Sonntagsausflug – An der Trave

Ich hab Sonntag Vormittag, bei schönsten Sonnenschein, aber mit immer noch viel Wind und Kälte, meinen Ausflug gestartet…Ab auf die Autobahn in Richtung Lübeck….Aber das war nicht mein Ziel…sondern ein Naturschutzgebiet zwischen Lübeck und Bad Schwartau: Das NSG Schellbruch….es liegt direkt an der Trave.

Und da es März ist, sind viele Wege in die Naturschutzgebiete gesperrt…es ist Brut-Zeit…es war daher erst einmal schwer einen Weg hinein zu finden. Es ging vorerst nur außenherum, entlang der Trave.

Der Wind brachte das Wasser in Bewegung und plätscherte munter vor sich hin…ein schönes Geräusch und es war eine friedliche Atmosphäre….

Erst nach ein paar Kilometern am Wasser entlang, fand ich einen Zugang zum Wald…auch hier waren einige kleinere Wege gesperrt…aber die Hauptwege waren offen zugänglich…es war ruhig und wunderschön zu Laufen.

Auch wenn es der kalendarische Frühlingsanfang war…und man überall die Knospen an den Bäumen sieht und die Frühblüher am Boden schöne Farbtupfer auf den Boden zaubern, war ich froh über die Mütze auf dem Kopf und den Schal um den Hals.

Ich hab die Stunden im Wald und am Wasser sehr genossen, bin später auf dem Rückweg durch ruhige Wohngebiete gelaufen (wegen der gesperrten Wege)….und froh den Ausflug gemacht zu haben.

Mal wieder raus zu fahren und sich nicht nur im heimischen Umfeld zu bewegen…das war schon schön.

Nun gut…etwas hat mich auf dem Hinweg gestört…ich bin durch den „Herrentunnel“ gefahren und am Ende des Tunnels musste ich 2,10 EUR bezahlen. Es ist ein kostenpflichtiger Tunnel. Jedes Fahrzeug muss bezahlen. Ich glaube sogar das mein Navi das angezeigt hat, aber so richtig wahrgenommen habe ich das nicht. Und ob es einen Hinweis vor dem Tunnel gab, kann ich gar nicht mal sagen….wahrscheinlich schon – nur ich war zu sehr damit beschäftigt mein Ziel anzusteuern….

Und da das Bezahlen erst am ENDE erfolgt, kann man auch nicht einfach umdrehen….durch den Tunnel ist eben durch den Tunnel….und eine Durchfahrt muss bezahlt werden.

Ich hab mal im Internet nachgeschaut, es ist tatsächlich erst das 2. Projekt in Deutschland das nach dem Fernstraßenbauprivatfinanzierungsgesetzes (FstrPrivG) allgemein Mautpflichtig ist.

Ich hab zwar schon öfter von diesen Public-Private-Partnership Finanzierungsmodellen gehört, aber bisher noch keines in Natura erlebt. Bei diesen PPP werden notwendige Investitionen die sich eine Stadt oder ein Land nicht leisten kann, von Unternehmen der Privatwirtschaft übernommen, die dafür das Recht erhalten eine Nutzungsgebühr zu fordern.

Nun gut….ich halte ja nicht so viel von diesen PPP-Projekten…ich finde der Staat darf sich nicht aus seinen hoheitlichen Aufgaben (u.a. Wasser-/ Strom-/ÖPNV-/Straßen-Infrastruktur) herausmogeln….denn ein Unternehmen muss ja Gewinne machen, während der Staat sich um das Allgemeinwohl zu Gunsten aller Bürger kümmern muss…das widerspricht sich meines Erachtens.

Natürlich hab ich für die Rückfahrt mein Navi neu eingestellt und dabei Maut-Straßen für den PKW ausgeschlossen. Also einmal 2,10 EUR reichten für den Tag.

Okay – um den Tunnel zu umgehen musste ich einen Umweg durch die Stadt Lübeck fahren…dort hab ich dann noch einen gerade stattfindenden Flohmarkt besucht – das war ganz lustig.

Einfach und lecker

Und mit nachlassendem Stress hatte ich auch wieder Lust etwas zu kochen.

