eigene Nudeln

Gestern Abend hab ich mich spontan an einen Nudelteig gewagt…es ist doch schon eine Weile her…ich hab also aus Weizenmehl, Wasser, einen Schuß Olivenöl und etwas Salz einen Teig geknetet und ganz dünn ausgerollt….mit einem Messer hab ich den Teig in schmale Streifen geschnitten….

…dabei war der mobile Kleiderständer beim Aufhängen der Nudeln von gutem Nutzen….hahaha die kleineren hab ich dann später auf dem Backofen-Rost zum Trocknen gelegt und gehängt.

Heute Mittag hab ich im Homeoffice einem Teil der Nudeln gleich einmal gekocht…dazu gab es dann eine schnelle Tomatensauce…Beides war ruckzuck fertig.

jaaaaa …..sehr lecker….sollte ich öfter auf die Idee kommen, Nudeln selber zu machen, muss ich mir aber noch Gedanken machen, wie ich das Trocknen etwas produktiver gestalten kann.

Kochen im Herbst

Kulinarisch geht es weiter in den Herbst hinein…und damit in die Zeit von Eintöpfen, Suppen und Kohlgemüse….und jede Art von Wohlfühl-Essen.

Zuerst gab es Anfang der Woche Grünkohl….und da ich ja immer noch meine Notfall-Reserven aufbrauche, kam der Grünkohl aus dem Glas….bin ja normalerweise kein so großer Freund davon…aber den hab ich so aufbereitet, das er einfach lecker war.

Also eine kleingehackte Zwiebel und etwas Zucker in ganz wenig Schweineschmalz karamellisieren, dann das Glas Grünkohl hinein und leicht anrösten lassen, etwas gewürfelten Speck hinzugeben …mit etwas Wasser und wenig Weinessig ablöschen, mit Lorbeerblatt, Salz, Pfeffer und einen mutigen Löffel Senf würzen und ca. 20 Minuten köcheln lassen….Fertig ! und erstaunlich lecker…ich hab es nur mit Brot gegessen…aber klassisch mit Kartoffeln und Kohlwurst wäre auch gut gewesen…und ich war so überrascht das ich nicht mal ein Bild gemacht habe.

Zum Nachtisch hab ich gleich mal für 2 Tage einen Topf Milchreis gekocht. PERFEKT bei dem trüben Wetter mit Zimt und Zucker und etwas Butter…..ein Kindheitstraum für kalte Tage.

Am Tag zuvor gab es dann die selbst-gemachten Kartoffelspalten in Schale zum Spitzkohl-Auflauf….die sahen fast so aus, wie die Gekauften, waren aber besser…immerhin hab ich sie so gewürzt wie ich es mag:

Mit Salz, Pfeffer und Cayenne-Pfeffer, dazu etwas Öl….alles vermischt und ab in die Heißluft-Friteuse.

Wenn ich mich mit Kollegen unterhalte, sind die immer wieder überrascht, was ich alles darin mache….vor ein paar Tagen erst hab ich erzählt, das ich darin mit Butter bestrichene Scheiben Brot anröste und meine Pizzastücke direkt aus dem Gefrierschrank darin nicht nur auftaue, sondern in ca. 5 Minuten auch verzehrfertig knusprig frisch bekomme….so schnell ist keine gekaufte Tiefkühlpizza im Backofen.

Beim Einfrieren der fertig gebackenen (sehr dünnen) Pizza achte ich aber auch gleich darauf, das ich die Stücke so zuschneide, das sie in den Garkorb der Friteuse passen….und Fett kommt auch keines mehr hinzu.

Auch wärme ich darin die Speisen auf, die ich knusprig mag…wie gebratenes Lachsfilet (das ich am Tag zuvor in der Bratpfanne zubereitet habe) oder Hähnchenkeulen vom Vortag. Die Möglichkeiten einer modernen Heißluft-Friteuse ist nicht zu vergleichen mit den Fetttränken von früher….

