Abschied von der Fernbeziehung

Jetzt hab ich mir die kommenden 2 Tage Auszeit aber wirklich verdient.

Die letzten Tage haben ganz schön an meinen Nerven gezerrt und mich mal wieder an eine Leistungsgrenze gebracht. Meine Abwehrkräfte haben bisher phantastisch durch gehalten…ich bin zum Glück nicht ganz so anfällig für die Viren und Bazillen von Kollegen und meinem Süßen.

Sooo und nun packe ich gerade mein Auto voll und bereite mich auf meine Fahrt vor.  Ich schleppe jede Menge Putzmittel mit,  eine Gästebett mit Decke und Kissen, Klamotten für 2 Tage, ein paar Klamotten für meinen Süßen. Morgen früh fahre ich die knapp 400 km zu meinem Freund und bereite den Auszug aus seinem Appartement vor…in jeder Hundehütte ist mehr Platz…lach trotzdem muss vor der endgültigen Übergabe an den Vermieter alles sauber und ordentlich sein….

Mein Schatz muss ja noch arbeiten und morgen Abend gehen wir dann in ein kleines italienisches Restaurant…das fand ich schon vor fast 2 Jahren sehr nett….es wird ein Abschied von der Fernbeziehung….es dauert nur noch ein paar Tage, dann ist das Geschichte und wir sind wieder näher zusammen…nur noch getrennt durch ein Stockwerk …und nicht knappe 400km.

Die Zukunft ist weiter ungewiss…aber es wird schon weiter gehen… irgendwie…und wer weiß wozu das alles gut ist. Ich glaube daran, das alles seinen Sinn hat, das alles auch einem Zweck dient, auch wenn man es jetzt noch nicht erkennt.

Aber es ist eine Veränderung. Und Verändungen machen mir erst einmal Angst….

Überstunden und mehr

Überstunden in dieser Woche: 21 Std.

Das Ergebnis ist: ich bin innerlich derartig unruhig, das ich weder still sitzen, noch entspannen kann. Und ich bin zu kaputt zum Einschlafen. Ein beschi….nes Gefühl ist das.

Mein Freund ist zu allem Überfluss auch noch mit triefender Nase  und Schulterproblemen aus dem Zug gestiegen und so war das geplante faule Wochenende mit meinen Verspannungen, Übermüdung und Unruhe am Ende doch eher eine aktive Krankenstation.

Gerettet hat mich am Samstagabend dann ein Entspannungsbad….DAS tat mir ja sooooo gut und danach hatte ich auch genügend Ruhe um endlich ein wenig zu schlafen. Ins Bett bin ich dann bereits um 22:30 Uhr gegangen…an einem Samstagabend….na egal, das zumindest hat wirklich gut getan….

Mein Schatz wollte keine Wärmekompresse für seine Schulter….die hab ich ihm jedoch einfach untergejubelt als er so halbwegs schlief…und ins Erkältungsbad ist er erst heute Nachmittag gegangen…ja das hat auch ihm geholfen….trotzdem ist diese Schniefnase heute Abend wieder in den Zug gestiegen…. Seufz.

Ich werde Morgenfrüh dafür bereits um 6 Uhr im Büro sein, ich versuche es zumindest….so hab ich dann noch etwas Zeit bevor ich die Zahlen fertig haben muss…Diese und nächste Woche wird noch einmal hart werden……ich hoffe bloß ich hab mich bei meiner Schniefnase nicht angesteckt.

Sorglose Leichtigkeit

Gestern musste ich zu einer Vereins-Versammlung und ich war etwas zu früh. Also blieb ich mitten in Frankfurts Ausgehviertel einfach im Auto sitzen, bis es Zeit wurde.

Es war kurz vor 19 Uhr, einige Geschäfte haben sich auf den Feierabend vorbereitet und es wurde Dunkel. Immer wieder liefen Menschen zügig vorbei,  mal gut gekleidet in Anzug oder Kostüm, mal  leger im Freizeit-Look, mal mit Hund, mal mit Kind, kurz rein in ein Geschäft und schnell wieder raus…

Jeder schien ein Ziel zu haben…keiner schlenderte nur einfach so dahin. Feierabend – ab nach Hause oder  zu einer Verabredung …die allgemeine Stimmung enthielt eine Leichtigkeit. Weil ich diese gerade nicht habe, fiel es mir besonders auf.

Und ich fragte mich bei fast jedem den ich so beiläufig beobachtete: Der Frau geht es gut oder?…die scheint keine Sorgen zu haben?…Dem Mann scheint gar nichts Sorgen zu bereiten oder doch?

