Postkarten-Feeling: Flensburg

Flensburger Strand – Solitüde

Wir haben nicht allzuweit davon gewohnt, als wir klein waren…und meine Schwester und mein heutiger Schwager, damals Beide 7-8 Jahre alt, mussten mich auf Geheiß unserer Mutter mit nehmen…sie hatte dann ihre Ruhe und die Aufsicht für mich lag ei meiner Schwester.

Mein Schwager erzählt wie sich die Solitüde im Laufe der Jahre verändert hat….die Stadt kümmert sich nicht genügend darum…es gibt immer weniger schönen Sand, die Dünen und das Gestrüpp nehmen zu, vieles wird nicht mehr ordentlich gepflegt.

Das sieht der Tourist nicht, das sieht man nur wenn man über Jahre immer wieder regelmässig dort hin geht….Und auch ich sehe nur kleine Unterschiede zu früher… und finde den Strand phantastisch….so einen hätte ich auch gerne vor der Haustüre (okay – also auch die Beiden müssen ca. 1,2 km bis zum Strand laufen…aber immerhin sind es schöne Wege).

Ich jedenfalls fühle mich bei dem herrlichen Wetter pudelwohl…und wir sind gelaufen, und gelaufen und gelaufen…. Dann gab es einen kurzen Zwischenstopp bei denen Zuhause und dann sind wir in die Stadt gefahren…und sind weiter gelaufen, am Hafen entlang,

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Ohhh  – hier gibt es jetzt auch einen Gosch….na die breiten sich ja auch immer mehr aus. Aber das Matjesbrötchen war leeecker…. Gelaufen sind wir den Hafen rauf und runter …dann rüber in die Fußgängerzone mit verkaufsoffenem Sonntag. Aber es war nicht so voll….und wir sind weiter gelaufen, Fußgängerzone rauf…..und wieder runter…und wieder rauf….weil wir in ein bestimmtes  Restaurant wollten…

Zur Begrüßung hatte meine Schwester Scones gebacken die waren super lecker mit Dinkelmehl , saftig und fluffig…also DAS Rezept lass ich mir noch mal geben…so leckere hab ich selbst von meiner lieben Kollegin, die aus ihrer Zeit in England ein Original-Rezept mitgebracht hat, nicht zu essen bekommen….

Und zum Abendessen wollten wir jetzt in ein gutes Streak-Restaurant…und das hier hat sich wirklich gelohnt…nachdem wir es dann endlich auch gefunden hatten….

 

Eisblumen – das Gefühl von Winter

Eisblumen – das Gefühl von Winter

Wie angekündigt ist es heute Nacht eisig gewesen…unter 0 Grad…ich schlafe bei geöffnetem Fenster und habe deshalb vorsorglich die Bettdecke auf Winter umgestellt.

Vor einiger Zeit habe ich mir eine Naturfaser-4Jahreszeiten-Bettdecke zugelegt. Seit dem ich diese Decke besitze, sind die nächtlichen Hitzewallungen deutlich zurück gegangen – das steigert den Erholungswert meines Schlafes ganz enorm. Eigentlich sind es sogar 2 Decken, die bei Bedarf zu einer Einzigen zusammen-geknöpft werden.

Ich habe lange gezaudert eine so teure Bettdecke zu kaufen…immerhin hab ich genügend andere…solche, die man für normal-kleines Geld in jedem Kaufhaus oder Möbelladen kaufen kann. Aber was nützen alle Decken wenn der Schlaf darunter leidet.

Gut erholt gehe ich nach dem Aufstehen  durch die  Wohnung und an jedem Velux-Fenster haben sich Eisblumen gebildet…richtig schöne Eisblumen…und es fühlt sich heimelig an. Drinnen ist es noch normal warm ohne Heizung  (das Haus ist nach einem hohen energetischem Standard gebaut worden und wirklich gut isoliert) und draußen sind es noch  0 Grad. Den Kaffee werde ich heute dann doch lieber drinnen trinken.