Wie wäre es also mit einer Rindfleischsuppe, frisch gekocht aus Beinscheibe und Suppenfleisch, mit viel frischem Gemüse (Möhren, Porree, Sellerie), gewürzt mit Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer und Bohnenkraut.

Ein Klassiker, das dauert zwar gute 2 Stunden, aber das Ergebnis ist richtig lecker….Kein Schnick-Schnack…einfach und lecker…Hausmannskost eben. Dazu kann man dann noch gekochten Reis oder gekochte Nudeln geben…bei mir gab es die Suppe pur….ein kleines Kraftpaket.

Und vor zwei Tagen gab es gebutterten Reis mit Rosenkohl mit gegrilltem Hähnchenfleisch….

Und für Morgen hab ich Kartoffeln, Möhren und dem restlichen Rosenkohl zusammen gekocht und dazu gebratenes Schweinefilet mit einer Käse-Pfeffersoße (ich hatte noch einen Mozzarella im Kühlschrank, der musste aufgebraucht werden, also hab ich anstatt einer Sahnesoße, eben eine Käsesoße gemacht)….und da ich das Ganze Morgen mit ins Büro nehme, hab ich es gleich schon mal „to-go“ verpackt.

Helfen – ein tolles Gefühl

Eine Kollegin hatte uns darauf aufmerksam gemacht, das es im Kreis Pinneberg ein Logistik-Unternehmen gibt, das einen Konvoi zusammenstellt um Hilfsgüter an die Ukrainische Grenze in Rumänien zu bringen….auf einem Merkzettel stand, alles was sie dorthin transportieren wollen: neben warmer Kleidung, Schlafsäcken und Decken, auch haltbare Lebensmittel, Wasser, Baby-Nahrung und -Windeln, Hygiene-Artikeln wie Zahnbürsten, Seifen und Zahnpasta, auch Batterien, Powerbank, Medikamente, Verbandskästen usw.

Über diese detaillierte Aufstellung hab ich erst realisiert, es herrscht Not am Nötigsten um Vorort ein Überleben der Bevölkerung zu sichern, wo die Häuser zerbombt wurden, Menschen innerhalb des Landes flüchten müssen…oder eben über die Grenzen in andere Länder flüchten.

Davon aufgerüttelt, hatte ich meine Schwester gebeten zu schauen, was sie an Kleidung und anderem nicht mehr braucht und hab während meiner Urlaubstage auch einiges zusammengestellt und Mittwoch hab ich das Auto genommen und noch Wasser und Lebensmittel in Dosen/Gläsern eingekauft, und Nudeln, Müsliriegel und so etwas…jetzt nicht riesige Mengen…aber so, das ich mich damit gut gefühlt habe.

Donnerstag nach Feierabend hab ich dann unsere gesammelten Spenden zu dem Logistik-Unternehmen gebracht….es war nach 17 Uhr und es herrschte ein geschäftiges Treiben auf dem Firmengelände….man konnte nicht so richtig erkennen wie es organisiert ist…aber es waren viele Frauen und Männer vor Ort die damit beschäftigt waren, die Sachspenden zu sortieren…ich sollte meine Sachen einfach abstellen, nur Kleidung hätten sie zu viele…die gehen nicht mehr mit.

Und spontan hab ich gefragt, ob noch Hilfe benötigt wird…ja klar…ich könne gerne helfen…also hab ich das Auto ausgeladen und dann geparkt und bin dann in der „Abteilung“ Lebensmittel gelandet…einkommende Sachspenden sollten in normierte Kartons gepackt werden, damit diese dann auf Paletten gepackt, foliert und später auf die LKWs geladen werden.

Es gab jetzt Niemandem der das Sagen hatte (also zumindest nicht sichtbar)…auch konnte man nicht erkennen, wer Helfer oder Angestellter des Unternehmens war….einige waren schon seit Stunden da, andere – wie ich – waren gerade erst gekommen….alle waren gleich beim Du und egal ob alt oder jung….jeder hat einfach gemacht…und hab ich von einer netten Dame erklärt bekommen, wie wir packen sollen und worauf man achten sollte (z.B. abgelaufene Lebensmittel – unglaublich die gab es tatsächlich)…hab ich später kommenden Helfern das auch so erklärt.

