Menschliches Verhalten

Durch die fast 1,5 Jahre mit Corona haben sich einige meiner Gewohnheiten doch geändert… Mit Verwunderung nehme ich zur Kenntnis, das es mir aktuell nicht mehr so viel Spaß macht in einem Café oder Restaurant zu sitzen…

….es geht dabei nicht um die Maske oder ob man einen Test braucht oder nicht.

Es geht mir um die Gelassenheit, einfach länger irgendwo zu verweilen…das hab ich schon im letzten Jahr, nach dem 1. Lockdown, gemerkt, das ich immer wieder das Gefühl habe, ich muss den Platz wieder freigeben, damit die Gastronomen mehr Umsatz machen können, wenn es einen schnelleren Durchlauf an Gästen gibt. Zumal ja an vielen Stellen die Anzahl der Plätze reduziert werden musste….die haben es ja schon schwer genug. Ja mir fehlt die innere Gelassenheit….

Ich hab es wohl irgendwie verlernt einfachsitzen zu bleiben und es zu genießen, auch wenn der Teller leer ist oder das Glas nur noch einen Schluck davon entfernt…und es macht mir auf einmal auch nicht mehr soviel Vergnügen Menschen anzuschauen und ihre Interaktionen mit Anderen zu beobachten.

Etwas, was mir immer viel Spaß gemacht hat….irgendwo sitzen und den Menschen bei ihrem Leben zuzuschauen…jetzt nicht voyeuristisch sondern soziologisch gemeint:

Wie verhalten sich Menschen in der Öffentlichkeit…Paare zueinander, wie gleichen sie sich in Kleidung und Verhalten, manchmal erkennt man unterschwellige Konflikte, auch wenn sie nur stumm an einem Vorbeigehen. Körpersprache und Gesichtsausdrücke versuche ich zu interpretieren und manchmal spinne ich in Gedanken eine kurze Geschichte dazu.

Wie verhalten sich Eltern zu ihren Kindern…und wie verändert sich das Verhalten von Kindern wenn sie merken, das sie die Aufmerksamkeit eines Menschen auf sich gezogen haben. Wie reagiert die Frau, wenn ihr Mann einer anderen Frau heimlich nachschaut….. ich finde das hochspannend.

Schön öfter hab ich darüber nachgedacht mich irgendwann einmal an einer Fernuni einzuschreiben ….für das Fach Soziologie: Die Lehre von Mustern menschlichen Verhaltens und zwischenmenschlicher Beziehungen..

Wie ein Kreuzgang – aus Bäumen

Wie ein Kreuzgang – aus Bäumen

Die ersten beiden Tage in dieser Woche war ich wieder im Homeoffice….und bin am Morgen NICHT vorher meine Runde gelaufen…das war dann richtig komisch.

Ich hab mich so daran gewöhnt den fehlenden Arbeitsweg mit einer Walkingrunde zu kompensieren und erst dann den Computer anzuwerfen, das ich tatsächlich Schwierigkeiten hatte in diesen Arbeitstag hineinzufinden.

Montag Morgen bin ich etwas zu spät aufgestanden, es regnete dazu ziemlich dolle und ich war nervös wegen des Mitarbeitergesprächs am Mittag…also hab ich diesen Teil der Morgenroutine weggelassen und war erst spät am Abend so nach 21.30 Uhr knappe 6 km draussen.

Dienstag Morgen bin ich zwar gut aus dem Bett gekommen, aber es regnete derartig heftig, mir war kalt und ich war müde…und irgendwie konnte ich mich überhaupt nicht motivieren einen Schritt vor die Tür zu setzen…war stattdessen aber in der Mittagspause auf dem Trampolin….na immerhin etwas.

Den Altonaer Volkspark hab ich dann am Mittwoch erklommen hahaha…..na gut….so steil ist es nicht, aber je weiter man rein geht in diesen „Wald-Park“ umso höher kommt man…und weiter oben ist dann auch noch eine kleine Anhöhe mit einem Baum-Gang.

