Endspurt – Gesundwerden

Manche Nächte sind einfach scheußlich…so wie letzte Nacht. Hundemüde ging es ins Bett, schlafen konnte ich aber nur wenig. Durch die Nase bekam ich nur wenig Luft und durch das ständige Husten und Nase schnäuzen war der Schlaf auch immer nur kurz und immer wieder bin ich nach Luft japsend aufgewacht.

Das hat böse Erinnerungen an meine schlimmsten Zeiten in Hessen wachgerufen, als ich oft im Schlaf das Gefühl hatte Ersticken zu müssen…wenn ich denn endlich mal eingeschlafen war. Massive Durchschlaf-Störungen gehörten Jahrelang zu meinem Alltag.

Himmel – wie hab ich das bloß damals so lange ausgehalten. Schlafentzug ist ja auch eine Form der Folter. Also, so ohne grippalen Infekt, habe ich seit fast 3 Jahren normalerweise eine sehr sehr gute Schlafqualität. Dafür tue ich auch eine Menge, um das Schlaferlebnis optimal zu fördern…seitdem ich wieder Ruhe und Frieden im beruflichen und privaten Leben habe, funktioniert das klasse.

Aber jetzt muss ich noch die nächsten eins bis zwei Nächste überstehen…dann sollte sich alles wieder einpendeln….der Infekt sollte bald überstanden sein, immerhin sind es schon 7 Tage.

Eigentlich wollte ich Morgen wieder ins Büro fahren…der Controller hat jetzt 14 Tage Urlaub und ich muss meine Fehltage ja wieder aufarbeiten…Morgen hab ich Steuertermine für viele Gesellschaften einzuhalten.

Wahrscheinlicher wird es jedoch sein, dass ich den ersten Tag im Homeoffice bleibe…aber das entscheide ich morgen früh.

Rotes Linsen-Dal und Naan-Brot aus der Pfanne

Was ich total lieb fand: als ich mich krankgemeldet habe, hat meine liebe Kollegin gefragt, ob sie etwas für mich einkaufen soll…wie nett ist das denn. Allerdings würde ich nur in einem absoluten Notfall auf so ein Angebot eingehen.

Wie immer kommt augenblicklich meine innere Scheu zurück, Niemandem zur Last fallen zu wollen und das Gefühl, es ist nur eine verbale Nettigkeit (obwohl ich bei ihr weiß, sie hat das Angebot ernst gemeint).

Aber meine Scheu neue Menschen tatsächlich in mein privates Leben zu lassen, ist einfach zu groß geworden – ja ich hab mittlerweile ein echtes Vertrauensproblem (der letzte Versuch war die Einweihungsfeier vor einem Jahr, die ja dann doch nicht stattgefunden hat).

Allerdings war so ein Hilfs-Angebot auch gar nicht nötig. Ich bin für solche Tage ja bestens vorbereitet…hab viele fertig gekochte Gerichte im Gefrierschrank….u.a. auch deftige Rindfleisch- und Hühnersuppen…dazu allerlei Gerichte, die man schnell mit Reis oder Nudeln essen kann. Mein Kühlschrank hatte außerdem genügend frisches Gemüse parat und auch Obst hatte ich für ein paar Tage.

So hab ich außer schlafen, dösen und Essen auftauen, eigentlich nichts weiter gemacht…

Donnerstag war dann der Tag an dem ich mal wieder etwas gekocht habe…auch ein Essen, das durch meine Vorratshaltung schnell und unkompliziert zu machen war: ein Rotes-Linsen-Dal…also ein indisches Curry-Gericht mit Roten Linsen, Zwiebeln, Knoblauch, Koriander, Kreuzkümmel, Tomatenmark, Dosentomaten und Kokosnuss-Milch…den Ingwer hab ich weggelassen, dafür etwas Rotweinessig hinzugefügt und mit einer Zucchini ergänzt…und da ich immer noch kein Garam Masala-Gewürz hab, gab es ein mittelscharfes Thai-Curry-Gewürz und es passt perfekt.

Das ist das tolle an Currys (als Gericht), das man Curry (als Gewürz) in jeglicher Kombination ganz nach eigenem Belieben wählen kann….es schmeckt jedes Mal ein wenig anders…und immer lecker und mach Mal noch leckerererer. Jedes Curry-Gewürz ist ja auch eine Mischung aus verschiedensten Gewürzen.

Für den ersten Tag hatte ich als Beilage Reis. Für Freitag hab ich dann noch frisches Naan-Brot gebacken, nachdem ich noch einen Natur-Joghurt im Kühlschrank fand.