Alles lief unkompliziert und irgendwie trotzdem alles Hand-in-Hand….ruhig und trotzdem geschäftig durcheinander…es gab nicht so viel Platz, aber das hat mich nicht gestört…ich hab also große Umzugskisten gepackt….Sachspenden Kartons auseinander genommen und sortiert, hab leere Kartons weg gebracht und später auch zerkleinert, bin in Gitterboxen geklettert und habe Getränkegebinde und Flaschen angereicht, als es hieß die Box muss umgepackt werden…und als ich meinte: lasst und doch eine Kette bilden, weil es eben wenig Platz gab um aneinander vorbeizulaufen, haben alle gleich mitgemacht. Fast 3 Stunden hab ich hier mit gearbeitet und es war eine interessante Erfahrung…

Es erschien mir wie eine Art Schwarm-Intelligenz…wo dezentral jeder Helfer Entscheidungen trifft die dem kollektiven Ziel dienen, ohne das vorher darüber debattiert werden muss…jeder macht, viele machen mit und kleine Entscheidungen führen alle zu einem Ergebnis….und das ohne das es Kompetenz-Gerangel oder persönliche Befindlichkeiten gibt.

Das Schönste ist, überhaupt etwas tun zu können…nicht nur hilflos vor den Nachrichten zu sitzen und zu denken: ja spinnt denn der Putin….zu sehen, wieviel Sachspenden alleine hier zusammen kommen, wie viele Menschen sich spontan, wie ich auch, zum mit Anpacken entschieden…nach Feierabend, einfach so, fremde Menschen die sich kurzfristig zusammen finden um zu helfen – das ist ein so schönes Gefühl.

Urlaubs-Multiplikator

Während meiner beiden Urlaubstage, Anfang der Woche, habe ich das Haus fast nur für meine Walkingrunden verlassen….Dabei ist das Wetter so schön draußen, so wie ich es mag: sonnig, klar, trocken und kalt…..allerdings immer noch ziemlich windig. Nachts ist es auch wieder frostig…

Ich hab mich zuhause beschäftigt, neben so spannenden Dingen wie waschen, bügeln, aufräumen und putzen…vor allem mit entspannen, lesen, Krimis schauen und Seele baumeln lassen…was im Angesicht des russischen Kriegs in der Ukraine gar nicht so leicht ist.

Außerdem hab ich es geschafft, den ersten großen Dänisch-Grammatik-Block abzuschließen, inclusive mehrmaligen Wiederholungen…also vorläufig…und widme mich jetzt erst einmal dem Wiederholen und Vertiefen von Vokabeln und natürlich der Aussprache. Vieles geht mir inzwischen flüssig über die Lippen und wirkt nicht mehr fremd….aber so manches verursacht immer noch einen Knoten in der Zunge….und ich bin überrascht, wenn mein Lernprogramm etwas als richtig anerkennt, während ich das Gefühl habe zu lallen….hahaha.

Mich jetzt weiter ausschließlich an der Grammatik fest zu klammern, bringt mich nicht weiter, denn frei Sätze zu bilden, die aus mehr als 3 Worten bestehen, klappt nicht so richtig.

Es sind tatsächlich immer noch diese vielen kurzen Wörter die ich mir nur schwer merken kann, die aus vielen einzelnen Wörtern aber erst einen richtigen Satz machen: Präpositionen (in, auf, neben, über usw.) und die verschiedenen Arten von Pronomen (mein, Dein, sich, dieser, jener, etwas, jemand usw.).

Deshalb hab ich beschlossen, mich jetzt erst einmal einem Kapitel mit den „100 wichtigsten Wörtern der dänischen Sprache“ zu widmen und mein Grammatik-Defizit nebenbei Stück für Stück abzubauen.

Mit diesen 2 sehr ruhigen Urlaubstagen, hab ich damit mein rede-intensives Wochenende wieder ausgeglichen und mich dabei gut erholt.

Als ich mich Mittwoch wieder an den Homeoffice-Schreibtisch setzte, hatte ich das Gefühl eine ganze Woche aufarbeiten zu müssen, dabei waren es nur 2 Arbeitstage.

