Oberhalb von Övelgönne / Museumshafen hab ich schnell einen Parkplatz bekommen.
Hamburg ist bei jedem Wetter schön, auch bei bewölkten 3 Grad an einem Montagmittag Ende November…Ich hatte aber auch richtig Glück. Minuten nachdem ich am Elbstrand bei Övelgönne ans Wasser ging, riss die Wolkendeck immer mehr auf und die Sonne kam raus…
Der Strand war ziemlich leer, nur wenige Spaziergänger und einige Hundebesitzer liefen, wie ich, direkt am Wasser entlang….
Kühles November Wetter…aber richtig schön. Mit dickem Schal und Handschuhen und viel Bewegung war es ein herrlicher Spaziergang mit eiskalten Ohren, ich hatte nicht an die Mütze gedacht…egal.
Zum Aufwärmen gab es am Ende des Spaziergangs in einem kleinen Bistro ein Matjesbrötchen und einen Glühwein….hahaha ein Grog wäre stilechter gewesen. Das Bistro heißt: Sutsche. Was sehr gut passt, bedeutet es doch im Norddeutschen: langsam, gemütlich, entspannt…was herrlich zu diesem Mittag passte.
Und kaum saß ich wieder im Auto um Nachhause zu fahren, fing es an zu fisseln 😇
Mit 3 überreifen Bananen blieb mir ja fast keine Wahl, als daraus ein Bananenbrot/-kuchen zu backen…..soviel Bananenmilchshake wollte ich bei dem Wetter jetzt auch nicht trinken.
So sieht es zwar nicht spektakulär aus, ist aber extrem lecker geworden:
Und das alles mit Zutaten nach Außenmaß…meine kleine moderne klappbare Küchenwaage hat mal wieder ihren Geist aufgegeben und ich hab zwar gefühlt zig verschiedene Varianten an Batterien in Reserve, aber ausgerechnet DIESE nicht….
….und da hab ich mich mal wieder echt gefragt: warum muss heute eigentlich alles elektrisch sein….meine mehr als 20 Jahre alte analoge Küchenwaage hat immer funktioniert und sah mit ihrer klassischen Form auch richtig gut aus…und ich konnte sie immer und überall schnell einsetzen….ich war auch skeptisch als ich mir die elektrische Waage gekauft habe, aber diese ist schmal und klein und nimmt nur wenig Platz weg…seufz, jetzt hätte ich doch gerne meine Alte zurück.
Es hat mich echt geärgert gestern, als ich die Zutaten abwiegen wollte, warum hab ich die alte Waage nur weg gegeben. Bei der Salz-/Pfeffermühle hab ich auch bewusst auf die elektrische Variante verzichtet.
Wahrscheinlich ärgere ich mich auch so doll darüber, weil ich diesen modernen Herd habe, bei dem ich nicht einfach selber entscheiden kann, wann und wie ich eine Herdplatte anschalte. Die Bedienung erfolgt hier über ein Touchpad…..und ich bin der Elektronik hilflos ausgeliefert, wenn der Herd beschließt jetzt lieber piepen zu wollen, als die Herdplatte anzuschalten, weil ein Tropfen Flüssigkeit/Fett auf das Touchpad gefallen ist oder ich den Topf zu weit nach vorne gezogen habe….nach 1-2 Minuten hört das Piepen dann zwar auf…aber in der Zwischenzeit kann ich den Herd nicht benutzen, weil es sich selbständig abgeschaltet hat und nicht sofort wieder anschalten lässt.
Viele meiner normalen Handgriffe, z.B. ein heißes Backblech aus dem Ofen auf die Herdplatte zu stellen…weil diese Oberfläche eben Hitze gut abkann, funktionieren mit diesem Herd nicht…weil das Backblech jetzt auf dem Bedienelement aufliegt und das mag der Herd nun mal nicht und fängt an zu piepen.
Ich muss zugeben, das ich nicht sicher bin, ob die Vorteile eines Induktionsherds mit meinen Koch-Routinen langfristig vereinbar sind. Als technisch unbegabter Mensch, fühle ich mich der Technik oft hilflos ausgeliefert. Jaa ich bemühe mich und mit dem Backofen (der immerhin neben dem Touchpad noch Knöpfe zum Drehen hat) komme ich inzwischen gut zurecht. Aber mit dem Herd bin ich noch nicht ganz verwachsen.