Das Bild der Eisblumen ist so schön. Was die Natur doch für tolle Möglichkeiten hat…leider kommt die Pracht auf dem Bild nicht so gut  zur Geltung.

Ich bin heute schon früh auf den Beinen, nachher fahre ich noch weiter in den Norden – nach Flensburg – zu Schwester und Schwager…Ich war seit Jahren nicht mehr  dort, an der Solitüde…am Strand von Flensburg  oder in Glücksburg am Wasserschloß. Das letzte Mal war kurz nachdem ich meinen heutigen Ex-Freund kennen gelernt habe…also so ca. 8,5 Jahre.

Ich war damals 6 Jahre alt, gerade 1/2 Jahr in der Schule, als wir von Flensburg nach Nordrhein-Westfalen zogen. Für ein schüchternes Kind wie mich, war das eine weitere Katastrophe. Gerade erst war ich dabei,  mich an die vielen Kinder zu gewöhnen…noch viel zu früh um Freundschaften zu schließen. Ich war vorher in keinem Kindergarten oder Vorschule war extrem schüchtern und hatte auch in der Nachbarschaft nur wenig Kontakt zu Gleichaltrigen. Der Start in der Schule war ein Schock für mich…so viele Kinder und alle lebendig, laut und lustig. Ich wusste überhaupt nicht damit umzugehen  und nach einem knappen 1/2 Jahr wurde ich aus dem schon wieder gerissen und wurde mehr als 500km weit verpflanzt (insgesamt habe ich dann 3 verschiede Grundschulen an 4 Standorten besucht).

Meine Schwester ist bereits vor knapp 20 Jahren zurück nach Flensburg gezogen und hat ihren Kinder-Freund aus der Vorschule geheiratet, nachdem ihre 1. Ehe in NRW gescheitert war. Sie hat den Kontakt zu ihrem Freund aus Kindertagen  aufrecht gehalten…und dann kam Liebe dazu…eine tolle Geschichte finde ich.

Nun also fahre ich die Beiden heute besuchen. Es ist schön wieder im Norden zu wohnen und trotzdem kann ich noch weiter in den Norden fahren….hahaha freue mich auf einen schönen kalten und klaren Wintertag.

 

 

 

 

Einfach Zuhause sein

Das Haus hab ich heute einfach mal nicht verlassen…ich bin zufrieden mit meinem Tag Zuhause.

Und jawohl ich habe mich trotzdem bewegt ( mehr als 5.500 Schritte)   UND  frische Luft gab es auch – auf dem Balkon hab ich ca 1,5 Stunden heute Mittag gesessen.

Aber zuerst einmal hab ich heute laaange geschlafen, bis fast 10 Uhr…danach bin ich einfach im Bett liegen geblieben und habe gelesen und erst als mein Kaffeedurst so groß wurde ging es ab unter die Dusche und danach mit dem Kaffee und dem Laptop auf meinen Balkon (bei 9 Grad mit Jacke und Decke)…und es war herrlicher Sonnenschein.

Es wird ja im Gedenken an den Mauerfall viel von Freiheit gesprochen… DAS ist meine Freiheit…

Danach hab ich die Wohnung geputzt, Wäsche gewaschen, aufgeräumt….

und ich habe Ewigkeiten gebraucht und endlich mal die Fotos vom Handy auf den PC zu ziehen…normalerweise geht das unkompliziert – aber heute wollte es erst nicht klappen…grrrr meine Handy wollte die Fotos einfach NICHT übertragen….ca. 2 Stunden später hat es dann auf einmal funktioniert…seufz….ich liebe Technik die ich nicht verstehe. Egal…Hauptsache die Fotos sind jetzt endlich auf dem Laptop…es gibt ein paar wunderschöne Fotos die ich auf Leinwand ziehen lassen möchte.

und ich habe Dias sortiert. Die Bilder meiner Kindheit.

