Was ich überhaupt nicht mag, ist das aktuelle Gefühl privat unter Beobachtung zu stehen…
Sobald ich auf die Kommunikations-Versuche meines Ex-Freundes reagiere (ich hatte nur für die Information das meine Nachbarin über mir auszieht mit einem Dank geantwortet…die Info hatte ich ja selber schon.) , versucht er sofort nachzuhaken…als ob er denkt er hätte jetzt endlich wieder „Zugang“. Aber auf alle anderen Kommunikations-Versuche bleibe ich stumm…ich hab ihm dann noch einmal aufgefordert endlich damit aufzuhören oder ich würde ihn bei Whatsapp sperren.
Daraufhin hat er mir eine Mail geschrieben…und der Inhalt zeigt leider das er die Trennung immer noch nicht akzeptiert und er immer wieder Spaziergänge ums Haus macht um auf meinen Balkon und in mein Wohnzimmer zu schauen.
Na prima…jetzt fühle ich mich nicht mehr wohl auf meinen Balkon….fühle mich beobachtet und ich lasse wieder öfter und schneller die Rollladen runter wenn ich abends im Wohnzimmer sitze.
Natürlicth lasse ich mich nicht von meinem Balkon vertreiben…aber ich hab mich jetzt etwas anders plaziert…so bekomme ich es zumindest nicht immer mit ,wenn er hier rum läuft. Ich möchte mich nicht ständig beobachtet fühlen…und ich möchte auch keine Nachrichten mehr erhalten.
Da er normal freundliche Antworten nur als Aufforderung sieht weiter damit zu machen, war meine letzte Antwort (und das war definitiv meine Allerletzte Antwort auf Irgendetwas) unfreundlicher formuliert…. Ich bin nicht für sein Glück oder Unglück zuständig und er solle sich jetzt endlich mal zusammen reißen.
Ich überlege seit einiger Zeit meinen Blog hier still zu legen :-(, da er ja leider meinen Blognamen kennt…und ich weiß er liest ab und an mit….Aber alles was ich hier schreibe bringt ihn nicht zu der Einsicht, das es keinen Zweck mehr hat…ich liebe meine neu gewonnene Freiheit und die Unbeschwertheit die so langsam wieder in mein Leben kommt.
Ich kann mich aber noch nicht dazu durchringen den Blog aufzugeben….und unter einem anderen Blognamen neu anzufangen…oder gar die Plattform zu wechseln…Das wäre nur die letzte Maßnahme…wenn es gar nicht anders geht….Es bleibt eine Option..
Kategorie: Allgemein
meine Arbeit – mag ich /mag ich nicht
Und auch diese Woche ist vorbei….haha und langsam spüre ich Veränderungen die auf mich zukommen…
– Ich spüre eine Tendenz der Chefs mich nicht mehr mit neuen Themen zu betrauen … nicht um mich zu schützen oder um es mir leichter zu machen…sondern aus der Notwendigkeit heraus, das ich auch in den letzten knappen 2 Monaten meinen Job mache und meinen Nachfolger noch einarbeite. Irgendwie fürchtet meine Chefin ich könnte jetzt noch mal krank werden oder mich krankschreiben lassen um dem Druck zu entgehen.
Anders kann ich es mir nicht erklären, das mir mal so nebenbei mitgeteilt wird, das wir aus Energiesteuer-Gründen jetzt für eine der vier Gesellschaften NOCH einen Jahresabschluss machen müssen für einen gewillkürten Zeitraum von 9 Monaten. Rückwirkend per 30.06. Ich aber aus dem Abschluss „weitest gehend“ herausgehalten werden soll, wenn jetzt die Wirtschaftsprüfer kommen um den zu prüfen. Naja…außer wenn es um ein paar Rechnungen geht…oder um evtl. Saldenbestätigungen. AHA ! Na da bin ich aber gespannt.
