Wieviel Abfluss von Fachwissen kann eine Abteilung / eine Firma aushalten?
In den beiden Abteilungen (Buchhaltung+Controlling) gab es, vor meinem Weggang insgesamt 8 Personen.
3 sind schon weg (mich eingeschlossen), 1 hat jetzt gekündigt und 1 möchte das im Laufe des nächsten 1/2 Jahres auch.
Geballtes Fachwissen über die Prozesse innerhalb der Firma ist schon oder ist dabei, zu gehen…Teamleiter, kaufmännische Leitung UND zusätzlich geht auch noch der Geschäftsführer Ende diesen Jahres in Rente….
Und dazu rumort es ganz gewaltig in meinem ehemaligen Team….aber das hat sich ja schon angedeutet….und der erneute Ausbruch hat wohl zu ernsthaften Zerwürfnissen geführt….Und die neue Teamleitung bemüht sich nicht das zu glätten. Sie bleibt eher in der passiven Rolle…lässt es einfach so laufen. Okay, sie ist jetzt noch nicht so lange dabei…und hatte noch nie Personalverantwortung…
Nun gut…ich bin ja eh raus…und ich lasse mich in diesen Disput auch nicht mehr reinziehen…Sind alle alt genug…hahaha
Soooo….die ganze Woche war ich also zu ziemlicher Bewegungslosigkeit verdammt. Durch die Schmerzen fiel es mir zwar leicht…aber emotional fehlt neben der Bewegung, auch die frische Luft. Jetzt einfach draußen nur rum zu stehen, war auch nicht sooo prickelig…bei den Temperaturen um 0-2 Grad.
Also ich hab in dieser Woche gearbeitet, war nicht einkaufen, hab nur minimal zuhause Dinge erledigt, die meiste Zeit hab ich mich sehr ruhig – also still – verhalten. Was aber nicht bedeutet, das Liegen für meine Wunde so dolle war….hahaha….Egal welche Sitz- oder Liegeposition ich einnahm….zu lange in einer Position war ungünstig.
Erst seitdem ich diese speziellen Wundauflagen benutze, bei der die Wunde keinen Schorf bilden kann, geht es richtig aufwärts und ich kann auch länger in einer Position ausharren. Es geht auch nur noch um die tiefere Fleischwunde…alle anderen kleinen Schürfwunden sind schon so gut wie weg.
Beruflich war diese Woche sehr erfolgreich.. und hab endlich mal wieder mit einem meiner Mädels telefoniert und so auch ein paar Neuigkeiten aus meiner alten Firma erfahren….ansonsten bin ich guter Dinge. Und doch hab ich versucht mich endlich einmal den Corona-Endlos-Informationen zu entziehen…ich brauche gerade mal eine Pause. Nur eine Pause von der Informationsflut…natürlich halte ich mich an alle Regeln und das aus Überzeugung. Aber meine Art der Informationsaufnahme in Dauerschleife…DAS musste ich jetzt mal kurz stoppen.
Heute Abend nun bin ich bereits den 2. Tage ohne Schmerzmittel und werde mir zu meiner kuscheligen Advents-Kerzen-Stimmung hier im Wohnzimmer ein Glas Wein gönnen. Mit Wehmut hatte ich bereits vor Tagen mitbekommen, das der Glühwein-Ausschank „to-Go“ in Hamburg gestoppt wurde…dabei hatte ich mich eigentlich schon darauf gefreut…. Egal….
Und Morgen fahre ich zu meiner Schwester….sie ist ja auch in Quasi-Quarantäne…immerhin ist es bereits die 3.Woche in der sie krank geschrieben ist…und bleibt es auch noch 2 Wochen….aber immerhin der Gips am Arm ist ab…wir werden also drollig aussehen…sie mit Verband am Arm…ich humpelnd mit Verband am Bein daneben….hahaha
Mein kleiner Unfall beschäftigt mich mehr, als ich gedacht hätte…ein Teil der Wunde ist etwas tiefer, als zuerst vermutet …und da es direkt unterhalb des Knies ist, wird bei jeder Bewegung auch die Wunde mit bewegt…keine ganz optimalen Voraussetzungen, damit sie sich schnell schließt.
Aber es geht voran….auch wenn ich überrascht bin, wie wenig Apotheken auf eine direkte Wundversorgung vorbereitet sind. Auf Anraten meiner Schwester wollte ich mir sogenannte Hydrokolloid-Pflaster besorgen…die auf eine „feuchte Wundheilung“ abzielen…das verhindert die Schorfbildung, soll zu schnellerer Gewebeerholung und weniger Narbenbildung führen….und verbindet sich NICHT mit der Wunde.
