Einfach gemütlich

Vor vielen, vielen Jahren…also Mitte der 90er Jahre waren so niedliche kleine weiße Keramikhäuschen mit Teelichtern in der Weihnachtszeit modern…zusammengestellt zu einem keinen Weihnachtsdorf….mit ausgezupfter Watte als Schnee…kleine Holzfiguren mit Schlitten zum Beleben der Atmosphäre….

Dann hab ich irgendwann den Rappel bekommen…und ALLES weg getan. Die Zeit war um…..und seit 2 Jahren nun wünsche ich mir so ein kleines Weihnachtsdorf zurück….aber es gab sie nur noch ganz vereinzelt über Ebay.

Aber in diesem Jahr scheint es wieder IN zu sein…allerdings mit LED-Beleuchtung…..oooooch nöööö.

Meiner Schwester hat in einem Schwedenladen (neeeiiin – nicht IKEA) tatsächlich Teelicht-Häuschen in weiß gefunden….unlasiert und größer als früher, dafür bestimmt 20 verschiedene Versionen….ich hab mir 3 ausgesucht und hab die Kirche dann noch dazu von ihr geschenkt bekommen…Jedes Häuschen kostete fast 20 EUR…ist eben keine Fließband-Fertigung aus China.

…und heute Abend hab ich zum ersten Mal in diesem Herbst ein Teelicht angezündet….noch ganz pur ohne weitere Deko

haaach, das gefällt mir auch schon so richtig gut und im Raum ist es gleich noch viel gemütlicher….sooo jetzt bin ich bereit für die kalte Jahreszeit in meinem neuen Zuhause…..

erst schlechter – dann besser

So, heute gibt es mal keine Tirade über das, was bei uns im Büro gerade abgeht….nicht das heute alles gut gelaufen wäre, ganz im Gegenteil…es lief mal so richtig schlecht ….hahaha.

Gemäß dem Motto: es muss erst schlechter werden, bevor es besser wird fand ich: nach dem Meeting konnte es gar nicht mehr schlechter gehen und so war jeder kleiner Fortschritt wieder eine positive Entwicklung mit anhaltendem Trend nach oben.

Es hat uns bis zum Mittag zwar viel Zeit gekostet…dafür lief es danach aber wieder ruhig und naja, einigermaßen normal….und ich hab beschlossen, mich wieder meinen eigenen Themen zu widmen und natürlich stehe ich für die Anfragen der übrigen Kollegen weiterhin zu Verfügung…aber von der schlechten Laune des Controllers halte ich mich fern. Da helfen auch die besten Absichten nicht weiter….wenn er nicht zuhört, muss er das eben selber ausfechten.

Ich war am Ende des Tages also zufrieden mit mir und meiner Arbeit und dem was ich heute dazu gelernt habe….dafür wurde heute auf einer anderen Ebene so viel Stress bei mir erzeugt….die seit über einem Jahr vor unserem Bürofenster befindliche Dauer-Baustelle geht langsam in die letzte Phase: Das Bürogebäude steht fertig, aktuell wird drumherum gepflastert.

Den GANZEN Tag war eine Stein-Schneidemaschine im Einsatz…den ganzen Tag das Gejaule …. das war wirklich nerv-tötend. Aber auch so ein Bauarbeiter-Arbeitstag hat irgendwann einmal ein Ende….ab 16 Uhr war es tatsächlich wieder still….und kurz danach hab auch ich Feierabend gemacht.

Ich hoffe jetzt auf noch ein paar Tage trockenes frostfreies Wetter, damit die Pflaster-Arbeiten beendet werden können und dann….. DANN sollte endlich vor dem Bürofenster wieder Ruhe einkehren.

Telefonat mit unterdrücktem Flucht-Reflex

Nach Feierabend hatte ich noch eine Telefon-Verabredung mit einer ehemaligen Kollegin aus Hessen. Die letzten Tage hab ich viel mit meiner Schwester telefoniert und beruflich telefoniere ich auch viel mehr, als sonst…und Morgen hab ich noch eine Telefon-Verabredung mit dem Rentner aus Hessen…..und da sage noch einer man kann sich nicht ändern….ich telefoniere immer noch nicht gerne….aber es wird besser.