– Immer öfter bekomme ich von Andern zu hören…das braucht Dich ja nicht zu interessieren oder „Wenn ich Du wäre – würde ich mich jetzt nicht mehr anstrengen“. AHA – aber meine Arbeit muss ich ja trotzdem machen…also ganz so einfach funktioniert das dann doch nicht…
– Aber natürlich denke ich bei manchen Themen inzwischen: Prima – ich brauche den nächsten Quartalsabschluss nicht mehr zu reporten ….und damit gibt es ein paar Aufgaben die ich so NIE wieder machen muss…und das freut mich.
Eigentlich mag ich alle meine Aufgaben, ob sie nun zu meinem Kerngebiet gehören oder nicht…ich mag auch die langweiligsten und blödesten Aufgaben….Es gibt aber genau EINE Aufgabe die ich ABSOLUT NICHT mag und ich habe auch nur wenige Male versucht diese Aufgabe/Datei tatsächlich zu verstehen, aber es konnte mir keiner wirklich erklären…NEIN – ich finde es absolut unlogisch und überhaupt nicht nachvollziehbar…aber jedes Quartal quäle ich mich durch diese Datei und „bastel“ so lange daran rum, das alle Quer-Checks aufgehen. Es ist das „Package“ das für IFRS Zwecke 3 verschiedene Bilanz-Arten in 2 Spalten gegenüberstellt und daraus Steuern errechnet, die wir dann doch nicht buchen sollen, weil am Ende wieder alles auf Null gestellt wird.
Hier rufe ich laut HURRA – per 30.06. hab ich es wieder so hin bekommen, das alle Checks auf OK stehen…. Und das war jetzt das letzte Mal.
– Andererseits werde ich jetzt gepuscht um noch 2 der großen noch nicht abgeschlossenen Projekte die uns die Konzernmutter aufgebürdet hat, jetzt endgültig umzusetzen…. Nun für eines der Projekte hab ich in dieser Woche erst die letzten Anweisungen und Daten für das neue Programm erhalten und habe mich in den letzten Tagen mit den Anleitungen dazu und den Nachfolge-Auswertungen beschäftigt…Montag muss ich zum Rapport um zu berichten ob alles noch in diesem Monat live gehen kann (für interessierte Leser oder Kenner der Materie: IFRS16 Bilanzierung von Leasingverhältnissen). Der Programm-Hersteller der für uns eine Lösung programmiert hat, ist bereits ½ Jahr im Rückstand und vorgestern hab ich erst meine Zugangsdaten erhalten…Die Vorarbeiten zum Ermitteln der Grunddaten sind jetzt fast 2 Jahre her und war bis gestern eher eine „Black-Box“.
Na aber immerhin hab ich kapiert was wir brauchen um das Programm zu füttern, wie wir das Programm jetzt benutzen sollen und wie wir das Ergebnis dann in SAP verbuchen müssen…Eigentlich solle es einen automatischen Upload geben…hahaha- das haben die aber nicht geschafft.
Aber ich bin zufrieden ins Wochenende gegangen….ich hab anhand einer meiner Gesellschaften das komplette Prozedere einmal durch gespielt und verstanden…und ich kann den Chefs mitteilen: die Umsetzung wird bis Ende Juli fertig sein…im nächsten Monat werde ich das dann gleich meinem Nachfolger vermitteln.
Für das letzte (oder auch das LETZTE) Projekt innerhalb des Konzernumbaus kommen nur bruchstückhaft die Anweisungen per Mail…aber immer noch fehlen die Daten dazu…Bis Ende September muss alles fertig sein…na da bin ich ja mal gespannt ob ich das noch mitbekomme….GRINS…
Aktueller Countdown:
Verbleibende reguläre Arbeitstage: 40 ./. 2 = 38 Tage
kurzeitiges Abenteuer – ohne Wohnung
Na zumindest hab ich gestern mein Auto in Bewegung gebracht.
Wieder in die norddeutsche Kleinstadt die mein neues Zuhause wird, 500 km im Auto ….ganze 7,5 Stunden war ich unterwegs….von Frankfurt bis Salzgitter lief alles reibungslos….ab da ging es nur noch im Schneckentempo:
Baustelle – Unfall – Baustelle – Unfall – Baustelle……
Meinen Zeitpuffer von 2,5 Stunden (also für Pausen und Staus eingerechnete Extra-Zeit) habe ich bis auf 4 Minuten aufgebraucht….also ich war gerade noch PÜNKTLICH zur Wohnungsübergabe. Da war tatsächlich eine mühselige Fahrt .
