Der Frühling kommt langsam …

Jeder Sonnenstrahl der es an einem Nachmittag schafft, meinen Schatten-Balkon zu erreichen, wird von mir freudig aufgesogen….auch wenn es insgesamt noch kalt ist (nachts sind die Temperaturen noch unter 0 oder nur knapp darüber), genieße ich es schon wieder für kurze Zeit draußen auf dem Balkon zu sitzen….mit heißem Tee, wärmender Jacke und Schal…und manchmal stelle ich mich auch einfach nur für ein paar Minuten in die geöffnete Balkontür und halte mein Gesicht in die Sonne.

Nur am späten Nachmittag wird die Ecke mit meinem Liegestuhl auf dem überdachten Balkon überhaupt von der Sonne erreicht, der größte Teil bleibt im Schatten….das bedeutet aber auch, das ich im heißen Sommer vor der direkten Sonneneinstrahlung geschützt bin….da freue ich mich jetzt schon drauf.

Am Sonntag beginnt auch der kalendarische Frühling…und ich hab das Gefühl, das meine Lebensgeister und auch meine Unternehmungslust wieder steigen…und mit den aktuell gerade fallenden Spritpreisen, werde ich mich am Wochenende auch mal wieder für einen Tagesausflug ins Auto setzen…wohin ich fahren werde? Mal sehen…ein paar Ideen hab ich schon…auf jeden Fall möchte ich mal wieder raus….

Die letzten Wochen war ich immer nur in direkter Umgebung unterwegs…immer im Kreis Pinneberg…war sogar mal wieder im Klövensteen letztes Wochenende. Bis vor 1/2 Jahr war ich regelmässig alle paar Tage hier…mag die dichten Wälder, die kleinen Wege, die Ruhe und die Sonnenuntergänge.

Aber jetzt hat sich etwas verändert….ich war geschockt vom Kahlschlag der Kiefern….Himmel haben die dicke Schneisen in den Wald geschlagen…okay, einige Bäume waren vom Sturm entwurzelt…aber so flächendeckend ausgedünnt, sieht es nicht mehr nach Wald aus…..

Ich habe gelesen das tausende Fichten abgestorben sind, durch die Dürren in den letzten beiden Sommern und die Bäume deshalb gefällt werden mussten. Wie ich im Internet lesen konnte, sind durch die Baumfällarbeiten fast 5 Hektar Freiflächen entstanden…aufgeforstet wird jetzt mit Laubbäumen.

Unglaublich das auch hier im hohen Norden, wo es ja echt viel geregnet hat, die Fichten trotzdem wegen des zu niedrigen Grundwasserspiegels abgestorben sind.

Einfach und lecker

Und mit nachlassendem Stress hatte ich auch wieder Lust etwas zu kochen.

Wie wäre es also mit einer Rindfleischsuppe, frisch gekocht aus Beinscheibe und Suppenfleisch, mit viel frischem Gemüse (Möhren, Porree, Sellerie), gewürzt mit Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer und Bohnenkraut.

Ein Klassiker, das dauert zwar gute 2 Stunden, aber das Ergebnis ist richtig lecker….Kein Schnick-Schnack…einfach und lecker…Hausmannskost eben. Dazu kann man dann noch gekochten Reis oder gekochte Nudeln geben…bei mir gab es die Suppe pur….ein kleines Kraftpaket.

Und vor zwei Tagen gab es gebutterten Reis mit Rosenkohl mit gegrilltem Hähnchenfleisch….

Und für Morgen hab ich Kartoffeln, Möhren und dem restlichen Rosenkohl zusammen gekocht und dazu gebratenes Schweinefilet mit einer Käse-Pfeffersoße (ich hatte noch einen Mozzarella im Kühlschrank, der musste aufgebraucht werden, also hab ich anstatt einer Sahnesoße, eben eine Käsesoße gemacht)….und da ich das Ganze Morgen mit ins Büro nehme, hab ich es gleich schon mal „to-go“ verpackt.

Zwischen-Stand

Zwischen-Stand

Es ist mal wieder Zeit kurz anzuhalten und einen Blick zurück zu werfen….nachdem ich bis Ende Januar 2022 gut durch Herbst und Winter gekommen bin, kam mein Wohlbefinden ab Februar in einige Turbulenzen.

