Pyrolyse – sauber ohne Schrubben

Von manchem „neu-modischen Zeugs“ halte ich ja nicht so viel…dazu gehört auch die Selbstreinigung eines Backofens. Ich hab so etwas noch bei keinem Backofen gehabt, ich hab es daher auch noch nie gemacht, aber eine Meinung hatte ich schon dazu ….unnötig und da ich es mir nicht vorstellen konnte, das es funktioniert fand ich es auch überflüssig.

Nun hab ich aber einen knapp 1 Jahr alten hypermodernen Siemens Backofen mit modernster Selbstreinigung. Ach Quatsch…..das brauch ich nicht.

Als ich jedoch nach den letzten ausgiebigen Kochaktionen mit offenem Bräter und Hähnchen auf dem Rost, den nicht gerade wenig verschmutzen Backofen gesehen habe, wollte ich es wenigstens einmal ausprobiert haben….denn so wirklich Lust zu einer intensiven Schrubb-Aktion hatte ich nicht.

Normalerweise vermeide ich solch überflüssige Energieverschwendung….aber so richtig mit reden, kann man ja eigentlich erst, wenn man es auch selber mal gemacht hat. Na gut – damit konnte ich es vor mir selber rechtfertigen…obwohl es natürlich eher Faulheit war.

Das Metallgestell musste ich aus dem Backofen entfernen und händisch schrubben…..dann hab ich die mittlere von 3 Reinigungsstufen gestartet….1,5 Stunden dauerte es und die kleine Küche hat sich dabei stark aufgeheizt und lag am Ende bei 31 Grad…. Himmel…ob das tatsächlich klappen wird?

Der Backofen hat sich inzwischen ausgeschaltet und kühlt wieder ab, die automatische Backofen-Verriegelung hat sich gelöst, so das ich mir das Ergebnis nun anschauen kann….und ich bin sprachlos:

Alle Verschmutzungen sind tatsächlich fort….ein paar weiße kleine Fleckchen sind übrig, die man ganz leicht auswischen kann.

Diese Technik nennt sich Pyrolyse:

Als Pyrolyse bezeichnet man eine thermo-chemische Spaltung organischer Verbindungen, für die sehr hohe Temperaturen notwendig sind. 

kueche.de/kuechenwissen/elektrogeraete/backofen/pyrolyse

Das heißt die Fettspritzer im Backofen werden durch die sehr hohen Temperaturen einfach verbrannt und zurück bleibt nur etwas Asche…Das Gute ist, die Pyrolyse kommt ganz ohne chemische Reinigungsmittel aus.

Okay, also das Ergebnis hat mich echt überzeugt und bei stärkerer Verschmutzung des gesamten Backofens werde ich es auch wieder nutzen, Vielleicht so 2-3x im Jahr. Bei kleinen Verschmutzungen mache ich es, wie bisher, von Hand…. ich glaube das ist ein guter Kompromiss….denn diese thermische Methode spart wirklich den Frust beim Backofen-schubben und DAS ist nun wirklich ein enormer Vorteil.

Balkon-Hoheit

Balkon-Hoheit

Bereits das 3.Mal in dieser Woche gab es auf dem Balkon/Terrasse von Nachbar Mirko lautstarke Abendaktivitäten…spätestens wenn die Musik lauter wird und die Unterhaltungen dadurch ebenfalls, ist der Punkt erreicht den eigenen Balkon zu räumen und die Tür zu schließen.

Es sind weder geistreich-lustige Unterhaltungen, noch ist die Musik nach meinem Geschmack…zumal zwischen den immer gleichen deutschen Liedern, dann auch noch lautsark die Werburg vom Handy über einen drahtlosen Lautsprecher rüberschallt.

Jedem das seine…aber schön finde ich das nicht….das waren dann meistens die Momente wo ich mich leicht zum Walken oder Radfahren aufraffen konnte….so zwischen 20-22 Uhr…so passte es dann für mich auch wieder.

Dafür hab ich morgens die Balkon-Hoheit und auch jetzt sitze ich bereits seit Stunden auf dem Balkon und geniesse die Ruhe…während es fast unterbrochen vor Vögel nur so wimmelt.