Dieser Baum-Gang geht einmal komplett um die Anhöhe herum und bildet eine komplett geschlossene kleine Baumallee. Ich liebe dieses an einen Kreuzgang anmutende Baumgewölbe…

Es stahlt für mich einfach eine beruhigende und beschützende Stille aus…ich könnte stundenlang im Kreis laufen hahaha…..hab ich aber doch nicht getan…sondern bin noch weiter rein in den Park….der an vielen Stellen mehr Wald, als Park ist….

Es war eine spontane Entscheidung hier zu laufen, da ich täglich zur und von der Arbeit daran vorbei komme….aber ich hatte mich bei meinem Outfit an diesem Tag, für weiße Turnschuhe entschieden….so konnte ich ein paar der Wege leider nicht gehen….(immerhin hatte es die Tage zuvor geregnet).

Trotzdem war es wunderschön….leicht kühl, und nur wenig Menschen …eine schöne Erholung.

Emotionale Achterbahn durch mein Leben

Emotionale Achterbahn durch mein Leben

Bei einem Glas Wein (Goldmuskatella 2018 Weingut Weitzel) plaudere ich mal aus meinem persönlichen Nähkästchen…das mein Chef und die Kollegen gerne mit mir kommunizieren ,ist so etwas wie ein Ritterschlag für mich.

Warum das?

Zeigt es doch, das seit meinem Weggang aus Hessen (mit dem Stressjob) mein oftmals als introvertiertes und als kommunikations- eingeschränkt wahrgenommenes Verhalten mittlerweile der Vergangenheit angehört.

Mein ganzes Erwachsenen-Leben kämpfe ich schon gegen diese eingeschränkte Kommunikations-Fähigkeit…scheine aber jetzt endlich, mit 53 Jahren, in meinem eigenen Leben angekommen zu sein, in dem Kommunizieren doch ein Teil meiner Persönlichkeit geworden zu sein scheint….zumindest sind mir Menschen wichtig genug, um auch mit Ihnen in Kontakt zu bleiben….ich bin an vielen Stellen sogar die treibende Kraft.

Zugegebenermaßen war das nicht immer so….und jaaa ich hab viele Jahre meinen Job über meine Sozialkontakte gestellt…..eigentlich hab ich den Großteil meines Berufslebens als für mich Wichtiger angesehen…hab mich zum großen Teil über den Job definiert und mein Selbstbewusstsein aus meinem Wissen gezogen…bis auf die Zeit mit meiner Tanzclique…Die Zeit mit der Clique endete dann ja ziemlich schnell, als ich meinen heutigen Ex kennenlernte, der von denen nicht so viel hielt.

Nun aber…in meinem jetzigen Leben, hier im Norden…weitab von Stress, Ex-Freund und dem Rest meines Tanzlebens…..hier nun mitten in der Pandemie, die dem Rest der Welt eigentlich zeigt, wie ich größenteils lebe (nur das die Welt mich eben nicht kennt 🤣) bin ich mehr ich selbst, als ich jemals zuvor war.

Ich hab mich, trotz all meiner Stärke und all meinem nach außen gezeigten Selbstbewusstsein, immer „falsch“ gefühlt…weil mir mein ganzes Leben dieses Bedürfnis nach Zurückgezogenheit und mein großes Bedürfnis nach Stille und Nicht-Kommunikation als unnatürlich angekreidet wurde….meine Familie hat das nie akzeptiert. Der Mensch hat eben ein geselliges Wesen zu sein….und meine Chefin hat es mir früher als Negativ-Eintrag in die Bewertung gegeben. Erst in den letzten Jahren, vor meinem Weggang, hat sie erkannt, das es keine negative Eigenschaft ist…sondern sogar viele Vorteile für den Job hat….und mich eben nicht daran gehindert hat, trotzdem ein guter Chef zu sein….der sich um seine Mitarbeiter kümmert….mit denen ich ja jahrelang ein lockeres und trotzdem gutes Verhältnis hatte.

