Auf der Elbe paddeln

Sich mit einem Kajak auf der Elbe fortzubewegen, löste ganz unterschiedliche Emotionen in mir aus.

Als Anfänger war da noch vor dem Start auf dem Wasser eine Menge Respekt vor den Wellen, der Strömung, der Tiefe und den großen Schiffen…immerhin ist das keine Badewanne, sondern ein Schifffahrtsweg für große und ganz große Pötte, die Haushoch an einem vorbeiziehen.

Als ich dann im Kajak die ersten Meter auf dem Wasser mit Gleichgewichtsproblemen kämpfte wurde mir kurzzeitig etwas flau ob ich nicht auf der (ruhigeren) Alster besser aufgehoben wäre….aber das legte sich dann doch sehr schnell wieder.

Bei schönsten Sonnenschein kam danach ein Gefühl von unbändiger Freude und dem Gefühl von Freiheit…was ja nicht so ganz stimmte, weil unsere Schnupperkurs-Coaches sehr genau darauf achteten, das die Gruppe zusammen blieb und wir alle genau das machten, was wir auch sollten.

Und als dann die Wellen der großen Schiffe bei unseren gefühlten kleinen Nußschalen ankamen, merkte ich die Kraft, die dahinter steckt….aber in den Wellen die Nerven zu behalten und entsprechend ruhig zu bleiben und weiter zu paddeln, das hat Endorphine freigesetzt….das war richtig toll.

Mein größtes Problem auf dem Wasser, war die Koordination: wie nutze ich die Paddel um welche Reaktion des Kajaks zu erzeugen und das, ohne mit den anderen Kursteilnehmern zusammen zu stoßen….aber da war ich zum Glück nicht die Einzige.

Es war eine Art Crash-Kurs…die Aushändigung des Equipments, das Anlegen der Spritzschutzdecke und der Schwimmwesten und wie man das Kajak startklar macht und das Paddel hält…und bis wir alle im Wasser waren, hat ungefähr 1 Stunde gedauert und dann waren wir mehr als 1 Stunde auf der Elbe.

Es ging nur darum, das wir herausfinden konnten ob das so ist, wie wir es uns vorstellen, denn auch der Verein hat nichts davon wenn sich Einzelne zum Grundkurs anmelden, dann aber abbrechen…und es dient auch herauszufinden ob es für Manche gar nicht erforderlich ist, einen Grundkurs mitzumachen….viele haben Surf-Erfahrungen, machen Standup-Paddeling, waren schon in Urlauben im Ausland Wander-Kajaken, haben einen Segelschein usw….ich bin da eine der wenigen absoluten Wassersport-Anfänger…aber das ist mir egal.

Ich werde den Grundkurs jetzt im Mai starten…und dann lerne ich alles, was dafür nötig ist….die Technik um richtig zu paddeln, auf Gezeiten und Strömungen zu achten und wie ich mit der Ausrüstung umgehen muss….ich freue mich darauf…

Weite und Wind: St.Peter-Ording

Weite und Wind: St.Peter-Ording

Meinen Geburtstag hab ich in diesem Jahr ruhiger verbracht, als im Vorjahr….ich hatte auch gar nicht vor jetzt in jedem Jahr ein schneller, höher, weiter daraus zu machen….und immerhin startet ja bereits einen Tag später doch ein neues Abenteuer: der Schnupperkurs im Kajak-Verein.

Aber Samstag war jetzt erst einmal ein Familien-Treffen in St.Peter-Ordning. Mein Schwager war dort vor ein paar Jahren für 2 Monate in einer Reha-Klinik und kannte einen tollen kostenfreien Parkplatz.

Ich war noch nie in dieEm so bekannten Ort…kenne ihn nur aus Erzählungen Anderer und auch ein wenig aus der Serie in den 90er Jahren „Gegen den Wind“…aber Surfen war jetzt nie ein Thema für mich.

Der erste Blick auf den riesigen Strand war echt beeindruckend….und auch der 2. und 3. und überhaupt…diese Weite….unfassbar….TOLL.