Ich bin ja sehr eigen und mag es nicht, wenn sich Jemand in einem Gespräch mit mir, nicht darauf konzentriert, sondern nebenher noch andere Dinge macht….oder noch schlimmer, dabei auch noch isst. Ich empfinde die Geräusche im Hintergrund dann immer als übermässig laut und störend, während die Anderen irritiert sind, das ich

1. die Geräusche überhaupt höre,

2. die Ablenkung in Stimme und Reaktion wahrnehme und es dann auch noch

3. Anspreche ….weil es MICH ablenkt und teilweise sogar blockiert einer Unterhaltung zu folgen oder zu gestalten.

Meine liebe ehemalige Kollegin aus Hessen hat also während wir telefonierten: Kartoffeln geschält und dann lang und breit auf einem Holzbrett klein geschnitten….und unter fließendem Wasser abgewaschen, und die Auflaufform aus dem Schrank gezerrt….und dabei ging die Verbindung immer wieder von gut auf schlecht und wieder zurück…alles Geräusche die es mir während eines Telefonats schwer machen, zu glauben, das mein Gegenüber ganz bei der Sache ist.

Wahrscheinlich geht es wieder einmal nur mir so, aber ich empfinde es fast als unhöflich….aber ich versuche es zuzulassen….es anzunehmen und mich auf die Unterhaltung zu konzentrieren…und NICHT auf die Nebengeräusche….es hat ein paar Minuten gedauert und dann ging es ganz gut.

Ich versuche also mich mehr und mehr zu konditionieren, mich von Geräuschen nicht triggern zu lassen. Meine natürliche Reaktion ist: mich mittels Flucht der Situation zu entziehen….also das Gespräch schnell zu beenden oder so lange zu intervenieren, bis der Andere die Nebengeräusche abstellt.

Natürlich kann ich nicht immer dem Flucht-Reflex nachgeben…also habe ich schon vor Wochen angefangen Strategien gegen meine Misophonie einzuüben, um dem natürlichen Bedürfnis aus der Situation zu entkommen, entgegen zu treten.

Das ist nicht leicht und bedeutet mich dem Trigger-Geräuschen auszusetzen, es anzunehmen und wenn möglich, meinen Fokus auf etwas anderes zu lenken. Das ist ja keine Krankheit, kann also auch nicht geheilt werden…ich brauche daher Bewältigungs-Strategien um damit leben zu können.

Während der Pandemie war es einfach, allen und jedem unangenehmen Geräusch aus dem Wege zu gehen und so konnten sich mein Gehirn und mein Gehör von vielen Geräuschen tatsächlich so erholen, das einige sogar keine Überreaktionen in mir mehr auslösen. Andererseits hab ich mich dadurch auch so von Geräuschen entwöhnt, das mir jetzt viele normale Umgebungsgeräusche unnatürlich laut erscheinen und ich diese eher wahrnehme als früher. Also Fluch und Segen zugleich.

Aber die Ausgangslage hat sich trotzdem verbessert: Ich bin emotional ausgeglichener und schaffe es eher mich den Trigger-Geräuschen durch Ablenkung meiner Aufmerksamkeit auf etwas Anderes, zu entziehen. Aber es bedeutet, das ich ständig an mir arbeite, was anstrengend ist.

Vorbereitungen für die Kälte – Vorhänge und Suppen

Diese Unruhe der letzten Tage und Wochen im Büro macht mir wieder einmal Spaß, weil ich doch sehr gefordert bin…aber es kostet auch Kraft…und so falle ich Abends ziemlich kaputt ins Bett.

Aber immerhin hab ich nicht nur am Wochenende mein Homeoffice-Büro eingerichtet….sondern hab mich endlich auch mal mit den Übergardinen für meine Wohnung beschäftigt. Es sind blickdichte Übergardinen mit einer dünnen Schicht Thermo-Isolierung…also die sollen im Winter die Kälte abhalten und im Sommer vor der Wärme schützen.