Nach dem Tod unseres Vaters hat meine Schwester eigenmächtig ALLE Dias willkürlich aus den Aufbewahrungskästen gerissen und alles was ihr nicht zusagte, einfach weg geschmissen…in den Müll. Ich war entsetzt und so wütend…es hat Monate gedauert bis sich meine Wut und Empörung über soviel Ignoranz und Eigenmächtigkeit wieder gelegt hat und selbst jetzt noch, mehr als 1,5 Jahre später fühle ich beim Schreiben dieser Zeilen wieder diese Empörung…wie konnte sie nur.

Die metallenen Kästen mit den Beschriftungen von Orten und Zeiten jeder Dia-Serie  hatte sie so entsorgt, die waren einfach weg. Die aussortierten Dias lagen in der Hausmüll-Tonne…die konnten wir noch wieder rausholen…leider waren sie nun vollkommen verdreckt und hoffnungslos unsortiert. Mein heutiger Ex-Freund hatte sich viel Zeit genommen um mir bei den Dias zu helfen – sie zu säubern und zu sortieren.

und später habe ich dann erneut aussortiert, und dabei habe ich tatsächlich viele Dias gefunden, die ICH gerne behalten wollte…ich habe angefangen jedes einzelne Dia-Bild mittels eines Hand-Guckys  anzuschauen, habe versucht es zeitlich und räumlich einzuordnen um so wieder zusammen gehörende Dias zu gruppieren…vieles konnte ich anhand von Kleidungstücken oder Alter der Personen auch zusammen bringen…an vieles konnte ich mich auch erinnern. Aber gerade die ganz alten Fotos wo ich oft die Personen nicht kenne oder nicht mehr erkenne, da wurde es fast unmöglich zu sagen wann die Fotos entstanden sind, oder zu welcher Gelegenheit oder wo das Ganze war…

Heute nun habe ich 845 einzelne Dias  sorgfältig in Magazinen und Dia-Kästen sortiert und transportsicher in einen Karton verpackt…und in der kommenden Woche werde ich das Paket zum Digitalisieren verschicken… Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen aus den so selten gesehenen Dias, Fotos zu machen, die man sich auch mal anschauen kann.

Also lasse ich die Fotos digitalisieren und davon kann ich dann Abzüge machen, wenn ich es möchte. So zumindest haben meine Schwester und ich die Möglichkeit die einmaligen Dias die wir Beide haben wollen, zu Teilen…

Wenn das Ergebnis gut geworden sein sollte, werde ich zu einem späteren Zeitpunkt die Original-Dias entsorgen…aber erst wenn ich mich vom qualitativen Ergebnis habe überzeugen lassen. Ich habe bewusst nicht eines dieser Billig-Angebote aus Internet angenommen, sondern mir einen seriösen Anbieter gesucht…da kostet die Digitalisierung eines Dias zwar 20Cent pro Stück… (es gibt welche die bieten das schon für  7Cent  – aber solchen Angeboten traue ich nicht), aber die Wahrscheinlichkeit das ich es nicht bereuen werde ist wesentlich größer.

Wenn diese Bilder verloren gingen oder zerstört würden, hätte ich so gut wie NICHTS aus meiner Kindheit auf Fotos.

Und zu guter Letzt hab ich heute noch mit einem alten Kollegen telefoniert…der lebt mittlerweile Alleine in seinem großen Haus, nachdem alle Töchter das Haus verlassen haben…und keine Woche nachdem die letzte Tochter ausgezogen ist, wurde bei ihm eingebrochen…Ohhha

 

 

Stempeln und am Nachmittag ist frei

Freitag Nachmittag um 14.20 Uhr…und ich bin ins Wochenende gegangen….hahaha wie herrlich. Unter der Woche müssen wir mindestens bis 15 Uhr im Büro sein, an Freitagen dürfen wir bereits ab 13 Uhr Feierabend machen.

