Alte Lösungen für neue IT

Die weitere Arbeitswoche war bisher sehr angenehm…aktuell warten meine Kollegen und ich auf ein Feedback zu meiner ellenlangen und sehr detaillierten eMail an unseren Chef in DK…und bis dahin kann ich mich dem normalen Alltag widmen….sehr schön….endlich wieder mehr Routine.

Als ich am Dienstagmorgen ins Büro kam, fand ich auf meinem Schreibtisch die zusätzliche Ausstattung für`s Homeoffice. Keiner hatte unseren technischen Kollegen in den letzten Tagen gesehen, der ist fast ununterbrochen im Homeoffice….und alle waren der Meinung also gestern Abend stand da noch nichts auf meinem Tisch…..und ich war ja bereits ab 7 Uhr Morgens am nächsten Tag im Büro….hmmm?

Entweder der Osterhase hatte Verspätung oder ein fleißiger Arbeits-Wichtel hat den Umweg auf sich genommen und es auf meinen Schreibtisch gestellt….der technische Kollege war den ganzen Tag über nicht erreichbar, aber da wir vor mehr als einem Monat über das Thema gesprochen und er sich angeboten hatte, mir alles zusammen zu stellen, war ich ziemlich sicher, das es tatsächlich für MICH sein sollte und hab es bei Feierabend schon mal mit nach Hause genommen.

Einen Tag später hab ich mich dann bei ihm bedankt…er war tatsächlich ganz früh am Morgen, auf dem Weg zu einem Außentermin, noch schnell ins Büro gekommen…das hat mich echt gerührt…das er überhaupt noch daran gedacht hat…immerhin sind bei uns gerade einige personelle Veränderungen und die IT-Ausstattungen für die Kollegen macht er noch so neben seiner eigentlichen Arbeit zusätzlich.

Ich freue mich jedenfalls wie ein Schneekönig. Jetzt hab ich im Homeoffice einen großen Monitor, kabellose Tastatur/Maus und eine Dockingstation um alles zusammen zu schließen. Vorbei die Zeiten wo ich jedes Mal zwischen Tastatur-und Druckerkabel tauschen musste, mein Laptop hat nur einen USB-Port…hahaha und so ein Bildschirm ist schon was ganz anderes, als ein kleines Laptop-Display..

Den mobilen Schreibtisch hab ich mir zwar schon ausgesucht, aber noch gar nicht bestellt. Mein Wohnzimmer ist mit der Anordnung der Möbel ganz ähnlich, wie früher meine langjährige Wohnung in Frankfurt…und in der Zeit war ich ja auch Kassenwart unseres Tanzsport-Vereins.

Aus dieser Zeit hab ich noch den kleinen IKEA-Regal-Würfel, wo früher schon der Drucker drauf stand…,….den hab ich jetzt wieder ins Wohnzimmer geholt und steht jetzt so wie damals schon…hinter dem Esstisch, in einem nicht genutzten Zwischenraum zwischen Tisch und Fenster. Obendrauf der Drucker, darunter ist die Kabellage und Kleinzeugs die ein Büro so braucht. Sehr schön…es passt prima und bei Nichtbenutzung kann ich dann auch noch den Monitor drauf stellen. Tastatur und Dockingstation kommen dann auf einen der Stühle…dann ist der Esszimmertisch wieder frei nutzbar.. Jaaa – das ist jetzt keine Dauerlösung …aber so geht es OHNE das ich jeden 2.Tag alles ab-und wieder aufbauen muss…zumindest solange ich keine Gäste bekomme.

Und nächste Woche, wenn in Schleswig-Holstein wieder die Geschäfte aufmachen (Inzidenz schon seit ein paar Tagen wieder unter 100) ,werde ich mich auf den Weg machen und den mobilen Schreibtisch besorgen.

Heute hab ich den ganzen Tag so gearbeitet und merke gleich, das ich heute weniger Nackenprobleme habe und auch meine Augen sind entspannter…..