Aber jede Apotheke, die ich angefahren habe, sagte dasselbe: Haben wir nicht vorrätig – müssen wir bestellen….ja danke…also das hätte ich auch gekonnt. Also schimpf einer noch über den Online-Handel. Also habe ich eine andere Alternative für sofort gewählt (Wundsalbe, Wundauflagen sensitiv + leichtem Verband) und dann noch im Internet diese speziellen Pflaster bestellt, um für einen möglichen !! nächsten Unfall dieser Art dann vorgesorgt zu haben…bei mir weiß man ja nie.
Die vorsichtige Frage meiner Schwester doch mal einen Arzt draufschauen zu lassen, hab ich erst einmal abgelehnt…allein der Gedanke das es geklammert oder genäht werden müsste, lässt mich panisch werden…reicht schon, das ich ja in dieser Woche auch noch 2 Termine beim Zahnarzt habe…und solange ich die Wunde sauber und geschützt halte, so das sich nichts entzündet…das Bein dabei so ruhig wie möglich halte…sollte es auch so gehen. Ja das ist vielleicht unvernünftig…aber meine Schwester stimmt mir zu, das es auch so gehen kann …dauert aber etwas länger.
Krass ist , wie unterschiedlich wir auf solche Vorfälle reagieren….meine Schwester, als examinierte Krankenschwester und in der Altenpflege tätig…geht immer sofort und für ALLES zum Arzt…erträgt jede Nadel, jede OP, jede Therapie, lässt alles klaglos über sich ergehen … ist aber auch schon immer oft krank oder verletzt gewesen. Ich dagegen meide Ärzte so gut ich kann, gehe nur selten, habe Angst vor Spritzen, vor Schmerzen….mag keine Situationen in denen andere über mich bestimmen….war aber in meinem Leben auch nur selten richtig krank, war ganze 3x im Krankenhaus (Blinddarm und 2x wegen der Mandeln). Wir beide sind robust…aber auf sehr unterschiedliche Art….
Ich war also brav zuhause….also am Sonntag hab ich das Haus gar nicht verlassen und hab fast nur geschlafen…Montag hab ich nach Feierabend nur die Apotheken per Auto abgeklappert…Gut das es ein Homeoffice-Tag war, so konnte ich tagsüber die Vorzüge einer Schlafanzughose mit weiten Hosenbeinen ausnutzen…was eindeutig ein angenehmeres Tragegefühl war, als später die Jeans .
Nun gut…heute nun musste ich nach Hamburg zum Zahnarzt und danach ins Büro….Der Zahnarzt ist wirklich gut und es herrscht dort eine sehr freundliche lustige Atmosphäre….und jawohl ich hab eine Spritze bekommen und es wurde gebohrt um eine Füllung zu erneuern….hat alles gut geklappt und hat auch gar nicht weh getan….puhhhh ein Termin weniger….
Was gibt es Schöneres als einen Samstag NICHT einkaufen gehen zu müssen?… nicht einkaufen und bei dem trüben Wetter überhaupt nicht vor die Tür gehen zu müssen.
Es war also bisher ein ruhiger, gemütlicher Samstag Zuhause im Warmen…hab gekocht, aufgeräumt, gewaschen und was man sonst so macht und erst als es Draussen dunkel wurde, wurde ich unruhig…ich wollte doch noch zu einer Walking-Runde raus an die frische Luft.
Also flugs umgezogen, die Lichter geschnappt und los ging es. Erst einmal ins Auto und bis zum Elbufer in der Nähe von Blankenese gefahren. Das letzte Mal was es so schön, spät am Abend und bei Nebel…jetzt wollte ich dort noch einmal laufen…dieses Mal ohne Nebel….
Und es war auch zuerst ein toller Ausflug….dunkel aber ohne Nebel konnte ich die Lichter und Industrieanlagen auf der anderen Seite der Elbe viel besser erkennen:
Ich bin ein ganzes Stück weiter gelaufen, als beim letzten Mal..
.und irgendwann kam ich auf die TOLLE Idee, auf dem Rückweg eine Weile direkt am Elbstrand zu laufen…..hmmmm….direkt an der Wasserlinie war eine Art Betonsteg und auch ohne die Taschenlampe hatte ich genügend Licht….
