Es plätschert…

….so schön still vor sich hin – mein aktuelles Urlaubs-Leben und das ist herrlich so.

Nach der Aufregung zum Wochenanfang mit meiner Schwester (kleiner Unfall) hat sich alles wieder beruhigt. So ist es nun einmal und das können wir auch nicht ändern: 12 Wochen ist sie nun arbeitsunfähig.

Meine Urlaubswoche verlief seitdem ruhig, sehr ruhig. Erst brauchte ich knapp 2 Tage Zeit um mich von dem Wochenende zu erholen…seitdem mache ich nur Dinge, zu denen ich Lust habe und erhole mich prächtig.

Ich muss zugeben, außer dem Schwimmen an 2 Tagen und meinen Walkingrunden war ich nicht weiter weg unterwegs, als zum Supermarkt und auf dem Wochenmarkt zum Einkaufen. Mich zieht gerade nichts in die „weite Welt“ und Lust auf lange Autofahrten für Unternehmungen habe ich auch keine.

Ich bin super zufrieden hier zuhause zu sein…ich habe meinen Kleiderschrank neu sortiert, den Teppich unter meinem Schreibtisch entfernt (es gibt aber noch keinen Neuen)…habe viel gekocht, Samstag habe ich dann auf meinem Balkon angefangen die alten und neu gekauften Pflanzen umzutopfen und die nun wieder gefüllten Blumenkästen auf dem Balkongeländer neu zu sortieren.

Dadurch das die Bäume auf der anderen Seite der Bahnstrecke jetzt voll begrünt sind, habe ich auch wieder etwas mehr Privatsphäre….aber es ist nicht dasselbe, wie vorher. Es fehlen einfach die großen Bäume und Sträucher auf unserer Seite der Bahnstrecke, die – die es vorher so gemütlich gemacht haben.

Insgesamt fühlt sich nicht mehr so „nackt und schutzlos“ an, wie kurz nachdem die Bäume gefällt, beziehungsweise gekappt wurden. Vermisse ich meine kleine geschützte Oase immer noch? Ohh ja – sehr, aber natürlich habe ich mich jetzt auch daran gewöhnt…bleibt mir ja auch nichts anderes übrig.

Mit meinem Balkon bin ich noch nicht ganz fertig….ein paar der größeren Pflanzen müssen noch auf die Blumenhocker, zwischen die hängenden Blumenkästen am Geländer, drapiert werden…dafür muss ich aber einiges hin und her rücken …und das mache ich nicht an Pfingsten.

Meine Nachbarn unter mir sind auch erstaunlich ruhig. Sie bekommen nicht mehr so oft Besuch von den kreischenden Enkelkindern UND sie reden viel leiser mit einander….ich weiß nicht, ob sich andere in Haus oder in den anderen Aufgängen beschwert haben….es ist jedenfalls sehr auffällig und mir bringt es wieder etwas mehr Entspannung…ich kann es wieder mehr genießen auf meinem Balkon zu sitzen…vor allem an einem Morgen wie heute.

Es ist Pfingstmontag,16 Grad, blauer Himmel (die Sonne ist noch auf der anderen Seite des Hauses) es geht leichter Wind, drumherum ist es noch still und solange ich 1 bis 2 Stunden am Morgen oder Abend in Ruhe hier sitzen kann, reicht mir das völlig aus. Den Rest der Zeit überlasse ich gerne den Nachbarn mit ihren Unterhaltungen und dem Grillen. (In der gesamten Wohnanlage ist Grillen laut Hausordnung zwar verboten – aber es macht jeder hier)

Heute ist mein letzter freier Tag…ab Morgen geht es wieder ans Arbeiten…und ich bin super entspannt und auch sehr zufrieden mir mir. Mit 5 Urlaubstagen + 1 Feiertag heute und den Wochenenden hatte ich insgesamt 10 Tage frei….und das kommt mir schon seeeeehr lange vor. Ja das tat gut…ich habe mich gut erholt.

Auch in meinem Inneren ist alles friedlich…ich habe keine Sorgen, keine Nöte und keinen Stress. Auch die Arbeit fühlt sich weit weg an…nichts davon verfolgt mich in meinem Urlaub….oder stört meinen Schlaf.