Morgen-Routine – Walking

Und das 3. Mal in dieser Woche war ich bereits vor Sonnenaufgang draußen unterwegs.

Bei 2 Grad, Regen und Wind fiel es mir zwar schwer…aber es hat sich gelohnt… Der Regen hörte schnell auf, der Wind lies etwas nach, es waren entspannte 6km und der Sonnenaufgang war mal wieder sehr schön….

…und danach fällt mir so ein Homeoffice-Tag viel leichter, als mich direkt nach dem Aufstehen, mit Umweg über Bad und Küche gleich an den Schreibtisch zu setzen.

Es kann zwar auch Spaß machen, sich mit weniger Morgen-Routine quasi noch im Schlafanzug oder Jogginghose an den PC zu setzten….aber an den Tagen, wo ich das mal gemacht habe, fiel es mir nach Feierabend unglaublich schwer, mich zu irgendeiner Tätigkeit ausserhalb der Wohnung aufzuraffen.

Ich bin also zu meiner kompletten morgentlichen Routine zurück gekehrt, ziehe mir auch etwas Vernünftiges an, style meine kurzen Haare und schminke mich dezent…so wie ich es sonst auch mache.

Und NACH so einer morgentlichen Walkingrunde bin ich wach und zufrieden…freue mich dann auf den ersten Kaffee des Tages, während ich gleichzeitig meinen Laptop hochfahre und mit der Arbeit beginne.

Hurra: Büro-Tag

Misstrauisch bin ich in den Mittwoch gestartet…puhhh zum Glück sind die Kopfschmerzen wieder weg.

Und – Yuchuuuu …. heute ist Officetag….und es waren doch eine Menge Kollegen anwesend (in JEDEM Büro und den Besprechungsräumen) saß eine Person…mehr hätten also gar nicht kommen dürfen und die meisten waren froh, wieder im Büro sein zu können, wenn auch mit Maske….nur von Zuhause aus arbeiten ist eben auch blöd.

Schon interessant ,wie sich die Sichtweise auf den Arbeitsort ändert. Erst waren alle froh, auch „mal“ ins Homeoffice gehen zu können…aber so nach einer Weile kommt bei allen die Erkenntnis: MAL ist wirklich gut und effektiv….aber „größtenteils“ oder „nur“ Homeoffice hat doch auch viele Nachteile.

Jeder macht seine Arbeit, egal wo und wann…aber sich alleine zu motivieren fällt dem Einen oder Anderen schon schwer…vor allem, wenn sie sowieso keinen Zeitdruck bei Ihrer Arbeit kennen oder nur einen sehr vagen Zeitrahmen dafür haben…da fehlen dann die Kollegen um sich gegenseitig zu pushen.

Da geht es uns in der Buchhaltung natürlich ganz anders…wir haben zwar hier auch keinen extremen Zeitdruck (das kenne ich ja gaaanz anders), aber wir haben einen ziemlich klaren Zeitrahmen durch die verschiedenen Abgabetermine für UST, Z4-Meldung, ZM-Meldung, Zahlungsfristen von Eingangs-Rechnungen, Fristen für die Erstellung von Ausgangs-Rechnungen, Cash-Planung zum Monatsende, interne Abgabetermine für alles Mögliche.

Bei uns kommt es nicht so sehr auf kreativen Austausch mit anderen an, sondern um klare Strukturen, um immer für alle Gesellschaften alles zu den jeweiligen Terminen rechtzeitig fertig zu haben. Mit diesem Rahmen fällt es leichter sich zu motivieren, als den Kollegen aus der Projekt-Entwicklung.

Einen Teil des Tages war ich also erst einmal mit ausführlichen Gesprächen beschäftigt, das hat Spaß gemacht ..und trotzdem konnte ich meinen Teil-Ausfall von gestern wieder aufholen. Der November ist bisher sowieso ein eher ruhiger Arbeitsmonat.

