Mieter-Wechsel

Seitdem ich vor 14 Tagen meine Wohnung gekündigt habe und mein Vermieter meinte er würde sich wieder melden hab ich nichts mehr von ihm gehört.

Hmmm. Da der Vermieter und seine Frau beide bereits sehr alt sind und sie bisher noch nicht wieder mit der Maklerin vorbeigekommen sind, ist mir der Gedanke gekommen…evtl. haben die gar kein Interesse mehr zu vermieten…ist auch blöd wenn die Mieter alle 3-4 Jahre wechseln…das macht Arbeit….vielleicht soll die Wohnung jetzt ja auch verkauft werden.

…neugierig wie ich bin, hab ich dann einfach mal im Internet geschaut ob die Wohnung schon neu zur Vermietung oder gar zum Verkauf angeboten wird… Aber bisher habe ich diese Wohnung nicht im Netz gefunden.

Dafür aber etwas anderes: Die alte Dame über mir, die mir von Anfang an das Leben erschwert hat, will ihre Wohnung vermieten…ich nehme an sie zieht entweder zu ihrer Tochter oder geht in ein Altenheim.  Das ist die Nachbarin die sich darüber beschwert das ich die Wäsche auf dem Balkon zum Trocknen aufgehängt habe, das ich die Vögel füttere und das ich es gewagt habe auf dem Balkon zu grillen, dazu spielt sie gerne mal auf ihrem Klavier und hört fast ununterbrochen klassische Musik…das mag ich um 5 Uhr morgens beim Zähneputzen auch nicht gerade hören.

Erst jetzt fällt mir auf das ich in den letzten Wochen gar keine klassische Musik mehr von oben höre, dafür hab ich mich geärgert das es immer wieder  abends so klang, als ob Möbel willkürlich verschoben werden….Okay – jetzt ergibt es einen Sinn.

Die alte Dame läuft aber immer noch um das Haus herum und schaut nach den Blumen und Büschen und auch ganz verstohlen nach den Balkonen im Hochparterre…Nicht umsonst hat die Nachbarin zu meiner linken Seite erst gestern einen Sichtschutz angebracht…lach…ich nehme an, die hat auch keine Lust mehr sich von der neugierigen alten Dame ständig von Oben oder auch vom Garten aus auf den Balkon schauen zu lassen….

Okay – das ist reine Spekulation, aber der Sichtschutz ist ca. 1,80m hoch und auf der Seite gibt es nur 2 Balkone die  stören können: das ist mein kleiner Balkon seitlich versetzt (ich müsste mich über die Brüstung lehnen um auf den Nebenbalkon schauen zu können) und der Balkon über mir…also der Balkon der alten Dame.

Das Haus wurde in den 60er Jahren gebaut und ich weiß, das die Dame viele Jahrzehnte in dem Haus gelebt hat  und es fällt ihr bestimmt nicht leicht zu gehen. Ihre Tochter ist da groß geworden und ihr Mann später verstorben.

Na mal sehen, wer dann hier einzieht….die Wohnung soll ab 1.8. vermietet werden, ich selber bleibe  ja auch nur bis zum 31.08.  

Wochenend und Wohnungsputz

Das Pfingstwochenende war arbeitsreich…Samstag hab ich ja erst einmal im Büro gearbeitet, und danach hab ich auf meinen Balkonen Ordnung geschaffen….den Rest des Tages hab ich dann faul in der Ecke gelegen.

Gestern Vormittag war ich beim Sport und hab mich so richtig verausgabt…das mit dem Sport hat die ganze Woche schon nicht geklappt- Zuviel Arbeit….also hab ich diesen letzten Tag der Woche so richtig genutzt meine Muskel zu fordern…entsprechend fühle ich mich heute…lach.   Am Abend war ich dann wieder mal auf Wanderschaft durch den Ort…ich liebe diese Zeit zwischen Sonnenuntergang und Nachtschwärze….die sogenannte Blaue Stunde…es ist so eine herrliche Abend-Stimmung  gewesen.

Den heutigen Morgen hab ich auf dem Balkon verbracht. Aber dann wurde das Wetter im schlechter und da ich in den nächsten Tagen ja auch noch Besuch von meinen Vermietern erwarte, hab ich mich zu einem Grundputz in der Wohnung entschlossen.

