Nacht der Museen

Aktuell sitze ich auf meinem Balkon…bei Regen…schön geschützt vom Balkon darüber fühle ich mich wohl, geborgen und trocken…ich schaue auf die Pflanzen hier und das Grün drum herum. Viele Vögel und ein Eichhörnchen tummeln sich hier…es ist ein schöner entspannter Moment…

Gestern Nacht waren wir auf der „Nacht der Museen“ in Frankfurt. Bis 2 Uhr Nachts hatten viele Museen geöffnet….wir selbst sind erst  nach 20 Uhr gestartet, haben noch einen Freund abgeholt….erst bei Dunkelheit macht das so richtig Spaß.

Zuerst in das „Geldmuseum“ der Deutschen Bundesbank. Hier waren wir zwar schon vor ein paar Jahren, aber fast 2 Jahre lang wurde das Museum umgebaut und erst im Dezember 2016 wieder eröffnet….

Der Umbau hat sich gelohnt, der Charme der 90er Jahre wirkte schon etwas altbacken und angestaubt…nun ist das Museum neu und  modern …aber trotzdem ist es natürlich ein oft trockenes Thema und teilweise fühlte ich mich an die Zeiten des Volkswirtschafts-Unterrichts erinnert….lach: Geldmenge M1-M2-M3 / Bundesbank-Ziele/ die Geschichte des Geldes/ Geldpolitik… auf jeden Fall ein tolles Museum um Schüler/Studenten an diese Themen locker heranzuführen.

Es gab einen Begrüßungsdrink (Sekt oder Saft) und man konnte vor dem Museum auch lecker Würstchen oder Steak  haben…Preise und Qualität standen in einem guten Verhältnis.

Nach mehr als 2,5 Stunden sind wir dann ins Senckenberg-Naturmuseum gefahren….eines der größten Naturkundemuseen Deutschlands….unzählige Exponate von vielen Bekannten und noch mehr mir unbekannten Tieren der Erde….krass wie groß ein Bison ist und wie mächtig und bedrohlich  ein fast ausgewachsener Gorilla aussieht….alle Tierpräparate hinter Glas…..Es war klar das hier kann lange dauern….hier kann man sich viele Stunden aufhalten…lach

Als wir in die Vogel-Abteilung kamen, fingen wir sofort an zu vergleichen: ausgestellte Exponate gegen Vögel aus unserer unmittelbaren Umgebung…lach….

Irgendwann ging es mir wie mit dem Miniatur-Wunderland in Hamburg: Visueller Overflow….ich war nicht mehr in der Lage noch mehr Infos aufzunehmen….ich wurde bei der trockenen Luft auch müde und um 1.45 Uhr Nachts haben wir das Museum dann wieder verlassen.

Schade das wir es nur in 2 Museen geschafft haben…..aber mehr als 3 haben wir in den Vorjahren auch nicht geschafft und kann man an einem Abend auch überhaupt nicht richtig verarbeiten….

Mein Schatz und ich sind  uns einig …. Hier müssen wir auf jeden Fall noch einmal  an einem anderen Tag hin…

München oder doch lieber Zuhause bleiben?

Da wir ja eigentlich vorgehabt hatten dieses Wochenende in München zu verbringen, hatte ich den Montag auch noch frei….und mein Schatz jetzt auch…gefahren sind wir dann aber doch nicht.

Warum wir nicht gefahren sind? Nun bis Freitagnachmittag  wussten wir tatsächlich noch nicht, ob mein Süsser auch tatsächlich den Montag frei bekommt und als das dann endlich klar war, hatten wir beide keine Lust mehr uns aufzuraffen um die Koffer zu packen und den Wagen vorzubereiten…und es klang verlockender Samstag auszuschlafen, als  früh am Morgen auf der Autobahn gen Süden zu fahren…..

Zumal das Wetter auch nicht gut sein sollte….und München bei Kälte und Regen – das hatte ich inzwischen schon oft genug.

Aber dafür hatten wir ein tolles langes Wochenende zuhause und am Montag war sogar das Wetter schön….so schön, dass wir in Frankfurt-Bornheim einen schönen Nachmittag auf der Berger-Straße verbracht haben…mit Bummeln und Cafè-Besuch.