Nach Feierabend war ich noch im Altonaer Volkspark, um noch vor und während des Sonnenuntertags meine Walking-Runde durch zu ziehen….Zuhause hab ich nach noch 40 Minuten Kraftsport gemacht….sooo reicht für heute.

Frühstart an der Elbe

Um mir den Start in diese Woche, mit 2 Homeoffice-Tagen, so angenehm wie möglich zu gestalten…hab ich mich zur einer Früh-Walking-Runde an der Elbe aufgemacht.

Ausgerüstet mit einem Thermobecher Kaffee, dicker Jacke und Taschenlampe, bin ich zum Willkomm-Höft nach Wedel gefahren und von dort noch im Dunkeln in Richtung Heizkraftwerk gelaufen.

Anfangs war es ungemütlich kalt und windig und die Taschenlampe brauche ich steckweise, um überhaupt den Weg zu finden. An einer Treppe bin ich 3 Mal hoch-und runter gejoggt um den Kreislauf in Schwung zu bringen…danach war mir endgültig warm … und ich hab die kühle klare Luft tief eingeatmet…die Ruhe tief eingesogen und den Blick auf den schmalen Streifen Licht, in Richtung der bald aufgehenden Sonne, gerichtet.

…aber erst auf dem Rückweg gab es genügend Helligkeit, das ich die Taschenlampe nicht mehr brauchte… und jetzt konnte ich auch die kleinen Wellen auf der Elbe erkennen.

Auf dem Rückweg zum Auto hab ich gemerkt, ich hätte jetzt sooo gerne ein Matjes-Brötchen zum Frühstück…leider waren die Fischbuden aber noch geschlossen…

…so bin ich auf der Fahrt nach Hause noch an dem Fischladen beim Famila vorbei gefahren.

Die noch sehr unwirsche Verkäuferin – immerhin ist es erst 7.25 Uhr an einem Montag Morgen – hahaha da kann man doch nicht schon wach und freundlich sein…ich hab wirklich Verständnis dafür – hat mir jedoch auf meine freundliche Frage, auf zwei knusprig-frische Baguette-Brötchen Matjes, Salat und Zwiebeln gepackt. Ich liebe den Matjes dort, der ist dick, mild und zart…..hmmmm lecker.

Zuhause hab ich also erst einmal in Ruhe gefrühstückt…was ich sonst ja eigentlich nie in einer Arbeitswoche mache und dann erst um 8 Uhr mein Homeoffice geöffnet….

Änderungen im Tagesablauf

Ich arbeite jetzt tatsächlich zum allerersten Mal in meinem Leben im Schichtdienst und das im Büro…und als absoluter Frühaufsteher fange ich erst um 13.15 Uhr an zu arbeiten. Aber okay – ist ja nur vorübergehend. Tja und so sitze ich mit meinem Firmen-Laptop NICHT zu Hause, sondern in der Firma, in einer Extra-Etage nur für die Mitarbeiter die in der 2. Schicht arbeiten….

– also ich habe einen Laptop und arbeite an einem Schreibtisch der EIGENTLICH externe Bildschirme und Tastatur hat…aber die IT schafft es nicht, den Laptop an die Dockingstation anzuschließen (ICH darf das nicht selber machen – meine Chefin hat es beantragt).

– und die IT schafft es nicht, das noch fehlende letzte Puzzlesstück auf meinen Laptop aufzuspielen, damit ich von Zuhause aus arbeiten kann (ICH darf das auch nicht forcieren – auch das hat meine Chefin beantragt…allerdings erst nachdem ich Montag wieder im Büro war…kann sein, das sie nicht wirklich damit gerechnet hat, das ich noch arbeiten komme).

Eigentlich sollen wir ja nicht in unsere eigene Etage gehen, die während meiner Schicht aber total leer ist…aber so ganz geht das nicht, alle Ordner sind ja noch dort…und so manches Mal muss ich dann doch dorthin…

Inzwischen ist es auch schon egal, ob das mit dem Homeoffice noch klappt , ich muss ja nur noch bis Freitag arbeiten.