Allerdings ist z.Z. Ostwind…und so ganz ohne Häuser und Bäume pfiff der Wind ganz gewaltig….so das wir obenherum eher nach Winter aussahen: dicke Jacken, Schal und Mützen….aber untenherum die Hosen hochgekrempelt und Schuhe und Socken ausgezogen und liefen mit den Füßen im flachen Wasser …brrrrr….kalt ist es …aber nach einiger Zeit was es einfach nur herrlich…..während sich mein Schwager eher am Rand hielt, konnte uns Mädels jetzt nichts mehr aufhalten und wir sind durch den Schlick gelaufen und haben uns halb schlapp gelacht vor lauter Vergnügen (wir sind uns da sehr ähnlich).

Stundenlang sind wir an der Wasserlinie entlang gelaufen….mal mit dem Wind, mal dagegen. Trotz vieler Menschen verlief es sich auf dem riesigen Strandgelände…später im Ort hat es sich dann schon etwas geballlt.

In der Strandbar 54 haben wir mit einem Glas Sekt angestoßen…später waren wir in einem Eiscafè und am Abend gab es in einem Gartenrestaurant leckere Galloway-Rindfleisch-Burger….jaaa es war immer noch kalt durch den Wind …aber mit der Sonne war es dann doch gut auszuhalten…

und nach dem Essen haben wir dann noch einmal eine kleinere Wanderung durch den Kiefernwald und die Umgebung gemacht:

Ich glaube im Sommer würde ich hier nicht hinkommen wollen, weil es einfach ein ausschließlich touristischer Ort ist, der zu den Hoch-Zeiten absolut überlaufen ist…aber jetzt im Frühling hat es richtig Spaß gemacht….und ist mit 130km auch nicht weiter weg, als meine sonstigen Ausflugsziele.

Am Ende des Tages zeigte mein Fitness-Tracker mehr als 19km an….das kommt mir zwar sehr viel vor…aber über den gesamten Tag verteilt, mit den Pausen zwischendurch kann das doch gut hinkommen bei immerhin fast 29.000 Schritten…und das krasse ist, durch das lange barfuß laufen am Strand hat mein Fuß überhaupt keine Probleme bereitet…ansonsten wäre eine solche Strecke auch überhaupt nicht möglich gewesen.

Nachbar-Plausch

Nachbar-Plausch

Nach den schönen erholsamen Ostertagen hatte ich zuerst einmal ein Motivationsproblem…und durch das Homeoffice bekam ich auch zuerst mal keinen Anschub….ein Glück waren die Meisten eh noch im Osterurlaub und ich konnte mich gaaaaanzzzz laaaaaangsam einigen leicht monotonen Arbeiten widmen: etwas, das keine geistigen Höhenflüge erwartet, still ausgeführt werden kann und bei jeder Gesellschaft auf die gleiche Art und Weise wiederholt werden muss.

Vorteil: das erfordert nichts weiter als die Konzentration auf die Sache – ohne mich geistig wachzurütteln.

Nachteil: So finde ich meinen Arbeitsschwung bestimmt nicht wieder

….und so blieb es auch am Mittwoch. Jaaa ich hab viel geschafft und damit auch schon gut vorgearbeitet…aber es fehlte mir weiterhin der Elan, den auch die Walkingrunden nicht brachten.

Aber dann klingelte es an meiner Tür….

Vor ein paar Tagen hab ich meinen Parkplatz-Nachbarn an den Mülltonnen getroffen….und der ist gut befreundet mit dem Nachbarn aus dem Nebenhaus, mit dem ich vor einiger Zeit mal einen netten Plausch im Waschkeller hatte.

Bei dem Plausch im Waschkeller hatte mich der Nachbar gefragt, ob ich nicht Lust hätte, bei den regelmäßigen Feierabend-Treffen der Beiden mal dazukommen zu wollen. Er hatte mir gleich das Du angeboten und es war lustig mit ihm zu plaudern, also sagte ich ja – sag einfach mal Bescheid wann…dann komme ich gerne.