Es schmerzt mich aber heute noch, das ich immer beweisen musste, das meine manchmal eingeschränkte Kommunikations-Fähigkeit keine Charakterschwäche ist. Es ist eine angeborene Eigenschaft…die durch meine oftmals nicht ganz einfache Kindheit, die vielen Umzüge in jungen Jahren und eine unglückliche Familienkonstellation auch wenig Chance hatte, durch das Urvertrauen eines Kindes zu den Eltern, schnell „über-lernt“ zu werden. Es war und ist ein ständiger Kampf zwischen „ich will und brauche meine Ruhe“ und „ich möchte mit den Menschen, die mir wichtig sind, kommunizieren“.

Jeder ist seines Glückes Schmied. Ja klar, aber manchmal muss man sich auch die Möglichkeit erkämpfen, sein eigenes Leben wirklich selber in die Hand zu nehmen…..das bedeutet auch unbequem zu sein und so manchem lieb gemeinenten Eingriff Anderer, sein eigenes Leben wieder zu entreißen…das ist nicht immer schmerzfrei und bedeutet auch Menschen weh zu tun, die eigentlich immer glauben nur „das Beste“ für einen zu wollen.

Das Beste ist aber, man nimmt sein Leben WIRKLICH in die eigene Hand, lässt sich nicht beirren oder reinreden. Damit hab ich nach so vielen Jahren tatsächlich zu meinem Leben gefunden. So wie ich nun einmal bin….

Ein sturer Stier, selbstbewusst und trotzdem total verletzlich. Ich bin übrigens nie lange den einfachen Weg gegangen….letztlich immer mit dem Kopf durch die Wand…aber mit den Blessuren bin ich heute stolz auf mich….denn ich hab das geschafft, was viele nicht können….ich bin zufrieden mit mir und meinem Leben.

Personal-Gespräch

oder auch Personalentwicklungs-Gespräch ….früher hieß das auch mal: Leistungs-Beurteilung.

Wie man es auch nennen mag, gern hab ich solche Gespräche nicht…egal auf welcher Seite des Tisches ich dabei sitze. Aber durch meine eigenen Erfahrungen als Teamleiter, hab ich schon ziemlich klare Vorstellungen, wie sich ein Vorgesetzter in so einem Gespräch verhalten sollte.

Vor allem sollte er gut vorbereitet sein…Nachdem mir der Controller aber erzählt hatte, seine beiden Chefs wären jetzt nicht wirklich auf das Gespräch mit ihm vorbereitet gewesen, bin ich mit leichtem Unbehagen in das Gespräch gestartet.

Auch bei mir war es ein Teams-Meeting, auch bei mir war es in Englisch, aber eben nur mit unserem dänischen Chef (während mein Kollege noch unseren Deutschen GF dabei hatte).

Ich hatte mich gründlich auf das Gespräch vorbereitet, hab das Formular schon mal für mich vor-formuliert und dann war es eigentlich wie immer mit diesem Chef: ein gutes und lockeres, teils lustiges Gespräch …der Chef hat die Fragen gestellt…ich meine Antworten gegeben: Was läuft gut, was läuft schlecht, was waren meine Schwerpunkte, was würde mein Arbeiten erleichtern, worin sehe ich zukünftig meine Aufgaben…usw.

Da wir immer wieder ins Plaudern geraten sind, war die angesetzte eine Stunde eigentlich zu kurz…aber es gab viele neue Informationen…so mal eben nebenbei…aber eben auch seine Einschätzung meiner Leistung und meines Kommunikationsverhalten.

