Sonntags-Ausflug und unfreundliche Menschen

Sonntags-Ausflug und unfreundliche Menschen

Obwohl das Wetter hier im Norden immer noch nicht der Hit ist, hab ich mich für eine Sonntagstour in Schleswig entschieden. Wandern oder Fahrrad fahren?…ich war mir eigentlich sicher das ich das Rad mit nehmen werde….aber irgendwie hab ich dann doch die Wanderschuhe angezogen ….

Also ging es mit dem Auto erst einmal 120km bis zum Gottorfer Schloss in Schleswig…. Das Wetter sah permanent nach Regen aus….Nun gut, also solange es noch nicht regnet werde ich durch den Schlosspark und dem angrenzenden Wald laufen … sollte es später doch noch regnen, kann ich immer noch ins Museum….die Moorleichen wollte ich mir immer schon mal anschauen.wp-15945626091745143457294816815907.jpg

Sonntag Vormittag bei trübem Wetter und es war einfach herrlich…nach einer großen Runde um das Schloss herum, bin ich dann direkt weiter  entlang am Ostseefjord Schlei  bis zum Hafen gelaufen, hab dort in einem der kleinen Imbiss-Restaurants halt gemacht….aber irgendwie waren die Mitarbeiter hinter dem Tresen sehr unwirsch…und auch später in einem kleinen kuscheligen Kaffee wo ich freundlich und entspannt eine Frage gestellt habe, war die Antwort ziemlich unfreundlich…schade – das hat mir den Spaß genommen, mich dort nieder zu lassen… Der Dame im Café hab ich es aber beim bezahlen gesagt, ob sie nicht mal etwas freundlicher sein kann und ob sie die Worte Danke und Bitte beherrscht…Also sooo gewinnt man keine Kunden. Als ich dann zur Toilette ging hab ich hören können, wie Sie sich über mich aufgeregt hat.

Na egal….ich bin dann nach nur sehr kurzem Aufenthalt (es gab noch viele freie Plätze  ..das Cafe auf der gegenüberliegenden Seite, dagegen war sehr gut besucht…da hatte  ich mich wohl für die falsche Seite entschieden) weiter gewandert und nach etwas mehr als 12km wieder am Schloss angekommen.

Hmmm…jetzt noch in das Museum? Irgendwie hatte ich jetzt aber gar keine Lust mehr und hab den Heimweg angetreten.  HIer scheint jetzt die Sonne und ich sitze gut beschirmt auf meinem Balkon und lasse den Tag in Ruhe ausklingen.

 

Berufliches – Auf und Ab

Neben dem Thema, das im Moment meine innere Ruhe aufgelöst hat, lief meine berufliche Woche sehr zufriedenstellend…das war unerwartet. Eigentlich hatte ich mit mehr Stress gerechnet.

Aber genau das wird es gewesen sein… ich war innerlich gewappnet… es lief zwar einiges nicht rund, aber letztlich hab ich meine Abgabetermine einhalten können. Das war nicht einfach, zumal mein direkter Kollege immer wieder über seine Stressthemen reden wollte…so das ich zwischendurch schon mal erwidert habe, das ich mich so langsam mal mit meinen Themen beschäftigen muss. Jedes Mal kam eine kurze patzige Antwort zurück…die ich aber nur mit Kopfschütteln und einem spöttischen Lachen zur Kenntnis genommen habe….aber dann war immerhin mal  wieder eine Weile Ruhe im Büro….(ich nehme es ihm nicht krumm ).

Zum Glück ist der Kollege nun ab jetzt 2 Wochen in Urlaub. Nachdem wir tatsächlich am Dienstag ein großes Thema erledigen konnten, sind wir Mittags mit einigen anderen Kollegen ins „Atlas“ gegangen. Dienstag ist dort Schnitzel-Tag….Das war lustig und hat Spaß gemacht. Mir gefällt das rustikale, aber leicht gehobene Ambiente und der Kellner wen wir hatten war super nett…das war mal eine nette Abwechslung in der Mittagspause.