Als ich später gefragt wurde ob ich gut Party-gemacht habe, meinte ich nein – ich mag es inzwischen lieber etwas ruhiger und entspannter….und bekam zu hören: jaja….“altersgerecht“ eben.

Lach – ja da ist was dran….aber warum auch nicht. Ich brauche ja niemandem etwas vorzumachen….ich mag es heute eben ruhiger….

Etwas ganz Besonderes

Letzten Sonntag waren wir abends in der „Lodge – Beeef`s finest“ genau neben dem Opelzoo im Taunus.

Schon seit einigen Jahren hatten wir vor mal zu einem besonderen Anlass in dieses Restaurant zu gehen. Wir kennen es Beide  durch unterschiedliche Anlässe – waren aber noch nie gemeinsam dort.

Nun hatte mein Schatz unsere an Geburtstagen übliche Steak-Routine durcheinander gebracht und mich dorthin eingeladen….allerdings hat er es mir vorher  nichts davon gesagt.

Geahnt hatte ich es aber….WEIL er meinte wir haben eine Reservierung für 21 Uhr. Normalerweise reservieren wir in unserem Stamm-Steak-Restaurant keinen Platz…sondern gehen einfach hin.

Der Zusatz im Namen des Restaurants „Beef`s finest“ sagt es schon…es geht um Steaks…Hier ist es nicht günstig…sondern wirklich teuer….aber das Fleisch ist einfach klasse. Wir haben uns für das  Prime Cut Filet Mignon 300g medium-rare entschieden, dazu ganz klassisch eine Backkartoffel mit Sauerrahm, einen gemischten Salat für mich und noch gebratene Champignons dazu. Also das was für uns ein gutes Steak-Menü ausmacht.

Zur Feier des Tages gab es vorab  einen Crémant  zum Anstoßen.

Also ich bin ja komplett weg geschmolzen….eine Einladung in dieses Restaurant mit seinem gehobenen Ambiente, tollem Fleisch. Wir hatten einen prima Tisch und es war nicht so voll…..und dann erst das Fleisch. Medium-rare hatten wir bestellt und das war es wirklich….und dazu suuuuper zart….auf den Salat und die Beilagen hätte ich auch gut verzichten können, die waren gut – aber jetzt nichts Besonderes…aber das Fleisch…..hmmmmmmm

Durch den Crémant der sehr lecker war und eine Flasche Wasser waren wir etwas zu langsam im Trinken…so, das sich die Frage nach einem Wein  zum Fleisch dann erübrigt hat….das kommt davon  wenn man mit genießen beschäftigt ist….

Auch wir geben normalereweise nicht so viel Geld für einen Restaurant-Besuch aus….und waren mit 120EUR sogar noch gut dabei….so ohne Wein…. Aber mal im Ernst, für so ein gutes Stück Fleisch kann man schon mal etwas mehr Geld hinblättern….Wir sind uns einig hier gehen wir auf jeden Fall wieder mal hin ….allerdings soll es weiterhin etwas Besonderes bleiben…damit man es auch zu schätzen weiß.

 

Vergänglichkeit der Schönheit

Liebes Alter…schön, dass du so langsam bei mir ankommst….denn das heißt das ich lebe. Manchmal vergesse ich das, das Leben und beschwere mich über die Unwägbarkeiten, Wehwehchen , Müdigkeit, Stress und andere Menschen die sich blöd verhalten.

Viel zu selten freue ich mich darüber gesund zu sein, arbeiten zu dürfen und einen Schatz zu haben der mich liebt. Wie schön ist es zu leben…das WIE man lebt, hat man ja doch selber in der Hand und sollte es nicht immer als gegebenes Schicksal begreifen. Jeder ist seines Glückes Schmied.

Natürlich gibt es Dinge die einem das Leben vorgibt….aber wie man damit umgeht kann man selber bestimmen…es ist eine Sache der inneren Einstellung und deshalb begrüße ich heute das Alter als einen Neuen Bekannten, der nun ein Teil meines Lebens ist.

Na klar ist es nicht schön an Gewicht zuzunehmen und aufgrund seines Alters von vielen Männern einfach übersehen zu werden….früher war es für mich normal ständig viele positive Blicke zu erhalten….von Männern und Frauen, heute bin ich zwar noch attraktiv und auch gut gekleidet, habe eine gute Haltung….aber trotzdem werde ich von den meisten Menschen nicht mehr wahr genommen.