Es ist ein beständiges Ankommen und Abfliegen…und viele der kleine Meisen haben scheinbar nur wenige Flugstunden hinter sich…sind unsicher beim Anfliegen der Futterstationen oder versuchen immer wieder vergeblich auf den langen Gräsern zu landen…es gibt viel Gezeter und sie vertreiben sich gegenseitig….ach das ist so schön.

Countdown zum Urlaub

Countdown  zum Urlaub

Trotz des aufregenden Wochenendes und dem zeitweiligen Foto-Drama ,blieb ich insgesamt entspannt und hab mich frisch und erholt gefühlt…nicht wie sonst so oft, wenn ich nach so einem Besuch kraftlos zurück blieb.

Auch die gesamte Woche hab ich es geschafft mich körperlich wohl und kraftvoll zu fühlen. Hab jeden Tag Morgens oder Abends meine Walkingrunden gemacht oder bin mit dem Rad unterwegs gewesen…hab mich also viel bewegt, was mir ja immer große Zufriedenheit bringt…hab die meisten Nächte super geschlafen und mich dabei gut regeneriert. Ich fühle mich körperlich fit und innerlich gut entspannt.

Aber ich merke auch, das ich langsam urlaubsreif bin….und gerne mal 14Tage ohne Arbeit benötige…aber der Countdown läuft ja schon….noch 11 Tage, dann hab ich endlich Urlaub.

update:

Ich habe inzwischen für unseren 3-Tage -Wellness-Urlaub im 5-Sterne-Hotel an der Ostsee ein paar Spa-Anwendungen vorgebucht…allerdings konnten die mir noch keine fixen Termine geben, genausowenig wann die Aquafit-Kurse usw. anfangen …Das ist etwas unbefriedigend, weil wir einerseits zwar vorher buchen sollen, aber anderseits gar nicht planen können, weil wir nur den Tag, nicht aber die Uhrzeit wissen. Aber vielleicht gehe ich da einfach zu klar strukturiert ran…wäre aber schon blöd wenn das, was wir eigentlich machen wollen dann parallel statt findet.

Aber erst einmal haben wir jetzt 3 verschiedene Anwendungen….alles weitere wird sich finden….

Fotos – ich sehe schwarz

Von ganz unerwarteter Seite aus, wurde mein entspannter Sonntag aber doch noch torpediert.

Irgendwann am Nachmittag wollte ich die vielen Bilder in Ruhe sichten und sortieren, die ich während der letzen 1,5 Tage gemachte hatte…bereits am Abend zuvor hab ich die meisten Bilder überflogen. Ich weiß also, das sie DA waren.

Aber als ich die Galerie in meinem Smartphone öffnete, sah ich nur noch schwarz….also im wahrsten Sinne….ALLE Bilder die ich über die Galerie anzeigen lies, waren schwarz….und nicht nur die der letzten Tage sondern ALLE 2.435 Bilder. Ich benutze zum Speichern der Bilder eine SD-Karte.

Zum Glück hatte ich die Bilder Anfang letzter Woche mal wieder von der SD-Karte in den PC übertragen…aber ohne diese auf der SD-Karte zu löschen….So wären zum Glück nur die Bilder von einer Woche verloren.

Ich konnte mir aber keinen Reim darauf machen, was mit den Bildern passiert ist. Die SD-Karte ist nicht mal zur Hälfte gefüllt. Die Bilder sind noch da…aber eben schwarz. Im Internet gab es ein paar Hilfen, die ich auch versuchte: Cache löschen, Daten in der App löschen, App löschen und neu installieren… NICHTS. Das Handy auf Schadsoftware untersuchen lassen – alles in Ordnung – aber die Bilder blieben schwarz. Also hab ich die Bilder noch einmal von der SD-karte auf den PC gezogen… in einen Extra-Ordner….Die Bilder blieben auch hier schwarz.

Aber in den Hilfen stand noch etwas von einem DCIM-Ordner den ich aber nicht gefunden habe. Ich hab das Thema und das Handy also erst einmal beiseite gelegt…das mache ich später.

