Einer von 3 Musketieren geht heim…

Nun haben wir also meinen lieben Kollegen in die Rente verabschiedet, d.h. die offizielle Verabschiedung hat statt gefunden….Morgen kommt er noch einmal um seinen Schreibtisch zu räumen und um sich persönlich zu verabschieden.

Seit Jahren ist er einer der Wenigen mit denen ich einen engen Kontakt pflege, auch wenn ich seit einiger Zeit feststellen musste, dass sich alles nur noch um die nicht erhaltene Anerkennung seiner Chefin drehte. Es wurde langsam schwierig in der privaten Kommunikation. Ich hab mich deshalb schon etwas zurückgezogen.

Und ich konnte  in den letzten Wochen meinen eigenen Frust  z.B. über seine direkten Kollegen nicht mehr loswerden….er hat das schon nicht mehr hören wollen….das kann ich zwar gut verstehen, hat mich aber doch etwas getroffen.

Nun gut dann stehe ich eben schon jetzt alleine da…. JETZT sowieso… Der Nachfolger meines Kollegen ist zwar nett, aber seine Art harmoniert nicht so ganz mit Meiner….es gibt nur noch Einen der zu unserem Dreier-Bund dazu gehört…und der ist eben räumlich weiter weg.

Der 3. Musketier in unserer Gruppe war auch bei der Verabschiedung und ich hab mich gefreut, dass er aus NRW  extra zur Verabschiedung des Kollegen gekommen ist….und er hat noch zwei Kolleginnen mit gebracht.

Eine davon liegt mir besonders am Herzen. Obwohl wir uns bisher in den letzten Jahren nur ganz selten gesehen haben  und auch mehr unregelmäßig (nur bei entsprechenden Projekten) telefonischen Kontakt hatten, sind wir uns trotzdem sehr nahe…Von Anfang an, war es ihre unkomplizierte Art die es mir leicht machte, sie in mein Herz zu schließen.

Die offizielle Verabschiedung verlief echt so  reibungslos, das einem schlecht werden konnte (Entschuldigung). Seine Chefin las die Rede wie engagiert und lustig er war und wie sehr sie ihn schätzt, vom Blatt ab…wenn auch nur die Hälfte von dem Vorgelesen stimmt, dann waren unsere Unterhaltungen in den letzten Jahren scheinbar am Thema vorbei…GRINS….Der so hoch Gelobte hat sich dann brav bedankt und nur eine ganz kurze Ansprache gehalten.

Ich werde ihn echt als kompetenten und engagierten Kollegen vermissen….und ich gönne ihm noch viele unbeschwerte Jahre….

Weihnachtsmarkt – Teil II 1/2

Das Beste war gestern auf dem Weg auf die Frankfurter Zeil.

Wir hatten das Auto bereits abgestellt und beim Schlendern durch den Anlagenring kamen wir an der Rückseite eines Hotels vorbei und man konnte über einen normalen Weg (kein gesperrter Privatweg) dort hin gehen und auf der anderen Seite dann weiter den Weg in Richtung Fußgängerzone nehmen. Also kein abgesperrter Berich…

…und dort war im Hof ein kleiner Weihnachtsmarkt aufgebaut…bestimmt 6 Buden, ein paar Stehtische, Weihnachtsmusik, einige Leute mit Essen und Trinken, es wirkte so klein, gemütlich und friedlich …wir entschieden uns HIER eeinen Glühwein zu trinken …ich also an den Stand: 2 Glühwein bitte und zückte dann einen Geldschien…

Die 3 jungen Leute an dem Stand waren sehr freundlich und meinten, da hätten wir uns wohl auf einen privaten Weihnachtsmarkt gemogelt….aber den Glühwein würden wir trotzdem bekommen, denn das würde jetzt hier nicht auffallen …und schwuups standen die 2 Gläser vor uns….ohne Bezahlung.

Wir haben uns freudig und freundich bedankt, uns an einen der Tische gestellt und den Glühwein genossen.

Irgendwie hat dieser Glühwein so viel  besser geschmeckt als so manch anderer, obwohl er es  wahrscheinlich gar nicht war… aber es war diese besondere Zutat: Menschliche Freundlichkeit und ein unverhofftes Geschenk… und sehr wertvoll.

