11. Urlaubstag So 25.06. – Bienenstich

Endlich bin ich heute wieder entspannt. Es ist schon erstaunlich wie es eine einzelne Motte schaffte, mich aus dem Gleichgewicht zu bringen.  Aber bisher sind die Mottenfallen ohne Ergebnis…zum Glück.

Aber eines ist klar…DAS Erlebnis hat Auswirkungen auf meinen Umgang mit Lebensmitteln. Es wird NICHTS mehr ohne Abdeckung in den Kühlschrank gestellt. Jeder Aufschnitt/Käse wird zusätzlich noch in einen Gefrierbeutel getan und  Mehl/Zucker hab ich eh in Tupperdosen…Aber auch Haferflocken, Reis usw. erhalten ab sofort eine fest verschließbare Plastikdose (ich bin seit  bestimmt 25Jahren ein Fan der „Ovalen Eidgenossen“ von Tupper).

Ich habe heute so lange geschlafen, wie schon lange nicht mehr…bis 10 Uhr (okay also um 6.30 bin ich einmal aufgestanden um Vögel und Eichhörnchen zu füttern und dann gleich wieder ins Bett gestiegen)…Nun fühle ich mich entspannt,  ich hab „meine Periode“ oder das, was davon noch da ist…lach, also ich bin nicht  ganz so relaxt, wie ich sein könnte…und ich bin eben sehr liebebedürftig.

Wir haben den Tag ganz ruhig zuhause verbracht…und vorhin ist der Stiefsohn meines Schatzes noch gekommen…und ich hatte Lust einen Kuchen zu backen. Also hab ich mich am Nachmittag in die Küche gestellt und zum ersten Mal in meinem Leben einen Bienenstich gebacken…aber nicht mit Hefeteig, sondern mit einem Rührteig. Mein Schatz mag keinen Hefekuchen…schade auch.

Und anstatt einer Sahnecreme hab ich eine Puddingcreme gemacht…..Also der Kuchen ist lecker, sieht aber ein wenig düster und unspektakulär aus. Ich hatte die Mandelblätter in Butter angeröstet und dann auf den Kuchen gegeben und mit Zucker bestreut…doch durch das Backen sind die Mandeln doch ein wenig zu dunkel geworden…na gut…trotzdem ist der Kuchen locker und lecker…Auf den Bildern sieht der Kuchen nicht fotogen aus, eher wie ein Hackauflauf ….lach…deshalb lass ich das Bild lieber weg….

Ich musste heute auch unbedingt meine Riesentomaten umtopfen…beim Umzug aus dem Vertikalbeet in einen normalen Blumentopf sind leider ein paar der zu schweren Triebe abgeknickt…aber so einiges konnte ich doch retten.

Insgesamt war der Tag nicht aufregend…wir haben nichts weiter gemacht als den Tag zu vertrödeln, na heute Morgen war es auch eher windig und kühl…aber Morgen geht der aktive Urlaub weiter. Ich weiß noch nicht genau…ich glaube zuerst fahre ich ins Fitness Studio und danach dann mit dem Auto nach Bad Nauheim….oder ich fahre mit der Bahn direkt nach Bad Nauheim und nehme mein Fahrrad mit. Dann kann ich mich ganz unabhängig bewegen.. ich bin mir noch nicht sicher.

Warum Bad Nauheim? Ich hab dort mal vor mehr als 12 Jahren eine kleine Weile gewohnt und mich dort sehr intensiv mit dem Fahrrad bewegt. Ich mag die Gegend und die Wege dort. Und durch die S-Bahn-Strecke bis nach Frankfurt kann ich jederzeit wieder mit der Bahn die Reststrecke zurück legen, je nach Kraft und Lust.

Es ist ja meine letzte Urlaubswoche und das Wetter soll nicht mehr ganz so heiß und trocken werden, wie in den letzten Tagen.