Aber das ist meine eigene Eitelkeit die das bemerkt…ich mache meine Zufriedenheit nicht davon abhängig wie viele bestätigende Blicke ich bekomme….ABER ich bemerke es eben, das die jüngere Frau vor mir (nicht mal besonders adrett gekleidet)  die Blicke auf sich zieht und ich eben nicht mehr…. Es kränkt mich nicht….aber mit einem Schmunzeln nehme ich es wahr und ein wenig Wehmut spiegelt sich in meinem Gesicht wider.

Ich bin unzufrieden mit meiner optischen Körpermitte und meinen nicht mehr so straffen Beinen, aber ich schaue in den Spiegel und begrüße das Alter, das sich mir im Spiegel zeigt und ich versuche es anzunehmen – nicht ergeben, nicht passiv, sondern freudig und versuche die Veränderungen positiv zu bewerten.

Mit nun 49 Jahren kann ich ruhig zulassen, dass ich eben nicht mit 30-40jährigen konkurriere, auch nicht mehr unbewusst, sondern wir alle unseren Platz im Leben haben. Ich muss nicht die Schönste sein, Hauptsache ich finde mich gut so, wie ich bin…auch wenn das heißt, das ich mehr Schlaf und größere Kleidung benötige.

Ausstrahlung ist das, was ein gewisses Alter schön macht und die hat nur mit eigener Zufriedenheit zu tun, die nach außen strahlt…und nicht mit dem straffen Busen oder der Kleidergröße.

Kompliziert? – Spareribs

Ich wollte schon immer mal Spare-Ribs  selber machen…fand aber den Aufwand doch etwas zu umständlich und vor allem – ich kann das nur im Backofen machen, da mir das Grillen auf dem Balkon verboten wurde.

Jetzt hab ich einfach mal Spare-Ribs gekauft und DANN erst das Internet nach einem Rezept durchsucht….da gibt es HUNDERTE ORIGINAL-Rezepte, SPEZIAL-Rezepte und 100%-GELING-Rezepte….

Nun wie immer hab ich mich quer durch einige gelesen und mich dann für ein erstaunlich unkompliziertes Rezept entschieden, das auch für den Backofen geeignet ist.

  1. Herstellen der Würzmischung (auch Rub genannt)
  2. Herstellen der Marinade
  3. Fleisch mit der Würzmischung einreiben und 30 Minuten stehen lassen
  4. 4 Stunden bei 120Grad in Alufolie gewickelt im Umluft-Ofen backen
  5. ½ Stunde mit der Marinade bepinseln und offen im Backofen grillen

Jaaaaa, das ist relativ unkompliziert – und bis auf den Alkohol in der Marinade hatte ich auch alles vorrätig….und das Ergebnis: TOP.

Die Spare-Ribs sahen dunkel und gut lasiert aus…fielen fast von selbst vom Knochen und waren trotzdem noch saftig….der Geschmack der Marinade ist leicht scharf und rauchig…etwas süß.

Wenn man einmal diese Marinade hergestellt hat, kann man beim nächsten Mal ja selber variieren….aber für uns hat es gut gepasst. Das 4,5 Stunden insgesamt zu lange dauerten hab ich noch Schweineschnitzel damit gewürzt und mariniert…..die dauerten nur 30-40 Minuten – schmeckten auch lecker…waren durch den geringen Fettanteil jedoch seehr trocken….

Egal… das mache ich bestimmt mal wieder wenn draußen Grillzeit ist….dann bereite ich eben alles im Backofen zu ….und genießen können wir auf dem Balkon…..

(Wer das genaue Rezept möchte – einfach melden)

depressive Verstimmung

In den letzten zwei Wochen hab ich mich bewusst gegen das Bloggen entschieden.

Nachdem ich nun endlich auch vor mir selber eingestehen konnte, das mein extremes Bedürfnis nach Ruhe und Alleinsein, zusammen mit meinem immer schlechter werdenden Sozialverhalten und auch der Rückzug meinem Freund gegenüber, mehr waren als nur die Auswüchse meiner Wechseljahre, hab ich bewusst eine Kehrtwende eingelegt.

