hochzufrieden

In den letzten Tagen hatte ich endlich wieder Spaß und Freude an der Arbeit und mein Seelenleben scheint wieder im Lot zu sein….Alles fühlt sich „normal“ an, also meine Reaktionen sind so, wie ich sie sonst auch kenne.

Ich hab beruflich viel geschafft, vieles nachbereitet, einiges vorbereitet,  einige Projekte vorangetrieben und Lösungen für aktuelle Probleme (UST) gefunden. Die Stress-Themen aus dem Seminar hab ich ebenfalls nachgearbeitet und an meine Chefin geschickt (Wie heißt es immer so schön: Melden befreit)

Mein aktuell schwierigstes Thema ist endlich auch mit den Wirtschaftsprüfern geklärt („Strategische Ersatzteile)…jetzt muss ich für die Lösung nur noch das „GO“ meiner Chefin bekommen. Die ist allerdings noch in Urlaub….und wenn sie wieder kommt, bin ICH bis Ende des Monats in Urlaub…also ab genau „JETZT“.

Ich hab also jede Menge geschafft, bin hochzufrieden und bin gestern Abend nach 2 Schlucken Wein ziemlich platt eingeschlafen…hab doch tatsächlich bis Nachts auf der Couch geschlafen und bin dann erst müde ins Bett getorkelt.

Sooooo und nun hab ich also endlich frei….und der Tag heute fing echt schön an und vorhin waren wir noch vor der großen Schwüle beim Sport…nun bin ich frisch geduscht und sitze auf meinem Balkon…jetzt wird es schwül…..und Drinnen in der Wohnung ist es trotzdem noch angenehm kühl…

Es wird ein Urlaub auf „St.Balkonien“….mein Freund hat leider keinen Urlaub – aber ich kann mich ja auch alleine erholen.

Hahahaha und für Morgen Vormittag ist dann gleich mal eine Tour mit dem Fahrrad geplant: Von Schnöselhausen (Taunus) bis nach Frankfurt…hihihi das geht wenigsten auf dem Hinweg bergab….jaaa aber das mache ich nur, wenn es HEUTE noch das große Gewitter gibt und es Morgen dann wieder normale 18-24 Grad gibt….bei Regen fahre ich eher nicht mit dem Rad.

In Frankfurt muss ich dann erst einmal ein Rezept abholen und dann geht es in mein Lieblingscafè  zum Frühstücken und Zeitungslesen… Ich liebe so einen Start in den Urlaub.

Chef sein ist nicht leicht..und die Arbeitnehmer sind dem ausgeliefert

Frohes  Neues Jahr??….so langsam komme auch ich im  Jahr 2017 an…wie in jedem Jahr „erwache“ ich gerade erst aus der Monotonie der ersten 20 Tage eines jeden Jahres…aus der Monotonie von Arbeiten und Schlafen, schlafen und Arbeiten.

Jawohl es ist quasi vollbracht…Obwohl ich in diesem Jahr sooo gut vorbereitet war, wie noch nie….war es einer der schrecklichsten Jahresabschlüsse der letzten Jahre….

Meine Chefin war schrecklich unvorbereitet und extrem schlecht drauf… zuerst die Elternzeit im November…dann anschließend der Urlaub über den Jahreswechsel.. …tja und so  haben wir alle ihre schlechte Laune und extreme Hektik abbekommen….

Ich hab ja Verständnis dafür…immerhin bin ich ja auch unter Permanent-Stress…aber teilweise waren ihre Reaktionen schon echt beängstigend….

Es ging z.B. um eine personenbezogene Rückstellung, die ich gar nicht machen darf, weil sie eben Gehaltsbestandteile jedes Kollegen darlegt…aber ich hab die Datei soweit vorbereitet, das sie nur noch die  FERTIGEN Daten eintragen muss…der Rest rechnet sich dann von selbst.

spricht mit HR-Mitarbeiterin:

C: warum schicken Sie mir die Datei, nicht Wirbelwind68

HR: weil es personenbezogene Daten sind, soll ich es anonymisieren und ihr schicken

C: nein das mache ich selbst

Ich erhalte eine Datei auf Kostenstellen-Basis  und bin ratlos…auf Kostenstellen-Basis kann man das nicht berechnen.

