Auf nach Lübeck

Nach dem gestrigen Tag mit so einigen Wehwehchen war ich beim Schlafen gehen skeptisch ob das jetzt so weiter geht… und was soll ich sagen:

Mir geht es heute blendend. Keine Schmerzen mehr irgendwo…ich gehe zufrieden durch die Wohnung und genieße die Ordnung, die mir wiederum einen inneren Frieden gibt… Dazu scheint die Sonne und laut Wetterbericht sollen es heute bis zu 8 Sonnenstunden bei maximal 7 Grad werden.

Optimales Wetter für die angekündigte Fahrt nach Lübeck. Ich freue mich drauf. Meine letzten Erinnerungen an Lübeck stammen noch aus einer Zeit als unsere Eltern uns durch die Städte geschleift haben und wir Kinder höchstens Lust auf ein Eis oder einen Tierpark-Besuch hatten…lach.

Als Erwachsener kenne ich Lübeck nur aus dem Fernseh-Krimi  und durch das Lübecker Mazipan…letzteres dafür intensiv…also ähmm es geht ja auf die Weihnachtszeit zu…und so ein bischen Marzipan…zum kosten…also…ja – so OHNE Marzipan kann ich natürlich nicht wieder weg fahren…also mindestens einen Cafè-Besuch muss einfach sein und der Werksverkauf … Jaja….

Also auf nach Lübeck …

Schritt für Schritt unter Eigen-Kontrolle

Schon seit letztem Jahr besitze ich einen Schrittzähler…und nach mehreren Monaten und dem Willen mindestens 10.000 Schritte am Tag bewältigen zu wollen, war mir dieser Schrittzähler nicht mehr zuverlässig genug…was daran liegt, das ich den Halte-Clip dafür relativ schnell verlegt habe…da ich aber nicht immer Hosen trage war es etwas problematisch das Teil mit mir zu führen.

Also habe ich vor ein paar Woche eine Fitness-Uhr mit Tracking App angeschafft…und liege damit ausnahmsweise einmal voll im Trend…lach.

Ich bin fasziniert, das ich damit nicht nur die Schritte pro Tag erfassen kann, sondern auch die km und ich kann mir die Strecken anzeigen lassen, die ich gelaufen bin…

Es ist schon erstaunlich wieviel Schritte ich pro Tag so zurück lege…auch ohne das Haus zu verlassen…heute z.B. bin ich knapp 8.000 Schritte gegangen…nur in meiner Wohnung. Im Durchschnitt wären das mehr als 5km…allerdings sind die Schritte zuhause kürzer, als wenn ich draußen herum laufe…
Und als nächstes bin ich noch an meinem Ruhepuls interessiert. Bei gesunden erwachsenen Frauen liegt der Ruhepuls zwischen 60-75 Schläge proMinute..und ich sehe mein Ruhepuls pendelt sich so bei 70-71 ein.

Bei Stress steigt er allerdings kontinuierlich an und dann dauert es wieder viele Tage bis er wieder runter geht…Also ein für mich wichtiges Signal – den sich langsam anschleichenden Stress erkenne ich so viel früher.

Jaaaa es gibt noch so einiges mehr, was ich mit dem Fitness-Tracker erfassen kann… aber eigentlich reicht das schon aus. Es geht nicht um übertriebene Selbstoptimierung, sondern darum rechtzeitig zu erkennen ob es mir schlechter geht, als ich mich fühle und ob ich mich ausreichend bewege.

Tagesplanung auf dem Kopf

Ursprünglich hatte ich für diesen Tag eine ganz andere Planung vorgesehen.

Leider hab ich den Vollmond nicht ganz so gut verkraftet… gestern Abend bin  ich 7,5km gelaufen…so das eine Tagesstrecke von insgesamt mehr als 12km zusammen kam. Seitdem schmerzt mein linkes Knie wieder…die eine Hälfte der Nacht lag ich also einfach nur wach und die andere Hälfte bin ich immer wieder aufgewacht weil mein Knie weh tat….heute Morgen beim Aufwachen kamen dann noch Kopfschmerzen und Schmerzen in der Schulter hinzu.

Na danke auch…Grummel. Genau SO soll Urlaub eigentlich nicht sein.