Bei der Begehung zur Protokoll-Erstellung hab ich gesehen wo ich noch mit der Farbrolle rüber muss: Vor allem im Wohnzimmer an den Schrägen wo meine Couch hinkommt…das mache ich dann noch rechtzeitig bevor die Möbel anrollen.
Mit meiner neuen Vermieterin hab ich mich nett und entspannt unterhalten…..ich darf auch auf dem Balkon grillen, wenn ich es nicht übertreibe (also nicht täglich), ich darf mein Vogelhäuschen aufstellen (Sie hat selber eines) und ich darf auch meine Wäsche auf dem Balkon trocknen. Für mein Fahrrad hat sie mir den Schlüssel zum Gerätehäuschen gegeben.
So hier läuft also alles.
Und in den letzten Tagen habe ich auch die Einzelheiten zur Übergabe meiner jetzigen Wohnung geklärt…Die Nachmieterin übernimmt die Waschmaschine und noch ein paar Dinge auf die wir uns geeinigt haben. Auch der Termin der Wohnungsübergabe ist zwischen den Vermietern, der Nachmieterin und mir geklärt…ebenso wer was wann zu zahlen hat. Meine Sorgen in dieser Hinsicht lösen sich langsam in Wohlgefallen auf…
Bis auf….
Ich hab in meiner gesamten Planung tatsächlich EINEN Fehler gefunden….Für die Übergangszeit zwischen Wohnungsübergabe und letztem Arbeitstag hab ich ja eine Ferienwohnung angemietet….dabei habe ich aber übersehen das mir für die 1 .Nacht zwischen Wohnungsübergabe und Bezug der Ferienwohnung eine Nacht fehlt…
Wie blöd…..
…na und damit ich nicht eine Nacht im Auto schlafen muss …. GRINS– hab ich kurzerhand ein Hotelzimmer für eine Nacht gemietet…Es scheint zu der Zeit auch keine Messe zu sein…das Zimmer ist bezahlbar, um nicht zu sagen günstig (da ich dort öfter schon Zimmer für unsere Wirtschaftsprüfer buchen musste, weiß ich wie teuer die sonst sein können).
Ich werde also wie ein Nomade alle meine Sachen die ich NICHT mit dem Umzugswagen gen Norden schicke, in meinem Auto mitführen…das Auto bleibt für diese eine Nacht in der Firmen-Garage und nur mit einem kleinen Koffer gehe ich dann ins Hotel….Für die dann folgenden Wochen werde ich eine Ferienwohnung beziehen…dafür hab ich dann die entsprechenden Dinge in meinem Auto. Alles war man für ein paar Wochen braucht.
Klingt umständlich? Ich finde es lustig und auch spannend…und zu guter Letzt spare ich auch noch Geld UND es ist komfortabler als in einer leeren Wohnung zu leben. Meine Möbel müssen ja wie schon geschrieben schon etwas früher umziehen, damit es mich finanziell nicht umhaut.
Wieder in Bewegung kommen
Die Tage die ich jetzt Zuhause geblieben bin um mein Bein zu schonen, waren tatsächlich sinnvoll, gearbeitet habe ich halbe Tage von der Couch aus. Ich kann das Bein inzwischen soweit beugen, das ich eine Treppe fast normal hoch und runter gehen kann, die Schwellungen klingen ab und auch der Bluterguss scheint sich aufzulösen…die Schürfwunden heilen langsam ab.
In den letzten Tagen war ich allerdings etwas müde und antriebsarm…was einerseits bestimmt am Heilungsprozess lag und andererseits am Bewegungsmangel.
Ich bin es ja gewohnt ständig herum zu wieseln. Es fehlen mir die Spaziergänge/Walken im Wald, das ständige herumlaufen in der Wohnung….das Fitnessstudio…
Ich brauche BEWEGUNG!!