Als ich einen Tag später mit dem Rentner aus Hessen chattete meinte er, ich solle doch mal in den Ordner „Eigene Daten“ schauen….ähmmmm. – soetwas hab ich?…okay – den Ordner hab ich wohl übersehen.

Und dort fand ich dann auch den Ordner DCIM…ich hab den Ordner geöffnet und da waren alle meine Bilder…sichtbar….aber was ist mit der Anzeige in der Galerie? Ich hab auf jeden Fall schnell die Bilder unseres Ausflugs gesichert.

Und als ich das nächste Mal die Galerie öffnete, waren ALLE Bilder auch wieder hier sichtbar. Verstehe einer, was das sollte…ich verstehe es nicht – ist aber auch egal – Hauptsache es funktioniert wieder.

Hamburg – Treppenviertel – 3.Teil

Nach dem ereignisreichen Tag hab ich super geschlafen….im Wohnzimmer auf meiner Couch. Da wir ja alle 3 Frühaufsteher sind, bin ich Sonntagmorgen bereits um kurz nach 6 Uhr aufgestanden, hab aus dem Dinkel-Roggenvollkorn-Teig ein kleines Brot gebacken (das dauert nur etwas mehr als 1/2 Stunde), die restlichen Burger-Buns von gestern mit aufgebacken, Eier, Kaffe und Tee gekocht, hab den Orangensaft, Quark, Marmelade, Honig, Wurst, Käse, Räucherlachs und Nordseekrabben adrett angerichtet und den Tisch gedeckt…während Schwester+Schwager sich im Bad fertig machten.

Angenehm für mich war, Beide waren noch relativ still..normalerweise sprudeln die Worte nur so heraus….aber inzwischen sehen wir uns scheinbar oft genug (momentan alle 2 Wochen)….und so war es bis zum Treffen am Frühstückstisch angenehm ruhig.

Das Wetter sollte besser werden, als am Vortag….und für den heutigen Tag hatten wir eine weitere touristische Attraktion geplant: Das Treppenviertel von Hamburg.

Mit dem Auto ging es nach Blankenese und von dort aus kreuz und quer durch die schmalen Gassen und Wege, treppauf und treppab gelaufen. Die Sonne schien, der Himmel war blau und immer wieder gab es wunderbare Ausblicke auf die Elbe,.

Wir hatten keinen Plan wo und wie wir laufen wollten….und haben bei jeder Möglichkeit abzubiegen, neu entschieden…bei einer Abzweigung saß ein älterer Herr vor seinem Haus und fragte uns, wo wir denn hin wollen…ohh wir haben kein direktes Ziel…wollen uns das Viertel anschauen. Da holte er aus dem Haus einen DIN A4-Bogen mit einer Skizze des Treppenviertels und malte einen Weg auf, der die schönsten Wege des Treppenviertels beinhaltete, bevor es zum Elbufer runter ging.

Das fanden wir super nett, haben uns vielmals bedankt und ihm noch einen schönen Sonntag gewünscht. Wir haben uns dann aber nicht genau an den Plan gehalten…so eine große Tour wollten wir dann doch nicht machen..aber ich werde den Weg ein anderes Mal anhand des Planes erkunden.

Irgendwann waren wir dann am Elbufer und sind dort entlang, Richtung Stadt gelaufen.

..leider gab es auf dem Weg kein Cafe das geöffnet hatte…also ging es über den Elbhöhen-Weg wieder zurück in Richtung Blankenese.

Mein Fuß machte Probleme, die Hüfte des Schwagers machte Probleme und auch meine Schwester fühlte sich irgendwann nicht mehr so gut….es wurde also Zeit für eine Pause.

Die gab es dann in einem italienischen Eiscafe in Blankenese bei Spaghetti-Eis und Kaffee – immerhin war schon Mittagszeit.