Ich hab schon öfter Naan-Brot in der Pfanne gebacken, aber noch nie ist es so fluffig und lecker geworden…ich hab durch meine eigenen notwendigen Ausruh-Zeiten, die Gehzeiten für den Hefeteig auf 3 x mindestens 1 Stunde herausgezogen…Einmal nach Kneten des Grundteigs, dann nach dem Portionieren und ein drittes Mal nach dem Ausrollen der Fladen, danach ging es direkt in die Bratpfanne bei mäßiger Hitze und das Ergebnis ist phantastisch:

Ich hab gleich alle 6 kleinen Fladen gebacken und 4 davon, nach dem Auskühlen, direkt luftdicht eingefroren….Die anderen Beiden hab ich direkt vertilgt…yummy.

Und weil ich noch von den Vortagen etwas Tomatensoße aufgetaut im Kühlschrank stehen hatte und 2 Paprika verarbeitet werden mussten…hab ich noch einen kleinen Pizzateig fürs Abendessen gemacht und eine sehr dünne Paprika-Zwiebelpizza gebacken. Ganz vorne sieht man wie knusprig sie an den ganz dünnen Stellen geworden ist….wäre ich nicht noch krank, hätte es dazu ein schönes Glas Weißwein gegeben…so blieb mir nur ein Glas Wasser…seufz:

Welle um Welle

Welle um Welle

leider geht es nicht um Urlaubswellen, Hitzewellen oder Meereswellen, sondern um Krankheitswellen.

Wie effektiv uns medizinische Masken und die AHA-Regeln während der letzten 2,5 Jahre vor Ansteckungen tatsächlich geschützt haben, kann man Erahnen, wenn man die aktuelle Welle von „Atemwegs-Erkrankungen“ in diesem Herbst beobachtet.

Sie sind früh dran, die Grippe und Grippalen-Infekte, Husten, Schnupfen, Heiserkeit und wenn man sich ansteckt, sind die Auswirkungen stärker und dauern länger. Erklärung der Mediziner: durch das Tragen der Maske während der Pandemie, ist unser Immunsystem oftmals faul geworden…die körpereigene Abwehr ist schwächer und muss sich jetzt erst einmal wieder aufbauen.

Da es sich um einen, über viele Länder hinweg, sichtbaren Effekt handelt, finde ich die Erklärung plausibel: Also – wir haben alles richtig gemacht mit dem Tragen der Maske, als es noch keine Impfstoffe und keine Medikamente gegen Covid19 gab und ein Großteil der Welt unter dem Virus zu kollabieren drohte.

Und so finde ich es auf der einen Seite extrem blöd, bereits die ganze Woche schon WIEDER mit einem grippalen Infekt flach zu liegen und bin auf der anderen Seite froh, das es nur eine massive Erkältung ist und meine Corona-Tests bisher alle negativ blieben…was bei unser aktuellen Lage im Büro nicht unbedingt selbstverständlich ist.

Seitdem die meisten Kollegen mehrere Tage auf einer Messe waren, dafür sogar viele Kollegen aus den anderen Standorten extra zu uns ins Büro gekommen sind…und na klar freute man sich auf die, die man sonst nur selten sieht, hat viel zusammen gesessen und geplaudert…seitdem ist so ziemlich die Hälfte aller Mitarbeiter ausgefallen: entweder durch einen positiven Corona-Test oder durch einen grippalen Infekt.

Meine Warnapp sprang auf Rot und hatte mir für den vorangegangen Freitag 2 potentiell gefährliche Begegnungen gemeldet. Beim Einkaufen und in der Stadt, wenn mir viele Menschen entgegenkommen, trage ich tatsächlich schon seit Wochen wieder eine Maske…nicht aber im Büro.

Unser AG bietet die Corona-Tests wieder an und ermuntert uns, diese auch zu benutzen…das ist toll und hilfreich. Die Tests blieben bei mir weiterhin negativ, dann fuhr ich Samstag zu Schwester+Schwager und wir waren abends ja noch im Restaurant…und bereits in der Nacht fingen meine Knochen an, schwer zu werden und zu Schmerzen. Seit Sonntag wurde es dann immer mehr und den Feiertag am Montag hab ich bereits mit Gliederschmerzen, Halsschmerzen und leichtem Fieber schlapp in der Ecke gelegen.

Dienstagmorgen ging dann gar nichts mehr. Ich hab beim Arzt angerufen für einen Termin, aber ich brauchte nicht in die Praxis zu kommen – laut meiner Zustands-Beschreibung und mit dem Hinweis auf einen negativen Test, hat er mich sofort bis Ende der Woche krankgeschrieben und ich solle mich alle 2 Tage erneut testen…die Krankmeldung wird mir per Post zugeschickt… OH – okay.