…und natürlich juckt es mich ja auch in den Fingern nun endlich weiter meinen Hausstand in Kartons zu verstauen.
Ich werde mich heute Nachmittag etwas fordern und mache einen Spaziergang…NEIN nicht im Wald, NEIN nicht joggen…nur einen Spaziergang im Ort….ganz unspektakulär – gemächlich wieder etwas in Bewegung kommen.
Ins Fitnessstudio gehe ich noch nicht…kann weder die Cardiogeräte nutzen, noch „Boden-Gymnastik“ machen, kann mich noch nicht hinknien…und für den Oberkörper, Bauch und Rücken kann ich auch zuhause etwas tun…dann sieht auch keiner wie umständlich und mühselig ich mich vom Boden erhebe…..lach….
Also hoch jetzt…und BEWEGE Dich endlich
Mieter-Wechsel Update
Zuhause ist es jetzt tatsächlich ruhiger geworden.
Die Nachbarin über mir (s.Mieter-Wechsel ) ist jetzt tatsächlich schon ausgezogen und so kann ich auch in der Wohnung die Stille geniessen…kein Geduddel der Musik mehr, kein Klavierspiel, kein Rumgeschiebe der Stühle…was für eine Wohltat. Allerdings wird sie noch ab und an durch den Garten patroullieren – ähmmm durch den Garten laufen und nach dem Rechten schauen, da ihre Wohnung voraussichtlich ab September vermietet wird (das zumindest hat sie gesagt).
Und inzwischen weiß ich auch wer mein Nachmieter hier wird…es ist die junge Dame die sich die Wohnung als 1. angeschaut hat. Darüber freue ich mich, weil sie auch von weit weg herkommt…und ich weiß wie nervig die Suche über hunderte-KM sein kann und sie ja auch bereit die Waschmaschine zu übernehmen.
Nun hat sie sich bei mir gemeldet wegen der Übernahme… ich hoffe das klappt auch….
die Wichtigste Frage ist ja auch noch ungeklärt: zu WANN sie die Wohnung übernehmen will. Aktuell warte ich auf ihre Rückmeldung .
Mit ein bisschen Glück klappt alles zu unser beiderseitigen Zufriedenheit.
Zwangsweise Zuhause
Montag war ich arbeiten…konnte aber nur extrem langsam laufen und sitzen ging nur mit ausgestrecktem Bein, jedes Aufstehen und Hinsetzen war schmerzhaft.
Wie immer wenn ich mal krank/verletzt bin, ist es zum Monatsabschluss…naja, okay beim Arzt hab ich erst für den Nachmittag einen Termin bekommen, also hab ich bis dahin gearbeitet.
Dann aber hat die Ärztin sich wirklich Zeit genommen um genau zu prüfen ob meine Kniescheibe gebrochen, gesplittert oder sonst etwas ist…ist sie zum Glück nicht. Dafür hat jede ihrer kleinen Abtastungen seehr weh getan…boa…unglaublich.
Ich habe eine ausgeprägte Prellung oberhalb des Knies und einen Bluterguss IM und unterhalb des Knies. Hab noch mal Glück gehabt.
Ja ich soll das Bein ruhig halten, wenig rumlaufen, hoch lagern und kühlen….und damit hat sie mich bis Ende der Woche krank geschrieben.
Was auch sehr unangenehm ist sind die Schürfwunden, vor allem die großflächige am Ellenbogen …man außer Zahnschmerzen kann ich Schmerzen eigentlich ganz gut ertragen…aber so eine große Wunde ist ja echt schmerzhaft….die am Bein sieht viel schlimmer aus, die ist sogar tiefer…tut aber nur halb so viel weh.
Egal….ich bin also Zuhause und arbeite im Liegen nur so viel wie unbedingt nötig um heute die Daten abgeben zu können… Meine Chefin war wirklich besorgt (hmmm sie sagt zwar wegen mir – ich glaube aber eher wegen unseres Abschlusses J)
Die Schmerzsalbe macht mich komischerweise müde…aber egal, ich kann ja schlafen wenn ich möchte….Couch ich komme. Erholung ist angesagt.