In Mitten dieser Situation wurde mir bewusst wie beschwert ich mich gerade fühle… Eine meiner Mitarbeiterin ist ausgerechnet in dieser Woche krank…in der Woche in der wir ohnehin im Monat am Meisten zu tun haben, dann ist auch noch Quartalsende und wir müssen  zusätzlich noch die Revision vorbereiten…also alles muss noch ordentlicher berechnet werden, als wir es ohnehin schon tun.. Ich arbeite jetzt wieder zwischen 9-11  Stunden und hab trotzdem das Gefühl nichts wird fertig und die privaten Sorgen sind auch immer da…Na egal, auch diese Zeit wird vorüber gehen.

Mein persönlicher Rückblick – 3.Oktober

Heute ist Feiertag und ich hab  fast 6 Stunden im Büro verbracht…Das musste leider sein…

Doch auf dem Rückweg kam mir dann wieder der Anlass für diesen Tag in den Sinn. Tag der Deutschen Einheit. 27 Jahre später ist dieser Tag ein weiterer gern angenommener freier Tag im Jahreskalender…aber ist er auch wichtig für uns?

Jein…ich bin ambivalent in dieser Frage.

Ich finde es richtig so einen Feiertag zu haben, um es nicht als selbstverständlich hinzunehmen, das es nur ein Deutschland gibt, denn es war ein steiniger Weg dorthin, unter dem viele viele Menschen leiden mussten…. Auf der anderen Seite wäre es besser für das eine Deutschland wenn es selbstverständlich wäre, dann wäre die Teilung auch raus aus den Köpfen. Anstatt immer an die Teilung zu erinnern, sollten wir uns auf das Zusammengehören konzentrieren.

Doch für den durchschnittlichen Wessi ist das gar nicht so leicht. Ich bin in NRW groß geworden und meine Familie hatte keine Verwandten im Osten. Wovon immer alle sprechen, das West-Pakete in den Osten zu den Verwandten geschickt wurden kenne ich also gar nicht…auch war ich nie in der DDR zu Besuch…bei wem auch?

Diese Gefühle der Zerrissenheit sind mir genau so fremd und als junger Mensch sah ich die Notwendigkeit nicht…es war halt so und betraf mich nicht.

Und in den Jahren der friedlichen Revolution des Ostens mit der Öffnung der Mauer  Ende der 80er Jahre und der darauf folgenden schwierigen Jahre für die Ostdeutschen….da fand ich das zwar spannend, aber es war so weit weg von meinem Leben.

Viel spannender war da mein eigenes Leben. Ich war 21 Jahre alt…hatte meine Lehre beendet, gerade meinen ersten eigenen Hausstand mit Freund und versuchte trotz extremer Schüchternheit mich beruflich zu festigen…Das alles war so nah  und so beängstigend, da blieb nicht viel Energie für die große politische Lage.

Das änderte sich erst als ich in der Weiterbildung eine Sitznachbarin hatte, die aus dem Osten kam. Wir freundeten uns an und bildeten für 2 Jahre eine Lerngemeinschaft.

…und mit ihr hatte „Der Osten“ auf einmal ein Gesicht und einen Namen und damit auch eine Geschichte….und sie hat vom wirklichen Leben erzählt.

Ein paar Jahre später fing ich dann an mich intensiv mit der Geschichte Deutschlands zu beschäftigen: 2. Weltkrieg, Hitler, die Kapitulation 45, die Nachkriegsjahre, der Wiederaufbau in beiden Teilen Deutschlands. Das Leben in West und Ost…bis zur Öffnung der Mauer und den nachfolgenden schwierigen Jahren…mit Gewinnern und Verlierern.

Man mag ihn…oder man mag ihn nicht, aber der Historiker Guido Knopp mit seinen Büchern und der Schwemme an Dokumentationen im Fernsehen schuff die Grundlage meiner Wissbegierde, die bis heute anhält….und heute scheinen mir die Menschen in meinem Land, egal ob Osten oder Westen viel näher zu sein.

Bettlektüre

Seit Tagen ist meine Bettlektüre eine berufliche Anleitung die ähnlich geschrieben wurde wie ein Gesetz: sehr allgemein und umständlich…dazu auch noch in Englisch…geschrieben wurde es allerdings von Deutschen. Aber auch das macht es nicht einfacher und vor allem nicht richtiger in den Formulierungen.

Warum ich das Lese? DAS ist eine sehr gute Frage.