Gestresster Großstadt-Supermarkt

Nach Feierabend heute hatte ich noch etwas dienstlich zu erledigen…bin also mit dem Auto mitten rein nach Hamburg…und auf dem Rückweg kam ich an einem großen modernen Gebäude vorbei das einen REWE-Supermarkt beherbergt und groß damit wirbt, das das Parken im Untergeschoss des Hauses kostenlos ist…zumindest 1 Stunde, aber den Zusatz hab ich auf die Schnelle nicht lesen können.

Kurzentschlossen bin ich also in die Tiefgarage gefahren – KEINE Schranke und es wurde auch auf den Supermarkt hingewiesen und das es ein öffentliches Parkhaus ist. Soweit – so gut!

Bei Verlassen der Tiefgarage in Richtung Supermarkt stand so ein merkwürdiges Schild und ich blieb stehen um es zu lesen: Also das Parkhaus kostet Geld, wenn man länger als eine Stunde dort parkt und man muss vor Verlassen des Parkhauses (ohne Schranken) das Kennzeichen seines Autos in den Kassenautomaten tippen, um dann dort zu bezahlen.

Ein Parkticket bekommt man nicht, alles wird ganz modern per Kameras geregelt. hmmmmm?? und was heißt das jetzt, wenn ich weniger als 1 Stunde parke…muss ich mich dann auch erst am Kassenautomaten mit dem Kennzeichen „melden“….ein freundlicher Mitarbeiter im Supermarkt hat mir diese Frage dann beantwortet: NEIN – innerhalb der Stunde fährt man einfach wieder raus und kurz vor Verlassen des Parkhauses wird einem auf einem Monitor das eigene Kennzeichen angezeigt und ob man doch noch etwas bezahlen muss. Das Autokennzeichen wird für mehrere Tage gespeichert.

Sehr ungewohnt …und auch der Laden war überhaupt nichts für mich…Alles sehr modern, aber auch extrem eng. Enge Gänge, überall stand zusätzlich Ware herum, keine Frischtheken, eine vorgegebene Gangrichtung….kein Platz vor den Kassen…dahinter erst recht nicht….viele Kunden im Laden und nur eine Kasse auf….PUHHHHH….also da musste ich schon mehrfach tief durchatmen, um die Enge auszuhalten.

Die junge Kassiererin knallte dann auch mein Gemüse mit so einer hektischen Bewegung auf die Waage und dann noch einmal, als sie es vor mir ablegte, das ich gebeten habe doch etwas vorsichtiger damit umzugehen…immerhin möchte ich das noch essen. Sie schaute ganz erstaunt, hielt inne und hat sich entschuldigt.

Da hab ich es auch gemerkt…der gesamte Laden mit seiner Betriebsamkeit und der Enge hat unbewusst Stress erzeugt…nicht nur bei mir, auch bei den Angestellten….das war kein gemütliches: ich gehe mal einkaufen und schau mal was es so gibt – sondern das typische Großstadt-Gehetze: ich muss schnell noch etwas besorgen.

Den gleichen Supermarkt in groß oder auch klein gibt es überall bei mir in der Kleinstadt-Gegend…und da machen auch die kleinen Läden mehr Spaß….ist klar, das ich diesen Laden mitten in der Großstadt, eher nicht noch einmal aufsuchen werde….

Brot – wieder selber backen

Und weil ich gerade meine lieb gewonnenen Angewohnheiten wieder aufnehme, hab ich gleich nach der Wanderung mal wieder ein Weizenmehl-Brot gebacken:

Die ersten Scheiben gab es natürlich sofort, noch warm und nur mit Butter. Außen knusprig – innen fluffig….hmmm lecker:

Allerdings lag davor noch der Kampf mit meinem Backofen…..es hat eine Weile gedauert, bis ich kapiert hatte, wie ich nach der Reinigung das Metallgestell wieder einbauen muss. Der Elektro-Monteur hatte es mir zwar gezeigt, aber es klappte nicht….nach dem Studium der Bedienungsanleitung hätte es jetzt klappen sollen: es klappte aber nicht.