…und schwuuups – die 2.
Ohhh man…nachdem ich einen angenehmen Morgen und erfolgreiche Stunden im Büro verbracht habe, bin ich noch in den Wald gefahren…Turnschuhe und sporttaugliche Klamotten hatte ich an…also hab ich gaaanz langsam angefangen zu joggen…
Joggen ist eigentlich nicht so meine Disziplin…aber durch die Erfahrungen im Pilates hab ich weniger Probleme mit dem Fuß… es (also ich ) lief prima…meine Kondition ist ja da…also bin ich locker die Wege entlang gejoggt…bis …. Ohhh man das ist echt peinlich….
bis….auf einem der schmalen Wege lag ein Baumstamm quer, Durchmesser ca.20cm und ich hab noch gedacht, prima…dann spring ich halt drüber…muss nur das linke Bein hoch genug ziehen…lach…
Dumm nur, das ich aus irgendeinem Grund die Entfernung zu kurz …oder meine Beinlänge zu weit geschätzt habe…das linke Bein war wieder am Boden…aber immer noch VOR dem Baumstamm…und zwar so nah, das ich das rechte Bein nicht mehr heben konnte…mein Vorwärtsdrang war aber ungebrochen und so bin ich mit beiden Beinen vor dem Baumstamm abrupt zum stehen gekommen, und bin mit dem Körper über den Baum auf dem Waldboden gelandet….
Es ist unglaublich…da lag ich dann…mein linkes Bein hat dieses Mal massive Schürfwunden, ebenso der linke Ellenbogen, die beiden Handballen haben nur wenig abgekommen….aber oberhalb meines rechten Knies hab ich jetzt eine Prellung…Grummel….ich kann laufen,, aber nur schwer das Bein beugen…
Also bin ich langsamen Schrittes zurück zum Auto, habe die offenen Wunden gesäubert und bin nach Hause gefahren…hab noch einmal die Wunden gesäubert, Wund-und Heilsalbe drauf…dann das rechte Bein mit Sportsalbe eingerieben und mit Coolpacks gekühlt….soooo
Langsam bekomme ich Übung darin…na gut…wie gesagt Laufen geht langsam…mal sehen wie es Morgen funktioniert. Wenn es nicht geht, gehe ich dann doch erst mal zur Hausärztin.
Paradox: Heute Nachmittag ist wenigstens mein Blutdruck NORMAL…. Sooo jetzt sitze ich hier und muss über mich selber lachen…Also das war keine Absicht mich selber zu verletzen, aber das war jetzt das 2.Mal kurz hinter einander – Sport ist doch Mord…zumindest wenn ich Dappchen-Dooff unterwegs bin….
Loslassen – Verantwortung / Job
Hier ist das Wetter heute trübe, leicht windig und bei 16 Grad auch noch etwas frisch am Morgen…seit kurz nach 6 Uhr sitze ich in eine Decke gemummelt auf dem Balkon mit Kaffee und Laptop…wenn nachher die Kirche anfängt – fahre ich ins Büro.
Muss mir für Morgen unbedingt (wie am Freitag beschrieben) einen Zeitpuffer erarbeiten, damit ich in den kommenden Tagen nicht durchdrehe.
Die Schmerzen in der Brust waren dann tatsächlich am Samstag wieder fort. Ich schlafe aber schlecht und der Blutdruck (huuuch ich hab ja insgesamt 3 Blutdruck-Messgeräte, eines davon defekt) ist trotz Medikamente und Bewegung einfach zu hoch.
Bis Mittwoch werde ich den Halbjahres-Abschluss durchziehen (Termin-Abgabe).
DANACH, ab dem 18.07. werde ich meine Arbeitszeiten auf NUR noch 40 Stunden reduzieren…das nehme ich mir jetzt ganz fest vor – und wenn die Arbeit nicht fertig wird- dann wird sie eben nicht fertig. SO !!!
Das habe ich mir zwar schön öfter vorgenommen …aber die letzte Woche hat mir wieder einmal gezeigt wie fragil Nervenkostüm und Herz/Blutdruck bei mir sind.