Es fühlt sich also nach einem wesentlich längeren Urlaub an, als er tatsächlich war…erst das Wellness-Wochenende mit meiner Schwester und anschließend noch die sehr stillen Tage haben wie ein Multiplikator gewirkt.

Überempfindlichkeit gegen hohe Töne

Manchmal wünsche ich mir die Schwerhörigkeit meiner Generation….z.B. die meiner Schwester….sie redet sehr laut…und Niemanden in ihrer Umgebung stört es, während mir jedes Mal die Ohren klingeln und ich sie ständig bitte, ein wenig leiser zu sprechen. Bereits ab etwa 20 Jahre verliert der Mensch die Fähigkeit hohe Töne wahrzunehmen…ich nicht…ich kann zwar höhe Töne nicht mehr singen…aber hören dafür umso besser…das kann ganz schön nerven:

Ich werde bald 54, aber ich höre die Wecker meiner Nachbarn, die 2 Etagen über mir wohnen, wenn ein Kollege 3 Büros weiter den Höher seines Telefons nicht richtig aufgelegt hat und es leise vor sich hin tutet, ein Handy das in der hintersten Ecke auf dem Flur in einer Tasche klingelt…das leise Piepen wenn die Spülmaschine fertig ist, obwohl alle Türen zu sind…oder das Grundrauschen irgendwelcher Geräte.

Und wenn ich es einmal höre, dann kann ich es nicht mehr überhören…dann richtest sich meine komplette Aufmerksamkeit auf dieses eine Geräusch…und es fängt an mich zu ärgern.

Letzte Nacht freute ich mich, wieder in meinem Bett schlafen zu können (wenn meine Schwester mich besucht, schlafe ich im Wohnzimmer und überlasse ihr das Schlafzimmer)…..kaum liege ich jedoch in meinem Bett höre ich ein permanentes hohes elektrisches Geräusch….nicht laut, aber laut genug, um mich durch die Wohnung geistern zu lassen….es ist in JEDEM Raum hörbar.

Wie immer wenn mich Geräusche triggern (also fast immer) hab ich meine Aufmerksamkeit mittels eines spanenden Hörbuchs von dem Geräusch weggelenkt…und bin auch eingeschlafen.

Kaum wache ich heute Morgen auf, hab ich wieder (oder immer noch) dieses Geräusch…es ist DA…nicht laut, aber es ist DA …woher es kommt? Keine Ahnung.

Also bloß nicht aufregen, denn ich kann es nicht ändern….auch nicht auf das Geräusch fokussieren…Kopfhörer auf und leise Musik hören….ich hab dann 2 Stunden gearbeitet, um das für den Job fertig zu bekommen, was am Freitag liegen geblieben ist…währenddessen hab ich eine Waschmaschine angeworfen.

Später will ich die Wäsche in den Trockenkeller bringen und höre das Geräusch wieder, im Treppenhaus und es ist schon etwas lauter…ich komme in den Keller…und hier ist das Geräusch richtig laut…es kommt aus dem Heizungskeller….und es ist ein hoher permanenter Warnton.

Die Nachbarn unter mir, und damit über dem Keller….müssen taub sein…und die Nachbarn die heute Morgen das Haus verlassen haben, auch….oder die wollten sich an einem Montag Morgen nicht aufhalten lassen. Ich hab sofort den „Hausmeister“ angerufen…der war gerade vor unserem Haus mit den Bäumen beschäftigt….und er kam sofort und nach 3 Minuten war alles vorbei. RUHE !!

Wellness-Wochenende

Vor ein paar Wochen hatten meine Schwester und ich ein paar freie Tage synchronisiert … für ein Wellness-Verwöhn-Wochenende…wir haben uns dann auf den Zeitraum: Freitag Mittag bis Sonntag Mittag geeinigt….sie wäre auch länger geblieben, aber ich brauche ja danach auch wieder etwas Zeit für mich.

Ich habe Freitag einen Homeoffice-Tag gemacht…der lief aber wieder einmal schleppend…und erst als mein Feierabend näher rückte, kam alles in die Gänge und ich sollte das dann noch schnell erledigen…neeeee -so nicht…..egal – dann arbeite ich eben Montag noch 1-2 Stunden…obwohl ich da Urlaub habe.