Also zum einen lese ich es laut, damit ich mich wieder mehr daran gewöhne English zu sprechen. Es geht also erst einmal nicht um den Inhalt, sondern darum den Mund wieder an die Lautbildung zu gewöhnen und um das Selbstverständnis die Worte anzuwenden.

Und dann geht es natürlich auch um den Inhalt, den wir eigentlich „täglich“  bei unserer Arbeit berücksichtigen sollen. Meine Chefin liest es auch gerade.

Wir bekommen bald eine Innen-Revision durch unsere Konzernmutter-Gesellschaft… die kommen tatsächlich mit FÜNF Leuten für 1 Woche um zu überprüfen, ob wir uns auch an alle Vorgaben halten.  Dabei sind jedoch nur 2 Personen die überhaut Deutsch sprechen.

Bevor ich vor 10 Jahren hierhin kam, hab ich Englisch jeden Tag gesprochen: vor allem per Telefon mit einem französischen Belgier – lach – DAS war eine gute Schule. Alle unsere Programme waren auf Englisch, unsere komplette Arbeit lief in Englisch ab und auch wenn wir uns untereinander auf Deutsch unterhalten haben, so war es kein reines Deutsch mehr, da wir viele Wörter in Englisch schneller parat hatten, als die entsprechenden deutschen.

In den letzten Jahren allerdings ist diese Fähigkeit nicht mehr oft gebraucht worden und wie bei allem, was man nicht so regelmäßig macht, es schläft ein. Erst verliert man das selbstverständliche Sprechen und durch zumeist  wiederkehrende Vorgänge  dann auch noch den ausgeprägten Wortschatz….was bleibt sind standardisierte Formulierungen für Standard-Abläufe.

Ich freue mich nun über die Möglichkeit dieses Wissen vor dem endgültigen Vergessen zu retten, weil ich es jetzt einfach wieder auffrischen MUSS.

Morgen-Momente geniessen

Heute Morgen auf dem Balkon noch im Dunklen hab ich die friedliche  Atmosphäre genossen. Es war ein fast typischer Herbstmorgen, feuchte  klare Kühle mit einem Hauch Nebel vom Boden aufsteigend….

…und wenig später konnte ich aus dem Auto heraus einen herrlichen Sonnenaufgang erleben….soo schön.

Durch meine privilegierte Art das Auto in  Tiefgaragen abstellen zu können entgeht mir jetzt die Jahreszeit für schöne Morgen-Momente.

Ich gehe aus der Wohnung durch das Treppenhaus in die Tiefgarage, steige ins Auto, fahre bis zur Arbeit, stelle mein Auto in der Tiefgarage ab und gehe über das Treppenhaus bis in mein Büro und Abends in umgekehrter Reihenfolge wieder zurück.

Jacke? Brauch ich eigentlich nicht.

Vor ein paar Tagen hat mich mein Freund am Telefon gefragt: Wie ist  eigentlich das Wetter? Kalt oder Warm?  Meine leicht hysterische Antwort: Ich WEIß es nicht…lol…weil ich bis zu dem Zeitpunkt meine Nase noch nicht nach Draußen gehalten habe.

Und ich vermisse ein wenig diese ruhigen Morgen-Momente wenn ich im Halb-Dunkeln oder gerade bei Sonnenaufgang  auf dem Weg zu meinem Auto die Morgenluft tief einatmen konnte und diese besondere Stimmung wenn der Herbst gerade beginnt und ein leichter Schleier über  allem zu schweben scheint…wenn die Sonne die leichten Wolken hellorange bis dunkelrot anstrahlt und man das Gefühl hat, da ist jemand mit Wachsmalkreise dabei den Himmel zu verschönern.

Das waren die Momente in denen ich sehr bewusst geatmet habe….um das Leben einzuatmen und mich lebendig zu fühlen. Das waren maximal 5-10 Minuten…aber es fühlte sich immer an wie eine kleine Auszeit zur Vorbereitung auf den Tag …ja das vermisse ich manchmal.

Eigentlich müsste ich nur Morgens mit dem Auto irgendwo anhalten und ein paar Meter zwischen den Feldern entlang laufen…bisher hab ich das nicht gemacht, denn wenn ich erst einmal im Auto bin, dann bin ich schon im Arbeitsmodus.

Entscheide DU – eine interessante Frage

Ich habe heute in der Mittagspause über eine wirklich interessante Frage diskutiert:

Wenn Du wählen könntest: Eine Milliarde EUR erhältst Du, hast ab jetzt aber nur noch die Hälfte deiner Rest-Lebenszeit oder Du bist bettelarm lebst dafür aber die gesamte Rest-Lebenszeit. Wie würdest Du Dich entscheiden?