Ich finde die Zeit-Erfassung (oder altmodisch: Stempeluhr) echt klasse…nur sie bietet einen unbestechlichen Nachweis über die geleisteste Arbeitszeit. Es werden einfach alle Zeiten erfasst, die Pausenzeiten sind normiert und es gibt klare Regeln… an die sich alle halten müssen. Auch die Chefs.

Wer sich durch eine Zeit-Erfassung eingeschränkt fühlt,  sollte sich mal über Erfahrungen mit Vertrauensarbeitszeit erkundigen…das ist dann nicht mehr so lustig.

Nach 13 Jahren mit Vertrauensarbeitszeit kann ich sagen: das klingt zwar gut mit dem Vertrauen und so…aber das sind nur schöne Worte. In der Realität wird jeder Arbeitnehmer aufgefordert trotzdem einen eigenen Nachweis zu führen, der von Chefs zu bestimmten Gelegenheiten (eben wenn das Vertrauen nicht echt ist) angefordert werden darf.

Schwierig wird es auch immer, wenn es darum geht zu sagen die Arbeit ist zu viel, zu wenig, das Gehalt ist nicht stimmig zur Arbeitsbelastung…IMMER geht es dabei auch um die geleistete Zeit…

Und wenn man außer der Reihe mal einen Gleittag haben möchte, um Überstunden abzubauen wird es zum echten Problem… Als Arbeitnehmer ist man ständig in der Beweispflicht ,das man seine Stunden geleistet hat – da ist dann auf einmal nicht mehr die Rede vom Vertrauen….und wer nur jeden Tag 10 Minuten früher kommt und 20 Minuten später geht merkt kaum, wie er im Laufe der Jahre der Firma Unmengen an Stunden schenkt.

Wer trotzdem früher geht, dem wird von Chefs und Kollegen oft ein subtiles Schuldgefühl vermittelt. – obwohl man weiß das man genügend gearbeitet hat…allein aus diesem Grund ist es wichtig seine eigene Zeiterfassung zu machen, damit das eigene Selbstbewusstsein unter den ständigen Sticheleien und Neckereien nicht leidet… Denn keiner der Kollegen sieht wenn Du bereits um 6.30 Uhr angefangen hast und wenn Du dann um 15.30 Uhr gehst, sehen die Kollegen nur das es noch früh am Nachmittag ist: aaach arbeitest Du nur noch halbe Tage…dabei sind das auch 9 Stunden ./. 45 Minuten Pause = 15 Minuten mehr gearbeitet als eigentlich notwendig… und keiner sieht es. Die Kollegen sind dabei die größten Kontrolleure.

Auf der anderen Seite wird natürlich bei der reinen Anwesenheit mit der Stempeluhr NICHT die Arbeitsaus- oder Belastung gemessen…oder wieviel Zeit jemand am Tag mit Kollegen gequatscht hat… Hier hat die Vertrauensarbeitszeit einen weiteren emotionalen Vorteil für die Arbeitgeber…je nach Arbeitnehmer wird der sich an solchen Tagen eher beschämt fühlen, weil er 2 Stunden des Tages nur gequatscht hat…und evtl. fühlt er sich moralich verpflichtet deshalb etwas länger zu arbeiten….solche Kollegen hatte ich in meinem Team… Es gibt natürlich auch die Kollegen, die davon unbeeindruckt bleiben und minutiös abgezählt den PC herunter fahren.

Aber nirgendwo in den Arbeitsverträgen steht geschrieben, wie produktiv ein Arbeitnehmer eigentlich zu sein hat. Die Hauptpflicht des Arbeitnehmers besteht darin seine Arbeitsleistung dem Arbeitgeber zur Verfügung zu stellen und die geforderten Arbeiten zu erledigen !!

Ich liebe also die klaren Regeln der Arbeitszeit-Erfassung und konnte so um 15 Uhr bereits im Wald sein…bei Sonnenschein und ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

 

 

Besprechungen am laufenden Band

Eine unschöne Angewohnheit in unserer modernen Büro-Arbeitswelt sind Meetings.