 

Weihnachtsmarkt – Teil II

Der zweite Versuch einen Weihnachtsmarkt zu besuchen fand dann am nächsten Wochenende bei uns im Ort statt. Ein über die Grenzen des Ortes hinaus für seine Gemütlichkeit bekannter Weihnachtsmarkt….wir waren Samstagabend dort und ich fand es toll….

jaaaa bis ich mich in einer sehr engen Gasse nahe einer Panik befand…..es war einfach zu voll…und da verliert sich die Gemütlichkeit ganz schnell…außer den Menschen und den Ständen mit Würstchen und Glühwein konnte ich keinen Einzigen der Stände wirklich betrachten….Es schien als ob es mehr Touristen als Einheimische gab…und das ist schon erstaunlich….denn wir sind nicht in Frankfurt.

Der Glühwein war zwar für einen guten Zweck…man konnte soviel bezahlen, wie es einem Wert war…solche Aktionen finde ich klasse, aber um wirklich gut zu schmecken  hatte der Glühwein aber eindeutig zuviel Gewürzte oder zu wenig Wein für die Menge an Gewürzen…je nachdem wie man e betrachtet.

Das Würstchen war lecker und auf den Crepe als Nachtisch musste man seeehr lange warten.Die Crepe-Macher schienen das noch nie gemacht zu haben…lach…und dementsprechend unsicher und langsam wurde hantiert…aber der Crepe war lecker…naja…also mit Zimt und Zucker kann man ja eh nicht viel falsch machen ….

Und dann der lange Spaziergang den wir durch unseren Ort gemacht haben, war wirklich schön…ich liebe  die Kälte und die Dunkelheit und dann all die liebevoll gestalteten Lichter und Deko…es liegt schon eine gewisse Ruhe über allem….es war ein gelungener Abend….

Weihnachtsmarkt – Teil I

Zu den angenehmen Dingen in dieser Zeit gehören die Weihnachtsmärke.

Auch wenn ich den Frankfurter Weihnachtsmarkt bisher nur einmal mit meinem Schatz besucht habe, gab es das schöne Ritual: Zuerst ein Würstchen/Schweinesteak und dann 1-3 Feuerzangenbowlen.

Der Frankfurter Weihnachtsmarkt ist schön…und groß….aber bisher habe ich nur diese notwendigen Dinge „erledigt“…und schon kurz nach der 2. Feuerzangenbowle hab es mal wieder Unstimmigkeiten über ….jaaaa…..hmmm….über: Warum Menschen tatsächlich mit einem Kamerastativ über den Weihnachtsmarkt laufen…ist das nun Show und Wichtigtuerei oder einfach nur ernstgenommenes Hobby.

Darüber kann man streiten? Ohhh ja  – das kann man….und man kann sogar darüber streiten warum es zu diesem Streit kam – jawohl…..und das taten wir dann auch. Während mein Schatz der Meinung war,  der Alkohol hätte mich „mal wieder“ streitfähig gemacht, war ich der Meinung seine übertrieben gehässigen Meinungen über andere Menschen und fehlende Toleranz führten dazu….brachte uns um einen schönen Abschluss für diesen Abend.

Alle Jahre wieder – Dezember

Der Monat Dezember ist für mich Arbeit pur. Erst der November Abschluss am Anfang, dann eine Chefin die extrem unter Druck steht, ich hatte die Einzel-Jahresendgespräche mit meinen Mädels, die permanenten Vorbereitungen für das Jahresende, die Firmen-Weihnachtsfeier mit Verabschiedung eines Geschäftsführers, die Verabschiedung eines lieben Kollegen, die Vorprüfung durch den Wirtschaftsprüfer….

..und wie immer: de Stress und die Hektik durch Kollegen, Lieferanten und Kunden die ebenfalls den Jahresabschluss vorbereiten und jetzt vieles auf den Tisch bringen.

Ich versuche es in jedem Jahr auf´s Neue und bin bis Ende November immer wieder guter Dinge das in DIESEM Jahr der Dezember entspannter wird….aber wenn es mal nicht an mir liegt, dann liegt es den Anderen….