Angefangen auf der Toilette, über das Bad bis in den letzten Winkel der Küche: einmal „shampoonieren, fönen und frisieren“ …d.h. schrubben und wienern und adrett dekorieren…vor allem die Wandfliesen und auf den Schränken und in den versteckten Ecken…und was soll ich sagen: der verspätete Frühjahrsputz hat sich echt gelohnt.

Jaaa ich weiß, das hätte ich schon längst erledigen sollen und eigentlich sah es ja gar nicht so schmutzig aus…hmmm aber die Dunstabzugshaube  und die Ecken unter der Arbeitsplatte usw.   und außerdem …..in den letzten Wochen hab ich mich mehr auf die staubanfälligen Räume (Wohnzimmer, Flur und Schlafzimmer) konzentriert, wegen meiner Allergie…grummel…jaja…grrrrr….. und wer putzt schon gerne ….

Okay  aber JETZT bin ich FERTIG… Einmal die komplette Wohnung  in „SAUBER“ -Puh – ein sehr befriedigendes Gefühl.

Balkonidylle versus Kirche

Pfingsten…die Entsendung des Heiligen Geistes im Christentum und damit war gestern erst das offizielle Ende der Osterzeit.

Warum dieser Montag trotzdem als gesetzlicher Feiertag gilt wird i.d.R. damit begründet, das an diesem Tag in vielen Regionen „Brauchtum“ gefeiert wird und auch an diesem Tag feiert das Christentum.

Ich kann diese Tage nur schwer überhören…lach….in der Kirche nebenan  wird gerade noch lautstark gesungen und nun läuten alle Kirchen der Umgebung….und jetzt wird wieder gesungen mit Orgelbegleitung und bei geöffneten Kirchen-Fenstern/Türen. 

Aber es ist eine friedliche Atmosphäre…und bei mir auf dem Balkon präsentieren einige Vogelarten gerade ihren Nachwuchs…so kleine Wollknäuel..sooo niedlich. Sogar der Buntspecht war mit seinem Sprössling in unmittelbarer Nähe.

Auch die Eichhörnchen (eigentlich sind es Futterneider) benehmen sich untereinander noch friedlich….auch daran sieht man, es sind noch junge Tiere. In 1-2 Monaten scheuchen sie sich gegenseitig fort oder gehen sich weiträumig aus dem Weg.

Was mich in diesem Jahr besonders freut, der Kernbeißer ist noch da. Ein für mich faszinierender Vogel, weil sein Gefieder so leuchtend-Braun ist…. Leuchtend ist ein Wort, das mir bei Braun sonst eher selten in den Sinn kommt.

Um mein kleines Vogel-/Eichhörnchen-Paradies tut es mir schon leid. Schade, das ich die nicht einfach einpacken und mitnehmen kann…

Suche nach einem Nachfolger II

Zusätzliche Panik bekomme ich bei  den Aussagen meiner Chefin, das die keinen Nachfolger für mich finden….

Ich bin in dieser Woche auch noch dazu aufgefordert worden bei einem der Bewerbungsgespräche die Fachfragen zu stellen…Da der Group-Kollege  (der sonst die Fachfragen stellt) nicht dabei sein konnte… Beide Chefs standen in meinem Büro und haben mich gefragt…vorsichtig gefragt… sie wollten mich ja nicht zwingen, wenn ich nein sage…Aber…….

Nun gut, also hab ich mich auch noch auf das Gespräch vorbereitet….die Dame war gar nicht schlecht und hätte auch gut zu meinem Team gepasst. Warum  die voraussichtlich nicht in die engere Wahl kommt:  „missing seniority“ …ich weiß nicht mal richtig wie ich das übersetzen soll: sie wirkt ihm zu jung für diesen Posten (mit 37 Jahren).

Meine Chefin hat mir zumindest am Freitag zu verstehen gegeben das es gut sein kann, das sie niemanden rechtzeitig finden werden…das ich also niemanden einarbeiten kann und das es sogar sein kann das mein Posten 1-2 Monate unbesetzt bleiben könnte.

DAS macht mir ja mal richtig Angst…ich weiß ja auf welchem Rücken das dann ausgetragen wird: auf dem Rücken meines Teams….genau das wollte ich nicht…aber lieber soll gar niemand eingestellt werden – als  der/die/das Falsche. Es wird also nicht mal eine Zwischenlösung geben – das finde ich persönlich sehr bedenklich.