9. Urlaubstag Fr. 23.06. – durchatmen

Es ist Halbzeit in meiner Urlaubs-Challenge…und damit auch Halbzeit in meiner Erholung.  Ja es ist eine Herausforderung sich nicht vom Alltag vereinnahmen zu lassen, wenn man ja eigentlich mal davon abschalten möchte. ..ich versuche nicht jedem Staubkorn hinterher  zu rennen…aber es fällt mir schwer.

Zum ersten Mal seit Tagen kann ich wieder durch atmen…die ganz große Hitze ist erst einmal vorbei…und heute Vormittag hab ich mir sogar eine Strickjacke angezogen…lach….jaja bei 23 Grad  – es ist aber windig hier.

Mein Tag startete wieder einmal um kurz vor 7 Uhr …und ab 9.30 Uhr saß ich vor dem PC und habe mich wie einer der Nerds von „Big Bang Therorie“ gefühlt….ich hatte die Eventim Web-Seite geöffnet und immer wieder den Aktualisierungsbutton gedrückt….GRINS….der Vorverkauf für die Hallentour von Depeche Mode sollte um 10 Uhr starten….mein Schatz meinte ich solle es ruhig früher probieren, aber es startete erst genau mit dem Gongschlag und mit einem weiteren Mal aktualisieren konnte ich schwwuuuuups  3 Karten  für Mannheim (Innenraum) in den Warenkorb legen …nach 3 Minuten war der Kauf abgeschlossen und die Karten sind auf dem Postweg zu uns…Fan-Tickets.

Puhhhh – die Last der „Verantwortung“ fiel  von mir ab…mein Schatz hatte mich bereits um 10.03 Uhr per Whatsapp gefragt… „und“…lach   – man das hätte Mecker gegeben, wenn ich keine Karten mehr bekommen hätte.

Wenn ich das richtig verstanden habe waren ALLE Stehplatz-Karten bei Eventim bereits nach 20 Minuten verkauft.

Nach dieser wichtigen Aufgabe war ich zum Shoppen in einem Einkaufszentrum, habe in Ruhe Sushi gegessen und den Menschen zugeschaut wie sie hasten und hetzen, streiten und lachen…wie sie miteinander umgehen und wie sie aussehen.

Fazit: es scheint sehr schwer zu sein, jenseits der Wechseljahre noch wirklich “ gut“ auszusehen….meist ist die Kleidung zu eng oder die Figur zu füllig…je nach Betrachtungsweise. Die Hosen sind meistens zu lang, dafür aber viel zu eng an Po, Oberschenkeln und Waden…es wirkt wie reingeschossen. Die Shirts und Blusen sind definitiv viel zu kurz für die  Körpermitte…zumindest wenn sich  am Hintern noch die Bux drunter durchdrückt und ICH es sehen kann. Sagte man nicht schon vor 30 Jahren das Querstreifen bei fülligen Frauen eher ungeeignet sind? Das scheint niemanden mehr zu interessieren. Aber ich will nicht nur kritisieren…es gab auch tolle Frauen mit mehr Körpermitte und die sahen klasse aus….Alles richtig gemacht, aber das waren tatsächlich eher die Ausnahmen. Ich finde das traurig. Manchmal möchte ich hingehen und sagen: Sie brauchen nur 1 bis  2 Dinge zu ändern und sähen viel besser aus…aber das gehört sich nicht.

Und auch bei denen die schlank sind, passt die Kleidung nur selten akurat, da schlockert alles und wirkt ehr wie ein Laken das verhüllen soll,  oder die Hosen sind zu kurz, genau wie die T-Shirts …die Proportionen passen auch hier nicht so wirklich.

Ich habe mir nur ein Paar Sneaker  gekauft, im Romantik-Look in Silber-weiß mit weißen Blumendruck…die passen hervorragend zu meinen bodenlangen Röcken oder Shorts…noch ein Einkauf  im Drogeriemarkt und im Lebensmittelladen und schwwuuups ab nach Haus.