Immerhin hab ich mich dann mit Aufräumen usw. beschäftigt und wie bereits geschrieben war es dann doch ein erfolgreicher Tag. EIGENTLICH wollte ich heute einen Saunatag einlegen. Aber okay – das mache ich dann an einem anderen Tag.

Wenn ich mich Morgen wieder besser fühle,  geht es Morgen Vormittag nach Lübeck…das sind nur ca. 70km mit dem Auto.

 

 

Licht und Schatten – viele Entscheidungen

Licht und Schatten – viele Entscheidungen

Ich räume hin …und räume her  und langsam erkenne ich tatsächlich das,  was ich mir für die Wohnung vorgestellt habe…ich hab noch ein paar Kleinigkeiten gekauft:  Mülleimer / Stehlampen / Ordnungs-Boxen / eine Kleiderstange auf Rädern.

Dazu hab ich ein paar Deko-Sachen ausgepackt und neu drapiert: Kissen und Decken für die Couch…Kerzen auf dem Tisch…in hellen und leichten Tönen….dazu an den FensternSichtschutz-Folien (als Allergiker verzichte ich lieber auf Gardinen-aktuell geht es mir zwar gut…aber ich will ja nicht übermütig werden)

Ich habe von einigen der schönen Landschaftsfotos, die ich gemacht habe, Abzüge auf Leinwand bestellt, um diese in der Wohnung verteilt aufzuhängen. Sehr viele Möglichkeiten große Bilder zu hängen hab ich durch die vielen Schrägen ja nicht.

Alle Sommerklamotten sind jetzt in den Kisten verstaut und alle Herbst-Wintersachen hab ich hervorgeholt….ein paar Dinge muss ich noch einmal bügeln… Durch die Umstellung der Kleidung, habe ich alle Kisten neu sortiert und nun  sind diese auch  noch übersichtlicher geworden…jetzt wäre endlich auch Platz für eine Gäste-Couch. im Kleiderzimmer, aber die gibt es erst im nächsten Jahr.

Privat mag ich die Ablage nicht so sehr…also hab ich alle herum fliegenden Papiere der letzten Monate sortiert und abgeheftet…Papiere aussortiert und Schulungsunterlagen aus den verschiedensten Seminaren zusammen geführt…JETZT endlich finde ich auch alles wieder.  Puhhh, mein Esszimmertisch ist wieder leer und nun kann ich auch meine Steuererklärung 2018 weiter bearbeiten…weil ich alle Unterlagen nun in den Ordnern finden kann.

Ach ja ….und ich hab mit dem Möbelhaus telefoniert….also die fehlenden Scharniere für das Bett  sind wohl endlich geliefert worden…aber das Möbelhaus wurde gerade erst aufgekauft und befindet sich mitten in einer EDV-Umstellung…und daher sind alle damit beschäftigt den Rückstau abzuarbeiten…. JA – klingt ja nett und  plausibel…aber ich möchte jetzt endlich nicht mehr auf dem Fußboden schlafen…Die Tourenplanung würde sich kurzfristig bei mir melden….ahhaa…das ist jetzt auch schon wieder 2 Tage her…grrrrr…also rufe ich morgen noch einmal an.

Auch hab ich es endlich mal geschafft bei der ehemaligen Hausverwaltung nachzuhaken WARUM die es immer noch nicht geschafft haben, mein Stromguthaben zu Erstatten obwohl es schon fast 3 Monate her ist…auch haben die nicht den Lastschrifteinzug gestoppt…so das ich die Lastschriften habe zurück gehen lassen…

Auch hab ich mich nun, nach meiner Trennung,  um Vorsorge-Vollmacht, Patientenverfügung und Testament kümmern müssen. Ich war Montag  in Hamburg  bei einem Termin der mit meiner finanziellen Vorsorge zu tun hat.

Es waren  wieder viele Entscheidungen die ich treffen musste…aber nun fühlt sich  alles geordnet und richtig an. Und zu guter Letzt muss ich mich noch um die Übertragung meiner betrieblichen Altersversorgung  kümmern…

Ja…es ist viel Licht in meine Wohnung gekommen, viel Licht in meine Papiere und ich hab gute Entscheidungen getroffen für eine Zeit, wo es vielleicht mal mehr Schatten geben wird.  Und nun darf die dunkle Jahreszeit kommen…Ich hab für genügend Helligkeit in allen Bereichen  gesorgt.