ICH: Chef warum bekomme ich die Datei? Ich kann die Daten nicht berechnen das machst DU immer

C: Hääääääääääääää??????????   IIIIIICCCHHHH?  (wird laut und beugt sich vor)

ICH: JA – so wie in jedem Jahr, ich kann pro Arbeitnehmer die Daten ja nicht ermitteln  – ich DARF die Gehälter der Kollegen nicht wissen

C: NA DANN muss ich mich später darum kümmern, dafür hab ich JETZT KEINE ZEIT….grummel grummel grummel

Da hat sie das komplett ausgeblendet und  mich voll angefahren…aber ich kann es weg stecken, genau wie fast alle anderen sagen wir mal, nicht so netten Anraunzer, weil ich weiß, eigentlich bin nicht ich selbst gemeint….

Auch wenn ich ihr mitteile das die Wirtschaftsprüfer mit ihr sprechen wollen und die eine am Mittwoch kommt, bekomme ich dann das Gepolter ab: ICH HAB AM MITTWOCH KEINE ZEIT…..ja deshalb wäre es gut Du sprichst mal selber per Telefon mit der Prüferin…WANN WILL DIE DENN kommen….das weiß ich nicht genau, sie will noch vorher mit Dir reden..ruf doch einfach  mal an….ICH KANN AM MITTWOCH NICHT LÄNGER BLEIBEN, DAS MUSS ICH ERST ORGANISIEREN…sprich doch bitte est mal mit ihr selber, dann könnt ihr das absprechen….so geht es bei vielen Themen, wo ich eigentlich nur Mittler bin….

Vor ein paar Tagen hab ich allerdings ein Telefonat mitbekommen, das konnte ich nicht stillschweigend hinnehmen…immerhin hat sie eine meiner  Mitarbeiterin voll aggressiv am Telefon angegangen…. Ich bin zu ihr ins Büro gegangen, während sie noch mit meiner Mitarbeiterin telefonierte….abgesehen vom Tonfall war es auch inhaltlich etwas überzogen.

Nachdem sie aufgelegt hatte hab ich ihr ruhig gesagt:

  1. Der Inhalt des Briefes mit mir abstimmt war
  2. Das ihr Ton sehr aggressiv gewesen sei

Sie hat mich mit einem Satz aus dem Büro geschickt, das wir  später reden…und dann hat es ca. 15 Minuten gedauert, dann meinte sie jetzt wäre sie bereit zuzuhören…ich hab es noch einmal gesagt, das der Ton unangemessen war und ihr noch einmal die Sachlage erklärt…sie hat sich dann per Mail bei meiner Mitarbeiterin für den Ton entschuldigt….

Na gut…..

Inzwischen ist der schlimmste Teil des Jahresabschlusses vorbei…und das obwohl auch noch unserer Wirtschaftsprüfer mitten drin krank geworden ist….er hatte zwar eine nette Hilfskraft dabei und  es kam dann auch ein Ersatz…..aber das ist eben nicht dasselbe…

Seit gestern Abend sollte der geprüfte Jahresabschluss fertig sein….wir werden aber wohl noch in der nächsten Woche ein paar „Verwaltungsdinge“ erledigen müssen….und das obwohl  ab Dienstag bereits ein Prüfer vom Hauptzollamt kommt, dazu ein internes Audit  gleich danach und die Finanzamtsprüfung geht jetzt auch in die nächste Runde.

WARUM musste ich mir eigentlich so einen bescheuerten Job aussuchen, bei dem man ständig  geprüft wird….Seutz….Also ein frohes neues Jahr sieht etwas anders aus…aber dafür hab ich jetzt tatsächlich ein freies Wochenende….

vom Glück NUR Angestellter zu sein

Ich bin kaputt…einfach müde und ausgelaugt. Wie erwartet ist diese Woche hart…und ich bin froh wenn Wochenende ist…

Und ich könnte mich über mich selber ärgern…mein Bestreben ist es mein Team so entspannt wie möglich zu führen und hab einer Kollegin für diese Woche Urlaub genehmigt…

Leider hab ich  echt unterschätzt wieviel Zeit diese blödsinnige Revision in Anspruch nimmt. Gestern bin ich erst nach 8 ½ Stunden überhaupt mal zu der normalen Arbeit meiner Kollegin gekommen, …dabei war an meine eigentliche Arbeit noch überhaupt nicht zu denken.

Nachdem ich Montag und Dienstag den ganzen Tag in English unsere Abläufe erklärt habe und dazu Fragen beantworten musste,  war heute ein Tag auf Deutsch…. Zum Glück…seufz

Und dabei hatte ich noch zusätzlich  Glück, das ich gestern ABEND nicht noch mit zum Abendessen eingeladen war…meine Chefin meinte ich solle mich nicht ausgeladen fühlen…aber sie weiß ja was ich von solchen Terminen halte und hat mich deshalb gar nicht erst gefragt ob ich mitkomme. Und dafür bin ich ihr echt dankbar. Immerhin gehe ich schon mittags mit.