Jetzt hab ich wieder Magenschmerzen, schlafe schlecht und überlege wie ich mein Team jetzt aufstelle, das es auch ohne mich geht…nur zur Erinnerung ich habe KEINEN regulären 40 Stunden Job und mit vielen Dingen hat mein Team auch nichts zu tun….wie soll ich das denn umverteilen….was ist dringend zu erledigen, was ist wichtig, was kann warten….BOA – so sollte das eigentlich nicht laufen.

JETZT geht es mir richtig schlecht …die Verantwortung liegt bei den Chefs ja….aber ausbaden muss es mein Team. Und  ich? ……ich fühle mich jetzt schuldig meinem Team gegenüber. Na danke auch…

Nun ist mein Ego echt nicht mehr wichtig (hatte ja geschrieben das es meinem Ego gut tut, das ich nicht so leicht zu ersetzen bin, wie alle geglaubt haben)…nun wünschte ich, die würden sich jetzt für einen Kandidaten entscheiden, damit ich noch jemanden einarbeiten kann. Ich möchte nicht das mein Team sich aufreiben muss und die dann auch noch die Lust an dieser Firma verlieren….

 

Nerven-aufreibend und frustrierend

Die Woche wurden meine Nerven auf eine harte Probe gestellt…

 Es war nervenaufreibend, zermürbend…und das  blieb auch nicht ohne Folgen für meine Gesundheit. Natürlich der Job…alles andere läuft  ja erstaunlich reibungslos.

Der „Umbau“ des Konzern läuft ja bereits seit  mehr als 1 Jahr… für einen bestimmten Teil der auch mich betrifft, wurde extra ein Externer  zusammen mit einem IT-Mitarbeiter in ein „Projekt“ gesteckt und die haben das  ca. 3 Monate  vorbereitet…. Da ich auf diesem Gebiet bei uns als kompetenter Praktiker gelte, wurde ich mehrfach über das kommende Procedere informiert….ja das klang alles in sich stimmig….

Der Externe hat sich dann kurz vor der Realisierung/Umsetzung des Projekt mit einem unserer Entscheidungsträger von OBEN überworfen. Aus Erzählungen einiger Kollegen weiß ich nur: Es gab Streit, der  Externe hat  seine Sachen gepackt, ist gegangen…und ist auch nicht mehr zurückgekommen.

Vernünftigerweise hätte die OBERE sich mit dem Externen irgendwie einigen sollen, damit das Projekt zum Abschluss kommen kann. Aber nein…warum soll man denn klein beigeben…..also wurde von OBEN beschlossen, das Umsetzen macht jetzt jede betroffene Landesgesellschaft selber…also  wurden alle entsprechenden Buchhalter aufgefordert  das  Projekt jetzt mit dem IT-Mitarbeiter umzusetzen.

Und dann der Knaller: ICH  sollte dabei mit meinen 4 Gesellschaften als  Praktischer Test gelten… Ach das dauert ja nur so 3 Stunden pro Gesellschaft….und mit mir könnte man das Ganze ja in Deutsch testen….um zu sehen ob sich die englische Anleitung so umsetzen lässt.

….ich hab mich geweigert.  Ich kämpfe immer noch mit den anderen Auswirkungen dieses Umbaus, hab immer noch die Nachwehen des letzten Jahresabschlusses zum 31.03., muss meinen Rückstand versuchen irgendwie aufzuarbeiten, gehe bald in Urlaub, muss immer noch meinen neuen Kollegen weiter einarbeiten….

Meine Weigerung hatte dann einige Wellen geschlagen…ich hab  meiner Chefin,  dem zukünftigen neuen Chef,  der uns übergeordneten Abteilung im Konzern und deren Mitarbeiter, der IT  erklärt:  ICH stehe für solche „Tests am offenen Herzen“ nicht zur Verfügung…. Sobald es in irgendeiner anderen Gesellschaft funktioniert…OKAY…dann können die mich umstellen… Aber ich TESTE hier NICHTS.

Mit meiner entsprechenden Argumentation hab ich zwar einigen Unmut auf mich gezogen, meine Chefin hat mich erst bestärkt und ist dann aber eingeknickt….immerhin es hat gewirkt…. Es wurde bei einer anderen Gesellschaft getestet…und DANN wurden meine Gesellschaften umgestellt…..Die Umstellung hat dann insgesamt fast 3 Tage!!!!!  gedauert:

War ja klar das so etwas nicht reibungslos funktioniert….es hatte massive Auswirkungen…und hat auch zu Fehlern geführt mit Abweichungen die mehrere Millionen € ausmachten…diese Fehler mussten wir (IT und ich) erst einmal verstehen, dann überlegen wie wir es bereinigen,  dann bereinigen, dann schauen ob es passt und was es bedeutet wenn es nicht passt….das hat mir einige Bauchschmerzen, schlaflose Nächte und lange Tage bereitet….aber dann war es geschafft.