Ja und dann hab ich irgendwie den Entspannungsfaden verloren…hab ein wenig hier geräumt, dort sauber gemacht, Wäsche gewaschen und Essen vorbereitet (es gibt nacher frisches Hähnchen CordonBleu mit Kartoffeln und Karrotten und noch ein paar Hähnchenkeulen aus dem Ofen)

… na immer hin ist Freitag und ich mag es eben auch ordentlich und sauber…also ein wenig muss ich da schon machen…Urlaub hin und Entspannung her.

Für den Rest des Abends haben wir (bisher)  nichts weiter vor… mal schauen was mein Schatz noch für Ideen hat. Ich hätte nichts gegen einen ruhigen Abend  mit einem  Glas Wein auf dem Balkon.

Ach ja: Nerd: heißt ja eigentlich „Sonderling“  hat sich aber als „Computer-Freak“ zumindest in Deutschland gefestigt.

 

8. Urlaubstag Do. 22.06. – Besuch

Ich sitze geschützt unter 2 riesigen Kastanien-Bäumen in einem Wald….dabei ist Wald nicht mal richtig. Es ist ein „Arboretum“ ein riesiges Areal von Bäumen und Büschen aus allen Teilen der Erde…es ist eine Art Lernpark.

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Hier darf man Zufuss, mit dem Rad oder auf dem Pferd die Natur erkunden. Ich bin im Arboretum Eschborn….76ha groß (=180 Fußballfelder) und was gibt es Schöneres bei dieser Hitze draußen zu sein und doch die leichte Kühle der Bäume zu spüren.

Wie in den Tagen zuvor bin ich früh aufgestanden, habe ein paar Sachen gebügelt, mich um Blumen, Kraute und Gemüsepflanzen gekümmert….mein Frühstück genossen und bin dann mit dem Fahrrad  gestartet. Mein Ziel für heute lautet: Eschborn. Ganz locker. Es geht heute nicht um Geschwindigkeit und nicht um km….es geh um lockeres Fahren und viel Erholung. Alles andere wäre beiden avisierten 37 Grad auch mörderisch.

Nun  gerade während der Mittagshitze war ich auf dem Rückweg…und nach 27km war ich derartig platt…..war ich froh wieder zuhause zu sein. Ab unter die Dusche und dann auf die Couch… erst einmal erholen….

Mit meinem Vater hab ich auch noch telefoniert….wir werden ihm wohl in den nächsten Tagen besuchen….das zumindest war geplant…mal sehen….ach ja und kaum find es an zu gewittern, hab ich meinen Balkon abgespritzt…lach….nur mit Unterhose und einen T-Shirt hab ich mal wieder so richtig klar Schiff gemacht…mit dem Gartenschlauch….herrlich bei dem Gewitter kommt es auf etwas mehr Wasser nun auch nicht mehr an….

Heute Abend bin ich dann auch noch mit einer Bekannten verabredet. Unsere für Febr/März  getroffene Verabredung hatte ich ja bereits 2x abgesagt. Wenn wir uns heute nicht treffen, dann kommt es gar nicht mehr zustande.

Ja so ganz glücklich bin ich nicht…aber ich habe mich lange nicht mit Freunden getroffen….es wird also mal wieder Zeit. Ich habe mich in den letzten Monaten ja eher verkrochen. Eigentlich versuche nicht die Erwartungen anderer zu erfüllen, sondern meinen eigenen Bedürfnissen zu folgen, ….aber es wird mal wieder Zeit mein Sozialverhalten  zu verbessern, sonst werde ich noch ganz schrullig.

 

5. Urlaubstag Mo 19.06. – Fahrradtour

Ich bin tatsächlich ziemlich locker um 7.00 Uhr aus dem Bett gekommen und hab mich bereits um kurz vor 9 Uhr auf mein Fahrrad geschwungen.

Gestern hatte ich kurzfristig beschlossen eine Fahrrad-Tour in Richtung Wetterau zu unternehmen… und so bin ich dann einfach aufgebrochen…auf meine bewährte Art – Ohne direkten  Plan und mit einem eventuellen Ziel (Bad Nauheim oder Friedberg)…

Nun mitten während der Fahrt aus dem Taunus raus, hat sich mein Plan gefestigt nicht erst nach FFM und dann an der Nidda entlang fahren, sondern von Schnöselhausen schräg an Frankfurt vorbei auf die Nidda zu treffen….in Bad Vilbel.