Jetzt bin ich als Staub-Allergiker eigentlich kein Fan von Gardinen oder Über-Gardinen….aber es ist der Kompromiss für den Winter, da mein neues Zuhause über keine Außen-Jalousien verfügt…ein Umstand an den ich mich tatsächlich erst gewöhnen muss….die letzten 20 Jahren hatte ich immer Außenjalousien.

Für den Winter wird ja schon von einem Eiswinter, mit Sibirischer Kälte geredet, der bevorstehen könnte….noch sind es nur Prognosen…..

Also im Schlafzimmer und im Wohnzimmer sind sie einsatzbereit: Gekauft – gewaschen – gebügelt – mit Haken versehen – auf gehängt…fehlt nur noch mein Arbeitszimmer….

Und als es am Sonntag so ungemütlich draußen war, hab ich gleich mal einen Topf Erbsensuppe gekocht… aber wieder nur mit sehr wenig Speck und ohne Würstchen (seufz). Die Konsistenz hab ich bewusst nicht ganz so sämig gewählt, weil sie ja immer noch nach-dickt…und es ist zwar lustig die Suppe mit dem Messer in Portionen zu schneiden, musste dieses Mal aber nicht sein.

So eine frische Suppe ist echt genau das Richtige für einen ungemütlichen Herbsttag…..als nächstes kommen dann mal wieder die anderen Suppen: Möhrensuppe, Kartoffelsuppe, Lauchsuppe, Linsensuppe, Gemüsesuppe, Hühnersuppe. hahahaha und was es sonst noch so gibt…..

…Allerdings werde ich mir für den nächsten Teller Erbsensuppe doch mal wieder ein paar Wiener-Würstchen besorgen….ich verzichte ja aktuell fast komplett auf das Fleisch…hab immer noch eine Entzündung in einem Ellenbogen- und einem Kniegelenk…

unruhige Tage im Job

Heute konnte ich nur verwundert den Kopf schütteln….aber dieses Mal brauchte ich nicht über die Grenze nach Norden zu schauen….sondern eigentlich nur auf den gerade mal „imaginären Schreibtisch auf der anderen Seite“…weil, ich bin im Homeoffice….der Controller sitzt im Büro.

Gestern haben wir uns noch per Telefon ausgetauscht und wir hatten verabredet, das wir heute gegen Mittag noch einmal telefonieren, um unsere ersten Erkenntnisse zur neuen Software auszutauschen.

Ich bin ja im leichten Vorteil, da ich schon vieles vom dänischen Kollegen gelernt habe, er nimmt sich immer etwas Zeit um meine gezielten Fragen direkt zu beantworten…mal so eben nebenbei…und das hab ich meinem Kollegen von gegenüber auch in einer E-Mail mitgeteilt…also über welche Inhalte und Problemstellungen ich bereits Wissen parat habe und das wir uns darüber austauschen können….

…und was macht der Controller, er sagt unser kleines Meeting ab, nur um den dänischen Kollegen im Minutentakt mit genau denselben Anfragen zu bombardieren, die ich ihm auch hätte erklären können….ich hab ja extra Zeit dafür eingeplant, während der dänische Kollege im Dauerstress ist und bereits das komplette Wochenende durch gearbeitet hat, um den Rückstau durch den schleppenden Projektstart aufzuholen.

Jaaa, die Umsetzung des Projekt wurde nicht gut geplant und noch schlechter ausgeführt…aber nun sollten wir den einzigen Kollegen aus der Firmenzentrale, der mit dem Projekt beschäftigt ist, nicht mit all den kleinen User-Problemen auch noch einzeln aufhalten….immerhin hatten wir sogar vereinbart, das ich diesen Part übernehme: Also als sogenannter „Power-User“ die allgemeinen Handling-Fragen der Deutschen Kollegen betreue…

Also habe ich auf jede seiner Fragen an die Firmenzentrale direkt schnell selber geantwortet: Immer mit kurzer Anleitung anhand von Bildschirm-Ausschnitten und mit Pfeilen und Erklärungen….so wie ich es von früher her kenne. Nicht um mich zu profilieren, sondern um den Kollegen in DK zu entlasten und uns im Hamburger Büro voran zu bringen….immerhin hab ich in den letzten 2 Tagen schon ein paar Kollegen durch die Anmelde- und Freigabeprozedur geleitet…und ja, wir stoßen immer wieder auf tatsächliche Probleme, die von Dänemark aus gelöst werden müssen….und dort gibt es eben nur den Einen, der das kann.