Und wieder ein Vorteil das ich nicht „großer Chef“ sein möchte oder bin, sondern „nur“ als Teamleiter agiere…Ich kann mich aus gewissen Dingen immer noch relativ leicht raushalten…dazu gehören solche Geschäftsessen, dazu gehören auch die großen Meetings die ich als Zeitverschwendung betrachte und diese immer wiederkehrenden innerbetrieblichen Tagungen mit internationalen Kollegen, die mal hier und mal im Ausland stattfinden….Ein Graus sind mir solche Veranstaltungen.

Es gab Firmen bei denen ich genau an solchen mehrtägigen Tagungen teilnehmen musste und ich hab es schon damals gehasst…Zwangstermine, mit Zwangsessen und Zwangsfreizeitbeschäftigung…immer nett und freundlich….

Jetzt hab ich mich durch die Erinnerung fast in Rage-geschrieben…lach…also ich bin froh das ich das alles nicht mehr machen muss und auch diese Woche wird irgendwann vorbei sein.

Zurück im Büro – Rosinenpicken

Es ist nicht gerade so, dass es mich heute Morgen ins Büro getrieben hätte….aber letztlich saß ich doch bereits um 7 Uhr am Schreibtisch.

Es ist der 1. Tag eines Monats und eigentlich müsste ich mich mit Feuereifer in die Arbeit stürzen….konsequent alles Abarbeiten…. Lach….dazu konnte ich mich aber nicht durchringen…

Rosinenpicken ist ein gängiger Ausdruck dafür…habe mich nur mit den normalen und schnell zu erledigenden Dingen beschäftigt…Alles was komplizierter ist damit locker auf den nächsten Tag verschoben…

Wisst Ihr was erstaunlich ist….wenn ich 1 Woche Urlaub mache, dann hab ich so ca. 150 Mails in meinem Postfach….nun war ich 3 Wochen in Urlaub und es waren „nur“ 130 Mails…lach.

Eine Kollegin hat mir vor einiger Zeit mal erklärt warum das so ist und ich muss ihr Recht geben: Wenn ich nur eine Woche weg bin, dann weiß jeder das ich die Arbeiten in der darauf folgenden Woche erledige und das Meiste kann so lange warten…Bekommen die Mailschreiber jedoch mit, dass es noch lange dauern kann bis ich zurück bin, versuchen sie ihre Probleme selber zu lösen oder wenden sich an meine Vertretung….Grins. Also DAS klingt für mich echt plausibel.

Nun gut….das gilt allerdings nur für die allgemeinen Themen. Nicht für meine Spezialgebiete….und so sind von diesen 130 Mails auch viele dabei die eine Menge Arbeit bedeuten….jaaaa aber erst Morgen….

Belastbar? – aber na klar

Im Job haben mich mal wieder zwei Kollegen mit den Daten hängen lassen und meine Chefin  hat mich in der jährlichen Beurteilung beim Punkt „Belastbarkeit“ schlechter bewertet, als ich gedacht hätte. Habe beim Gespräch Einspruch erhoben…es ist immer noch ein „GUT“, aber mal ehrlich….ich reisse  mir den Allerwertesten auf, um allen gerecht zu werden. Zeige immer viel Einsatz und Engagement und bekomme doch nur ein „GUT“?  Ihre Begründung: ich würde im Monatsabschluss hektisch wirken.

????? Na das bringt die Deadline eben so mit sich….und den meisten Stress bei mir verursacht sie.

Sie mailt mir ein paar Zahlen aus denen ich  Buchungen machen soll  und fragt Minuten später ob das erledigt ist….Ähmm….ich bin noch dabei….melde mich, sobald ich fertig bin…und dann sagt sie…okay lass Dir Zeit. Und gleichzeitig wird klar, sie wartet  nur darauf das ich fertig werde… Und wenn dann in der Zeit jemand kommt, dann sage ich eben…sorry geht grad nicht…muss noch etwas für die Chefin fertig machen…und das ist dann schlecht? SIE hat doch gesagt, ich soll den Kollegen ruhig sagen, wenn es zeitlich mal nicht passt.