Ich leide schon seit Jahren im Winter unter dem Lichtmangel, aber in diesem Jahr  hab ich zum ersten Mal realisiert, das hier ist eine länger anhaltende depressive Verstimmung…und ganz ehrlich,  mit dieser Erkenntnis war ich einerseits erschrocken und andererseits erleichtert, das nun zu erkennen.

Nur was ich realisiere, kann ich auch ändern…..und seit der Erkenntnis geht es wieder aufwärts….mein Sozialverhalten ist wesentlich besser geworden, mit meinem Schatz ist auch endlich mal wieder so etwas wie Friede eingekehrt…die Sonne scheint, ich kann wieder raus und bin endlich wieder in der Lage Dinge anzugehen.

Ich kann endlich wieder lachen, auch mal albern und ausgelassen sein….ich bin wieder emphatisch und kann mich an den Dingen erfreuen. Erst jetzt wo das wieder da ist, bemerke ich das diese Dinge vorher nicht mehr dagewesen sind… das ist gruselig – weil ich es nicht bemerkt habe.

Also ich habe schon bemerkt das ich immer wieder „schlecht drauf“ war ….aber ich habe das Ausmaß nicht realisiert….

Jetzt bin ich erleichtert und in den letzten 14 Tagen  habe ich viel getan um aus meinem Schneckenhaus heraus zu kommen….verbringe wieder mehr Zeit mit meinem Schatz, wir waren letzte Woche mehr als 2 Stunden im Wald….und so langsam macht die Arbeit auch wieder Spaß.

Puhhh….Glück gehabt   – ich hoffe das „Gespenst Winterdepression“ kommt so schnell nicht wieder….

Anstrengender Frühlingstag

Gestern war so ein richtig toller Frühlingstag….aber anstrengend….

Ich hab ja jetzt Urlaub, meine Erkältung ist auch so ziemlich überwunden, aber ich bin noch sehr schnell schlapp….und gestern konnte ich mein Fahrrad aus der Rundum-Erneuerung abholen…Der Wetterbericht prophezeite einen schönen Frühlingstag…perfekt.

Also bin ich bereits um 8.30 Uhr !! mit meinem Schatz mit in die Stadt gefahren. Er arbeitet zwar nicht direkt in Frankfurt….aber sehr nahe dran….den restlichen Weg hab ich dann mit Bus, U-Bahn und Laufen zurück gelegt.

  • Frage an den Busfahrer : Mit welcher Linie komme ich Richtung Nordwestzentrum?
  • Antwort eines Busfahrers: keine Ahnung

Ich hab mich natürlich auf den Wetterbericht verlassen und mich für 15 Grad-Außentemperatur- Radfahren angezogen…und ziemlich gefroren.

Der Busfahrer war extrem müde und der hatte auch kein Lust auf weitere Fragen…also blieb ich stumm. Immerhin kenne ich den Weg….wenn auch nicht die Buslinie. Schwierig fand ich im vollbesetzen Bus das auf dem Armaturenbrett die Motorkontrollleuchte beständig aufleuchtete…DAS ist nicht gerade vertrauenserweckend…werden die Buse nicht mehr regelmäßig gewartet?

Auch der zweite Bus (ich hab die Linie sehr schnell herausgefunden) war voll und die U-Bahn auch…RushHour…sehr schön…kurz vor dem Fahrradladen ist eine großer Supermarkt. Ganz neu  – nach ökologischen Gesichtspunkten gebaut…und mit einem gemütlichen Bäckerladen…dort hab ich dann erst einmal lecker gefrühstückt und mein E-Book gelesen.

Und als es Zeit wurde hab ich mein Fahrrad abgeholt…das Geld hat sich gelohnt. Die Teile waren alle wie besprochen getauscht und das Fahrrad fährt mit den neuen „MarathonPlus der neuen Generation“ genau so gut wie mit den vorherigen Reifen. Das waren zwar auch diese „Unkaputtbaren“ …aber eben bereits schon 8 Jahre alt. Das Profil ist jetzt etwas gröber und ich dachte der Rollwiderstand ist dadurch bestimmt höher…ist er aber nicht.