Vor ein paar Tagen erschien in meinem Herddisplay ein „Schlüssel“-Zeichen…also der Herd hatte auf einmal eine Kindersicherung aktiv ….und ich weiß weder, wie ich das angeschaltet habe, noch wie man das wieder ausschaltet….also musste ich die Bedienungsanleitung zur Hilfe nehmen…okay, also jetzt funktioniert der Herd wieder….kapiert habe ich trotzdem nicht, wie ich das aktiviert hatte.
sooo und nachdem ich mir meinen Technikfrust von der Seele geschrieben habe, zurück zu meinem Bananenbrot….hahahaha…. Es sieht nicht so aus, aber die Konsistenz ist leicht und fluffig und leicht feucht, fein und zart im Bananengeschmack…so gut ist er mir bisher noch nie gelungen….und das alles nur mit Augenmaß.
Ach ja, was ich bei diesem modernen Backofen inzwischen gelernt habe….manchmal ist weniger Temperatur besser…und so hab ich das Bananenbrot auch wirklich nur bei 160Grad gebacken und trotzdem war es nach knappen 40 Minuten fertig.
Nach all den trüben Tagen letzte Woche bot der Sonntag grandioses Herbstwetter….also hab ich kurzfristig am Nachmittag doch noch einen Ausflug nach Bordesholm gestartet….auf zur Klosterinsel.
Nach nur knappen 60km war ich schon da…..es war kalt, windstill und die Luft so toll, das ich vom Einatmen nicht genug bekommen konnte. Die Runde um den See ist etwas länger als 6km…also perfekt….es waren nur noch wenige Leute unterwegs und ich bin sehr zügigen Schrittes unterwegs gewesen.
Sonne – Licht – blauer Himmel – mit einigen Wolken….meine Lebensgeister schienen wie angeknipst zu sein…voller Schwung und Tatendrang hab ich den Rundgang um den See begangen…die meisten Menschen, die mir begegneten waren guter Laune….und bei dem Bild unten, wirkt es fast wie gemalt….
….und ich hab mich einfach mit jedem Schritt ruhiger und gelassener gefühlt…herrlich diese Atmosphäre und das Wetter….
Vor 4 Tagen habe ich nun damit angefangen Dänisch zu lernen. Wie ich durch die Sprechweise meiner dänischen Kollegen bereits wusste, ist die Aussprache schon besonders…aber jetzt zu merken, wie sehr sich die Schreib- und von der Sprechweise unterscheidet, ist schon krass.
Teilweise hab ich beim Nachsprechen das Gefühl zu lallen, aber Babbel gibt mir sehr oft die Nachricht: „Gute Aussprache“. Nach den ersten 2 Tagen konnte ich mich aber an keines der Worte, die ich gelernt hatte, erinnern…sooo fremd und unlogisch erschien mir alles.
Ich brauchte tatsächlich 3 Tage, um mich an den Klang der Sprache zu gewöhnen…das bei einzelnen Worten eben nicht die Stimme gesenkt, sondern angehoben wird….das mehrere Worte in einem Satz auf einmal anders klingen, als wenn man die Worte einzeln sprechen würde. So langsam lerne ich die Sprechweise von offenem und halboffenem A und weichem D.
Was mir in den ersten Tagen die meisten Probleme bereitete, das ein weiches D oder doppel-D wie ein am Gaumen zerquetschtes L klingt.
So langsam kommt der Wiedererkennungs-Effekt…ich erkenne einzelne Worte und Sätze und kann diese übersetzen und auch einfache Sätze bilden. Ganz rudimentär mit den wenigen Vokabeln, die man nach 4 Tagen eben schon lernen konnte.
Englisch lerne und spreche ich schon mehr als 40 Jahre….haha und lerne trotzdem immer noch dazu…Spanisch hab ich nur 2 Jahre in der Schule gelernt….jetzt eine neue germanische Sprache zu lernen, ist tatsächlich eine Herausforderung für mich.
Ich muss die Sprache ja nicht lernen, sondern ich möchte…d.h. ich möchte mich in die Lage versetzen normalen Unterhaltungen folgen zu können. Eine neue Sprache zu Lernen hält auf jeden Fall den Denkapparat fit….na dann also los…
Meine Wander-/Walking-Runden in dieser Woche waren sehr ausgedehnt…aber ohne Taschenlampe geht fast nichts.