Meine Fahrt führte mich dann von Oberursel, Bad Homburg, durch kleinere Ortschaften wie Ober-Erlenbach und Niedererlenbach und ca. 30 km (29,78) und knapp 1Std. 40Min. später sitze ich tatsächlich in Bad Vilbel direkt an der Nidda in einem kleinen Restaurant  – unter freiem Himmel,, aber im Schatten…und esse Rührei mit Speck und Brot mit Butter…dazu einen frischen Minztee.

Die knappen 30km gingen für meine Beine und die Kondition locker und leicht…obwohl es an manchen Stellen schon etwas steiler bergauf ging…Einzig meine spitzen Knochen im Hintern merke ich ….aber noch geht es.

Nach der Pause hier werde ich gleich noch entscheiden in welche Richtung ich dem Fluss nun weiter folgen werde. Also entweder weiter in Richtung Friedberg (also weiter WEG von Zuhause) oder in Richtung Frankfurt.

Der Himmel ist wolkenlos blau, es geht ein leichter Wind bei ca. 25-28 Grad…es ist so ein schöner Sommertag und das Ganze hier könnte auch irgendwo am Bodensee oder in Frankreich sein. Urlaub zuhause  ist auch schön….

Man muss nur den vollen Wäschekorb und die nicht mehr funktionierende Aussenjalousie im Wohnzimmer einfach mal vergessen…lach…das ist zwar nicht so einfach….aber aktuell macht es mir fast gar nichts mehr aus. (Heute Morgen ging auf einmal  eine Jalousie nicht mehr hoch, d.h. ich  komme aktuell nicht mehr ohne Akrobatik auf meinen kleinen Balkon zum Wäsche-Abhängen und Blumen gießen…es bleiben noch ca. 50cm durch die ich mich auf allen Vieren kriechend durchzwängen kann….nun ja …gut das ich noch gelenkig bin. Meinen Vermieter hab ich gleich informiert.

Okay…also hab ich mich dann doch entschieden wieder in Richtung FFM zu fahren….an  Bonames und dem alten Flugplatz vorbei, am Eschersheimer Freibad  bis nach Praunheim…Dort hab ich die Nidda dann verlassen um in Richtung Eschborn  und dann weiter in den Taunus zu fahren.

Nach fast 49 Tageskilometer hab ich mich dann doch entschlossen mich die letzten 5-6km doch von der S-Bahn fahren zu lassen….aber immerhin war ich da schon im richtigen Tarifgebiet und die 2,60 EUR waren mir mein Hintern doch Wert von Eschborn bis nach Schnöselhausen.

Und was soll ich sagen, außer  Kopfschmerzen ging es mir super…war Duschen, später bin ich noch Einkaufen gefahren, habe eine Lasagne gemacht, meinen Kleiderschrank sortiert und sitze nun auf dem Balkon…. Nun werde ich müde und gehe gleich mal schlafen.

Anmerkung: mein Schatz hat heute Abend Besuch von seinem Stiefsohn (deshalb die Lasagne – der junge Mann hat einfach  immer Hunger)….und mein Schatz wollte heute MEINEN Balkon nutzen….sorry, aber heute hätte ich gerne  meine Ruhe hier…..ich kam mir zwar auch wie ein Verräter vor….aber er hat oben ja auch einen Balkon…der ist nur nicht so schön und so groß…..

4. Urlaubstag So 18.06. – Blöd gelaufen

Der Sonntag startete recht früh….allerdings hab ich gut geschlafen….und wie bereits vorher angekündigt, wollte ich mich heute bewegen…also hab ich bereits um 10 Uhr meinen Schatz darüber informiert das ich JETZT zum Sport fahre… nun gut…er wurde gerade erst wach und brauchte ein paar Minuten  um sich zu entscheiden….okay er wollte mit…aber nicht sofort.