 

 

 

Struktur und Ordnung im Kopf

Struktur und Ordnung im Kopf

Ich bereite mich jetzt auch innerlich  auf den Winter vor…und mache es mir zuhause noch gemütlicher…soweit es ohne Bett und ohne Kleiderschrank möglich ist.

Nachdem ich nun schon  2 Monate in meiner Wohnung lebe, ziehe ich die verschiedensten Dinge aus den verschiedensten Schränken in den unterschiedlichen Räumen…weil ich JETZT endlich weiß, wie ich es noch besser strukturieren kann.

Gerade hab ich Online gelesen was für jedes Sternzeichen das Schlimmste ist.

und ich?- ich bin ein Stier  – und wie ich schon öfter geschrieben habe, sind Ordnung und Struktur die  wichtigsten Grundlagen in meinem Leben….und genau das stand dort: Stiere fürchten sich am Meisten vor Chaos. Hahaha – ja stimmt und ich glaube nicht mal an Horoskope (Während meiner Ausbildung in einem Zeitungsverlag hab ich mit bekommen, WIE die Tageshoroskope für eine Woche auf die einzelnen Tage verteilt wurden….lach…absolut willkürlich…das schmälert erheblich den Glauben an eine Vorbestimmung der Aussagen).

Also ich bin dabei meine Wohnung zu optimieren…dabei lasse ich mir allerdings viel Zeit…alles ganz ruhig und entspannt….also auch hier fehlt mir aktuell die hektische Zielstrebigkeit alles innerhalb eines Zeitrahmens fertig zu bekommen.

Und DAS genau ist die eigentliche Revolution in meinem Leben: mir fehlt es nach 33 Jahren im Job erstmalig an beruflichem Ehrgeiz und im gesamten Leben an Zielstrebigkeit etwas erreichen zu wollen/müssen.

Zum allerersten Mal in meinem ganzen Leben ist mein einziges Ziel ruhig und entspannt zu leben und mein Ehrgeiz beschränkt sich darauf Blutdruck und Herzfrequenz im normalen Rahmen zu halten und meine Freizeit bestmöglich mit den Dingen auszufüllen die mir Spaß machen.

Ich bin von dieser Erkenntnis fast erschüttert…lach…aber positiv. Bis zu meiner Kündigung im April,  konnte ich mir nicht einmal  ansatzweise vorstellen, das mein Job NICHT mein Lebensmittelpunkt ist.

Das Streben immer das Beste für die Firma  erreichen zu wollen, die Beste  in meinem Job zu sein wo möglich, ein anerkanntes und wichtiges Bindeglied zwischen Geschäftsleitung und Abteilung. Jemand den alle akzeptieren und gewürdigt haben als die Person,  ohne die  es nicht rund und reibungslos läuft…die, die es für viele Abteilungen und vor allem den Chefs, leichter gemacht hat…weicht einer Erkenntnis:

Die Erkenntnis das ich das alles gar nicht mehr sein möchte…ich es nicht mehr für mich brauche…das ist intensiv, krass und hmmm ja …überwältigend.

Mein Selbstbewusstsein ziehe ich jetzt aus meiner eigenen inneren Stärke. Aber auch diese Erkenntnis gilt nur für den Augenblick…für das Jetzt und hier- evtl. ist es in ein paar Wochen oder Monaten wieder anders…aber JETZT  und genau HIER ist es richtig so…genau wie das vorherige Streben jahrelang genau richtig für mich war… Keine Entscheidung muss eine Entscheidung für immer sein…ich weiß nicht was Morgen ist, aber ich weiß das meine Jetzt richtig ist…für mich.

Wie so oft , machen sich beim Schreiben meine Gedanken einfach selbständig…und auf einmal ist der Text viel erkenntnisreicher und persönlicher als der Anfang vermuten lies…sobald ich erst einmal die Finger auf der Tastatur habe, schreibe ich ohne weiter darüber nach zu denken…und bin dann selber überrascht was da zutage kommt…und damit sich der Kreis jetzt schließt: schon immer hat das Aufschreiben meiner Gedanken mir geholfen Ordnung zu schaffen…Ordnung in meinen Gedanken und Ordnung im Kopf…und bringt damit auch Struktur in mein Leben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Postkarten-Feeling: Flensburg

Flensburger Strand – Solitüde

Wir haben nicht allzuweit davon gewohnt, als wir klein waren…und meine Schwester und mein heutiger Schwager, damals Beide 7-8 Jahre alt, mussten mich auf Geheiß unserer Mutter mit nehmen…sie hatte dann ihre Ruhe und die Aufsicht für mich lag ei meiner Schwester.