Die Einhark-Technik hab ich zwar richtig angewendet…trotzdem hielten die beiden Gestelle weder links, noch rechts….bis ich irgendwann feststellte, ich hab die Seiten vertauscht…uuups…. danach ging es schnell und einfach.

Wieder Sonntagsausflüge

Wieder Sonntagsausflüge

Jetzt wo das Thema mit der alten Wohnung, Umzug und Einrichten im neuem Zuhause endlich erledigt ist, hab ich auch wieder Muße für meine so liebgewonnen Ausflüge am Wochenende.

Heute also ging es ins Nienwohlder Moor, das ist im Kreis Bad Segeberg in der Nähe von Bad Oldeslohe und damit gar nicht so weit von mir entfernt….Das stürmische und regnerische Wetter der letzten Wochen hat den Goldenen Oktober jetzt endgültig fortgeweht….na gut – ist ja auch schon Mitte November….Die Bäume sind teilweise schon ziemlich kahl.

Atmosphärisch schön war es heute Morgen trotzdem kurz nach 8 Uhr….und mit 9 Grad und ohne Wind auch echt angenehm zu laufen….In Itzstedt hab ich das Auto abgestellt und bin in Richtung Moor gelaufen….aber zuerst ging es außenherum….zur Quelle der „Norderbeste“.

Ja auch wandern bildet: denn ich kannte diesen kleinen Fluss überhaupt nicht. Also die Norderbeste fließt ab in die Trave und dann in die Ostsee. Die Quelle ist jetzt unspektakulär und wohl auch nicht ganz klar wo sie genau liegt, aber es gibt einen Markierungsstein und dahinter, direkt vor dem Baum in der Mitte des Bildes ist ein kleiner „Tümpel“.

Richtig witzig fand ich am Anfang den Hinweis das ich nur noch 2,6km von Sibirien entfernt bin

….ähmm….nanu….völlig verdattert hab ich dann später ein Erklärungsschild gefunden: Das Itzstedt-Sibirien ist eine Wasserscheide zwischen Nord-und Ostsee…. und nein, ich hab mich nicht verlaufen. Befinde mich immer noch in Schleswig-Holstein, Deutschland.

Leider war das Moor von der Seite, wo ich es betreten habe, nicht wirklich zu durchqueren…ein Weg war gesperrt, auf anderen kleinen Wegen stand das Wasser ziemlich hoch….ich hab mich auf den großen Wegen also um das Moor herum bewegt…das war auf Dauer jetzt nicht so spanned…hab den Haupt-Wanderweg also irgendwann verlassen und bin anderen kleinen Wegen gefolgt…und die waren dann auch wieder richtig schön.

Am Ende waren es 7,1 km und ich komplett entspannt und gut gut gelaunt…

Renovierung – abgeschlossen

Eine ausgedehnte Dusche heute Nachmittag hat soo gut getan, wie schon lange nicht mehr, komme ich doch gerade von der letzten Renovierungs-Session für meine alte Wohnung. So hab ich nicht nur die weiße Farbe aus Haaren, von Gesicht und Händen abgewaschen, sondern auch gleich noch das unschöne Gefühl immer noch im Fokus meines Haus-Drachen zu stehen.

Mit jeder weiteren Minute unter der Dusche, hab ich den Stress und den Druck mit der Wohnung der letzten 2,5 Monate, von mir abfließen lassen….völlig erfrischt und auf geradezu magische Weise befreit, hab ich mich jetzt mit meinem Kaffee und dem Laptop in meinem Zuhause im gemütlichen Wohnzimmer nieder gelassen.

Ja es hat alles länger gedauert als gedacht….weil ich mehrfach die Grundierung auftragen und dann noch einmal alles neu streichen musste.