Hier im Eiscafe war der allgemeine Personalmangel deutlich sichtbar. Obwohl es einen großen Außenbereich und einen großen Innenbereich gibt, waren nur 3 Personen hinter der Theke und blieben auch dort. Bestellt wurde an der Theke, dort musste man auch warten bis alles fertig war, es wurde dort sofort bezahlt, Eis und Getränke entgegen genommen und dann ging es zurück an den Tisch. Fort ist die schöne Gemütlichkeit sich zu setzen und die Bedienung kommt an den Tisch. Aber okay – das ist jammern auf hohem Niveau. Die Alternative wäre ja das der Außenbereich geschlossen wird oder das die Eisdiele aufgibt…das wäre für alle wesentlich schlechter.

Mit dem Eis und dem Kaffee am Tisch, konnten wir die Pause dann auch richtig geniessen…es war warm und sonnig, das Eis lecker und dort zu sitzen war gemütlich…und zu unserer Verblüffung war das Auto sogar nur ein paar 100m entfernt. Prima.

Am frühen Nachmittag sind die Beiden dann wieder in Richtung Heimat gefahren und ich hab den Rest des Nachmittags entspannt mit Aufräumen und relaxen verbracht….achja und ein wenig Schlaf hab ich auch noch nachgeholt.

In 2 Wochen treffen wir uns ja schon wieder…beim 3. Anlauf für die Ballonfahrt….

Hamburg – Hafenrundfahrt – 2.Teil

Das richtige Highlight kam dann mit der Hafenrundfahrt bei Sonnenuntergang…Eigentlich sind wir etwas zu früh losschippert….aber zum Glück hatten wir eine Kapitänin der es auf ganz unkomplizierte und natürliche Weise gelang, ihre Fahrtgäste zu unterhalten….und sie meinte auch, die Tour wird etwas länger gehen, da wir ja bereits noch im Hellen gestartet sind…so das wir auch wirklich vom Schiff aus, Hamburg bei Nacht sehen konnten.

Diese Tour war von Anfang bis Ende einfach genial….und das, obwohl wir kurz vor Ende der Tour auch noch havariert sind….die Barkasse musste in der Speicherstadt wegen Motorschaden anlegen und sollte dann abgeschleppt werden. Aber auch dieses unvorhergesehene Ereignis hat die Kapitänin locker und souverän kommuniziert und es verstanden es mit Humor rüber zu bringen. Es war nicht eine Minute langweilig und es kam auch keine Unsicherheit oder Unwohlsein wegen des Motorschadens auf.

Das war die schönste Tour auf einem Schiff, die ich jemals gemacht habe…den Hamburger Hafen bei untergehender Sonne vom Wasser aus zu erleben, diesen riesigen Pötten im Containerhafen so nah zu sein, die Atmosphäre und den Fahrtwind (kalt – bis sehr kalt) zu spüren, all diese locker formulierten Infos zu bekommen….wir sind immer wieder aufgestanden und ans Heck gegangen um Fotos zu machen…die Köhlbrandbrücke, den Containerhafen, den Michel, die Speicherstadt, die Elbphilharmonie…

Ich bin immer wieder fasziniert was für eine tolle Stadt Hamburg ist…und lerne diese Stadt meiner Geburt und meiner Familie, erst jetzt nach und nach richtig kennen.

Unsere Rundfahrt endete, wie bereits beschrieben, in der Speicherstadt….Zurück ging es dann mit der Bahn zum Heiligengeistfeld….auf den Dom.

Die gebrannten Mandeln waren schnell gekauft und schwuuups waren wir auch schon am größten transportablen Riesenrad mit 60 Metern Höhe und mit 7 EUR Eintritt pro Person. Inzwischen war es schon 23 Uhr und die Fahrt ging sogar recht lange…und bot einen schönen Überblick über das gesamte Gelände mit all seinen leuchtenden Fahrtgeschäften und Buden.

Es wurde aber auch immer kälter und zugig war es auch, uns war kalt…der Schwager hatte Schmerzen in seiner Hüfte….jetzt begann der Rückweg zum Auto.

Da wir aber auf der verkehrten Seite das Gelände des Doms verlassen hatten, sind wir erst einige Umwege gelaufen, mussten dann kurz nach Mitternacht auch noch auf die S-Bahn warten und waren froh, als wir endlich im Auto und dann auch zuhause bei mir angekommen waren.