Mein Schwager erzählt wie sich die Solitüde im Laufe der Jahre verändert hat….die Stadt kümmert sich nicht genügend darum…es gibt immer weniger schönen Sand, die Dünen und das Gestrüpp nehmen zu, vieles wird nicht mehr ordentlich gepflegt.

Das sieht der Tourist nicht, das sieht man nur wenn man über Jahre immer wieder regelmässig dort hin geht….Und auch ich sehe nur kleine Unterschiede zu früher… und finde den Strand phantastisch….so einen hätte ich auch gerne vor der Haustüre (okay – also auch die Beiden müssen ca. 1,2 km bis zum Strand laufen…aber immerhin sind es schöne Wege).

Ich jedenfalls fühle mich bei dem herrlichen Wetter pudelwohl…und wir sind gelaufen, und gelaufen und gelaufen…. Dann gab es einen kurzen Zwischenstopp bei denen Zuhause und dann sind wir in die Stadt gefahren…und sind weiter gelaufen, am Hafen entlang,

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Ohhh  – hier gibt es jetzt auch einen Gosch….na die breiten sich ja auch immer mehr aus. Aber das Matjesbrötchen war leeecker…. Gelaufen sind wir den Hafen rauf und runter …dann rüber in die Fußgängerzone mit verkaufsoffenem Sonntag. Aber es war nicht so voll….und wir sind weiter gelaufen, Fußgängerzone rauf…..und wieder runter…und wieder rauf….weil wir in ein bestimmtes  Restaurant wollten…

Zur Begrüßung hatte meine Schwester Scones gebacken die waren super lecker mit Dinkelmehl , saftig und fluffig…also DAS Rezept lass ich mir noch mal geben…so leckere hab ich selbst von meiner lieben Kollegin, die aus ihrer Zeit in England ein Original-Rezept mitgebracht hat, nicht zu essen bekommen….

Und zum Abendessen wollten wir jetzt in ein gutes Streak-Restaurant…und das hier hat sich wirklich gelohnt…nachdem wir es dann endlich auch gefunden hatten….

 

Eisblumen – das Gefühl von Winter

Eisblumen – das Gefühl von Winter

Wie angekündigt ist es heute Nacht eisig gewesen…unter 0 Grad…ich schlafe bei geöffnetem Fenster und habe deshalb vorsorglich die Bettdecke auf Winter umgestellt.

Vor einiger Zeit habe ich mir eine Naturfaser-4Jahreszeiten-Bettdecke zugelegt. Seit dem ich diese Decke besitze, sind die nächtlichen Hitzewallungen deutlich zurück gegangen – das steigert den Erholungswert meines Schlafes ganz enorm. Eigentlich sind es sogar 2 Decken, die bei Bedarf zu einer Einzigen zusammen-geknöpft werden.

Ich habe lange gezaudert eine so teure Bettdecke zu kaufen…immerhin hab ich genügend andere…solche, die man für normal-kleines Geld in jedem Kaufhaus oder Möbelladen kaufen kann. Aber was nützen alle Decken wenn der Schlaf darunter leidet.

Gut erholt gehe ich nach dem Aufstehen  durch die  Wohnung und an jedem Velux-Fenster haben sich Eisblumen gebildet…richtig schöne Eisblumen…und es fühlt sich heimelig an. Drinnen ist es noch normal warm ohne Heizung  (das Haus ist nach einem hohen energetischem Standard gebaut worden und wirklich gut isoliert) und draußen sind es noch  0 Grad. Den Kaffee werde ich heute dann doch lieber drinnen trinken.

Das Bild der Eisblumen ist so schön. Was die Natur doch für tolle Möglichkeiten hat…leider kommt die Pracht auf dem Bild nicht so gut  zur Geltung.

