Besuch

Letzten Sonntag hatte ich die beiden Rentner aus Hessen zu Besuch.

Auf Ihrem Weg in den Urlaub an die Nordsee-Küste, haben die Beiden einen Stopp in Pinneberg eingelegt…aber sie waren wohl nicht die Einzigen, die von der Mitte Deutschlands nach Norddeutschland wollten. Die Autobahnen waren genau so verstopft, wie schon 2 Wochen zuvor, als ich selber die Strecke gefahren bin.

Da die Sommerferien ja in den restlichen Bundesländern schon in vollem Gang sind, konnten es sich bei dieser Masse an Fahrzeugen nicht um Familien mit Kindern oder Lehrer handeln….wahrscheinlich war das jetzt die Welle der Menschen, die dann fahren kann, wenn die Schulferien vorbei sind…ist (eigentlich) weniger voll und dazu oft noch günstiger.

So zog sich deren Anfahrt ziemlich in die Länge…aus der geplanten Ankunftszeit von 15-16 Uhr wurde nichts….und gegen 16.30 Uhr hab ich vorsichtshalber im Restaurant Bescheid gegeben, das wir den Termin für 18 Uhr wahrscheinlich nicht einhalten können….wegen Stau auf der Autobahn….kein Problem – wir dürfen auch ruhig später kommen.

Dann kam der Anruf um kurz nach 17 Uhr….jetzt sind sie im Hotel angekommen. Wir haben kurz umdisponiert….also ich fahre zu den Beiden ins Hotel, von dort laufen wir zum Restaurant (ca. 15 Minuten), und nach dem Essen fahren wir mit dem Auto zu mir in die Wohnung…

Und obwohl wir uns ja erst vor 14 Tagen persönlich getroffen und einen tollen Abend in Gelnhausen hatten, war es ein toller und vor allem unterhaltsamer Abend….Der Gesprächsstoff geht uns irgendwie nie aus…wie sagt ER immer so schon: es passt bei uns Dreien einfach….und das stimmt….wir liegen wirklich auf einer Wellenlänge.

Wir waren In der Drostei…also in „Meusels Land-Drostei“…ein Restaurant das sich auf regionale und saisonale Gerichte konzentriert….die Karte ist überschaubar, dafür ist die Qualität sehr gut….die Preise sind dementsprechend, aber angemessen.

Die Drostei ist denkmalgeschützt und in einem hervorragenden Zustand…..und ich musste tatsächlich erst einmal nachschlagen, was Drostei eigentlich bedeutet: Es ist ein Stadtpalais, das vom mittelalterlichen Landdrosten genutzt wurde…also eine Art Verwaltungsamts-Sitz. Es ist quasi der architektonische Mittelpunkt dieser kleinen Stadt Pinneberg. Das Vorzeigeobjekt…..Die Hessen würden sagen: „die Gud Stubb“

Bei gutem Essen und gutem Wein hatten wir eine lustige angeregte Unterhaltung….doch leider ist IHM im der Stress der langen Autofahrt mit vielen Staus, auf Magen-und Darm geschlagen….und nach einem kurzen Spaziergang zurück zu meinem Auto, sind wir noch für ca. 1,5 Stunden zu mir nach Hause gefahren….und dann hab ich die Beiden zurück zum Hotel gebracht.

Der Tag war für Beide lang und aufregend ….und so haben wir uns herzlich verabschiedet. Am nächsten Tag sind sie dann weiter gefahren….da ging es ihm zum Glück wieder richtig gut.

Sommerfest – sonnig – saukalt – SUPER

….gestern hatte unser Hamburger Büro ein verspätetes Sommerfest. Während das Wetter in dieser Woche eigentlich Sommer versprochen hatte….schauten wir alle gebannt auf das tatsächliche Wetter und tatsächlich war Freitag Mittag endlich einmal die Sonne da…..20 Grad und Sonne….alles gut für unser rein als Außenveranstaltung geplantes Sommerfest.

Los ging es bereits Mittags auf der Dachterrasse….ein leichtes Vorglühen mit Bionade/Bier….bis dann alle Kollegen eintrudelten, dauerte es eine ganze Weile…eigentlich sollte um 14 Uhr dann die Abfahrt zur ausgewählten Location los gehen….aber wie es nun mal so ist, wenn sich die Kollegen nach so langer Zeit mal wieder begegnen….es verzögerte sich….