Donnerstag hab ich das erste Mal das Haus verlassen, um einen kleinen Spaziergang um den Block zu machen und gestern war ich mit dem Auto zum Einkaufen…ich bin noch schnell schlapp und mag weder länger gehen, noch Einkäufe schleppen.

Da das bereits meine 2. „Grippe“ in diesem Jahr ist, dachte ich eigentlich, es geht dieses Mal etwas schneller…und tatsächlich fühlt es sich heute am Samstag schon viel besser an, als die Tage zuvor – aber eben noch nicht ganz gesund…. es scheint so als ob ein großer Ziegelstein auf meinen Bronchien liegt…dafür sind die Nasenneben-Höhlen schon wieder frei. Es geht also schon fast wieder gut – wenn auch nur fast.

Deftige Hauptgerichte und saftiger Kuchen

Am Abend ging es dann, jetzt in frischen trockenen Klamotten, noch in ein griechisches Restaurant….gut das wir einen Tisch reserviert hatten…es war unglaublich voll…und immer noch kamen mehr Menschen und fragen nach einem freien Tisch….das Restaurant ist groß und gemütlich (wurde während der Pandemie komplett renoviert) und gerade bei den Dänen ist es wohl sehr beliebt. Das konnte man auch anhand der Autos auf dem Parkplatz sehen.

Es war aber nicht nur voll, sondern wurde im Laufe des Abends auch immer lauter…die Kellner hetzten den ganzen Abend über die Gänge….vermieden oft den Augenkontakt, um ja nicht noch mehr Bestellungen aufnehmen zu müssen….ich kann es verstehen, die taten mir echt leid….aber wenn sie dann mal an unserem Tisch stehen blieben, waren sie auch unglaublich freundlich und lustig….Das Essen war richtig gut…ich weiß nicht, wie die das immer schaffen, aber Leber und Lamm waren der absolute Hit.

Wir hatten einen lustigen Abend und überhaupt einen schönen entspannten Tag, aber ich hatte schon im Voraus gesagt, das ich am gleichen Abend noch nach Hause fahren würde….das tat ich dann auch. Der Tag tat mir richtig gut.

Den Sonntag blieb ich dann auch zuhause und habe es mir gut gehen lassen. Hab am Mittag nur eine Walkingrunde eingelegt. Dafür hab ich dann aber auch mal wieder deftig gekocht…zuerst einen Schweinekrusten-Braten mit Schmorgemüse im Backoffen, dazu gab es Pellkartoffeln:

und im gleichen Bräter hatte ich noch Platz für eine kleine Schweinshaxe…die war etwas länger im Ofen und hatte dadurch die perfekt Schwarte – nämlich knusprig:

Die Haxe gibt es heute zum Abendessen mit Rosenkohl und Kartoffelpürree….allerdings ohne die knusprige Schwarte…die hab ich gestern schon weg geknuspert….hahhaa

…und einen Blitz-Mandelkuchen OHNE Mehl hab ich gebacken. Der Kuchen besteht nur aus Mandeln, Butter, Eiern und Zucker und ist sehr saftig und beim Rausnehmen aus der Form auch gleich mal durchgebrochen….ich muss zugeben, so ganz ohne Mehl schmeckt der Kuchen zwar intensiv nach Mandeln, aber mir ist meine bisherige Variante mit etwas Mehl und Milch lieber…damit ist die Konsistenz etwas fester und ist eher das, was ich als Kuchen zum Kaffee bevorzuge…

An der Nordspitze – Holnis

An der Nordspitze – Holnis

Mit etwas gemischten Gefühlen bin ich Samstagmorgen nach Flensburg zu Schwester+Schwager gefahren. Mir war klar, dass ich das eine Thema mit meiner Schwester noch einmal erörtern muß und außerdem begleitete mich während der gesamten Fahrt heftiger Regen. Na – das wird wohl nichts mit unserer Wanderung durch das Naturschutzgebiet Geltinger Birk….mein Schwager ist wasserlöslich…also zumindest seine Laune löst sich bei Regen sehr schnell auf.

Aber zuerst saßen wir in der Stubb und es gab sehr leckeren frischen Pflaumenkuchen mit Sahne und dazu Kaffee …und ich hab mir meinen Frust über ihre merkwürdige Reaktion und fehlende Anteilnahme auf meine depressive Verstimmung von der Seele geredet…damit ist das Thema für mich auch erledigt.