Und was ist bitte schön nach 10-12 Stunden noch am Abend besinnlich? Na gut, die Kerzen, die weihnachtlich geschmückten Wohnungen, der fertige Kaffee von meinem Schatz mit meinen selbst gebackenen Keksen…also schon etwas…

Aber eigentlich will ich mich nur ausruhen und wenn`s geht schlafen. Zumal ich auch in diesem Monat wieder 3-4 Tage hatte, an denen ich mich grippig gefühlt habe…(eisekalt – danach warm, Herzrasen, Kurzatmigkeit, Schlappheit, Gliederschmerzen)…und auch in diesem Jahr ist es wieder genau in der Woche in der die Weihnachtsfeier stattfand…also das muss ich mal beobachten…Heute geht es mir endlich wieder gut…und an diesem Wochenende hab ich auch „Zwangsurlaub“ – Die IT schaltet an diesem Wochenende alle Server zu Wartungszwecken hab…da hilft alles toben und wüten nichts….na gut…dann eben ein freies Wochenende, das tut mir ja auch gut.

Das ganze Jahr arbeite ich auf den 31.12. eines Jahres hin….ich bin mir der Termine stark bewusst und fange extra früh an …und was passiert….letztlich bin ich dann doch überrascht wie schnell die Zeit dann tatsächlich vergeht und der Tag fast da ist….der Hauptteil der Vorbereitung musste bis diesen Freitag fertig sein, weil ab jetzt die meisten im Jahresend-Urlaub sind…

jaja auch in diesem Jahr kommt – trotz aller Vorbereitung – Weihnachten wieder „plötzlich und unerwartet…lach

Weihnachts-Leckereien

Obwohl die ganze Woche eher mühsam war, haben wir es uns gut gehen lassen…

Donnerstag haben wir mal unsere angestammten Pfade verlassen und ein anderes Restaurant besucht….das Taipan vereint ein klassisches China-Restaurant mit einem mongolischen Grill.  Seit Jahren wollten wir mal dahin und die Internet-Bewertungen waren jetzt nicht ganz so dolle.

Aber uns hat es gut gefallen….allerdings muss ich sagen auf den mongolischen Grill hätte ich verzichten können…es werden zwar aussergewöhnliche Dinge angeboten, aber die Qualität der Muscheln, Scampis und Lammkoteletts war nicht so dolle…zumindest das gebratene Endergebnis war für uns enttäuschend.

Das chinesische Essen dagegen war echt lecker…und ich liebe knusprig gebratene Ente…diese hier war knusprig und saftig…

Freitagabend ging es dann auf den Frankfurter Weihnachtsmarkt…ganz klassisch erst mal ein gerilltes Schweinesteak im Brötchen und dann ab zur Feuerzangenbowle….hmmm lecker…..also musst noch ein zweiter her und ich hab gefreut NICHT mehr Autofahren zu müssen….das hat mein Schatz übernommen.  Streit gab es schon vor der Autofahrt….na egal.

Und heute nun hab ich mit der Weihnachtsbäckerei angefangen. Zuerst mal Kokosmakronen…und das sollte aber eigentlich auch schon alles sein für heute…aber was macht man mit 4 übrig gebliebenen Eigelb???

RICHTIG … Vanille-Kipferl…. Beide Rezepte sind toll geworden…und sehen super aus…ganz im Gegensatz zu meiner Küche…seufz…. HILFE….ich hätte gern eine Spülhilfe…. Grins..

Nahe am Nervenzusammenbruch

Der  1. Dezember war so gar nicht mein Tag….Ich war einem kurzzeitigem  Nervenzusammenbruch ziemlich nahe…

Dabei hatte ich schon zwei Tage zuvor geahnt, das etwas in unserer IT ziemlich schief laufen wird… …es ging um mein User-Profil welches mir seit 10 Jahre in dieser Firma „gehört“ …das aber seit 9 Jahren der falschen Gesellschaft zugewiesen ist.

Das hat für mein tägliches Leben eigentlich nur minimale Auswirkungen und deshalb hab ich es auch nicht weiter verfolgt…bis nun insgesamt so einiges von der IT bereinigt wurde und ich IDIOT der IT  mitgeteilt habe,das da ein Laufwerk falsch ist.