Und wenn ich dann erzähle ich bin seit 6 Uhr im Büro, damit sie die Daten bis 11 Uhr fertig vorbereitet bekommt, dann heißt es: keine Eile wir haben doch Zeit. Bin ich aber nicht fertig, dann fragt sie und WANN kann ich jetzt  die Daten haben…sie muss aber um 15 Uhr gehen…aber mir erzählen wir haben den ganzen Tag noch Zeit und ich solle mich nicht so sklavisch an die Deadline (17 Uhr) halten. Man die weiß echt nicht, WAS sie mir gerade verklickern möchte.

Sie hatte nämlich letzte Woche spöttisch gemeint meine Zuarbeiterin hätte für 3 Belege 1 Std. gebraucht…ganz ehrlich ich hab das noch nie unter dem Zeitaspekt  betrachtet, fühle mich aber jetzt unter zeitlicher Erpressung schneller zu sein. Aber wie lange brauche ich  für einen Beleg? Da es um qualitativ hochwertige Entscheidungen geht, dauert das Auswählen schon etwas Zeit…

Und dabei bin  ich  schon schnell…..und super vorbereitet…..heute hab ich mal die Zeit gestoppt, durchschnittlich  4 Minuten für einen Beleg: Aus der Mail die Daten entnehmen, dafür einen Beleg erzeugen mit der richtigen Vorlage, den  richtigen Konten/Kostenstellen/Gegenkonten/Aufträgen, Den Beleg drucken…zum Drucker rennen (mehrere Büros entfernt) zurück, den  Beleg buchen und dabei kontrollieren,  beschriften, in die Rückstellungsliste eintragen, Ergebnis abgleichen und in die Ablage legen….und dabei bündel ich schon  einiges…renne nicht wegen jeder Buchung zum Drucker.

Urlaub – harte Arbeit

Also dieses Jahr muss ich mir meinen Urlaub echt hart verdienen…

Schon seit Wochen bereite ich im Job meinen Urlaub vor…bei jedem Arbeitsschritt denke ich schon an den Monats/Quartalsabschluss, arbeite parallel  in den verschiedenen Buchungsmonaten (wo es schon möglich ist) ….Bereite meine Mädels auf alles vor, versuche sie bestmöglich zu stärken, das sie sich NICHT stressen lassen und auf alles vorbereitet sind. Versuche die unausweichlichen Fragen meiner Chefin  für die Jahresplanung im Juli vorauszuahnen und auch schon die Antworten zu geben.

Und seit dem 1. Juli arbeite ich wieder seeehr lange zwischen 10 und 12 Stunden am Tag. Heute war Monatsabschluss…und da ich nur noch Morgen da sein werde, muss dann der Quartalsabschluss auch fertig sein.

Das hindert meine Kollegen und Chefs allerdings nicht daran, mich mit allem Möglichen zu behelligen…und so wird die Zeit immer knapper…aber so langsam kommt alles in die richtigen Bahnen. Ich sehe  Land…also das Wochenende ….

Und wenn der Tag Morgen vorbei ist, dann ist es endlich geschafft…DANN hab ich 3 ganze Wochen Urlaub.

DREI ganze Wochen…seufz….mein Süßer kommt auch Morgen nach Hause …und am Sonntag geht es schon los…mit meinem neuen Auto…nach Sylt.

Ohhhh ich freue mich so darauf.

Job und Leben

Am 1. April 2016 hab ich 10jähriges gefeiert. 10 Jahre  arbeite ich nun schon für diesen Konzern. Dabei wollte ich bereits nach 3 Tagen unbedingt wieder weg. Ich fand es fürchterlich.

Aus einer Position mit viel Verantwortung und 130%igem Einsatz, war ich auf einmal auf einem Posten der nur ca. 4 Tage im Monat etwas Arbeit bot. Den Rest der Zeit wollte mir aber niemand etwas Arbeit abgeben und schon gar nichts erklären.

Ich war definitiv fehl an diesem Platz, da weder mein Engagement, noch mein Fachwissen benötigt wurde. Da meine Fragen auch etwas unfreundlich abgewehrt wurden, habe ich auch das Reden eingestellt….und habe mich zu Tode gelangweilt.

Eine schreckliche Situation…blöde Umgebung, blöder Job…. Erst ein paar Monate später bekam ich die Anfrage aus einer anderen Abteilung ob ich nicht helfen könnte…das hat es dann leichter gemacht.