Dieser komplette Umbau in Teilen meiner Bilanz führte jedoch dazu, dass alle meine bisherigen Strukturen, vorzubereitenden Dateien für das Monats-Reporting auf einmal nicht mehr funktionierten…und wir mussten ja am Freitag bereits das Reporting abgeben. Meine Chefin hat diese Verantwortung bereits an ihren Nachfolger abgegeben….aber ich stand dann da und wusste nicht mehr weiter….

Die ganze Woche hab ich immer wieder Kopfschmerzen, meine Nerven liegen blank und ich bin hoffnungslos hektisch und unkonzentriert und fühle mich überfordert. Alle vergessen immer wieder, das ich ja auch noch normale  Arbeit habe….also Notbremse.

Anstatt also Freitag so lange zu bleiben bis das Reporting stimmig ist, hab ich mich  (ohne Rücksprache mit meinen Chefs)  an höherer Stelle (Group Controlling) erkundigt ob es  reicht wenn die Daten erst Samstag fertig werden…..zum Glück hab ich einen guten Draht zu dem entsprechenden Entscheidungsträger…. JA – es reicht.

Also hab ich in einer Mail an meine Chefs und Kollegen die es auch betrifft geschrieben, das ich nach Hause gehe und die Daten am Samstag fertig stelle…und bin  gegangen und das war auch gut so. Hab mich zuhause hingelegt und geschlafen…versucht meine Nerven zu beruhigen…bin spazieren gegangen und hab wieder geschlafen. Na immerhin ließen sich meine Nerven und mein Blutdruck so einigermaßen regulieren.

Samstag war ich dann auch nicht alleine im Büro…lach…meine Kollegin aus dem Controlling war auch da  und wir haben somit beide unsere Daten mit frischer Kraft und klarem Verstand weiter aufbereitet und ins Reporting-Tool eingegeben…es hat zwar gedauert…aber letztlich gingen die Werte auf.

Um das mal klar zu sagen: es geht bei diesem Reporting nicht um gesetzliche Anforderungen, sondern um interne Vorgaben…und die werden wichtiger genommen, als alles andere. Handelsbilanz= untergeordnet / Steuerbilanz = notwendiges Übel / Konzern-Reporting = die heilige Kuh…. es wird so viel Druck erzeugt, als ob Menschenleben davon abhängen…jeder ist genervt und gestresst und keinem macht das Spass…nicht mal den Mitarbeitern auf Konzern-Ebene…aber wir alle knechten uns um dem gerecht zu werden. Mehr und mehr finde ich das alles so überflüssig, sinn-entleert. 

Wohnungssuche und Zahlenspiele

Nach dem anfänglichen Unglauben, der Stockstarre und der Klärung einiger ungeklärter Einzelheiten ist nun alles im Fluss.

Den Vertrag hab ich erhalten, einen Nachtrag zum Vertrag (mit der Klarstellung eines wichtigen Punkts) hab ich auch erhalten.  Den unterschriebenen Vertrag schicke ich jetzt Morgen zurück.

Und nun geht es soweit weiter…. Was ist mit meiner Wohnung

Als strukturierter Zahlenmensch, der es vermeiden möchte Zuviel unnötig Geld auszugeben, hab ich sofort angefangen zu rechnen:

3 Monate Kündigungsfrist für die Wohnung, Arbeiten muss ich bis ca. 13.09. – und Wohnungen werden im Moment ab dem 01.07. oder 01.08. angeboten. Start der neuen Arbeit 01.10.

Wenn ich um 31.05. kündige, kann ich zum 31.08. aus meiner Wohnung raus.

Mal angenommen ich bekomme eine Wohnung zum 01.08, dann hätte ich 1 Monat doppelt Miete und müsste noch zusätzlich knappe 14 Tage  ohne Wohnung überbrücken.  Das wäre nahezu perfekt.

Für die Überlappungszeit vom 01.09-13.09. hab ich mir schon mal eine Ferienwohnung hier in der Nähe vorreserviert. Das würde mich weniger als die Hälfte der Miete für meine Wohnung hier kosten, d.h. ich könnte schon mal ca. 550 EUR sparen…. Dann könnte ich Mitte August bereits locker den Umzug organisieren…was auch wiederum nicht verkehrt ist, weil ich weiß, das zum Quartalsende die Termine bei Umzugsunternehmen immer schwer zu bekommen sind und dazu noch teurer, als Mitte des Quartals… Und mir macht es nichts aus ein paar Tage in einer fast leeren Wohnung zu bleiben.