Die Fahrrad-Gruppe machte sich dann als Erstes auf den Weg….mich mit eingeschlossen….Von Bahrenfeld ging es durch Ottensen direkt zur Elbe und dann durch den alten Elbtunnel bis nach Wilhelmsburg….an einem der Kanäle dort gibt es eine tolle Location mit Außengastronomie und mit Bootsverleih….das waren dann knappe 10 km…dann begann das große Warten auf die restlichen Kollegen, die mit 3 verschiedenen Autos kommen wollten.

Der ursprüngliche Plan bestand ja darin, das wir mit der S-Bahn fahren wollten, aber der Streik der Lokführer hat das vereitelt…und dazu wird auch noch die A7 ab Freitagabend gesperrt…..hahahha also keine gute Idee mit dem Auto kommen zu wollen….aber es gibt eben Kollegen, denen liegt das Radfahren nicht.

Wir haben dann schon mal unsere reservierten Plätze eingenommen und erst einmal etwas getrunken…..der Wind blies ganz ordentlich und sooo warm war es jetzt dann doch nicht…gut, das ich mich bewusst für eine lange Hose und eine zusätzliche Fleece-Jacke entschieden hatte…Anstatt also um 15 Uhr mit den Treetbooten und Kanus über den Kanal zu fahren, verzögerte es sich fast bis 16 Uhr…aber dann waren alle da.

Leider waren die alten Boote nicht gut gewartet (Wassereintritt beim Tretboot / Sitze zerbrochen bei den 4er Kanus) und so dauerte es noch einmal eine Weile bis alle endlich in oder auf einem wassertauglichem Gefährt saßen….Wir vier Mädels und der Controller waren die letzten die sich auf ein 3er Kanu und ein 2er Kanu verteilten….alle anderen waren inzwischen in den verschiedenen Kanälen verschwunden…..ich saß mit der jungen Kollegin Kim im 2er Kanu….ich vorne, sie hinten.

Bisher hatte ich nur in Einer-Kajaks gesessen und war dort mit dem Doppelpaddel Herrscher über die Steuerung….und auch Kim ist bisher nur mit SUP-Boards unterwegs gewesen….und jetzt mussten wir uns abstimmen…das lief ganz gut…trotzdem hatten wir die meiste Zeit einen leichten Linksdrall….hahaha…aber fast alle Kanus haben das später auch gesagt…unsere beiden Kanus blieben während der gesamten Fahrt aber beieinander….und wir hatten sooo viel Spaß.

Der Controller fühlte sich in unserer Mädelsrunde sichtlich wohl und auf dem Wasser war es dann auch wieder richtig schön warm und sonnig….das Tretboot hatten wir schnell eingeholt und auch überholt….hahaha die waren mehr mit den Getränken beschäftigt….fühlten sich dabei aber pudelwohl…

Wir fuhren auf einem der breiteren Kanäle, der wurde dann eng und bog in noch engere, unter kleinen Brücken hindurch….dort traffen wir auch eines der anderen 4er Kanus….es gab eine kleine Pause mit einem Eis auf die Hand und das 4er Boot fuhr weiter, unsere 2 Boote kehrten um….

Es war lustig und auch albern, wenn wir versuchten uns gegenseitig abzudrängen, oder zu überholen und trotzdem war es total entspannend.

Später traffen alle wieder heile und trocken am Anleger an und dann gab es ein Grill-Buffet (auch für Vegetarier…und der vegane Kollege bekam sein Essen gesondert, war aber auch sehr zufrieden damit) und Getränke satt….es wurde jedoch so kalt, das heißer Kaffee und frischer Minztee die absoluten Renner waren….wir fabulierten schon vom Glühwein….Erst nach 21 Uhr trat die Fahrradgruppe, dieses mal als Letztes, dafür aber geschlossen den Rückweg an….erst nach Durchquerung des alten Elbtunnels trennten sich unsere Wege ….ich musste ja noch zurück zum Büro….mein Auto holen.

Was für ein toller Tag….es fühlte sich an wie ein Tag mit Freunden….so wie früher die Feste mit meiner Tanz-Clique….

Restekuchen

Oder auch eine Art Überraschungskuchen…was ist noch da und was passt in den Kuchen hinein.