Die teure weiße Wandgarbe ging dadurch leider schneller zur Neige als gedacht….das lag aber an mir und meiner Schusseligkeit…beim letzten Mal stand ich auf einer Leiter und war gerade mit einem Pinsel Überkopf beschäftigt eine Kante zu streichen, während ich eine gerade neu gefüllte Farbwanne oben auf der Leiter abgestellt hatte….und hab nicht gemerkt, wie sie mir weg gerutscht ist….erst als meine nackten Füße auf einmal wohlig warm überschüttet wurden, schaute ich nach unten….MIST…..das hat nicht nur viel Zeit gekostet die Farbe aufzuwischen, sondern eben auch einen Teil der Farbe. Einiges konnte ich aber weiter verwenden.

Nun gut, es hat heute gerade noch so hingehauen….hab mit den aller letzten Farbresten dann sogar noch die Kammer gestrichen bekommen….Danach kam das große Reinemachen und Zusammenpacken der Malerutensilien. Hab allen Dreck und restlichen Müll in die verschiedenen Mülleimer runter gebracht….alles andere ns Auto geräumt und dann zu guter Letzt noch einmal alle Böden gefegt und gewischt. FERTIG !!

Jetzt muss ich nur noch einen Übergabetermin mit meinem Drachen vereinbaren….

Zur Belohnung gab es eine Currywurst mit Pommes…beim Baummarkt um die Ecke…jaaaa, das sollte ich eigentlich lieber nicht machen, immerhin hab ich immer noch Probleme mit der Entzündung in meinem linken Ellenbogen-Gelenk und durch die Malerarbeiten ist es heute auch nicht besser geworden…immerhin bin ich als Linkshänder nur eingeschränkt fähig länger mit der rechten Hand zu arbeiten. Aber lecker war es trotzdem und wohlverdient.

Sandwich-Wohnung

Sandwich-Wohnung

Zum ersten Mal in meinem Leben wohne ich in einer doppelten Sandwich-Wohnung.

Das heißt ich liege mit meiner Wohnung in einer perfekten Mitte – habe Nachbarn über und unter mir (1.Sandwich) und dann auch noch links und rechts daneben (2.Sandwich)….und erstaunlicherweise höre ich (bis auf das Mädel über mir) NICHTS davon….und profitiere auch noch heiztechnisch von dieser Mitte. In meinem Wohnzimmer sind es bisher immer 18 Grad, ohne das ich die Heizung angeschaltet habe…und das obwohl es nachts schon auf 3 Grad runter gegangen ist.

Wenn ich mit geöffneter Balkontür und offenen Fenstern in den anderen Räumen lüfte ,sind es danach zwischen 13-15 Grad. Sobald ich die Fenster und Tür wieder schließe steigt die Temperatur innerhalb kurzer Zeit wieder auf 18 und etwas hoch. Einzig die Zahl hinter dem Komma schwangt ein wenig.

Da ich ja genügend eigene Hitze produziere, mich viel und ständig in der Wohnung bewege, reicht mir diese Temperatur im Moment vollkommen aus….und am Abend auf der Couch lege ich dann schon mal eine leichte Wolldecke über mich…ziehe dann aber meistens gleich darauf die Socken aus…

Na klar, wenn die Außentemperaturen jetzt bald im Winter permanent runter gehen, werde ich auch die Heizung anschalten und dann werden es auch leicht über 20 Grad im Wohnzimmer.

Die gesunde Wohntemperatur wird für Wohnräume in denen man sich länger aufhält zwischen 20-23 Grad angegeben, in Schlafzimmer und Küche so zwischen 17-19 Grad….aber das hängt vom eigenen Wärme-Wohlbefinden ab. Einig sind sich alle, das eine Temperatur in der Wohnung von weniger als 15 Grad vermieden werden sollte…weil dann das Aufheizen der ausgekühlten Räume mehr Energie verbraucht, als wenn man die Heizung mit 15 Grad hätte durchlaufen lassen.

schnelle Pfanne mit Spitzkohl

In den letzten Monaten bin ich vom Weißkohl mehr und mehr auf Spitzkohl umgestiegen….ich finde ihn leichter und auch bekömmlicher…ist aber natürlich subjektiv.

