Fischbrötchen und Wetter = Hamburg

Oberhalb von Övelgönne / Museumshafen hab ich schnell einen Parkplatz bekommen.

Hamburg ist bei jedem Wetter schön, auch bei bewölkten 3 Grad an einem Montagmittag Ende November…Ich hatte aber auch richtig Glück. Minuten nachdem ich am Elbstrand bei Övelgönne ans Wasser ging, riss die Wolkendeck immer mehr auf und die Sonne kam raus…

Der Strand war ziemlich leer, nur wenige Spaziergänger und einige Hundebesitzer liefen, wie ich, direkt am Wasser entlang….

Kühles November Wetter…aber richtig schön. Mit dickem Schal und Handschuhen und viel Bewegung war es ein herrlicher Spaziergang mit eiskalten Ohren, ich hatte nicht an die Mütze gedacht…egal.

Zum Aufwärmen gab es am Ende des Spaziergangs in einem kleinen Bistro ein Matjesbrötchen und einen Glühwein….hahaha ein Grog wäre stilechter gewesen. Das Bistro heißt: Sutsche. Was sehr gut passt, bedeutet es doch im Norddeutschen: langsam, gemütlich, entspannt…was herrlich zu diesem Mittag passte.

Und kaum saß ich wieder im Auto um Nachhause zu fahren, fing es an zu fisseln 😇

Spaziergang durch den alten Elbtunnel

Nach 3 Tagen Homeoffice war ich gestern noch der Meinung, ich schaffe das nie mit dem Abgabetermin heute…und bin trotzdem pünktlich in den Feierabend gegangen. Der Tag heute, wieder im Büro, mit 2 großen Bildschirmen und einer Grabesstille auf der gesamten Etage (nanu, wo sind die denn alle hin?) hab ich konzentriert die fertig gestellten Daten verglichen, abgestimmt, nachbearbeitet und erklärt…..sooooo und noch vor meinem regulären Feierabend hab ich die Reports für diese letzte Gesellschaft in die Konzernzentrale gesendet…Geschafft.

Danach hab ich mit dem Prokuristen telefoniert, das er schon mal so ungefähr weiß, wo wir mit den Zahlen gelandet sind und vor allem WARUM die Zahlen so aussehen, wie sie aussehen…..und er damit schon mal ein paar Erklärungshilfen auf dem Schirm hat…danach hab ich noch ein paar Telefonate geführt und mit dem Controller geplaudert und dann ziemlich pünktlich das Weite gesucht.

….im wahrsten Sinne….Feierabend – ab an die Landungsbrücken….erst einmal ein Fischbrötchen essen und dann die kalte Luft um die Nase wehen lassen…

Etwas später ging es dann in und durch den alten Elbtunnel…..da war ich das letzte Mal vor ca. 8 Jahren…da wohnte ich noch in Hessen und war mit meinem heutigen Ex-Freund hier auf Kurz-Urlaub…Aber meine Erinnerungen an den alten Elbtunnel reichen tatsächlich bis in meine Kindheit….

Seitdem ich jetzt hier wohne, wollte ich schon ein paar Mal durch den Tunnel laufen, aber entweder es waren zu viele Leute, oder es war zu heiß, dann kam Corona…aber HEUTE – ganz spontan:

Vor dem Personenaufzug standen Leute und warteten….momentmal – ich wollte doch die Treppe nehmen…hmmm ach ja – da ist ja der „Einstieg“….also erst einmal 24 Meter Treppen runter….

und dann knappe 450 m den Tunnel entlang …..es war fast menschenleer (ein paar Radfahrer und wenige Fußgänger)…..ich mag diese alten Kacheln…und diese unterkühlte Atmosphäre…..am anderen Ende dann wieder über die Treppen 24 Meter nach oben….. und schon ist man ist Steinwerder …..allerdings im Industriegebiet und da macht das Laufen nicht so viel Spaß…da nehme ich bald mal mein Fahrrad mit und erkunde ich weitere Umgebung.

…ich hab also schon nach ein paar Minuten den Rückweg angetreten und dann das gleiche noch einmal in umgekehrter Reihenfolge. Nur dieses Mal hab ich beim Aufstieg am Ende des Tunnels, den Lastenaufzug genommen….hahaha ist doch bequemer….

Das Auto hatte ich in der Nähe vom Michel abstellt…und so bin ich noch ein Weilchen oberhalb der Landungsbrücken und im Alten Elbpark herum gelaufen, hab mich auf einer Bank niedergelassen (Witzig: dieser Flanierweg hat den Straßennamen: „Bei der Erholung“ ) und hab noch etwas auf die Elbe geschaut…..das war ein schöner Abschluss für diesen Tag.