Also eigentlich sollte es ein Birnenkuchen mit Walnüssen werden….bis ich beim Vorbereiten der Birnen bemerkt habe, das diese von innen her zum großen Teil vergammelt waren, schade…es blieb nicht soviel übrig…aber ich hatte auch noch ein paar Äpfel und 1/2 Zitrone…

….und als ich dann auch noch im Schrank ca.100g Buchweizenmehl gefunden habe und etwas Haselnusskrokant, sowie 1/4 Tüte gemahlene Mandeln, war klar….okay – daraus mache ich jetzt etwas:

Also 100g Zucker und 100g Butter mit 1 Päckchen Vanillinzucker verrühren, danach 3 Eier nacheinander hinzugeben.

Dann 100g Mehl, eine Prise Salz und 100g Buchweizenmehl mit 1 Päckchen Backpulver vermengen und in die Masse geben….dazu dann etwas Haselnusskrokant und die gemahlenen Mandeln, bis der Teig zäh vom Löffel fällt.

Alles in eine gefettete Form geben. Birnen und Äpfel in Scheiben schneiden, ca.80 Gramm Walnüsse hacken und über dem Kuchen verteilen, dann etwas Zitrone drüber träufeln und dann den Kuchen mit Zucker bestreuen….Da ich eine flache Tarte-Form gewählt habe ging es bei 180Grad für 35 Minuten in den Backofen.

Hmmm gar nicht mal schlecht….also das Buchweizenmehl mit Weizenmehl in Kombination ,schmeckt mir im Kuchen auf jeden Fall besser, als die Buchweizenmehl-Waffeln….und es passt super gut zu den Nüssen…schade das ich nicht mehr Birnen hatte, die passen wirklich wunderbar dazu….

Privatsphäre und Post-Geheimnis

Ich hab mir vorher nie Gedanken darüber gemacht, das ein Gemeinschaftsbriefkasten etwas mit fehlender Privatsphäre zu tun haben kann….und das ich das tatsächlich mal als unangenehm empfinden könnte.

Und dabei rede ich nicht von den obligatorischen Postkarten, die quasi jeder lesen kann….sondern schon von verschlossenen Umschlägen….Aber auch das sind Daten. Verraten die Absender doch eine Menge über mein Leben…bekomme ich Post von einer Lebensversicherung….oder vermehrt Post vom Finanzamt….oder als Autofahrer öfter Post aus verschiedenen Städten oder Gemeinden (z.B. Knöllchen)….bekomme ich Post von einem Anwalt oder von Banken…. von Vereinen oder öfter Post vom Arbeitgeber….bekomme ich private Briefe oder eben nicht….

Anfangs hat es mich nicht gestört….aber als ich dann auf einmal einen „gelben“ Umschlag, also eine förmliche Zustellung, von einer Stadt erhalten habe, die mir mitteilte ich hätte mein Knöllchen nicht bezahlt, da fand ich das unangenehm….zumal ich mich nicht erinnern könnte, ein solches überhaupt erhalten zu haben…. oder als meine Jahresabrechnung der Stadtwerke in einem unfrankierten, nicht beschrifteten weißen Umschlag bei mir landet. Wäre ja kein Problem, wenn sie ihn versehentlich aufgemacht hätte…kann ja passieren….aber dann ganz ohne einen kleinen Hinweis die Abrechnung in einem neutralen Umschlag hinzulegen. Ein kleiner Zettel mit einem „sorry, hab ich versehentlich geöffnet“….das wäre doch normal gewesen.

Bisher hat meine Vermieterin immer die Post aus dem Gemeinschaftsbriefkasten genommen und mir meine auf die Treppe gelegt….letzte Woche hat sie mir nun mitgeteilt, sie hätte ihren Postschlüssel verlegt und ich solle meine Post selber aus dem Briefkasten nehmen….allerdings finde ich immer nur meine Post darin….ihre nicht, also versteckt sich der Schlüssel nur, wenn es um meine Post geht. Warum immer diese so offensichtlichen Lügen….das ist so unnötig.

Bei dem Gedanken bald wieder über einen eigenen Postkasten verfügen zu können, fühle ich mich gleich ein Stück freier….auch wenn ich doch eigentlich nichts zu verbergen habe.

fehlende Verhältnismäßigkeit

Sooo, nachdem sich dann am Dienstag auch noch mein Laptop verabschiedet hat und heute noch die Gefrierfachklappe am Kühlschrank abgebrochen ist, finde ich so langsam könnte meine „es geht alles kaputt“-Phase mal wieder beendet sein…..na egal….ist nun einmal so.