Dieses Einladung hat nun mein Parkplatz-Nachbarn wiederholt…sie würden sich Oster-Sonntag Treffen und ob ich nicht dazu kommen wolle…da vom Abend die Rede war, sagte ich erst einmal zu…..Einen Tag später fand ich dann einen Zettel in meinem Briefkasten: es sollte bereits Mittags losgehen weil der Grill angeworfen wird ( Momentmal – Grillen ist doch in der gesamten Anlage verboten….ist vielleicht nicht schlecht, mal ein paar Insider-Informationen zu gekommen hihi), dazu noch einmal die schriftliche Bestätigung, das sie sich freuen würden und die Handy-Nummer vom Waschkeller-Plausch-Nachbarn…

Ostersonntag Mittag ging bei mir ja gar nicht, also hab ich nun per Whatsapp absagen müssen…weil terminlich verhindert…..immerhin ist der Sommer ja noch lang…da wird sich schon mal eine Gelegenheit ergeben.

Am Mittwoch klingelte nun mein Parkplatz-Nachbar (ich nenne ihn jetzt: Klausi)..sie würden jetzt gerade auf der Terrasse zusammen sitzen, ob ich nicht spontan Lust hätte dazuzukommen….Spontan habe ich ja gesagt, auch wenn dieser Nachbar schon nicht mehr ganz nüchtern war….bin also ein paar Minuten später mit einer Flasche Wein und einem Schokoladen-Osterhasen (der Waschkellerplausch – ich nenne ihn jetzt Mirko – hatte bei unserem Plausch eine Tochter erwähnt) ums Haus herum und habe mich dazugesellt.

Nachbar Mirko war überrascht, als ich um die Ecke kam und hat sich tatsächlich gefreut…auch über den Schoko-Osterhasen für seine 9jährige Tochter, die aber gerade bei der Mutter ist (geteiltes Sorge-und Aufenthaltsrecht, wenn ich es richtig verstanden habe).

Soooo – da saß ich also bei meinen beiden Nachbarn, Beide so Anfang bis Mitte 40Jahre und hatte einen feucht-fröhlichen Abend und lustigen Abend, der auch sehr lang war..so wenig hab ich schon lange nicht mehr geschlafen…immerhin musste ich am nächsten Morgen früh raus und ins Büro.

Sprachen lernen – das dauert ganz schön lange…

In den letzten Tagen bemerke ich einen lustigen Nebeneffekt beim Dänisch lernen……ich lerne gleichzeitig mehr Englisch!

Ich höre oft Nachrichten auf BBC oder CNN….schaue auch die eine oder andere Krimi-Serie im Britischen Original…aber auch nach so vielen Jahren, verstehe ich zwar oft worum es geht, aber so die Feinheiten einzelner Sätze oder auch Redewendungen festigen sich nicht…ich höre sie, bereife oft aus dem Zusammenhang heraus, was gemeint ist und schon minutenspäter weiß ich nicht mehr, wie genau der Reporter das ausgedrückt hatte.

Durch das Dänisch lernen, lausche ich jedoch wieder intensiver auf einzelne Worte und Sätze und das eben nicht nur im Dänischen Lernprogamm, sondern auch in den Englisch-sprachigen Sendungen…und es fallen mir viele Worte auf, die ich zwar kenne, aber nicht in dem Kontext…aber nun realisiere ich diese, manche schaue ich sogar schnell im Online-Wörterbuch nach, um sicher zu sein und schwuuuups…fallen mir diese Wörter oder Redewendungen auch später in den Sendungen auf und ich kann sie auch selbständig einsetzen….wieder etwas dazugelernt.

Das ist fast unheimlich, weil ich beim Dänischen jetzt nicht in großen Schritten vorankomme….eher langsam und bedächtig…aber dafür beständig…aber es ist auch lustig….weil mir das Englische dann noch leichter fällt, als ohnehin schon.

Nur bei einer meiner aktuellen Lieblings-Krimis da wird derartig genuschelt, kommen neben hastig gehuschtem Englisch auch irische und walisische Akzente so deutlich hervor, das mir manchmal der Inhalt eines Gesprächs komplett abhanden kommt…DAS ist dann schon frustrierend, wenn ich auch beim wiederholten Male einfach nicht heraushöre wo ein Wort anfängt oder aufhört….hahaha …Willkommen in der Realität der Sprache auf der Straße.

