab es den Dank des GF Nr.1 und dann waren die ersten 20 Minuten auch schon überstanden…lach… nein so schlimm war es nicht….aber man merkt auch unserer Nr. 1 und 2 an das sie solche Reden nicht mögen, der Eine kann es lockerer und freier rüber bringen, als der Andere….aber es war gut gemacht…

Dann gab es schon ein tolles Essen….mit leckerem Wein.  Ich wusste schon im Voraus, das ich nicht mehr als 1-2 Gläser Wein trinken werde….ich behalte gerne die Kontrolle.

Wir hatten in diesem Jahr wieder freie Tischwahl…..Jahrelang wurden die Tische immer per Los zugeteilt, so das ich auch schon mit Kollegen zusammen gesessen habe mit denen ich keine verbalen Berührungspunkte habe….also auch hier dieses Mal alles in Ordnung.  Mit den Kollegen am Tisch hatte ich es gut getroffen und es gab nur einen unangenehmen Punkt an diesem Abend…ich musste zu einem der Tische und die Kollegen dort begrüßen…also Augen zu und durch…Erledigt…

Der nächste Programmpunkt nach dem Hauptgang und vor dem Nachtisch war ein Zauberer….ohhhhhh Schreck…und ich saß ziemlich weit vorne…Gaaaaanz gefährlich…aber zum Glück bekamen Andere die Aufforderung auf die „Bühne“ zu kommen und ich konnte mitlachen….

Puhh….also fast geschafft…Jetzt war es fast 20.30 Uhr und ich wollte heim….

Es gibt so ein paar ungeschriebene Gesetze für Weihnachtsfeiern, die kennt fast jeder Arbeitnehmer: Nicht zu viel Alkohol, Frauen sollen sich nicht zu aufreizend anziehen, Niemals als Letzter gehen und auch nicht als Erster gehen.

Nun gut ….darauf konnte ich dieses Mal keine Rücksicht nehmen und war die Erste….als die Meisten nach der Zaubershow im Nebenraum waren um den Nachtisch auszusuchen, hab ich mich von meinen Mädels verabschiedet und bin gegangen…ein paar komische Blicke hab ich zwar geerntet, aber mehr nicht.

Soooo auch hin diesem Jahr hab ich die Weihnachtsfeier überlebt…. Ich bin froh das ich hin gegangen bin….meine Chefin war eh etwas angefressen als ich im Vorfeld gesagt habe das ich nicht lange bleiben werde….aber immerhin ich WAR da. An den später folgenden Verbrüderungen mus ich mich nicht beteiligen…die Letzten sind wohl bis 3.30 Uhr geblieben.

Es ist immer das Gefühl auf der einen Seite dazu gehören zu wollen, aber auf der anderen Seite Ich selbst  bleiben  zu wollen und mich nicht in blöde Situationen zu begeben. Ich bleibe lieber etwas aussen vor…und ich glaube niemand erwartet nach all den Jahren wirklich das ich mich anders verhalte.