Das heißt, wenn ich dann Mitte September in Urlaub gehe, hätte ich noch gut 14 Tage um mich im hohen Norden in der neuen Wohnung häuslich einzurichten, bevor ich dann zum 01.10. den neuen Job beginne.

Soweit der Plan…lach. Eine Variable in dieser Rechnung: wann und wo bekomme ich eine Wohnung. Bereits diesen Samstag hab ich 2 Besichtigungstermine… SUPER. Beide Wohnungen haben ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und sind innerhalb meines Budgets. Moderne energetisch höherwertige Wohnungen, mit Balkon (ganz wichtig) und in ruhiger Lage (auch ganz wichtig). Ich bin mal gespannt.

Da die Wohnungen im „Speckgürtel“ rund um Hamburg liegen, sind die Wohnungen dort ähnlich teuer, wie hier rund um Frankfurt.. und ich habe auch gelesen, das es sehr schwierig sein kann, wenn man in HH und Umgebung eine Wohnung sucht. Ich hab für Vermieter jedoch einige der besten Voraussetzungen (sorry, das soll nicht überheblich klingen und auch niemanden herabsetzen), aber ich bin alleinstehend, Nichtraucher, habe keine Kinder, keine Haustiere, spiele kein Instrument, zähle mit über 50  zu den ruhigeren Mietern und arbeite in Vollzeit in einem seriösen gut bezahlten Beruf….mit anderen Worten ein eher langweiliges Leben…LACH! Bereits Minuten nachdem ich auf die Wohnungsanzeigen mit einer Kurzbewerbung (s.o.) nach  einem Besichtigungstermin gefragt habe, hab ich schon die positiven Rückmeldungen erhalten. Also werde ich wieder einen Teil des Wochenendes im Auto verbringen.

Das Schöne ist, ich treffe mich anschließend noch mit meiner Schwester und meinem Schwager ….die habe ich jetzt auch bereits seit einem Jahr nicht mehr gesehen (seit der Beerdigung unseres Vaters). 

 

 

 

 

Erhöhter Kaffee-Genuß

Ich liebe Kaffee… schwarz mit Zucker …oder  besser mit Süßstoff.

Süßstoff ist nicht gesund, ich weiß…. nachdem ich mir die Pepsi Light schon abgewöhnt habe, dachte ich, ich könnte mir auch den Süßstoff im Kaffee abgewöhnen.

Auf meinen normalen Kaffee-Becher nehme ich 2 Stck, auf meinen To-Go-Becher  normal groß 3Stck und auf den To-Go-Becher groß 4Stck.

Also habe ich vor ein paar Monaten angefangen den Süßstoff zu reduzieren.  Zuerst auf meine täglichen To-Go-Becher (ich koche zuhause meinen Kaffee und nehme den mit zur Arbeit):

Groß: von 4 auf 3, Normal: von 3 auf 2 und auf einen normalen Kaffeebecher von 2 auf 1. Es hat eigentlich gar nicht lange gedauert, bis mir der Kaffee auch so schmeckte. Und um ehrlich zu sein, jetzt nach ein paar Monaten schmeckt es mir sogar so gut, das ich es gar nicht mehr süßer haben möchte.

Und es hat sogar Auswirkungen auf  Anderes.  Auch  meine Cornflakes, Müsli oder sogar Pfannkuchen esse ich mittlerweile nicht mehr so süß.

Und heute sitze ich wieder auf dem Balkon mit dampfenden Kaffee und ich finde der Genuss beim Kaffee-trinken ist um einiges höher geworden, im Gegensatz zu früher… und dann ist mir aufgefallen das ich heute  vergessen habe überhaupt eine Süßstofftablette in den Kaffee zu tun…lach…also ungesüßt geht auch…und es schmeckt.

Na klar hängt es auch von der Kaffee-Sorte ab und der Röstung. Ich bin durch meinen Ex-Freund auf Dallmayr als Filterkaffee gekommen und als ich letzte Woche zum Vorstellungsgespräch war, hab ich einen ähnlich guten Kaffee in einer Bäckerei getrunken: Darboven – auch als Filterkaffee.