Osterausflug – Habernisser Moor

An der Flensburger Förde gibt es viele schöne Ausflugsziele….läuft man an der Außenförde am Strand entlang,hat man einen wunderschönen Blick aufs Wasser, es riecht angenehm nach Seetang…als Kind möchte ich den Geruch überhaupt nicht.

Osterstonntag war das perfekte Ausflugswetter: klarer blauer Himmel, fast windstill, ca. 12 Grad, die sich in der Sonne jedoch wie 19-20 Grad anfühlten….es waren Mittags zwar einige Familien unterwegs, aber jetzt keine Menschenmassen, wie in den Touristen Hochburgen…hier wirkte alles familär.

Und wenn man dann der Förde den Rücken kehrt und weg vom Wasser geht, kommt man ins das Habernisser Moor…es ist nicht riesig, aber der Weg führt über Salzwiesen und über Bohlenstege durch eine schöne abwechslungsreiche Landschaft…

Friedlich war es ….und oft waren nur die Vögel zu hören….zwischendurch sind wir an einem Gehöft mit Streichelzoo vorbeigekommen und haben Rast gemacht….dann kamen wir durch einen Wald…..auch hier haben die Stürme viele Bäume gekostet…lustig war der Stuhl, der aus einem Baumstumpf geschnitzt war:

Als wir am Ende unserer Wanderung wieder an der Förde ankamen, haben wir noch draußen in einem Strandcafè etwas getrunken…bevor es zurück ging und wir uns in die Sonne auf dem Balkon gesetzt haben….

Ostersonntag – Familientreffen

Nach einer Woche mit bewusst noch weiter zurückgezogener und damit geräusch-reduzierter Lebensweise, hab ich mich vor dem Oster-Sonntag ein wenig unwohl gefühlt…und ehrlichweise hatte ich auch überhaupt keine Lust zu Schwester+Schwager zu fahren….innerlich fühlte ich mich schon bei dem Gedanken, an die Lebendigkeit und Lautstärke bei den Beiden, gestresst.

Natürlich weiß ich, das dieses Einigeln zwar gut für mein Ohr ist, nicht aber für mein seelisches Wohlbefinden…..also war es gut, das ich die Einladung schon vor längerem angenommen hatte.

Samstag hab ich ein Gartencenter gestürmt, eine große runde Pflanzschale und Pflanzen dafür gekauft und hab für die Beiden eine üppige Balkonbepflanzung zusammengestellt….etwas Deko dazu….besser und haltbarer als jeder gebundene Blumenstrauß, bei denen, in meinen Augen, aktuell Mondpreise aufgerufen werden. Für einen einigermaßen schönen Blumenstrauß braucht man heute unter 50 EUR gar nicht hinzugucken….selbst kleine einfache Blumensträuße ohne SchnickSchnack kosten mindestens 35 EUR und sehen aus wie 15 EUR….und meine Schwester liebt ihren Balkon genauso, wie ich den meinen.

Hier hab ich jetzt eine ganze Schale voll Frühlings-/Früh-Sommerblumen, die erst noch richtig anfangen zu Blühen und dann noch 1-2 Monate glücklich machen können…Alles in hellem Flieder, Rosa und Weiß…hab leider vergessen ein Foto davon zu machen: Oleander, doppelfarbige Margeriten, Schneeflocken-Blümchen, Glockenblume, „Pink-Kisses“-Nelken, Blumenerde hab ich ja eh zuhause ….und die Deko liegt bei mir auch in den Kisten herum.

Um 9 Uhr Morgens waren zwar doch viele Autos auf der Autobahn Richtung Norden unterwegs….aber die Fahrt lief unproblematisch, weil staufrei. Aber ich fühlte mich immer noch unwohl bei dem Gedanken den ganzen Tag ununterbrochenem Reden ausgesetzt zu sein…das hat mich letztlich derartig gestresst, das mein kompletter Magen-Darmtrakt unangenehm aus den Fugen geriet.