Nun da ich wieder mobiler bin, hab ich mich zu einem Besuch des Nordwestzentrums entschlossen….na so ein paar Frühlingsklamotten benötige ich ja auf jeden Fall…und durch den Rucksack war ich zumindest mit der Menge limitiert…hihi…also bin ich hin gefahren…und zack nach einer Stunde war mein Rucksack gut gefüllt. eine Bluse, ein Sport-Shirt, Socken, zwei Jeanshemden und eine ärmellose Bluse für den Sommer.

Zufrieden hab ich dann den Rückweg angetreten…mit dem Rad von Frankfurt in Richtung Taunus…zuerst in Richtung Niederursel – Oberursel…eine sehr schöne Strecke. Es war bereits Mittagszeit und es wurde tatsächlich wärmer.  Zuerst ging es richtig flott…aber je weiter ich in Richtung Taunus kam, um so steiler und anstrengender wurde die Fahrt….ich hab zwischendurch ein paar Pausen eingelegt…mir steckt die Erkältung doch noch ziemlich in den Knochen…hmmm war wohl doch etwas viel….zum Schluss wollte ich nur noch zügig nach Hause…

Dumm nur das ich mich für den Abend mit meinem Schatz zum Sport verabredet hatte…wir sind dann zwar erst weit nach 20 Uhr ins Fitnessstudio gefahren – aber danach fühlten sich meine Beine an wie Wackelpudding….boa…wie weichgespült.

Aber immerhin: ich hab den schönen Frühlingstag genossen, hab mein Fahrrad wieder zurück und ein paar neue Klamotten, hab gestern noch Wäsche gewaschen, Wohnung aufgeräumt und Essen gemacht….und heute? heute  faulenze ich ….

 

 

Pizza – homemade

Heute gibt es bei uns wieder selbstgemachte Pizza…nach italienischer Art, also dünn und knusprig.

Nach vielen Jahren nur halberfolgreicher Versuche WIE man eine Pizza dünn und knusprig im heimischen Herd bekommt, hab ich seit ca. 1,5 Jahren das für mich richtige Rezept gefunden.

Es ist erstaunlich wieviel unterschiedliche „original-italienische“ Rezepte es gibt….mal mit Olivenöl, mal ohne, mal nur Mehl mit besonders hoher Grad-Nummer, mal ein Gemisch aus Mehl und Gries…. Ja,ja….da hilft nur selber ausprobieren.

Ich bin inzwischen bei einem Extra-Pizza-Mehl angekommen…egal von welcher Marke.

Was das Ergebnis der Pizza ebenso beeinflusst wie das Mehl, ist die Temperatur des Ofens. Jetzt hab ich einen mehr als 20 Jahre alten Marken-Backofen der jedoch wesentlich heißer wird, als der Moderne in meiner vorherigen Wohnung…hahahaha und die Pizza da drin wird echt schön knusprig.

So lecker wie in unserer Lieblings-Pizzeria wird es nicht, das ist nämlich eine Pizzeria mit Holzkohleofen. ABER  es ist die für mich Beste Selbstgemachte die ich so in meinem Leben gegessen habe…und  200x besser als eine Tiefkühlpizza.

Die Tomatensoße ist unkompliziert und schnell gemacht und alle anderen Zutaten kommen nach Gusto frisch hinzu. Ich liebe die Pizza ganz reduziert nur mit Tomatensoße und Mozzarella, mein Schatz liebt es mit Schinken und Champignons, Salami und Zwiebeln und ganz viel Käse.

Ach ja die tollste Pizza in Frankfurt gibt es für uns bei: DaAngelo in Preungesheim…Das ist zwar kein Laden in dem man gemütlich sitzen kann, es ist ein uralter Mini-Laden – aber die Pizza ist einfach genial.

Frankfurt – und nun?

So nun war ich also in Frankfurt, das Fahrrad  war bereits abgegeben und nun? Ohne Auto? Also erst einmal laufen….bei dem schönen Wetter kein Problem….bis nur nächsten U-Bahn-Haltestelle und dann auf nach Bockenheim, in mein Lieblings-Cafe dem Extrablatt.

Das Wort „Lieblings-Cafe“ muss ich jedoch bald streichen….sooo dolle ist es nicht mehr….aber es ist meine liebgewonne und gewohnte Routine wenn es um einen Kaffee und eine Kleinigkeit zu Essen geht….dazu eine Zeitung oder Zeitschrift…und ich fühle mich (eigentlich) pudelwohl.

