Vor dem Sturm

Da bereits für Donnerstag der erste Sturm angesagt war, hab ich einen Tag vorher bereits um 15 Uhr meinen Homeoffice-Tag beendet. Bin jetzt wieder voll im Zeitplan und muss mich nicht mehr hetzen und gearbeitet hab ich in den letzten Wochen wahrlich genug…Zeit sich wieder mehr um mich zu kümmern.

Also mit dem Ausblick auf den kommenden Sturm und der Aufforderung sich während dessen und danach nicht unbedingt Draussen aufzuhalten, hab ich den Nachmittag für eine längere Wanderung genutzt…bin ins Himmelsmoor gefahren.

Gestartet bin ich am ehemaligen Torfwerk….das Wetter war schon den ganzen Tag trübe und windig war es auch….durch den Regen der letzten Tage und Wochen war der Boden ziemlich weich und der Moorsee randvoll…

Ich wollte eine große Runde drehen, also hab ich mich für einen der äußeren Wege entschieden….mehr als einmal musste ich auf dem durchnässten Boden und dem rutschigen Untergrund das Gleichgewicht versuchen zu halten.

Die Luft war herrlich klar…alles lag still und friedlich, nur die Vögel waren zu hören…ansonsten Stille…kein Mensch war hier….außer mir.

Meiner Neugierde folgend, bin ich auf einen kleinen (offiziellen) Weg abgebogen, der irgendwann im Nichts endete und quer durch den Wald auf (inoffiziellen) Trampelpfaden weiterführte….immer weiter in den morastigen Wald hinein….und mehr als einmal endeten diese kleinen Wege an einem schmalen kleinen Graben, der bei normalem Wetter mit einem kleinen Schritt zu überbrücken wäre…jetzt aber zu größeren Bächen und kleinen Seen ausuferten:

In der Mitte des Bildes…an der breitesten Stelle kann man auf der anderen Seite noch ganz leicht den kleinen Pfad erkennen….aber überspringen war hier nicht möglich…ich bin also einem anderen kleinen Weg am Bach entlang gelaufen bis ich eine Stelle gefunden hatte…nach kurzem Zögern und in der Gewissheit, das das durchaus auch IM Bach enden kann, hab ich kurzen Anlauf genommen und bin rüber gesprungen…und….es hat funktioniert. Na also, geht ja doch noch.

Das Wetter wurde im Laufe des Nachmittags immer ungemütlicher und es wurde auch schon dunkel…während ich wieder auf einen der offiziellen Wege gestoßen bin, ging es dann weiter außenherum die mir bekannten Wege. Es wäre keine gute Idee mitten im Wald, umgeben vom Moor bei beginnender Dunkelheit weiter unbekannte Wege zu gehen.

So hab ich die aufkommende Dunkelheit genossen….und ca. 2km bevor ich wieder am Parkplatz ankam, fing es auch (wieder) an zu regnen…Na klar war ich für Regen und Dunkelheit gerüstet. Auf dem letzten Stück waren die ausgetretenen Wege jedoch so aufgeweicht, das ich einmal nicht aufgepasst, mit 2 unbedachten Schritten, in die kaum erkennbaren Pfützen getreten bin, das ich dann nasse Füße bekam…nicht von unten, nein von oben lief mir das Wasser in die knöchelhohen Wanderschuhe….na prima das mir das erst kurz vor Ende meiner knappen 12km-Tour passiert ist.

Im Auto hatte ich zum Glück noch ein paar Turnschuhe, konnte also die Schuhe wechseln, bevor ich Auto und Treppenhaus mit meinen schlammigen Schuhen versaue… Zuhause ging es gleich mal unter die Dusche und später hab ich entspannt bei Pizza und einem Glas Wein den Abend auf der Couch verbracht…Okay – also jetzt kann der Sturm kommen…

4 Gedanken zu “Vor dem Sturm

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