Ohne große Umwege sind wir schlafen gegangen….es war ein toller Tag, lustig, aufgeregend und trotzdem entspannend….

Hamburg – Reeperbahn – 1.Teil

Die Führung über die Reeperbahn sollte um 16.30 Uhr starten.

Den ursprünglichen Plan direkt mit der Bahn bei mir quasi vor der Haustür zu starten, hab ich schnell wieder aufgegeben (die fährt nachts nicht) und auch vom P+R-Parkplatz in Pinneberg (da fährt aktuell ein Schienen-Ersatzverkehr)…also haben wir das Auto genommen und sind, wie wir es schon früher oft gemacht haben, auf den P+R-Parkplatz in Bahrenfeld gefahren….der kostest zwar inzwischen auch 2 EUR, aber das finde ich total okay.

Von dort sind wir dann mit S- und U-Bahn bis zur Reeperbahn gefahren…natürlich waren wir etwas zu früh….aber besser so als andersherum. Bei der Ankunft haben wir auch festgestellt es ist „Sommer-Dom“ also die Kirmes auf dem Heiligengeist-Feld….und mein Schwager äußerte den Wunsch später am Abend noch ein paar gebrannte Mandeln kaufen zu wollen. Die kurze Diskussion ob es dann auch eine Fahrt im Riesenrad (Schwager) oder Kettenkarrusell (Schwester+ich) werden soll…hat letztlich der Schwager gewonnen. Nicht weil seine Stimme mehr zählt….sondern weil meine Schwester sich etwas zu sommerlich angezogen hat, während der Tag beschloss Pause vom Sommer zu machen.

Aber jetzt erst einmal mussten wir unseren Tour-Guide finden. Ich hatte im Internet die Touren bei „Get-your-Guide“ gebucht und mittels der entsprechenden App auf dem Mobiltelefon auch bei mir. Das Wichtigste bei solchen Touren ist es ja, die Treffpunkte auch zu finden und dieser Anbieter macht das wirklich ausgezeichnet…

Letztlich wäre es eine richtig große Gruppe für den Rundgang über die Reeperbahn geworden, wir Drei, eine 6-7 köpfige gemischte Gruppe aus Ba-Wü und eine 12köpfige männliche Gruppe aus Köln. Letztere verspäteten sich und waren bei der Ankunft bereits gut mit Alkohl abgefüllt….ein Junggesellen-Abschied die bereits um 6Uhr Morgens in Köln in den Zug gestiegen sind und seitdem Party machten…

Aber schon nach ganz kurzer Zeit zerfiel die alkoholisierte Gruppe und zerstreute sich ..und am Ende der Tour waren nur noch 3 von denen dabei. Wir waren also ein zusammengewürfelte Gruppe und die war lustig und offen und es hat Spaß gemacht.

Unser Tourguide war bemüht die Infos lustig und spannend zu präsentieren, aber es gelang ihr nicht…manchen Menschen liegt es einfach nicht, andere zu unterhalten…sie war auch mit der Junggesellen-Gruppe leicht überfordert und stellenweise war es unnötig langatmig und langweilig, dafür hat sie aber gegen Ende der Tour wichtige Details einfach weggelassen, z.B. als der Schwager nach dem Star-Club fragte, zeite sie auf das falsche Haus und das es mal eine gutgehende Lidl-Filiale auf der Reeperbahn gab (darüber hab ich mal eine Reportage im Fernsehn gesehen) wusste sie überhaupt nicht.

Trotzdem hatten wir einen lustigen Nachmittag…waren dann aber auch froh, als die Tour nach mehr als 2 Stunden vorbei war. Es gab eine Menge Sex-Geschichten, dafür wurde der „Crime“-Teil schnell runtergespult. Ich würde so eine Tour gerne noch einmal machen….aber dann gerne mit einem anderen Guide…ich glaube einfach, das geht auch viel besser.