Ich muss mich so langsam von der Verantwortung lösen….auch wenn ich noch 2 Monate zu arbeiten habe. Wie andere ihre Teenager-Kinder loslassen müssen, muss ich meine Mitarbeiter und meine Arbeit los lassen.
Ich muss mich davon lösen, das alles so weiter laufen MUSS, wie ich es die letzten Jahre gemacht habe. Die werden es anders machen und es kann trotzdem funktionieren…denn wir können immer MEHR wenn wir MÜSSEN.
Also das ist mein Ziel: Arbeitszeit normalisieren … und die Anderen einfach machen lassen…das geht natürlich nur dort, wo ich dem Neuen nicht noch weitere Aufgaben übertrage. Und wenn im nächsten Monat mein Nachfolger kommt – dann werde ich noch viel erklären müssen.
Um meiner Gesundheit-Willen werde ich jetzt los lassen….aber das muss ich mir auf einen Zettel notieren und an den Bildschirm-Rand kleben – als Mantra, das ich es nicht wieder vergesse…lach.
Ein Leben Verpacken – vom Suchen und Finden
Gerade erst jagten sich 3 Eichhörnchen die Bäume rauf und runter….und nun sind sie bei mir auf dem Balkon…jeder lauert auf den Anderen und auf das Futter….und auf einmal ist es wieder sehr still…man hört nur noch leise Fressgeräusche…jeder in einer anderen Ecke des Balkon.
So gegen Ende des Monats werde ich das Füttern der Vögel und Eichhörnchen langsam reduzieren…damit sie sich daran gewöhnen, noch mehr andere Futterquellen anzusteuern.
Von den insgesamt 4 Eichhörnchen werden sowieso nur 1-2 hier blieben….ich hab gelesen das dieses spiralförmige um die Bäume jagen territoriale Kämpfe sind….und die Nicht-Gewinner werden sich bald ein anderes Revier suchen. Ach diese kleinen frechen Racker werde ich vermissen.
Das mit den Umzugskartons gestern hat geklappt…Nun hab ich 30 Kartons die so langsam gefüllt werden wollen…und obwohl ich es anders geplant hatte, hab ich auf einmal ganz langsam angefangen, die ersten Kisten aufzubauen und zu packen…. Bücher, CDs, Deko-Kram….alles was ich nicht zum täglichen Leben brauche…und gleichzeitig reduziere ich immer mehr.
Ich bin ja in meinem Leben schon sehr oft umgezogen. Allein in Hessen ist das hier in Schnöselhausen die 8. Wohnung in 17 Jahren…davon habe ich fast 10 Jahre in einer kleinen Wohnung ohne Balkon in Frankfurt-Rödelheim gelebt…und als Kind „wurde ich oft umgezogen“…mein Vater war damals bei der Marine und da hieß es öfter: Kisten packen und los und auch als Jung-Erwachsene bin ich nach dem Auszug zuhause 5 Mal umgezogen…so insgesamt bin ich in meinem Leben 16-18 Mal umgzogen….so ganz bekomme ich die Umzüge aus meiner Kleinkinderzeit nicht mehr zusammen.
Ich finde es faszinierend wenn jemand in meinem Alter noch nie seine Stadt verlassen hat um woanders zu wohnen…und beneidenswert wenn von Freundschaften aus Kindertagen geredet wird…während ich quer durch die Republik von Norddeutschland, nach NRW, nach Hessen und jetzt zurück nach Norddeutschland meinen Hausstand verlagere.
Obwohl ich kein Freund von Veränderungen bin, habe ich diese doch immer wieder gesucht…und es gibt in all meinen Umzügen eigentlich nur 2, die ich im Rückblick als unnötig und belastend empfinde (Gambach und Sachsenhausen).
Ich sag zwar ich bin kein Freund von Veränderungen, aber irgendwie stimmt das ja auch nicht…ich bin nicht nur oft umgezogen, ich habe meinem Leben schön öfter komplett neu-geordnet.
