Falsche Schublade geöffnet

Ich hab in dieser Woche die Grammatik-Grundregeln der Dänischen Sprache wiederholt und wiederholt und wiederholt und so langsam kann ich mir das Eine oder Andere tatsächlich schon merken.

Das mir die Grammatik keinen Spaß bereitet, hab ich ja schon geschrieben….eine letzte Lektion liegt noch vor mir: Die reflexiven Possessivpronomen…danach ist dieser Grammatik-Block erst einmal überstanden, hoffe das es anschließend mehrere Lektionen gibt, um all das Gelernte zu vertiefen.

Ich arbeite beim Lernen auch heute noch nach den gleichen bewährten Regeln, wie früher schon in der Schule…Alles was ich mir merken möchte, schreibe ich ganz altmodisch per Hand auf. Es ist inzwischen erwiesen, das diese Form der handschriftlichen Wiederholung besser für das Erinnern ist, als wenn man es nur über eine Tastatur einstippt.

Dabei ist die langfristige Speicherung von Informationen in unserem Gehirn schon eine echte Meisterleistung. Das Erlernte wird wahrgenommen, interpretiert und konsolidiert, landet dann im Kurzzeitgedächtnis und wird erst nach mehrmaligem Wiederholen ins Langzeitgedächtnis verschoben. Um das so Gelernte wieder abrufen zu können, muss man es dann später nur wieder finden.

Es ist quasi wie, wenn ich meinen Schrank öffne und anfange zu suchen…ich öffne Schublade, um Schublade…und manchmal finde ich dann Sachen, an die ich mich schon lange nicht mehr erinnern konnte….bevor ich dann das hoffentlich Gesuchte wieder finde.

Bei den Abend-Walkingrunden der letzten Tage, rekapituliere ich immer wieder ein paar der dänischen Regeln, die mir dann ganz spontan einfallen….und wiederhole sie halblaut.

und auf einmal höre ich mich sagen: das ist ein = „Esta es un…“

MOMENT-EINMAL….das ist NICHT Dänisch…das ist Spanisch.

Da hat sich meine Erinnerung wohl in der Schublade vertan….und auch wenn ich diese nun wieder versuche zu schließen, kommen mir unvermittelt immer wieder spanische Wörter in die Quere….dabei habe ich Spanisch nie wirklich benutzt und auch nur 2 Jahre Wirtschafts-Spanisch gelernt, auf der Höheren Handelsschule vor 35 Jahren.

Wieso mir ausgerechnet JETZT diese Worte wieder einfallen, ist mir ein leichtes Rätsel….das kann ja heiter werden, wenn ich jetzt die verschiedenen Sprachen auch noch anfange zu mixen….als ob es nicht schon so genug wäre…

12 Gedanken zu “Falsche Schublade geöffnet

      1. also: französisch kann ich nur ganz wenig und übe auch viel zu selten und in Paris fielen mir leider auch immer zuerst die englischen Vokabeln ein.
        zum Glück hab ich russisch nach dem Ende der DDR völlig verdrängt, wie so ein Trauma…

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      2. hahaha – ich glaube unser Kopf spielt uns da gerne einen Streich…nach dem Motto….es geht um eine Fremdsprache…egal welche 🤣…
        ist aber auch schade das Du Russisch verdrängt hast…..ist bestimmt keine einfache Sprache 🌺

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  1. Hi 😉
    Das geht mir auch oft so. ZWischen zwei Sprachen geht es ganz gut. Spreche ich eine Zeit viel Französisch dann kann ich kein Englisch mehr. Mit 4 oder 5 Sprachen können eigentlich nur noch mehrsprachig aufgewachsene Kinder klar kommen. Aber es st trotzdem ein super Gehornjogging die Herausforderung an zu nehmen. Ich lese z.B gerne zum Abschalten portugiesische Gedichte obwohl ich nicht gut portugiesisch kann. Lass mir Wörter von leo.org vorlesen und übersetzen. Egal worüber man zuvor gegrübelt hat, ist der Gedankenstrom gestoppt.

    Liebe Grüße
    Coreli

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    1. Hallo Coreli, mir geht es schon so, das wenn ich zu intensiv Englisch spreche, ich manchmal schon das Deutsche Wort nicht mehr auf Anhieb finde 😇.
      Zum Abschalten portugiesische Gedichte zu hören ist schon RESPEKTABEL…ich hab in solchen Zeiten immer auf Deutsch etwas auswendig gelernt: Gedichte, aber vor allem aus der Reklam-Übersetzung: Hamlet…Das hat meinen Geist so gut gebunden, das ich endlich den Kopf vom Grübeln weg zu bekommen. Ist aber schon ein paar Jahre her, das das nötig war.

      Ja das Dänische nehme ich jetzt auch eher als Gehirnjogging,…mit dem netten Zusatznutzen, das ich für ein dänisches Unternehmen arbeite, in dem aber Englisch als Firmensprache gilt…es ist also mein Privat-Vergnügen, Niemand verlangt das von mir.
      Ich hab bereits in ein dänisches Sach-Hörbuch gelauscht und sogar schon einzelne Worte heraushören können… hahaha das gibt Hoffnung und Spaß macht es auch noch…irgendwie…also, außer den Grammatik-Regeln. Liebe Grüße

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      1. juuup – genau so…ich brauchte in der Schule eine 2.Fremdsprache ….also hab ich mich für Spanisch entschieden…war aber nie in Spanien in Urlaub und selbst wenn hätte ich eher eine Rechnung, Mahnung oder ein Angebot 😂😂schreiben können, als mich zu unterhalten … Aber wie ich jetzt feststelle, ist doch noch rudimentäre Grammatik in meinem Kopf vorhanden….

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  2. Meine Schubladen (also die für die Sprachen, nicht die echten) sind oft leer … 😉
    Ich hab inzwischen viele deutsche Begriffe vergessen und kenn nur noch die schweizerischen Ausdrücke… offenbar ist mein Speicher für Sprachen sehr begrenzt, wenn es nicht um Programmiersprachen geht.

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