Na egal es war fast Mittag und wir haben tatsächlich 1,5 Stunden im Fitness-Studio verbracht. Danach war ich zumindest sehr zufrieden. Der Rest des Tages war allerdings nicht so angenehm.

Erst einmal hatte ich  einen „Reste-Tag“ ausgerufen…also ich hab nichts gekocht, sondern wir haben die Reste der letzten Tage gegessen….blöd nur, das weder die restlichen Laugenbrötchen  und Aufback-Baguettes so richtig lecker waren…dann war ein Teil der Frischwurst, nun so gar nicht mehr frisch….Einzig die Spargelsuppe vom Vortag war lecker…und die beiden Bratwürstchen…aber es war insgesamt eher unbefriedigend.

Dann waren wir am späten Nachmittag eher faul und haben gedöst….allerdings waren wir mit einem Freund für  den Abend (bereits um 19 Uhr) verabredet…und obwohl wir Beide keine Lust hatten, haben wir uns doch getroffen….zum Rosen-und Lichterfest im Palmengarten.

In der Gewissheit dass es mit den Parkplätzen am Palmengarten zu Problemen kommen wird, hab ich mich für ein nahe gelegenes Wohngebiet entschieden und wir hatten Platz ohne Ende….wie übrigens überall rund um den Palmengarten. DAS war schon merkwürdig und wir waren nicht die Einzigen die verdutzt vor der geschlossenen Eingangstür standen. Das Lichterfest war schon vorbei, obwohl es bis 22 Uhr gehen sollte. Hmmm BLÖD.

Also sind wir mit dem Freund in ein Bistro-Restaurant gefahren, bei dem man gut draußen sitzen kann.

Für mich war es ein anstrengender Abend….die BEIDEN Männer zusammen können vielleicht einen Blödsinn labern…stacheln sich gegenseitig noch an und lachen sich auch noch schlapp dabei…. Ich habe beschlossen bei den nächsten Aktivitäten können die Beiden alleine gehen….bzw. wenn es ein Pärchen-Event ist, dann gehen wir alleine….das muss ich mir in dieser 3er-Konstellation nicht so oft antun.

2. Urlaubstag Fr.16.06. – Freiheit

Welche echte Freiheiten haben wir heute eigentlich?

Ständig müssen wir Dinge erledigen, müssen dies tun, das tun. Wir müssen aufstehen, arbeiten, uns um Haushalt, Kinder und Mann kümmern, wir müssen einkaufen, kochen und waschen….

vieles ist aber auch Hausgemacht….privater Freizeitstress weil wir uns verabreden MÜSSEN, weil wir etwas versprochen haben…weil es die Freundschaft erwartet, na klar auch weil wir es wollten…aber muss es gerade jetzt sein?

Wie geil ist es also, einfach frei zu sein…einfach machen zu KÖNNEN – nicht zu müssen….und welche Abenteuer können wir heute noch erleben? Einen Ausflug an die Niagarafälle…eine Afrika-Safari oder der Besuch der ägyptischen Pyramiden? Wohl eher nicht, hier wird man sehr durch-organisiert und in Massenabfertigung an sein Urlaubszeil gebracht – das hat mit Abenteuer nur noch wenig zu tun ….. ich empfinde Freiheit und Abenteuer eher an einem Tag wie heute.

Ich bin früh am Vormittag mit dem Fahrrad gestartet und hatte ein ungefähres Ziel vor Augen….aber keinen Zeitdruck….also bin ich einfach darauf los gefahren….bin einfach mal hier entlang…dann da entlang …ach wie schön ist denn dieser Weg…also weiter dort entlang…lach…immer einfach in die Großrichtung die mein Ziel (Frankfurt)  beinhaltete. Das Wetter halbsonnig mit ca 20-22 Grad…..und einigem Wind….

Ohhhh wie toll sich das anfühlte….Wind und Wetter…..frei im Ziel, frei im Weg und Frei in der Zeiteinteilung….dazu Wege die ich nicht kannte und so wurden aus direkten 10km ganz schnell verschnörklte 25km ….herrlich.