Ich bin heute schon früh auf den Beinen, nachher fahre ich noch weiter in den Norden – nach Flensburg – zu Schwester und Schwager…Ich war seit Jahren nicht mehr  dort, an der Solitüde…am Strand von Flensburg  oder in Glücksburg am Wasserschloß. Das letzte Mal war kurz nachdem ich meinen heutigen Ex-Freund kennen gelernt habe…also so ca. 8,5 Jahre.

Ich war damals 6 Jahre alt, gerade 1/2 Jahr in der Schule, als wir von Flensburg nach Nordrhein-Westfalen zogen. Für ein schüchternes Kind wie mich, war das eine weitere Katastrophe. Gerade erst war ich dabei,  mich an die vielen Kinder zu gewöhnen…noch viel zu früh um Freundschaften zu schließen. Ich war vorher in keinem Kindergarten oder Vorschule war extrem schüchtern und hatte auch in der Nachbarschaft nur wenig Kontakt zu Gleichaltrigen. Der Start in der Schule war ein Schock für mich…so viele Kinder und alle lebendig, laut und lustig. Ich wusste überhaupt nicht damit umzugehen  und nach einem knappen 1/2 Jahr wurde ich aus dem schon wieder gerissen und wurde mehr als 500km weit verpflanzt (insgesamt habe ich dann 3 verschiede Grundschulen an 4 Standorten besucht).

Meine Schwester ist bereits vor knapp 20 Jahren zurück nach Flensburg gezogen und hat ihren Kinder-Freund aus der Vorschule geheiratet, nachdem ihre 1. Ehe in NRW gescheitert war. Sie hat den Kontakt zu ihrem Freund aus Kindertagen  aufrecht gehalten…und dann kam Liebe dazu…eine tolle Geschichte finde ich.

Nun also fahre ich die Beiden heute besuchen. Es ist schön wieder im Norden zu wohnen und trotzdem kann ich noch weiter in den Norden fahren….hahaha freue mich auf einen schönen kalten und klaren Wintertag.

 

 

 

 

Einfach Zuhause sein

Das Haus hab ich heute einfach mal nicht verlassen…ich bin zufrieden mit meinem Tag Zuhause.

Und jawohl ich habe mich trotzdem bewegt ( mehr als 5.500 Schritte)   UND  frische Luft gab es auch – auf dem Balkon hab ich ca 1,5 Stunden heute Mittag gesessen.

Aber zuerst einmal hab ich heute laaange geschlafen, bis fast 10 Uhr…danach bin ich einfach im Bett liegen geblieben und habe gelesen und erst als mein Kaffeedurst so groß wurde ging es ab unter die Dusche und danach mit dem Kaffee und dem Laptop auf meinen Balkon (bei 9 Grad mit Jacke und Decke)…und es war herrlicher Sonnenschein.

Es wird ja im Gedenken an den Mauerfall viel von Freiheit gesprochen… DAS ist meine Freiheit…

Danach hab ich die Wohnung geputzt, Wäsche gewaschen, aufgeräumt….

und ich habe Ewigkeiten gebraucht und endlich mal die Fotos vom Handy auf den PC zu ziehen…normalerweise geht das unkompliziert – aber heute wollte es erst nicht klappen…grrrr meine Handy wollte die Fotos einfach NICHT übertragen….ca. 2 Stunden später hat es dann auf einmal funktioniert…seufz….ich liebe Technik die ich nicht verstehe. Egal…Hauptsache die Fotos sind jetzt endlich auf dem Laptop…es gibt ein paar wunderschöne Fotos die ich auf Leinwand ziehen lassen möchte.

und ich habe Dias sortiert. Die Bilder meiner Kindheit.

Nach dem Tod unseres Vaters hat meine Schwester eigenmächtig ALLE Dias willkürlich aus den Aufbewahrungskästen gerissen und alles was ihr nicht zusagte, einfach weg geschmissen…in den Müll. Ich war entsetzt und so wütend…es hat Monate gedauert bis sich meine Wut und Empörung über soviel Ignoranz und Eigenmächtigkeit wieder gelegt hat und selbst jetzt noch, mehr als 1,5 Jahre später fühle ich beim Schreiben dieser Zeilen wieder diese Empörung…wie konnte sie nur.