Dabei ist mein Tennis-Arm inzwischen ausgeheilt (falls es das überhaupt gibt) oder zumindest merke ich nichts mehr davon. Auch macht mein Herz hat inzwischen keine Anstalten mehr zu stolpern oder zu rasen…das finde ich sehr beruhigend.

Auch der berufliche Stress, der mich ab Februar ziemlich kalt erwischt hat, ist inzwischen fast überwunden. Damit sind auch die Dauer-Kopfschmerzen wieder weg und die Verspannungen haben sich mit Hilfe so einiger Massage-Stunden wieder in Wohlgefallen aufgelöst. Ich schlafe gut und tief, Puls und Blutdruck sind in einem für Mich „normalen“ Bereich und ich komme Morgens wieder besser aus dem Bett. Also alles gut.

Ich muss mich aber tatsächlich damit abfinden, das ich auch weiterhin nicht wieder mit unerwartetem Stress, souverän umgehen kann (wie ich es früher konnte). Das scheint noch ein Überbleibsel aus meinem Stressjob zu sein.

Ich arbeite viel und gerne, bin dabei gut strukturiert und organisiert, so das ich auch parallel mehrere Aufgaben gleichzeitig jongliere und alles im Blick behalte….aber es darf ein gewisses Maß an Unvorhergesehenem nicht übersteigen, sonst fühle ich mich schnell zu stark gefordert.

Aber wie gesagt, das ist jetzt erst einmal wieder vorbei…Ab jetzt sollte alles wieder in normaleren Bahnen laufen…na schauen wir mal.

Montag kommt der Controller aus dem Urlaub zurück, meine liebe Kollegin aus Brandenburg muss sich noch ein paar Tage um ihrer kranke Familie kümmern, der andere Kollege dort fällt für 8-10 Wochen im Büro aus…aber immerhin Video-Meetings funktionieren, die Dänischen Kollegen haben einen Vorschlag an uns herangetragen, den ich aus Zeitmangel abgelehnt habe…das Thema liegt jetzt bei den Chefs.

Und das leidige Thema Jahresabschlüsse nähert sich zwar seinem Ende….aber es gibt Verzögerungen auf Seiten der Wirtschaftsprüfer (die kämpfen auch mit Corona-Ausfällen und Personalmangel im Allgemeinen)…so das der gesamte Zeitplan für die nachlaufenden Arbeiten unter Druck gerät und jede Abteilung drängelt. Nutzt aber nichts, wenn ich die Rückmeldungen nicht bekomme, kann ich sie auch nicht bearbeiten.

Also hoffe ich auf wieder ruhigere Zeiten im Büro, glaube aber noch nicht ganz, das es auch klappt. Ich glaube die entspannten Zeiten in dieser Firma sind erst einmal vorbei…

Unsichtbar

Ich betrachte ein Zuhause, also MEIN Zuhause als Ort des Rückzugs, der Abgeschiedenheit, der maximalen Gemütlichkeit für Mich….ein Ort der mich umschließt und abschottet…der mich liebevoll behütet und beschützt.

Klingt ein wenig pathetisch…aber genau so ist es.

In meinem Zuhause hier lebe ich jetzt seit 1/2 Jahr und ich habe doch einiges an Geld investiert, um es mir so gemütlich wie möglich zu gestalten….und gerade während der letzten Monate ist mir dieses Zuhause sehr ans Herz gewachsen und ich fühle mich hier maximal geborgen.

Es gibt nichts Konkretes, vor dem ich mich schützen müsste….es ist eher ein Gefühl mich gegen die Welt „da Draußen“ zu schützen, vor zu viel Neugierde, zu vielen Menschen, vielleicht auch ein wenig vor dem Leben. In Schnöselhausen (in Hessen) hab ich mich von den neugierigen Nachbarn beobachtet und auch gegängelt gefühlt (eine Nachbarin fühlte sich durch meine Wäsche auf dem Balkon gestört und durch das Vögel füttern usw.) und nach der Trennung von meinem Ex, fühlte ich mich verfolgt, egal wo ich war…und auch in der ersten Wohnung hier in Schleswig-Holstein bei dem Haus- „Drachen“ hatte ich immer das Gefühl beäugt zu werden.