Aber meinTagesablauf hat sich schon geändert:

Morgens mache ich jetzt vor dem Fernseher Fitnessübungen, während gleichzeitig die neuesten Nachrichten laufen… gut das ich schon vor Jahren diverse Hanteln, Fitnessmatte und Faszienrolle gekauft habe und ich auch im Fitnessstudio meistens „manuelle“ Übungen mache…so fällt mir der Umstieg auf HEIM-Training jetzt nicht sooo schwer. Sonst bin ich ja abends ins Fitnessstudio gegangen – aber die sind jetut für eine Weile geschlossen.

Danach erst gehe ich duschen und trinke meinen Kaffee und frühstücke etwas ..und dann muss ich auch schon am Vormittag kochen…denn wenn ich so gegen 20 Uhr nach Hause komme, hab ich auch keine Lust mehr dazu.

Zum esten Mal hab ich einen ersten Eindruck, was es heißt im Schichtdienst tätig zu sein…und ich bringe hier meinem Respekt zum Ausdruck für all die Menschen die das IMMER machen müssen…und dann oft auch noch Schichten wechseln müssen…also das wäre die Hölle für mich.

Und ständig muss ich am Vormittag die Zeit im Auge behalten und überlegen: was kann ich jetzt noch machen…wie lange dauert das, wann muss ich losfahren…. irgendwie hab ich zwar genauso viel Freizeit wie sonst Abends nach der Arbeit…aber es ist nicht so entspannend…es ist immer die mahnende Uhr im Blick zu halten…

Doch arbeiten…

Sooo heute muss ich dann doch wieder arbeiten, Urlaub/Krankschreibung ist vorbei ….na gut – ist ja nur noch 1 Woche, dann ist diese Firma Geschichte für mich. Und ich werde dieser Firma definitiv NICHT nachtrauern.

Dann werde ich also heute zum 1. Mal in meinem Berufsleben in den Schichtdienst gehen…schon merkwürdig erst Mittags zur Arbeit fahren zu müssen. Ich bin von Natur aus Frühaufsteher und fange i.d.R. schon zwischen 6.30 und 7.30 Uhr an zu arbeiten.

Durch das Coronavirus hat die Firma uns allerdings in 2 Schichten eingeteilt….und nicht nur das: Ich muss jetzt auch in einem anderen Stockwerk arbeiten, mit anderen Kollegen….lach, damit sich die 1. und 2. Schicht nicht begegnen, nicht die gleichen Tische, Küche und Toiletten benutzen. So braucht die Firma, wenn in einer Schicht einen Corona-Fall gibt, nur die Schicht nach Hause schicken und die andere Hälfte kann weiter arbeiten. Hmmm – zugegebenermaßen eigentlich ganz gut gedacht.Natürlich gibt es nur wenige Befindlichkeiten, die bei der Auswahl, wer in welche Schicht kommt, berücksichtigt werden…und so ist es nicht verwunderlich das ich da gelandet bin…wo ich aktuell bin…in der 2. Schicht.

Wenn also heute nichts aussergewöhnliches mehr passiert, hab ich jedoch die Möglichkeit mit meinem Laptop ins Homeoffice zu wechseln…ob das klappt erfahre ich erst heute Mittag…denn dafür muss die IT mir erst einmal einen externen Zugang ermöglichen….und da die IT auch nach dem neuen Schichtprinzip arbeitet, weiß ich nicht, wie schnell das jetzt funktioniert.

Letztlich bleiben dann nur noch 3,5 Tage im Homeoffice und dann gebe ich am Freitag ja den Laptop und sonstiges Arbeitsmaterial zurück, d.h. dann muss ich sowieso wieder ins Büro fahren…. Ab nächste Woche hab ich dann bis Ende März noch ein paar Urlaubstage.