Danach ging es weiter von Problem zu Problemchen….das tollste was mein Kollege sich geleistet hat:

auf meine Frage woher er eine bestimmte Berechnung bekommt:  von einer Kollegin aus DK: okay – leider wusste die Kollegin NICHT worum es ging, auch andere Kollegen in DK wussten es nicht…als es langsam zeitlich für mich eng wurde, ich brauchte DRINGEND diese Berechnung, hab ich ihn noch einmal gefragt und er wollte die E-Mail vom letzten Jahr heraus suchen…und er hat gesucht…und gesucht….bis ihm dann nach einiger Zeit endlich einfiel, diese Berechnung macht er selbst….hahahaha ich hab fast unter dem Schreibtisch gelegen vor Lachen….okay, er hat mir die Excel-Berechnungsdatei gegeben und ich hab es danach selber machen können…anfangs hat er noch gezweifelt ob ich das schaffe….na hör mal – das war eine sehr simple Excel-Datei ohne Schnörkel…da kenn ich ganz andere….

Ich will nicht unfair sein, er selber hat in dieser Woche mit einem Reisekosten-Abrechnungsprogramm gekämpft, für das er nur eine  rudimentäre Einweisung erhalten hat…und es hat vieles nicht geklappt. Der Support aus DK ist schon in Urlaub…da hab ich ihm zumindest zugehört und moralische Unterstützung geben können….mich hätte das auch an den Rand des Wahnsinns getrieben, wenn zwischendurch immer wieder alle gerade gemachten Einstellungen wieder weg sind…

Ich bin in dieser Woche öfter wieder Abends meine Runden gelaufen…dazu hab ich mehrfach freiwillig mittags im Regen die Post geholt…ich hab mich also gut bewegt und fühlte mich am Freitag daher auch nicht ausgepowert….Ich bin oft schon sehr früh schlafen gegangen…allerdings schlafe ich aktuell nicht durch, werde öfter wach und grüble über das Leben, den Tod und meine Ex-Beziehung….dann schalte ich nachts mein Hörbuch an und wenn ich es schaffe mich darauf zu konzentrieren, schlafe ich auch wieder ein…

Trotzdem war ich froh, als ich Freitag Nachmittag ins Wochenende gehen konnte.

 

 

 

ein plüschiger Gruß

Während meiner letzten Beziehung war es oft nicht einfach..um nicht zu sagen es war lange Zeit sehr schwer…dann wurde es besser, wurde unbeschwerter und war sogar über eine länger Zeit richtig schön leicht…und dann drehte es sich irgendwann wieder….

In den Jahren hab ich die Beziehung zwischendurch mal „angehalten“…wollte alleine sein, hab nach elementarer Ruhe gesucht, die es in dieser Beziehung für mich meistens nicht gab. Wollte ein friedliches Leben, keinen Streit, keinen Kampf…manchmal dauerte so ein Rückzug 1-2 Tage, manchmal eine Woche und dann sogar mal mehr als 1 Monat (das war sogar über Weihnachten und Silvester).

Ich hab es eigentlich nicht als On-OFF-Beziehung betrachtet, aber eigentlich war es das….zumindest war ich mehr als einmal dazu entschlossen diese Beziehung dauerhaft zu beenden. Hab es aber nicht geschafft. Immerhin war es ja auch schön…ich wurde geliebt…und ich hab ihn geliebt…also bin ich wieder und wieder geblieben…dann ging es eine Weile wieder gut…und dann wurde es wieder schlimmer.

Wenn ich das so schreibe, bin ich fast erschrocken.

Während einer dieser Phasen in der ich mich verletzt gefühlt und eine längere Auszeit genommen  habe, bekam ich einen kleines Kuscheltier-Bärchen von ihm geschenkt, so ein kleines plüschiges anschmiegsames  – mit einer kleinen Nachricht, damit ich wenigstens etwas zum Ankuscheln habe und nicht alleine bin.

Im Laufe der Beziehung wurde daraus vier kleine Kuschel-Bärchen… Zum Aufmuntern, zum Anlehnen, als Entschuldigung oder als Bitte ihn wieder lieb-zu-haben…. Ich habe noch alle vier.

Gestern nun hab ich eines ausgesucht (das 2. was er mir geschenkt hat…am 1. hänge ich zu sehr) und werde es zusammen mit ein paar  Süßigkeiten zu einem Päckchen packen ….Mein Ex-Freund liegt aktuell wieder in der Uni-Klinik.