Als erklärter Gegner von Zeitverschwendung, empfinde ich viele Meetings als überflüssig und genau diese  unnötigen dauern dann auch noch viel zu lange – und ohne konkrete Resultate wird dann am Ende des Meetings beschlossen, das man sich  zu einem späteren Zeitpunkt wieder zusammen setzt, dann aber im größeren Kreis und mit mehr Infos.

Nur das beim nächsten Mal erst einmal die nachgeladenen Kollegen auf den Stand vom letzten Mal gebracht werden müssen, weil diese sich natürlich nicht vorbereitet haben.

Ich bin ein Freund von Meetings die sich auf präzise Problemlösungen, klare Informationsweitergabe und notwendigen Informations-Austausch beziehen…kein larifari-Gelaber.  Aktuell habe ich  aber keine Wahl und muss an allen Meetings teilnehmen…

Mittlerweile bin ich routiniert darin die vielen Einladungen über Outlook  zu den verschiedensten Themen einfach anzunehmen OHNE mir vorher durch zu lesen um was es eigentlich geht. Das würde mich viel zu viel Zeit kosten…oft gehen diese Meetings nahtlos ineinander über…. Hauptsache nichts kollidiert in meinem Kalender und ich bin dann zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort….

Tja – und genau das ist heute etwas schief gelaufen… Ich bin in einen Arbeitskreis innerhalb meiner Abteilung berufen worden und meine Kollegin und ich haben heute einen Termin für 8-10 Uhr angesetzt und wir sind auch gut voran gekommen…dann war 15 Minuten Frühstückspause, dann wollten wir noch 1/2 Stunde weiterarbeiten, dann sollte um 11:15 Uhr gleich ein „Round-Table“  in einem anderen Besprechungsraum stattfinden…

Also saß ich mit den Kollegen in der Frühstückspause, als meine Chefin dazu kam und meinte die IT und die Steuerabteilung würden auf mich warten. …Okay.!…warum????  Ich wäre zu dem Meeting zum Thema innergemeinschaftliche Dreiecksgeschäfte eingeladen worden… ECHT?? Das hatte ich so gar nicht auf dem Schirm für heute.  Also mit Müsli  in der einen und Kaffeebecher  in der anderen Hand,  ab in den nächsten Besprechungsraum…Brainstorming wie man den Kollegen dieses hochspannende 🙂 Thema vernünftig nahebringen kann.

Wir konnten uns relativ schnell einigen, wie wir weiter vorgehen, so konnte ich doch noch mit der Kollegin aus dem Arbeitskreis weiter machen, bis wir dann zu dem „Round Table“ mussten….und das war dann einfach nur Informationen die ich jetzt nicht so wichtig und spannend fand… Immerhin sind aktuell 2 von 4  Kollegen aus meiner direkten Abteilung krank…und wir 2 übrig gebliebenen gehen Beide in der nächsten Woche in Urlaub…lach…

Auch ein krasses Ding…ich MUSS meinen Urlaub nehme, obwohl ich noch in der Probezeit bin. Nun gut – dagegen wehre ich mich nicht. Urlaub ist immer schön.

Es gilt die alte Devise: und wenn Du nicht mehr weiter weißt, dann bilde einen Arbeitskreis…. schönen Feierabend

 

 

 

 

Essen – Gehen

Der eigentliche Plan für das Abendessen besteht seit 1 Woche: ich möchte mal wieder Essen gehen…aber immer wieder verschiebe ich es.