Hier in meinem neuen Zuhause bin ich fast unsichtbar und das meine ich positiv…ob ich das Haus verlasse oder komme, ich fühle mich wohl und unbeobachtet, die Nachbarn stehen nicht am Fenster…das Haus in dem ich wohne, liegt abseits der Straßen und mein Auto steht in einer Tiefgarage….und so wie ich die Wohnung jetzt mit Gardinen und Sichtschutz ausstaffiert habe, ist sie nur wenig einsehbar…obwohl zum Balkon hin einige der Bäume, die noch vor ein paar Wochen hier standen, jetzt fehlen….den Rest werde ich im Laufe der nächsten Wochen auf dem Balkon mit Pflanzen in eine kleine Oase verwandeln.

Falls das jetzt ein wenig paranoid klingen sollte…so ist es nicht…ich möchte nur einfach meine Ruhe haben…und sagen wir mal so…ich kenne meine Nachbarn, auch mit Namen und ich plaudere auch mit Ihnen, wenn es sich ergibt – mehr muss nicht sein …Leben und Leben lassen.

Ich fühle mich manchmal wie ein Känguru das viel zu früh aus dem Beutel gefallen ist und nun nach wohnlicher Behaglichkeit sucht um das Verlustgefühl der Kindheit zu kompensieren…..

Warten

Und weil Freitag vor einer Woche eh schon viel los war bei mir, hätte ich fast eine private Mail übersehen…

Seit dem letzten Herbst warte ich darauf, das sich der Kajak-Verein noch einmal meldet…ich hatte mich im Herbst per Mail bei einem Verein zu einem Grundkurs für das Jahr 2022 angemeldet…aber es war zu früh und ich sollte mich „im Frühjahr“ noch einmal melden.

Im Februar hab ich mich also noch einmal bei dem Verein gemeldet und wurde „vorgemerkt“…und wie es nun mal ist, melden sich immer mehr Interessierte, als freie Plätze da sind…und jetzt am Freitag kam eine Mail vom Verein, das nun die Termine feststehen und man sich in einer Liste eintragen soll, an welchen Terminen man könnte. Das war die Mail ich ich fast übersehen hätte….

Soooo jetzt stehe ich also schon einmal in der Liste der aktiv Interessierten, nun heißt es warten…denn erst in knappen 2 Wochen wird mitgeteilt, wer nun an den Grundkursen teilnehmen kann.

Warten mag ich ja überhaupt nicht….warten lähmt mich, zumindest wenn ich etwas wirklich möchte….und ich möchte unbedingt den Grundkurs besuchen und nach Bestehen der Prüfung würde ich dann sehr gerne auch in den Verein eintreten….das wäre genau das Richtige für mich.

…..warten ….. warten ….. warten …..

Ich muss auch zugeben, ich hab mich bei keinem anderen Verein gemeldet, weil mir dieser hier von seiner Art her sehr gut gefällt…

Tanken als Spekulations-Investition

Bei den aktuellen Preisen das Auto zu Tanken, gleicht einer Spekulations-Investition, zumindest für die Menschen, die auf den Preis achten….der Zeitpunkt ist entscheidet und auch die Tendenz der Entwicklung…und entweder man hat Glück oder eben nicht.

Dieses Mal hatte ich kein Glück.

Normalerweise tanke ich Donnerstags gegen Abend…in der Regel sind da die Preise moderater, als zu anderen Zeiten…aber nicht jetzt in diesen Zeiten…die Spritpreise klettern und klettern….Donnerstag vor einer Woche lagen die Preie an meiner bevorzugten (günstigen) Tankstelle bei 1.87 EUR / Super E10….aber ich war müde und wollte nach Hause…Freitag lagen die Preise im Durchschnitt schon bei 1.97 EUR…..dann also nicht tanken…noch hab ich ausreichend Benzin im Tank.

Und in dem Glauben, das diese 2. Preis-Welle während des Russland-Kriegs in der Ukraine, auch schnell wieder abebben würde, wie vor einer Woche, hab ich gedacht die Preise gehen wieder runter….aber Pustekuchen….Bis Mittwoch Abend stiegen die Preise in meiner Region hier, auf durchschnittlich 2,25 EUR je Liter.