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Ganz Corona-konform  liegt das Kerlchen jetzt seit gestern in der Gefriertruhe und wird nach einer leichten Desinfektionsdusche in einem Plastikbeutel in das Päckchen wandern…. möchte ja kein Risiko eingehen.

Jetzt muss ich nur noch entscheiden wohin ich das Päckchen schicke. Das Krankenhaus (hab dort angerufen) möchte nicht, das ich es dorthin schicke.  Bleiben noch seine Mutter oder sein bester Freund.

Bei seiner Mutter bin ich nicht sicher ob sie das auch tatsächlich weiterleitet…bei dem Freund nicht sicher ob er ihn überhaupt besuchen darf…. das werde ich mal abklären…

 

Kein Licht am Horizont

Kein Licht am Horizont

… … … … …

nach einem Monat hab ich per Whatsapp eine Antwort von meinen Ex-Freund erhalten. Ehrlicherweise muss ich sagen, das ich mit einer Antwort überhaupt nicht gerechnet habe.

Aber nun weiß ich etwas genauer was los ist: der Krebs hat sich im verborgenen weiter verbreitet und gestreut: „überall – leider, auch im Kopf“… und scheinbar auch in der Leber.

Ich weiß gar nicht was ich sagen soll. Ich bin schockiert und unendlich traurig. Dieses Mal fühle ich mich zwar nicht schuldig….aber ich kann mein Mitgefühl kaum mehr bewältigen…Eine Immuntherapie wurde sofort begonnen…aber selbst damit liegen die guten Prognosen bei 23 Monaten (nach meiner Recherche im Internet – muss ja nichts heißen trotzdem ist das beklemmend)…das klingt nach Lebensverlängerung…aber nicht nach Heilung. Lebensverlängerung ist natürlich gut…keine Frage…ich würde mir aber für ihn wünschen das er seine Träume und Wünsche noch lange ausleben kann.

Das hier ist nicht abstrakt – sondern real… Ein Mensch den ich mal unendlich geliebt habe, kämpft ums Überleben.

„Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ (Autor: John Green) ist der Titel eines Buch das ich mal gelesen habe… und immer  ist es im Leben anders als man denkt….

 

 

 

Wandern im Regen

Wandern im Regen

Heute Nacht hab ich wirklich gut geschlafen…mein langer Spaziergang durch Hamburg hat mich absolut entspannt.

So sollte es heute gleich weiter gehen…dieses Mal aber wieder im Wald. Mein Tagesziel: Duvenstedter Brook am Rand von Hamburg.

Ja es gab eine Unwetterwarnung…aber irgendwie schien es nicht so schlimm zu werden…der Wind war erträglich und für den Regen gibt es die richtige Kleidung.

Die Fahrt mit dem Auto hat fast 40 Minuten gedauert…und der Regen war heftig….Ausgestattet mit Sporthose und -Shirt, dünner Sportjacke und einer Regenjacke (im Gepäck für den Notfall noch das Regencape)…..und vor allem meinen Lieblingswanderschuhen (gestern war ich in Sneaker unterwegs) ging es in das Naturschutzgebiet Duvenstedter Brook…aber dieses Mal kam ich nicht wirklich hinein…an vielen Stellen waren die Wege gesperrt…Brutzeit für die Tiere…also ging es dieses Mal nur Außenherum…und ich bin im Wohldorfer Wald gelandet (schon witzig: das Letzte Mal war es genau anders herum)…auf den ersten Km hab ich tatsächlich mein Regen-Cape benötigt…erst später wurde es dann wärmer und trocken…aber auch sehr stürmisch.

Hamburgs Hafen-City

Hamburgs Hafen-City

Samstag Morgen bin ich ins Büro gefahren um kurz ein paar Dinge in RUHE erledigen zu können…und kurze Zeit später kam auch mein Kollege…war aber friedlich.

Um die Mittagszeit bin ich dann von Altona aus in Richtung Elbe gelaufen…irgendwann dann aber doch in eine S-Bahn gestiegen…hmm die Schuhe waren vielleicht doch keine so gute Idee für das Laufen auf Asphalt….aber es ging irgendwie und ich bin dann nur bis zur Station „Dammtor“ gefahren….von dort aus an der Binnenalster entlang immer in Richtung Strandkai und Hafen-City…drum herum…

Gerade im Bereich der alten Häuser von Hamburg lohnt sich ein Blick nach oben…wie das Schiff  im Bild oben.  Und erst jetzt erlebe ich  meine Geburts-Stadt  mit seiner  faszinierenden Architektur…jetzt wo ich zu Fuß und in aller Ruhe die Stadt erkunden kann.