ER hatte sich für das Gespräch mit mir, nämlich richtig gut vorbereitet….sich von Kollegen und den Zwischen-Chef in DE und DK Rückmeldungen geben lassen, hatte mit dem für uns zuständigen DK-Geschäftsführer, mit dem ich auch zu einem Thema immer wieder Kontakt hatte, Rücksprache gehalten und mir ein sehr positives Feedback in allen Bereichen gegeben.

Das hat mich echt für einen Moment sprachlos gemacht….das Schönste was man mir sagen konnte: es erleichtert ihm die Arbeit, das er sich jederzeit auf meine Zahlen verlassen kann, ich mich an alle Abgabetermine halte und das jeder gerne mit mir kommuniziert.

Okay- also das war sogar nur das 2. Schönste. Das Beste war, das er von sich aus mein Gehalt angehoben hat, ohne das ich danach fragen musste und dann sogar noch auf genau den Wert, den ich mir als realistisch und angemessen vorgestellt hatte, ohne das ich das irgendwo mal erwähnt habe.

Auch wenn es ein wirklich gutes und positives Gespräch war, bin ich trotzdem froh es jetzt für dieses Jahr hinter mir zu haben.

Radtour – Hamburgs Industrie-Seite

Neben der schönen Seite für die Touristen, hat Hamburg aber noch Seiten, die anders sind…aber auch schön.

Lässt man Michel, Fischmarkt, Landungsbrücken und die Speicherstadt einmal hinter sich, dann kommt man irgendwann zur robusteren Seite dieser schönen Hansestadt.

Zum Glück hab ich mich heute doch für das Rad entschieden. Gestartet oberhalb vom Fischmarkt bin ich an der Elbe entlang bis zur Elbphilharmonie und daran vorbei gefahren.

Es fühlte sich in diesem Bereich allerdings an, wie auf einem Jahrmarkt, verstärkt wurde das durch die vielen kleine Stände mit allem an Essen und Trinken und Süßem, was das Herz begehrt ….überall rumwuselnde Menschen…kreuz und quer laufend, lachend, lebendig. ..und so voller Lebensfreude….dazu unzählige Cafès und Restaurants mit voll besetzten Außenbereichen.

Mich hat es dann doch weiter gezogen, erst später hab ich mich dann für ein Stück Käsekuchen und ein Glas Grauburgunder in einem Cafè in der Nähe niedergelassen.

Danach hab ich die HafenCitiy endgültig hinter mir gelassen und bin durch das dahinter liegende Industriegebiet geradelt…inclusive kurzer Pause an diesem alten Ladekran.

…und erst jetzt auf der Rückfahrt hab ich hier so eine Art Schnell-Radweg direkt am Wasser gefunden….vorbei an der Rückseite der riesigen Großmarkthallen…das war dann noch viel schöner zu fahren als auf dem ersten Teil. Überall wird gebaut…Hamburg ist eine Stadt die sich wirklich großflächig neu erfindet….neuen Lebensraum schafft und neue Unternehmen ansiedelt….mir ist das fast ein wenig zu viel auf einmal….aber dieses Umfeld hat schon eine besondere Atmosphäre und bietet auf etwas stillere Art, das Flair einer weltoffenen Stadt..

Wieder zurück an der Speicherstadt, ging es dann über die Brücke und quer durch die Stadt…vorbei ich feststellen musste, das viele Menschen vor lauter Freude über Wetter, Sonne und weniger Pandemie-Einschränkungen vergessen, das auf Fahrradwegen auch tatsächlich Fahrräder unterwegs sind…ohne zu schauen….einfach mal vor die Fahrräder laufen….zum Glück konnte ich alle Kollisionsgefahren rechtzeitig erahnen und daher vermeiden.

Das letzte Teilstück war dann noch mal so richtig steil bergauf….hahaha – bis ich dann wieder oberhalb des Fischmarktes beim Auto ankam.

Die gesamte Fahrt über war es angenehm windig…was bei der Wärme sogar bei mir gut ankam. Auch heute waren es wieder 22km….dafür aber quer durch die Stadt.