Solange ich im Ortskern bleibe, geht es noch…aber ich mag lieber in Parks, am Stadtrand oder über Feldwege laufen….das war in Pinneberg an vielen Stellen möglich, weil es auf kleinen Wegen, die oft von Radfahrern genutzt wurden, immer ein paar Lampen gab….oder im Park oder rund um den Friedhof.
Hier in Quickborn gibt es entweder – oder. Entweder man ist im Ort – dann gibt es Licht….oder man ist außerhalb oder auf parkähnlichen Wegen und dann ist es fast immer DUNKEL…also richtig dunkel.
Zu meiner Laufroutine gehört damit immer eine Taschenlampe….inzwischen hab ich schon 3 …. gestern bin ich von meinem Zuhause bis ins Himmelsmoor gelaufen….und im Bogen wieder zurück…das waren zum Teil Feldwege die komplett von der Dunkelheit verschluckt schienen…und so ohne Mond und bei dickverhangenen Wolken aus denen es nieselte, schien sich die Dunkelheit mehr und mehr zu verdichten.
Zum Glück macht mir Dunkelheit nichts aus…im Gegenteil mag ich die Dunkelheit sehr gerne…..und so bin ich zügigen Schrittes, eine schöne 6,5 km lange Strecke gelaufen….
Beim Vorbereiten des Teiges für ein Brot am Wochenende, hab ich mich für einen Sauerteig aus Vollkornweizenmehl entschieden, ergänzt um kernige Haferflocken und einem Päckchen Hefe.
Wie erwartet, war der Teig ziemlich schwer. Doch als auch nach 36 Stunden Ruhezeit das Volumen des Teiges nur mäßig aufgegangen ist, hab ich mich gegen ein Brot entschieden und daraus Vollkorn-Bagels gebacken.
Vorteil 1: die Teiglinge sind kleiner als bei einem Brot – es geht also schneller beim Backen
Vorteil 2: die Teiglinge werden für 40-60 Sekunden in heißem Wasser blanchiert…das soll die Feuchtigkeit im Teig erhöhen….also der Teig wird saftiger und bleibt es auch eine Weile
Aus meinem Teig hab ich 6 Bagels und 2 Brötchen gebacken. Die 2 Brötchen dienen als Vergleichsprobe, ob der Teig tatsächlich weniger saftig ist, als bei den Bagels. Ergebnis: eindeutig JA.
Aber trotzdem sind die Bagels jetzt nicht luftig und leicht…sondern auch nach dem Backen kompakter als erwartet. Früher hätte man gesagt gut für lange Wanderungen, denn sie schmecken gut und halten lange satt- Quasi Fitnessbrötchen hihi.
Kulinarisch geht es weiter in den Herbst hinein…und damit in die Zeit von Eintöpfen, Suppen und Kohlgemüse….und jede Art von Wohlfühl-Essen.
Zuerst gab es Anfang der Woche Grünkohl….und da ich ja immer noch meine Notfall-Reserven aufbrauche, kam der Grünkohl aus dem Glas….bin ja normalerweise kein so großer Freund davon…aber den hab ich so aufbereitet, das er einfach lecker war.
Also eine kleingehackte Zwiebel und etwas Zucker in ganz wenig Schweineschmalz karamellisieren, dann das Glas Grünkohl hinein und leicht anrösten lassen, etwas gewürfelten Speck hinzugeben …mit etwas Wasser und wenig Weinessig ablöschen, mit Lorbeerblatt, Salz, Pfeffer und einen mutigen Löffel Senf würzen und ca. 20 Minuten köcheln lassen….Fertig ! und erstaunlich lecker…ich hab es nur mit Brot gegessen…aber klassisch mit Kartoffeln und Kohlwurst wäre auch gut gewesen…und ich war so überrascht das ich nicht mal ein Bild gemacht habe.
Zum Nachtisch hab ich gleich mal für 2 Tage einen Topf Milchreis gekocht. PERFEKT bei dem trüben Wetter mit Zimt und Zucker und etwas Butter…..ein Kindheitstraum für kalte Tage.
Am Tag zuvor gab es dann die selbst-gemachten Kartoffelspalten in Schale zum Spitzkohl-Auflauf….die sahen fast so aus, wie die Gekauften, waren aber besser…immerhin hab ich sie so gewürzt wie ich es mag:
Mit Salz, Pfeffer und Cayenne-Pfeffer, dazu etwas Öl….alles vermischt und ab in die Heißluft-Friteuse.