Warum mein Controller-Kollege jetzt so stur und unwillig reagiert, weiß ich nicht…..vermute aber anhand einiger Aussagen aus DK, das er die Abläufe noch nicht so richtig versteht….dabei bräuchte er sich einfach nur mal 30 Minuten Zeit zu nehmen und mir zuzuhören.

So, Morgen treffen wir Beide wieder im Büro aufeinander…Morgen soll ich ihm nun noch einen weiteren wichtigen Schritt erläutern….na, da bin ich aber gespannt…ich mache mich auf einen weiteren unruhigen Tag gefasst.

November-Tag

Heute ist einer dieser trostlosen November-Sonntage….Es regnet immer wieder, insgesamt ist es düster und dazu stürmt es auch noch. Es ist also ungemütlich draußen.

Das fördert jetzt nicht gerade eine heitere und ausgelassene Stimmung….und so hänge ich emotional ein wenig in den Seilen….bin nicht schlecht gelaunt. Nach dem, wie immer, turbulenten und erzähl-intensiven Besuch meiner Schwester, ist mir sowieso danach NICHT lachen oder fröhlich sein zu müssen.

Mir ist heute nach Stille….und nach heruntergezogenen Mundwinkeln OHNE das ich erklären muss, das ich nicht schlecht gelaunt bin…sondern einfach nur meine Ruhe haben möchte. Das ist meine emotionale Erholung.

So hab ich bisher heute

  1. meinen neuen Homeoffice-Arbeitsplatz ausgestaltet….dabei noch 33x den Tisch zentimeterweise verschoben, bis – ja bis ich mich wohl damit gefühlt hab ..so mit Winkel zum Fenster und Lichteinfall usw. Dann hab ich schon mal alles aufgebaut, was ab jetzt ja auch genau so stehen bleiben kann…Monitor, Dockingstation, Mouse und den Drucker daneben auf einem kleinen Regaltisch…passt.
  2. Wie bereits geschrieben hab ich mich ausführlich mit den Bewerbungs-Unterlagen meiner Schwester beschäftigt…da brauche ich vor dem letzten Feinschliff aber jetzt erst einmal eine Pause.

Und jetzt beobachte ich gerade einen Buntspecht, der in den Bäumen sitzt…und einen Eichelhäher. Ohhh wie schön. Auf meinem Balkon wird das Futterangebot gut angenommen…aber wer mich da alles so besuchen kommt, hab ich noch nicht komplett mit bekommen….nur die Kohlmeisen die sind wirklich oft da.

Eichhörnchen hab ich auch schon einige in und um die Bäume herum beobachtet….aber die werden hier wahrscheinlich nicht auf meinen Balkon kommen. Das ist auch okay….aber hier hab ich wenigstens wieder Vögel die ich füttern darf und die auch kommen….das ist so schön und tut mir ehrlichweise auch richtig gut.

Hatte ich früher eine große Bandbreite an verschiedenen heimischen Vögeln zu Besuch (Kleiber, Blaumeisen, Rotkehlchen, Buchfinken, Grünfinken, ganze Dompfaff-Familien, Eichelhäher, Buntspecht, Schwanzmeisen, Kernbeißer, eine Heckenbraunelle) sind es hier jetzt nicht so viele Arten….aber immerhin kommen überhaupt ein paar Vögel….evtl. sogar mehr als ich bisher gesehen habe, immerhin sind meine Futterstellen Abends immer leer.

Angst runter schlucken – und aktiv werden

Ich bin mal wieder mit einer Aufgabe beschäftigt, die ich gut kann und wo ich immer schon Freunde und Familie unterstützen konnte…Ich stelle gerade für meine Schwester eine moderne „Bewerbungs-Mappe“ zusammen. Also ich hab per PC ein modernes Design für den Lebenslauf erstellt, Fakten ergänzt und ansprechend aufbereitet. Ein schönes aktuelles Foto hab ich auch gleich mit in den Lebenslauf kopiert.