Als nächstes sind wir dann zu den Landungsbrücken gefahren…Das anvisierte Restaurant heißt „Captains Dinner“ und liegt direkt auf den Landungsbrücken am Dock 3. Draußen war alles voll besetzt aber drinnen gab es noch genügend Platz….von Innen wirkt das Restaurant wie ein Schiff….schmal und langgezogen..der Fisch war super lecker, die Bedienungen waren freundlich und zuvorkommend:

Genau so hatte ich mir mein Abendessen vorgestellt: Scholle mit Krabben und dazu gab es Kartoffelsalat. Wie fast immer haben wir beiden Mädels das Gleiche gegessen…manchmal erschreckt es mich, wie ähnlich wir uns, trotz aller Unterschiede in der Mentalität, sind….das war schon früher oft so, das wir uns das leiche Shirt, gleiche Kleid oder gleiche Handtücher gekauft haben…unabhängig voneinander ….und wir sind ja keine Zwillinge.

Nachdem Essen sind wir noch eine ganze Weile sitzen geblieben bis wir dann zum Dock10 geschlendert sind…auf zum Highligt des Tages der Hafenrundfahrt bei Sonnenuntergang…..

Besuchs – Vorbereitungen

Mit einem meiner Kollegen, der schon seit sehr vielen Jahren in Hamburg lebt, hatte ich mich darüber unterhalten, das ich am Wochenende Besuch von Schwester+Schwager bekomme, um auch als quasi Einheimischer mal etwas mehr von Hamburg zu sehen.

Geplant war für letzten Samstagabend eine Lichterfahrt durch den Hamburger Hafen auf einer der Ausflugs-Barkassen, am Nachmittag sollte es eine „Sex-and Crime“ Führung über die Reeperbahn geben und zwischen beiden Terminen noch ein Abendessen an den Landungsbrücken in einem Fischrestaurant.

Der Kollege fand die Idee toll, weil auch er es bisher nie gemacht hat. Wenn man hier hinzieht oder sogar immer hier gelebt hat, dann macht man es vielleicht einmal für Gäste…oder aber auch nie….so wie bei ihm und seiner Frau.

Ich bin inzwischen ja auch schon knappe 3 Jahre hier und in der Gegend, deshalb wurde es Zeit. Und obwohl mein Schwager immer in Flensburg gelebt hat, hat seine Familie so etwas auch nie gemacht….und bei unser bisher einzigen Haftenrundfahrt hatte ich einen lila Jeans-Anzug an, lange Zöpfe und war ca. 8 Jahre alt. Das war bei einem der Familienbesuche von Großeltern und Urgroßeltern.

Sooo nun sollte es also ein Touri-Wochenende werden. Weil die Lichterfahrt erst um 21.30 Uhr startet, es also ein langer Abend werden würde, hatten wir den Start bei mir zuhause auf 14 Uhr gelegt….so konnte ich alles in Ruhe vorbereiten:

Bereits am Abend zuvor hatte ich ausreichend Getränke im Kühlschrank deponiert, hab einen Dinkel-Roggen-Vollkorn-Teig angesetzt, und einen Weizenmehl-Teig für Burger-Buns….während gleichzeitig im Backofen ein Schweinenacken-Braten langsam zu einem „Pulled Porked“ zusammenschmorte. Zusätzlich hab ich dann noch einen kleinen Pizzateig vorbereitet. Als ich fragte: wollt ihr lieber Pizza oder Pulled-Pork-Burger hat mein Schwager „BEIDES“ ausrichten lassen…als Scherz….aber so etwas lass ich mir ja nicht zweimal sagen….hahaha

Das Endergebnis für denSamstag-Mittag sag dann auch so aus und war Beides richtig lecker.

Zum Nachtisch gab es dann noch einen Bananenkuchen, um die überreifen Bananen auch sinnvoll zu verarbeiten.

Samstagmorgen hab ich dann noch die frischen Sachen für das Frühstück am Sonntag eingekauft und das Bett frisch bezogen.

Bei der Gelegenheit hab ich auch endlich mal zwei fehlende Eck-Verbinder am Bett angebracht…die liegen seit Monaten bereit, aber ich hatte bisher keine Lust das Bett halb auseinander zu nehmen.Wenn aber jetzt 2 Personen in meinem Bett schlafen, ist es ja sinnvoll es endlich mal zu machen, nicht das die Beiden in der Nacht mit dem Bett zusammenkrachen.