Sehr beruhigend, das es neben den oft bitteren Kaffees der Kaffee-Vollautomaten auch noch wirklich schmackhaften guten Filterkaffee gibt.

Es mag ein Lifestyle-Produkt sein italienischen Kaffee aus Vollautomaten mit Siebträgern, Espresso oder  Kaffee aus Kapsel zu genießen, mit einem Amarettini oder einem  Karamell-Keks…aber für mich geht nichts über guten Filterkaffee… und so ganz ohne Süssung kommt der Geschmack viel besser zur Geltung. Genuss pur

Unaufgeregtes Wochenende

Endlich mal wieder ein Wochenende ab dem ich nichts machen MUSS…

aber eben kann….wenn ich denn will.

Samstag hab ich dann auch tatsächlich mal ausgeschlafen. Im eigenen Bett ist es immer noch am Schönsten…kein Hotelbett hat MEINE Matratze … Ich hab lange mit dem Kaffee auf dem Balkon gesessen und einfach das Grün der Bäume und Büsche genossen…und Pläne für den Tag gemacht…. Okay – also Aufräumen kann ich auch Morgen noch – ich wollte das schöne Wetter draußen genießen.

Okay – also bis mittags hab ich dann  „rum-gepröddelt“….und mir seit Monaten mal wieder Pfannkuchen gebacken…Der Plan stand  da schon fest…ich fahre mit dem Fahrrad nach Frankfurt in die Innenstadt, zur  Kleinmarkthalle. Von hier aus sind das ca. 15km bei direktem Weg bis in die Innenstadt…bei strahlendem Sonnenschein ….

Durch Waldstücke und durch Felder, mit einigen verschlungenen Wegen waren es dann ziemlich genau 20km….herrlich zu fahren. Etwas geschockt war ich von den Menschenmassen in Frankfurt….Gerade rund um die Kleinmarkthalle gab es ein Weinfest…da war es nicht möglich mit dem Fahrrad durch zu kommen…viel zu viele Menschen. Ich hab mein Fahrrad also auf der anderen Seite abgestellt und bin von dort aus durch die Markthalle geschlendert…..ohhhhhh – GUT das ich mit dem Fahrrad dort war (oder auch schade) sooo viel frische Kräuter in Töpfen… und Blumen und  Gemüse, frische Pasta….. ich konnte aber  nur so viel kaufen, wie ich im Rucksack angenehm tragen kann…lach… also blieb es bei 1,5kg Kartoffeln und ein paar Zwiebeln….in den letzten Wochen hab ich im Supermarkt immer nur Kartoffeln aus Ägypten usw. gefunden – die kaufe ich aus Prinzip nicht.

Von meiner Idee ein Glas Wein in der Markthalle zu trinken, hab ich kurzerhand abgesehen…bei den  Massen an Menschen macht mir das keinen Spaß. Stattdessen bin ich lieber in die Fußgängerzone in ein Cafe gegangen. Aber auch hier waren Horden von Menschen….und die Chistlichen  Missionierer waren überall lautstark am Werk, mit Musik und mikrofon-verstärkten Predigten das jeder zu Gott finden kann.

Sorry, aber das ist für mich Zwangs-Missionierung…man konnte diesen Predigten nur auf eine Art entgehen – die Fußgängerzone meiden. Ich blieb trotzdem und versuchte es zu ignorieren…keine Chance. Die Bedienung meinte das wäre letztes Wochenende auch schon so gewesen, sie würde das langsam mürbe machen. Kann ich gut verstehen. Jeder kann glauben was er will….und darf auch gerne versuchen andere davon zu überzeugen, aber dann bitte in einer Lautstärke die es anderen ermöglicht in einiger Entfernung normal zu sitzen ohne  das einem die Worte in den Kopf gehämmert werden.  …

Ich blieb aber trotzdem, immerhin war ich extra in die Stadt gefahren. Bis auf die „Lärmbelästigung“  war es ja auch schön…ich bin dann noch etwas herum geschlendert und hab mich nach ein paar Stunden wieder auf den Heimweg gemacht….in Richtung Taunus – bergauf… So richtig Lust den GANZEN Weg jetzt wieder bergauf zu fahren hatte ich nicht mehr. Also hab ich ca. auf halber Strecke die S-Bahnstation angesteuert und bin den Rest des Weges mit der  Bahn gefahren…GRINS ….jaaa – etwas faul war das schon….aber schön.