Zuerst hat eine nette Kollegin aus der IT sich daran versucht und danach  hat dann nichts funktioniert…sie war ratlos und wollte alles zurück drehen…aber auch das ging nur halbwegs…okay mit dem „Rest“ an Unannehmlichkeiten konnte ich gerade noch so arbeiten.

Also hat sie das „Ticket“ weiter gegeben…und die haben mir dann am 30.11.  nach meinem Feierabend ein komplett neues User-Profil erstellt und am 01.12. ging…….. GAR NICHTS….

Ich konnte mich zwar anmelden, aber alles was mal irgendwie für mich angepasst wurde war weg…einschließlich der Ansichten verschiedener Programme / Drucker / die Verknüpfung  zum Mail-Programm / die Favoriten / die Shortcut-Leisten in Excel und Word / im Outlook fehlte eine von drei Mail-Adressen / die Benutzung meines 2. Bildschirms klappte nicht weil SAP nicht 2x zu öffnen ging, das Verschieben zwischen den Bildschirmen ging auch nicht….usw. usw….

…und ich fühlte mich komplett alleine gelassen…die Standortverwaltung meinte: na die Drucker können Sie sich ja selber einrichten….aber es ging ja nicht nur um die….

Letztlich waren 5  verschiedene Mitarbeiter der IT  damit beschäftigt die Fehler zu finden… das Hauptproblem  aber war  noch gar nicht gelöst und so haben wir die Drucker bestimmt 10x eingerichtet und andere  Dinge auch ..und immer wieder war  alles weg…immer wieder ausprobiert / angepasst / geändert…abmelden und neu anmmelden…und alles weg…

Und das an einem 1. Im Monat wo ich viele Dinge fertig bekommen muss…und ich konnte sage und schreiben FÜNF Stunden nicht richtig arbeiten…

Zwischenzeitlich hab ich mich einem Nervenzusammenbruch ganz nahe gefühlt….und eine Menge Tränen der Verzweiflung  hab ich vergossen….ich habe gedacht das wird nie wieder so funktionieren wie zuvor…und alles sah danach aus…auch der Mitarbeiter der Hotline war nicht gerade hoffnungsvoll.

Als ich meinen IT-Kollegen dann gefragt habe, ob er mal nachschauen kann ob die Änderungen die wir da vornehmen auch tatsächlich in meinem User-Profil zurück geschrieben werden, ging alles ganz schnell…nach ca. 10 Minuten war er bei mir…mit einem anderen Kollegen am Telefon haben die noch einmal 5 Minuten gebraucht…und dann war auf einmal  ALLES wieder da….

…. Ich war zwar ziemlich erleichtert, aber danach auch ziemlich fertig.

Autobahn….ein Besuch

sooo aber jetzt hab ich erst einmal frei….und gleich fahren mein Süsser und ich zu meinem Vater….also ein Tag meines „Weihnachtsurlaubs“ geht schon mal für diesen Besuch drauf….

So richtig Lust hab ich zwar noch nicht, mich mal wieder die 270km auf die Reise zu machen…aber da mein Süsse dabei ist, wird es bestimmt lustig werden….. ich kann gelassener auf meinen Vater reagieren, wenn er dabei ist und auch die Fahrt wird bestimmt schön…..ICH fahre…lach… nicht wie im Sommerurlaub : Unentspannt auf dem Beifahrersitz

Ausserdem haben wir noch einen Abstecher um Baumkuchen zu kaufen…darauf freue ich mich schon ganz besonders…der ist ja sooooo lecker …und über den Werksverkauf auch echt günstig….ist mir ja egal ob das 2. Wahl dran steht…auf der Zunge fühlt es sich genau so an….

und dann wollen wir evtl. noch ein paar Dias bei meinem Vater schauen….Bilder aus meiner Kindheit…die gibt es eben nur so…und mein Schatz kennt noch gar keine Bilder aus dieser Zeit…

Erklärungsversuche eines Buchhalters

Ich habe jetzt Urlaub…Weihnachtsurlaub….naja immerhin 2 Tage frei und zusammen mit dem Wochenende sind das ja schon 4 freie Tage.