Eine Schwester, die oft selber krank ist und alles mit den Errungenschaften der modernen Pharmaindustrie bekämpft, hat immer eine gut sortierte Hausapotheke …und als gelernte Krankenschwester immer auch genügend Durchsetzungskraft und Überzeugungswillen auch andere damit zu therapieren.

Meinen Dickschädel brauchte sie dieses mal gar nicht erst zu knacken…schon nach kurzem Widerstand war ich bereit und hab mir eine Tablette (also eine rezeptfreie) geben lassen…und tatsächlich ging es mir schon nach ein paar Minuten wesentlich besser.

Und ich war wirklich überrascht, wie sich Beide bemüht haben, bewusst leiser als sonst zu sprechen…Beide waren aber auch ausgeglichen und friedlich…es gab nicht dies oft so überbordende Mitteilungs-Bedürfnis, wo einer den anderen übertönen möchte. Gegen Abend hab mir allerdings öfter das gepeinigte Ohr zuhalten müssen….aber das war auch okay. Ich war dankbar über die überhaupt gezeigte Rücksichtnahme.

So war es dann doch ein echt schöööner Ostersonntag mit leckerem Essen (das ich nach der Tablette, dann auch geniessen konnte) und einem wunderschönen Ausflug ins Habernisser Moor. Letztlich bin ich bis 19.30 Uhr geblieben, bis ich mich auf den Heimweg gemacht habe.

Und obwohl ich eigentlich schon am Vormittag unser locker geplantes Treffen für das nächste Wochenende (Geburtstag) absagen wollte, weil wir uns ja an diesem Wochenende (Ostern) treffen….hab ich dann doch zugestimmt…wir treffen uns nächsten Samstag an der Nordsee für einen gemeinsamen Tagesausflug…..jaaaa – ist ja doch meine engste Familie….und ich hab die letzten Jahre ja meinen Geburtstag zwar immer besonders, aber eben bewusst alleine verbracht…und als ich das auch für dieses Jahr schon mal andeutete, war ihr die Enttäuschung anzusehen. Also gut.

Manchmal muss es eben IKEA sein

….und weil ich ja schon mal da war, es mit dem Regal für mein Büro aber nicht geklappt hat, hab ich statt dessen mein Lieblingsregal für den Keller gekauft. IVAR…das Regalsystem aus Kiefernholz, kinderleicht zum zusammenbauen und ziemlich stabil.

Das hatte ich schon in Hessen, hab es dann aber vor dem Umzug verschenkt, weil ich ein so großes Regal in Pinneberg nicht unterbringen konnte…so ohne Keller. Jetzt hab ich wieder einen Keller und der braucht dringend etwas Ordnung.

Nachdem nun in der Wohnung alles fast optimal ist, bleiben nur noch Keller und Balkon. Also zuerst kommt der Keller dran…neben dem großen Holzregal, das ich jetzt gekauft habe, hab ich bereits 2 kleinere Metallregale aus der vorherigen Wohnung, davon muss ich das Eine noch aufbauen…Dann kommt endlich Ordnung in das Chaos.

Früher, wenn ich beim IKEA war, war es fast unausweichlich, dort einen Hotdog zu essen…nicht das es besonders gut schmeckt…aber in Ermangelung guter Hotdog-Alternativen in der Mitte Deutschlands, war es trotzdem immer ein Genuss.

Seit ich in Schleswig-Holstein wohne dachte ich – nein also hier bin ich den dänischen Hotdogs jetzt endlich wieder so nahe…da esse ich keines mehr vom schwedischen Möbelhaus….bis ich letztens an einem Imbisswagen war, das ausschließlich „echte dänische Hotdog“ verkaufte und feststellen musste…das schmeckt jetzt auch nicht besser und rote Würstchen hatten die auch nicht.

Hmmm was ist aus den guten alten Rød pølse von früher geworden…kaum ein Hotdog wird noch so angeboten…ich hab diese Würstchen immer geliebt, dazu das auf-getoastete weiche Milchbrötchen, die 3 verschiedenen Soßen, süße Gurken und Röstzwiebeln.