Über die vielen verschiedenen Socken haben sich Beide sehr gefreut und mein Schwager hat seine Wetter-App im Auge behalten…es sollte am Frühen Nachmittag tatsächlich besseres Wetter geben, sogar mit Sonnenschein….meine App zeigte es nicht und auch vorstellen konnte ich es mir bei dem Wetter auch nicht…aber wäre ja schön, wenn es ginge…

Da wir alle Drei aktuell Probleme mit dem Laufen haben, haben wir uns dann für die nähergelegene Halbinsel Holnis entschieden…auch dort kann man wunderbar an der Förde entlanglaufen und trotzdem kann man die Strecken besser abkürzen, falls erforderlich. Wir sind am Yachthafen losgelaufen, zum Holnis Kliff und weiter bis zur Nordspitze, auf der anderen Seite ging es dann zurück, entlang des Surfstrands und dann quer rüber wieder zum Parkplatz.

Es war teil windig und kalt, dann wieder windstill und warm…es kamen ein paar Tropfen Regen runter…aber es war wunderschön.

tatsächlich kam zwischendurch sogar mal die Sonne raus…

aber dann zog sich langsam wieder alles zu und der Himmel wurde dunkler und bedrohlicher, bis er ganz schwarz war, der Wind frischte auf und mein Schwager warnte vor einem heranziehenden Gewitter….war aber der Meinung das trifft uns nicht direkt….Bis es dann doch über uns hereinbrach.. Da hatten wir den größten Teil des Rückwegs, schon hinter uns….der Sturm kam von Vorne zusammen mit dem kräftigen Regen und vor uns schien sogar teilweise noch die Sonne….ja es gab auch einen schwachen Regenbogen.

Wir waren länger unterwegs und sind weiter gelaufen, als eigentlich geplant, aber gerade diese Naturgewalt mit Regen und Wind tat mir unglaublich gut…ich fühle mich dabei so lebendig…spüre die Kraft der Natur, atme die salzige frische Luft und finde es herrlich…mein Schwager stapfte etwas missmutig im Regen hinter uns her (wie gesagt, er mag es nicht, nass zu werden – dabei waren wir mit Regen- und Windjacken gut ausgerüstet)…aber letztlich waren wir alle Drei froh, die Tour gemacht zu haben.

Die zurück gelegte Strecke betrug dann auch bei mir 9,53km…die Tracker der Beiden zeigten nur leichte Abweichungen …was mich immer wieder beruhigt, zeigt es doch das die Streckenaufzeichnung gut funktioniert. Das es nie die exakt gleiche Strecke anzeigt, liegt einfach auch daran, jeder läuft mal einen Schlenker, um sich etwas anzuschauen oder einer läuft wieder ein Stück zurück, weil der andere noch auf etwas hinweisen wolle.

Wieder mal nicht richtig hingeschaut

Meine Zahn-Zusatzversicherung habe ich jetzt bereits seit 15 Jahren, ein paar Leistungs-Anpassungen kamen so nach und nach hinzu, um mich vor zukünftigen hohen Zahnarztkosten zu schützen…bis ich feststellen musste, dass die vertragliche Leistung gar nicht so dolle ist…es gibt bessere Verträge – die zwischen 90 bis zu 100% der Kosten übernehmen. Meine Versicherung bezahlt zusätzlich nur denselben Betrag, den die GKV übernimmt…und da die Kassenleistung immer weiter reduziert wurde, komme ich damit auf ca. 60% Kostenabdeckung und den Rest muss ich dann immer noch selber bezahlen.

Bereits 2x hab ich die herein flatternden Angebote in Verbindung mit meiner Krankenkasse verpasst anzunehmen. Diese Angebote haben den charmanten Vorteil, das eine Vorabprüfung des Gesundheitszustandes entfällt, mehr Leistungen inkludiert sind und eine höhere %uale Erstattung ermöglichen, als meine bisherige Versicherung.

Nun kam vor ein paar Wochen wieder so ein Angebot und dieses Mal wollte ich den Wechsel ernsthaft prüfen und hab mir jetzt die Mühe gemacht meine bisherigen Vertragsbestandteile mit dem neuen Angebot zu vergleichen. Was gar nicht so einfach ist, weil die Bezeichnungen der einzelnen Teil-Tarife und die darin enthaltenden Bestandteile bei beiden Versicherungen nicht auf den ersten Blick erkennbar sind.

Also hab ich mich heute Morgen endlich mal mit damit beschäftigt, welche Tarife, welche Leistung beinhalten, welcher Anteil wird wofür erstattet und wie teuer sind die jeweiligen Teil-Tarife.

Ich hatte mich zwar schon immer darüber gewundert weil so viele Zusatz-Tarife in meiner Versicherungspolice enthalten sind, hab mir aber nie die Mühe gemacht, die einzelnen Tarife zu hinterfragen.