Gestern nun war ich extra bei meinem abendlichen Walk-Rundgang so gelaufen das ich an dem kroatischen Restaurant vorbei kam, das so urgemütlich aussieht….es war Montag  und geschlossen. Montags Ruhetag.  Okay – also hab ich zuhause meinen Obststeller geplündert und 1/2 Tüte Chips…

Heute nun wollte ich eigentlich nach Hamburg zum Sushi…hab mich aber doch entschlossen hier in der kleinen Provinzstadt zu bleiben…da gibt es auch ein nettes Japanisches Restaurant an dem ich schon ein paar Mal vorbei gefahren bin. Weil es regnet bin ich mit dem Auto gefahren…und der Laden war geschlossen…warum weiß ich nicht.

Also bin ich weiter gefahren und an einem Indischen Restaurant vorbei gekommen. Das scheint noch ganz neu zu sein, nett und gepflegt sieht es aus, also hab ich heute Abend indisch gegessen.

Es war lecker und reichlich…danach war mir endlich wieder warm und ich hab noch eine kleine Walking-Runde gedreht…knappe 4km durch den permanenten Regen…die alte Quasi-Winterjacke hat das nicht ausgehalten…sie ist vollkommen durchnässt. Prima – die wollte ich ohnehin schon aussortieren, jetzt weiß ich wenigstens warum.

Für die gute Wellensteyn Winterjacke ist es noch zu warm und die reinen Regenjacken der gleichen Marke sind schon zu dünn, da brauche ich dann immer gleich eine Fleece oder Softshell-Jacke dazu…also hab ich heute aus Bequemlichkeit diese alte Mittelding gegriffen…

Das war auch ganz leicht….mein Not-Kleiderschrank aus Stoff mit  Kunststoff-Steck-Rahmen ist heute Nacht nämlich teilweise zusammen gebrochen. Eine der Kunststoff-Kleiderstangen konnte dem Gewicht der Kleidung auf den Bügeln nicht länger stand halten…so lag diese Jacke auf einmal in meinem unmittelbaren  Sichtbereich….Okay – also langsam wird es Zeit, das sich da was tut mit dem Kleiderschrank.

 

 

Sprachlos – leider nicht rechtzeitig

Also heute war ich sprachlos, fassungslos…und im nachhinein ärgere ich mich, das ich nicht rechtzeitig meinen Mund halten konnte.

Wie die Chefs bei uns agieren…

– meine Chefin hat heute vor den Kollegen sehr klar gesagt: „Ich habe die Kollegen schon mehrfach gebeten das zu machen… sie machen es einfach nicht…was soll ich denn tun wenn sie es nicht machen“. Sie sagte es in meine Richtung, während die Kollegen um die es ging, mit in der Besprechung waren.

Ich weiß, sie hat es mit einem lustigen Unterton gesagt, aber der Rest des Satzes in meine Richtung war fast wehklagend….und  Fakt ist, die Kollegen haben das bisher tatsächlich nicht erledigt.

WAS ist das denn bitte für eine Aussage einer Abteilungsleiterin…was sagt sie damit: Ich gebe Anweisungen – aber keiner befolgt diese und ich bin nicht in der Lage das durchzusetzen….  OHNE Worte

Dann war ich in einem Meeting wo eine noch höhere Chefin mit einem Kunden telefonierte…wir anderen saßen fast nur stumm dabei. Diese Chefin hat einige Aussagen in Richtung des Kunden getätigt…da hab ich (leider) meinen Mund nicht halten können und einen Einwurf gemacht. Den hat sie etwas unwirsch zur Seite gewischt… Auf meine Nachfrage nach dem Telefonat,  das es so eigentlich nicht sein kann hat sie einen  Vortrag gehalten über Kundenbeziehungen  und das das Einkäufer ja nicht interessiert was wir brauchen usw….

hmmm ja – das hab ich ja auch alles verstanden…trotzdem ist diese Vorgehensweise nicht ganz korrekt. Aber …

das hat sie nicht gelten lassen….und mit einer weiteren Frage zur Handhabung bekam ich  dann nur ein: Nicht weiterfragen – das ist ein ganz heikles Thema.

BOA – hätte ich doch bloß meine Klappe gehalten…aber auch so konnte sie  unschwer in meinem Gesicht lesen was ich davon halte…LOL.