Alles so herrlich inkorrekte und ungesunde Lebensmittel, dafür zusammen gebaut – als Hotdog, ein Genuss für den Moment und ein kleines Stück Erinnerung an meine Kindheit.

Hab also meine Prinzipien über Bord geworfen und mir gleich 2 Hotdogs vom IKEA gegönnt (die sind doch so klein hihi) …Vor dem Laden auf einer Bank sitzend, hab ich Beide hintereinander verschlungen….hmmmm doch lecker

Freitag – Zuhause

Karfreitag – einer der stillen Feiertage…kein Glockengeläut, keine offiziellen Musik-Veranstaltungen, und tatsächlich gilt an so einem Tag immer noch das Tanzverbot…und das in unser heutigen Zeit.

Den Vormittag hab ich mit Schreiben verbracht und mit etwas Hausarbeit…..Mittags gab es bei mir ein leckeres Mittagessen mit bodenständigen Zutaten….und es war super lecker:

Und es zeigte sich mal wieder, das gute einfache Zutaten keinen Schnick-Schnack brauchen.

Gekochte Cilena-Kartoffeln mit etwas Butter, gekochter Blumenkohl mit Muskatnuss und Salz gewürzt und ein einfach gebratenes Kotelett….das restliche Bratfett hab ich über den Blumenkohl verteilt….Der Blumenkohl war butterzart und aromatisch, das Fleisch vom Strohschwein war saftig und die Cilena-Kartoffeln haben einen intensiven Geschmack.

Jaaa, für Manche müsste es noch eine Soße dazu geben…früher hab ich immer noch eine frische Bèchamelsauce dazu gemacht oder aus dem Bratenfond eine dunkle Soße …aber seit ich wieder Single bin, bin ich wieder davon weg. Bin kein Fan davon Gemüse in Soßen zu tränken.

Den Nachmittag hab ich auf dem Balkon verbracht…bei 10 Grad und ohne einen Sonnenstrahl, hab ich endlich die gelieferten Pflanzen begutachtet, gruppiert und in die verschiedensten Blumenkästen gepflanzt….es fehlen noch ein paar Untersetzer und auch noch der eine oder andere richtige Blumentopf, aber immerhin hab ich alles in die Erde gebracht.

Jetzt bin ich gespannt, ob sich diese Pflanzen auch tatsächlich auf meinem Balkon wohlfühlen werden….ich hab mir ja 2 verschiedene „Überraschungs-Pakete“ aus einer Baumschule schicken lassen….so hab ich jetzt Pflanzen, die ich zum Teil nicht mal benennen kann (nicht alle hatten ein Namensschild dabei) und ob und wie die sich untereinander vertragen, weiß ich auch nicht….aber genau das macht es spannend. Und ob die beiden Rotbuchen, die ich allerdings bewusst bestellt hatte, tatsächlich angehen, weiß ich auch nicht.

Aber ich wollte weg von dem üblichen Einerlei aus Schwarzäugiger Susanne, Geranien, Dipladenie und Jasmin-Strauch (also für den Sommer)…auf die kann ich immer noch zurück greifen, wenn das hier nichts wird….

bewaldete Flächen und Feldwege

Das Wetter in dieser Woche war ja geradezu himmlisch…die ersten Tage bin ich wieder morgens unterwegs gewesen:

Die nächsten Tage dann wieder abends…gestern war zwar noch nicht ganz Vollmond (das wird erst Morgen sein) aber der Mond schien trotzdem schon ziemlich perfekt und lud zu einer ausgiebigen Runde mit 6,7km ein…ich wollte endlich eine Verbindung zwischen 2 meiner üblichen Walking-Strecken finden, um noch weitere Variationen in die Streckenführung zu bringen….hahaha aber es gab keine Verbindungswege und so musste ich gaaanz außenherum laufen (ich mag eben nicht eine Strecke laufen und dann mittendrin umdrehen, sondern finde komplette Runden viel angenehmer).