Obwohl es am Anfang etwas stressig auf der Autobahn schien, kamen die Beiden ziemlich pünktlich an und waren entspannt und ausgelassen und diese Stimmung blieb auch das restliche Wochenende.

innerer Widerstand

Bevor ich überhaupt die Ruhe finde, über das wirklich tolle Wochenende zu schreiben, ist eine Erkenntnis in mir herangereift, die ich nun auch in Worte fassen kann.

Die meiste Zeit in meinem Leben, habe ich einfach gut funktioniert…habe die Anforderungen erfüllt…alle Pflichten, die man mir aufgetragen hatte, habe ich immer erfüllt. Seit meinem 13. Lebensjahr Zuhause habe ich meine „Hausfrauen“-Aufgaben erfüllt, in der Schule war ich fleissig und erfolgreich. In der Lehre war ich beflissen und erfolgreich. Im Job war ich ehrgeizig, angepasst und erfolgreich.

Ich bin ausgesprochen pünktlich auf der Arbeit, halte mich an Termine, Absprachen und Deadlines…arbeite solange bis alles erfüllt ist. auch wenn es viele Überstunden bedeutet.

Im Turniersport war ich zu jedem Training da, habe nur extrem selten mal ein Training wegen Unlust abgesagt…ich war auch hier pünktlich und immer für meine Sportpartner da…und auch hier war ich mit Beiden (nacheinander) erfolgreich.

In Gedanken bin ich schon immer ein kleiner Rebell gewesen, habe andere Maßstäbe gehabt, Werte vertreten, die nicht immer Mainstream sind…dickköpfig und eigenwillig, ein typischer „Stier“ eben….aber ich habe funktioniert….immer pünktlich, immer fleißig, immer zuverlässig.

Und natürlich hab ich mit meinen verschiedenen Wechseln von Ehemann, Freunden, Partnern, Jobs ud 2 Bundesländern im Laufe der letzten 20 Jahre meine unangepasste Seite ausgelebt.Trotzdem bin ich das geblieben, was ich bin: zuverlässig, fleißig und pünktlich….auch wenn ich immer noch nicht weiß, ob es angeboren oder anerzogen ist.

Nach der langen Vorrede kommt nun das große ABER: Mit dem neuen Sport im Kajak-Verein verhält es sich anders…und es hat mich von Anfang an irritiert, da ich es selber nicht einordnen konnte. Ich mag das Kajak fahren sehr gerne. Allerdings muss ich für das wöchtenliche Training an einem bestimmten Tag in der Woche, zu einer bestimmten Uhrzeit an einem bestimmten Ort sein….und das widerstrebt mir…nicht nur ein bisschen, sondern ganz gewaltig.

Ich möchte gerne trainieren, aber es geht eben nur an dem Tag, zu der Uhrzeit…es gibt keinerlei Ausweich-Termin oder Uhrzeit…..und ich schaffe es einfach nicht….weil ich micht nicht derart in eine Vorgabe pressen lassen möchte…. das geht so weit, das ich körperlich mit Kopfschmerzen, Unlust und Müdigkeit reagiere.

Auch heute wieder hatte ich seit dem Mittag Kopfschmerzen und als es Zeit wurde von der Arbeit zum Training zu fahren, wurde ich ziemlich müde….ich war sogar im Verein mit einer Vereinskameradin verabredet…aber ich konnte nicht….ich WOLLTE einfach nicht….obwohl die alle nett dort sind und mir der Sport viel Spaß macht.

Nachdem ich das Training bei ihr abgesagt hatte, ging es mir minutenspäter wieder gut und gut gelaunt bin ich nach Hause gefahren, hab stattdessen eine Runde mit dem Rad gedreht und mich später um meine Bügelwäsche gekümmert.