Nun schreibe ich noch ein Bewerbungs-Anschreiben und dann schauen wir mal, wie es weiter geht.

Sie hat ihren Job noch und ein Verlust des Arbeitsplatzes steht auch gerade nicht an, aber Ihr habt sicherlich schon öfter gehört, das viele Krankenschwestern und in der Altenpflege angestellte Menschen gerade aus dem Beruf wegbrechen. Und genau das ist in der mobilen Altenpflege, bei der meine Schwester arbeitet, gerade passiert.

Erst hat die Pflegedienstleistung gekündigt….dann viele der Altenpfleger und jetzt auch noch die stellvertretende Pflegedienstleitung, die kommissarisch die Leitung übernommen hatte. Und keiner hat es lange vorher angekündigt….alles ging in den letzten 6 Monaten hoppla-di-hopp…

…und Niemand weiß so Recht, wie es dort weiter gehen soll….die ausscheidende Stellvertretung hat allen Kollegen geraten sich mal auf dem freien Markt umzuschauen…das macht natürlich Angst. Wird der mobile Pflegedienst evtl. sogar aufgelöst? Eigentlich nicht vorstellbar, weil der Träger eine der ganz großen karikativen Einrichtungen ist…aber wenn die kein Führungspersonal mehr finden? Was dann? Nun gut – in der kommenden Woche findet wohl eine Mitarbeiter-Versammlung statt, von der sich alle eine Klärung der Situation erhoffen.

Meine Schwester ist da, genau wie ich, sehr pragmatisch…Die Angst wird runter geschluckt und dann wird gehandelt. Sie hat schon ein paar Adressen heraus gesucht und nach einem Telefonat mit mir auch dort angerufen, um zu erfragen ob eine Bewerbung aktuell Sinn macht und welche Unterlagen diese Firmen haben wollen.

Soooo und so sitze ich schon den Vormittag hier und beschäftige mich mit Ausdrücken, die in meinem Berufsleben so gar nicht vorkommen….

Styropor-Kriege

Nach Feierabend am Freitag, früher Nachmittag, kam meine Schwester zu Besuch. Mein Schwager muss am Wochenende auf einen Lehrgang und sie brauchte mal wieder einen Tapetenwechsel und ein wenig Neugierde war natürlich auch dabei….hatte sie meine Wohnung doch noch nicht mit Möbeln und fertig dekoriert gesehen.

Zuerst ging es in eines der großen Möbelhäuser…ich wollte endlich einen Schreibtisch für mein Büro-/Kleiderzimmer kaufen…und wir haben auch tatsächlich einen gefunden. Nicht zu teuer, weiß, Metallfuß und mit dunkler dicker Glasplatte….die Größe genau so, das der Tisch gut in den Erker passt….und sau-schwer….und selbst zerlegt wirkte er riesig verpackt.

Schon nach dem Reinhieven in das Auto war mir klar, den bekommen wir auch zu Zweit niemals so im Karton bis in meine Wohnung. Lösung: den Karton öffne ich bereits im Auto, und dann bringen wir die Teile einzeln in die Wohnung. Nur die Glasplatte war mit Karton und Styropor, und noch einmal Karton und noch einmal Styropor, und noch einmal geklebter Styropor und noch mehr Karton…..Ihr versteht…..extrem gut vor Bruch geschützt.

Nachdem wir es tatsächlich geschafft hatten, einen Teil der Verpackung aufzureißen und alle Teile in die Wohnung zu bringen, sah es in meinem Auto aus, wie in einem Styropor-Meer…Egal….mein Auto benötigt eh dringend eine Reinigung von Innen und Außen. Also hab ich es erst einmal ignoriert.

Und gegen Abend heute, meine Schwester war gerade wieder nach Hause gefahren…hab ich nun die restlichen Teile ausgepackt und den Tisch zusammen gebaut. Also ich wollte den Tisch zusammen bauen, wären da nicht die Massen an Styropor Platten, Plättchen, Kügelchen die überall am Boden, auf dem Teppich, an den Türen und überhaupt überall, statisch haften blieben.