Am Abend hab ich dann noch meinen großen Balkon sauber gemacht, die Holzdielen geschrubbt…die Spuren des Winters beseitigt…und später hab ich dann noch in der gesamten Wohnung, Staub gewischt, das Bett bezogen, die Böden gesaugt und nebelfeucht „gefeudelt“…lach….mit dieser blöden Hausstaub-Milben-Allergie muss ich das jetzt ständig machen…

Sooo und als Belohnung hab es dann die frischen Kartoffeln, in Schale gekocht – nur mit Salz und Butter – ein Gedicht ….

Egoistische Rentner

Wer sagt das Kinder in der Öffentlichkeit oft zu laut sind und keine Rücksicht nehmen….lach…der sollte mal lieber still sein und sich die Rentner anschauen.
Ich hatte an diesem Wochenende gleich 3x das Vergnügen nahe einer Horde von gut gestellten Rentnern zu sitzen…ich habe noch nie so Lautes und Egoistisches Verhalten erlebt.
Um nicht gleich den Unmut aller Rentner auf mich zu ziehen, spezifiziere ich das mal.
Ich rede von DER Sorte Rentner: guter Mittelstand, gut situiert, sportlich und mobil, unternehmungslustig und am liebsten immer im Mittelpunkt einer Gruppe stehend und jeder übertrumpft sich in den Erzählungen mit Anekdoten um die meisten Lacher zu ernten. D.h. sie übertrumpfen sich an Lautstärke.
Dabei wird überhaupt nicht darauf geachtet, das auch noch andere Menschen in unmittelbarer Umgebung sind. Am Sonntag gipfelte es darin, das ein Grüppchen aus einer Rentnergruppe sich von ihren schattigen Sitzen erhoben und mitten im Gang stehend bestimmt 20 Minuten brauchten um sich zu verabschieden, dabei wurden sie lauter und lauter und die standen so unmittelbar neben mir , das ich quasi von Hintern umringt war….
Ich hab mich dann mal lautstark zu Wort gemeldet…und was soll ich sagen…die waren so in ihrem Eifer zu erzählen: „nein also Mittwoch kann ich nicht –da haben wir bereits 2 Ausflüge – Vormittags sind wir in Sankt-Peter-Ording zum Segeln und Nachmittags in Hamburg verabredet……Ne Donnerstag bei Euch nicht…ach ihr wollt nach Sylt….“…… die haben mich schlichtweg nicht wahr genommen….Erst als ich mir fast brüllend Gehör verschafft habe, war mal ein kurzes Innehalten…aber nur kurz…
Einer alten Dame konnte ich dann aber doch endlich verständlich machen, das ich dieses Benehmen mehr als unhöflich finde, immerhin wollte ich mein Essen geniessen ohne von fremden Hintern und lauten Stimmen gefangen genommen zu werden…und auch die Bedienungen in dem Landgasthaus waren ein wenig überfordert. Es wurde tatsächlich erst ruhiger als so ziemlich 2/3 der Gruppe sich ENDLICH verabschiedet und aus dem Staub gemacht hatte….ach und auf einmal saß ich in der Sonne ….prima…
Am Samstag rückte mir auf der Terrasse des Hotel-Restaurants auch eine Rentner-Horde auf den Pelz, um sich lautstark mit ihren Erfolgen und ihrer Redlichkeit („nein also ICH hätte niemals so über xx hergezogen. wie yy, das ständig macht …und nein habt ihr gesehen das die anhatte…also ICH würde soetwas niemals tragen….“ ) übertrumpfen wollten….zum Glück wollten die nur kurz etwas trinken…und sind zum Essen lieber reingegangen…dafür haben die Draußen erst mal alle Tische verschoben und sich lange nicht gesetzt, weil ja erst einmal geklärt werden musste, wer wo sitzt und wer was trinkt…Das auch noch andere Gäste da saßen und ihr Essen in Ruhe geniessen wollten (nicht nur ich), hab ich den Blicken und Bemerkungen der anderen Tische entnommen…das war den alten Herrschaften allerdings völlig egal…“Aaach so jung kommen wir nie wieder zusammen, so gemütlich…“ja macht nur weiter so…grummel…und Ihr braucht nicht mal mehr das Frühstück zu bestellen…Grummel….dann ist es vorbei mit der Gemütlichkeit….grrrrr Grummel…. . Na gut also das Messer hab ich dann doch nur für das Fleisch auf meinem Teller benutzt … aber ich hätte ja gerne…….