Viel gelaufen bin ich…hin und her….weit ausladend  bis zu  einem schmucken Cafe/Restaurant mit dem Namen „Catch of the Day“ :

Highlight des Tages: eine Frische Waffel mit Erdbeeren und  (nein keine Sahne) sondern: festes leckeres Soft-Eis….grandios lecker

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Mein Fuß machte zwar immer wieder Schwierigkeiten…Grummel…aber mit kleineren Pausen ging das Laufen dann doch ganz gut… zurück ging es dann in Richtung Jungfernstieg, Mönckebergstraße …noch ein wenig shoppen in einem Sportladen….und dann mit der S-Bahn zurück nach Altona…dann noch mal Laufen bis zum Auto…..so alles zusammen waren es knappe 13km….

Das war ein schöner Samstag….ich hab viel gesehen und vor allem war es RUHIG und absolut entspannend….

 

 

Baustelle im Job und vor dem Fenster

Baustelle im Job und vor dem Fenster

Die gesamte Woche war….schwierig.

Während mein direkter Kollege sich im Dauer-Kampfmodus befand (noch 1 Woche – dann hat er endlich Urlaub) und er mehr als einmal, laut darüber nachgedacht hat, einfach alles hinzu werfen…hat direkt vor unserem Fenster eine Großbaustelle begonnen.

Schon seit Wochen konnten wir erahnen, das es bald los gehen wird…und in dieser Woche war es dann auch soweit…ein riesiger…ja was ist das eigentlich…haushoher Bohrer, der Löcher in den Boden gräbt, um dann später an gleicher Stelle riesige Platten, die wie Spundwände aussehen, im Boden zu versenken. Na egal…auf jeden Fall macht das Ding einen heiden Lärm.

Also haben wir die Wahl: Entweder frische Luft und irrsinnige Lautstärke oder aber relative Ruhe, dafür bei der Schwüle in der Stadt im eigenen Saft schmoren (es gibt tatsächlich keine interne Belüftung oder Klimaanlage). Wir sind da unterschiedlicher Auffassung….ich bin ja für die frische Luft.

Dazu bin ich jetzt unvermittelt in den firmeninternen Kampf um Informationen zwischen Dänemark und Deutschland geraten…Da das Hamburger Büro ja nur eine kleine Exklave ist, kommen die Informationen aus der Zentrale nicht immer bei uns an…und wenn, dann viel zu spät und das heißt: jetzt brennt es…und in meinem speziellen Fall in dieser Woche, hab ich erst nachmittags mitbekommen, das ich für eine der Gesellschaften am gleichen Tag einen vorgezogenen geschätzten 1/2-Jahres-Abschluss abgeben sollte. Ein kleiner Satz in einer weitergeleiten E-Mail…

Zum Glück war einer der Inhaber aus DK vor Ort und als er mich am Abend fragte, warum ich eigentlich immer noch da sei, ich wäre ja schon vor ihm im Büro gewesen hab ich es erklärt…und dann hat er mich ganz schnell nach Hause geschickt…die DK-Kollegen hätten ihm bereits am Vormittag so einen Abschluss präsentiert…da hätte wohl jemand vergessen, mich zu informieren. So manches Mal kann ich meinen Kollegen also verstehen, wenn er sich ärgert…

Während mein direkter Kollege dabei immer wieder über Zeitmangel klagt, kann und will er sich aber auch nicht auf das Wesentliche konzentrieren…sondern verliert sich im Klein-Klein der Arbeit. Ich hab vorsichtig versucht ihm zu vermitteln, das ich seinen Ärger verstehen kann, es aber aktuell besser wäre, wenn er diesen Kleinkrieg um Nichtigkeiten nicht jetzt führen würde, und er sich stattdessen lieber auf die großen wichtigen Dinge konzentriert, die jetzt zeitlich im Vordergrund stehen… stehen müssen….