….aber dann war der Betonsteg zu Ende und ich musste auf dem Sand weiter laufen. Was ich leider in der Dunkelheit nicht sehen konnte, direkt unter dem Sand waren große unebene Steine…und bereits mit dem 2. Schritt stolperte ich über einen…konnte mich noch auffangen und stolperte sofort über den Nächsten….
soooo und dann musste ich unbedingt mit meinem Rechten Knie auf einen weiteren Stein prallen und schon lag ich im Sand …..Der Aufprall mit dem Knie war heftig….und ich brauchte eine kurze Weile um mich überhaupt aufzusetzen zu können. Ich jammerte laut vor Schmerzen, wusste aber noch nicht, wo genau der Schmerz eigentlich herkam…und mein 1. Gedanke, als ich wieder denken konnte, war: und ich muss noch ca. 4,5km zurück zum Auto laufen.
Aber noch lag ich im Sand….zum Glück auf der Seite…denn erst so nach und nach merkte ich das meine Hose am Bein zerrissen war und ich eine offene Wunde hatte, die blutete. Nun gut, also bin ich langsam aufgestanden, humpelte jammernd zu einer Treppe in der Nähe, setzte mich hin und hab erst einmal meine Wunde mithilfe der Taschenlampe, die ich immer noch in der Hand hatte, begutachtet.
Alles halb so wild…die Wunde war zum Glück unterhalb der Kniescheibe und ich hab bereits bei den wenigen Schritten bemerkt, das ich beim Laufen das Knie normal beugen kann….es ist nichts gebrochen und scheinbar gibt es auch keinen sonstigen gravierenden Schaden rund um das Knie.
Na ,mit offenen Schürfwunden kenne ich mich ja inzwischen ganz gut aus. Doch jetzt war es schade, das ich dieses Mal nicht meinen Rucksack dabei hatte und damit hatte ich also weder Wasser, noch mein kleines Notfallpack dabei. Konnte die Wunde also weder säubern, noch irgendwie abdecken.
Und immer noch lagen ca. 4,5 Km zwischen mir und meinem Auto. Nun ist der Museumshafen von Hamburg nicht in der Einöde oder in der Wildnis. Ich hätte also ohne weiteres in einen Bus steigen, oder mir ein Taxi nehmen können (zumindest hatte ich etwas Geld dabei)…aber das war für mich überhaupt keine Option, solange ich überhaupt noch laufen kann.
Also bin ich, ohne Wundversorgung, einfach wieder auf die Promenade gegangen und hab einen Fuß vor den Anderen gesetzt und schon nach einer kurzen Weile hatte ich wieder meinen üblichen Rhythmus und bin tatsächlich bis zum Auto zurück gelaufen.
Erst Zuhause hab ich die Wunde dann von Sand und Blut gereinigt und mir einen Verband anlegt…mir ging es ja soweit gut, also hab ich nicht einmal eine Schmerztablette genommen. Die Nacht war allerdings so gar nicht erholsam….als Seitenschläfer wusste ich nicht, wie ich mich positionieren sollte…und das Bein tat einfach mit jeder Bewegung weh….na das kann ja heiter werden.
Bei Morgengrauen hab ich endlich Schmerztabletten genommen und seitdem geht es besser….Später hab ich den blutgetränkten Verband abgemacht, die Wunde noch einmal gesäubert, Wund-und Heilsalbe vorsichtig darüber verteilt und neu verbunden.
Und jetzt? Jetzt geht es mir wieder gut. Kann das Bein beugen und strecken, kann liegen und laufen und habe fast keine Schmerzen mehr. Ich hatte mir schon kurzzeitig Sorgen gemacht.
Na immerhin waren es an diesem Tag insgesamt knappe 11,5km die ich gelaufen bin.
…soooo mein persönliches Weihnachtsgeschenk ist dann auch in dieser Woche angekommen: Meine Weinlieferung vom Weingut Weitzel:
Darüber freue ich mich sehr…denn in den letzten Wochen hab ich den einen oder anderen Wein ausprobiert, auch etwas höherpreisigen, aber nicht so wirklich das gefunden, was mir momentan so richtig gut schmeckt.
Vor allem er Blanc des Noir aus 2019 hat es mir angetan. Meine Vorräte hab ich also gut aufgefüllt…das sollte wieder für 3/4 Jahr reichen. Eigentlich hatte ich ja vor gehabt im Herbst, bei dem geplanten Besuch in Hessen ,auch einen kurzen Abstecher zum Weingut in Rheinhessen zu machen….aber dieser Besuch ist ja der Pandemie zum Opfer gefallen so hab ich meine Bestellung per E-Mail aufgegeben und per UPS erhalten.