Mein Kollege, 2 Jahre jünger als ich, meinte er müsste gar nicht überlegen und wüsste sofort was er wählen würde. Ich hab auch gesagt, ich brauch gar nicht überlegen, ich würde SOFORT die gesamte Rest-Lebenszeit wählen.

Interessant ist aber, dass mein Kollege genau die andere Variante wählen würde.

Ich muss zugeben das hat mich sehr überrascht, auf die Idee das tatsächlich jemand freiwillig auf die ½ Rest-Lebenszeit verzichten kann, nur um jetzt nicht mehr arbeiten zu müssen und nur noch die Dinge zu machen, die ihm gefallen, wäre ich überhaupt nicht gekommen.

Denn auch mit soooo viel Geld heißt es ja nicht, das man glücklicher ist…und überhaupt weiß doch keiner wie lange eigentlich seine Rest-Lebenszeit ist.

Wir haben rein hypothetisch angenommen, das die durchschnittliche Rest-Lebenszeit ca. 30 Jahre für ihn beträgt. Also er ab heute nur noch 15 Jahre zur Verfügung hätte  und er hat eine Frau und eine noch nicht erwachsene Tochter.

Hmmm neeeee, also ich bin lieber arm und lebe bescheiden, hab dafür aber noch viele Jahre…wer weiß was das Leben noch so bereithält.

Interessant war das ein junger Kollege in den Zwanzigern überhaupt keine Entscheidung treffen konnte. Das Thema war ihm viel zu abstrakt und zu weit weg.

..Und wie würdest DU entscheiden? 

Fahrt in die alte Heimat

Mein Vater hatte am Wochenende Geburtstag und als brave Tochter hab ich ihn besucht…allerdings erst am Montag. Für so einen Besuch geht immer ein ganzer Tag „drauf“, 260 km eine Strecke das geht nicht „mal eben“.

Mit dem Auto um kurz vor 8 Uhr morgens losgefahren, den obligatorischen Stau in Frankfurt überwunden und dann lief es auch schon flüssig… Während der Fahrt lief dann auch mein Kopf …und es fühlte sich wie eine Fahrt in die Vergangenheit an.

Je länger die Fahrt dauerte, umso bewusster wurde es mir mal wieder wie lange ich schon fort bin…es sind im nächsten Monat schon 15 Jahre.  Ich staune über diese Zahl.

Ich hab seitdem mehrfach mein Leben neu ausgerichtet und auch aus heutiger Sicht war die Entscheidung vor 15 Jahren richtig und notwendig.  Mein heutiges Leben wäre so nicht möglich, wenn ich nicht alle Entscheidungen so getroffen  hätte, wie ich sie getroffen habe.

Und ich liebe mein heutiges Leben, genauso wie es ist…auch wenn es nicht immer einfach ist…

Auf dieser Fahrt in mir auch wieder klar geworden, was im Leben ich alles verpasst hätte, wenn ich damals geblieben wäre…keine Clique und keine Freundschaften,  keine durchfeierten Nächte, kein Leistungssport mit Erfolgen. Ich habe alles nachgeholt was Jugendliche und Jungerwachsene so machen… lach, aber keine Drogen …da bin ich extrem konservativ.

Und das Wichtigste: Ich hätte nicht die wirkliche Liebe in einer Beziehung  kennen gelernt….und auf die möchte ich nicht mehr verzichten…auch wenn mich diese manchmal in den Wahnsinn treibt…

Verantwortungs-Magnet

Ich ziehe Verantwortung an…weil ich mich ihr stelle und mich nicht davor verstecke…weil ich weiß, es gibt immer Lösungen…aber die sind eben auch unbequem und tun manchmal auch weh.

Einer meiner Leitsätze für meine Freunde und Familie war immer: Wenn Dir etwas nicht gefällt, dann ändere es…nach dem Prinzip lebe ich seit ich mich vor mehr als 14 Jahren von meinem Mann getrennt habe.

Verharre nicht in einem Leben, wenn es Dir nicht gefällt…na klar muss man immer gewisse Zeiten überbrücken…aber wenn es sich nicht entwickelt, dann musst du es eben ändern.

Niemand hat gesagt das Änderungen leicht sind und  es kann auch unangenehme Folgen haben:  Ich habe viele dieser unangenehmen Folgen erlebt und mich trotzdem immer weiter bewegt, solange bis es jetzt für mich gut ist…oder zumindest gut gewesen ist.