Die metallenen Kästen mit den Beschriftungen von Orten und Zeiten jeder Dia-Serie  hatte sie so entsorgt, die waren einfach weg. Die aussortierten Dias lagen in der Hausmüll-Tonne…die konnten wir noch wieder rausholen…leider waren sie nun vollkommen verdreckt und hoffnungslos unsortiert. Mein heutiger Ex-Freund hatte sich viel Zeit genommen um mir bei den Dias zu helfen – sie zu säubern und zu sortieren.

und später habe ich dann erneut aussortiert, und dabei habe ich tatsächlich viele Dias gefunden, die ICH gerne behalten wollte…ich habe angefangen jedes einzelne Dia-Bild mittels eines Hand-Guckys  anzuschauen, habe versucht es zeitlich und räumlich einzuordnen um so wieder zusammen gehörende Dias zu gruppieren…vieles konnte ich anhand von Kleidungstücken oder Alter der Personen auch zusammen bringen…an vieles konnte ich mich auch erinnern. Aber gerade die ganz alten Fotos wo ich oft die Personen nicht kenne oder nicht mehr erkenne, da wurde es fast unmöglich zu sagen wann die Fotos entstanden sind, oder zu welcher Gelegenheit oder wo das Ganze war…

Heute nun habe ich 845 einzelne Dias  sorgfältig in Magazinen und Dia-Kästen sortiert und transportsicher in einen Karton verpackt…und in der kommenden Woche werde ich das Paket zum Digitalisieren verschicken… Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen aus den so selten gesehenen Dias, Fotos zu machen, die man sich auch mal anschauen kann.

Also lasse ich die Fotos digitalisieren und davon kann ich dann Abzüge machen, wenn ich es möchte. So zumindest haben meine Schwester und ich die Möglichkeit die einmaligen Dias die wir Beide haben wollen, zu Teilen…

Wenn das Ergebnis gut geworden sein sollte, werde ich zu einem späteren Zeitpunkt die Original-Dias entsorgen…aber erst wenn ich mich vom qualitativen Ergebnis habe überzeugen lassen. Ich habe bewusst nicht eines dieser Billig-Angebote aus Internet angenommen, sondern mir einen seriösen Anbieter gesucht…da kostet die Digitalisierung eines Dias zwar 20Cent pro Stück… (es gibt welche die bieten das schon für  7Cent  – aber solchen Angeboten traue ich nicht), aber die Wahrscheinlichkeit das ich es nicht bereuen werde ist wesentlich größer.

Wenn diese Bilder verloren gingen oder zerstört würden, hätte ich so gut wie NICHTS aus meiner Kindheit auf Fotos.

Und zu guter Letzt hab ich heute noch mit einem alten Kollegen telefoniert…der lebt mittlerweile Alleine in seinem großen Haus, nachdem alle Töchter das Haus verlassen haben…und keine Woche nachdem die letzte Tochter ausgezogen ist, wurde bei ihm eingebrochen…Ohhha

 

 

November-Spaziergang

November-Spaziergang

Also bereits um kurz vor 15 Uhr war ich in Tävsmoor…am Rande des Flugplatzes von Heist…dort hatte ich schon vor einer ganzen Weile einen schönen Rundweg für mich entdeckt… Nun hab ich aber fest gestellt das mir dieser Weg zu kurz ist…viel zu kurz…lach…da ich mittlerweile normale Spaziergänge erst ab einer Länge von ca. 4 Km als lohnend empfinde….Also hab ich einfach noch ein paar andere Seitenwege genommen und siehe da, jetzt hab ich einen Rundwanderweg mit einer Länge von etwas mehr als 5km…also eine schöne Runde für gute 45 Minunten Walken – also im Sportmodus…Ich war gestern jedoch eher im Spaziergang-Modus unterwegs und hab dazu noch viele Fotos gemacht….so war ich knapp 1,5 Stunden bei schönem Wetter unterwegs….herrlich entspannend und war kurz vor Sonnenuntergang wieder am Auto.So kann das Wochenende gut anfangen…ich brauchte auch nichts mehr einkaufen, weil ich bereits vorgestern alles gekauft habe, gestern hab ich dann zwei Gerichte gekocht und heute nun hab ich nur noch Rezept zum Spätzle selbermachen umgesetzt und schon war das Essen fertig…

Stempeln und am Nachmittag ist frei

Freitag Nachmittag um 14.20 Uhr…und ich bin ins Wochenende gegangen….hahaha wie herrlich. Unter der Woche müssen wir mindestens bis 15 Uhr im Büro sein, an Freitagen dürfen wir bereits ab 13 Uhr Feierabend machen.