Als ich den Vertrag damals abgeschlossen habe, hab ich mich wohl nur von dem Werbeprospekt überzeugen lassen und hab nie alles Einzeln nachgelesen, nur so kann ich es mir erklären, das ich jetzt – nach 15 Jahren, auf einmal realisiere, das ich bei dieser Zahnzusatzversicherung seit 2007 auch eine Krankenhaus-Tagegeld-Versicherung abgeschlossen habe, die mich pro Monat sage und schreibe fast 7 EUR kostet. So eine Versicherung hab ich bisher nicht gebraucht und finde es auch für mich überflüssig.

Das neue Angebot des anderen Anbieters habe ich genau durchforstet und auch mit der Wartezeit in den ersten Jahren, in denen die Erstattungs-Beträge gedeckelt sind, würde ich mich besser stellen….und so richtig teuer mit dem Zahnersatz wird es dann i.d.R. bei den Meisten ja erst mit dem Rentenalter. Jetzt ist daher der richtige Zeitpunkt den Wechsel zu machen.

Sympathischer werden mir Versicherungen damit immer noch nicht wirklich….aber immerhin kann ich damit in der Zukunft tausende Euro sparen…das sehe ich jetzt gerade bei dem Rentner aus Hessen und seiner Frau. Die Kosten für ihre fast 2 Jahre dauernde Odysse bei der Behandlung hätten, lt. seinen Aussagen, fast für den Kauf eines Mittelklasse-Autos gereicht.

Junge Kollegin- Anspruchshaltung

Donnerstag hab ich mich mit meiner ehemaligen Kollegin Kim zum Abendessen in Hamburg getroffen…Sie arbeitet inzwischen schon 2 Monate nicht mehr bei uns und in ihrer neuen Firma läuft es nicht so, wie sie es sich vorgestellt hat….sie ist bereits nach so kurzer unzufrieden und sucht schon weiter. Soweit ist es nichts Ungewöhnliches…das passiert leider, das ein Wechsel keine Verbesserung bringt.

Ganz interessant finde ich jedoch ihre Auswahlkriterien….sie ist ja noch jung und muss sich erst noch beweisen, sucht sich ihre Jobs jedoch nicht so aus, das man eine Steigerung in ihrem Aufgabengebiet erkennen kann, sondern das 1. Kriterium ist die Bezahlung und das 2. Kriterium ist, das das Unternehmen einen großen Namen haben muss.

Sie hatte sich für einen in der Branche sehr großen und bekannten Namen entschieden, hatte den Vertrag unterschrieben und wollte ihn dann doch nicht antreten, obwohl bei Nicht-Antritt eine Vertragsstrafe zu zahlen war. Mittels einer ziemlich dreisten Lüge, ist sie aber darum herumgekommen. Der Job wäre international gewesen und sie hätte mit ihrem jetzigen Wissen gut drauf aufbauen können, hätte sogar innerhalb der Firma ins asiatische Ausland wechseln können, was sie auch gerne wollte…Die Bezahlung war jedoch nicht ganz nach ihrem Geschmack.

Sie hat dann einen anderen Job angenommen, mit einem höheren Gehalt, arbeitet aber nicht in dem Bereich, den sie gerne hätte und schon nach einem Monat ist ihr das Gehalt auch schon wieder zu niedrig und sie möchte weiter wechseln. Ihr Anspruch ist eine JÄHRLICHE Gehaltserhöhung von mindestens 10%. Was für ein Anspruch – Da bin ich dann auch einfach mal sprachlos.

Ich bin seit 36 Jahren im Beruf und na klar ist es heute einfacher mehr Geld zu bekommen, als vor ein paar Jahren…aber ich kenne das so, das mit einer höheren Erfahrung, Übernahme von Projekten, Übernahme von Verantwortung, im Laufe der Zeit das Gehalt steigt, dazu muss man den Vorgesetzten aber zeigen, was man alles leistet, das man sich kümmert und engagiert ist….

Na gut, außer man arbeitet für ein tarifgebundenes Unternehmen, wo Gehaltserhöhungen regelmäßig kommen und immer für alle gelten…aber da sind die Erhöhungen auch meistens eher moderat….das bekommt man in tarif-ungebundenen Unternehmen mit 1-3% Gehaltserhöhung dann auch oftmals…kann sich aber nicht darauf verlassen, das man jedes Jahr überhaupt eine Erhöhung bekommt.