Aber diese Routine verliert ein wenig an Charme, weil auch hier der Egoismus Einzelner an meinem Wohlfühlen kratzen…Eine junge Bedienung die in den höchsten Quietschtönen halblaut mit gesunden hat, was die Musikanlage laut zum Besten gab…eine Mutter mit Kleinkind und zwei Freundinnen….Das Kind und die beiden Freundinnen hat man kaum reden gehört, aber die Mutter hat sooo laut gesprochen das es durch den ganzen Raum schallte. Schwerhörig kann sie aber nicht gewesen sein, weil sie auf alle  (leisen) Fragen unmittelbar geantwortet hat….

Aber das ist mir schon ein paar Mal  bei anderen Gelegenheiten aufgefallen…das machen oft junge Mütter die sich profilieren wollen, wie toll sich ihr Kind doch entwickelt und wie toll und organisiert sie ihr Leben und das Kind meistern….nach dem Motto seht her wie gut ich das mache…jeder Hinweis der Freunde, jedes Beispiel wurde lauthals beiseite gewischt und ihre Methoden und Ansichten dafür eindrucksvoll dargelegt…erst nach einer ganzen Weile (als das Essen der Mutter kam) konnte ich dieser Stimme etwas entgehen und mich auf meine Zeitung konzentrieren….

Und dann hatte ich auch schon genug und wollte nach Hause…also rein in die U-Bahn, dann S-Bahn und zum Schluss noch ein kleiner Spaziergang und jetzt bin ich auf der Couch….hier kostet mich der Kaffee viel weniger und ich hab meine Ruhe.

Rundum-Erneuerung

Heute Morgen hab ich mich warm angezogen, so im Zwiebellook und hab mein Fahrrad aus dem Winterschlaf geholt….das mit dem Luft-aufpumpen gestaltet sich oft schwierig, etwas stimmt mit diesen französischen Ventilen nicht….

Na letztlich hab ich es hin bekommen und mich mit dem Rad auf den Weg nach Frankfurt gemacht. Die Sonne schien  und durch die Kleidung war mir auch warm. Frankfurt liegt unterhalb meines Heimatortes….so war es auch nicht zu anstrengend zu fahren, es waren auch nur ca. 9km.

Ich hab mein Fahrrad vor mehr als 10 Jahren in Frankfurt beim „Thöt“ an der Kleinmarkthalle gekauft…aber der Traditionsladen hat tatsächlich letzten Herbst aufgegeben….mehr durch Zufall hab ich jetzt in der Nähe der Nordweststadt einen freien Fahrradhändler gefunden, der vor allem GIANT Fahrräder verkauft und wartet…Prima – ich hab ein Giant Trekking-cross  und meines benötigt dringend einen Rundum-Checkup:

Die Reifen (inflatables) sind abgefahren, die Ventile an den Schläuchen sind verbogen, die Kette ist ausgeschlagen, die Ritzel ebenfalls, die Bremsen sind runter, die Bremszüge nahe am Reißen….der Getränkehalter ist kaputt und klappert….sogar meine Luftpumpe ist etwas undicht….seufz….ja in so vielen Jahren OHNE nennenswerte Erhaltungskosten kann man schon sagen, es gibt einen Wartungsrückstand…und dazu stand das Fahrrad fast viele Jahre auch bei Wind und Wetter draußen….

Der freundliche Fahrradservice den ich nun gefunden habe hat mich gut beraten, aber nichts aufgeschwatzt…und einschließlich einer neuen Luftpumpe und eines modernen Getränkehalters der verstellbar ist komme ich so auf einen Wert von 300 EUR ….

Das ist schon fast die Hälfte der Investition ….allerdings vor 10 Jahren und   JA – es lohnt sich für dieses Fahrrad: Rahmen, Räder und Gangschaltung sind einwandfrei….und ich hänge an meinem Rad…

Bereits am Donnerstag kann ich mein Fahrrad wieder abholen….und wenn ich bis dahin wieder ganz fit bin, dann kann ich sogar bis nach Hause (Vordertaunus) zurück fahren…so mit ständig Bergauf …wenn nicht gibt es noch die S-Bahn …lach

So eine Rundum-Erneuerung würde mir auch mal gut tun…allerdings OHNE Teile-Tausch…sondern eher: Schwimmen, Sauna, Massage usw…..