– Erst gab es die Zeit da musste ich mich beruflich finden und festigen: einmal Karriere hin und zurück
– Dann war ich auf der Suche nach Mir selbst: Was und Wer bin ich eigentlich außerhalb meines Jobs
– Dann gab es die Zeit da war ich auf der Suche nach Halt und Geborgenheit: auf der Suche nach Liebe, Freundschaften und dem Gefühl irgendwo hin zu gehören
– Und jetzt bin ich auf der Suche nach der Balance zwischen Job, Gesundheit und Freizeit
Die Erkenntnisse aus dem Rückblick auf mein Leben: Ich brauche nicht mehr viel zu suchen, denn ich hab fast alles gefunden…es fehlt jetzt nur noch die Balance und die hole ich mir mit dem nächsten Umzug.
Interessant ist, so einiges was ich gesucht und gefunden habe, brauche ich heute nicht mehr…lach aber das ist eine Erkenntnis des zunehmenden Alters.
Schuss vor den Bug
In Niedersachsen haben ich eine Rheinische Frohnatur als Kollegen…wenn es unsere Zeit erlaubt, telefonieren wir mal ein paar Minuten länger um zu plaudern…in den letzten Monaten blieb dazu bei uns Beiden keine Zeit.
Er ist ein wirklich klassischer Rheinländer, gesellig, fast immer gut gelaunt, lebenslustig und immer für ein Schwätzchen und „lecker Bierchen“ zu haben…Und er hat als Werksleiter in Niedersachen eine Anlage zu betreuen, die 365-Tage im Jahr laufen muss…Einen Ausfall darf es nicht geben – und in den letzten Jahren gab es mehr als eine brenzlige Situation. Das ist eine Menge Verantwortung und jede Menge Stress.
Mit Anfang 50 bekam er einen Schuss vor den Bug….seine Lebensweise mit viel Rauchen, noch mehr Bier und reichhaltigem Essen hatte Spuren am Körper hinterlassen…die Folge: Herzinfarkt – mit anschließender OP am offenen Herzen und langwierige Reha.
Danach hat er sein Leben radikal geändert: Hat gleichzeitig mit dem Rauchen aufgehört, massiv abgespeckt und mit dem Joggen angefangen….Sein Ziel war tatsächlich einen Marathon zu laufen. Danach war kaum wieder zu erkennen (also optisch).
Seine gute Laune hat er trotz allem nicht verloren und er hat sich im Laufe der letzten Jahre ganz gut von all dem erholt.
Beim Telefonat in dieser Woche meinte er, warum ich nicht bis Nov. 2020 mit meiner Kündigung gewartet habe. Ähmmm WARUM?
Und dann hat er mir seinen Plan erläutert:
Im Nov. 2020 wird er 58 Jahre alt und zu dem Zeitpunkt hört er auf zu arbeiten… Nein kündigen wird er nicht, aber einen Aufhebungsvertrag möchte er mit der Firma machen, dann wird er sich für 2 Jahre arbeitslos melden…und dann geht er mit 60 Jahren in Rente. Damit hat er seine 45 Jahre arbeiten zusammen, das Häuschen ist abgezahlt, aus alten Zeiten hat er noch eine „Alt“- Pensionskassen-Zusage die weit über das hinaus geht was wir heute bekommen, als Werksleiter gehört er bestimmt zu den Besser-Verdienenden, dazu das Gesparte. Seine Frau und er möchten dann noch die gemeinsame Zeit intensiv leben.
Ich finde das ist ein schöner Plan…und ich drück Ihnen die Daumen, das alles so klappt wie sie sich das vorstellen….denn auch bei ihm steigert sich die Unzufriedenheit über die Entwicklungen innerhalb der Firma. Sein Glück ist nur, das er weit von der Zentrale entfernt ist und diese „Exklave“ in Niedersachsen ein weitest gehend eigenständiger Betrieb ist.
Die Einladung hab ich jetzt schon von mehreren Kollegen aus dem Betrieb….wenn ich das nächste Mal auf dem Weg nach Pinneberg quasi direkt an dem Werk vorbei fahre, soll ich doch mal auf einen Kaffee vorbei kommen.