Mir blieb zunächst nichts weiter übrig, als mich diesem Krieg der Styropor-Kügelchen zu stellen. Am Ende waren 2 große Müllsäcke gefüllt mit Plastik Verpackungsmaterial…und zusätzlich noch eine riesige Tasche voll mit Karton-Schnipseln. Ich hab natürlich gleich alles in handliche Stücke zerrissen. Danach blieb nur noch der Griff zum Staubsauger, um auch die kleinen Teilchen einzufangen und den Rest hab ich dann mit feuchten Lappen aufgewischt….unfassbar, wie viele Schichten an Styropor und Pappe für diesen Tisch notwendig waren.

Er nachdem ich diese Schlacht in der Wohnung gewonnen hatte, hab ich den Tisch, inclusive Schubladenteil aufgebaut bekommen….und ca. 1,5 Stunden später war der Tisch fertig und die gefüllten Müllsäcke in den Müllcontainern….gewonnen…

….bis mir wieder einfiel ,das ja noch ein großer Teil davon in meinem Auto lag….MIST….das mache ich aber erst Morgen. Für heute hab ich genug von diesen kleinen anhänglichen Kügelchen…

Einsilbigkeit in Erklärungen oder einfach nur „hygge“?

Obwohl ich bereits so einige kleinere Walkingrunden in der Umgebung meines neuen Zuhauses erkundet habe, war heute Morgen Premiere für mein Homeoffice-Ritual….und die Runde die ich mir dazu gesucht habe, ist mit 2,6 km zwar eher das, was ich als „kleine Runde“ bezeichne…aber ich hab noch ein paar Wege gesehen, um daraus eine Standard-Größe von 4-5km werden kzu lassen…das probiere ich gleich Morgen früh.

Es sind kleinen Wege abseits…mit Bäumen und Laub, kleinere Parkabschnitte, nur grob befestigte Zwischenwege….keine großen Straßen…ich starte ja solche Tage gerne inmitten der Natur….Okay also 1 große Straße muss ich dann doch noch überqueren….aber es gibt ja noch weitere Möglichkeiten…ich muss sie nur weiter erkunden.

Mein Homeoffice-Tag heute war danach richtig gut…sehr zufriedenstellend, da ich nach den ganzen Bankenwechsel endlich das Gefühl habe, wieder den Überblick über die Konten zu haben – puhh…gerade noch rechtzeitig zum Monatswechsel…..aber einfacher wird es vor allem mit den ausländischen Banken nicht….um nicht zu sagen: es ist mühselig.

Das dänische Wort „hygge“ beschreibt eine entspannte, herzliche und gemütliche Lebensweise….mir fehlt aber manchmal etwas mehr an „forklaringer“ = Erklärung wie etwas funktioniert oder funktionieren soll.

Es wird generell wenig bis gar nichts erklärt…und wenn man bei uns eine Erklärung bekommt, besteht diese meist aus einem kurzen Satz, der kaum kaum verständlich erläutert, was derjenige tatsächlich möchte. Es werden nicht viele Worte gemacht – und dadurch bleibt vieles im Dunkeln, was dann später dazu führt, das man noch einmal Nacharbeiten muss, weil irgendeinem Entscheidungsträger bewusst wird, das es soooo dann doch nicht geht.

Jede neue Aktion sollte erst einmal mit Nachdenken beginnen: Was soll am Ende für eine Information rauskommen? Welche Informationen habe ich bereits? Wo bekomme ich die restlichen Infos her? und wie bereite ich die Daten schließlich so auf, das ALLE Kollegen die gleichen Infos auf die gleiche Weise liefern.

Bei uns in der Firma läuft es anders: Es wird etwas beschlossen und mit einem Satz bekannt gegeben: Das macht Ihr jetzt so. Daraus versteht jeder Kollege (auch je nach Land, Ausbildungsgrad und Sprachfertigkeit) etwas anderes und bereitet die Daten irgendwie auf.

Dann geben wir diese Daten ab und nach 1-3 Monaten wird beschlossen: das Wirrwarr geht so nicht – und es wird ein Template entworfen und gleich so eingeschränkt, das es wieder nicht von allen genutzt werden kann, weil jetzt die Restriktionen im Template nicht die landesspezifischen oder gesellschaftsspezifischen Sonderformen berücksichtigt.