Jetzt hat sie gerade eine Absage von einem prestigeträchtigen Unternehmen erhalten, weil ihr noch die Erfahrung fehlt und es fällt ihr schwer das zu akzeptieren. Ein anderes renommiertes Unternehmen bietet ihr einen Job an, den sie auch bei uns schon gemacht hat, mehr Geld bekommt sie dafür – aber sie will den Jobtitel nicht, weil ihr das nicht hoch genug klingt…aber für den Job gibt es nur den Titel. Einen Job als Teamleitung könnte sie in einer anderen Firma evtl. bekommen, den traut sie sich aber noch nicht zu (es fehlt ihr hier nicht nur an längerer Erfahrung, sondern auch an Selbstbewusstsein)

Ihren Gedankengängen zu folgen finde ich zwar interessant, kann ihre Sichtweise jedoch nicht verstehen…auch viele Antworten, die sie in Bewerbungsgesprächen gesagt haben will, finde ich erschreckend…aber vielleicht gehört das zur neuen Generation „Start-up“ auch mit dazu.

Ein Beispiel:

Frage: warum wollen Sie Teamleiter werden

ernsthafte Antwort: Weil ich zu faul bin, alles selber zu machen

Ich weiß nicht, ob das eine so optimale Antwort ist…ich hab noch einmal nachgefragt…das hast Du nicht wirklich geantwortet oder? Doch hat sie. Aber das hast Du als Scherz gesagt ja? – nein das war ernst. Angeblich wäre diese Antwort gut beim Fragenden angekommen…aber, das kann ich kaum glauben.

Nun gut, ich bin seit vielen Jahren in einem klassischen seriösen Beruf tätig, sie ist jung und das ist ein zwar nicht neues, aber innovatives Geschäftsumfeld….vielleicht ticken die jungen Chefs heute auch anders.

Ich hab ihr öfter während des Gesprächs gesagt, das ich solche Antworten bei der Suche nach neuen Mitarbeiten nicht hätte hören wollen…außer als Scherz, wenn die Atmosphäre beim Gespräch es zugelassen hätte.

Ich halte mal für mich fest: Ich verstehe manche junge Menschen einfach nicht und wundere mich über deren Anspruchsdenken.

Von Wintersocken und Kontrolle behalten

Es ist schon lustig, wenn ich mich mit Kollegen, Nachbarn oder Freunden unterhalte und dabei erwähne, dass ich gerade meinen Vorrat an dicken Wintersocken / Kuschelsocken aufgestockt habe, bekomme ich von Allen das Gleiche zu hören: JA – darüber haben wir auch schon nachgedacht.

Es ist der „Klopapier-Effekt“ während der Corona-Krise….Ich als Normalbürger habe keinen Einfluß auf die Gesamtlage und kann eben auf eine Corona-Virus-Pandemie nicht staatsmännisch reagieren.

Da fühlt man sich als Einzelner nicht handlungsfähig….möchte aber handeln – immerhin ist es kein schönes Gefühl, das eigene Leben nicht mehr ganz allein unter Kontrolle zu haben, fremd bestimmt zu sein….

…den Psychologen zu Folge war es nur natürlich, dass viele Menschen, innerhalb ihrer Möglichkeiten, dann gehandelt haben, indem sie Dinge des täglichen Lebens gehortet haben, wie wir in Deutschland als Beispiel das Klopapier. Es kostet wenig und bringt das Gefühl von „ich tue aktiv etwas“ um die Kontrolle zu behalten.

Jetzt mit der drohenden Gaskrise für den kommenden Winter, haben wir den gleichen Effekt…es kommt etwas auf uns zu, das uns verunsichert: haben wir genug Gas und Strom um durch den Winter zu kommen?

Was kann der Einzelne tun, wenn uns auferlegt oder zumindest dringend angeraten wird, die Raumtemperaturen zu senken und sparsam mit den Ressourcen Strom, Gas und Wasser umzugehen.

Ja klar – viele fühlen sich gleich in ihrer Freiheit bedroht und reagieren aggressiv auf jeden Vorschlag, jede Anmerkung. Nehmen alles wörtlich und extrem persönlich. Ich finde solche Reaktionen kindisch und absolut unangebracht und gewöhne es mir gerade wieder einmal ab, die Kommentare zu den Artikeln zu lesen…das ist oft unterste Schublade, obwohl es sich um seriöse Zeitungen handelt, wo man solche Kommentare eigentlich von der Leserschaft nicht erwarten würde.

Aber die Empörungs-Neigung der Deutschen, wenn es um IHRE eigene Wohlfühl-Freiheit geht, ist seit der Pandemie in meiner Wahrnehmung, extrem stark angewachsen: nur ja keine Vorschläge ob es sinnvoll ist, täglich zu Duschen oder ein Waschlappen eine Alternative sein könnte…Also wo kämen wir denn dahin, wenn von uns VERLANGT wird, über unser eigenes Verhalten nachzudenken….Wer bitte maßt sich an, auch nur öffentlich darüber nachzudenken, wo der Einzelne sein Verhalten anpassen könnte. Nein, so etwas mögen die Kommentar-Schreiber ganz und gar nicht.