Das Laptop hat physische Aussetzer und so hab ich es gleich mal zum „PC-Doctor“ gebracht und heute wieder abgeholt, jetzt sollte es wieder eine Weile gehen….und die blöde Klappe für den Kühlschrank hab ich heute auch sofort bestellt…die war eh schon immer locker….hätte die nicht noch ein paar Wochen durchhalten können….so ein Teil kostet dann glatt mal 68 EUR….grrrrrrr

Der für mich unangenehmste Teil war aber am Dienstag tatsächlich die Kündigung und die „Vorvermieter-Bescheinigung“ bei meiner Vermieterin abzugeben. Die ist so verbiestert…..aber es war mir wichtig ihr das persönlich in die Hand zu drücken…..und schon als sie die Tür öffnete, schlug mir ein eisiger Hauch von Ablehnung entgegen, ich hab also guten Tag gesagt und „hier ist meine Kündigung“…..sie zischte mir nur ein „das ist auch besser so“ entgegen.

Ich bleibe bei solchen Gelegenheiten nach Außen hin immer ruhig und gelassen…musste mich aber wirklich zwingen, sie nicht auszulachen. Ihr Verhalten ist so absurd, so albern und zeugt nicht gerade von Souveränität. Innerlich wühlt mich so ein Verhalten aber auf.

Zur Erinnerung: Ihr Problem ist mein Fahrrad an der Seite des Hauses und meine Weigerung es weg zu stellen. Es geht nicht darum, das ich etwas kaputt gemacht habe, ich ihr Geld schulde oder versuche sie zu betrügen (das was ja eher ihr Part bei der NK-Abrechnung). Ich habe weder einen Giftanschlag verübt, noch sie in der Nachbarschaft schlecht gemacht…..aber sie steigert sich da in eine Art Hass hinein….das kann man doch nicht ernst nehmen.

Ihr übertrieben ablehnendes und gehässiges Agieren steht in keinem vernünftigen Verhältnis zu unserem Disput. Ich vermute allerdings, das es dabei gar nicht mehr um das Fahrrad geht, sondern eher darum, das ich sie mit meinem Auskunftsersuchen bei der NK-Abrechnung, indirekt gezwungen habe, einzugestehen, das ihre Abrechnung falsch war….und sie hat sich ja auch gewunden wie ein Aal und sich auch nicht dafür entschuldigt….sondern versucht mir ganz beiläufig die neue Abrechnung zu geben, als es gar nicht mehr anders ging.

Na zumindest hat sie mir die Vormieter-Bescheinigung ausgefüllt, wenn auch erst 2 Tage später…aber da hat sie wenigstens die Kreuzchen an der richtigen Stelle gemacht: Also: das ich alle meine Pflichten erfüllt habe und aktuell keine finanziellen Forderungen offen sind….nur, das ich gegen die Hausordnung verstoßen habe…..damit kann ich leben…

Soooo und jetzt ziert sie sich, mir eine Kündigungsbetätigung zu geben….Das ist inzwischen auch nicht mehr nötig, hab ich doch einen Whatsapp -Chat-Verlauf, in dem sie meine Kündigung selber erwähnt….das reicht mir völlig aus. hab das gleich mal als Foto gespeichert….nur für den Fall der Fälle.

HURRA

HURRA

Ja, was soll ich sagen…heute hatte ich den Termin mit der Maklerin und den Vermietern der neuen Wohnung …und nach einer Stunde beschnuppern, sind wir uns ganz unkompliziert einig geworden….

HURRA, ich bekomme die Wohnung…. Start der Mietzeit: 01.11.

ABER, sobald ich in den nächsten Tagen den Mietvertrag unterschrieben habe, die Kaution überwiesen und eine wirklich sehr kleine Vormiet-Gebühr bezahlt habe, kann ich quasi schon sofort in die Wohnung…also schon im September….

Das gibt mir einen fast 1,5 monatigen zusätzlichen zeitlichen Spielraum, also insgesamt ca. 2,5 Monate bis ich meine jetzige Wohnung übergeben muss …. da kann ich dann vieles für den Umzug selber erledigen…und nach und nach rüber bringen…sind ja weniger als 20km .

Ein Umzugs-Unternehmen brauche ich dann nur noch für die Möbel (Abbau/ Transport/ Aufbau) und die Grossgeräte.

Ich freue mich schon auf die Wohnung…

DANKE für Euer fleißiges Daumen drücken…es hat gewirkt 🌺🌺🌈

Apfelballen – schnell gemacht

Um meinen Gästen später eine Kleinigkeit für den Kaffee anbieten zu können, hab ich mich wieder einmal für die Apfelballen entschieden.