Lach…KEINE gute Idee…. auf die Tirade die dann folgte, wusste ich dann auch nichts mehr dazu zu sagen…und hab einfach die Klappe gehalten….Aber auch das ich Rücksicht nehme, wollte er dann nicht klaglos hinnehmen…und war beleidigt als eine Kollegin mich nach etwas Grundsätzlichem fragte und wir in den Besprechungsraum gegangen sind…das war ihm dann auch nicht Recht…so hat er ja nicht mit bekommen, was sie mich gefragt hat… Das Gute ist, der Kollege meint mit dem Motzen nicht MICH…ist jeden Abend und Morgen freundlich und nett zu mir und dann können wir uns auch gut unterhalten…ich bin gleichbleibend freundlich …. aber zum Quatschen bin ich in dieser Woche lieber zu den anderen Kollegen gegangen…

Am Freitag hat er dann den Vogel abgeschossen….als wir über die MWST-Senkung und die notwendigen Anpassungen im System gesprochen haben, wollte er unbedingt das ich ihm das Thema Innergemeinschaftliche Erwerbe / Lieferungen und den Unterschied zu den innergemeinschaftlichen sonstigen Leistungen im Reverse Charge-Verfahren nach 13b USTG erkläre…. und dann wollte er unbedingt alles JETZT sofort im System ändern….

Wieder so eine Sache, die nicht unbedingt JETZT sofort geändert werden muss….es reicht doch, wenn wir erst einmal die 16%/ 5% in unserem System anlegen…die anderen Änderungen aufgrund eines falschen Verständnisses für das Thema, laufen schon so lange bei ihm unter den falschen Begrifflichkeiten, das können wir noch später ändern…Aber nein…

…es kam wie es kommen musste, nach seinen Änderungen hat es bei ihm im System nicht mehr funktioniert …und auf seine fast panische Überreaktion, kam die Frage ob ich ihm wohl helfen kann… (zur Erinnerung er arbeitet seit 8 Jahren mit dem ERP-System…ich seit 3 Monaten)….

..und ja ich hab den Fehler gefunden. Grins – das ist eine meiner Stärken: wenn jemand ungeduldig wird, weil ein Programm nicht funktioniert, dann werde ich noch ruhiger und suche in den Grundeinstellungen… hier merkt man wieder, wie hilfreich meine Erfahrungen als langjähriger Key-User eines SAP-vorgelagerten Sytems sind…wenn Kollegen bei der Bedienung eines Programms Probleme hatten, riefen sie bei mir an…und erst wenn ich normale User-Fehler ausgeschlossen hatte, hab ich das Problem an die IT weiter gereicht.

Ich dagegen werde ungeduldig und laut und kann sogar ausrasten wenn die Hardware nicht funktioniert…die Berechtigungen nicht klappen, die Zugangsdaten nicht stimmen…wenn integrierte Systeme nicht laufen oder ich es nicht schaffe ,die verschiedenen Teile an eine Dockingstation zusammen zu schließen…das überfordert mich ..lach…

Nun gut…die Woche war also in vielerlei Hinsicht anstrengend…und an den Abenden war ich dann entsprechend platt. Während ich es am Montag noch geschafft habe, abends meine große Runde zu walken, hab ich an den anderen Tagen mittags eine kleine Runde in der Mittagspause gedreht…und mich abends auf die Couch gefreut.

Wochenende: ZUHAUSE

Nach den 3 Tagen in Dänemark hab ich mich entschieden an diesem Wochenende keine  weiteren Touren zu unternehmen. Dabei hatten mich Schwester und Schwager eingeladen mit nach Römö / Dänemark zu  kommen!!

Neeeeiiiinnnnn – nicht an diesem Wochenende…

Freitag hab ich den Vormittag im Büro verbracht und bin dann gegen Mittag ins Home-Office gewechselt…erst einmal ein paar Dinge bis Abends nacharbeiten…immerhin fehlen  die letzten 3 Tage. Zuhause ist es zwar schwül-warm…aber wenigstens ruhig.