Wie in jedem Jahr nehme ich im November ein paar Tage frei um Kraft für die kommenden 2,5 Monate zu sammeln…Es ist die Zeit in der ich beruflich komplett abtauche… in die Welt der Zahlen und der Hektik und das bisschen Zeit was dann noch für das Privatleben übrig bleibt wird stereotyp angegangen….Schlafen, aufstehen, duschen, anziehen, zur Arbeit gehen…………………………………, nach Hause kommen, Essen, auf der Couch vor dem Fernseher schlafen, Schlafen….

Ich kenne nur wenige Menschen in meinem Job die das so handhaben…die sich so stark engagieren…und ich kann es auch kaum erklären warum das so ist…

  1. Wir machen einen sogenannten „Fast Close“ – also einen seeeehr frühen Jahresabschluss…schon am 9. Januar müssen meine Zahlen stehen…was schwierig ist, weil die Lieferanten ja mit ihren Rechnungen nicht so schnell sind. Teilweise bekommen wir noch Anfang Februar Rechnungen für den Dezember…und leider hab ich meine Kristallkugel verlegt (GRINS) …und nicht nur die Lieferanten, auch die Kollegen, die externen Dienstleister mit Jahresendgutachten usw., wenn ich also keine Infos über unser Bestellsystem oder durch Kollegen bekomme stehe ich ganz schön im Dunkeln und muss versuchen richtig zu schätzen, was noch kommen könnte…
  2. Außerdem sind es drei Gesellschaften die ich bearbeite  und die miteinander zusammen hängen….aber jede braucht einen eigenen Abschluss.
  3. Obwohl wir einen Fast-Close machen MÜSSEN die Zahlen aber so exakt wie möglich sein….Pauschalisierungen sind da nicht erwünscht, nicht zum Jahresende
  4. Bereits am 11. Januar kommt der Wirtschaftsprüfer um die Zahlen zu prüfen….also müssen bis dahin nicht zur die Zahlen, sondern auch alle Aufschlüsselungen und Erklärungen und das gesamte Reporting so aufbereitet sein, das die Wirtschaftsprüfer arbeiten können
  5. Zudem sind meist schon ab 15. Dezember kaum noch Kollegen und Menschen in anderen Firmen erreichbar um Dinge zu klären…also MUSS ich sehr früh anfangen um offene Fälle auch wirklich bis dahin geklärt zu bekommen und später auftretende Schwierigkeiten meist ohne Hilfe der Kollegen klären…
  6. Freiwillig denkt ja kaum Jemand an die noch zu erledigen Dinge…also muss ich erinnern, anmahnen, einfordern und nachhalten ob alle die Daten entsprechend liefern.
  7. In anderen Firmen sind teilweise die Arbeiten entsprechend auf andere Abteilungen ausgelagert, bei uns nicht…wir sind dafür nicht groß genug…ebenso  gibt es in anderen Firmen mehr Mitarbeiter die sich mit dem Jahresabschluss beschäftigen….wir sind auch dafür zu klein….wir sind zwar groß aber nicht groß genug, aber eben auch nicht wirklich klein…Ein Dilemma welches in auch aus anderen Abteilungen höre…die Verwaltung wächst immer am Langsamsten…und dabei kann ich mich gar nicht beschweren,  wir sind ja schon in meinem Team mit insgesamt 4 Mitarbeitern..(2 davon in Teilzeit).
  8. Es gibt keinen zeitlichen Spielraum, weil wir zu einem Konzern gehören und uns die Termine von der Konzernleitung vorgegeben werden…keine Chance zu trödeln.

Mir macht das ja auch Spaß…aber es ist schon jedes Mal ein Kraftakt…aber mit jedem Jahr werden wir besser und schneller….weil eben auch strukturierter und in diesem Jahr kann ich schon viel mehr vorbereiten als in den Vorjahren…also hoffe ich mal…es wird nicht so stressig, wie zuvor….

Vom Anders-Sein

Mit einer Kollegin hab ich mich heute über das Asperger-Syndrom unterhalten.