Ich nehme aber an, das die schweigende Mehrheit, es genauso macht, wie ich ….ruhig und mit einem Gefühl von „Was-kommt-da-wohl-noch-auf-uns-zu“-Unwohlsein sein eigenes Verhalten zu überdenken und mit kleinen Änderungen im Alltag, wieder ein besseres Gefühl von „das-schaffen-wir-schon-irgendwie“ zu bekommen..

Und so hab ich für das Wochenende, statt eines Blumen-Arrangements für den Balkon, als Mitbringsel für Schwester+Schwager, ein buntes Potpurri verschiedenster Winter-Socken zusammen gestellt. Wir sind zuhause alle Drei Sockenläufer: Dicke Wollsocken mit Anti-Rutsch-Noppung, Socken mit Alpaka-Wolle, gefütterte Outdoorsocken mit hohem Wollanteil, Socken als Hausschuh-Ersatz mit Plüsch und Kuschelsocken in Rosa-Tönen (also, die nur für meine Schwester…ich glaub mein Schwager war froh, das er keine davon in seiner Größe in meinem Geschenkkorb fand….hahaha).

Ich habe tatsächlich fast 2 Wochen gebraucht, mehrere Geschäfte durchforstet und auch noch extra im Internet bestellt, bis ich alles für uns zusammen hatte, was ich als sinnvoll und schön empfand.

Fazit: Das war eine Aktion…ich habe gehandelt und halte das Ergebenis nun in meinen Händen. Ich (wir) sind nun vorbereitet. Ich fühle mich gut damit…und während ich das schreibe, hab ich ein paar Socken aus Allpaka-Wolle an den Füßen und eine Strickjacke an, die Baumwolldecken liegen in Griffweite, die Steckdosenleisten haben alle Ausschalter, die Fenster schließen richtig und mir …mir ist bei 18 Grad in der Wohnung gut warm und ich fühle mich wohl….also der Winter kann kommen…ich bin vorbereitet.

Entscheidungen und Routinen

Wir treffen jeden Tag hunderte von Entscheidungen….oft bewusst, die meisten jedoch ganz unbewusst. Stehe ich jetzt auf oder bleib ich noch ein paar Minuten liegen, gehe ich erst ins Bad oder schalte ich zuerst die Kaffeemaschine ein, ziehe ich die blauen Socken an oder die Schwarzen..entscheide mich für die Blauen, nur um fest zu stellen, das ich mich am Ende für ein komplett schwarzes Outfit entschieden habe. Wenn ich mich nun noch für die schwarzen Boots entscheide, können die blauen Socken bleiben (sieht dann keiner), nehme ich die Sneaker, muss ich die Socken noch einmal wechseln.

Und so geht es den ganzen Tag. Was uns dabei hilft unseren Geist zu entlasten sind Routinen. Meine Routine hilft mir mich nicht jedes Mal bewusst entscheiden zu müssen…Also stehe ich auf und schalte erst die Kaffeemaschine an und dann gehe ich ins Bad. Darüber brauche ich nicht nachzudenken…das passiert quasi automatisch.

Entscheidungen zu treffen fällt mir aber meistens ziemlich leicht….ich treffe sie zügig und dann mache ich es auch. Egal, ob es um leichte Entscheidungen geht (Socken) oder um Lebensverändernde (Wohnortwechsel). Sobald ich mich entschieden habe, hinterfrage ich diese Entscheidung nicht mehr, sondern steuere mein Ziel direkt an.

Und deshalb finde ich es auf der anderen Seite ziemlich lustig (also im Nachhinein), das ich gestern so einen Tag hatte, wo ich mich überhaupt nicht entscheiden konnte…ich stand mir quasi ständig selbst im Weg und dabei ging es doch bloß um eine Walkingrunde in Hamburg.

Ich hatte mich bereits mittags entschieden: ich fahre am später Nachmittag mit dem Auto bis zum Fähranleger Teufelsbrück, stelle das Auto ab und laufe mal wieder in der beginnenden Dunkelheit an der Elbe entlang. Solche Entscheidungen treffe ich ja quasi täglich….ob ich raus gehe, wann ich raus gehe, wo ich meine Runde drehen möchte.

Aber dann ging es los….och nööö, ist so ungemütlich Draußen, boa extra bis zum Teufelsbrück fahren, geht doch auch in Wedel am Schulauer Fähranleger, warum überhaupt ins Auto setzen und bis Wedel fahren, geht doch auch hier im Ort…neee möchte aber doch nach Hamburg….okay mein Kompromiss mit mir selber: ich nehme den Elbhöhenweg in Wedel.