Jetzt sitze ich in der Frankfurter Innenstadt in der BarCelona …hab lecker gegessen, trinke eine Weilschorle und genieße einfach das Leben…

Ja so  hab ich mir den Anfang meines Urlaubs vorgestellt. Ich brauche nichts aus der Stadt….einfach nur hier sitzen.

Schnell war auf dem Rückweg klar…nach mehr als 33km tut mir derartig mein Bobbes (Hintern) weh….das schaffe ich nie und nimmer mit dem Rad berauf bis in den Taunus…also der Rückweg ging mit der S-Bahn schnll und leicht.

Tja damit hatte ich nicht so ganz gerechnet….Kondition und Kraft hab ich durch deie regelmässigen Fitnessstudio-Besuche gut aufgebaut und auch noch einiges in Reserve gehabt…aber meine spitzen Hintern-Knochen drücken so in das Fleisch…ich konnte nicht mehr sitzen…das ist blöd….grummel…

Aber  in der nächsten Woche werde ich weiter meinen Bobbes abhärten…lach….Wenn das Wetter einigermaßen mitmacht.

Den Rest des Tages hab ich dann erst einmal auf der Couch und dem Balkon verbracht….am Abend sind wir noch zum IKEA gefahren…Nein, wir brauchten NICHTS …nun gut dieses Nichts machte dann hinterer 67,78 EUR aus..Eines der „Naturgesetze“ lautet: Bei Ikea kann man fast nicht ohne etwas zu kaufen wieder raus gehen…

 

 

 

hochzufrieden

In den letzten Tagen hatte ich endlich wieder Spaß und Freude an der Arbeit und mein Seelenleben scheint wieder im Lot zu sein….Alles fühlt sich „normal“ an, also meine Reaktionen sind so, wie ich sie sonst auch kenne.

Ich hab beruflich viel geschafft, vieles nachbereitet, einiges vorbereitet,  einige Projekte vorangetrieben und Lösungen für aktuelle Probleme (UST) gefunden. Die Stress-Themen aus dem Seminar hab ich ebenfalls nachgearbeitet und an meine Chefin geschickt (Wie heißt es immer so schön: Melden befreit)

Mein aktuell schwierigstes Thema ist endlich auch mit den Wirtschaftsprüfern geklärt („Strategische Ersatzteile)…jetzt muss ich für die Lösung nur noch das „GO“ meiner Chefin bekommen. Die ist allerdings noch in Urlaub….und wenn sie wieder kommt, bin ICH bis Ende des Monats in Urlaub…also ab genau „JETZT“.

Ich hab also jede Menge geschafft, bin hochzufrieden und bin gestern Abend nach 2 Schlucken Wein ziemlich platt eingeschlafen…hab doch tatsächlich bis Nachts auf der Couch geschlafen und bin dann erst müde ins Bett getorkelt.

Sooooo und nun hab ich also endlich frei….und der Tag heute fing echt schön an und vorhin waren wir noch vor der großen Schwüle beim Sport…nun bin ich frisch geduscht und sitze auf meinem Balkon…jetzt wird es schwül…..und Drinnen in der Wohnung ist es trotzdem noch angenehm kühl…

Es wird ein Urlaub auf „St.Balkonien“….mein Freund hat leider keinen Urlaub – aber ich kann mich ja auch alleine erholen.

Hahahaha und für Morgen Vormittag ist dann gleich mal eine Tour mit dem Fahrrad geplant: Von Schnöselhausen (Taunus) bis nach Frankfurt…hihihi das geht wenigsten auf dem Hinweg bergab….jaaa aber das mache ich nur, wenn es HEUTE noch das große Gewitter gibt und es Morgen dann wieder normale 18-24 Grad gibt….bei Regen fahre ich eher nicht mit dem Rad.

In Frankfurt muss ich dann erst einmal ein Rezept abholen und dann geht es in mein Lieblingscafè  zum Frühstücken und Zeitungslesen… Ich liebe so einen Start in den Urlaub.