Wenn ich mich mit Kollegen unterhalte, sind die immer wieder überrascht, was ich alles darin mache….vor ein paar Tagen erst hab ich erzählt, das ich darin mit Butter bestrichene Scheiben Brot anröste und meine Pizzastücke direkt aus dem Gefrierschrank darin nicht nur auftaue, sondern in ca. 5 Minuten auch verzehrfertig knusprig frisch bekomme….so schnell ist keine gekaufte Tiefkühlpizza im Backofen.
Beim Einfrieren der fertig gebackenen (sehr dünnen) Pizza achte ich aber auch gleich darauf, das ich die Stücke so zuschneide, das sie in den Garkorb der Friteuse passen….und Fett kommt auch keines mehr hinzu.
Auch wärme ich darin die Speisen auf, die ich knusprig mag…wie gebratenes Lachsfilet (das ich am Tag zuvor in der Bratpfanne zubereitet habe) oder Hähnchenkeulen vom Vortag. Die Möglichkeiten einer modernen Heißluft-Friteuse ist nicht zu vergleichen mit den Fetttränken von früher….
Und weil ich gerade meine lieb gewonnenen Angewohnheiten wieder aufnehme, hab ich gleich nach der Wanderung mal wieder ein Weizenmehl-Brot gebacken:
Die ersten Scheiben gab es natürlich sofort, noch warm und nur mit Butter. Außen knusprig – innen fluffig….hmmm lecker:
Allerdings lag davor noch der Kampf mit meinem Backofen…..es hat eine Weile gedauert, bis ich kapiert hatte, wie ich nach der Reinigung das Metallgestell wieder einbauen muss. Der Elektro-Monteur hatte es mir zwar gezeigt, aber es klappte nicht….nach dem Studium der Bedienungsanleitung hätte es jetzt klappen sollen: es klappte aber nicht.
Die Einhark-Technik hab ich zwar richtig angewendet…trotzdem hielten die beiden Gestelle weder links, noch rechts….bis ich irgendwann feststellte, ich hab die Seiten vertauscht…uuups…. danach ging es schnell und einfach.
Jetzt wo das Thema mit der alten Wohnung, Umzug und Einrichten im neuem Zuhause endlich erledigt ist, hab ich auch wieder Muße für meine so liebgewonnen Ausflüge am Wochenende.
Heute also ging es ins Nienwohlder Moor, das ist im Kreis Bad Segeberg in der Nähe von Bad Oldeslohe und damit gar nicht so weit von mir entfernt….Das stürmische und regnerische Wetter der letzten Wochen hat den Goldenen Oktober jetzt endgültig fortgeweht….na gut – ist ja auch schon Mitte November….Die Bäume sind teilweise schon ziemlich kahl.
Atmosphärisch schön war es heute Morgen trotzdem kurz nach 8 Uhr….und mit 9 Grad und ohne Wind auch echt angenehm zu laufen….In Itzstedt hab ich das Auto abgestellt und bin in Richtung Moor gelaufen….aber zuerst ging es außenherum….zur Quelle der „Norderbeste“.
Ja auch wandern bildet: denn ich kannte diesen kleinen Fluss überhaupt nicht. Also die Norderbeste fließt ab in die Trave und dann in die Ostsee. Die Quelle ist jetzt unspektakulär und wohl auch nicht ganz klar wo sie genau liegt, aber es gibt einen Markierungsstein und dahinter, direkt vor dem Baum in der Mitte des Bildes ist ein kleiner „Tümpel“.
Richtig witzig fand ich am Anfang den Hinweis das ich nur noch 2,6km von Sibirien entfernt bin
….ähmm….nanu….völlig verdattert hab ich dann später ein Erklärungsschild gefunden: Das Itzstedt-Sibirien ist eine Wasserscheide zwischen Nord-und Ostsee…. und nein, ich hab mich nicht verlaufen. Befinde mich immer noch in Schleswig-Holstein, Deutschland.
Leider war das Moor von der Seite, wo ich es betreten habe, nicht wirklich zu durchqueren…ein Weg war gesperrt, auf anderen kleinen Wegen stand das Wasser ziemlich hoch….ich hab mich auf den großen Wegen also um das Moor herum bewegt…das war auf Dauer jetzt nicht so spanned…hab den Haupt-Wanderweg also irgendwann verlassen und bin anderen kleinen Wegen gefolgt…und die waren dann auch wieder richtig schön.