Ab Mittags hatte ich frei, hab die Wohnung noch kurz auf Vordermann gebracht, mein Schlafzimmer geräumt, das Bett frisch bezogen usw… hab ein paar schnelle Apfel-Quark-Ballen gebacken (ein Quark-Ölteig, bei dem ich zack-zack….mal eben die falsche Flasche Öl gegriffen hatte und ein großer Schuss Olivenöl im Quark-Ölteig landete…. aber auch der Griff zum Rohrzucker war jetzt nicht so glücklich…also so richtig dolle haben die nicht geschmeckt…aber der gute Wille zählt ….hahaha).

1.Teil – Freitag: Für 16 Uhr hatte ich für uns Beide 1 Stunde Thai-Massage gebucht….die hatten wir auch nötig und konnten die hektische Woche abstreifen und kamen so schon am Nachmittag in eine Art Urlaubsstimmung.

Für das Abendessen hatte ich seit dem Morgen ein Schweinenacken im Backofen für ein Pulled-Pork …nicht klasssich, sondern mit einer Erdnuss-Sate-Marinade….jaaa schmeckte sogar richtig gut…dazu gab es Reis und als Vorspeise: Oliven, Paprika-und Chilicreme mit Brot, Tomaten, Gurken ….so ein paar kleine Leckereien, dazu einen Martini und später einen Weißwein.

Am späteren Abend gab es noch eine 5km Walkingrunde und sind gegen 23 Uhr ins Bett gegangen.

2.Teil – Samstag: Nach einem ausgiebigen Frühstück mit Brötchen/Brot, Lachs, Krabben, Quark und Marmelade, Orangensaft, gekochten Eiern, Kaffee und Tee haben wir unsere Taschen für Schwimmbad und Sauna gepackt und sind nach Wedel in die „Badebucht“ gefahren…..und ich war erstaunt das vor dem Eingang eine kleine Schlange stand….ohhha soooo voll? Ne – wir waren nur etwas zu früh da, die öffnen erst um 10 Uhr.

Mit den Tageskarten konnten wir uns nach dem Einlass soviel Zeit lassen, wie wir wollten…also erst einmal eine Runde Schwimmen im Kaltwasser-Becken…jaaa also an meinem Lungen-Volumen muss ich mal wieder etwas arbeiten, aber für eine so lange Zeit ohne Schwimmen, ging es doch noch erstaunlich gut…Okay – seit Sonntag hab ich etwas Muskelkater in den seitlichen Brustmuskeln….. Danach ging es in den Saunabereich….und haben es uns dort gut gehen lassen. Mittags gab es Bruschetta und einen großen Fitness-Salat mit Hähnchenbrut und jeder Menge Obst (nicht nur, das es dort super sauber und gemütlich ist, das Essen war richtig gut und toll präsentiert). Ansonsten gab es Sauna-Gänge, Abduschen, Eisbecken, Schwimmen in dem kleinen Aussenbecken, Spaziergänge durch den Garten und Ausruhen auf den Liegen und wieder von vorne.

Wohlweißlich sind wir NICHT in die Ruheräume gegangen….denn dort ist absolute Stille angesagt und das hätte einfach nicht funktioniert hahaha…..Aber es war lustig und anregend und entspannend zugleich.

Wir sind bis Abends geblieben und sind dann noch in Quickborn in das nette griechische Restaurant,in dem ich bereits letzte Woche war, gegangen…ich hatte kurz vorher angerufen und noch einen Tisch reserviert. Und wieder waren alle super nett. Es gab Lammfilet mit Röstkartoffeln und ich war erstaunt wieviel Ouzo meine Schwester trinken konnte *kicher* wusste gar nicht, das sie das so gerne trinkt…ich mag das ja nicht…also gab es die doppelte Menge für sie…ich bekam dafür etwas anderes….gut das ich ganz Nahe wohne…so war das mit dem Alkohol-Pegel kein Problem.