Ich finde die Zeit-Erfassung (oder altmodisch: Stempeluhr) echt klasse…nur sie bietet einen unbestechlichen Nachweis über die geleisteste Arbeitszeit. Es werden einfach alle Zeiten erfasst, die Pausenzeiten sind normiert und es gibt klare Regeln… an die sich alle halten müssen. Auch die Chefs.

Wer sich durch eine Zeit-Erfassung eingeschränkt fühlt,  sollte sich mal über Erfahrungen mit Vertrauensarbeitszeit erkundigen…das ist dann nicht mehr so lustig.

Nach 13 Jahren mit Vertrauensarbeitszeit kann ich sagen: das klingt zwar gut mit dem Vertrauen und so…aber das sind nur schöne Worte. In der Realität wird jeder Arbeitnehmer aufgefordert trotzdem einen eigenen Nachweis zu führen, der von Chefs zu bestimmten Gelegenheiten (eben wenn das Vertrauen nicht echt ist) angefordert werden darf.

Schwierig wird es auch immer, wenn es darum geht zu sagen die Arbeit ist zu viel, zu wenig, das Gehalt ist nicht stimmig zur Arbeitsbelastung…IMMER geht es dabei auch um die geleistete Zeit…

Und wenn man außer der Reihe mal einen Gleittag haben möchte, um Überstunden abzubauen wird es zum echten Problem… Als Arbeitnehmer ist man ständig in der Beweispflicht ,das man seine Stunden geleistet hat – da ist dann auf einmal nicht mehr die Rede vom Vertrauen….und wer nur jeden Tag 10 Minuten früher kommt und 20 Minuten später geht merkt kaum, wie er im Laufe der Jahre der Firma Unmengen an Stunden schenkt.

Wer trotzdem früher geht, dem wird von Chefs und Kollegen oft ein subtiles Schuldgefühl vermittelt. – obwohl man weiß das man genügend gearbeitet hat…allein aus diesem Grund ist es wichtig seine eigene Zeiterfassung zu machen, damit das eigene Selbstbewusstsein unter den ständigen Sticheleien und Neckereien nicht leidet… Denn keiner der Kollegen sieht wenn Du bereits um 6.30 Uhr angefangen hast und wenn Du dann um 15.30 Uhr gehst, sehen die Kollegen nur das es noch früh am Nachmittag ist: aaach arbeitest Du nur noch halbe Tage…dabei sind das auch 9 Stunden ./. 45 Minuten Pause = 15 Minuten mehr gearbeitet als eigentlich notwendig… und keiner sieht es. Die Kollegen sind dabei die größten Kontrolleure.

Auf der anderen Seite wird natürlich bei der reinen Anwesenheit mit der Stempeluhr NICHT die Arbeitsaus- oder Belastung gemessen…oder wieviel Zeit jemand am Tag mit Kollegen gequatscht hat… Hier hat die Vertrauensarbeitszeit einen weiteren emotionalen Vorteil für die Arbeitgeber…je nach Arbeitnehmer wird der sich an solchen Tagen eher beschämt fühlen, weil er 2 Stunden des Tages nur gequatscht hat…und evtl. fühlt er sich moralich verpflichtet deshalb etwas länger zu arbeiten….solche Kollegen hatte ich in meinem Team… Es gibt natürlich auch die Kollegen, die davon unbeeindruckt bleiben und minutiös abgezählt den PC herunter fahren.

Aber nirgendwo in den Arbeitsverträgen steht geschrieben, wie produktiv ein Arbeitnehmer eigentlich zu sein hat. Die Hauptpflicht des Arbeitnehmers besteht darin seine Arbeitsleistung dem Arbeitgeber zur Verfügung zu stellen und die geforderten Arbeiten zu erledigen !!

Ich liebe also die klaren Regeln der Arbeitszeit-Erfassung und konnte so um 15 Uhr bereits im Wald sein…bei Sonnenschein und ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.