Und nach ca. 1 Jahr bekam ich das Angebot in eine Schwestergesellschaft zu wechseln, die gerade im Aufbau war….und genau hier war ich richtig. Genau mein Ding….Aufbau-Arbeit, Strukturen schaffen…herrlich. Viel Arbeit….viiiiiiiieeeel  Arbeit und eine große Herausforderung.

Jaaa und nun sind insgesamt 10 Jahre vergangen und aus der anfänglichen Aufbauarbeit, die insgesamt fast  7 Jahre dauerte…. Ist inzwischen ein großes Unternehmen, mit 3 Gesellschaften geworden, welches sich vorbildlich in den Konzern integriert hat.

Inzwischen sind wir so gut organisiert und strukturiert, das wir sogar zertifiziert sind…und  wir sind in ein starres Korsett der Muttergesellschaft gezwängt in dem die Anwälte mehr zu sagen haben, als andere Abteilungen und  aus unserer anfängliche Stärke der schnellen Entscheidungen in flachen Hierarchien und der abteilungsübergreifenden Arbeit ist  inzwischen ein so großer Apparat geworden, das es mir manchmal wie eine Behörde vorkommt. Alles muss dokumentiert sein, alles muss beweisbar sein….vorbei die Zeiten wo man pragmatische Lösungen gefunden hat, für Dinge die einem auf Zuruf aufgetragen wurden. Unsere Flexibilität und Schnelligkeit war ein enormer Vorteil.

Trotzdem liebe ich den Job. Nach all der Aufbauarbeit in vielen Jobs, habe ich hier endlich den Aufbau überstanden….habe mein eigenes Büro und Mitarbeiter die einen Teil der Arbeit machen. Endlich hab ich mal Zeit und bin nicht nur gehetzt und gestresst. Meine Chefs, Kollegen und Mitarbeiter vertrauen mir….

Und mit Erschrecken erkenne ich das ich inzwischen schon 30 Jahre arbeite….ununterbrochen….mit Ausnahme des einzigen Monats in meinem Leben, in dem ich Unterstützung vom Arbeitsamt benötigte…und das ist auch schon wieder 13 Jahre her….

Wer will schon arbeiten?

Mein Arbeitstag heute war der 1. Seit 1,5 Wochen und noch beim Aufstehen war ich davon überzeugt, das wird ein ätzender Tag. Ich hatte überhaupt keine Lust, weder auf´s Arbeiten, noch auf die Kollegen…keinen Bock auch nur etwas vom Umzug usw. zu erzählen.

Ich wollte einfach nur meine RUHE…nichts tun, nicht reden, entspannen….einfach nur still in der Ecke sitzen.

Auf der anderen Seite wusste ich genau, ich brauche geregelte Abläufe und es wurde langsam Zeit wieder Normalität in meine Tage zu bekommen.

Und genau das war das Schlüsselwort. Meine leicht missmutige Stummheit musste ich recht schnell runter schlucken, denn meine Mitarbeiter und Kollegen wollten natürlich wissen, wie war mein Urlaub, wie war der Umzug …und ich musste ja auch wissen: wie ist alles gelaufen? Wo gab es Probleme?

Und so kam es das ich recht schnell wieder zu meiner „normalen“ Tagesform zurück gefunden habe. War locker und es hat mir auch alles wieder Spaß gemacht: die Arbeit, die Kollegen und überhaupt.

Nach 9,5 Stunden war dann für heute Schluss und mit dem Gefühl eines befriedigenden Tages bin ich nach Hause gefahren….

Na also, nichts ist so wohltuend, wie ein geregelter Tagesablauf.

 

Aufgetaucht

Aufgetaucht aus den Tiefen meiner Arbeit, hole ich gerade mal wieder Luft….und wundere mich, das sich auch in diesem Jahr die Welt weiter gedreht hat.

Die gesamt Weihnachtszeit, Neujahr und dann bis zum 10. Februar war ich fast ununterbrochen mit meinem Job beschäftigt. Jedes Jahr ist das die Zeit, in der ich unzählige Überstunden anhäufe und mich körperlich verausgabe….fehlende Pausen sind dabei das größte Problem.

Aber auch in diesem Jahr war klar, ich schaffe das. Und in diesem Jahr war alles wesentlich leichter, als in den Vorjahren. Immerhin hab ich ½ Arbeitskraft mehr und es gab KEINE unvorhergesehenen Schwierigkeiten. Alles war schon einmal da und damit waren die Abläufe auch bekannt…. Das Schlimmste war eigentlich das meine Chefin immer noch im Mutterschutz war….

Soooooo, das ist also geschafft und ich bin zufrieden so wie es gelaufen ist.