Ich sollte sie einfach machen lassen…sie sitzen  am wesentlich längeren Hebel…und für die morgigen Besprechungen hab ich mir gleich mal Redeverbot erteilt…ich bin Teilnehmer, Zuhörer…und werde hoffentlich nicht mehr ungefragt meine Meinung abgeben.

Und eine Kollegin hat mir heute etwas neues gezeigt und erklärt…ich hab die Erklärung dann noch einmal in eine Kernaussage komprimiert und dann sagt die Kollegin: nein…. Ähmm doch: Entweder es ist richtig so und wenn es nicht so gemacht wurde, dann ist es eben falsch…Also ich würde zu kompliziert denken…. Aha….aber genau das hast Du doch eben gesagt…es MUSS so gemacht werden…und DARF nicht das andere enthalten…also also gibt es doch ein RICHITG oder FALSCH… ich war fast verzweifelt…aber wir sprechen scheinbar nicht dieselbe Sprache obwohl wir Beide Deutsch sprechen.

In den nächsten Tagen hab ich noch einige Meetings mit den Chefinnen  vor mir… eine gute Methode das Stummbleiben zu üben…manchmal fällt es mir schwer wenn ich etwas falsch oder unlogisch finde…nicht das ich mit meinen Annahmen immer richtig liege….

aber vom Mond komme ich ja auch nicht…obwohl  – manchmal habe ich schon  den Eindruck… so unterschiedlich sind die Ansichten und Vorgehensweisen….lol… Beam me up, Scotty….

 

 

Fitness im Studio

Ich war wirklich mal wieder im Fitnessstudio…meinen Knien geht es heute wieder besser…aber ich muss meine Muskeln endlich mal wieder richtig fordern…und nicht nur einseitig mit walken.

Ich war nur etwas mehr als 1 Stunde da…erst Aufwärmen mit dem Rudergerät…danach 1/3 Kurzhanteltraining für den gesamten Oberkörper, 1/3 Freitraining für Rücken und Bauch, 1/3 Knie stabilisieren und Dehnen aller Muskeln. Soo – mehr braucht es heute nicht. Ich hoffe ich komme jetzt wieder in einen regelmäßigen Rhythmus 2-3 Mal die Woche…

Sobald ich heute meine Back-Ziele erreicht habe (ich muss heute Kuchen backen), werde ich auf jeden Fall noch eine Runde im Wald walken…

Wieviel ICH steckt in meinem Leben

…jeder muss sich einen eigenen Weg für sein Leben suchen. Du kannst dich zwar umschauen wie es die Menschen links und rechts von Dir machen…aber niemand sagt Dir, das es für dich der richtige Weg ist.

Schlimmer als nicht zu wissen wo der eigene Weg entlang geht, ist, wenn man anderen einfach in ihrem Leben folgt…ohne ein eigenes Ziel zu haben….

…und dann wundere ich mich  tatsächlich nach Jahren, wie wenig von MIR  in meinem eigenen Leben steckt…

Es ist jetzt bereits das 3. Mal in meinem Leben, das ich so einen Lebensbruch vollzogen habe…und so erstaunlich das auch klingen mag…es war immer das gleiche Muster.

Und obwohl ich in meiner letzten langjährigen Beziehung schon viel mehr ich selbst war, als in den Beziehungen davor, hat es nicht ausgereicht dauerhaft dabei zu bleiben…denn es war sehr anstrengend mein ICH durchzusetzen….und leichter dem WIR zu folgen…zumindest für eine Weile.

Mit 51 Jahren und nach mehreren Beziehungen, eine davon hat fast 18 Jahre gehalten, meine letzte fast 9 Jahre, bin ich nun endlich in der Lage die wiederkehrenden Muster zu erkennen und kann meinen eigenen Weg  erkennen und gehe diesen jetzt…allein.