Hmmm …. beim nächsten Mal möchte ich aber endlich mal eine längere Strecke radeln, aktuell pendel ich immer so zwischen 22-25km, so langsam muss ich mich mal wieder steigern….dann aber lieber in der Natur….das ist ja das Schöne hier…ich kann mich jeden Tag neu entscheiden, was ich möchte: Großstadt, Natur, Provinzstadt….mal am Wasser, mal im Wald, mal am Kanal entlang…

Abkühlung und Aussichten

Heute Nacht kam das Gewitter…Regen, Wind, Blitz und Donner…..alles zusammen hat die stickig schwülwarme Luft vertrieben. Drinnen wie draußen….und auch jetzt ist es immer noch windig und der Himmel ist bedeckt…es sind 22 Grad und ich finde es gerade herrlich.

Ich werde jetzt gleich mal nach Hamburg fahren….Richtung Speicherstadt….ich überlege noch ob ich das Rad mit nehme….das würde meinen Bewegungsradius erheblich erweitern… leider hatte ich nicht daran gedacht es gestern Abend schon ins Auto zu packen. Es steht draußen geschützt unter dem überstehenden Rand des Hausdaches, an der wind-geschützten Seite….trotzdem wird es nass sein. Egal – wozu gibt es Lappen…

Einen kurzen Stopp werde ich noch im Büro einlegen….ich bin ja noch die nächsten Tage im Homeoffice und benötige dringend eine Abrechnung, die hoffentlich noch am Freitag angekommen ist….es war am Freitag niemand da, den ich hätte bitten können, mal nach der Post zu schauen.

Ach – am Montag Mittag hab ich endlich mein jährliches Personalgespräch, also das 1. in dieser Firma…..nachdem ich den DK-Chef dann doch freundlich dazu angeregt hatte, mit mir doch mal einen Termin zu vereinbaren. Der vorgegebene Zeit-Korridor ist sowieso schon vorbei…jetzt wird es langsam Zeit….na ich bin ja mal gespannt.

Sooo, aber jetzt ist erst einmal Sonntag und ich möchte mich nach den heißen Tagen endlich mal wieder vernünftig bewegen… mehr als 28 Grad sind heute für Hamburg auch nicht angesagt….also sollte es ganz erträglich sein…

Eine Nacht auf dem Balkon

Bei der Aussicht das die Temperatur in der Nacht nicht unter 21 Grad sinken wird und bei den aktuellen Tagestemperaturen von über 32 Grad, selbst hier im hohen Norden, hatte ich mich gestern Abend entschieden, auf dem Balkon zu übernachten.

Mein Balkon liegt gut geschützt auf der Rückseite des Hauses zum Garten hin….ist fast rundherum mit einer Balkon-Umrandung geschützt…..zusätzlich auch noch mit Pflanzen, an den Stellen wo die Umrandung nicht möglich ist….Einzig mir fehlt ein Dach oben-drüber….und die 3 Nachbarhäuser drumherum sind etwas höher gebaut, als mein Balkon.

Wie im letzten Jahr hab ich mein Sonnendach nur halb-aufgespannt und senkrecht gestellt, so das ich zu der einen Häuserseite ebenfalls vor Blicken geschützt bin.

So ohne schützendes Dach heizen sich die Fliesen auf dem Balkon immer so extrem auf, das meine Fußsohlen diese nicht mehr betreten können, das ich es jetzt mal mit einem Outdoor-Teppich probiert habe….ja jetzt kann ich wieder barfuß laufen….Also auf den Teppich kommt die Isomatte , dann die mobile Klappmatratze, eine Baumwoll-Decke als Bettlaken und ein Bettbezug ohne alles als Bettdecke…und mein Kopfkissen aus dem Schlafzimmer. Fertig ist mein Outdoor-Schlafplatz.