3.Teil – Sonntag: Es gab die Reste von gestern zum Frühstück, danach sind wir nach Hamburg gefahren….und haben unseren Sonntag-Morgen Spaziergang am „Altonaer Balkon“ direkt an der Elbe in Richtung Övelgönne gestartet….Erst sind wir oberhalb gelaufen, später direkt am Strand….gute 7,5 km

Bei traumhaften Wetter….klare und kalte Luft….und Wind…aber es war herrlich.

Am frühen Nachmittag hat sich meine Schwester wieder auf den Weg nach Hause gemacht und ich hab den Rest des Tages einfach nur auf der Couch verbracht……es war ein tolles Wochenende…aber jetzt bin ich auch wieder froh, über die Stille und das ich meine Wohnung wieder für mich habe….

Introvertiert – leere Energiespeicher

Auf einmal fühle ich mich verstanden…da gibt es tatsächlich Menschen, denen es genauso geht und es ist nicht mehr so freaky anders zu sein.

Durch Zufall hab ich einen Artikel über die Autorin Eva Lohmann und ihr Buch „So schön still“ gelesen und die wiederum bezieht sich auf den amerikanischen Autor Jonathan Rauch, der in seinem Buch „caring for your introvert“ darüber spricht, wie Introvertierte und Extrovertierte Menschen funktionieren.

Und DA steht auf einmal ziemlich genau analysiert, was ich schon oft mit anderen Worten beschrieben habe….warum ich es als introvertierter Mensch nicht geschafft habe mit einem extrovertierten Menschen auf Dauer zusammen zu bleiben (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel…aber ich habe es eben nicht geschafft).

Um es in eine Kurzformel zu bingen:

-ein extrovertierter Mensch benötigt immer Menschen um sich herum und zieht aus der ständigen Kommunikation und Interaktion mit ihnen, Energie und Wohlbefinden.

-ein introvertierter Mensch verliert durch viel Kommunikation mit anderen Menschen seine Energie und benötigt danach Ruhe, Stille und viel Zeit für sich, um die leeren Energie-Speicher wieder aufzufüllen.

In so einer Beziehung kommt auf jeden Fall immer EINER zu kurz, ich würde sogar behaupten BEIDE. Ich hab ja immer gesagt, das mein Ex-Freund und auch meine Schwester Energie-Vampire sind (beides sehr extrovertierte Menschen)….die mich ausgesaugt zurück lassen…ein Grund warum ich es auch heute noch nicht schaffe, mehr als 1-2 Tage am Stück mit meiner Schwester zusammen zu sein.

Und bei mir treffen gleich mehrere im heutigen Sinne nicht sozial-konforme Aspekte aufeinander: introvertiert, als Kind extrem schüchtern, mit einer Tendenz zum Spektrum des Asperger Syndrom…und einem leichten Hang zur Melancholie….

Samstags – Wohlfühl-Programm

Ein Friseur-Besuch war mal wieder fällig…und da ich ein wenig zu früh für den Termin ankam, bin ich noch bei dem strahlenden Wetter eine Runde in der Nähe der Pinnau gelaufen…die Felder drumherum sahen von Weitem immer noch so aus, als ob dort ein See wäre oder ein etwas breiterer Fluß.

Und auch die kleinen Wäldchen drumherum hat der Sturm ausgedünnt…überall lagen umgeknickte und teilweise auch schon gefällte Bäume herum…kleine Bäume vor allem…hier haben Sturm und Dauerregen sichtbare Spuren hinterlassen.

Danach ging es dann endlich zum Friseur…und jetzt fühle ich mich auch wieder als Mensch mit Frisur und nicht als Bobtail.

Bei dem schönen Wetter hatte ich noch keine Lust nach Hause zu gehen…die Wohnung kann warten….aber ich hatte Hunger…in Quickborn gibt es ein sehr gemütlich aussehendes Griechisches Restaurant, da wollte ich immer mal hin. Da alle Parkplätze vor dem Haus belegt waren, hab ich kurz angerufen…ja klar könne ich kommen…es sind noch genügend freie Tische vorhanden.

Ich glaub ich hab es schon mal vor Jahren geschrieben, ich teste griechische, und ehemals jugoslawische Restaurants gerne, indem ich beim ersten Mal Kalbsleber bestelle…Wer die perfekt zubereiten kann, kann meines Erachtens auch alles andere, denn Leber ist beim Braten eine Diva….hahaha und ich liebe gebratene Leber.