Donnerstag Morgen allerdings musste ich tanken, sonst wäre ich nicht mehr zur Arbeit gekommen…also hab ich die Zähne zusammen gebissen und bei 2,19 EUR den Wagen voll getankt…in den Nachrichten kam der Hinweis, das mit weiter steigenden Sprit-Preisen gerechnet wird – also hab ich voll getankt…nutzt ja alles nichts: Eine Tankfüllung für knappe 100 EUR …nun gut, ist nicht zu ändern.

Die Preise blieben auch den ganzen Tag sehr hoch. Erst seit gestern fallen sie wieder und heute kostest ein Liter an meiner bevorzugten Tankstelle nur noch 2,03 EUR….was bei meiner Tankkapazität eine Ersparnis von fast 9 EUR ausgemacht hätte.

Dieses Mal war es die falsche Taktik…na gut, das ich wenigstens bei meinen Investitionen taktisch wesentlich besser liege, als bei dieser Tankaktion…hahaha.

Helfen – ein tolles Gefühl

Eine Kollegin hatte uns darauf aufmerksam gemacht, das es im Kreis Pinneberg ein Logistik-Unternehmen gibt, das einen Konvoi zusammenstellt um Hilfsgüter an die Ukrainische Grenze in Rumänien zu bringen….auf einem Merkzettel stand, alles was sie dorthin transportieren wollen: neben warmer Kleidung, Schlafsäcken und Decken, auch haltbare Lebensmittel, Wasser, Baby-Nahrung und -Windeln, Hygiene-Artikeln wie Zahnbürsten, Seifen und Zahnpasta, auch Batterien, Powerbank, Medikamente, Verbandskästen usw.

Über diese detaillierte Aufstellung hab ich erst realisiert, es herrscht Not am Nötigsten um Vorort ein Überleben der Bevölkerung zu sichern, wo die Häuser zerbombt wurden, Menschen innerhalb des Landes flüchten müssen…oder eben über die Grenzen in andere Länder flüchten.

Davon aufgerüttelt, hatte ich meine Schwester gebeten zu schauen, was sie an Kleidung und anderem nicht mehr braucht und hab während meiner Urlaubstage auch einiges zusammengestellt und Mittwoch hab ich das Auto genommen und noch Wasser und Lebensmittel in Dosen/Gläsern eingekauft, und Nudeln, Müsliriegel und so etwas…jetzt nicht riesige Mengen…aber so, das ich mich damit gut gefühlt habe.

Donnerstag nach Feierabend hab ich dann unsere gesammelten Spenden zu dem Logistik-Unternehmen gebracht….es war nach 17 Uhr und es herrschte ein geschäftiges Treiben auf dem Firmengelände….man konnte nicht so richtig erkennen wie es organisiert ist…aber es waren viele Frauen und Männer vor Ort die damit beschäftigt waren, die Sachspenden zu sortieren…ich sollte meine Sachen einfach abstellen, nur Kleidung hätten sie zu viele…die gehen nicht mehr mit.

Und spontan hab ich gefragt, ob noch Hilfe benötigt wird…ja klar…ich könne gerne helfen…also hab ich das Auto ausgeladen und dann geparkt und bin dann in der „Abteilung“ Lebensmittel gelandet…einkommende Sachspenden sollten in normierte Kartons gepackt werden, damit diese dann auf Paletten gepackt, foliert und später auf die LKWs geladen werden.

Es gab jetzt Niemandem der das Sagen hatte (also zumindest nicht sichtbar)…auch konnte man nicht erkennen, wer Helfer oder Angestellter des Unternehmens war….einige waren schon seit Stunden da, andere – wie ich – waren gerade erst gekommen….alle waren gleich beim Du und egal ob alt oder jung….jeder hat einfach gemacht…und hab ich von einer netten Dame erklärt bekommen, wie wir packen sollen und worauf man achten sollte (z.B. abgelaufene Lebensmittel – unglaublich die gab es tatsächlich)…hab ich später kommenden Helfern das auch so erklärt.