Das geht einfach, schnell und ist sehr lecker….Es ist ein Quark-Öl-Teig mit kleingeschnittenen Äpfeln….nach dem Backen mit etwas Puderzucker+ Zimt bestreut und schön in dieser kleinen Etagere angerichtet:

Durch den Mix aus Puderzucker und Zimt sehen sie etwas matt aus, das nächste Mal nehme ich wieder normalen Kristallzucker….aber gut sieht es trotzdem aus. Bin zufrieden damit.

Kochen – 3x

Das Kochen ist zwar etwas zu kurz gekommen in dieser Woche, aber an drei Tagen hab ich dann doch frisch gekocht….

und so gab es, ganz dem Wetter entsprechend, sehr unterschiedliches:

In Wein geschmortes Sauerkraut mit Tafelspitz und Salzkartoffeln

Eine Gemüsepfanne mit Reis und rosa-gebratenem Lamm und

Pasta mit Parmesan und gebratenem Lachsfilet

Den Rest der Woche hab ich einfach aus dem Gefrierschrank gelebt und gestern Mittag gab es seit langem mal wieder eine Currywurst mit Pommes und Mayo …der Stand vor dem Baumarkt hat echt eine tolle Curry-Soße und die Wurst schmeckt auch.

jetzt gilt es – Daumen drücken

Montagmittag war der eskalierte Streit mit meiner Vermieterin…..und bis ich Mittwochmorgen mein Auto zur Inspektion (und später am Abend zur Reparatur) bringen musste, hatte ich bereits einige Wohnungen in Hamburg und Umgebung angeschaut.

Dienstag Abend war kurzfristig auch noch Besichtigung in Quickborn.

Was ich bereits in diesen 2 Tagen im Internet und in Natura gesehen hatte: das Preis-Leistungsverhältnis nimmt überproportional ab, je näher man an Hamburg herankommt.

Mein Ziel war in Pinneberg oder Umgebung zu bleiben, evtl. auch Wedel…..und dann erst hab ich in Richtung Quickborn und Elmshorn geschaut….und eben alle Dörfer drumherum….Also Kreis Pinneberg bis maximal Stadtrand von Hamburg.

Hab ich am Anfang noch gedacht 50-60 qm würden mir reichen, musste ich aber schnell feststellen: in dieser Größe sind die Wohnungen, vor allem Dachgeschoss-Wohnungen sehr klein….und nein 50qm sind nicht immer = 50qm. Es gibt gut geschnittene und es gibt verwinkelte 50qm.

Und Neubau oder neuwertig hat auch nicht immer Vorteile: diese lagen immer „verkehrsgünstig“ an den Autobahnen und der Fokus hier liegt entweder auf einem großen Wohnzimmer-Esszimmer-Küchenbereich in EINEM oder aber Küchen haben keinen großen Stellenwert und sind so winzig, das selbst die Badezimmer 2-3x so groß sind. Ach und die Autobahn hört man ja fast gar nicht, die Fenster sind 3fach verglast und man gewöhnt sich ja auch daran. Mag ja sein – aber ich bin gerne und viel auf dem Balkon und hab immer Fenster geöffnet – gerade nachts.

Es gilt also für mich etwas zu finden, das nicht zu klein, nicht zu teuer, möglichst mit viel Grün drumherum und am Stadtrand gelegen, mit Balkon und vernünftiger Küchengröße ausgestattet ist …..und dann auch noch möglichst so gelegen, das ich gut nach Hamburg komme.

Jaaaa und dann hab ich eben diese Wohnung in Quickborn angeschaut…eine Wohnanlage aus den 1990ern mit mehreren Häusern, 3stöckige Häuser, umgeben von viel Grün, am Stadtrand, am Rande eines na nennen wir es mal „gemischt“ genutzten Gebietes (Industrie, Verwaltung und Wohnen)…..3 Zimmer, 1.OG, 78qm, große Küche mit toller Einbauküche, großem Balkon, großem Bad, mit Fahrrad-Keller und anderen diversen Fahrrad-Stellmöglichkeiten, Trockenkeller, Waschkeller, eigenem Keller-Abteil, breiten Tiefgaragen-Stellplatz, kein Straßenlärm, die Vermieter wohnen nicht in unmittelbarer Nähe UND die Wohnung ist bezahlbar.