Ich habe viel gelesen, viele Dokumentationen gehört und mich mit schwierigen Sodoku-Rätseln beschäftigt. Bin bei der Sodoku-App seit ca. 3 Monaten auf dem höchsten Level und ärgere mich immer noch, über jeden Fehler den ich mache…und das ich manchmal doch noch die Hinweise nutzen muss, um das Rätsel zu lösen oder manchmal einfach rate – das kommt zwar immer seltener vor…aber es fuchst mich, das ich so einige „Strategien“ die man so lernen kann, noch nicht wirklich beherrsche…aber es macht mir Freude das ich die meisten dieser Rätsel inzwischen ohne Hilfe lösen kann ….und es beschäftigt meinen Kopf.

Und soll ich Euch was sagen, ich freue mich sogar jetzt wieder auf die Arbeit – ja ich arbeite nun einmal gerne in meinem Job…trotz all des Stresses und der permanenten Änderung.

Das Gute ist, ich kann gleich mal mit 2 Tagen Remote-Arbeiten starten…das ist super….dann habe ich genügend Ruhe um meine Urlaubstage wieder aufzuholen.

Ich wünsche Euch einen schönen Pfingst-Montag

sturer Esel und der Stier in Mir

…nach der blöden Tour vom Sonntag, hab ich gleich am Montag nach Feierabend eine Entspannungstour gemacht:  Jetzt nichts Großartiges, dafür aber direkt vor der Haustür gestartet. Und DAS war genau so, wie ich es mir am Sonntag gewünscht hätte:

ruhig, entspannt und locker rund um Klövensteen, Buttermoor, Tävsmoor, Appen und  Moorrege zurück nach Hause…das waren   rund 32km.

wp-15955304247151190399100926876482.jpg

Es waren optimale Bedingungen: fast gar keine Menschen, leicht kühler Wind und ich hatte vorher  gegessen…hahahha ein nicht zu unterschätzender Faktor, der sich sehr stark auf mein inneres Wohlbefinden auswirkt. Nach der Tour fühlte ich mich erfrischt…nicht erschlagen.

Eigentlich hätte die Tour am Sonntag auch gut werden können, wenn ich es geschafft hätte, ein paar Parameter leicht zu verändern.

Normalerweise gelingt mir das auch…aber manchmal bin ich halt stur wie ein Esel und schaue weder nach rechts noch links…

und als Stier will ich dann auch unbedingt mit dem Kopf durch die Wand. Manchmal gewinnt eben doch die Wand…was ich aber nicht wahrhaben möchte…

Also getreu den Lehren des Konjunktiv II: hätte, wäre, würde

  • Hätte ich irgendwo an der Strecke eine Kleinigkeit gegessen, dann wäre ich innerlich entspannter gewesen
  • Hätte ich einfach meine Route geändert, dann wäre ich nicht so durch den Straßenverkehr gestresst gewesen
  • wäre ich nicht so stur gewesen, hätte der Tag schön werden können

Egal, manchmal tut so ein Brummeln ja auch gut…

Im Laufe der Jahre haben die Viecher: Esel und Stier schon für so manchen Zoff in meinem Leben gesorgt, aber mit zunehmendem Alter richtet sich diese Sturheit meistens nur noch gegen mich selbst…so nach dem Motto: Das hast Du Dir selber eingebrockt…dann Löffel es jetzt auch aus….

Insgesamt jedoch bin ich wesentlich nachsichtiger und milder mit meiner Umwelt…da  sehe ich interessanteweise bei mir einen Zusammenhang mit den Wechseljahren.. Im gleichen Maße wie mich die Auswirkungen mit Hitzewallungen und Veränderung des Körpers im Griff haben,  bin ich entspannter geworden.

Altersmilde?  hahaha  kampfesmüde trifft es eher. Ich war früher eher bereit für meine Sichtweisen einzustehen und  Wissen durchzuboxen…gerade im Job merke ich, das ich heute nicht mehr den Ehrgeiz habe, jeden kleinen Fehler, der mir begegnet, auch  unmittelbar auszubügeln….meine Eigenen schon, nicht aber mehr die von Anderen. Früher hätte mir das keine Ruhe gelassen….

Wenn mir heute Wissenslücken auffallen, also Fehler die öfter auftauchen, dann lenke ich das Gespräch irgendwann mal auf das Thema und erwähne die Regeln, so als Nebenbei-Information, als Allgemeingut…

Ob das wirkt? Keine Ahnung – zumindest mir hilft es gelassener durch die Welt zu gehen..