Mocca-Cremetorte

Was hab ich mir bloß dabei gedacht?  Mein Schatz hat Morgen Geburtstag und ich hab ihm versprochen, eine Buttercreme-Torte zu backen. Das macht normalerweise seine Mutter…und auf die Torte hält er große Stücke….Aber leider ist sie aktuell nicht fit.

Ich mag auch gerne Buttercreme….aber eben nicht so kompakt und fest….sondern  sehr cremig und leicht….Nagut „leicht“ ist die hier auch nicht, vom Inhalt her….aber in der Konsistenz.

Meine Patentante hat jedes Jahr seit meinem 13. Geburtstag (seit meine Mutter abgehauen ist) so eine Mocca-Cremetorte für mich gebacken…immer zu meinem Geburtstag und an meinem 18. Geburtstag haben wir sie zusammen gebacken und sie hat mir das Rezept geschenkt….

Aber bei mehr als 30 Grad und Gewitter eine Buttercreme-Torte zu backen….und ich hab das auch schon seit mehr als 15 Jahren nicht mehr gemacht…da hatte ich so meine Zweifel, um nicht zu sagen: Angst. Einzig  – aus Zeitgründen – hab ich mir den Wiener-Boden beim Bäcker fertig gekauft…das hätte ich sonst überhaupt nicht alles geschafft…

Aber seht her:

Sie ist toll geworden und muss jetzt nur noch zum durchkühlen in den Kühlschrank… Morgen Nachmittag kann mein Freund sie anschneiden….. Hach ich bin echt stolz auf mich….immerhin backe ich nicht wirklich gerne…

Ich bin mir sehr bewusst, das diese Buttercreme-Torte nicht mal auf 1km an die Torte meiner Quasi-Schwiegermutter heran kommt, aber das muss sie auch nicht. Jeder Versuch würde mich nur frustrieren…ich hab ja nur zugesichert eine Torte zu backen und meine schmeckt mir persönlich viiieel besser…lach – sie ist cremig und zart und nicht ein kompaktes Stück Butter….

Also ich bin wirklich zufrieden.

Noch mal zu dem Rezept meiner Tante: ich hab mich als Teenager endlich mal wertgeschätzt gefühlt, weil meine Tante diese Torte EXTRA und nur für MICH gebacken hat…in den schwierigen Teenager-Jahren ohne Mutter, mit einem Vater der den Halt verlor und einer über-aktiven Schwester auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit und damit immer leicht am Abgrund…diese Torte in eine der wenigen positiven Erinnerungen an diese Zeit….

Es ist übrigens wie mit fast allen „Geheim-Rezepten“ der Familie…letztlich gibt es auch hier keine Geheimzutat die die Torte besonders macht, sondern einfach nur diese extra-Portion „für mich“.

Straßenfest-Saison und Besucherströme

Nach einem leckeren Abendessen im Sushi-Restaurant sind wir noch nach 22 Uhr in die Innenstadt gefahren, um dort einen Spaziergang zu machen….und waren unvermutet auf dem „Fressgass“-Fest.

Zu unserer Überraschung hatte das sogar noch geöffnet. Eigentlich sollte es in der Woche nur bis 22 Uhr und am Wochenende bis 23 Uhr geöffnet sein….aber wir waren fast bis Mitternacht da. Es findet  mitten in der Innenstadt in einem Teil der  Fußgängerzone statt und wegen der Anwohner wird eigentlich strikt auf die Einhalt der Ruhezeiten geachtet.

Aber wir fanden es super…das war die 1. wirklich warme und angenehme Sommernacht in diesem Jahr….dazu ein Glas Grauburgunder….und hunderte von Menschen…mir waren das ein paar zu viel….aber trotzdem war es noch auszuhalten….

Fressgasse rauf, eine Runde um den Opernplatz herum, dann Pause am Brunnen vor der Oper, über die Goethestraße wieder zurück und noch einen kurzen Schlenker über die Hauptwache…..ein schöner entspannter Abend.