Alles lief unkompliziert und irgendwie trotzdem alles Hand-in-Hand….ruhig und trotzdem geschäftig durcheinander…es gab nicht so viel Platz, aber das hat mich nicht gestört…ich hab also große Umzugskisten gepackt….Sachspenden Kartons auseinander genommen und sortiert, hab leere Kartons weg gebracht und später auch zerkleinert, bin in Gitterboxen geklettert und habe Getränkegebinde und Flaschen angereicht, als es hieß die Box muss umgepackt werden…und als ich meinte: lasst und doch eine Kette bilden, weil es eben wenig Platz gab um aneinander vorbeizulaufen, haben alle gleich mitgemacht. Fast 3 Stunden hab ich hier mit gearbeitet und es war eine interessante Erfahrung…

Es erschien mir wie eine Art Schwarm-Intelligenz…wo dezentral jeder Helfer Entscheidungen trifft die dem kollektiven Ziel dienen, ohne das vorher darüber debattiert werden muss…jeder macht, viele machen mit und kleine Entscheidungen führen alle zu einem Ergebnis….und das ohne das es Kompetenz-Gerangel oder persönliche Befindlichkeiten gibt.

Das Schönste ist, überhaupt etwas tun zu können…nicht nur hilflos vor den Nachrichten zu sitzen und zu denken: ja spinnt denn der Putin….zu sehen, wieviel Sachspenden alleine hier zusammen kommen, wie viele Menschen sich spontan, wie ich auch, zum mit Anpacken entschieden…nach Feierabend, einfach so, fremde Menschen die sich kurzfristig zusammen finden um zu helfen – das ist ein so schönes Gefühl.

Urlaubs-Multiplikator

Während meiner beiden Urlaubstage, Anfang der Woche, habe ich das Haus fast nur für meine Walkingrunden verlassen….Dabei ist das Wetter so schön draußen, so wie ich es mag: sonnig, klar, trocken und kalt…..allerdings immer noch ziemlich windig. Nachts ist es auch wieder frostig…

Ich hab mich zuhause beschäftigt, neben so spannenden Dingen wie waschen, bügeln, aufräumen und putzen…vor allem mit entspannen, lesen, Krimis schauen und Seele baumeln lassen…was im Angesicht des russischen Kriegs in der Ukraine gar nicht so leicht ist.

Außerdem hab ich es geschafft, den ersten großen Dänisch-Grammatik-Block abzuschließen, inclusive mehrmaligen Wiederholungen…also vorläufig…und widme mich jetzt erst einmal dem Wiederholen und Vertiefen von Vokabeln und natürlich der Aussprache. Vieles geht mir inzwischen flüssig über die Lippen und wirkt nicht mehr fremd….aber so manches verursacht immer noch einen Knoten in der Zunge….und ich bin überrascht, wenn mein Lernprogramm etwas als richtig anerkennt, während ich das Gefühl habe zu lallen….hahaha.

Mich jetzt weiter ausschließlich an der Grammatik fest zu klammern, bringt mich nicht weiter, denn frei Sätze zu bilden, die aus mehr als 3 Worten bestehen, klappt nicht so richtig.

Es sind tatsächlich immer noch diese vielen kurzen Wörter die ich mir nur schwer merken kann, die aus vielen einzelnen Wörtern aber erst einen richtigen Satz machen: Präpositionen (in, auf, neben, über usw.) und die verschiedenen Arten von Pronomen (mein, Dein, sich, dieser, jener, etwas, jemand usw.).

Deshalb hab ich beschlossen, mich jetzt erst einmal einem Kapitel mit den „100 wichtigsten Wörtern der dänischen Sprache“ zu widmen und mein Grammatik-Defizit nebenbei Stück für Stück abzubauen.

Mit diesen 2 sehr ruhigen Urlaubstagen, hab ich damit mein rede-intensives Wochenende wieder ausgeglichen und mich dabei gut erholt.

Als ich mich Mittwoch wieder an den Homeoffice-Schreibtisch setzte, hatte ich das Gefühl eine ganze Woche aufarbeiten zu müssen, dabei waren es nur 2 Arbeitstage.

Es fühlt sich also nach einem wesentlich längeren Urlaub an, als er tatsächlich war…erst das Wellness-Wochenende mit meiner Schwester und anschließend noch die sehr stillen Tage haben wie ein Multiplikator gewirkt.