Es handelt sich dabei um eine milde Form des Autismus, die insbesondere Beeinträchtigungen in der nonverbalen Kommunikation hervorbringen kann… Es ist eine Entwicklungsstörung im Sozialverhalten, die angeboren ist, im Kleinkindalter diagnostiziert wird  und auch nicht einfach im Erwachsenen Alter verschwindet.

Im besten Fall lernt der Betroffene damit umzugehen und kann so die Auffälligkeiten im Kontakt mit Anderen meist so kaschieren, das er nur als leicht wunderlich wahr genommen wird. Eine gewisse Schrulligkeit oder auch Ruppigkeit wird von der Umwelt akzeptiert – ohne dass man gleich ausgegrenzt wird.

Hätte man sich in meiner Kindheit schon mehr damit ausgekannt, wäre dieses Syndrom wahrscheinlich bei mir diagnostiziert worden…so hat man meine Unfähigkeit mit fremden Menschen Kontakt aufzunehmen, Telefonate zu führen  oder Freundschaften aufzubauen als extreme Schüchternheit ausgelegt und mich immer wieder zu Aktionen gezwungen die das Gegenteil von dem bewirkt haben, was die eigentlich sollten…immer in den Glauben das ist das Beste für das arme verschüchterte Kind.

Aber es ist so geblieben…bis ich mich an Menschen gewöhnt habe dauert es sehr lange…und bei Kollegen brauche ich 1-3 Jahre um mich wohl mit Ihnen zu fühlen, ….Ich habe inzwischen gelernt  Smalltalk zu führen…solange ich den Leuten das 1. Mal begegne ist das auch kein Problem…im „1. Kontakt“ bin ich super…schwieriger wird es wenn ich den gleichen Leuten ein 2. Mal  oder öfter begegne…ich weiß nicht wie ich mich verhalten soll, weiß nicht worüber ich reden soll…wirke abweisend, weil ich mich niemandem aufdrängen möchte…kann  die Gesichter, Namen und gehörten  Geschichten nicht mehr zuordnen….

Dafür kann ich gut beobachten….nehme vieles genauer wahr…habe ein hohes Maß an Selbstreflektion und hab in diesen Momenten ein gutes Gespür für Stimmungen und unterschwelligen Schwingungen…ich kann mir soetwas auch sehr gut merken.

Und dann gibt es die Tage da fühle ich mich gefangen in mir selbst…schaffe es nicht emotionalen Kontakt zur Außenwelt aufzunehmen….auch nicht zu meinem Freund…ich sitze dann nur da und stiere vor mich hin…bin verzweifelt auf der Suche nach einem Ventil um die Mauer zu durchbrechen und schaffe es nicht…ich spüre nichts außer der Mauer und dem brennenden Wunsch die Mauern zu durchbrechen…es fühlt sich nicht so an, als ob ich Einfluss auf diese Mauer hätte…dieser Zustand kann von ein paar Stunden bis zu 2 Tagen anhalten…ich bin dann nicht fähig Gefühle zu empfinden oder für meine Umwelt Empathie zu empfinden…ich schaffe es nicht einmal darüber zu reden das da gerade diese Mauer ist. Meist endet es in einem Streit, weil mein Gegenüber nicht versteht was mit mir los ist und ich es nicht sagen kann, obwohl alles in mir danach schreit. Aber ein Streit führt dann manchmal dazu das mir die Tränen kommen…DAS ist dann mein Ventil und innerhalb von ein paar Sekunden ist die Mauer weg.

Dabei lache ich gerne, albere auch viel herum…necke meinen Schatz liebend gerne und an manchen Tagen schnattere ich ohne Ende….

Zum Glück kann ich an dieser Stelle sagen, solche Isolations-Situationen sind in den letzten Jahren fast vollständig aus meinem Leben verschwunden…Fast…das Letzte Mal ist auch bestimmt schon ¾  Jahr her. Je älter ich werde, umso besser kann ich mit diesen Macken (also sozialen Beeinträchtigungen) umgehen und ich weiß beim letzten Mal hab ich es meinem Schatz sogar erklären können, warum ich gerade nicht anders kann…

Ich arbeite schon mein ganzes Leben an meinem Sozialverhalten und trotzdem werde ich immer ein Mensch sein, der vieles anders empfindet als der Normalbürger…aber wer will schon normal sein.