Zur Info: Frankfurts Haupteinkaufsstraße ist die Zeil und ist nach Köln und München mit 14.250  Besuchern pro Stunde auf Platz 3 der am häufigsten besuchten Einkaufsmeilen (lt. JLL 06-2016 veröffentlicht in FAZ = Passanten -zählung im 16.04.2016 an einem Samstag)…schon krass.

Das spiegelt auch unser Empfinden wieder….samstags auf die Zeil zu gehen macht überhaupt keinen Spaß mehr…zu viele Menschen, zu viele Touristen…

Man kommt kaum vorwärts…ungeschriebene Regeln der Höflichkeit und des Anstands beachtet keiner mehr….alles drängelt und schiebt und brüllt…..keiner achtet mehr auf den Anderen….in den Geschäften ist es voll und wer an einem Samstag tatsächlich versucht bei der Telekom etwas regeln zu wollen….hahahahhaa…guter Witz.

Was ebenfalls in den letzten Jahren auffällt….auch in Läden die jetzt nicht als hochpreisig bekannt sind, stehen Security-Mitarbeiter (sogar in den Nebenlagen der Stadt war ich mal in einem „Ernstings-Family“ und selbst da war ein Wachposten an der Tür….und das war noch lange VOR den Terror-Anschlägen).

Mein Freund bemängelt das man die Polizei jetzt immer mehr im Stadtbild wahr nimmt….meines Erachtens ist das aber nicht negativ zu bewerten, sondern soll eher ein beruhigendes Gefühl vermitteln…aber da hat jeder eine andere Wahrnehmung.

Seit dem Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt im letzten Jahr, war das die 1. Groß-Veranstaltung die wir wieder besucht haben….aber es war keine bewusste Entscheidung solche Veranstaltungen zu meiden….es hat sich einfach nicht weiter ergeben.

 

 

 

Schöne Tage durch gute Nächte

nach dem Feiertag gestern hab ich mir für heute einen Tag frei genommen…jawohl! …..und soll ich Euch was sagen….ich finde es herrlich.

Ich schlafe seit langem mal wieder richtig tief und fest und da ich aktuell alleine schlafe, fühle ich mich auch erholt.

Mein Freund ist nachts Meister im Geräusche machen: Schnarchen oder röcheln oder schniefen oder  er stöhnt bei jedem Atemzug…..Steigerung: er stöhnt 2x pro Atemzug – nicht nur beim ein-sondern auch beim Ausatmen…dazu dreht er sich gerne auf den Rücken und braucht die gesamten 1,80m Bettbreite…..aber die Position ist egal…Geschäusche gibt es auch auf dem Bauch oder der Seite….Grummel. Manchmal redet er im Schlaf und letztens war ja sogar sein  Ellenbogen auf meine Unterlippe geprallt.

Also mein Schlaf ist immer akut gefährdet, wenn ich mit ihm in einem Bett schlafe.  Ich hab schon immer einen sehr leichten Schlaf und werde schnell ungemütlich wenn mein Schlaf gestört wird, mehr als 5 1/2 Std. sind es sowieso nur selten und DAS ist schon ohne Störung wenig genug…

Das mit den getrennten Schlafzimmern ist eigentlich keine Dauerlösung…aber aktuell brauche ich das einfach für mein Wohlbefinden…mein Schatz ist absolut dagegen….aber ihn stört es nachts ja nicht….und auch wenn ich ihn dann wach mache….das dauert nur 1-3 Sekunden und er schläft sorglos weiter…und auch die Geräusche sind dann wieder da und ICH…

Ich liege lange wach….werde wütend und noch wacher…versuche ihn dazu zu bewegen sich umzudrehen…aber auch das wirkt oft nicht….und bin morgens absolut gerädert und kaputt…Schlafmangel  ist echte Folter…

Nun wo es also  endlich wieder Sonne gibt und ich auch wieder schlafen kann, geht es mir viel besser, als noch vor ein paar Wochen…