Überempfindlichkeit gegen hohe Töne

Manchmal wünsche ich mir die Schwerhörigkeit meiner Generation….z.B. die meiner Schwester….sie redet sehr laut…und Niemanden in ihrer Umgebung stört es, während mir jedes Mal die Ohren klingeln und ich sie ständig bitte, ein wenig leiser zu sprechen. Bereits ab etwa 20 Jahre verliert der Mensch die Fähigkeit hohe Töne wahrzunehmen…ich nicht…ich kann zwar höhe Töne nicht mehr singen…aber hören dafür umso besser…das kann ganz schön nerven:

Ich werde bald 54, aber ich höre die Wecker meiner Nachbarn, die 2 Etagen über mir wohnen, wenn ein Kollege 3 Büros weiter den Höher seines Telefons nicht richtig aufgelegt hat und es leise vor sich hin tutet, ein Handy das in der hintersten Ecke auf dem Flur in einer Tasche klingelt…das leise Piepen wenn die Spülmaschine fertig ist, obwohl alle Türen zu sind…oder das Grundrauschen irgendwelcher Geräte.

Und wenn ich es einmal höre, dann kann ich es nicht mehr überhören…dann richtest sich meine komplette Aufmerksamkeit auf dieses eine Geräusch…und es fängt an mich zu ärgern.

Letzte Nacht freute ich mich, wieder in meinem Bett schlafen zu können (wenn meine Schwester mich besucht, schlafe ich im Wohnzimmer und überlasse ihr das Schlafzimmer)…..kaum liege ich jedoch in meinem Bett höre ich ein permanentes hohes elektrisches Geräusch….nicht laut, aber laut genug, um mich durch die Wohnung geistern zu lassen….es ist in JEDEM Raum hörbar.

Wie immer wenn mich Geräusche triggern (also fast immer) hab ich meine Aufmerksamkeit mittels eines spanenden Hörbuchs von dem Geräusch weggelenkt…und bin auch eingeschlafen.

Kaum wache ich heute Morgen auf, hab ich wieder (oder immer noch) dieses Geräusch…es ist DA…nicht laut, aber es ist DA …woher es kommt? Keine Ahnung.

Also bloß nicht aufregen, denn ich kann es nicht ändern….auch nicht auf das Geräusch fokussieren…Kopfhörer auf und leise Musik hören….ich hab dann 2 Stunden gearbeitet, um das für den Job fertig zu bekommen, was am Freitag liegen geblieben ist…währenddessen hab ich eine Waschmaschine angeworfen.

Später will ich die Wäsche in den Trockenkeller bringen und höre das Geräusch wieder, im Treppenhaus und es ist schon etwas lauter…ich komme in den Keller…und hier ist das Geräusch richtig laut…es kommt aus dem Heizungskeller….und es ist ein hoher permanenter Warnton.

Die Nachbarn unter mir, und damit über dem Keller….müssen taub sein…und die Nachbarn die heute Morgen das Haus verlassen haben, auch….oder die wollten sich an einem Montag Morgen nicht aufhalten lassen. Ich hab sofort den „Hausmeister“ angerufen…der war gerade vor unserem Haus mit den Bäumen beschäftigt….und er kam sofort und nach 3 Minuten war alles vorbei. RUHE !!

Wellness-Wochenende

Vor ein paar Wochen hatten meine Schwester und ich ein paar freie Tage synchronisiert … für ein Wellness-Verwöhn-Wochenende…wir haben uns dann auf den Zeitraum: Freitag Mittag bis Sonntag Mittag geeinigt….sie wäre auch länger geblieben, aber ich brauche ja danach auch wieder etwas Zeit für mich.

Ich habe Freitag einen Homeoffice-Tag gemacht…der lief aber wieder einmal schleppend…und erst als mein Feierabend näher rückte, kam alles in die Gänge und ich sollte das dann noch schnell erledigen…neeeee -so nicht…..egal – dann arbeite ich eben Montag noch 1-2 Stunden…obwohl ich da Urlaub habe.

Ab Mittags hatte ich frei, hab die Wohnung noch kurz auf Vordermann gebracht, mein Schlafzimmer geräumt, das Bett frisch bezogen usw… hab ein paar schnelle Apfel-Quark-Ballen gebacken (ein Quark-Ölteig, bei dem ich zack-zack….mal eben die falsche Flasche Öl gegriffen hatte und ein großer Schuss Olivenöl im Quark-Ölteig landete…. aber auch der Griff zum Rohrzucker war jetzt nicht so glücklich…also so richtig dolle haben die nicht geschmeckt…aber der gute Wille zählt ….hahaha).