Eine Flasche Silvaner gab es als Geschenk dazu….aber der ist mir eindeutig zu fruchtig süß…..den werde ich dann lieber zum Kochen verwenden….
Ich verzichte zwar immer öfter ganze Wochen auf ein schönes Glas Wein, meinem Blutdruck zuliebe….aber, gerade in der dunklen Jahreszeit, wenn es drinnen so schön kuschelig ist….ja dann möchte ich auch am Abend gemütlich ein Glas trinken….zum Wohl !!
Es ist wirklich selten, das ich eine Sendung weiter empfehle, aber die Sendung: „Bosetti will reden“ ist ein Sendeformat von ZDF Kultur, welches ich als sehr empfehlenswert erwähnen möchte.
Das klingt jetzt auf den ersten Blick nicht so prickelig…aber…
… hier erzählt für ca. 4-5 Minuten Sarah Bosetti, eine junge Frau, zu einem aktuellen Thema in einer intelligenten, sehr ruhigen und extrem unaufgeregten Art. Sie ordnet mit ruhiger Ironie und feinem Humor Aussagen von Politikern ein…rückt die Aussagen erst ein bisschen in den Mittelpunkt und verschafft dem jeweiligen Thema mit ihrer Meinung dazu dann am Ende, wie ein Korrektiv, einen anderen Stellenwert im Gesamtkontext… Sanft und ruhig und damit anders als die meisten Kabarettisten und Spaßmacher der Nation….
Das ist natürlich nur meine Meinung…aber wer mag: schaut doch einmal rein z.B.
„Bosetti will reden – das härteste Weihnachten seit Kriegsende“ zu sehen in der ZDF-Mediathek oder im Internet….also ich kann mich ihrer Meinung nur anschließen…..
Also manchmal wundere ich mich schon, ob die Hersteller von Produkten uns wirklich für so blöd halten. Na gut, in der Regel machen wir es Ihnen aber auch echt einfach…und so werden sie immer einfallsreicher …oder auch dreister.
Und genau das können sie machen, weil wir Menschen zu häufig nach Gefühl einkaufen…
Meine elektrische Zahnbürste, seit mehreren Jahren ein zuverlässiger Begleiter, hat seinen Dienst eingestellt….Also hab ich mir im Drogerie-und auch im Supermarkt einen Überblick über die aktuelle „Mode“ der bekanntesten Marke für elektrische Zahnbürsten verschafft.
Die mit dem wenigsten Schnick-Schnack und damit fast das gleiche Modell welches ich jetzt lange hatte, kostete 39,95 EUR….Farbe…naja weiß mit etwas Mintgrün….Verpackung groß. Und genau daneben war eine Verpackung…deutlich kleiner…auf dem Bild war eine Zahnbürste in Lila abgebildet und es stand JUNIOR darauf. Diese sollte 29,95 EUR kosten (kein Angebotspreis).
Ich habe beide Zahnbürsten (ohne Bürstenkopf) verglichen und bis auf die Farbe waren sie identisch. Nur der Bürstenaufsatz war für den Junior „extra weich“…aber diese Aufsteckbürsten passen ebenfalls auf alle Bürsten der gleichen Marke. Das Handstück ist also identisch.
Durch nichts gerechtfertigt war die Verpackung für die Erwachsenen-Zahnbürste größer, als die für die Kinder: bei absolut gleichem Inhalt…Dabei war die Verpackung für JUNIOR auch immer noch viel größer, als überhaupt notwendig gewesen wäre.
Das mit dem deutlichen Preisunterschied liegt an der Ein-und Verkaufsstrategie der Händler…im Internet kosten die Beiden im Durchschnitt 45 EUR . Damit hab ich auf jeden Fall im Supermarkt kein schlechtes Geschäft gemacht…aber das mit der Verpackung wurmt mich immer noch.
Es ist kalt geworden und teilweise sogar richtig ungemütlich draussen….trotzdem bin ich Dienstag nach Feierabend mal wieder nach Ottensen gelaufen und danach weiter zum Altonaer Elbufer.
…und jetzt weiß ich warum Hamburg als das Venedig des Nordens gilt….wieviel Brücken es genau sind, weiß Niemand so genau, aber die Stadt sagt, es sind ca. 2.500 ….und damit mehr als in Venedig oder Amsterdam…..