Aber ich kam nicht wirklich los, hab immer noch anderes gemacht und inzwischen war es schon weit nach 20 Uhr und komplett dunkel draussen….hmmm soll ich jetzt noch fahren oder nicht….ich bin dann tatsächlich gefahren und in kompletter Dunkelheit den Elbhöhenweg entlang gelaufen…also gut, so mit Taschenlampe hier entlang zu laufen war jetzt nicht viel anders, als wenn ich bei mir im Ort meine Standardrunde genommen hätte. Einziger Unterschied hier in Wedel konnte ich die Elbe in der Dunkelheit schemenhaft erkennen.

Die Ernüchterung kam dann schnell: die Strecke war mit 3km deutlich kürzer als meine Runden hier im Ort (irgendwie hatte ich sie länger in Erinnerung), ich war auf der Rückfahrt hundemüde und musste mich stark auf die Fahrt über die Landstraße konzentrieren und dann hab ich zuhause auf den Kalender geschaut und festgestellt, dass ich MORGEN sowieso an die Elbe fahren werde….na das hätte mir ja auch mal früher auffallen können, das war ja eine echte Glanzleistung….hahahha

Egal – immerhin bin ich draußen gewesen und hatte eine kleine Walkingrunde…und anschließend hab ich extrem gut geschlafen.

Und heute am Sonntag werde ich dann tatsächlich nach Hamburg fahren…einen Abstecher in die Innenstadt machen…ich möchte endlich mal wieder in ein Cafè gehen und anschließend gehts an die Elbe…seit ich hier lebe, gehe ich am Geburtstag und am Todestag meines Vaters an die Elbe, mit einem kleinen Blumengruß und einer stillen Zwiesprache mit ihm.

Ich mag diese Routinen, über die brauche ich nicht nachzudenken…ich mache es einfach…und es fällt mir dann auch leicht, solchen Tagen zu begegnen…denn ich kenne meine Abläufe und mir tut es gut, genau das zu wissen.

Heißluft-Fritteuse – nächste Stufe

Ich hatte schon mal darüber berichtet, dass ich ein großer Fan meiner Heißluft-Fritteuse bin…bisher stand bei mir so ein kleiner Philips Airfryer…aber im Laufe der Jahre ist das Innenleben nicht mehr so ansehnlich…ich hab gerne bei sehr hohen Temperaturen gegart und die Temperaturen haben der Beschichtung geschadet.

Unsere Firmen-Zentrale hat uns im letzten Jahr ein Sachgeschenk zu Weihnachten gemacht, welches wir uns aus einem Online-Warenkorb selber aussuchen durften und ich hab nichts weiter gefunden, was ich wirklich hätte gebrauchen können. Ich hab mich also für eine „Proficook“-Heissluftfritteuse entschieden…also eigentlich ist es schon ein Heißluftofen und wurde von meinen Kollegen belächelt…soso Du lebst allein, hast aber 2 Heißluft-Geräte.

Jaaaa und diese Voraussicht auf einen kommenden Bedarf, machte sich nun bezahlt. Ich hab vor 3 Wochen die Geräte getauscht. Das neue Gerät ist etwas klobiger, passt aber an die gleiche Stelle und bietet tatsächlich noch mehr Möglichkeiten, um den großen Backofen noch öfter kalt zu lassen.

Das Wichtigste ist, ich kann nicht nur frittieren, sondern auch richtig backen, mit herausnehmbaren Backblechen, anstelle eines Gitterkorbs und das Innere des Geräts ist aus Metall…lässt sich so prima sauber halten. Es gibt noch jede Menge Zubehör wie einen Drehkorb für Pommes und einen Drehspieß usw. ne – das ist mir alles zu kompliziert und fummelig, das ging alles gleich mal in den Keller und so war ich insgesamt skeptisch, ob ich damit umgehen kann… und hab mein bisheriges Gerät, nach einer intensiven Reinigung, ebenfalls fürs Erste in den Keller verfrachtet – man weiß ja nie.

Meine Sorge war jedoch unbegründet. Das neue Gerät ist zuverlässig und ich nutze es noch öfter, als die Bisherige…..hier zum Beispiel überbackenes Fladenbrot mit einer Tomatensauce, Schinken und Käse…Ein schnelles Mittagessen im Homeoffice.

Das Gerät hat jedoch einen Touch-Screen und mit jedem Tastendruck wird auch ein Piepton erzeugt…das finde ich überflüssig…aber ich freue mich über das tolle Gerät.