Für mein Leben gibt es keine Blaupause…und für mich keine Bedienungsanleitung – ich bin eigenwillig, öfter mal stur,  weiß was ich kann, ich weiß das ich vieles nicht kann, ich will vieles nicht mehr, was ich mal wollte und möchte einfach nur ich sein.

JA – das ist egoistisch….aber mal so richtig egoistisch…aber wem soll ich etwas vormachen? Na klar stelle ich mein Lebensglück in den Vordergrund…ich habe keine Kinder…und meine eigene Mutter hat ihr Lebensglück in den Vordergrund gestellt obwohl es uns Kinder gab….und mein Vater hat mal gesagt, sein ganzes Leben  lang hat er nie das gemacht, was er wollte….ein verpfuschtes Leben. Das sind meine Eltern…tolle Vorbilder oder?

Das Leben ist keine Generalprobe,, keinen Reset-Knopf…wir haben nur das Eine…und so schlimm es sich anhört…es könnte morgen schon vorbei sein…also lebe ich jetzt mein Leben und wenn es für andere unangepasst, egoistisch und merkwürdig ist dann soll mir das egal sein….es ist Meines…und das halte ich fest…solange es eben geht.

Damit wünsche Ich Euch allen einen schönen Sonntag…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was von alleine kommt…

…soll auch von alleine wieder verschwinden.  So mein Mantra wenn es um das eine oder andere Zipperlein  geht…Wenn es aber meinem Mantra nicht folgt…dann muss ich eben handeln.

Und so hab ich dann gestern Abend eine heiße Badewanne genossen…meine Knie fühlten sich danach schon besser an…noch eine Sportlersalbe drauf… und ab auf die Couch.

Das Fernsehprogramm hat mich  zwischendurch immer wieder  einschlafen lassen…es gab nichts, was meine Aufmerksamkeit fesseln konnte….Später hab ich dann noch weiter in aktuellen Buch  gelesen: „Permanent Record“ von Edward Snowden.

Seine Geschichte ist dabei ähnlich vollgepackt wie damals die Biographie von Hillary Clinton…lach…jeder einzelne  Satz überhäuft mit Daten und Fakten. Das macht es etwas mühselig beim Lesen….Die Biographie von H.Clinton hab ich nach ca. 1/3 des Buches zur Seite gelegt und nie wieder weiter gelesen.

Ich bin was Fernsehen und Filme angeht sehr wählerisch…meistens schaue ich Dokumentationen, Nachrichten, Verbraucher-Infos und Krimis. Dann gibt es ab und an noch ein paar gute Fernsehfilme oder Klein-Serien  und nur wenige Filme/Serien die mich beeindrucken.

  • ich mag überhaupt keine dieser Slapstick- Komödien…nur Blödelei
  • Komödien im allgemeinen sind oft so vorhersehbar in ihrem Witz und platt in der Handlung
  • Liebesschnulzen gehen auch nicht…immer mit Happy-End das ist gruselig
  • Horror geht gar nicht
  • Thriller mit einer logischen Handlung sind klasse
  • Krimis gehen auch fast immer
  • Dramen können oftmals gut sein
  • deutsche Fernsehfilme sind oft sehr gut…das weiß man aber leider meistens erst am Ende…oftmals können die sogar spannender sein als Krimis

Na auf jeden Fall hab ich tatsächlich gestern mal einen kompletten Abend zu Hause verbracht und hoffe das ich mich heute wieder ohne Einschränkungen bewegen kann…

Geplant ist für heute (endlich) mal ins Fitnessstudio zu gehen…muss mich ja neben der Ausdauer auch endlich mal wieder um den Muskelerhalt/-aufbau kümmern….sonst sind meine Beine zwar top…aber der Rest des Körpers ist untrainiert…die Muskeln bilden sich ja so schnell zurück…also Hanteltraining und Dehnen das ist der Sport des Tages…ansonsten muss ich heute 3 Kuchen backen….