Schlafanzug und ein Glas Wein

Schlafanzug und ein Glas Wein

Diese Woche war ich mehr als gut beschäftigt und nicht immer war ich so ausgeglichen, wie ich gerne wäre….ich hab gleich an mehreren Tagen mit ausgiebigen IT-Problemen zu kämpfen gehabt.

Heute z.B.: nach regem E-Mail-Austausch zwischen einem Kollegen vom Helpdesk und mir, um den wichtigsten Report endlich wieder ans Laufen zu bekommen, kam dann nach 2 Stunden auf einmal keine Antwort mehr….der Kollege hat inzwischen stillschweigend sein Wochenende eingeläutet….nun …. okay …. hmmm …. Dann eben Montag…da hab ich meinen 1. Abgabetermin und dazu benötige ich diesen Report.

Also hab ich an diversen anderen Problemen und Problemchen weiter gearbeitet…hab gerade ausreichend davon auf dem Tisch…..alles keine großen Sachen, müssen aber erledigt werden….

Und ich bin auch gleich wieder mit unserer Software aneinander gestoßen….die machte nicht das, was sie sollte…und wieder hab ich nicht verstanden, warum diese nicht der allgemein gültigen Buchungs-Logik meines Berufstandes folgte…nach einem telefonischen Hilfeschrei in Richtung des Controllers, hat er mir die „Logik“ unserer Software vermittelt….

….ja prima, nicht schön – aber ich hab es verstanden…..damit konnte ich dann jetzt in 2021, mit Blick auf das Abschlussjahr 2020, die Fehler aus dem Jahr 2019 nun endlich korrigieren…an dieser Stelle hab ich die stringente Logik von SAP mal wieder schmerzlich vermisst.

Dann musste das Buchhaltungsprogramm notfallmässig runter gefahren werden…angeblich nur für 10 Minuten…das dauerte dann doch erheblich länger….danach startete das Bankprogramm nicht mehr….seufz….

Aber dann endlich konnte ich einen großen Schwung reibungslos abarbeiten….und am Ende des Tages hatte ich doch mehr geschafft, als gedacht – aber dafür hab ich auch länger gearbeitet und es hat sich gelohnt….DAS war dann doch noch ein guter Abschluss für diese Arbeitswoche…

Den Feierabend hab ich dann noch genutzt um an den Landungsbrücken ein Fischbrötchen zu angeln (EIN einziger Imbiss hatte tatsächlich geöffnet) und um einen kleinen Spaziergang zu unternehmen….mehr mache ich heute nicht.

Die Woche war anstrengend, aber letztlich gut und heute Abend sitze ich gemütlich im Schlafanzug unter der Wolldecke, bei Kerzenschein, einem Glas Wein und einen spannenden Krimi…und freue mich auf das Wochenende….Zum Wohl !

Frühstart an der Elbe

Um mir den Start in diese Woche, mit 2 Homeoffice-Tagen, so angenehm wie möglich zu gestalten…hab ich mich zur einer Früh-Walking-Runde an der Elbe aufgemacht.

Ausgerüstet mit einem Thermobecher Kaffee, dicker Jacke und Taschenlampe, bin ich zum Willkomm-Höft nach Wedel gefahren und von dort noch im Dunkeln in Richtung Heizkraftwerk gelaufen.

Anfangs war es ungemütlich kalt und windig und die Taschenlampe brauche ich steckweise, um überhaupt den Weg zu finden. An einer Treppe bin ich 3 Mal hoch-und runter gejoggt um den Kreislauf in Schwung zu bringen…danach war mir endgültig warm … und ich hab die kühle klare Luft tief eingeatmet…die Ruhe tief eingesogen und den Blick auf den schmalen Streifen Licht, in Richtung der bald aufgehenden Sonne, gerichtet.

…aber erst auf dem Rückweg gab es genügend Helligkeit, das ich die Taschenlampe nicht mehr brauchte… und jetzt konnte ich auch die kleinen Wellen auf der Elbe erkennen.

Auf dem Rückweg zum Auto hab ich gemerkt, ich hätte jetzt sooo gerne ein Matjes-Brötchen zum Frühstück…leider waren die Fischbuden aber noch geschlossen…

…so bin ich auf der Fahrt nach Hause noch an dem Fischladen beim Famila vorbei gefahren.

Die noch sehr unwirsche Verkäuferin – immerhin ist es erst 7.25 Uhr an einem Montag Morgen – hahaha da kann man doch nicht schon wach und freundlich sein…ich hab wirklich Verständnis dafür – hat mir jedoch auf meine freundliche Frage, auf zwei knusprig-frische Baguette-Brötchen Matjes, Salat und Zwiebeln gepackt. Ich liebe den Matjes dort, der ist dick, mild und zart…..hmmmm lecker.

Zuhause hab ich also erst einmal in Ruhe gefrühstückt…was ich sonst ja eigentlich nie in einer Arbeitswoche mache und dann erst um 8 Uhr mein Homeoffice geöffnet….