Vom Altonaer S-Bahnhof bin ich auf verschlungenen Wegen kleine malerische Treppen rauf und runter gelaufen…über kleine Brücken spaziert, hab große Brücken passiert und hatte mehr als einmal das Gefühl von Brücke zu Brücke zu laufen…bis ich dann tatsächlich direkt im Hafen Altona und damit am Wasser ankam….wieder hinauf ging es später dann auch noch….und das war dann schon echter Sport haha.
Von oben hab ich auf den Hafen geschaut und ja diesen Büro-Komplex hab ich schon mehrfach bei Tageslicht gesehen:
Was ich aber erst jetzt in der Dämmerung wahr genommen habe, die Treppenstufen bis zum Dach sind tatsächlich begehbar und auch für die Öffentlichkeit freigegeben….es sind fast 120Stufen….und es sind relativ hohe Stufen….oben angekommen musste ich erst einmal meine Atmung wieder in den Griff kriegen…ich glaube ich muss wieder öfter Treppenlaufen….das Keuchen machte keinen sehr sportlichen Eindruck….räusper….ich glaube ich brauche wieder mehr Höhenunterschiede bei meinem Wanderungen (das ich das einmal freiwillig sage….hahaha)
Dafür war die Aussicht grandios:
Aber schon nach ein paar Minuten waren der Wind und der leichte Nieselregen sooo kalt, das ich mich schnell wieder auf den den Rückweg gemacht habe….
und wieder ein Tag mit insgesamt mehr als 10km auf dem Tageskilometer-Zähler…..ja ich bin zufrieden ….zum Abschluss des Tages gab es dann nämlich noch ein Fischbrötchen…..und zuhause einen heißen Tee zum Aufwärmen….
Also ich kann nicht behaupten, das ich durch Corona weniger rede.
Nur die Gesprächspartner haben sich verändert. Hab ich vor Corona und bis Mitte des Jahres noch sehr viel mit meinen ehemaligen Kollegen und Freunden aus Hessen gesprochen, also mehr Abends in meiner Freizeit und nur wenig mit den Kollegen aus der 1. Firma hier im Norden, sind es nun zum großen Teil die Kollegen aus meinem jetzigen Job mit denen ich mich während der Arbeits-und Pausenzeiten unterhalte…dafür hab ich wesentlich weniger Unterhaltungen am Abend.
Positiv überrascht haben mich zusätzlich in dieser Woche gleich mehrere Kollegen…die sich mit ihren Fragen lieber an mich wenden, obwohl sie wissen, das der Controller dafür zuständig ist….darauf muss ich dann immer wieder hinweisen…
Die junge Kollegin z.B. gab ganz offen zu, das sie ein wenig Angst vor ihm hat. Ich kann sie verstehen, weil er im ersten Moment immer so abweisend am Telefon wirkt…das ist er auch bei mir…meistens löst sich dieses Gefühl aber nach ein paar Sekunden und er reagiert dann wieder normal….Witzigerweise hat man mir früher GENAU das GLEICHE nachgesagt…und es hat mich immer wieder überrascht, das mich die Menschen so wahr genommen haben…danach hab ich jahrelang an mir gearbeitet, um meine Außen-Wahrnehmung freundlicher wirken zu lassen, so das sie mehr im Einklang mit meiner inneren Haltung ist. DAS zumindest ist mir gelungen.
Mit anderen Worten, ich kann also relativ sicher davon ausgehen, das der Controller es gar nicht so meint und er sich seiner oft abweisend erscheinenden Wirkung gar nicht bewusst ist.
Andere Kollegen haben mich überrascht, weil sie auf einmal zu mir ins Büro kommen, um sich zu unterhalten…an Gespräche anknüpfend über Themen, über die wir uns schon vor einiger Zeit mal unterhalten haben…das hat mich gefreut, da es auch sehr junge Kollegen sind und die Unterhalten machen einfach Spaß.
…und zu guter Letzt hat mich noch unsere neue Quasi-Kollegin überrascht, die nun nach anfänglich sehr starker Zurückhaltung, wenigstens einmal am Tag für einen kurzen Plausch mit mir zusammen kommt….ist auch nicht leicht, mitten in Corona neu anzufangen…das kenne ich ja auch…
….und wir haben doch einige Gemeinsamkeiten über die ich immer wieder staune: auch sie ist nach privater und beruflicher Trennung aus einem anderen Bundesland in den Norden gezogen….und witzigerweise hat sie in der westfälischen Kleinstadt gearbeitet, in der ich aufgewachsen bin… und ist in der Stadt in NRW geboren, in der ich 18 Jahre gearbeitet habe…..hahaha….tja….da merkt man wieder einmal: die Welt ist ein Dorf….