Samstag hab ich Einkäufe erledigt und um mich dann der immer schwüler werdenden Hitze zu entziehen, bin ich zum Krupunder-See gefahren, war ja gerade in unmittelbarer Nähe unterwegs. Hier endlich ging ein erfrischender Wind, während das Wetter unheilvoll drohte….aber bis auf ein paar Tropfen blieb es trotz Donner-Grollen  trocken…mit 1,5km Umfang  ist der See gut zu umrunden…

Ganz in der Nähe fiel mir ein Schild auf: Biergarten geöffnet….lechz…und jetzt ein kühles Getränk im Schatten….dazu ein Matjes-Teller nach Hausfrauenart….yummy…..sooo kochen brauche ich heute nicht mehr…

So richtig los mit dem Gewitter inclusive Regen ging es dann erst am Abend…und ich hab meine Wohnung geputzt, den Balkon gefegt und Wäsche gewaschen und das, was man sonst noch so zuhause erledigen kann.

…z.B. die Umzugskartons vom Dachboden holen…hahaha – die Frau meines Kollegen zieht um  – und ich hab meine Kartons angeboten….Sonntag kommen die Beiden und holen die Umzugskartons ab…das sind so richtig dicke Stabile vom Umzugsunternehmen.

Also heute Vormittag kam die Frau meines Kollegen alleine, um die Kartons abzuholen…sie zieht jetzt nach Hamburg um endlich keine Fernbeziehung mehr zu führen…und da sie sofort weiter fährt, ist sie ohne meinen Kollegen gekommen.

Wir haben erst einmal Kaffee getrunken, ich hatte kleine Marmorkuchen gebacken und wir haben uns eine kleine Weile unterhalten und dann mehr als 30 Kartons in ihrem Auto verstaut. Sie ist nett, voller Tatendrang und quirlig…wir haben uns gut verstanden…Als Dankeschön für die Kartons hat sie mir Wein und selbstgemachte Marmelade mit gebracht…das finde ich echt nett.

…und ich bin wieder etwas los geworden….

 

 

 

 

Geschäfts-Reise DK – Teil II

Nach dem ersten Tag war ich dann froh als wir endlich im Hotel ankamen. Das liegt zum Glück nur wenige Minuten von der Firma entfernt…Ein riesiges Hotel mit dem Charme einer amerikanischen großen Ranch…. Die Zimmer sind riesig und ich hatte sogar einen großen Balkon. Einziger Nachteil, die Balkone sind alle offen..so das die Hotelgäste nebenan freie Sicht auf die anderen Balkone haben…aber immerhin konnte ich die große Flügeltüren in meinem Zimmer weit öffnen um so frische Luft herein zu lassen.

Als erstes einmal: Schuhe aus / bequeme Klamotten an und ab aufs Bett – erst einmal eine kleine Runde ausruhen…boaaa endlich entspannen – und endlich nicht mehr lächeln und reden müssen.  Bei so vielen neuen Gesichtern und Namen und alle sind freundlich….da verkrampfen irgendwann die Gesichtsmuskeln vom vielen lächeln….

Erst später hab ich mich wieder mit meinem Kollegen getroffen…zum Glück haben die Dänen keine „Abend-Betreuung“ für uns organisiert…so sind wir für das Abendessen durch ein Waldstück, dann direkt am Fjord entlang bis zur Hafenspitze des Ortes gelaufen (knapp 3km) um dort zu Abend zu essen…

Es war allerdings schwierig am 23.06. einen Platz in einem Restaurant zu bekommen. Die Dänen feiern traditionell an diesem Abend „heilige Hans Aften“: den Johannesabend . Einst ein heidnisches Fest, welches aber dann vom Christentum übernommen wurde und sich auf den Geburtstag von Johannes dem Täufer bezieht. Als heidnische Tradition ist es vielmehr die Sommer-Sonnenwende und soll das Böse in Form von Hexen durch Feuer vertrieben werden.

Allerdings machen Feuer an einem  23.06. in meinen Augen wenig her…immerhin ist es hier auch um 21-22 Uhr immer noch fast taghell und auch die vom Feuer abstrahlende Wärme kommt bei 25Grad nicht ganz so heimelig rüber….Ehrlicherweise finde ich unsere Osterfeuer da viel stimmungsvoller: das Wetter ist meistens noch kühl und die Abende dunkel…

Okay – also kein Platz im Restaurant – aber wir haben schon mal für den nächsten Tag einen Tisch bestellt und sind dann weiter in den Ort gewandert….das Brauhaus das wirklich ansprechend aussah, machte gerade zu … aber eine kleine italienische Pizzeria  bot Platz und Essen….na endlich – ich hatte Hunger.