Am Ende waren es 7,1 km und ich komplett entspannt und gut gut gelaunt…
Obwohl ich bereits so einige kleinere Walkingrunden in der Umgebung meines neuen Zuhauses erkundet habe, war heute Morgen Premiere für mein Homeoffice-Ritual….und die Runde die ich mir dazu gesucht habe, ist mit 2,6 km zwar eher das, was ich als „kleine Runde“ bezeichne…aber ich hab noch ein paar Wege gesehen, um daraus eine Standard-Größe von 4-5km werden kzu lassen…das probiere ich gleich Morgen früh.
Es sind kleinen Wege abseits…mit Bäumen und Laub, kleinere Parkabschnitte, nur grob befestigte Zwischenwege….keine großen Straßen…ich starte ja solche Tage gerne inmitten der Natur….Okay also 1 große Straße muss ich dann doch noch überqueren….aber es gibt ja noch weitere Möglichkeiten…ich muss sie nur weiter erkunden.
Mein Homeoffice-Tag heute war danach richtig gut…sehr zufriedenstellend, da ich nach den ganzen Bankenwechsel endlich das Gefühl habe, wieder den Überblick über die Konten zu haben – puhh…gerade noch rechtzeitig zum Monatswechsel…..aber einfacher wird es vor allem mit den ausländischen Banken nicht….um nicht zu sagen: es ist mühselig.
Das dänische Wort „hygge“ beschreibt eine entspannte, herzliche und gemütliche Lebensweise….mir fehlt aber manchmal etwas mehr an „forklaringer“ = Erklärung wie etwas funktioniert oder funktionieren soll.
Es wird generell wenig bis gar nichts erklärt…und wenn man bei uns eine Erklärung bekommt, besteht diese meist aus einem kurzen Satz, der kaum kaum verständlich erläutert, was derjenige tatsächlich möchte. Es werden nicht viele Worte gemacht – und dadurch bleibt vieles im Dunkeln, was dann später dazu führt, das man noch einmal Nacharbeiten muss, weil irgendeinem Entscheidungsträger bewusst wird, das es soooo dann doch nicht geht.
Jede neue Aktion sollte erst einmal mit Nachdenken beginnen: Was soll am Ende für eine Information rauskommen? Welche Informationen habe ich bereits? Wo bekomme ich die restlichen Infos her? und wie bereite ich die Daten schließlich so auf, das ALLE Kollegen die gleichen Infos auf die gleiche Weise liefern.
Bei uns in der Firma läuft es anders: Es wird etwas beschlossen und mit einem Satz bekannt gegeben: Das macht Ihr jetzt so. Daraus versteht jeder Kollege (auch je nach Land, Ausbildungsgrad und Sprachfertigkeit) etwas anderes und bereitet die Daten irgendwie auf.
Dann geben wir diese Daten ab und nach 1-3 Monaten wird beschlossen: das Wirrwarr geht so nicht – und es wird ein Template entworfen und gleich so eingeschränkt, das es wieder nicht von allen genutzt werden kann, weil jetzt die Restriktionen im Template nicht die landesspezifischen oder gesellschaftsspezifischen Sonderformen berücksichtigt.
Also fängt man wieder an zu schreiben, das es so nicht funktioniert…und bekommt als Antwort….. NICHTS…..nun gut…also wurschtelt man so lange herum, bis das Formblatt irgendwie aufgeht….aber natürlich stimmen jetzt die Einzelheiten nicht mehr…man musste ja etwas tricksen. HAHAHAHA – das kenne ich noch sehr gut aus meiner Zeit in Hessen, wo ich einmal im Quartal eine Steuerformblatt ausfüllen musste….das war so schräg konstruiert, das ich 10 Jahre keine Ahnung hatte, wie ich es richtig füllen soll…es konnte mir einfach keiner erklären…hab immer so lange daran rumgebastelt, bis alle Querchecks aufgingen ….diese Zeiten wähnte ich eigentlich hinter mir….jetzt hab ich wieder so etwas Ähnliches.
Aber ich hab eine für mich gangbare Lösung gefunden und warte jetzt nur noch auf den allgemeinen Aufschrei, das es es so nicht geht.
Egal….trotzdem bin ich mit der Gesamtleistung meines Tages sehr zufrieden …und jetzt ist Feierabend….