Es war schon nach 23 Uhr als ich mich hin gelegt habe und das bei immer noch 28 Grad. Ich musste mich überwinden einen Schlafanzug mit langen Hosen und langen Ärmeln anzuziehen….hahahaha aber dafür hatte ich ja auch nur einen Bettbezug als Decke.

Das kostete mich echte Überwindung, weil es für diese langärmeligen Klamotten eigentlich zu heiß war, aber ich wollte potenziellen Plagegeistern nur wenig Angriffsfläche biegen, habe ich doch die Angewohnheit Arme und Beine nicht unter der Decke zu lassen.

Es war noch immer nicht ganz Dunkel und mit dem Blick in den Himmel bin ich dann aber sehr zügig und extrem entspannt eingeschlafen…Aufgewacht bin ich einmal in der Nacht, weil es tatsächlich ein wenig kühl wurde….der Wind wehte über den Balkon…also hab ich meine „Decke“ etwas höher gezogen und bin dann erst um 4:45 Uhr so wirklich vom Morgengrauen und Vogelgezwitscher wach geworden. Es fühlte sich toll an, aber ich war noch müde…..

Ich hab also meine Freiluft-Schlafstätte verlassen, hab alles wieder abgebaut, bevor die Nachbarn das doch noch mit bekommen und bin noch für weitere 2 Stunden in mein Bett gekrabbelt und hab weiter geschlafen…da ich über Nacht beide Balkontüren und alle Fenster weit aufgelassen hatte, war die Wohnung wieder angenehm temperiert.

Mit dem endgültigen Wachwerden merkte ich aber eine erstaunliche Schlappheit, die meinen Körper zu blockieren schien…hmmm….da scheint mir die Hitze und die Arbeit in dieser Woche doch mehr zugesetzt zu haben, als ich bis dahin gemerkt habe (dabei hab ich gestern Abend nur eine ganz kleine Fahrrad-Runde gedreht…ganz ohne sportlichem Ergeiz)….bis zum Mittag hab ich es gerade mal geschafft Kaffee zu kochen und mich anzuziehen….ich hab den Vormittag über dann mit Lesen verbracht.

Am Mittag endlich, da war es aber schon wieder sehr warm draussen und auch drinnen, hab ich Brötchen gebacken (den Teig hatte ich gestern vorbereitet), das Badezimmer geputzt und auch sonst wieder klar Schiff gemacht…Aber so ein richtiges Energiebündel war ich immer noch nicht.

Kraft und Energie kam erst gegen Abend zurück….also hab ich mich endlich mal um die Pflanzen auf dem Balkon gekümmert…die hab ich echt vernachlässigt. Und ich war noch einkaufen: viel Obst und Gemüse. Warum ich aber Stangen-Sellerie gekauft habe, ist mir ein Rätsel… eigentlich mag ich den nicht (ich liebe dafür Knollen-Sellerie)….aber ich starte jetzt noch einmal einen Versuch…der eigene Geschmack verändert sich ja auch.

Endspurt zum Wochenende

Schon um 5.30 Uhr war ich fertig angezogen um noch bei den 18 Grad draußen eine Morgenrunde zu walken….die bestimmt einzige Zeit dieses Tags, die noch etwas Kühle versprach…

und so bin ich eine meiner Standard-Routen gelaufen, die mich bereits nach ein paar hundert Metern aus dem Ort herausführt. Fast unmittelbar bekomme ich dann das Gefühl von Freiheit… und schaue in diese schöne Natur..

Auch ein paar Jogger sind heute früher unterwegs….noch schnell raus – bevor es richtig heiß wird…knappe 5km und eine Stunde später, war ich dann bereit für den letzten Arbeitstag in dieser Woche.