1.Teil – Freitag: Für 16 Uhr hatte ich für uns Beide 1 Stunde Thai-Massage gebucht….die hatten wir auch nötig und konnten die hektische Woche abstreifen und kamen so schon am Nachmittag in eine Art Urlaubsstimmung.

Für das Abendessen hatte ich seit dem Morgen ein Schweinenacken im Backofen für ein Pulled-Pork …nicht klasssich, sondern mit einer Erdnuss-Sate-Marinade….jaaa schmeckte sogar richtig gut…dazu gab es Reis und als Vorspeise: Oliven, Paprika-und Chilicreme mit Brot, Tomaten, Gurken ….so ein paar kleine Leckereien, dazu einen Martini und später einen Weißwein.

Am späteren Abend gab es noch eine 5km Walkingrunde und sind gegen 23 Uhr ins Bett gegangen.

2.Teil – Samstag: Nach einem ausgiebigen Frühstück mit Brötchen/Brot, Lachs, Krabben, Quark und Marmelade, Orangensaft, gekochten Eiern, Kaffee und Tee haben wir unsere Taschen für Schwimmbad und Sauna gepackt und sind nach Wedel in die „Badebucht“ gefahren…..und ich war erstaunt das vor dem Eingang eine kleine Schlange stand….ohhha soooo voll? Ne – wir waren nur etwas zu früh da, die öffnen erst um 10 Uhr.

Mit den Tageskarten konnten wir uns nach dem Einlass soviel Zeit lassen, wie wir wollten…also erst einmal eine Runde Schwimmen im Kaltwasser-Becken…jaaa also an meinem Lungen-Volumen muss ich mal wieder etwas arbeiten, aber für eine so lange Zeit ohne Schwimmen, ging es doch noch erstaunlich gut…Okay – seit Sonntag hab ich etwas Muskelkater in den seitlichen Brustmuskeln….. Danach ging es in den Saunabereich….und haben es uns dort gut gehen lassen. Mittags gab es Bruschetta und einen großen Fitness-Salat mit Hähnchenbrut und jeder Menge Obst (nicht nur, das es dort super sauber und gemütlich ist, das Essen war richtig gut und toll präsentiert). Ansonsten gab es Sauna-Gänge, Abduschen, Eisbecken, Schwimmen in dem kleinen Aussenbecken, Spaziergänge durch den Garten und Ausruhen auf den Liegen und wieder von vorne.

Wohlweißlich sind wir NICHT in die Ruheräume gegangen….denn dort ist absolute Stille angesagt und das hätte einfach nicht funktioniert hahaha…..Aber es war lustig und anregend und entspannend zugleich.

Wir sind bis Abends geblieben und sind dann noch in Quickborn in das nette griechische Restaurant,in dem ich bereits letzte Woche war, gegangen…ich hatte kurz vorher angerufen und noch einen Tisch reserviert. Und wieder waren alle super nett. Es gab Lammfilet mit Röstkartoffeln und ich war erstaunt wieviel Ouzo meine Schwester trinken konnte *kicher* wusste gar nicht, das sie das so gerne trinkt…ich mag das ja nicht…also gab es die doppelte Menge für sie…ich bekam dafür etwas anderes….gut das ich ganz Nahe wohne…so war das mit dem Alkohol-Pegel kein Problem.

3.Teil – Sonntag: Es gab die Reste von gestern zum Frühstück, danach sind wir nach Hamburg gefahren….und haben unseren Sonntag-Morgen Spaziergang am „Altonaer Balkon“ direkt an der Elbe in Richtung Övelgönne gestartet….Erst sind wir oberhalb gelaufen, später direkt am Strand….gute 7,5 km

Bei traumhaften Wetter….klare und kalte Luft….und Wind…aber es war herrlich.

Am frühen Nachmittag hat sich meine Schwester wieder auf den Weg nach Hause gemacht und ich hab den Rest des Tages einfach nur auf der Couch verbracht……es war ein tolles Wochenende…aber jetzt bin ich auch wieder froh, über die Stille und das ich meine Wohnung wieder für mich habe….