Auf dem Rückweg sind wir dann an kleinen Feuern am Hafen und entlang des Fjords gelaufen. Das fühlte sich nun wirklich fast wie Urlaub an…aber ich war jetzt müde und satt und schlapp nach dem anstrengenden Tag…

..kaum wieder im Hotel bin ich quasi sofort ins Bett gefallen und hab gut geschlafen.

Das Essen in dem Restaurant am nächsten Abend war echt klasse….aber  auch ungewöhnlich…ich hatte ein „Beefsandwich mit brauner Soße“  und dann kam das hier:

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hahaha….ähmm…es saß aus wie ein Turm mit Schokolade überzogen…die dicke braune Bratensoße überzog das gesamte „Sandwich“ wie eine Glasur….Allein das Brot das mein Hacksteak umgab war ca. 8cm hoch ….krass  – aber lecker – leider hab ich aber auch dieses Brot nicht gut vertragen….und entsprechend gelitten…aber erst etwas später ….hahaha – die Nacht war eh grausam…

Ich bin am 2. Abend  auf dem Bett halb-sitzend  während die Nachrichten im Fernsehen liefen eingeschlafen. Dabei ist mein Kopf so ungünstig zur Seite gerutscht,  das ich später mit tierischen Kopfschmerzen aufgewacht bin, der Schmerz saß bombenfest knapp unterhalb des Schädels im Nackenwirbel und der Muskulatur drumherum…ätzend das hatte ich früher oft, aber jetzt bestimmt schon fast 1 Jahr nicht mehr…den Rest der Nacht hab ich versucht wieder zu schlafen, aber die Schmerzen im Nackenwirbel und im Magen-Darm wussten das zu verhindern – nein es war keine schöne Nacht.

Erst ca. 1,5 Stunden  bevor ich aufstehen musste bin ich weggedöst (sagt zumindest mein Fitness-Tracker..mir kam es so vor, als ob ich überhaupt nicht geschlafen hätte) ..nun gut – hilft ja alles nichts: also Aufstehen, fertig machen, Tasche packen und dann ab zum 3. und letzten Tag  mit wichtigen Meetings….

Wir sind dann bis 16 Uhr in der Zentrale geblieben….dann noch ein Zwischenstopp am Hafen um ein dänisches Softeis (ohhh – das ist meine Kindheit: halb Erdbeer / halb Vanille in der Waffel….ich schmelze dahin) als kleine Belohnung und zum Abschluss für diese 3 Tage …dann ging es zurück auf die Autobahn….ab nach Deutschland…ab nach Hause….

 

Geschäfts-Reise DK – Teil I

…aber Fahrten in die Firmenzentrale gehören ab jetzt alle 2-4 Monate dazu.

Mein Kollege und ich waren in dieser Woche 3 Tage im Norden von Dänemark. keine große Stadt, eher ein ruhiger kleiner Ort. Dienstag Morgen haben wir die 4-Stunden Fahrt mit dem Auto begonnen….

Bei bestem Sommerwetter, konnte man fast denken wir sind auf dem Weg in den Urlaub und abends am Hafen sitzend, hat sich das auch fast so angefühlt…aber eben nur fast.

Um nach Dänemark einreisen zu dürfen brauchten wir einen Nachweis das wir uns beruflich in Dänemark aufhalten werden. Der junge Grenz-Beamte musterte eingehend die Einladung der Firmenzentrale und die Hotelbestätigung und schien unschlüssig zu sein…aber dann hat er uns freundlich durch gewunken. Alles zusammen hat ca.3-5 Minuten gedauert,  weil auch nur 2 Autos vor uns waren.  Bei der Rückfahrt Donnerstag Abend staute es sich auf der Einreiseseite nach Dänemark…die Ferien haben in Deutschland begonnen.  Unsere Ausreise aus Dänemark hat dagegen niemanden interessiert….weder die dänische, noch die deutsche Seite.

Die Fahrt war tatsächlich angenehm…der Kollege ist gefahren und entgegen den Erfahrungen der letzten Jahre, war ich ein entspannter Beifahrer. Was eindeutig beweisst, es liegt nicht an einem generellen Misstrauen gegenüber anderen Fahrern, sondern einzig an der Fahrweise der Personen mit denen ich bisher mit gefahren bin. Denn normalerweise bin ich mega-unentspannt als Beifahrer. Der Kollege fuhr zügig zwischen 140-160 kmH hat aber weder gedrängelt, noch sonst wie aggressiv oder unsicher agiert…. Auf dem Rückweg bin ich dann einen Teil der Strecke gefahren.