Wie schon geschrieben war es danach im Homeoffice bis zum Mittag richtig angenehm….und die letzten beiden Strategie-Punkte für den heutigen Tag waren

  • einen leckeren leichten Salat zum Mittagessen und
  • Feierabend um 14 Uhr machen

Bestehend aus: Rucola, Tomaten, Frühlingszwiebeln, Rote-Beete, Feta, Thunfisch in Eigensaft und geröstete Pinienkerne…dazu Olivenöl, Salz und Pfeffer.

Hmmm, das nächste Mal lieber wieder ohne Thunfisch….die Kombination Pinienkerne und Thunfisch passte dann doch nicht so zusammen.

Für den Rest des Nachmittags werde ich mich jetzt gleich auf den Balkon begeben….und die Füße kommen in eine Schüssel mit Wasser…..

der Backofen kocht

Nach dem Ausflug letzten Samstag, hab ich den Sonntag zuhause genutzt um den Stapel Bügelwäsche abzuarbeiten (noch bevor die große Hitze kommt), weitere Wäsche zu waschen und meinen Kleiderschrank zu optimieren…immerhin brauche ich jetzt weder Winter-Jeans noch dicke Strickjacken…

Ich war den ganzen Tag über fast kommunikationslos und doch gut beschäftigt….so das ich am Ende des Tage sehr zufrieden mit dem Tag war…auch wenn ich nicht eine Zeile geschrieben habe. Ich hatte einfach auch keine Lust mit anderen Menschen in Kontakt zu treten…und hatte auch kein Bedürfnis etwas zu schreiben.

Aber gekocht habe ich dann doch.

Das einzige Brot in dieser Woche war der Versuch eines doppelt gerollten Brotkranzes….heraus gekommen ist…. ähmmm….. DAS hier 😂

Also ich hab den Brotteig dünn ausgerollt…so flach und dünn wie bei einem Strudelteig…danach hab ich den Teig zu einer Rolle aufgerollt….und dann diese lange Rolle zu einem Kreis zusammen gedreht…und ab in den Backofen (hier aber ohne Wasserdampf).

Der Effekt sollte eine Art lockeres blättrig strukturiertes Fladenbrot ergeben….so hatte ich es zumindest mal bei Jamie Oliver gesehen…was ich aber erst NACH dem Backen realisiert habe…. vor dem Backen sollte der Teig noch einmal flachgedrückt werden….das habe ich natürlich nicht getan…und so sieht es eher wie ein großer Haufen aus…..hahaha…aber die Konsistenz, Struktur und der Geschmack waren echt klasse.

Nun gut…für den Rest der Woche hab ich auch nur unkomplizierte Dinge gekocht, die der Backofen quasi von selbst kocht:

Backofen-Gemüse: Spitzkohl, Zucchini, Porree und Champignons glein-geschnippelt in die Auflaufform geben, darauf Hähnchenbrut-Filets…mit Salz und Pfeffer würzen und darüber etwas Käse … in den Backofen bei 180 Grad Umluft
Backofen-Gemüse auf dem Backblech: Grünen Spargel, Paprika, Zucchini, Zwiebeln, frischen Spinat klein schnippeln und auf dem Backpapier verteilen…würzen und mit Olivenöl beträufeln, darüber in Scheiben geschnittene Kartoffeln verteilen und noch einmal würzen und Olivenöl dazu…dann in den Backofenn dieses Mal bei 220 Grad Ober-und Unterhitze…zum Schluß auf Grillen gestellt, damit die Kartoffeln etwas knuspriger werden.

Und da ich noch frische Erbsen gedöppt und auch Möhren noch ausreichend vorhanden waren, hab es noch buttriges Erbsen-Möhrengemüse und dazu inKnoblauch gebratenes Gehacktes:

Dafür hab ich Donnerstag mit zwei meiner inzwischen drei weiblichen Kolleginnen die Mittagspause in einem indischen Restaurant verbracht…also davor sitzend….In Ottensen bedeutet das zwar direkt an einer Straße zu sein, das Essen war trotzdem lecker und es war eine lustige kleine Auszeit.