Und diese hier war: PERFEKT

Dünne Scheiben, zart und saftig…also das muss man erst einmal hinbekommen…dazu gab es noch etwas Gyros, Röstkartoffeln und einen Salat-Teller…nur das Tzatziki war mir etwas zu neutral…aber da bin ich eh kein so großer Fan von.

Das Restaurant is mittelgroß, verzichtet glücklicherweise auf das seit den 80ern so beliebte „Akropolis-Ambiente“ mit Säulen und falschen Weinreben, hat stattdessen einen modernen und gemütlichen Stil

Hierhin komme ich gerne wieder….

Vor dem Sturm

Da bereits für Donnerstag der erste Sturm angesagt war, hab ich einen Tag vorher bereits um 15 Uhr meinen Homeoffice-Tag beendet. Bin jetzt wieder voll im Zeitplan und muss mich nicht mehr hetzen und gearbeitet hab ich in den letzten Wochen wahrlich genug…Zeit sich wieder mehr um mich zu kümmern.

Also mit dem Ausblick auf den kommenden Sturm und der Aufforderung sich während dessen und danach nicht unbedingt Draussen aufzuhalten, hab ich den Nachmittag für eine längere Wanderung genutzt…bin ins Himmelsmoor gefahren.

Gestartet bin ich am ehemaligen Torfwerk….das Wetter war schon den ganzen Tag trübe und windig war es auch….durch den Regen der letzten Tage und Wochen war der Boden ziemlich weich und der Moorsee randvoll…

Ich wollte eine große Runde drehen, also hab ich mich für einen der äußeren Wege entschieden….mehr als einmal musste ich auf dem durchnässten Boden und dem rutschigen Untergrund das Gleichgewicht versuchen zu halten.

Die Luft war herrlich klar…alles lag still und friedlich, nur die Vögel waren zu hören…ansonsten Stille…kein Mensch war hier….außer mir.

Meiner Neugierde folgend, bin ich auf einen kleinen (offiziellen) Weg abgebogen, der irgendwann im Nichts endete und quer durch den Wald auf (inoffiziellen) Trampelpfaden weiterführte….immer weiter in den morastigen Wald hinein….und mehr als einmal endeten diese kleinen Wege an einem schmalen kleinen Graben, der bei normalem Wetter mit einem kleinen Schritt zu überbrücken wäre…jetzt aber zu größeren Bächen und kleinen Seen ausuferten:

In der Mitte des Bildes…an der breitesten Stelle kann man auf der anderen Seite noch ganz leicht den kleinen Pfad erkennen….aber überspringen war hier nicht möglich…ich bin also einem anderen kleinen Weg am Bach entlang gelaufen bis ich eine Stelle gefunden hatte…nach kurzem Zögern und in der Gewissheit, das das durchaus auch IM Bach enden kann, hab ich kurzen Anlauf genommen und bin rüber gesprungen…und….es hat funktioniert. Na also, geht ja doch noch.

Das Wetter wurde im Laufe des Nachmittags immer ungemütlicher und es wurde auch schon dunkel…während ich wieder auf einen der offiziellen Wege gestoßen bin, ging es dann weiter außenherum die mir bekannten Wege. Es wäre keine gute Idee mitten im Wald, umgeben vom Moor bei beginnender Dunkelheit weiter unbekannte Wege zu gehen.

So hab ich die aufkommende Dunkelheit genossen….und ca. 2km bevor ich wieder am Parkplatz ankam, fing es auch (wieder) an zu regnen…Na klar war ich für Regen und Dunkelheit gerüstet. Auf dem letzten Stück waren die ausgetretenen Wege jedoch so aufgeweicht, das ich einmal nicht aufgepasst, mit 2 unbedachten Schritten, in die kaum erkennbaren Pfützen getreten bin, das ich dann nasse Füße bekam…nicht von unten, nein von oben lief mir das Wasser in die knöchelhohen Wanderschuhe….na prima das mir das erst kurz vor Ende meiner knappen 12km-Tour passiert ist.