Mit dem gleichen Mädel vom Verein hatte ich mich auf für eine Tour zu einem Sport-Ausstatter verabredet..bis sie anfing alles zu verkomplizieren: eine Woche früher als geplant, dann doch nicht, hat aber nicht wirklich abgesagt, doch jetzt nächste Woche, dann lieber einen anderen Laden, ob ich sie abholen kann, weil sie kein Auto hat….. ich bin innerlich zurück geschreckt…..ich glaub ich fahre doch besser irgendwann alleine dahin….das ist mir zuviel hin- und her.

Das Training ist nur einmal in der Woche für 2,5 Stunden….es sollte doch nicht so schwer sein, mich diesen einen Tag mal zusammen zu reißen und genau das zu tun, was die anderen auch tun….einfach pünktlich hinfahren und zuverlässig am Training teilnehmen….immerhin ist es ja eigentlich genau das, was ich wollte.

Die Erkenntnis des Tages: Mein innerer Widerstand gegen diesen „Termin-Zwang“ ist aktuell sehr groß….ob es allerdings nur an der zeitlichen Vorgabe liegt oder noch etwas anderes mit hineinspielt, kann ich nicht einmal sagen. Ich werde es weiter beobachten und noch keine Entscheidung treffen.

Vom Schreibton zum Stress

Die restlichen Arbeitstage der letzten Woche lassen sich zusammen fassen unter: es war anstrengend und es gab viele „ich-knall-gleich-mit-dem-Kopf-Auf-den Tisch“-Momente. Ich bin immer wieder erstaunt über so manche Rückmeldungen aus der Zentrale….über die Faulheit von Kollegen einerseits und die Unverfrorenheit andererseits…wobei es hier im Wesentlichen um eine einzelne Kollegin geht, die sich mehrmals im Email-Ton vergriffen hat. Ja und man kann sich nicht überall damit herausreden, das wir ja alle Englisch in unterschiedlichen Leveln beherrschen.

Den Vogel abgeschossen hat sie dann endgültig als sie mir diese Woche unfreundlich klingende Mails schrieb, sich dabei aber in den Annahmen völlig auf dem Holzweg befand.

Denn nicht ich habe falsche Zahlen geliefert, sondern sie hat meinen Abschluss EINEN ganzen Monat liegen lassen bevor sie ihn überprüft hat…. EINEN Monat…und zu dem Zeitpunkt der Erstellung gab es für die vorgezogenen Abschlüsse interne Regeln wie die Zahlen aufzubereiten sind….für alle späteren Abschlüsse gab es andere Regeln. Der Fehler liegt also nicht in meinen Zahlen, sondern das sie nicht, wie ursprünglich geplant, 2 Tage später den Abschluss kontrolliert hat, sondern erst 4 Wochen später.

Es ist ja nicht schlimm, das sie die Regeln vergessen hat….mich ärgert aber der Ton in den Mails und das sie es nicht schafft, wenigstens am Ende ein kurzes Feedback zu geben, nach dem Motto: „ohhh ja klar – stimmt da gab es ja noch eine andere Regel“….oder irgend etwas in der Art.

Na egal….der Drops ist jetzt gelutscht und mit dem heutigen Tag hab ich dann auch endlich meine Hauptfirma fertig….das war noch mal eine Kraftakt in den letzten 2 Tagen…..durch die kurzfristig dazwischen geschobenen Erklärungen für die unfreundliche Kollegin, blieben mir weniger als 2 Tage für den großen Abschluss. Anstatt gestern Abend fertig zu werden, war es dann erst heute Morgen soweit….also eine vertretbare Verspätung.

Ich weiß ja, das ich solche Dinge nicht persönlich nehmen sollte, Missverständnisse und Fehler sind ja normal im Berufsleben…das fällt mir jedoch schwer das einfach so hinzunehmen…ich fühle mich dann schnell ungerecht behandelt und wenn ich nicht aufpasse ,werde ich dann sogar zickig in den Antworten. Ich hab den ersten Impulsen zu antworten, jedoch nicht nachgegeben, sondern erst etwas verzögert ….so blieb ich dann einfach sachlich…..gefuchst hat es mich aber schon. Wenn ich das nächste Mal in der Zentrale bin, werde ich mal das Gespräch mit der entsprechenden Kollegin suchen.