Also fängt man wieder an zu schreiben, das es so nicht funktioniert…und bekommt als Antwort….. NICHTS…..nun gut…also wurschtelt man so lange herum, bis das Formblatt irgendwie aufgeht….aber natürlich stimmen jetzt die Einzelheiten nicht mehr…man musste ja etwas tricksen. HAHAHAHA – das kenne ich noch sehr gut aus meiner Zeit in Hessen, wo ich einmal im Quartal eine Steuerformblatt ausfüllen musste….das war so schräg konstruiert, das ich 10 Jahre keine Ahnung hatte, wie ich es richtig füllen soll…es konnte mir einfach keiner erklären…hab immer so lange daran rumgebastelt, bis alle Querchecks aufgingen ….diese Zeiten wähnte ich eigentlich hinter mir….jetzt hab ich wieder so etwas Ähnliches.

Aber ich hab eine für mich gangbare Lösung gefunden und warte jetzt nur noch auf den allgemeinen Aufschrei, das es es so nicht geht.

Egal….trotzdem bin ich mit der Gesamtleistung meines Tages sehr zufrieden …und jetzt ist Feierabend….

Wintereintopf – Vegetarisch

Ich hab heute einen Rosenkohl-Kartoffel Eintopf gekocht. Das Gericht ist ursprünglich nicht vegetarisch, aber ich hab in der letzten Zeit fest gestellt, das mir Speck meistens gar nicht mehr so gut schmeckt…und auf die Kohlwürstchen hab ich meinen schmerzenden Gelenken zuliebe verzichtet.

Der Eintopf ist recht simpel in der Zubereitung, dafür lecker…und das einzig ungewöhnliche ist in dieser Kombination ist etwas Majoran.

Also Zwiebeln und Knoblauchzehe kleinschneiden und anbraten, dann Kartoffeln und Rosenkohl zu gleichen Teilen ebenfalls schälen und klein schneiden. Die gwürfelten Kartoffeln in den Topf geben und mit anrösten, danach den halbierten oder geviertelten Rosenkohl ebenfalls mit anrösten…mit Brühe auffüllen. Salz, Pfeffer, eine Prise Zucker dazugeben und alles ca. 20 Minuten köcheln lasse. Dann mit frischem Muskat abschmecken und etwas Majoran dazugeben.

Wie gesagt Majoran finde ich hier ungewöhnlich….deshalb lieber erst wenig dazu geben und abschmecken…

Hmmm schmeckt wirklich gut…und für alle Fleisch-Esser: so ein Mettendchen würde hier prima passen….seufz….das leichte Majoran-Aroma passt tatsächlich…hätte ich gar nicht gedacht.

So langsam freunde ich mich ja mit dem Induktions-Herd an….bin wirklich verblüfft wie schnell so ein Topf mit Öl oder Wasser richtig heiß wird….nur meine dämliche Angewohnheit immer und ständig schon während des Koches mit dem nassen Lappen alles sauber zu machen, kommt nicht so gut, weil ich immer wieder auf die integrierten BedienTouch-Pads (Knöpfe sind das ja nicht mehr) komme und die Einstellungen danach verrückt spielen….

Auch mit dem nagelneuen Backofen hab ich mich schon arrangiert….und bereits 2x Brot und 2x Brötchen gebacken.

So jetzt geniesse ich aber erst einmal meinen Eintopf…während auf dem Herd noch ein großer Topf mit Gemüsebrühe vor sich hin köchelt….meine eingefrorenen Reserven sind fast aufgebraucht und ich hab gestern auf der Fahrt nach Hause den halben Selbstbedienungs-Bauernhof-Wagen mit frischem Gemüse leer gekauft…dafür hab ich schon jede Menge Münzen gesammelt. Das letzte Mal als ich hier kaufen wollte hatte ich nur einen 50EUR Schein dabei….hahahaha….dumm gelaufen, seitdem sammele ich 1und 2 EUR Münzen für solche spontanen Einkäufe.

…und dann mache ich mich auf den Weg um die restlichen Malerarbeiten heute zu erledigen.