Na klar gibt es auch ein paar Nachteile: Das Bad ist innenliegend und ist dunkel gefliest und hat dunkle Badkeramik, die Türzargen sind ebenfalls in braun, hinter dem Grün des Gartens und der Büsche, fährt, etwas tiefer liegen, eine Privatbahn entlang und die Wohnung liegt eben noch 15km weiter weg von Hamburg….dafür ist die A7 nicht so weit entfernt (aber man hört sie nicht).

Die Bahn stört mich gar nicht, die ist sogar ziemlich leise……dunkle Türen und Zargen kann man durch helle Wände gut kompensieren….ja das Bad ist jetzt nicht so ganz mein Fall, da muss man eben viel mit gutem Licht arbeiten und mit Spiegeln…immerhin halte ich mich im Bad wesentlich kürzer auf, als in allen anderen Räumen…..die Küche ist dafür groß und hell und modern und voll ausgestattet….

Und bei den nachfolgenden Besichtigungen anderer Wohnungen hab ich gemerkt, das ich schon im Kopf immer wieder die Wohnung in Quickborn einrichte.

Also hab ich dann der Maklerin gesagt, das ich die Wohnung gerne hätte…jetzt liegt es an den Vermietern zu entscheiden, ob ich die Wohnung auch bekomme. Die erste Rückmeldung von Seiten der Wohnungsinhaber über die Maklerin: es sieht ganz gut für mich aus, meine Eckdaten passen,.. aber sie wollen mich erst einmal kennenlernen.

Soooo und jetzt warte ich darauf das in den nächsten 1-2 Tagen der Termin stattfindet, denn dann ist ja Monatsende und falls das klappen sollte mit dem Vertrag, muss ich ja auch noch rechtzeitig meine Wohnung kündigen…..(na evtl. erhalte ich ja auch schon am Montag die Kündigung durch meine Vermieterin hahahaha, obwohl der Punkt mit dem Fahrrad kein alleiniger Kündigungsgrund ist)

Jetzt heißt es Daumen drücken 🙏

Kraft Tanken – Morgens an der Elbe

Kraft Tanken – Morgens an der Elbe

Ein trüber Morgen an der Elbe und doch wirkt er auf mich so bestärkend und beschützend….

…bereits um 6:20 Uhr war ich am Wedeler Elbufer…einen schönen Sonnenaufgang gab es zwar nicht, dafür war es immer noch viel zu diesig, aber diese Morgenstille…keine Menschen, keine Autos, keine Schiffe…..die noch kühle Luft bei ca. 13 Grad, der Dunst über der Elbe…für mich sind das oftmals die schönsten Zeiten eines Tages

Ich hab wieder gut geschlafen und hatte auch keine komischen Träume mehr….fühle mich ruhig und entspannt….auch mein Blutdruck hat sich beruhigt. Erholt bin ich also aufgewacht, hab nur kurz das Bad gestreift, mich gleich zum Walken angezogen (ohne Dusche, ohne Kaffee) und bin zum Elbufer gefahren.

Meine eigenen Akkus aufladen, Kraft tanken….

Und da um diese Uhrzeit auch noch kein Schiff über die Elbe schipperte, konnte ich sogar ganz leise die leichten Wellen hören….geradezu himmlisch….ich stand bestimmt 10 Minuten dort und lauschte einfach nur den Wellen….ein schönes, beruhigendes und gleichmäßiges Geräusch.

Zum Hinsetzen war es leider viel zu nass, aber später hab ich mich noch auf einer Bank am Elbhöhenweg niedergelassen….da waren dann auch schon mehr Menschen und auch große Schiffe unterwegs. Frachter aller Art machen immer Maschinenlärm, der sich über das Wasser ungehindert weit verbreitet, so hört man das Schiff schon lange, ehe man es sieht…

Auf dem Rückweg zum Auto freute ich mich auch schon über eine heiße Dusche und einen heißen Kaffee…hab aber dann doch noch einen kleinen Schlenker gemacht und frische Milch an der Milch-Tankstelle gezapft….Die leere gespülte Flasche hatte ich zum Glück schon ins Auto gelegt.

Soooo und nun kann der Tag ruhig weiter gehen….Bin gespannt wann die Rentner heute aus Hessen ankommen…die machen es genau richtig: sie leben wie es ihnen gefällt, lassen sich nicht stressen und nicht hetzen, unternehmen viel, sind sehr dankbar für die noch gute Gesundheit und haben eben auch die finanziellen Freiheiten relativ sorgenfrei leben zu können. Dafür haben Beide ihre 2 Kinder groß gezogen und immer viel gearbeitet. Ich nehme mir die Beiden gerne zum Vorbild…..