Hitze-Strategien

Fast jeder sagt, das er bei der Hitze gerne ins Freibad oder an den nächsten See fährt. Das ist natürlich die beste Idee…aber ich verbringe i.d.R. nicht meine gesamten Tage am Baggersee.

Für mich ist es daher viel wichtiger, das ich es während solch akuter Hitzephase auch Zuhause gut aushalten kann…

  • Solange auch nur ein wenig Wind gibt, ist es phantastisch, dass ich eine Wohnung über die gesamte Etage habe und sich somit Fenster zu jeder Himmelsrichtung öffnen lassen…ich kann also richtig durchlüften. Nutzt aber nichts, wenn es windstill ist
  • Die Sonne startet bei mir in Küche und erst gegen Mittag wandert sie zum Kleiderzimmer…Leider hat mein Velux-Fenster in der Küche kein Rollo. Also hab ich bereits im Frühjahr eine Hitzeschutz-Folie von innen auf der Scheibe angebracht….die verhindert den Sonnenschein-Einfall in dem kleinen Raum schon um ca. 30% (Laut Hersteller-Angabe) und zusätzlich hab ich heute von Innen ein leichtes Badetuch vor dem Fenster angebracht (einfach oben mit kleinen Gummibändern angeknotet und den unteren Teil aus dem Fenster hängen lassen….

Und DAS macht sich echt bemerkbar….Während mein Außen-Thermometer in der Sonne 45 Grad anzeigt und es 44 Grad zwischen Scheibe und Badetuch sind, sind es im Raum vor dem Badetuch am Fenster nur 31 Grad. Ja das kann ich gut aushalten.

Im Kleiderzimmer und im Wohnzimmer hab ich die Außen-Jalousien erst gegen Mittag zu 3/4 geschlossen, aber gleichzeitig die Balkontür geöffnet gelassen…so kam immer noch ein Hauch von Luft herein und es wirkte nicht stickig….

Erst jetzt am Nachmittag sind es in der gesamten Wohnung 29-30 Grad….und langsam wird es hier etwas unangenehmer. Aber durch die noch leicht geöffneten Dachfenster auf der anderen Seite des Wohnzimmers und des Schlafzimmers kommt immer noch etwas angenehme Luft hinein.

Ich dusche inzwischen komplett abends….so kann ich erfrischt mit einem T-Shirt und nur mit dem Bettbezug als Decke angenehm und gut schlafen….Tagsüber brause ich Arme und Beine gerne mal zwischendurch mit warmen Wasser ab…das kühlt dann im Nachhinein (nur kein zu kaltes Wasser…davon bekomme ich innere Hitze, die dann noch zusätzlich belastet hihihi).

Zu späterer Stunde, wenn die Sonne nicht mehr so unerbittlich auf die Wohnzimmerseite knallt, bin ich dann gerne wieder auf dem Balkon….oder auch früher – dann aber nur mit Sonnendach…..Und so ab 20 Uhr machen dann auch meine kleinen Radtouren wieder Spaß.

Vor 2 Tagen hab ich mich am Abend aber etwas verausgabt…..und das bei nur 23 km Strecke und bei immer noch 23 Grad…eigentlich perfekt, weil es schönen Fahrtwind gab. Aber mich hatte der Ehrgeiz gepackt und ich war viel zu schnell unterwegs. Später konnte ich an meinem Fitness-Tracker ablesen, das ich mich über eine längere Strecke mit dem Puls in meinem persönlichen „Höchstleistungs-Bereich“ aufgehalten hatte…kein Wunder also, das ich im Gesicht knallrot war…hahahaha….also hab ich unterwegs kurz pausiert…

…und für heute Nacht (Die Temperatur soll hier in dieser Nacht nicht unter 21 Grad fallen) werde ich auf dem Balkon schlafen…..Grins…gut das Morgen Samstag ist….