Beim Blick in den Kühlschrank hab ich mal wieder alles restliche Gemüse hervor geholt und zu einer schnellen Pfanne verarbeitet: Möhren, Spitzkohl, Frühlingszwiebeln, Paprika und Porree….dazu gab es noch den Rest Thüringer Mett…alles hab ich nach und nach in der Bratpfanne gebraten und zum Schluß wieder zusammengeführt…gewürzt mit Salz, Pfeffer, etwas Kümmel, Oregano und Thymian….hübsch angerichtet in der Schüssel und fertig war mein Abendessen.

Ich hab natürlich viel zu viel gemacht…schon allein der Spitzkohl hat die Kapazitäten meiner Bratpfanne gesprengt….ABER ich hab einfach ein paar der größeren Blätter vom Spitzkohl in eine gefettete Auflaufform gegeben und die verschiedenen Gemüsesorten nach dem Braten schichtweise auf die Kohlblätter gegeben noch mit Knoblauch und Kräutern der Provence kräftig gewürzt und in den Backofen verfrachtet.

Morgen kommt noch eine kleine Schicht Käse obenauf und dazu gibt es selbstgemachte Kartoffelspalten aus der Heißluftfriteuse.

Einmal Gemüse = 2 Gerichte

Und ich hab auch schon heute Morgen einen Brotteig für das Wochenende angesetzt….

Schwarze Löcher oder „Wir sind doch keine Pommes-Bude“

In Zeiten der Konsolidierung, wenn man in einer Firmengruppe merkt, das man doch größer geworden ist, als vermutet und sich tatsächlich jetzt als Konzern versteht – verstehen MUSS, kommt auf die Freude über den wirtschaftlichen Erfolg, dann nach und nach die unangenehme Erkenntnis, das ab sofort vieles anders laufen muss. Ach – das kriegen wir schon hin.

Bis dann die weitere Erkenntnis folgt, das die gesamte bisherige Struktur den erweiterten Anforderungen nicht gewachsen ist und überhaupt die Verwaltung mit dem vorhandenen Personal das gar nicht leisten kann.

Es ist schwer im nachhinein und auf die Schnelle die Struktur so anzupassen, das es rund und geschmeidig läuft….und so wird an jeder Ecke gebastelt, nur passen dann die Ecken nicht mehr zusammen, dort wo es in andere Abteilungen und andere Verantwortungsbereiche übergeht…es entsteht ein Flickenteppich….und die großen Löcher dazwischen sind tief und schwarz und scheinen einen zu verschlingen…weil man sie erst dann sieht, wenn man hineingezogen wird, in diese ungeregelten und sternenlosen schwarzen Löcher….keiner weiß genau, was sich darin verbirgt, wer dafür zuständig ist, und jeder schreckt davor zurück….aus Furcht dann noch mehr Arbeit zu bekommen und keinen Ausweg mehr daraus zu finden.

….

Doch der letzte Arbeitstag der Woche zeigte sich wieder einigermaßen versöhnlich. Das machte auch der Homeoffice-Tag und weil die meisten Kollegen eben auf einer Messe waren…so blieb sogar das Telefon still. Da trifft es sich gut, das ich Montag gleich mit 2 Bürotagen starte.

Ich richte mich also mental darauf ein, Montag für die neue Software von Kollege zu Kollege zu hüpfen, um bei den sicherlich auftauchenden Anfangsproblemen im Handling helfend zur Seite zu stehen und Tipps zu geben…es gibt ja von der Zentrale keine Einweisung, keine Benutzeranleitung oder sonst etwas…es gibt nur das, was wir Controller in den Telefonaten und Teams-Meeting durch Nachfragen und durch auftauchende Problemstellungen so erfahren haben.