Im Auto hatte ich zum Glück noch ein paar Turnschuhe, konnte also die Schuhe wechseln, bevor ich Auto und Treppenhaus mit meinen schlammigen Schuhen versaue… Zuhause ging es gleich mal unter die Dusche und später hab ich entspannt bei Pizza und einem Glas Wein den Abend auf der Couch verbracht…Okay – also jetzt kann der Sturm kommen…

gegen den Kopfschmerz – 2.Teil

Auch am Wochenende hatte ich fast ununterbrochen Kopfschmerzen….totale Verspannung, wie zu meinen besten (also schlechtesten) Zeiten im Stressjob.

Also jetzt hilft erst einmal Sport: Ich bin daher tatsächlich Samstag gegen Abend ins Fitness Studio gefahren…..Auf der riesigen Fläche waren nur eine Handvoll Menschen, die Musik war dezent und so hab ich mich ganz entspannt mit den Geräten und den Begebenheiten der Anlage vertraut gemacht…alles easy, ist wie die anderen Studio auch, in denen ich früher war.

Gefreut hat ich mich auf das Aufwärmen mit Rudern….15 Minuten später war ich warm und hatte nicht das Gefühl für 1 Jahr mit Training im Fitnessstudio ausgesetzt zu haben.

Aber dann….dann kamen die Bauch- und Rückenübungen und hier hab ich schon gemerkt, wie sehr ich es in den letzten Wochen hab schleifen lassen….und das obwohl ich zuhause trainiert hatte…aber ich hab es eben nicht konsequent durchgezogen…jetzt wieder 3 Sätze mit 20-40 Wiederholungen…Pause und weiter mit der nächsten Übung.

Krass wurde es an der Beinpresse: obwohl ich ja fast jeden Tag meine Runde walke und so regelmässig zwischen 50-70km pro Woche zurücklege, hat meine Beinkraft deutlich nachgelassen…fast 1/3 weniger an Gewicht hab ich aufgelegt….konnte mich aber schon gleich in den Folgesätzen etwas steigern…das hole ich schnell wieder auf.

Den kompletten Oberkörper hab ich mittels Kurzhanteln ja auch zuhause trainiert…aber ich konnte mich nicht steigern, dafür fehlt mir die Ausstattung Zuhause…hab also gleichmal zum nächsten höheren Gewicht gegriffen…läuft.

Danach eine intensive Dehn-und Streckeinheit….aber schon da war klar….diese verspannte Muskulatur lässt sich SO nicht mehr lösen…da braucht es schon mehr als Dehnen und Wärme. Ich brauche dringend eine Massage.

Und für Heute Nachmittag hab ich dann tatsächlich noch einen Termin bei der Thai-Massage bekommen. Die Frau war einfach klasse….mit schlafwandlerischer Sicherheit hat sie unmittelbar meine Problemstellen gefunden und EINE Stunde ihre Finger mit ziemlicher Kraft in meine schmerzend-verspannte Muskulatur gedrückt und dabei noch alles wieder ins Lot geschoben.

Als ich noch in Frankfurt Rödelheim gewohnt habe, war ich regelmässig zur Massage…in Akut-Phasen 2x in der Woche, später 1x und dann so alle 2-3 Wochen….nach zog ich in den Taunus und bin dann nur noch alle 1-2 Monate mal dort gewesen.

Die 2,5 Jahre die ich jetzt hier in Schleswig-Holstein bin, war ich noch nicht einmal….war bisher auch nicht nötig und dann war ja Corona usw…..und jetzt hab ich hier fußläufig eine saubere und ordentliche Thai-Massage gefunden….prima und der Preis ist angemessen.

Auf dem Spaziergang nach Hause hab ich mehrfach geseufzt vor lauter Wohlbefinden…endlich haben die Kopfschmerzen nachgelassen…sie sind noch nicht weg…aber es geht mir ein ganzes Stück besser….hab mir gleich mal für Donnerstag einen weiteren Termin geholt…jetzt heißt es dran bleiben.

Ja das kostet natürlich schon, aber es ist gut angelegtes Geld in meine Gesundheit und mein Wohlbefinden….und das ist quasi unbezahlbar …