Die Firmenzentrale ist am Rande einer Kleinstadt und das Gebäude ist ein wenig verschachtelt, weil immer wieder angebaut wurde. Alles ist jedoch weit und großzügig gebaut und die Etage der „Controller“ (ich bin kein Controller – Ich bin BUCHHALTER 🤣) hab ich so noch in keiner Firma erlebt.

Eine große Etage, großzügige Weite zwischen den 4er Tischen, jeweils mit halbhohen Schränken vom nächsten 4er Tisch-Ensemble getrennt,  jeder 4er Tisch mit schallschluckenden halbhohen Trennwänden, große riesig breite Gänge….mit Stationen auf denen frisches Obst, Desinfektionsmittel usw. steht…. alles wirkt gedämpft und großzügig. In Deutschland hätte man bestimmt die doppelte Menge an Mitarbeitern dort untergebracht….hinter jedem Stuhl war mindestens 2,5m Platz bis zum Schrank.

Alle Kollegen sind sehr freundlich und alle wirken sehr ruhig und entspannt…es wird wenig gequatscht, weil viel zu tun ist, dafür gehen aber alle auch sehr pünktlich.

Richtig lustig wurde es zum Mittagessen: Eine Kollegin stellt sich ins Treppenhaus mit einer riesigen Handglocke und läutet buchstäblich das Mittagessen ein. Alle zusammen gehen in den Pausenraum. Dort stehen viele frisch zubereitete  Salate und jeden Tag unterschiedliche Dinge: einen Tag waren es Frikadellen, am nächsten warmer Nudelsalat dazu, dann wieder lecker belegtes Smörebröd.  Reste des Vortages werden ebenfalls wieder dazu gestellt. Aktuell wird es angeliefert, da die Dame aus der Küche krank ist.

Die Dänen haben keine Mundschutz-Pflicht in Geschäften oder Restaurants….im Hotel gab es zum Frühstück sogar ein Buffett, in der Firma ist Abstandhalten nicht so gefordert – aber überall kann man sich die Händewaschen und Desinfektionsmittel steht immer und überall in Reichweite..

Aber neben all dem entspannten Miteinander wird tatkräftig und mit so manchen Sorgen gearbeitet…trotzdem ist es eine ruhige Atmosphäre.

Die verschiedenen Meetings waren schon anstrengend für mich…aber unglaublich wissenswert…ich hab viel gelernt und verstehe jetzt die sehr verschachtelten Strukturen…wir konnten einige Unklarheiten ausräumen, bevor sich Missverständnisse verfestigen. So konnte ich in einem persönlichen Gespräch mit der Leiterin die Dringlichkeit eines Anliegens viel besser rüber bringen, als meine E-Mail es vermochte. und obwohl ich es mit fast den gleichen Worten beschrieb, hat sie es erst jetzt so richtig aufgenommen, was mir bei der Datenübernahme als dringend zu klärendes Problem aufgefallen ist…die Jahresabschlüsse einiger Gesellschaften müssen evtl. noch einmal geändert werden und zwar BEVOR jetzt der Konzern seinen eigenen Jahresabschluss Ende diesen Monats erstellt…. es eilt also…aber auf meine Mail hab ich fast 3 Wochen keine Rückmeldung erhalten….sie HATTE die E-Mail zwar gelesen und auch als zu klären markiert…aber das was es dann auch schon. So – aber jetzt hat sie meine Einwände verstanden…jetzt bin ich „raus“…was sie jetzt daraus macht ist  ihr Ding – nicht mehr meines (ja – auch das hab ich im Laufe der letzten Monate gelernt – ich bin nicht mehr für alles verantwortlich).

Soviel Englisch hab ich seit meiner Zeit in Brüssel nicht mehr gesprochen. 2005 war ich für einen Japanischen Konzern tätig, der in Brüssel seine Europa-Zentrale hat. Während der Vorbereitung für einen ERP-Systemwechsel hab ich dort 5 Wochen gearbeitet, damit die gesetzlich notwendigen Besonderheiten für  die Deutsche Tochtergesellschaft ausreichend berücksichtigt werden.