Verfahrensdokumentation? – was ist das – kann man das essen? hahahaha

Ich kann mich noch an den Ausdruck eines Kollegen früher erinnern, der es so ausdrückte: Wir sind doch keine Pommesbude! Mit anderen Worten: dieses Arbeiten auf Zuruf, mal eben so, neudeutsch auch „Hands-on Mentalität“ genannt….geht ab einer gewissen Größe eben nicht mehr…da muss alles geregelt sein von Oben nach unten: vom Sicherheitsbeauftragen, über den betrieblichen Ersthelfer, der Verfahrensdokumentation für alle IT-Systeme, IT-Sicherheit, interne Kontrollsysteme und und und….

und flache Hieracrhien klingt ja erst einmal toll, bis man merkt, was das im Alltag bedeutet. Wenn nämlich die wenigen Entscheidungsträger über ALLES selber entscheiden müssen, weil es keine Zwischen-Hierarchien gibt, die aber gar keine Zeit für den Kleinkram haben (ich glaub das hab ich vor kurzem schon einmal geschrieben – oder ?) Als Angestellter fühlt man sich da sehr schnell allein gelassen….das ist genau das, was den Controller bei uns so zermürbt.

Man glaubt es kaum, das es in einem international agierenden Konzern tatsächlich so eine Arbeitsweise gibt. Aber ich schreibe mir alles auf was ich so an Tipps und Tricks für die neue Software so mit bekomme und werde für die deutschen Standorte noch etwas schriftlich zusammen basteln, was zumindest für die Anfangszeit hilfreich sein kann….Und mit jedem Tag läuft das neue System besser, die System-Fehler werden weniger und der Rückstand wird kleiner.

Ich kann mich dabei aus den meisten Themen emotional heraushalten, aber eben nicht aus allen…aber meistens gelingt es mir nach einem kurzen Seufzer und einmal kurz grummeln damit umzugehen…meine Firmen sind nur selten davon betroffen….und ich bin es gewohnt eigenverantwortlich zu arbeiten….und dort wo ich drohe in so ein schwarzes Loch gezogen zu werden, da schaffe ich mir meine eigene Struktur und passe meine Arbeitsweise an….manchmal hadere ich zwar damit….bringt aber eh nichts.

Ich kann jedenfalls nach Hause gehen und abschalten…ich habe keine schlaflosen Nächte und liebe meine Arbeit.

Einfach gemütlich

Vor vielen, vielen Jahren…also Mitte der 90er Jahre waren so niedliche kleine weiße Keramikhäuschen mit Teelichtern in der Weihnachtszeit modern…zusammengestellt zu einem keinen Weihnachtsdorf….mit ausgezupfter Watte als Schnee…kleine Holzfiguren mit Schlitten zum Beleben der Atmosphäre….

Dann hab ich irgendwann den Rappel bekommen…und ALLES weg getan. Die Zeit war um…..und seit 2 Jahren nun wünsche ich mir so ein kleines Weihnachtsdorf zurück….aber es gab sie nur noch ganz vereinzelt über Ebay.

Aber in diesem Jahr scheint es wieder IN zu sein…allerdings mit LED-Beleuchtung…..oooooch nöööö.

Meiner Schwester hat in einem Schwedenladen (neeeiiin – nicht IKEA) tatsächlich Teelicht-Häuschen in weiß gefunden….unlasiert und größer als früher, dafür bestimmt 20 verschiedene Versionen….ich hab mir 3 ausgesucht und hab die Kirche dann noch dazu von ihr geschenkt bekommen…Jedes Häuschen kostete fast 20 EUR…ist eben keine Fließband-Fertigung aus China.

…und heute Abend hab ich zum ersten Mal in diesem Herbst ein Teelicht angezündet….noch ganz pur ohne weitere Deko

haaach, das gefällt mir auch schon so richtig gut und im Raum ist es gleich noch viel gemütlicher….sooo jetzt bin ich bereit für die kalte Jahreszeit in meinem neuen Zuhause…..