…und dann die Feier

Wenn man nichts erwartet und das Beste hofft, kann es manchmal sogar gut gehen…

Also die Weihnachtsfeier war dann doch ganz okay… was aber nicht an meinen direkten Kolleginnen lag…sondern an meiner Chefin, einem jungen Kollegen und einigen Kollegen aus dem Controlling…lach.

Der direkte Kollege aus meiner Abteilung ist Anfang 30 und gerade zum 2. Mal Vater geworden. Von anderen wusste ich schon, das er solche Veranstaltungen gerne nutzt um heftig einen über den Durst zu trinken…

Also wir hatten ausgemacht, das wir versuchen bereits mit dem 1. Bus um 23 Uhr zurück zu fahren, ich ihn also rechtzeitig zur Rückfahrt einsammle…das hat aber dann nicht funktioniert. Der junge Kollege war super aufgekratzt, wir haben uns anfangs viel unterhalten…er hat ein wenig aus dem Nähkästchen der Firma geplaudert und hat sich später dann unter die 400 Kollegen gemischt…lach als ich auf den 1. Bus aufmerksam machte, wollte er jedoch nicht….den nächsten Bus um 0:30 Uhr wollte er auch nicht…aber ich. immerhin war ich am Morgen um 4:55 aufgestanden und hab bis 14 Uhr gearbeietet.  So war ich dann ca. um 1.30 Uhr wieder zuhause. Ob der Kollege heile nach Hause gekommen ist? Keine Ahnung – aber da ihn alle in der Firma kennen, wird ihn wohl jemand mit genommen haben…immerhin wohnt er quasi neben der Firma, in einem Neubaugebiet in dem viele aus der Firma wohnen….Grusliger Gedanke.

Ich hatte das Glück, das der Controller mit dem ich aktuell am Meisten zu tun habe, direkt mit an meinem Tisch saß…ein gebürtiger Kölner der seit 20 Jahren mit Frau und Kindern in Hamburg lebt….das war so richtig lustig und auch die Chefin war gut drauf.

Na ja ansonsten war es eben eine irgendwie normale Weihnachtsfeier Der/die CEOs halten eine kurze launige Rede….das Essen war, genau wie der Wein und Champagner von guter Qualität und die Portionsgrößen  überschaubar…dann gab es noch ein „Spiel“ der Neuen Mitarbeiter (NEIN – ich hab nicht mit gemacht….das sollen ruhig die Azubis machen….) dann gab es eine Band mit Sängerin die gute Tanzmusik gespielt haben…einige haben auch zu Zweit getanzt (so ein wenig Discofox und so etwas Undefinierbares) oder eben alleine wie in der Disco.

Entgegen meiner festen Einstellung,  niemals im Beisein von Kollegen zu tanzen, hab ich beim Allein-Tanzen mit gemacht…und später als ich gerade meinen Schal schnappen wollte,  hörte ich eine Stimme hinter mir….“Sie wollen doch wohl jetzt nicht gehen“, nein ich wollte nur etwas frische Luft schnappen…die Stimme gehörte zu einem älteren Kollegen,  den ich nicht kannte und dann meinte: „ich wollte Dich gerade zum Tanz bitten“… ich hab meinem Impuls sofort nein zu sagen unterdrückt, als ich diesen netten Herren so Mitte 60 ansah,  hab aber tatsächlich einige Sekunden überlegt und dann ja gesagt….

…und so hab ich tatsächlich eine Art Discofox getanzt…und mich dabei unterhalten…im wahrsten Sinne also Gesellschaftstanz.  Hmmm – die ersten Schritte waren komisch…immerhin hab ich das seit mehreren Jahren nicht mehr getanzt … und die lasche Handhaltung war mir am Anfang etwas unangenehm, den körperlichen Abstand dagegen fand ich angemessen…bin ja sonst als Standard-Tänzer eine andere, straffere  Haltung gewöhnt…

ich glaube wir haben so 3-4 Lieder zusammen getanzt…immer den gleichen Schritt…mal mit etwas Schwung  in eine Drehung…und der Kollege hat ein wenig erzählt…immerhin hat er sein ganzen Berufsleben in diesem Betrieb gearbeitet und geht jetzt bald in Rente… Am Ende hat er mir den Arm geboten und mich zu meinem Platz zurück geleitet…sehr galant.

In der Zwischenzeit haben sich die weiblichen Mitglieder meiner Abteilung aus dem Staub gemacht…2 hab ich noch in der Lobby angetroffen…die wären tatsächlich auch ohne einen Abschiedsgruß einfach so aufgebrochen.

Als ich gehen wollte, hab ich mich von all den noch anwesenden Kollegen, mit denen ich am Tisch gesessen hatte,  verabschiedet…und nach dem erfolglosen Versuch den doch stark angetrunkenen jungen Familienvater zum Aufbruch zu bewegen (er war zwar betrunken, dabei aber liebenswert tollpatschig, also nicht laut – sondern eher charmant zu allen) hab ich dann allein den Rückweg im Bus angetreten  bis zum Firmengelände…und von dort mit dem Auto nach Hause…

(Dieses Mal hat mein Fitness-Tracker übrigens mein Tanzen nicht als Aerobic identifiziert….lach….ich hab mich also dezenter bewegt)

NACHTRAG: Der Kollege, mit dem ich auf dem Weihnachtsmarkt war und der nicht mit zur Weihnachtsfeier kommen konnte, hat mir gerade  mitgeteilt, das der Junge Kollege erst um 8 Uhr MORGENS zuhause angekommen ist….ohhhha  – das gab bestimmt Mecker mit seiner Frau. Na immerhin hat er es überhaupt bis nach Hause geschafft….Auf die Story bin ich mal gespannt.

3 Gedanken zu “…und dann die Feier

  1. Ich finde auch das es sich gehört sich zu verabschieden – im Gegensatz zu meiner Schwiegermutter die selbst ohne diese aus unserer eigenen Wohnung ging. Aber auch ohne Begrüssung hinein gekommen ist.
    Gut das mein Mann den Kontakt abgebrochen hat 🤔

    Gefällt 1 Person

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