Als ich meinen heutigen Ex-Mann damals verlassen habe und auf einmal ganz allein war in einer fremden Stadt, keine Freunde, keine Familie…man war ich einsam…aber es war die richtige Entscheidung. Als ich die sichere Zukunft und die Karriere aufgegeben habe und tatsächlich nur noch die Hälfte von dem verdient habe, wie vorher, das ist schon bitter für den eigenen Stolz und für das Portemonnaie….aber es war richtig….

Inzwischen bin ich es gewohnt immer und überall schnell Entscheidungen zu treffen, immer mit Verstand und mit Bauch.Im Beruf, wie im Privatleben. ich werde gefragt und kann sehr schnell klar sagen was m.E. die Beste Entscheidung (für mich) wäre…und kann unmittelbar handeln. Mein Kopf steht nur selten still…und verweigert noch seltener die Arbeit..

Nicht jede meiner  Entscheidungen war aus heutiger Sicht richtig…aber in dem Moment der Entscheidung war es das…und darauf komm es an…nicht zögern, nicht zaudern….Entscheidungen treffen.

Aber manchmal ist es besser sich aus Entscheidungen herauszuhalten….auch wenn man danach gefragt wird.

Ich fühle mich verletzt

Mir geht es schlecht…. also meine Seele ist verletzt…enttäuscht über das was mir mal wieder so zugetraut wird… wie wenig von dem was ich sage, tatsächlich genauso ankommt und wie achtlos meine Bemühungen in den letzten Jahren als nicht relevant beiseite geschoben wurden.

Es macht mich wütend und damit auch laut…jawohl ich mache meinem Ärger Luft, aber das führt ja zu nichts…außer das noch weniger vom Inhalt meiner Worte ankommen…das macht mich fassungslos: je mehr ich sage umso weniger dringt es durch…na gut zu Wissen…

Aber es ist schon krass wieviel Inhalt zwischen Sender und Empfänger verloren geht, auch wenn es kein Hindernis gibt…direkte Kommunikation und trotzdem wird mutwillig jede meine Äußerungen anders gesehen, als ich sie abgeschickt habe.

Worum es geht? Es geht um die Kommunikation zwischen meinem Freund und mir, die gestern mal wieder einen traurigen Höhepunkt erreicht hat…um nicht zu sagen, das ist jetzt echt die Spitze an der Spitze …

Mein Kopf ist ständig damit beschäftigt Lösungen zu suchen, kurzfristige Auswege aufzuzeigen und langfristige Möglichkeiten für ein weiteres gemeinsames Leben zu finden….

Gestern musste ich mir dann sagen lassen, das ich zwar nach meiner Meinung und Vorgehensweise gefragt werde, aber das meine Lösungen und Antworten dann nicht das sind, was er gerne hören möchte und damit auch nicht übernommen wird. Und wenn ich dann frage ob er das gemacht hat, wird er wütend…und jetzt wirft er mir vor das ich nachfrage.

Also warum FRAGT er mich dann?

Was ich daraus lerne ist: ich ziehe mich jetzt erst einmal zurück und warte ab und vor allem ich bleibe erst einmal stumm…ich bin nicht seine Mutter….auch wenn er mir immer mehr Verantwortung für sein Leben gibt… ich bin nicht für ihn verantwortlich….

Aber ich bin  so…bin ein Kümmerer…aber wenn ich dann mal sage: weck Dich doch mal selber….und bürde mir doch nicht immer die Verantwortung  auf…dann bekomme ich eine patzige Antwort: ja dann muss ich ja schon jetzt ins Bett, sonst klappt das nicht.

Okay, dann ist das so…

Ich weiß für ihn ist es nicht leicht und vor allem sein Stolz fängt an zu leiden und das macht ihn auch nicht zufriedener. Es ist schon bitter zu erkennen, das es nicht mehr so leicht ist…und wenn man den Kapitalismus mit seinen Möglichkeiten  liebt, dann eben nur von der sonnigen Seite aus….von der anderen Seite macht das nicht so viel Spaß.

Es ist zwar nicht leicht…aber doch nicht unmöglich….es kostet eben nur einen Menge Zeit und Kraft und Durchhaltevermögen und eben auch ein gutes Timing…und nicht erst 2 Wochen später….

Ich hatte für uns sogar eine Lösung gefunden, falls das gar nichts mehr wird mit dem Job ….aber die Lösung werde ich ihm NIEMALS präsentieren… naja….warum sollte ich das auch tun, wo er mir ja vorwirft das ich nicht zu ihm stehe, ihn alleine lasse,  ihn für blöd halte usw….seufz….der Typ hat tatsächlich auch nach 6 Jahren immer noch keinen blassen Schimmer wie ich ticke und was ich fühle…das ist bitter