Wieder auf der Schulbank – also fast

Ich hatte Anfang der Woche, nach 13 Jahren das 1. Bewerbungsgespräch und dazu gab es dann auch gleich einen schriftlichen Test. Alles zusammen war es eine Bewerbung über 4,5 Stunden. Das war zwar ein gutes Gespräch….puh aber auch sehr anstrengend. Seit dem Hinweis des Personalvermittlers auf einen schriftlichen Test, war ich doch etwas angespannt…Einen Einstellungstest hab ich das letzte Mal vor 33 Jahren gemacht, als ich mich um einen Bewerbungsplatz bei einer Bank beworben habe…lach…und bin damals durch gefallen. Ich war also sehr verunsichert, WAS wollen die von mir wissen.
Also hab ich mich 1,5 Wochen jeden Abend hin gesetzt, Fachbücher gewälzt, habe im Handelsrecht und Umsatzsteuer-Gesetz nach gelesen, mich mit Barwert-Ermittlungen, Finanzierungsleasing und Abzinsungen beschäftigt, habe lange nicht benötigte Englisch-Vokabeln gelernt und meinen Lebenslauf und viele Antworten zu Fachfragen gleich auf Englisch laut referiert. Wann war das BilMoG, wann das BilRUG, was sind die GOBD . Dazu habe ich mich im Internet mit den Bilanzierungs- Vorschriften nach US-GAAP und dem SOX-Compliance (Beides absolutes Neuland für mich) beschäftigt. Mit anderen Worten, Ich hab mich gefühlt wie ein Schüler der sich auf eine Abschlussprüfung vorbereitet. Mal ehrlich – das hat mir sogar richtig Spaß gemacht. Nur da ich nicht wusste aus welchen Themengebieten die eigentlich Fragen stellen werden, kam immer wieder eine gewisse Unruhe auf.
Schlecht war diese Vorbereitung nicht, so schnell kann mich jetzt nichts mehr aus der Ruhe bringen…ich bin jetzt auch für weitere Bewerbungsgespräche gut gerüstet….aber erst einmal bin ich froh, das ich diesen TEST hinter mir habe.
Ob ich den Job bekomme? Keine Ahnung. Die Gesprächs-Atmosphäre war locker und entspannt und an vielen Stellen war es auch mehr ein richtiges Gespräch mit gegenseitigem Informationsaustausch, als ein Frage-Antwort-Spiel – was vor allem daran lag, das ich auch Gegenfragen gestellt habe….und so kam es nicht zu den berühmten Standard-Fragen: „Was sind Ihre Stärken“ oder „Wo sehen Sie sich in 5 Jahren“.
Was ich interessant finde: es wird sehr viel Wert auf Funktionstrennung gelegt, nicht wie jetzt, wo ich vieles selber mache, weil wir einfach zu wenig Leute sind. Und es wird viel Wert darauf gelegt das Mitarbeiter KEINE Überstunden machen. Das klingt geradezu paradiesisch….und ist kaum zu glauben.
Na –abwarten. Letztlich wird sich die Entscheidung auf die folgenden Themen reduzieren:
1. Passe ich mit meinem Selbstbewusstsein ins Team
2. Glaubt mir das Unternehmen, das ich auch ohne Teamleiter-Funktion längerfristig zufrieden sein könnte.
3. Können die sich damit anfreunden, das ich erst zum 01.10. eine neue Stelle antreten kann.
Wenn das Unternehmen diese 3 Fragen positiv beantwortet, dann könnte ich den Job bekommen…also heißt es abwarten
Also den 1. Teil (Gespräch) und. 2.Teil (Test) hab ich in einem Rutsch absolviert, weil ich eben die lange Anreise habe. Bis Ende der Woche bekomme ich Bescheid, ob es für mich eine 3.Runde (Besprechung der Einzelheiten) geben wird.
Ich war bereits Samstag mit dem Auto angereist….30 Km oberhalb von Hamburg. Hatte in einem kleinen Ort ein einfaches Hotelzimmer gemietet und mich neben der intensiven Vorbereitung auf das Gespräch und den Test noch gut erholt. Das heißt ich war bei dem tollen Wetter viel im Wald unterwegs und hab einfach die Stille genossen…dazu bin ich durch viele kleine Ortschaften gefahren um mich ein wenig mit der Umgebung anzufreunden.
Denn nicht nur die Firma muss sich entscheiden …auch ich frage mich: würde ich dort arbeiten wollen und könnte ich mir vorstellen hier in der Umgebung zu leben… Das ist schon sehr spannend…