Gestartet war ich nach 20 Uhr, kurz vor Sonnenuntergang und zurück war ich um 21.45 Uhr bei kompletter Dunkelheit…aber durch den hell-scheinenden Mond brauchte ich die Taschenlampe nicht aus der Tasche zu holen. Die Temperatur war angenehm und ein großer Teil der Strecke führte über Feld- und Wirtschaftswege.

Mir fehlt zwar doch immer wieder mal der Wald in fußläufiger Nähe, aber inzwischen hab ich auch hier bewaldete Strecken und abseitsgelegene Feldwege gefunden….muss aber immer erst 1-1,5km bis dahin laufen….Freue mich schon, hier bald die weitere Umgebung mit dem Fahrrad erkunden zu können.

Von intensiven Sporteinheiten im Fitnessstudio und vom Trampolin hab ich mich lieber fern gehalten….weiß nicht, in wie weit das sonst Auswirkungen auf mein aktuelles Hörproblem haben könnte…das wollte ich ja auch beim Arzt erfragen…naja…der neue Termin ist ja schon in 10 Tagen.

Wie immer versuche ich auf meinen Körper zu hören und intuitiv zu erahnen, was gut sein könnte…im aktuellen Fall, also große körperliche Anstrengungen und Hüpfbewegungen zu vermeiden und bei dem aktuellen Wind die Mütze über die Ohren zu ziehen….hahaha – na das wird schon passen.

Covid erweitert unsere Alltags-Sprache

Aus einer Chat-Nachricht mit einer lieben Kollegin, kenne ich seit heute das neue offizielle „wording“ der Gesundheitsämter:

In Quarantäne ist man, wenn man noch nicht weiß ob man krank ist, sich aber krank fühlt oder als Kontaktperson mit einem COVID-Infizierten gilt und sich deshalb von anderen Menschen fernhalten muss, bis das geklärt ist.

In Isolation ist man, wenn man nachweislich COVID19 hat, egal ob man sich gut oder krank fühlt.

Seit 2 Jahren hat die Pandemie so viele Wörter neu in unseren Alltag gebracht:

Pandemie, Endemie, Superspreader-Event, Inzidenzen, Social-Distancing, Aerosole, Vakzine (ich kannte bisher nur Impfstoffe), 2G-Rgeln, 2G+und 3G-Regeln, Impfdurchbrüche, FFP2-Masken, Flatten the curve, Delta-Variante, Omikron, Lockdown, Shutdown, Home-Scooling, Hygiene-Etikette, Lollipop-Test, PCR-Test, Hybrid-Unterricht, Hospitalisierungsrate, Fatigue-Syndrom, Long-Covid….

Es gibt unzählige weitere Wörter, die uns inzwischen locker über die Lippen kommen und nur noch selten ein Stirnrunzeln hervorbringen. Es ist so unglaublich das dieses Virus wirklich Einfluss auf alle Menschen gehabt hat und auch noch hat (außer man lebt abgeschieden in de Wildnis, ist geistig nicht fit oder noch ein Baby).

Es gibt Worte in der deutschen Sprache, die bis heute so mit der Nazizeit verbunden sind, das sie seitdem nicht mehr unbeschwert genutzt werden können…sie sind untrennbar mit dieser Zeit verbunden.

Nicht das ich diese Zeiten miteinander vergleichen möchte, aber wird es uns in ein paar Jahren auch so gehen, das wir bei einem „Superspreader-Event“ immer an diese Corona-Pandemie werden denken müssen, als eine 2jährige einmalige Zeit in unserem Leben. Oder wird es in dem Sinne Alltagssprache, weil wir diese Wörter ab jetzt jedes Jahr, als Begleiter von immer neuen Corona-Varianten, als normal wiederkehrende Erkrankung ohne große Aufregung hinnehmen…wie die sonst jährlich wiederkehrende Grippe?

Ich bin nach wie vor überzeugt, das uns die Corona-Viren ab jetzt immer begleiten werden…mal mehr, mal weniger gefährlich…und das es zukünftig in den Hauptnachrichten, nach dem Sport und vor dem Wetter, einen Corona-Deutschland-Überblick geben wird, wie sich die Corona-Lage gerade in welchen Gebieten wie darstellt….hahaha…